Plötzlich nicht mehr anonym...

      Ja...und selbst wenn man die Privatsphäreeinstellungen auf "paranoid" stellt...irgendwo SIND unsere Daten und IRGENDWER kann und wird sie zusammenführen und nutzen.

      Ob politisch motiviert, sexuell oder anderweitig...Wissen ist Macht....

      Deshalb sollten schon Kinder lernen, dass man
      1.dem Internet nichts anvertrauen sollte (was wir hier jeden Tag ausufernd tun)
      2.dass "jemandem da draußen" etwas zu schicken bedeutet, dass man dem Internet etwas anvertraut hat und
      3.das WICHTIGSTE...Informationen über Menschen hinter deren Rücken zu sammeln ist nicht in Ordnung.
      Also primär würde ich mal sämtliche Hebel in Bewegung setzen und den Spieß umdrehen, mit dem allseits beliebten Filmzitat aus SAW " Ich möchte ein Spiel mit dir spielen" :ninja:

      Nein Spaß bei Seite, ich denke das wenn es wie bei mir ist, dass sich jemand nur ausgewählten alleine mit BIld zu erkennen gibt dies seine Gründe hat. In diesem Fall ist das eine bitte um diskretion und diese muss dann auch gewährt werden.

      In Fall A ist diese Person meiner Meinung nach Umgehend auszuschließen, alles andere erledigt im ernstfall mein Anwalt.

      In Fall B ist das ein krasser vertrauensbruch, der so von meiner Seite nicht tolerierbar wäre
      You think you want me
      I control you

      Gentledom schrieb:

      A: Person hat aufgrund eurer Angaben herausgefunden wer ihr seid und spricht euch mit euren ganzen Namen an und erwähnt wo ihr arbeitet
      Ich würde in die Offensive gehen, vielen nimmt das den Wind aus den Segeln. Je nach Person und Situation kann das vordergründig humorvoll geschehen oder auch sehr straight. Meinen Argeitgeber würde ich dann selbst umgehend informieren.

      Gentledom schrieb:

      B: Person hat sich bei Dritten über euch erkundet und spricht euch mit euren ganzen Namen an und erwähnt wo ihr arbeitet
      Erkundigungen bei Dritten einziehen, das ist ja dann richtig pervers. Da hört mein Humor auf. Ich selbst würde dieser Person nicht gegenübertreten, weil ich befürchten müsste, dass ich mich aus Wut strafbar mache - und wenn es "nur" eine Ohrfeige ist. Hier wäre ein Anwalt zu konsultieren, wobei ich mich frage, ob das geschilderte Verhalten tatsächlich unter einen Straftatbestand zu subsumieren ist und dies dann auch vor Gericht erfolgreich wäre.
      Man kann einen Menschen nichts lehren; man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.

      (Galileo Galilei)
      Moin,

      was mich immer wieder wundert ist die Tatsache, dass sich Menschen wundern, woher jemand den Klarnamen haben könnte...

      Wenn ich eine Rufnummer in mein Handy eingebe, dann versucht mein Handy automatisch eine Rückwärts-Auflösung um mir anzubieten, die Nummer unter dem richtigen Namen in den Kontakten zu speichern.

      Also, wenn ich irgendjemanden meine Telefonnummer gebe und im Telefonbuch stehe, ist mein Klarname kein Geheimnis.
      (Ein Grund, warum ich nicht mit meiner Handy-Nummer im Telefonbuch stehe und nur diese rausgebe ;) )
      Über den dann meine Adresse zu finden ist ein Leichtes.

      Xing, Facebook, LinkedIn oder ggf. andere Soziale Nezwerke führen dann beim 3. Treffer in Google zu meinem Arbeitgeber.

      Und das ist nunmal wirklich kein Hexenwerk.
      Und ich schleudere nicht wirklich mit meinen Daten durch die Gegend.

      Wer da wirklich eine 3. Person für befragen muss, der hat bei mir schon aus dem Grund verloren, weil er nicht in der Lage ist, sein Handy sinnvoll zu nutzen :rofl:

      Aber jetzt mal im Ernst:
      Natürlich interessiere ich mich für denjenigen, der mit mir in einen engeren/sexuellen Kontakt treten will.
      Und natürlich bin ich neugierig.

      Und das gestehe ich auch jedem anderen zu.

      Die Frage ist jedoch eigentlich nicht: "Woher bekommt der meinen Klarnamen, meinen Arbeitgeber, etc.", sondern: "Was will er damit"?

      Klarnamen: Ist eigentlich klar.
      Nachschauen, ob hinter dem Nick "Weiße Rose aus Athen 19" wirklich eine 19-jährige aus Athen steckt oder der Fastfoodjunkie von gegenüber. Oder gar die polizeilich gesuchte Kampfsub, die schon 30 Doms auf dem Gewissen hat.

      Aber was will jemand mit meinem Arbeitgeber?
      Hier gibt es für mich zwei deutlich zu unterscheidende Begründungen.
      1. Ich habe online von meinem Arbeitgeber erzählt. Nun will mein Gegenüber meine Aussage verifizieren, damit er einordnen kann, ob ich bei anderen Dingen geschwindelt oder die Wahrheit gesagt habe. Nicht die feine Englische und ein bisschen seltsam und ich würde mich schon fragen, ob da jemand nur übervorsichtig ist oder schlicht und einfach misstrauisch bis auf die Knochen.
      2. Ich habe nichts davon erzählt, dann ist eigenlich der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, etwas "gegen mich in der Hand haben" wollen. Bei mir würde der Schuss jedoch nach hinten losgehen. Aber im Allgemeinen wäre das für mich schon ein Erpressungsversuch bzw. die Vorbereitung dazu. Da würde ich dann auch "zickig".
      Was den 'Verrat' meiner perönlichen Daten durch Dritte anbelangt:
      Damit dies geschehen kann, muss die fragende Person ja irgendwo aus meinem Dunstkreis kommen, denn sonst wird es schon schwerer, einen Bekannten oder gar Freund von mir davon zu überzeugen, dass man doch bitte die persönlichen Daten von mir rausgeben möchte.

      Was für ein Umstand, wenn man mich doch selber fragen kann...

      Natürlich wäre ich nicht überglücklich, dass ein Freund mein persönlichen Daten so einfach preisgibt, und ich hätte ein längeres Gespräch mit ihm/ihr über die Tatsache an sich, aber auch unter welchen Umständen der Fragende an meine(n) Freund(in) herangetreten ist.
      Vielleicht gibt es ja auch echte Gründe, die meine(n) Freund(in) dazu veranlasst haben, die Daten rauszugeben.
      Nicht umsonst haben ja Trickbetrüger einen Lauf ...

      Der Fragende hätte jedoch ein für alle Mal versch...

      Für mich stellt sich also weniger die Frage nach dem "Wie" (ist die Person an meine Daten gekommen), sondern eher nach dem "Was" (will derjenige mit den Daten). Und davon abhängig wäre ich auch bei Sanktionen oder eben nicht.

      Wenn mich also jemand mit meinen Daten konfrontieren würde, dann wäre meine Antwort: "Und? Was willst du jetzt damit anfangen?"

      just m2c

      imaginary
      Ich denke, also verwirrt mich nicht.

      Books schrieb:

      AleaH schrieb:

      Books schrieb:

      Was passiert denn, wenn du Psychologe bist?
      Auf Grund von Vorurteilen, kann es passieren, dass dem Psychologen, Lehrer, Polizist ... die Kompetenz abgesprochen wird, das Vertrauen verloren gehen kann, ganz allgemein ein Misstrauen entsteht ...
      und wie sieht das dann aus? Wenn einem die Kompetenz abgesprochen wird?

      Nun, zum einen kann es passieren daß zB auf einschlägigen Bewertungsportalen dahingehende Kommentare hinterlassen werden; das kann sich massiv schlecht auf das Geschäft auswirken. Und wenn ein Psychologe nicht freischaffend arbeitet sondern angestellt ist sind die Chancen sehr hoch, daß der Arbeitgeber zu dieser Kategorie gehört..:

      Columbia schrieb:

      Aber es gibt durchaus Arbeitgeber, bei denen man z. B. schon mit etwas so simplen wie unverheiratetem Zusammenleben mit einem Partner Ärger bekommt. Ich will mir nicht vorstellen, was für eine Schmutzkampagne da losgetreten werden kann, wenn es um BDSM geht.

      In diesem Fall sind aber meinem Eindruck nach nicht die "üblichen" Verdächtigen die schlimmen, bei denen man für ein Piercing oder Tattoo die Tür gewiesen bekommt, aka Banken etc, sondern die bei denen Piercings und Tattoos eigentlich gar kein Problem sind.
      Kirchliche/Caritative Träger, anyone? Man bedenke den Anteil an Spielbeziehungen, die neben einer funktionierenden Ehe geführt werden. Eine zweite Sub (=sexuelle Beziehung)? Der Herr sei seiner Arbeitskraft gnädig; wir brauchen sie jedenfalls nicht mehr.
      Und genauso wie sie das niemals zugeben würden bin ich mir sicher haben zB auch Beratungseinrichtungen entsprechender Träger eine interne schwarze Liste von Therapeuten, bei denen "unchristliches Verhalten" bekannt wurde, und an die in Folge ganz sicher keine Hilfesuchenden mehr vermittelt werden..

      Anonym schrieb:

      so dass ich vorgeschlagen habe, zuerst zu telefonieren und Fotos zu tauschen

      In der folgenden Nachricht konfrontierte er mich dann u. a. mit meinem vollständigen Klarnamen und meinem Brötchengeber.

      [...]

      Noch immer habe ich keine Idee, wie es zusammenhängt und wer dahintersteckt.
      Hierfür gibt es zwei Ansätze; denn du hast zwei eineindeutige Daten über dich weitergegeben: Dein Bild und deine Telefonnummer.



      Zum Thema des Bildes.. Wenn du ihm ein Bild geschickt hast das du auch andernorts im Internet verwendest, vor allem auf Webseiten, die ohne Anmeldung zugänglich sind, dann ist sehr wahrscheinlich, daß er einfach bei Google nach deinem Bild gesucht hat, und es dann auf irgend einer Webseite mit deinem Namen verknüpft wurde.

      Klassische Fälle hierfür sind zB Vereins-Webseiten die ihre Funktionsträger vorstellen, oder die Webpräsenzen von (typischerweise kleinen) Unternehmen, die ihre Team mit Bild und Namen vorstellen; hierbei hat man dann direkte den Arbeitgeber noch frei Haus dazu.

      Aus diesem Grund verwende ich das was ich hier als Profilbild habe nur in geschlossenen Communities, und als ich noch auf der Suche war gab es als "Schick mal Foto" nur ein gerade dann aufgenommenes Bild, das danach ganz definitiv nicht auf auch nur irgendeiner Webseite hochgeladen wird.



      Zum Thema der Telefonnummer.. Hast du ihm deine Nummer gegeben oder nur er dir seine? Wenn letzteres, hast du als du ihn anriefst darauf geachtet, daß deine Nummer unterdrückt wird (muß man am Handy oder Telefon explizit einstellen), oder wurde sie an ihn übermittelt?

      Wenn er jedenfalls deine Telefonnummer bekommen hat, und dies deine "offizielle" Telefonnummer war die du zB auch bei Facebook oder anderen sozialen Medien angegeben hast bei denen du mit deinem Realnamen unterwegs bist, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß er die Nummer in seinen Kontakten gespeichert und diese mit Facebook o.ä. synchronisiert hat, und dann von der App freudestrahlend dein dortiges mit dieser Nummer verknüpftes Profil präsentiert wurde.

      Facebook sowie andere soziale Medien bieten das an um deine "Freunde" zu finden, in der Annahme/Voraussetzung, daß jeder dessen Kontaktdaten du im Handy hast auch dein Freund ist


      Um sowas zu vermeiden habe ich mir in besagter Zeit des Suchens mit einer billigen "Wegwerf"-Prepaidkarte eine extra für "perverse" Zwecke benutzte Nummer zugelegt, und diese dann definitiv nirgends im Internet hinterlegt oder gar mit meinem Realnamen verknüpft.