Ich weis nicht wie ich ihr helfen kann

      Ich weis nicht wie ich ihr helfen kann

      Hallo erstmal. Ich bin nicht sicher ob das hier hin gehört oder in einen der anderen Bereiche ich bin noch recht neu hier. Also ich bin seit 3 Jahren und 6 Monaten in einer Beziehung und bin an sich total glücklich. Wir haben zusammen Shibari für uns entdeckt und auch ne Mischung aus Slave und Pet Play. (Bin da nicht so extrem bewandert wo man genau die Grenzen ziehen sollte ).
      Mein Problem ist das meine Herrin zu sampft ist. Sie gibt sich zwar Mühe aber die meisten ihrer Handlungen wirken unüberlegt und wenn sehr ruckartig. Ich bekomme während wir spielen immer öfter Depressionen da ich mein bestes für sie geben will aber garnicht in die Positon komme das für sie zu machen. Bietet sich die Changse gehe ich jedoch total dadrin auf bis dann wider einen offensichtlich unüberlegte Handlung kommt. Die letzten Male habe ich vorzeitig abgebrochen da ich teils in Heulkrämfe verfallen bin. Ob ich mit ihr darüber reden kann weis ich nicht genau da sie was das angeht in sehr unterschiedlicher Art reagiert und alles was ich als „Du könntest ab und an mal .“ als „Ich will das immer .“ versteht.
      Weis wer was ich machen könnte um ihr da vielleicht auch zu helfen ?
      In unserer Beziehung so ist das nie ein Problem aber hierbei weis ich absolut nicht weiter.

      (Sollte das nicht in diesen Bereich gehören tut es mir sehr leid es hörte sich bisher am richtigsten an )
      Hallo @Silk,

      es klingt, als wärt ihr (in Bezug auf BDSM) noch nicht so gut aufeinander eingespielt. Wenn ihr nicht wirklich darüber redet und eure Erlebnisse nicht gemeinsam reflektiert, ist das allerdings auch schwierig. Ein offener Umgang mit dem Thema ist wirklich wichtig! Man liest hier im Forum sehr oft 'Reden, reden, reden...' als Rat, wenn jemand von Problemen berichtet. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass das nicht bloß eine Floskel ist. Nein, es ist wirklich so. Offen und ehrlich reden hilft. Und zwar beiden Seiten!

      Wenn du Wünsche äußerst und deine Herrin diese missinterpretiert, weil sie darin Forderungen zu erkennen glaubt, ist das schade. Vielleicht liegt es aber auch an der Art, wie du sie formulierst? Versuch es doch anstatt 'Du könntest...' mal mit 'Es würde mir gefallen, wenn...' oder 'Kannst du dir vorstellen, ... mit mir auszuprobieren?'. Ein Gespräch ganz allgemein über eure Neigungen und Vorstellungen, wie ihr diese gerne ausleben würdet, wäre sinnvoll, denke ich. Nur lass sie dabei auch zu Wort kommen und höre ihr genauso zu wie du es dir von ihr wünschst. BDSM funktioniert in meinen Augen nur mit gegenseitiger Achtsamkeit und Aufmerksamkeit.

      Wenn es dir noch zu schwer fällt, das Gespräch zu suchen, kannst du ihr deine Gedanken auch aufschreiben. Auch hier würde ich dir empfehlen, darauf zu achten, nicht zu fordernd zu klingen, sondern einfach nur deine Wünsche/Fantasien zu beschreiben und evtl. auch Fragen zu formulieren, z. B. ob deine Herrin sich dieses oder jenes vorstellen könnte, wie sie zu dem und dem steht usw. Wichtig fände ich außerdem, dass du ihr mitteilst, womit sie es dir schwer macht, eure Sessions zu genießen. Da du hier nämlich Heulkrämpfe und depressive Gefühle erwähnst, scheint irgendetwas (noch) so gar nicht zu passen.

      Wie gut ist deine Herrin über BDSM informiert? Du hast etwas von unüberlegten Handlungen geschrieben. Entweder kommt es bei dir nur so an, weil ihr in manchen Bereichen vielleicht einfach nicht zusammenpasst und stark voneinander abweichende Vorstellungen habt, oder sie ist sich ihrer Handlungen und deren Wirkung auf dich noch nicht wirklich bewusst.


      Eine weitere Idee: Mein Herr und ich haben vor einiger Zeit eingeführt, dass ich ihm nach jeder Session eine Rückmeldung in Form eines schriftlichen Berichtes gebe (nicht sofort, aber bis zum nächsten Tag). Dieser 'Bericht' ist in drei Abschnitte gegliedert:

      1. Was mir besonders gut gefiel.
      2. Was mir nicht so gut gefiel.
      3. Vorschläge/Anmerkungen/Erklärungen

      Manchmal gibt es nur zu Punkt 1 etwas zu schreiben, manchmal hat es aber auch Dinge gegeben, die schwierig/unschön für mich waren und generell Probleme bereiten. Es ist für uns beide jedes Mal hilfreich, dass ich es in Worte fasse. So hat er einen Überblick über meine Vorlieben, was mich besonders reizt usw., aber auch über die Dinge, mit denen ich (grundsätzlich oder noch) nicht so gut umgehen kann - und Vorschläge, wie man es (anders) angehen könnte. Bei Bedarf führen wir danach noch ein Gespräch darüber. Alles 'Negative', was ich bisher aufgeschrieben habe, kam seitdem nie wieder vor. Er achtet auf mich und mein Wohl und möchte, dass ich von unseren Sessions genauso etwas habe wie er selbst.

      Die Idee kam von mir und sie hilft uns beiden sehr. Wäre das vielleicht auch für euch eine Möglichkeit, euch intensiver mit eurer Neigung und den gemeinsamen Erlebnissen auseinanderzusetzen?
      Der Hilferuf von Dir, erinnert mich an meine ersten Versuche, mit meiner Sub.

      Am Anfang war ich auch sehr "zaghaft" und warum? weil ich Angst hatte, sie zu verletzen, ihr wirklich weh zu tun. Ich liebe sie doch!
      Obwohl von ihr die Aussage kam "Mein Herr, Du darfst ruhig härter werden", waren immer noch Blockaden da.

      Wir haben sehr viel darüber geredet und geredet und geredet ( manchmal auch zuviel, das wir pausiert haben).
      Wir drehten uns "fast" im Kreis.

      Dann habe ich von meiner Sklavin verlangt, bevor eine Session beginnt, von ihrem Alltag zu erzählen, was sie den ganzen Tag gemacht hat und auch was sie glaubt, falsch gemacht zu haben, z. B. " heute war ich ganz ganz böse, weil.... "

      Und daraus hat sich dann die Härte herauskristallisiert, wie sie es von mir wünscht.

      Mittlerweile sind wir sehr gut eingespielt und die Blockaden abgebaut.

      Das ist zwar eine andere Sichtweise, hoffe, dir damit einbischen geholfen zu haben.
      Dominanz heisst nicht, seine Sklavin auf die Knie zu zwingen,
      sondern in ihr das Verlangen zu wecken,
      auf die Knie gehen zu dürfen :old:
      Hi!

      Könnte auch zu wenig Aufmerksamkeitssteuerung sein. Es ist eine riesige Verantwortung...wenn man Probleme hat, den "Arbeitsspeicher" im Kopf zu organisieren-flapsig ausgedrückt- reagiert man oft vereinfacht mit minimalistischen Kategorien
      1. Mag er/ sie
      2. Mag er/ sie nicht

      Vielleicht ist sie so mit "sozialem Lärm" beschäftigt, mit der Reizüberflutung, mit gefühltem Druck, mit wasauchimmer, dass sie nicht überlegt "arbeiten" kann. Vielleicht braucht es eine Entlastung oder ganz klare Worte...
      Wie schon gesagt wurde...schreib Feedback...mit einfachen Angaben wie..

      1. Mir gefällt was du gemacht hast als...
      2. Ich möchte DIR etwas Gutes tun...gib mir die Möglichkeit
      3. Ich mag es gar nicht wenn du...

      Manche Menschen leben, was soziale Situationen angeht ein bisschen in einer Blase und können sich nur schwer auf das einlassen, was tatsächlich grade gefordert wird. Das kann sich genauso äußern, wie du es beschreibst. Geht vielen so...

      Viel Erfolg und Spaß :blumen:
      Vielen Dank euch ich werde das definitiv mal versuchen. Besprechung tuen wir allgemeines ja schon aber wie beschrieben kommt es dann zu dem Ewig selben. Man kann sich das vorstellen wie bei einem Kind was einmal etwas tut und es dann aus trotz immer wider macht wenn man Dan sagt „na grade mal nicht „. Ab und an ist es schwer sie dann ernst zu nehmen da ich weis das manches nur eine trotz Reaktion ist. Ich weis auch das ich viel von ihr verlange und mir wünsche was sie einfach nicht kann und das akzeptiere ich auch aber innerlich ist und bleibt da dennoch die Sehnsucht mich mal wirklich fallen lassen zu können und nicht ewig darauf achten zu müssen das ich sie während dessen nicht durch solche Bemerkungen verletze.
      An sich kommen wir durch unsere Lage so oder so nur noch vielleicht 1-4 mal im Jahr dazu ohne das uns die liebe Verwandtschaft stört. Bietet sich die Gelegenheit kommt das jedoch nie von ihr aus zur Sprache. Daher Spiele ich das oft runter. Ich freue mich aber wirklich grade darüber das es hier so ein Forum gibt und ich nicht blöd angemacht wurde deswegen daher mal ein kurzes danke.
      Hi,

      kleiner Tipp aus der KOmmunikationslehre

      du hast geschrieben
      "Ob ich mit ihr darüber reden kann weis ich nicht genau da sie was das
      angeht in sehr unterschiedlicher Art reagiert und alles was ich als „Du
      könntest ab und an mal .“ als „Ich will das immer .“ versteht.
      Weis wer was ich machen könnte um ihr da vielleicht auch zu helfen ?
      In unserer Beziehung so ist das nie ein Problem aber hierbei weis ich absolut nicht weiter."

      Benutze nicht Du sondern ich.

      Sag ihr " Ich möchte es härter" oder " Ich denke ich halte mehr aus". Dann ist es kalr eine Botschaft die du ihr vermittelst wie wenn du zu ihr sagst " MAch das doch anders", du äusserst damit einen Wunsch, eine BItte auf die sie dann eingehen kann.

      Ansnsten wircklich nur reflektieren und reden, klar formulieren. Mehr kann ich dir da nicht an die Hand geben
      You think you want me
      I control you