Das Phänomen Macht (Achtung schwere Kost leicht verpackt ;) )

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      Das Phänomen Macht (Achtung schwere Kost leicht verpackt ;) )

      Wer hat denn nun eigentlich die Macht, Dom oder sub?

      Scheinbar ja der Dom, er befiehlt und sub macht, um es ganz einfach auszudrücken.
      Natürlich lassen wir die Doms das auch weiterhin glauben, denn wir subbies sind ja die Guten.

      Aber wie das so im Leben ist, einfach, ist einfach nur zu schön um wahr zu sein.

      Betrachte ich jetzt also ein subbie- Leben, inkusive gesundem Menschenverstand und rechtlichen Grundlagen, plus noch dem ein oder anderen wichtigen Punkt, können die Doms einem ja eigentlich nur leid tun.
      Ist subbie nämlich schlecht drauf oder will Dom einfach nur ärgern, stellt sie sich verquer und sagt Nein, schon hat der Dom schlechte Karten.

      Das läßt mich bei genauerem überlegen, dann doch annehmen, das subbie die Macht hat.
      Nein heißt ja bekanntlich Nein.

      ABER

      Auch das wäre noch zu einfach...

      Welcher Dom möchte schon ein subbie, dessen Lieblingswort NEIN ist, dann könnte man ja gleich Vanilla bleiben und als Dom hat man nun mal ja die Peitsche in der Hand.

      Mein Fazit:

      Beide haben die Macht, es ist wie bei Ying und Yang, eins kann ohne dem anderen nicht funktionieren.

      Mein Respekt an die subs, da es eine ordentliche Portion Mut brauch, sich einer anderen Person, als sich selbst anzuvertrauen und zu vertrauen.
      Aber ebenso zolle ich den Doms Respekt, die für sich selbst und eine andere Person Verantwortung übernehmen.

      Fazit 2:

      Als switcher klopf ich mir mal eben 2 mal auf die Schulter. :D
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D
      Die wahre Macht eines Doms besteht meiner Meinung nach darin, seine Sub so emotionell, seelisch oder auch sonst wie von sich abhängig zu machen, das sie eben NICHT nein sagt, wenn es ihr nicht gut geht. Damit ist das Ying/Yang Gleichgewicht ausgehebelt. Und genau an diesem Punkt trennt sich der Dom vom Despoten. Ein Despot nutzt diese Situation gnadenlos aus, ein Dom übernimmt Verantwortung. Für seine Sub und auch für sein Verhalten.

      Das ist natürlich beiweiten nicht immer so das diese Abhängigkeit entsteht. Aber ich habe das Phänomen sowohl bei mir selbst als auch schon bei anderen beobachtet. Ich kann nicht sagen das ich es anstrebe oder auch nur erstrebenswert finde. Aber es passiert einfach immer wieder und ich muss mich selbst immer wieder kontrollieren und zurück nehmen.

      Ich kann mir aber auch vorstellen, das es andersrum läuft, das eine starke Sub einen Dom von sich abhängig macht.

      Es ist also nicht so einfach mit er Macht. Und:"Beide haben die Macht" ist der Idealfall einer perfekten Beziehung aber sicher nicht der Standard in Beziehungen welcher Art auch immer.

      Mir ist klar, das nicht jeder das so sieht aber ich verkünde hier auch keine allgemein gültige Wahrheit sondern einfach meine Sicht der Dinge nach über 30 Jahren BDSM. Und ich bin mir bewusst, das man Sachen auch 30 Jahrelang fasch machen kann. :old:
      Trotz, oder gerade wegen der vorherrschenden weihnachtlichen Grundstimmung möchte ich euch meine persönliche Sicht der Dinge zu diesem Thema nicht vorenthalten.

      Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass mir hier in letzter Zeit vieles zu "weichgespült" vorkommt.
      Als hätte der anhaltende Trend, der in sozialen Gruppen herrscht alles nochmals durch einen "Beauty Filter" zu schicken, bevor man es online stellt um ein möglichst perfektes Bild von sich zu präsentieren. Egal ob es der Realität entspricht oder eben nicht einzug in dieses Forum erhalten.

      Für mich ist meine Beziehung zu meiner Sub eher mit einer Schiffsfahrt zu vergleichen.

      Man lernt sich in irgend einer Küstenstadt kennen und beschließt gemeinsam in ein Abenteuer zu segeln. Dabei ist beiden das angestrebt Ziel bekannt, dass beide gleichermaßen erreichen wollen.

      In der Anfangszeit segelt dieses Schiff in Küstennähe, um die Überlebenschance aller Passagiere zu erhöhen sollte das Schiff kentern. Auch wird diese Zeit genutzt um zu sehen, ob der Käpten in der Lage ist ein solches Schiff überhaupt zu steuern. Und ob die restliche Crew sich für eine solche Reise eignet.

      Allerdings muss das Schiff irgendwann seinen sicheren Hafen verlassen um das besagte Ziel zu erreichen. Dabei obliegt es dem Käpten etwaige Hindernisse zu umschiffe und dabei das gemeinsam gesteckte Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

      Dabei lässt der Käpten sicherlich kein Crewmitglieder ans Steuer. Die eingegangene Verbindung funktioniert nur, wenn alle Beteiligten das beste in ihren Bereichen geben. Und nicht dann, wenn auch jeder mal ans Steuer darf.
      @Mr. Cane als erstes Danke für die Mühe, deine Sicht darzulegen.

      Im Moment schwanke ich noch etwas zwischen mich über den Ausdruck "weichgespült" ärgern und Verständniss. Wobei ärgern etwas übertrieben ist, da ich den Austausch an den unterschiedlichen Sichtweisen/ Meinungen der Meschen liebe.

      Was ich mich im Moment frage, ist was ist denn die Realität.

      Meine wirklich allerersten Berührungspunkte mit BDSM, kamen aus den Medien (Werbung).
      Und ganz ehrlich, wären alle BDSM ler so, wie es in der Werbung dargestellt wird, wäre ich heute nicht hier im Forum und würde immer noch als Stino gelten.
      Durch Plattformen, wie diese habe ich den Mut aufgebracht, mich überhaupt mit dem Thema auseinander zu setzen.

      Oft hat es den Eindruck gemacht, das ein Herr oder eine Sklavin eben nur das sind, dabei sind es, egal welche Art von BDSM Beziehung sie führen, alles "nur" Menschen.
      Das empfinde ich nicht als weichgespült, sondern als Real.

      Als ich meinen jetzigen Partner kennengelernt habe, war Anfangs meine größte Angst, das die Beziehung zu ihm, mich verändern würde.
      Sicher ändert man sich in "normalen" Beziehungen sowieso aber ich würde vermuten, das der Grad an Veränderungen in BDSM lästigen Beziehungen wesentlich größer ist.

      Ich glaube ich schweife ab... . :D

      Ich nutze mal dein Beispiel mit dem Käpten, das hat mir sehr gefallen.
      Ich möchte meinen, das ich einen guten Käpten erwischt habe aber auch der beste Käpten kann mal einen Fehler machen.
      Soll ich dann wortlos zusehen, wie er gegen ein Riff fährt?

      Klar kann ich sagen: "Du da is aber ein Riff." aber wenn er der Meinung ist er hat recht, gehe ich mit unter?

      Mein Kopf sagt da eben: "Hey du kannst zwar schwimmen aber wenn der Käpten meint er müsse auf Risiko gehen, dann ohne mich."

      Ich hoffe man kann verstehen worauf ich hinaus will?

      Wie gesagt, so ticke ich, ich verurteile niemanden der sagt, ich lebe so und so, im Gegenteil ich interessiere mich dafür völlig wertfrei.
      Was weiß ich, wie ich selbst in nochmal 10 Jahren denke.
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D
      Ich kann deinem Beitrag nicht zustimmen.
      Wenn zwei Menschen übereinstimmend sagen das einer die Macht hat und der andere dafür dem einen folgt, dann hat einer die Macht. Ist es nur eine Farce? Heute hab ich mal Bock drauf und morgen kannst du mich mal gern haben?
      Selbst in einer normalen Beziehung gibt es keine zwei Kapitäne, am Ende hat immer einer das letzte Wort und wenn es keiner der beiden innerhalb der Beziehung ist, ist es der Scheidungsrichter.
      Wenn der Dom nun auf ein Riff droht zu laufen, ist die Frage ist das wirklich ein Riff und läuft das Schiff wirklich auf? Oder sieht Sub das nur, weil der richtige Blickwinkel fehlt und nicht alle Informationen hat?
      Oder war Sub dumm um sich einen dummen Dom zu angeln?

      Books schrieb:

      Wenn der Dom nun auf ein Riff droht zu laufen, ist die Frage ist das wirklich ein Riff und läuft das Schiff wirklich auf? Oder sieht Sub das nur, weil der richtige Blickwinkel fehlt und nicht alle Informationen hat?
      Oder war Sub dumm um sich einen dummen Dom zu angeln?
      Wenn Sub also ein Riff sieht, welches Dom nicht sieht, bedeutet das entweder, dass Sub sich irrt oder aber einen dummen Dom an ihrer Seite hat? Wenn Dom sich mal irrt, etwas übersieht oder nicht alles bedenkt, ist er ein dummer Dom? Ich würde das eher als menschlich bezeichnen.

      Wenn ich dich missverstanden habe, entschuldige ich mich schon jetzt dafür. Mich irritiert dieser Absatz einfach nur bzw. sehe ich es anders.
      @Zofe
      Wie Du meine Worte verstehst, liegt in Dir nicht in mir.
      Wenn man eine Beziehung eingeht wobei zwei Menschen übereinstimmend sich entscheiden das einer der beiden, wir nennen ihn mal der Einfachheit halber Dom die Macht über den anderen bekommt, denjenigen nennen wir mal Sub um es verständlicher zu machen.
      Sub ist im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeit. Sub sucht sich einen Menschen als Dom aus, die Beziehung ist inniger, persönlicher als bei einer normalen Beziehung, da wird Sub schon genau schauen, wem sie Macht gibt?
      wenn dub sich leichtfertig eine. Dom sucht, der die benötigten Fähigkeiten nicht inne hat, dann war sie mehr als leichtfertig um nicht zu sagen dumm.
      Ein Mensch, der Dom ist, dem die Macht gegeben wurde, ist sich sicher seiner Verantwortung bewusst und wie kommt Sub darauf beurteilen zu wollen das es ein Riff ist was sie da erblickt? Wie kommt sie darauf Dom sein Verhalten beurteilen zu wollen bzw. Zu können? Schauen wir mal in eine Gerichtsverhandlung, da gibt es verschiedene Ebenen zwei Parteien, die ein Problem haben was sie auf der Ebene nicht lösen können und einen Richter, der über den beiden Parteien steht und dieser urteilt und löst auf einer höheren Ebene das Problem. Wer in diesem Szenario ist nun der Dom? Ist der nun der Richter? Oder einer der beiden Streitenden Parteien? Wer ist die Sub? Der Richter oder einer der beiden Parteien?
      Das ganze klingt für mich so:
      Wasch mich, aber mach mich nicht nass.
      Dominier mich, aber nur wenn ich will und wenn es richtig ist für mich.
      Ja in dem Szenario ist Sub, der der wirklich die Macht hat über den Dom.
      wenn’s schön macht....
      Bitte denkt doch daran, dass das hier ein Blog und kein öffentliches Thema ist und nicht so zerpflückt werden sollte :)
      Jeder von uns lebt sein BDSM und jeder definiert Macht, Augenhöhe, Führung und Gehorsam ein wenig anders. Leben und leben lassen :blumen:
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Ein tolles Thema...oder auch das Thema meiner derzeitigen "Beziehung": Lenken, gegenseitiges Vertrauen, Folgen.

      Das Beispiel mit dem Boot gefällt mir gut. Ans Steuer käme wohl nur ein Anderer, wenn der Kapitän nicht mehr fähig zum Steuern wäre (durch Krankheit). Aber dann könnte er u. U. immer noch hinter dem stehen der steuert und ihm sagen, was er idealerweise tun soll (mehr rechts, mehr links...) oder eben die Entscheidung in welche Richtung es geht auch dann treffen, wenn er einem Steuermann die Verantwortung über das Ruder übergibt.

      Der Entscheider bliebe der Kapitän. (Wahrscheinlich war das in dem Beispiel auch so gemeint.)

      Wenn ich mich betrachte in meiner Beziehung, dann sehe ich ständig Riffe (teilweise real, teilweise sehe ich ein schwarzes Riff wo keines ist), auf die wir definitiv oder wenigstens ziemlich sicher aufschlagen werden. Das Risiko unter zu gehen erscheint mir zeitweise riesig!
      Und schon gar nicht sehe ich einen Weg hin zum Ziel und noch weniger kann ich mir vorstellen, dass wir mit dem Weg, den der Mann eingeschlagen hat, an ein Ziel kämen, in dem ich mit ihm glücklich bin und werde und er mit mir.
      Solch ein Misstrauen, Zweifeln von mir und sich Vertrauen erarbeiten müssen von ihm, ist für einen Kapitän auch nicht einfach zu menagen!

      Bisher sind es fast ein Jahr Weg miteinander geworden (allerdings extrem turbolent). Die Richtung änderte sich häufig (da gab es auch "Fehler" von seiner Seite aus, wie er selber sagte). Wir sind noch "da". Ich ging alles mit. Allerdings nie kommentarlos :D :whistling: (da hat er auch Schmerzhaftes abbekommen) ...
      Jetzt, meinte der Herr, hätte er das Gefühl, den Weg für uns gefunden zu haben. Und tatsächlich hat sich ganz entscheidend etwas verändert. Er steht deutlich stabiler da und übernimmt mehr und mehr Führung und eine Richtung, mit der ich mich wohler und ruhiger fühle. Dass wir einander lieben steht außer Frage - sonst wären wir nicht da, wo wir gerade sind- mal ganz abgesehen von der fühlbaren Liebe im miteinander-Umgehen. Mein Vertrauen in seine Stabilität, in seine Liebe zu mir wächst.

      Aber es läuft ziemlich klar nach: Folge mir oder lass es ( irgendwie sehr kompromisslos!). So erscheint es mir wenigstens. Und "lass es" würde sicherlich bedeuten, dass es keinen gemeinsamen, weiteren Weg geben würde.
      In wieweit auch ich Einfluss auf ihn habe, kann ich gar nicht genau beurteilen.
      Sehr real und authentisch.
      Hatte ich mich mal gefragt, ob BDSM ein Spiel sei, so bin ich eines Besseren belehrt worden. Für mich ist es eine Beziehung, wie jede andere auch. Und wer wie viel Macht hat, wer wo welche Grenzen zieht, entscheidet der gemeinsame Weg.

      Tiefe Zuneigung und Liebe, Risikobereitschaft, Mut, Vertrauen in sich selber (dass man doch rechtzeitig "abspringen" wird, bevor man endgültig auf einem Riff aufschlägt oder dass man, selbst dann noch etwas zu tun/sich zu helfen weiß) ist meiner Meinung nach notwendig. Ebenso Vertrauensvorschuss, aber auch Hoffnung in den Anderen, dass er sich immer bemühen wird um den gemeinsamen Weg und um die Liebe (keine einfache Sache für beide Seiten!).

      Again schrieb:


      Beide haben die Macht, es ist wie bei Ying und Yang, eins kann ohne dem anderen nicht funktioniere
      Sehe ich genauso. Es ist ein Zusammenspiel von beiden. Eins kann ohne das andere nicht funktionieren. Dom hat aber nur soviel Macht wie Sub ihm gewährt. Manche geben die Macht und Verantwortung ganz ab, manche nur teilweise in Sessions. Trotzdem sollte jede beteiligte Person auf sich selbst achten und nicht die andere Person (und damit auch sich selbst) blind ins Unglück stürzen (lassen). MMn hat es nichts mit „wasch mich aber mach mich nicht nass“ zu tun, wenn man freundlich darauf hinweist, was evtl schief laufen kann sondern hat vielmehr mit Verantwortungsbewusstsein für sich UND den Partner zu tun :pardon:
      Blind Vertrauen klingt immer gut, aber ist es das wirklich? Ich denke, nicht immer ist es angebracht und, im Grunde seh ich es so, zum Teil auch gefährlich. Vor allem sollten Macht und Vertrauen aber eins - mit der Zeit wachsen. Viele Doms, aber auch Subs unterschätzen das bzw überschätzen sich viele selbst.
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren
      Der erste Punkt ist für mich falsch formuliert, denn...

      Dom hat genau die gleichen Rechte. Wenn Dom keine Lust hat oder sich quer stellen will, hat Sub schlechte Karte und es passiert gar nix. Da ist überhaupt nichts spezifisch für Sub oder Dom, die sind da beide völlig gleich.

      Daraus ergibt sich dann der ganze Rest: Dom hat nicht prinzipiell mehr Rechte, weil Dom, aber halt dort, wo sie vorher explizit eingeräumt wurden.
      Puh hier is ja was los, dann fummel ich mal alles auseinander und danke für eure Ansichten.

      @Books ich kann deine Einwände sogar nachvollziehen, möchte aber einwenden, das es nix mit dumm oder schlau sein zu tun hat, sondern mit menschlich sein. Keiner kann immer alles richtig machen, nicht mal Maschinen.

      Was den Käpten angeht, stimmen wir überein, es kann nur einen geben und auch der Einwand mit dem Blickwinkel trifft zu.

      Ich suche gerade nach einem Beispiel, es geht nicht um Kleinigkeiten sondern um wirklich einschneidende Forderunge/ Ereignisse.
      Also nicht um:


      Books schrieb:

      Dominier mich, aber nur wenn ich will und wenn es richtig ist für mich.
      Ich gehe doch mal davon aus, wenn man sich auf eine BDSM ausgerichtete Beziehung einlässt, das man sich darüber klar ist, das Dom generell das letzte Wort hat.
      Allerdings würde ich meinen das Dom genauso wünscht, das subbie mitdenkt und Einwände äußert, wenn etwas ins negative abdriftet und er es nicht (gleich) erkennt?!
      Ob er den Hinweis dann annimmt oder nicht bleibt ihm überlassen aber mal ganz ehrlich welcher Dom würde das tun?

      @Elisabeth`s devotion das hast du ganz toll beschrieben und ja so sollte es für mich sein, ein zusammen wachsen.

      @Abigail da ist das was ich so oft vermisse und was mich oft ins grübeln bringt, die Eigenverantwortung. Du sprichst mir quasi aus dem Herzen.

      Und ich habe glaube soeben ein Beispiel gefunden, um es zu verdeutlichen.
      Es geht nicht um, he Dom wieso pieselst du mich jetzt an, ich mag das nich.
      Sondern um, heee du bist mit der Kerze zu dicht an meinen Haaren, ich will keine lebende Fakel spielen.

      So und bevor mir noch schlimmere Beispiele einfallen lass ich das jetzt mal so stehen. :D
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D
      Guten Abend @Again,
      Da ich zu der Kategorie "Dashboard cleaner" gehöre ist es mir zunächst nicht aufgefallen, dass es sich bei diesem Thema um deinen Blog handelt.
      Umso mehr freut es mich natürlich, dass du wie ich an aufschlussreichen Diskussionen interessiert bist.

      Notfalls kannst du ja immer noch diese Diskussion in einen anderen Bereich verschieben lassen.

      Allerdings empfinde ich, dass von dir angestoßene Thema für sagen wir einfach zu wichtig/Intressant als es darauf beruhen zu lassen.

      Zunächst einmal wäre an dieser Stelle nochmals zu erwähnen, dass es in der bunten Welt des BDSMs die unterschiedlichsten Beziehungskonstelationen gibt. Wir haben persönlich die richtige Form für uns gefunden. Was nicht heißen muss, dass diese Form auch für andere die passende ist.

      Ich habe das Adjektive "weichgespült" benutzt, weil dies meinen persönlichen Eindruck widerspiegelt, den ich in letzter Zeit bei einigen Themen habe. Dein Beitrag hat es nun einmal abbekommen.

      An dieser Stelle sei noch zu erwähnen, dass keine meiner Handlungen darauf abziehlt, meine Sub in irgendeiner Weise von mir abhängig zu machen. Dafür habe ich einfach ein zu großes Ego.

      Allerdings sollte jedem, der sich auf diesem Terrain bewegt bewusst sein, dass eine solche Beziehungsform sehr wohl eine gewisse Abhängigkeit schafft. Ob nun absichtlich herbeigeführt oder nur als Nebenprodukt dieser Beziehungsform.

      Und ja, diese von beiden Seiten selbstgewählte Form einer Beziehung wird einvernehmlich geschlossen. Dies heißt allerdings nicht, dass explizit jede Handlung in dieser Beziehung auf allen Ebenen einvernehmlich ist. Die Beziehung ist also Einvernehmlich uneinvernehmlich.

      Und sollte eine solche Beziehung scheitern ist dies meistens mit erheblichen Risiken vor allen auf der Seite der Subs verbunden. Sich so zu öffnen und gerade die Abgabe der Selbstbestimmung in vielen Bereichen birgt nicht nur eine große Freiheit sondern auch ein hohes Risiko. Diesem Risiko sollte man sich bewusst sein, bevor man sich für eine Solche Beziehungsform entscheidet.

      Ein Rettungsboot bringt dich auf hoher See nicht immer ans rettende Ufer.

      Die meisten Menschen, die sich für diese Beziehungsform entschieden tuen dies nicht aus einer Laune heraus. Sie tun es, weil dies ihrer persönlichen Veranlagung entspricht. Da wird es auf Dauer sehr schwer an die Eigenverantwortung zu appellieren.

      Über die rechtlichen Gesichtspunkte machen sich wohl die meisten Paare, die eine langjährige Beziehung führen wohl kaum Gedanken. Dieses Argument hier aufzuführen bringt meiner Meinung nach garnichts. Weil es eben nicht der Realität entspricht.

      Dennoch muss Dom nicht zwangsläufig immer der Dumme vor Gericht sein. Schließlich spielt die Vorgeschichte usw. eine erhebliche Rolle bei der Beurteilung eines solchen Falls.

      Dies zeigt mal wieder, wie wichtig eine gute Kommunikation zwischen einem Dom und seiner Sub ist. Um eine etwaige Schieflage in der Beziehung rechtzeitig zu erkennen.
      Interessante Überlegungen hier... :) .
      Ich weiß nicht, wie es bei anderen ist, aber sobald ich mich öffne, gebe ich dem anderen die Möglichkeit und damit auch die Macht mich zu verletzen. Wenn ich also meinem Mann sage, wie sehr ich ihn haben will, ihn brauche und begehre...also ihm meine eigene Bedürftigkeit zeige, hat er die Macht, damit umzugehen. Und andersherum natürlich genauso. Das ist das, was wirklich weh tun kann. Andere Machtverhältnisse - ich nenne es mal im oberflächlicheren Bereich - habe ich ihm ja schon vor gefühlten Ewigkeiten übertragen. Die werden ja erotisiert und haben die Funktion, das obige emotionale Machtverhältnis stabil zu halten.

      Ich mag das Bild mit der Schifffahrt. Mit dem ersten Absatz gehe ich absolut konform.

      Beim zweiten Absatz würde ich Einiges anders machen. Erst einmal brauchen wir keine Crew, die von Anfang an mitfährt. Wofür auch? Ich würde erst starten, wenn wir uns fachlich zutrauen, alleine zu starten. Alles andere wäre uninteressant für mich.
      Im Laufe unserer Verbindung habe ich uns zwar keine Crew gemacht, aber einige Passagiere, die uns eine Zeitlang begleiten. Dies aber erst, nachdem wir einige Jahre alleine mit dem Schiff unterwegs waren und erst, nachdem ich ihn genau geprüft hatte, ob er die Verantwortung für Passagiere wirklich übernehmen kann.

      Dann würden wir nicht in Küstennähe bleiben - wozu auch? Wir warten beide ungern und wenn ich von A nach B will, fahre ich jetzt los.

      Nun wird es etwas spezieller. Wir brauchen nämlich Arbeitsteilung, um vernünftig voranzukommen. Wir zwei sind ja nur alleine.
      Ich sehe keine Riffe, beinahe niemals (das heißt nicht, dass ich mit voller Absicht reinfahre, aber ich kann sie nur schwer als Riffe identifizieren). Dafür aber er, meilenweit im Voraus sogar. Daher kommt er - ganz klar - ans Steuer. Alles andere macht keinen Sinn. Aber ich kann die Karte lesen, ihn beraten, wie er schnell und effektiver (als andere) fahren kann. Und ich könnte ihn temporär am Steuer ablösen, wenn er sich ausruhen muss. Vorher würde er mir genaue Instruktionen geben, wie ich Riffe erkenne bzw. wie ich sie umfahren muss und ich würde auf ihn hören, denn ich weiß ja, dass das wichtig ist und ich von mir aus diese Gefahren als solche nicht identifizieren kann.

      Bei uns hat sich das so bewährt. Die Machtverhältnisse empfinde ich als klar verteilt :) . Wer ‚mehr Macht‘ hat, ist in einer Verbindung wie der Unseren schwierig, finde ich; vor allem, wenn man einander im Laufe einer Verbindung sehr braucht.
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit

      Books schrieb:

      Kara
      Das Problem bei deiner Interpretation ist, du hast zwei Leute auf dem Schiff, Captain und Der andere ist die Crew. Das spiegelt die Beziehung wieder.
      Wenn der Käpt’n seine Macht temporär auf die Crew übergibt hat er im Endeffekt immer noch die Macht inne. Auch wenn er sie selbst nur durch einen anderen ausüben lässt. Macht haben bedeutet doch auch sie abgeben zu können ohne dadurch den Verlust derselben zu erleiden.
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren
      Wer hat denn nun eigentlich die Macht, Dom oder sub?
      ( :old: Achtung! Leichte Kost schwer verpackt!

      Rechtliche Replik:
      Selbstverständlich hat Dom-inanz die Macht. Vielleicht nicht jene, die sub-jekt sich immer gerade wünscht, was bisweilen zu sub-jektiven Missverständnissen führen mag. Aber Dom-inanz hat eben sub-jektiv mindestens jene Macht, welche sub-jekt Dom-inanz zubilligt. sub-jekt hingegen hat überall dort keine Macht, wo sub-jekt sie abzugeben vermag; wo sub-jekt dies nicht kann oder will zerfällt gar die Idee von sub-jektivität – mindestens in jenem Kontext. Nicht hingegen zerfällt dabei die Macht von Dom-inanz, sondern nur die sub-jektivierende Möglichkeit der Machtausübung. Jedwedes Recht das sub-jekt zu haben glaubt, hat Dom-inanz ohnehin schon längst.

      Logische Replik:
      Die sub-jektive Zubilligung an Dom-inanz zur (einseitigen) Machtausübung stellt für sich selbst genommen natürlich keine Machtausübung dar, sondern stellt sich vielmehr als eine sub-optimale Notwendigkeit zur eigenen Verwirklichung heraus, welche sich im objektivem Maßstab als zulässige Rechtsausübung erweist, welche Dom-inanz das objektive Recht einräumt, einen positiven Saldo durch Machtdivergenz zu bilden. Dom-inanz‘ Nichtgebrauch der Macht ist unerheblich, Dominanz‘ Machtgebrauch bestätigt sie.

      Emotionale Replik:
      Im Vertrauen unterscheiden sich Dom-inanz und sub-jekt nicht in wesentlichen Zügen, sind beide doch letztlich durch zuvor einvernehmlich getroffene Willenserklärung Gebundene im gleichsam erstrebten Erleben objektiven Unrechts. In objektiver Verantwortung überragt hingegen Dom-inanz sub-jekt erheblich: mindestens in dem Maße der gegenseitig willentlichen Gebundenheit im objektiven Unrecht über die spätere Anpassung bei Zeiten sub-jektiv unterlassener Wahrnehmung sub-jektiver Eigenverantwortlichkeit bis hin zur Einschränkung oder gar Unterlassung des Gebrauchs der Macht zum Schutze sub-jektiver Fehleinschätzungen oder objektivem RealitätsFairLustes.

      Eine Frage zum besseren Verständnis:

      Wie differenziert sich

      • „Beide haben die Macht, es ist wie bei Ying und Yang, eins kann ohne dem anderen nicht funktionieren.“

      genau von

      • „dann könnte man ja gleich Vanilla bleiben ...“ (Ergänzung HvR: "... und einfach Beziehung mit Schnüren, Stöcken und schmutzigen Wörtern zu führen)?



      Grüße

      HvR

      Again schrieb:

      Wer hat denn nun eigentlich die Macht, Dom oder sub?

      Das läßt mich bei genauerem überlegen, dann doch annehmen, das subbie die Macht hat.
      Nein heißt ja bekanntlich Nein.

      ABER

      Auch das wäre noch zu einfach...

      Welcher Dom möchte schon ein subbie, dessen Lieblingswort NEIN ist, dann könnte man ja gleich Vanilla bleiben und als Dom hat man nun mal ja die Peitsche in der Hand.

      Mein Fazit:

      Beide haben die Macht, es ist wie bei Ying und Yang, eins kann ohne dem anderen nicht funktionieren.

      Mein Respekt an die subs, da es eine ordentliche Portion Mut brauch, sich einer anderen Person, als sich selbst anzuvertrauen und zu vertrauen.
      Aber ebenso zolle ich den Doms Respekt, die für sich selbst und eine andere Person Verantwortung übernehmen.

      Fazit 2:

      Als switcher klopf ich mir mal eben 2 mal auf die Schulter. :D
      hmmmm ich moechte da noch etwas zu "nachtragen" :

      wenn das mal so einfach waere.

      ich spreche jetzt mal ganz bewusst nur von mir:
      da gibt es noch andere facetten ;)

      ich mag ja "der kleine prinz" und da ganz besonders den kleinen fuchs, der da sagt: "bitte .... zaehme mich!" und "du musst sehr geduldig sein!". sprich, ich sage viel mehr nein und nicht jedes nein ist ein nein :D , dom sollte aber wissen wann es welches ist ^^

      waer ich ein paar jaehrchen juenger, wuerd ich mich vllt als brat einordnen, aber eine goere von ueber 50? och neee, das straeubt sich mir alles :rolleyes: