Darf SUB auch mal "grob" werden ??

      Ich käme nie auf die Idee, mein Herr(z) innerhalb einer Session oder während eines klaren Machtgefälles körperlich in irgendeiner Weise "anzugehen" (beißen, kratzen etc...). Ea käme mir einfach nicht in den Sinn und sowohl er als auch ich wären da glaube ich sehr... irritiert... Es hat bei uns einfach keinen Platz und passt nicht zu unserer Art des BDSM. Es kam schon mal vor, dass ich bei heftigen Schlägen nach hinten ausgetreten habe, dann aber aus Reflex und nicht, um ihn zu treffen. Ihn mal verbal zu ärgern und frech sein kommt dagegen schon vor. Ob daraus eine Strafe resultiert liegt in seinem Ermessen und kommt auf die Art und Weise bzw Situation an. Mittlerweile kann ich das aber recht gut einschätzen und lege es manchmal auch drauf an. Haben wir Sex auf "Augenhöhe", übernehme ich aber sehr gerne auch mal den aktiven, dominanteren Part und quäle ihn ein bisschen bzw treibe ihn in den Wahnsinn. Das ist dann aber ein völlig anderes "Setting". Ausgleichende Gerechtigkeit sozusagen... :evil: Innerhalb des "aktiven" Machtgefälles bin ich aber immer brav und er hat das Sagen. Fertig. Und damit fühlen wir uns beide wohl. :love:

      DCP-195 schrieb:

      Ja, das darf sie wenn ihr Herr es ihr erlaubt oder es wünscht :yes: :) :love: aber nur dann :pardon:
      Das stelle ich mir in der Praxis sehr schwierig vor... Wie kann man sich das vorstellen? "So, Subbie, heute darfst Du mal frech sein und dich wehren"? Oder bekommt sie einfach nie die Erlaubnis dazu und das Ganze hat sich somit eh erledigt? Ist nicht als Kritik gemeint, ich kann es mir nur nicht vorstellen, wie das vonstatten geht...

      Beitrag von sklvn1411 ()

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      @sklvn1411 zu unserer Praxis gehört es auch nicht. Ich war mal in einer Beziehung wo das gewünscht war. Fühlt sich merkwürdig an und ich bin froh darüber, dass das zwischen meinem jetzigen Herrn und mir nicht mehr Bestandteil unseres BDSM ist. :) :yes: Frechheiten oder gar Angriffe würde mein Herr nicht dulden. Es würde ihn genau ein Hochziehen der Augenbraue kosten und ich bin sofort wieder auf Spur :D
      Demut und Dankbarkeit sind die Voraussetzungen um den wahren Wert des Lebens zu verstehen....so ist es nun mal <3

      sklvn1411 schrieb:

      Wie kann man sich das vorstellen?
      So etwa entsteht ja nicht ohne Vorwarnung. Zumindest nicht bei uns. Nach dem Motto "Wehret den Anfängen" kann ich Sub-versive Tendenzen (geiles Wortspiel :D ) gleich am Anfang unterbinden oder auch zulassen. Ein etwas intensiverer Blick oder eine kleine Aufgabe bringt Subby notfalls wieder in die Spur. Andererseits hat sie auch ein tiefes Gespür dafür, wann es unangebracht ist, die Brat zu geben.
      Im allgemeinen ist aber Lachen miteinander -nicht übereinander- einer der Grundpfeiler unseres BDSM. Wir lachen wirklich gern und viel.
      Dein Körper liegt vor mir im Staub. Aber mein Herz kniet vor deinem Herz. Und wir beide wissen es.

      Legat schrieb:

      Jedoch gefällt es mir auch wenn meine Partnerin mal „die Krallen“ ausfährt oder „ bissig“ wird. Ich rede hier aber nicht von nem Biss beim kommen, sondern wenn sie meine „Achillesfersen“ kennt die auch mal nutzt. Da muss sie auf nicht zimperlich sein.
      Ich denke das ist wie bei allem, zwei stehen auf was und leben es aus, ich sehe mich trotzdem klar als Dom, der Biss oder das Kratzen kann auch eine Provokation sein und von ihrer Seite die Aufforderung zum Spielen sein.
      Auch hier zeigt sich doch wieder sehr deutlich, dass es letztendlich um Konstellationen und auch um Definitionen geht.
      Der ET ist sehr allgemein gehalten, trotzdem lese ich hier auf einmal, dass jemand Dislikes für seine Aussage bekommt.
      Ist das jetzt subjektiv? Verstehe ich bestimmte Konstellationen hier im Forum noch nicht?

      Für mich wirft der ET sehr viele Fragen auf:

      Wann bin ich eine Sub?
      Gibt es Grenzen, die eine Sub nicht überschreiten darf?
      Ist es anmaßend, zu sagen, dass ich Sub bin, mich trotzdem aber nicht an gewisse "Regeln" halte?

      Geht es nicht letztendlich nur um das Miteinander von 2 Personen, die ihren Weg gemeinsam gehen?
      Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi.
      @josephine dislikes bekommt man, wenn das gelesene dem anderen extrem missfällt. Nachdem das Leben auch aus Teilen besteht, die wir im besten Falle nicht verstehen oder sogar ablehnen, schreibt man manchmal Sachen die andere ablehnen oder nicht verstehen bzw ist selbst derjenige welcher. Manchmal hilft drüber reden, manchmal nicht.
      Ich persönlich bin mit dislikes sehr vorsichtig. Aber man kann es auch lockerer handhaben. Für mich ist beides ok.
      Watzlawick, Anleitung zum unglücklich sein löst alle Problem.

      josephine schrieb:

      Der ET ist sehr allgemein gehalten, trotzdem lese ich hier auf einmal, dass jemand Dislikes für seine Aussage bekommt.
      Ist das jetzt subjektiv? Verstehe ich bestimmte Konstellationen hier im Forum noch nicht?
      Ein Dislike bedeutet grds. zunächst einfach "nur", daß jemandem etwas an dem Beitrag nicht gefällt.
      Und bei dem Beitrag von @grace war es garantiert (ua?) der Satz "Nichts ist langweiliger als eine immer brave sub, ohne eigene Meinung, ohne die Fähigkeit und den Willen, sich auseinanderzusetzen", der zu Dislikes geführt hat.
      Denn immer brave Subs wie ich haben sehr wohl eine eigene Meinung und durchaus die Fähigkeit (und auch den Willen), sich auseinanderzusetzen.
      Es ist eben eine ganz andere Ebene, auf der ich mein BDSM auslebe als eine Brat.
      Deswegen bin ich aber keine willenlose Idiotin und nicht langweilig. Diese Erkennntnis hat sehr lange bei mir gebraucht und auch jetzt denke ich manchmal immer noch, hoffentlich bin ich nicht zu langweilig. Denn genau solche Aussagen haben dieses Gefühl, minderwertig gegenüber Brats zu sein, immer entstehen lassen.
      Ich akzeptiere Brats und deren Spiel... es wäre daher schön, wenn Brats das umgekehrt auch akzeptieren könnten.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      josephine schrieb:

      Geht es nicht letztendlich nur um das Miteinander von 2 Personen, die ihren Weg gemeinsam gehen?
      Doch, ganz genau darum geht es. Und deshalb kriegt ein Kommentar, in dem pauschal alle Subs, die nicht ab und zu mal grob werden, als langweilig bezeichnet werden, eben Gegenwind.

      josephine schrieb:

      Wann bin ich eine Sub?
      Gibt es Grenzen, die eine Sub nicht überschreiten darf?
      Ist es anmaßend, zu sagen, dass ich Sub bin, mich trotzdem aber nicht an gewisse "Regeln" halte?
      Grenzen, die Du nicht überschreiten darfst, schreiben Dir eigentlich nur das Gesetz und Dein(e) Partner(in/innen) vor. Und solange es keine allgemein verbindliche Definition von Sub gibt, ist es auch nicht anmaßend, Dich so zu bezeichnen. Wenn Du dominant und sadistisch bist und Null Devotion in Dir fühlst, ist Sub sicherlich eine irreführende Bezeichnung, aber auch dann verbietet es Dir niemand.

      sklvn1411 schrieb:

      Das stelle ich mir in der Praxis sehr schwierig vor... Wie kann man sich das vorstellen?
      Ich habe einer vorigen Spielpartnerin ab und zu ins Ohr geraunt "wehr Dich, Schlampe". Man kann es sogar als Spiel aufziehen: "wenn Du es nicht schaffst, Deinen Arm aus meinem Griff zu befreien, bis ich fertig bin, passiert X." Das hat uns beiden viel Spaß gemacht. :D
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Ausgehend von der Ursprungsfrage muss ich doch für mich definieren was "grob" bedeutet.

      Wenn meine Sub in Erregung mir ihre Nägel in den Rücken drückt?

      Oder wenn sie meint sich in einer richtungsweisenden Führung zu widersetzen?

      Oder wenn sie unvermittelt eine Rangelei beginnt?

      Temperament, Erregung oder Provokation hat tausend Facetten.
      Wie ich sie werte oder darauf reagiere hängt dann wieder von eigenen Vorlieben ab.

      Somit für mich nur persönlich zu beantworten.
      Temperament und Reaktion ist jederzeit willkommen.

      Und wenn es zu heftig wird reagiere ich entsprechend.

      Dazu bedarf es keinem Safeword für Doms.
      Also jeder nach seiner Fasson und seinen Grenzen.

      Für mich hat das keinerlei Auswirkung auf das Machtgefälle oder kratzt meinen Stolz als Mann oder Dom an.

      Im täglichen Leben steht sie ja auch ihre Frau voller Selbstbewusstsein und ich bin eher stolz auf sie als das ich mich als Mann in Frage gestellt fühle.

      Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. :old: Scheinbar bedenkt keiner wie schnell Scherben zu Waffen werden.


      Es ist jetzt nicht so dass ich mich was weiß ich wie wehre, ich bin weder Brat noch Kampfsub, sondern wenn ist es eher ein festkrallen an ihm im ... nennen wir es mal Eifer des Gefechts ... Kann, speziell nachdem er mir sehr nachdrücklich das Fingernägel knabbern abgewöhnt hat, auch mal ein paar Spuren an ihm nach sich ziehen, da muss er dann halt durch. Vor allem wenn er vergessen hat meine Hände entsprechend zu fixieren. Dann kann es ja unmöglich mein Fehler sein :yes: :saint:
      Teamwork makes the dream work :love:
      Ich liebe es, wenn ich auch mal körperlich unterworfen werde. Wir stehen beide auf Rough Body Play und Hojojutsu.

      So etwas brauchen wir beide zwischendurch halt schon mal. :pardon:

      Manchmal steht mir einfach der Sinn danach, mich zu wehren. Ich merke ja dann am Funkeln in Seinen Augen, seinem Grinsen im Gesicht (und seiner Reaktion etwas weiter unten....), ob er da auch gerade Lust drauf hat, oder eben nicht. Es ist seine Entscheidung, dann darauf einzugehen, oder es zu lassen.


      Aber so etwas brauchen wir eben auch nur manchmal. Die meiste Zeit bin ich brav und folgsam und lebe eben diese Seite meiner Persönlichkeit aus. :knien:


      Ich glaube, eine Beziehung, die nur aus Kratzen, Beißen, Hauen und Stechen von Sub-Seite aus besteht, kann für beide Seiten auf Dauer sehr anstrengend werden.


      Bei uns macht es eben die gesunde Mischung aus.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Also ich setze meine "Krallen" sehr selten und bewusst ein, wenn ich ein hohes Bedürfnis nach einer sehr intensiven Session oder hartem Sex habe. Mein Dom kennt mich gut und nimmt das nicht persönlich und genießt das Wilde umso mehr. Dadurch sind beide Seiten in einem neuen Modus und man lernt mehr über sich und die andere Person.
      Es ist wie immer nur die Frage der Dosis :)
      Bei der körperlichen Gegenwehr kann ich noch nicht Mitreden, jedoch beginne ich jede Woche erneut mit der Erziehung aufgrund unserer Fernbeziehung.

      Am Sonntag hatte es dazu geführt das ich ein Nickerchen auf dem Sofa gemacht hatte und der Eindruck der Vernachlässigung entstanden ist. Das hat dazu geführt das ich mit einer Pflanzenspritze und einem Schelmischen lächeln (es war zuckersüß) geweckt wurde, jeoc konnte ich dies nicht auf mir sitzen lassen und die Strafe folgte auf dem Fuße :popo_versohlen:

      Es war zum schluss eine super erfahrung für uns beide

      Viva schrieb:

      @Shayleigh magst Du erzählen inwiefern Hojojutsu damit zu tun hat? Es sind ganz tolle Techniken, geht es da um das Überwältigen und "Dingfest" machen?
      Teilweile geht es mir tatsächlich auch darum. Seine pure Kraft zu spüren. Zu spüren, dass ich mich zwar wehren kann, es mir aber letztlich nicht viel bringen wird.

      Es ist aber auch der Aspekt, dass ich hier eben mal nicht brav sein muss. Hier wird ja quasi von mir erwartet, dass ich mich wehre und alles in meiner Macht stehende tue, damit ich es ihm so schwer wie möglich mache. Ich kann hier meine wilde ungebändigte Natur ausleben.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Der Thread irritiert mich immer mehr. Spätestens sei@'josephine' Post...

      Wann bin ich eine Sub?
      Gibt es Grenzen, die eine Sub nicht überschreiten darf?
      Ist es anmaßend, zu sagen, dass ich Sub bin, mich trotzdem aber nicht an gewisse "Regeln" halte?

      ..... Ähm

      Wann bin ich ein Mensch? Was darf ein Mensch und was nicht? Bin ich auch ein Mensch, wenn ich Regeln breche?

      Ich denke es geht nicht um die Frage ob jemand submissiv ist oder nicht oder wie sehr oder ob Regeln die gebrochen werden dazu führen, daß jemand weniger Sub ist.

      Ich denke das alles ist vor allem Sub jektiv... Und so individuell wie die Menschen selbst.
      Warum soll Sub nicht grob werden, wenn Dom es gestattet oder dann weiß sich zu helfen. Dreht Sub so das Machtgefälle um ist natürlich die Frage wie Dom damit umgeht... Aber auch das macht wohl jeder wie er es für richtig hält und wie schon geschrieben. Ich könnte es versuchen, ja wahrscheinlich darf ich es sogar aber es macht keinen Sinn für mich. :cake: da ess ich lieber Kuchen
      Leben heißt nicht zu warten bis der Sturm vorüber ist, sondern lernen im Regen zu tanzen.
      Bei uns kommt es durchaus vor, dass ich ihn körperlich etwas provoziere und er genießt dann, mich zu überwältigen.
      Oder wenn er mich dazu bringt, die Kontrolle zu verlieren und meine Fingernägel sich in sein Fleisch bohren...das trägt er dann wie eine Trophäe die nächsten Tage.
      Sonst bin ich ja immer bemüht ihn glücklich zu machen und meine Frechheiten rütteln nicht am Machtgefüge.
      Ich denke, also spinne ich.

      greta85 schrieb:

      Der Thread irritiert mich immer mehr. Spätestens sei@'josephine' Post...

      Ich denke das alles ist vor allem Sub jektiv... Und so individuell wie die Menschen selbst...
      Ja natürlich ist es subjektiv. Und das ist ja auch gut so! Nur, wozu wäre ein Forum da, wenn alle sich nur objektiv äußern würden? Das Leben lebt von Vielfalt und Menschen sind wir alle sowieso. So lange man keinem 3. schadet würde ich auch sagen: leben und leben lassen. So lange es beiden gefällt ist doch alles ok. Ob es meinem eigenen Verständnis bzw Bild nun entspricht oder nicht.
      Was irritiert dich denn an @SubJosephine s Post?