Artikel: "Orgasm Gap" Orgasmus Häufigkeit bei Männern und Frauen

      DerekReign schrieb:

      Es kommt auch schon mal vor, dass "es einfach nicht geht", obwohl ich eigentlich Lust hätte und an sich alles passt. Das ist dann in der Tat eine Kopfsache bzw. ich komme einfach nicht (rechtzeitig) an den richtigen Punkt (ich mag den Begriff nicht so sehr, die meisten würden das vermutlich Fallenlassen nennen). Insofern ja, ich schätze schon, dass Frau das unterschätzen kann, wie sehr man(n) nicht nur schwanz- sondern auch kopfgesteuert ist.
      Darauf zielte meine Frage ab. Und mir ging es darum, ob dominante Männer diese Schwierigkeit häufiger haben, als nicht dominante Männer. :pardon:
      -Es gibt nix, wo mehr Erotik ausstrahlt, wie wenn man mit Worten und Sprache gut umgehen tut. -

      Annimax schrieb:

      Unabhängig ob Dom oder Domse hab ich den Eindruck gewonnen: Während des Spiels legen dominante Persönlichkeiten wirklich seltener Wert auf einen sexuellen Höhepunkt. Bei Subbies ist der Wunsch eher vorhanden, ausserdem wird das zum Orgi bringen gerne als Machtmittel eingesetzt.
      Bei uns ist es eher umgekehrt. Meinen Herrn erregt das 'Spiel' sehr schnell so sehr, dass er es - insbesondere in unserer BDSM-Anfangszeit - manchmal am liebsten einfach abgebrochen hätte, nur um möglichst schnell seine sexuelle Befriedigung zu bekommen. Ich musste ihn da wirklich oft bremsen. Am Anfang meine ich, als wir uns in das ganze Thema erstmal einfinden mussten und er noch gar nicht wirklich verstanden hat, was D/s bedeutet oder bedeuten kann. Geblieben ist aber, dass er insgesamt schon ziemlich darauf fixiert ist, wenn auch oft erst zum Abschluss.

      Mir hingegen ist ein Orgasmus während oder nach des 'Spiels' gar nicht besonders wichtig. Klar brauche ich das dann manchmal einfach, aber oft ist es so, dass ich mich trotz extremer sexueller Erregung absolut befriedigt fühle, wenn 'unser D/s' auf der mentalen, psychischen Ebene sehr intensiv war. Oder auch allein durch Schmerz, weil ich den halt gerade besonders gebraucht habe, z. B. um mich ausgeglichener und entspannter zu fühlen. Mein Höhepunkt ist mir während einer Session wirklich nicht besonders wichtig. Viel mehr bedeutet mir seiner! Dieser Wunsch ist bei mir meistens recht stark vorhanden (manchmal aber auch gar nicht - es hängt immer vom Geschehen ab und wie es bzw. was gerade passt). Ihm seinen Höhepunkt zu verschaffen, ist für mich auch eine Art des Dienens - und darin gehe ich auf.

      Das, was mein Herr mit meinem Geist, meiner Psyche macht und was er mir emotional gibt, das kann ich mir alleine niemals geben. Dafür brauche ich ihn und das ist oft das Schönste an einer Session für mich. Einen Orgasmus kann ich mir theoretisch jederzeit selber bescheren - und das kann ich mindestens genauso intensiv und heftig wie er (wenn nicht sogar noch intensiver). Daher bedeutet mir das manchmal einfach nicht so viel.