"Fesseln" ohne die Bewegung einzuschränken

      "Fesseln" ohne die Bewegung einzuschränken

      Falls es schon einen Thread zu dem Thema gibt, äh... gibt es jetzt einen neuen :P
      Da ich bei meiner Suche hier zu keinem Ergebnis gekommen bin, habe ich entschlossen selbst etwas dazu beizutragen.

      Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich es nennen soll. "Nicht-restriktives Bondage" fällt mir nur ein. Das ist jedoch ziemlich umständlich formuliert. Jedenfalls geht es um Folgendes. Man kann sich bzw anderen Menschen Seile/Lederriemen/Klebeband/etc. an den Körper schnüren/schnallen/kleben was auch immer, sodass es einerseits Richtung Bondage geht, andererseits ohne dabei die Bewegung wirklich einzuschränken. Dabei ist das doch häufig der wichtigste Aspekt beim Fesseln. Zumindest für viele, die auf so was stehen. Zumindest wirkt es auf mich so. Seht ihr das anders?

      Der Grund, warum es mich so interessiert, ist folgender: Durch diese, hm ja, Praktiken bin ich überhaupt erst so richtig zu Bondage und BDSM allgemein gekommen (anderen Fetischen, die oft damit kombiniert werden, spielen aber auch ne Rolle). Wenn ich mich richtig erinnere hat es bei mir mit Fotos von Frauen in Unterwäsche/Reizwäsche angefangen. Genauer gesagt ging es um Strümpfe mit Strapsen. Diese Strumpfhalter haben mich schon früh fasziniert. Irgendwann habe ich ein paar Schnüre genommen, die ich rumliegen hatte und habe sie mir um die Oberschenkel gebunden, quasi wie Strumpfbänder. Dann habe ich sie auch noch weiter unten an den Beinen befestigt und um die Hüfte geschnürt und die Schlaufen so verbunden, dass es mehr oder weniger wie so Strumpfhalter aussieht.
      Eigentlich geht das mehr Richtung Harness, nur kam halt die Idee von den Strümpfen. Tja, und irgendwie gefiel mir dieses Gefühl so gut ^^
      Einerseits das Material auf der Haut (habe später angefangen mit Ledergürteln, langen Socken, Klebeband, usw zu experimentieren), andererseits der Druck auf der Haut. Erst später habe ich angefangen, z.B. die Beine zusammenzubinden. Bis heute ist das lokale Gefühl auf der Haut und dieser Druck (v.a. an den Oberschenkeln, dem Damm und den Hoden) für mich reizvoller als die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Ästhetik spielt dabei auch eine Rolle für mich. Ich finde, man kann damit sehr gut die Figur von Frauen betonen und/oder einzelne schöne Stellen noch mehr hervorheben. Also... bei Männern geht das sicher auch! (Ich bin halt an Frauen interessiert und bei mir selbst geht es primär um das Gefühl).

      Kann das irgendjemand nachvollziehen? Macht jemand von euch etwas vergleichbares?
      hmmm...ich habe bei einem BondageFotoshooting mal einen Rock aus Seilen umgeknüpft bekommen. Meinst du sowas? Ich konnte meinem Oberkörper komplett und die Beine zumindest mit Trippelschritten bewegen. Das war so teilrestriktiv. Ich fand es schön weil ich über ein relativ großes Hautareal mit den Seilen in Kontakt war, mehr ein Materialerlebnis als Bondage. Und auch optisch sehr schön.
      Hast du mal versucht Latex Gymnastik Bänder dafür zu benutzen? Die gibt es in verschiedenen Widerstandsstärken und kann sie daher selektiv einsetzen.
      Da wo mehr Bewegung gewünscht ist ein dünneres von der Materialstärke her, bei mehr Einschränkung ein dickeres. Die kann man auch gut miteinander verknoten, verlängern und mehrschichtig übereinander legen. Unter Spannung/Zug gewickelt kann es auch Restriktionen erwirken.
      Normale Kleidung darüber merkt und sieht das keiner. :yes:
      :sofa:

      „Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorchen.“ Helmuth von Moltke (1800–1891), preußischer Generalfeldmarschall :kopfnuss:
      Kann man alles auch wunderbar mit Seilen machen ^^ gerade Harnisse kann man super aus Seilen machen und auch unter der Kleidung tragen ^^

      Shibari dient ja nicht nur zum restriktiven fesseln, sondern auch sehr der Ästhetik. ^^ Gib das mal in Google ein und da sollten ein paar schöne Bilder kommen.

      Bei sowas dann auf die Seilstärke achten, damit man es auch unter Kleidung tragen kann. ^^
      Nachtrag: Vereinfacht gesagt, geht es insgesamt schon deutlich in Richtung Harness. Die gefallen mir auch sehr und ich würde sie da mit einrechnen (wenn sie schön eng sind :3 ). Nur sind die fast immer aus Leder und vorgefertigt. Ich denke aber auch an "Seil-konstruktionen" und andere Sachen mit... allem möglichen. Stoff, Klebeband, Latex (wie oben genannt wurde), ... Dinge, die nur temporär existieren und kein "Kleidungstück" oder so sind.
      Vermutlich verwirre ich damit nur, aber vielleicht verstehen einige, was ich meine.
      Ein Seilkleid unter einem Strassenkleid und dann Essen gehen hat auf jeden Fall was. ;)

      Ein eng geschnürtes Oberkörperharness z.Bsp. gibt wunderbaren Halt (die Seile umarmen den Oberkörper) und kann sogar Atemkontrolle mit beinhalten (der Brustkorb kann sich nur noch beschränkt heben).

      Wird beim Seilkleid Seil durch den Schritt geführt, kann das sich Setzen zu einer Herausforderung werden. Ich jedenfalls spüre gerne Seil auf meiner Haut. Auch die Ästhetik ist wichtig für das Gefühl.

      Für mich ist das aber eine Kombination von Bondage und Discipline.
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      Als ich vor kurzem angefangen habe selfbondage zu machen , war eine karada das erste was sich anbot .

      Ich selbst habe sie auch schonmal einen ganzen Tag unter der Kleidung getragen .
      Grundsätzlich ein schönes Gefühl , wobei es mir zur Sommerzeit in Hanfseilen auf Dauer zu warm wurde :pardon:

      Muss aber zugeben daß es für mich vorrangig ein ausprobieren bzw ein Auftrag war . Erfüllung in den Seilen finde ich dann doch eher in anderen Dingen .

      Nichts desto trotz , fürs Seilgefühl auf der Haut und einen optischen Hingucker ist die Karada aufjedenfall gut geeignet .
      Desweiteren hat man dabei auch ein Schrittseil , was man wahlweise seitlich oder bei den Mädels mittig positionieren kann ;)
      Dateien
      @Kaesekuchen

      Zweckbondage
      gehört zu den außerhalb des BDSM bekanntesten Varianten und bezeichnet die Fesselung zur Fixierung des Partners, beispielsweise, um ihn für ein nachfolgendes Spanking bewegungsunfähig zu machen. Ist das Bondage reiner Selbstzweck, um den Bottom beispielsweise in einer unangenehmen Position verharren zu lassen, handelt es sich nicht um Zweckbondage.

      Zierbondage
      werden Bondages genannt, die als dekoratives Element verwendet werden, beispielsweise für Fotografien, zur Betonung bestimmter Körperteile oder als „Kleidungsstück“ auf einer Fetischparty.

      Folterbondage
      Hat das Ziel, den Bottom in eine unangenehme oder schmerzhafte Lage zu bringen, möglicherweise als Strafe oder als eigenständiges Element des sexuellen Spiels. Jede Fesselung kann, sofern sie über einen längeren Zeitraum angewandt wird, den Charakter einer Folterbondage annehmen. Über die Häufigkeit des Einsatzes dieser Art lässt sich nur spekulieren, sie wird jedoch überproportional häufig, vor allem in japanischen Zeichnungen und Fotografien, dargestellt.

      Meditative Form
      ist eine seltene Form im europäischen Bondage. Im Shibari ein wichtiger, möglicherweise aus der mönchischen Tradition heraus entstandener Ansatz, bei dem nicht der körperliche, sondern der geistige Zustand des Bottom im Mittelpunkt des Interesses steht.

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