Anwärterinnen-Status - wer hat Erfahrung?

      Anwärterinnen-Status - wer hat Erfahrung?

      Ich würde mich über Eure Erfahrungen zum Thema Probezeit freuen. Ich habe gesucht - hoffentlich ordentlich genug - aber konnte nichts entsprechendes finden. Mich würde die Sicht der Doms und der Subs interessieren.
      Wie lange dauert es für Euch Doms, bis Ihr das Gefühl habt, es passt? Und für die Subs - sind für Euch in der Probezeit die Grenzen die gleichen, wie wenn Ihr Euch wirklich als Sub fühlen dürft? Oder gibt es da Unterschiede?

      Bei meinem ersten Dom gab es keine gefühlte oder benannte Probezeit. Der Dom, mit dem ich mich gerade treffe, hat diesen Anwärterinnen-Status.
      Hallo @Morgenrot7,

      Ich persönlich halte nicht viel von sowas. Einfach weil ich es nicht nötig habe mich als Sub/Sklavin zu beweisen. Zudem gerade beim Kennenlernen geht es mir zumindest um den Menschen.
      Außerdem ist das für mich einfach hinhalten ala "du bist meine Anwärterin, ich tue was ich will und wenn du mir nicht mehr passt dann hast DU versagt"
      Nur meine Meinung.

      Liebe Grüße
      Anna
      Kreativität ist Intelligenz die Spaß hat *Albert Einstein
      gibt es da ne feste Regelung? Wie bei einem Arbeitsvertrag? 3 monate oder 6 Monate?

      Ich bin auch ein neuling und gerade etwas irritiert? Höre davon zum ersten Mal

      Ich würde mich da auf mein Gefühl verlassen? Natürlich kann man auf die Nase fallen, aber nach einer probezeit doch auch? Oder ist sie ein Garant für eine feste Beziehung?
      "Ich zeig dir die Angst in einer Handvoll Staub"
      Bei mir kommt auch etwas Unbehagen auf.
      Anwärterin... ?(
      wenn ich das manchmal so lese, sehe ich das ähnlich wie

      Teufelanna schrieb:

      Außerdem ist das für mich einfach hinhalten ala "du bist meine Anwärterin, ich tue was ich will und wenn du mir nicht mehr passt dann hast DU versagt"
      Wäre nicht mein Ding.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Ich verstehe auch den Sinn der Sache nicht ganz. Wenn Sub die Probezeit bestanden hat und ich stelle danach irgendwann fest, dass es nicht (mehr) passt, gelten dann andere Kündigungsfristen? ?(
      Wenn es passt, passt es, wenn es nicht passt, passt es nicht. Natürlich hat keine Beziehung an Tag 1 dieselbe Tiefe wie an Tag 100 oder 1000. Aber der Zeitpunkt, an dem ich wirklich ausschließen kann, dass sie mich mit irgendetwas überrascht oder wir uns auseinander entwickeln, ist wohl erst ihre Beerdigung (oder meine natürlich). Vorher sind wir beide Menschen, die sich verändern - ganz egal, ob sie sich in einer Probezeit befinden oder nicht.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!

      Morgenrot7 schrieb:

      Wie lange dauert es für Euch Doms, bis Ihr das Gefühl habt, es passt? Und für die Subs - sind für Euch in der Probezeit die Grenzen die gleichen, wie wenn Ihr Euch wirklich als Sub fühlen dürft? Oder gibt es da Unterschiede?


      Bei meinem ersten Dom gab es keine gefühlte oder benannte Probezeit. Der Dom, mit dem ich mich gerade treffe, hat diesen Anwärterinnen-Status.
      Erfahrung zum Thema:

      Es wird der Tag kommen, an dem du MEINS sein wirst....
      Wir müssen nur noch schauen wie das passt.

      Er nannte es nicht Anwärterinnenstatus! Aber im Prinzip war es vielleicht so was. Ich für meinen Teil würde sagen, lass die Finger davon. Du musst nichts beweisen oder gar zeigen ob du seine "wirkliche" Sub bist. Deine Grenzen sind deine Grenzen, und das Subsein lässt sich doch nicht einfach unterteilen in Vor- und Nachher.
      Man wächst und reist doch miteinander und veränderbar ist vieles, aber mich auf eine Warteliste (WA(E)RTERIN) setzen lassen, das würde ich für meinen Teil, mit mir nicht mehr machen lassen.

      Alles Liebe,
      Orchid
      ~Die kostbaren Dinge, die ein Mensch sammeln kann, sind nicht Gold und Edelsteine. Es sind die Erinnerungen, die Erfahrungen und die kleinen Muscheln vom Strand~
      Für mich macht eine Probezeit keinen Sinn. Entweder es passt oder es passt nicht. Daran ändert sich doch auch nach einer beliebigen Zeit nichts. Für mich klingt das, im BDSM-Kontext, immer nach „eine Tür offen halten und nach was besseren/anderem Ausschau halten“.
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren
      Hallo zusammen

      Ich oute mich hier mal, ich halte die Idee an sich nicht für so schlecht, aber auf eine spezifische Weise.

      Bei mir/uns war/ist es so das meine Freundin schneller Kontrolle abgeben will und ich sie schneller übernehmen will als wir beide wissen das es vernünftig wäre. Das heißt wenn wir so schnell über ein neues "Gebiet" z.B. eine neue Regel für Essen oder Sport oder what ever die Kontrolle austauschen wie wir es wollten, führt das manchmal zu Problem.

      Deshalb hab ich mich dafür entschieden immer eine gewisse Zeit vergehen zu lassen bevor ich über ein weitere Sache die Kontrolle übernehme.

      Das ist zu einem Punkt auch eine Probezeit, aber eben in Stufen, alla "wir probieren mal aus wie es läuft wenn ich kontrolliere was du anziehst und wenn das 2-3 Monate ohne Probleme geht können wir schauen wie es läuft wenn ich kontrolliere was du isst" und so weiter und so fort, als Selbstschutz um Überlastung auf beiden Seiten zu verhindern.

      Hätte ich eine neue Sub würde ich auch auf diese Weise mit DS im Alltag anfangen, langsam, und Stück für Stück. Ich würde das jetzt "Probezeit" nennen. Mit Status alla "jetzt bist du Anwerterin, DANN bist du Sub/Sklavin/what ever" hat das aber nichts zu tun. Da gibts für mich nur ONS, Freundschaft+ oder Beziehung.

      Lg
      Vergiss was du vergessen kannst, das was übrig bleibt ist wirklich von Bedeutung.

      LordMarlboro schrieb:

      ich halte die Idee an sich nicht für so schlecht, aber auf eine spezifische Weise.

      [...]

      Mit Status alla "jetzt bist du Anwerterin, DANN bist du Sub/Sklavin/what ever" hat das aber nichts zu tun.
      Also findest Du eine ganz andere Idee sinnvoll, die mit der Frage nichts zu tun hat? Das klingt sinnvoll, wie Du das machst, aber hier irgendwie OT...
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Ich persönlich kann mich mit dem System des Anwärterin Status nicht identifizieren und lehne es ab.

      Es kommt mir wie eine „Hire and Fire“ Praxis vor und hat für dich absolut keine Sicherheit. Für ihn ist es ein Freifahrtschein um nach Stimmungslage, Bauchgefühl oder Stand der Sterne zu entscheiden. Das ist eine hinhalten um auf evtl. andere Anwärterinnen zu warten oder zu suchen.

      Wenn Dom / Sub miteinander harmonieren und sich gegenseitig tiefstes Vertrauen zugestehen braucht es sowas nicht.

      Hast du dir mal Gedanken gemacht wie es in dir aussieht wenn er verkündet das du nicht seinem Wunschpotenzial entsprichst und du verschwinden sollst.

      Das Ergebnis davon wird nicht gut sein für dich.
      :sofa:

      „Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorchen.“ Helmuth von Moltke (1800–1891), preußischer Generalfeldmarschall :kopfnuss:
      Persönlich halte ich es so @Azrael. Entweder es paßt, zumindestest die erste Anziehung, oder es paßt nicht.
      Alles andere wird sich später finden. Oder auch nicht.

      Jedoch kenne ich diese "Spielart" aus meinen früheren Zeit.
      Dort gab es, oder vielleicht gibt es sie immer noch, diverse Kreise/Zirkel bei denen es üblich war als "Novizin" zu beginnen. Wenn ich mich richtig erinnere gab es drei Stufen bis zum Status "Sub". .
      Dies erschloß sich allerdings auf die Stellung in diesen Kreise. Nicht auf die partnerschaftliche Ebene.
      Glich eher einen Aufnahmeritual als wahre Freude an SM

      Allerdings gab es auch einen gewissen Gruppendruck für die "Herren". Da das Auftreten der "Sub" sofort auf den "Herrn" zurück fiel.
      Sie waren halt alle sehr "elitär und hermetisch".
      Na ja. Jeden das seine.
      Meins wars nicht.
      @Dominantseptakkord

      Hatte das so verstanden, das es um "langsames Anfangen" geht, und das dann von manchem mit dem Status "Anfänger" symbolisiert wird. So wie manche an einem gewissen Punkt von DS mit ihrer Sub TPE machen und sie weiter "Sub" nennen und andere das mit dem Status "Sklavin" symbolisieren, aber im Kern (fast, ich weis da gibts riesige Debatten zu was Sub, was Sklavin, etc. ist, aber darum gehts ja gerade nicht wirklich) das selbe meinen.

      Falls es hier explizit nur um den Status "Anfängerin" geht, davon halte ich auch nichts, auch aus dem Grund dass das für mich nach offener Hintertür und dem abwälzen der Verantwortung auf Sub klingt, aber ich hab das eben so verstanden das es um langsame Anfänge und Warte-Eingewöhnungszeit geht.

      Sry falls das OT war, und ich das falsch verstanden habe.

      Lg
      Vergiss was du vergessen kannst, das was übrig bleibt ist wirklich von Bedeutung.
      Ich melde mich jetzt nochmal selbst dazu.
      Ich habe hier schon öfter gelesen, dass Sub irgendwann erst später z.B. ein Halsband bekommen hat, nach dem Motto: Jetzt bist Du ganz meins. So ganz aus der Welt scheint das also nicht zu sein....? Oder?

      Seine Spielarten sind ganz anders und auch "extremer". Das war nach dem ersten Treffen klar. Für mich war die Begegnung mit einem definitiv sadistischen Dom auch neu. Also hatte das mit dem Anwärterinnen-Status auch eine gewisse "Komfortzone" für mich, weil ich mir bei einigen Dingen nicht sicher war, ob ich sie kann - aber gemerkt habe, dass sie ihm definitiv wichtig sind. Anziehung war da. Für mich musste dann noch Vertrauen wachsen....
      ich ja wirklich, wirklich neu im Thema, daher lehne ich mich jetzt aus dem Fenster...

      Warum das Ganze auch nicht ungekehrt betrachten, dein Dom ist im Anwärter-Status bei dir? Da es tatsächlich um Menschen geht und um Chemie kann “das Schauen“ ja nicht nur einseitig sein. An deiner Stelle wäre ich deutlich selbstbewusster. Du willst dich ja nicht jedem X-beliebigen vor dir Füße werfen, sondern dein Geschenk der Hingabe jmd. geben, der dessen würdig ist.