Wie geht ihr damit um, wenn eurer Sub an´s Halsband gefasst/gegriffen wird?

      ich würde sowas als Übergriffig empfinden........und würde mich wohl "wehren"......gerade von Fremden wäre das ein absolutes NoGo für mich.


      Bei Kettenanhängern oder so...würde ich auch immer fragen...darf ich das mal näher betrachten......das erwarte ich umgekehrt auch.

      Einfach so...mal anfassen geht absolut nicht!
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Rein interessehalber gefragt: sehen Femdoms und Malesubs das ähnlich oder gibt es da vielleicht Unterschiede zu den M/f-Konstellationen, die sich bisher fast ausschließlich geäußert haben?
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Meinen Jungen dürfen nur bestimmte Personen antatschen.
      Wenn eine unserer Mit mach Ladys ihm ans Halsband geht ist es mir ein Lächeln wert, denn die waren schon an ganz anderen Stellen bei ihm. :whistling:
      Bin ich mit ihm auf einer Party und er ist "freigegeben" dann darf sich da auch jeder dran bedienen.

      Jedoch ist es natürlich im Alltag oder beim Kennen lernen oder sonstigem Kontakt ohne nähere Absicht oder Treffen ohne sexuellen Bezug ein absolutes NoGo.
      Aber das hat nix mehr mit BDSM zu tun, sondern einfach mit regulären Umgangsformen.
      Man packt doch nicht einfach Leuten an den Hals, das ist übergriffig in jeder Hinsicht.
      Ich schätze allerdings da würde der Junge auch recht deutlich in seiner Reaktion.
      Reflex wäre wohl, würde jemand von hinten packen, umdrehen und abwehren. Wenn fest gepackt und womöglich noch fest gehalten würde er vermutlich ausholen.

      Ich würde das ganze wohl mit Worten beenden, jedoch wäre der Person zu empfehlen mir dann nicht blöd zu kommen, denn ich kann recht biestig werden.
      Würde mir jemand ungefragt an den Hals gehen oder an sonstige Intime Stellen wäre ich auch per Wort und Tat bereit dem jenigen die Wacht anzusagen.
      Gerade überraschend von hinten am Hals und dergleichen gerne auch mal mit Reflexhaftem Abwehren per Schlag oder Tritt.
      Nie gezählte Tage liegen hinter dir,
      in denen der Moment, so oft,
      so wichtig für dich war.
      Es ist doch dein Traum,
      mit dem du diesen Weg gegangen bist,
      deine Gefühle, die dich haben glauben lassen
      und deine Sehnsucht, die dich noch immer
      nicht zu Ruhe kommen lässt.
      Es ist noch immer dein Weg,
      der zu dir gehört.
      Fang dir deine Träume - Staubkind.

      Viva schrieb:

      das hat weder was mit femdom/maledon, BDSM/Vanilla noch Mann/Frau zu tun. Das ist übergriffiges Verhalten. Ich habe niemanden ungefragt anzufassen erst recht nicht wenn unbekannt.
      Sehe ich genauso, soweit es "nur" die Ebene der körperlichen Privatsphäre betrifft. Ich wollte aber sicher gehen, ob das auf der Ebene des Machtgefälles genauso geschlechtsunabhängig ist.
      Offenbar aber ja. Danke! :)
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Speziell der Hals ist ja auch einfach eine sehr vulnerable Stelle. Da einfach so hinfassen ist übergriffig und geht gar nicht. Egal ob mit Halsband oder ohne.

      „Schlagfertig“, ob verbal oder körperlich, könnte ich in so einem Moment vermutlich gar nicht reagieren, da ich im Club eh meistens eher lieb und ruhig bin. V.a., wenn ich zuvor schon intensiv bespielt worden bin.

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre ~
      Aber, wie wir alle wissen, gibt es gerade bei BDSM genug Dumm-"Doms", die sich einen feuchten Kehricht um normale Höflichkeitsregeln scheren :D . Dazu muss man nur in den schönen Fred mit den Baggerei-Stilblüten schauen :rolleyes: . Menschen, die sich nicht selbst zu schade sind, so zu agieren wie dort, machen sich sicher überhaupt kein Problem mit ungefragtem Antatschen am Hals :/ .
      Wenn es stimmt, dass die Evolution zu immer höherer Perfektion strebt, welchen Sinn haben dann die Generationen nach mir? :gruebel:
      Mir ist egal zu welchem Geschlecht der Mensch sich zählt, ob er eine Neigung hat und wenn ja auch welche.
      In unserer Gesellschaft lernt man als Kind bereits einen gewissen persönlichen Abstand zu wahren. Wer dies nicht tut, wird regulär auf die eine oder andere Weise für diesen Übergriff geahndet.
      Ich dulde es nicht, wenn jemand meinen privaten Bereich ohne meine Billigung missachtet.
      Also für mich ist es auch deshalb so interessant, da ich für MEIN Mädchen schon Besitzansprüche erhebe, die mir von ihr auch eingeräumt wurden.

      Zudem ist es es ein Geschenk von IHR an MICH, dass ICH mit ihr in abgesteckten/abgesprochenen Bereichen machen kann wonach es mir beliebt.

      Alleine, dass eine Person/Sub (männlich oder weiblich) ihre Hingabe und Unterwerfung ihrem Partner/Dom, oder wie auch immer schenkt, stellt diese für mich auf einen imaginären Sockel, vor dem ich Achtung und damit Respekt entgegen bringe.
      Es ist wirklich viel, was dem Auserwählten von seiner Sub gegeben/geschenkt wird, und das ja nicht jeder bekommt.
      Es sei denn, er ist abgesprochen.
      Aber auch das sieht man dem gegenüber ja nicht an und kann wild in der Gegend rumtatschen.
      Daher bin ich auch schon sehr stolz auf die MEINE und dadurch wie erwähnt besitzergreifend.

      Auch bevor ich in diesem Thema "unterwegs" war, wäre es ein Unding gewesen meine Partnerin "intim" oder so nah anzufassen.

      Und das Halsband/die Halsbänder, die die MEINE trägt, sind etwas sehr intimes für uns. An die halt auch nur ICH alleine (bis auf besonders geregelte Situationen) gehe/gehen sollte.

      Klar, in einer Menschenmenge jemandem am Arm zum Beispiel beiseite zu schieben um sich Platz oder durchgehen zu ermöglichen ist etwas anderes. Aber da sind wir uns ja denke ich alle einig.

      Bei meinen Überlegungen denke ich gerne daran, dass ich es halt auch nicht wollte, dass jemand sich einfach und ungefragt in mein Auto, auf mein Motorrad setzt, oder auf der Arbeit mein privates Werkzeug benutzt zum Beispiel.
      Da werde ich ja auch "komisch" und unter Umständen echt krantig.


      Im Allgemeinen scheint ja aber ein Halsband schon ganz klar ein Zeichen von Zugehörigkeit oder Eigentum zu sein.
      Und sein "Eigentum" scheint hier die Mehrheit verteidigen zu wollen, bzw. die Trägerin oder der Träger möchte verteidigt werden.
      Nein, das geht gar nicht. Und ist uns glücklicherweise noch nie passiert. Ich glaube nicht, dass mein Mann das oder besser gesagt denjenigen so stehenliesse oder sich das Ganze irgendwie gutreden könnte :fie: .

      Wobei ich damit aber nicht nur den Status des getragenen Halsbandes in der Szene in Verbindung bringe, also den Besitzanspruch.
      Mindestens genauso wichtig ist uns das Gefühl, was wir damit verbinden. So ist der Hals ja nicht nur eine erogene Zone, sondern auch Ort anderer Spielarten, wie zum Beispiel Atemkontrolle. Das Gefühl des intensiven Machtaustauschs dabei ist ja beispielsweise auch stellvertretend für das, was zwischen zwei Personen im ganzen Kontext passiert. Und das Halsband unterstreicht für mich diesen Gedanken und dieses Gefühl noch.
      Jeder, der klar bei Verstand ist und sich ein wenig eindenken und einfühlen kann, müsste das überblicken können, denke ich.
      Da erscheint es mir nur logisch, dass Außenstehende gar keinen Platz am getragenen Halsband haben.
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit
      Hallo zusammen.

      Da so viele auf den Beitrag meines Herrn 'PinkyBrain' geantwortet haben, dachte ich, schreibe ich doch auch mal zu dem Thema.

      Tatsächlich ist mir das schon öfter passiert. Und dann erstaunlicherweise auch oft von Frauen. Wahrscheinlich ist die Hemmschwelle dann geringer aber ehrlich gesagt reagiere ich sehr stark auf unerwünschte und unerwartete Berührungen, auch bei Bekannten oder Freunden.

      Seitdem mir mein Herrz mein Halsband angelegt hat, werde ich bei Freunden sehr ungehalten oder wütend. Ein Freund hatte einmal seinen Finger eingehakt und gemeint, man müsse mich wohl anleinen, wenn ich so frech bin. Normalerweise bin ich eher freundlich und zurückhaltend aber danach hatten wohl alle in den Raum größten Respekt und der besagte Freund auch etwas Angst vor mir. Zu Recht!

      Es ist nur meines Mannes recht meinen Hals auf diese Weise zu berühren oder gar an mein Halsband zu gehen. Da werde ich biestig oder leider ängstlich oder gar zutiefst erschrocken.

      Aber ich hoffe dass ich es lerne mich selbst zu behaupten wenn mein Herrz nicht dabei ist. Und wenn er dabei ist, dass er es für mich schafft...
      Denke der Hals ist ein Stelle da sollte NIEMAND einfach so hinfassen. Man geht ja auch nicht einfach an Brust oder Po und der Hals hat für mich einen ähnlich hohen privaten Character, egal ob mit oder ohne Halsband. Jeder hat doch irgendwann mal Sprechen gelernt und kann Fragen stellen.
      Adam Riese und Eva Zwerg haben mal gesagt "1+1=2" aber Onkel Einstein sagt immer "ist alles relativ"
      Also, auch wenn es hier in der Ausgangsfrage v.a. um das Anfassen/Berühren eines Halsbandes ging, aber ganz ehrlich...
      ich werde NIE verstehen, warum es so viele distanzlose Menschen gibt, die einfach andere Menschen UNGEFRAGT anfassen. Egal wo, egal an welchem "Schmuckstück", egal wann.
      Ich kenne das v.a. von meinen Kindern, die ungefragt über den Kopf gestreichelt werden, oder, dass man als Schwangere einfach am Bauch gestreichelt wird. Von daher, BDSM oder nicht, sowas gehört sich einfach nicht. Meinen Kindern habe ich mittlerweile beigebracht, dass sie klar und deutlich "Fass mich nicht an!" zu Fremden sagen sollen.
      Schwierig wirds mMn bei Freunden und Verwandten. Da müsste man eigentlich auch so streng sein, aber wer schnauzt schon die knuddelnde Oma an? Das sind übrigens oft die Personen, die älteren Menschen meine ich, die sich das "Recht" rausnehmen. Hat also nichts mit Migration oder kulturellen Unterschieden zu tun, auch wenn es da unterschiedliche "Abstände" gibt.

      Aber viel interessanter finde ich, wie reagieren? Also, leider bin ich ja in der Situation nie so "schlagfertig" (ein Sub-Problem?) aber am liebsten würde ich immer das gleiche bei der Person machen um zu demonstrieren, wie bescheuert das eigentlich ist. Sprich, der Omma in der Bahn auch mal durch die Haare wuscheln. Wie soll man aber jemanden auch am Halsband packen, wenn diese(r) keins trägt? Vielleicht einfach mal am Hals langstreicheln (oder zupacken?) mit dem Kommentar: "Würde dir aber auch gut stehen!" oder "Möchtest du vielleicht auch eins haben?"

      Vernünftiger wäre es natürlich, einfach mit Worten (auf) zu klären... ;)
      Eigentlich bin ich wie ein offenes Buch.
      Es hat nur noch nie jemand {richtig} gelesen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BottomBonnie ()

      Ich differenziere da etwas.
      Wenn jemand in der Öffentlichkeit meine Sub anfassen würde, würde er höflich darauf hingewiesen werden, dass er das nicht noch mal machen sollte, da sonst Ärger droht.
      Auf einer BDSM Veranstaltung würde es weniger höflich werden.

      Allerdings ist mir das bisher weder im öffentlichen Bereich noch bei privaten Veranstaltungen je passiert.
      Vielleicht, weil ich jeden Fremden mißtrauisch beäuge, der ihr zu Nahe kommt und man dann schon merken kann, dass eine gewisse "Nähe" nicht erwünscht ist.
      "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it."

      (Voltaire Biografin Evelyn Beatrice Hall, 1906)