Spielbeziehung- wie geht ihr mit der Distanz um?

      Spielbeziehung- wie geht ihr mit der Distanz um?

      Mich würde mal interessieren, wie ihr so (sofern ihr nicht dauerhaft mit eurem Dom/Sub zusammenlebt) mit der zweitlichen und räumlichen Trennung umgeht.

      Es gibt Tage, da bin ich so in meinem Alltag, dass mein Gebieter zwar in meinen Gedanken ist (klaro! :love: ), aber ich die Distanz zu ihm gut aushalten kann. Und dann widerum gibt es Tage, da halte ich es kaum aus. :rot: Wenn dann auch noch alltagsbedingt und durch diverse Umstände wenig bis gar keine Kommunikation stattfindet, dann ist das für mich wirklich schwer.

      Gerade nach einem Treffen finde ich es in den ersten Tagen sehr mühsam, mich wieder in meinem Alltag zurecht zu finden, weil er mir so fehlt, mein Inneres meist so aufgewühlt ist. Nicht falsch verstehen, ich verliere nicht die Bodenhaftung und bin durchaus alltagstauglich :D Aber es geht mir deutlich besser, wenn wir einigermaßen häufig kommunizieren (also 2-3 Mails am Tweißag oder evtl. sogar ein Telefonat). Dann ist der Weg zurück in den Alltag irgendwie leichter.

      Kennt ihr das und wir geht ihr damit um?
      Ich finde das etwas verwirrend, da ich mich so nicht wirklich kenne... :pillepalle:
      "Everything you want is on the other side of fear!"
      Ich finde das völlig normal, @Phedre
      Entweder ist das mMn einfach, weil BDSM gerade anfangs oft "süchtig" macht und der Körper sich nach mehr sehnt, man nicht genug bekommt.
      Oder die Liebe schlägt zu und dann ist es wie bei jeder Fernbeziehung: Man möchte einfach mit dem geliebten Menschen zusammensein.
      (Egal, ob es eine Spielbeziehung ist oder nicht).

      Wie geht man damit um?
      Irgendwie aushalten.
      Falls es das Erstere ist, wird es mit der Zeit besser.
      Falls es das Zweitere ist, wird es schwierig.
      Da muss jeder eine Lösung für sich finden.

      Viel Kontakt über WA oder Telefon oder.. oder... oder... schwächt die Sehnsucht jedenfalls bei mir ab. Ich schreibe meinem Herrn dann auch manchmal lange, lange WA-Nachrichten, in denen ich meine Sehnsucht formuliere, Fantasien teile uä, sozusagen digitale Liebesbriefe, ^^ .
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      Feuerpferd schrieb:

      Wie geht man damit um?Irgendwie aushalten.
      Falls es das Erstere ist, wird es mit der Zeit besser.
      Falls es das Zweitere ist, wird es schwierig.
      Da muss jeder eine Lösung für sich finden.

      Viel Kontakt über WA oder Telefon oder.. oder... oder... schwächt die Sehnsucht jedenfalls bei mir ab. Ich schreibe meinem Herrn dann auch manchmal lange, lange WA-Nachrichten, in denen ich meine Sehnsucht formuliere, Fantasien teile uä, sozusagen digitale Liebesbriefe, ^^ .
      Ich finde das schwierig. Er hat schon mal erwähnt, dass er manchmal das Gefühl hätte, ich würde die Bodenhaftung verlieren (nö, ich fühle nur sehr inteniv). Ihm lange Mails zu schreiben....ja, das mache ich mittlerweile. Wahrscheinlich würde mir mehr Kontakt helfen, aber das lassen die Umstände einfach nicht zu...
      "Everything you want is on the other side of fear!"

      newbarbie schrieb:

      mir hilft es immer wenn ich Aufgaben mitbekomme.....also ich soll/muss mir was Gutes tun und er will hinterher einen Bericht dazu.

      So kann ich erst gar nicht auf "dumme/trübe" Gedanken kommen und hab so noch eine tiefere Verbindung.
      Was für eine schöne Idee. Ich kämpfe gerade etwas gegen die trüben Gedanken.
      "Everything you want is on the other side of fear!"
      Kenne das Thema zur Zeit auch nur zu gut.
      Mein Meister/Daddy war bis heute auch eine Woche bei mir und ist heute wieder gefahren.
      Weiß bei mir auch nicht so genau, warum ich danach immer so etwas in ein Loch falle ( bin natürlich auch alltagstauglich usw. ).
      Ich weiß an sich zwar, dass es nach nen paar Tagen besser wird, aber mir fällt es zu Beginn auch immer schwer, erst recht, da ich dann kopfmäßig immer erst wieder damit konfrontiert werde, dass es jetzt erst wieder 2 Monate oder etwas länger dauert, bis ich ihn wiedersehe. Und das ist zu Beginn irgendwie immer wieder so ne lange Zeit.
      Habe bis jetzt meistens auch noch keine "richtige" Strategie gefunden, um es die ersten Tage etwas einfacher zu machen. Aber ich weiß ja, in nen paar Tagen geht es wohl wieder. :gruebel:
      Was auch hilft: ein getragenes Shirt von ihm behalten und ab und an daran schnüffeln
      oder die benutzte Bettwäsche noch eine Zeitlang drauflassen. :)
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Isegrim_w_devot schrieb:

      Was auch hilft: ein getragenes Shirt von ihm behalten und ab und an daran schnüffeln
      oder die benutzte Bettwäsche noch eine Zeitlang drauflassen. :)
      :yes: Eine hervorragende Idee. Würde hier aber auffallen. :secret: :D

      Ich lese und lese und lese seine Nachrichten. Hat einen ähnlichen Effekt. Wenngleich nicht ganz so schön.
      "Everything you want is on the other side of fear!"

      Phedre schrieb:

      Würde hier aber auffallen.
      Na, du sollst es ihm ja nicht heimlich wegnehmen, kannst ihn doch darum bitten, dass er dir eins dalässt ^^
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Isegrim_w_devot schrieb:

      Phedre schrieb:

      Würde hier aber auffallen.
      Na, du sollst es ihm ja nicht heimlich wegnehmen, kannst ihn doch darum bitten, dass er dir eins dalässt ^^
      Um Gottes Willen...ihm das T-Shirt wegnehmen. Stelle mir das gerade vor... :rofl:
      Nein, meine Einschränkung bezog sich darauf, dass die privaten Umstände so etwas nicht zuließen.
      "Everything you want is on the other side of fear!"
      Ich kenne das auch nur zu gut von damals.
      Ich war auch ständig in Gedanken nur bei ihm und den Dingen, die wir so gemacht haben und hab die Tage gezählt. Gerade wenn ich erst kurz wieder zu Hause war.

      Mir hat es ebenfalls geholfen ein getragenes T-Shirt von ihm mitzunehmen. Habe ich dann immer mit ins Bett genommen.

      Außerdem hat es mir sehr stark geholfen, wenn ich von ihm Aufgaben bekommen habe, für die Zeit in der wir uns nicht sehen können.
      Ich habe dann z.B. ein Thema vorgegeben Bekommen und einen Text darüber verfasst.
      Z.B.: Warum möchtest du dienen, SM etc...
      Es hat total Spaß gemacht den Text zu schreiben und dann mit ihm darüber zu reden.
      Meistens war ich viel früher fertig, als er die Frist gesetzt hatte (Streber :P )
      Meine Spielbeziehungen waren die letzten Monate nicht so intensiv, dass ich mich jetzt nach dieser Person total sehnen würde.

      Dieses Loch nach einem tollen Spiel kenne ich aber auch. Da hilft dann die beschde Freundin von allen, da wieder raus zu kommen.
      Oder der Kontakt zum Spielpartner.

      Keine Ahnung, wie es wäre, wenn es enger wäre.
      Hatte ich - aus Gründen - lange nicht mehr.
      Viele Grüße
      safine