Partnersuche im Internet

      Ich danke dir für deinen ausführlichen Beitrag.

      Isegrim_w_devot schrieb:

      Vielleicht ist es unter diesem Gesichtspunkt leichter, jemanden zu finden.
      Nicht den Partner suchen, der einen bis zum Tod begleitet, sondern einen, der in diesen Abschnitt meines Lebens passt.
      Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen.
      Und gerade deine letzte Aussage könnte auch von mir kommen.
      Vielleicht ist mein Thread ja falsch rübergekommen.

      Das sich Menschen verändern und entwickeln, ist mir bewusst. Ich bin mein bestes Beispiel.
      Auch wenn ich hier nur Teile meiner Lebensgeschichte preisgebe, weiß ich doch, welche "Metamorphose" ich durchlaufen habe.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Ich bin sehr vorsichtig geworden, weil mir viel versprochen und wenig gehalten wurde. Ich bin ein sehr offener Mensch und musste lernen, dass Worte oft nur Schein sind. Gepaart mit meinen Selbstvorwürfen weil mein Mann nicht dominant ist, mit einem bitteren Nachgeschmack, dass ich nicht mehr verdient habe, selbst Schuld bin. In diesen Tagen hasse ich mein Bedürfnis, wünschte ich hätte es nie entdeckt. Ich muss lernen zu schweigen, nicht mehr viel von mir preiszugeben oder darauf verzichten.

      dreamscometrue schrieb:

      Gepaart mit meinen Selbstvorwürfen weil mein Mann nicht dominant ist, mit einem bitteren Nachgeschmack, dass ich nicht mehr verdient habe, selbst Schuld bin.
      Liebe @dreamscometrue, es tut mir weh und macht mich sehr betroffen, diese Worte zu lesen.
      Diese Aussagen "Ich habe es nicht verdient" und "Ich bin Schuld" zeigen, dass du in der Vergangenheit tief verletzt worden bist.

      Das aufzubröseln ist ein schwerer Weg, den man nicht alleine gehen kann.
      Und nein, das ist kein theoretisches psychologisches Blabla, das meine ich ernst, da ich selbst Betroffene bin.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Also - ich muss sagen, ich habe inzwischen aufgegeben zu suchen.
      Was ich online so alles auf Partnersuche erlebt habe, würde für ein Buch reichen...
      Meine Fazits:
      - nirgends wird so viel gelogen wie in Bewerbungsgesprächen und auf Partnerbörsen
      - meist liegt man richtig, wenn man die gesuchten Eigenschaften im Profil vom Profilinhaber abzieht (Beispiel: findet Respekt enorm wichtig - ist aber die erste Person die nach langem Kontakt und einigen Telefonaten ghostet)
      - maximal die Hälfte glauben ist oft noch zuviel
      - von der angegebenen Körpergröße am Besten 10 Zentimeter abziehen und zehn Jahre aufs Profilfoto draufrechnen
      - zu realen Treffen maximal auf einen Espresso verabreden, in den meisten Fällen ist ein Kaffee schon schwer leerzukriegen
      - Partnersuche im Internet am Besten ironisch, sarkastisch und mit ner Extraportion Galgenhumor geniessen
      - wenn man aufhört zu suchen klappts ganz von allein ;)

      Bitte meinen obigen Beitrag mit maximaler Dosis Augenzwinkern betrachten, wer mich kennt, weiss dass ich alles andere als verbittert bin - ich denke einfach die Anonymität der Internets erleichtert es vielen "speziellen" Menschen, die vieles ("Egopolitur", Tastenerotik, Langeweile, Frust...) ausser echtem Kennenlernen im Sinn haben, ihre Bedürfnisse zu decken weil sie eben mit einem Klick verschwinden können....

      Schultern zucken, Kopfschütteln, bloss nicht persönlich nehmen und weiterleben...so what
      ...

      Soulseek schrieb:

      nirgends wird so viel gelogen wie in Bewerbungsgesprächen und auf Partnerbörsen
      Stimmt, aber in realen Gesprächen kann man diese Menschen entlarven.
      Ich war jahrelang in der Personalentwicklung tätig und habe hunderte von Bewerbungsgesprächen geführt.
      War zuständig für die Vorauswahl von Bewerbern aufgrund der Anschreiben.
      Was man so in Gesprächen mitbekommt bzw. aufnimmt, ist schon krass.

      Soulseek schrieb:

      Bitte meinen obigen Beitrag mit maximaler Dosis Augenzwinkern betrachten, wer mich kennt, weiss dass ich alles andere als verbittert bin
      Trotz dieser Aussage von dir bleibt ein gewisses Gefühl von Resignation haften.
      Und auch wenn deine Beispiele etwas überspitzt wirken, scheinen sie doch auf reale Ereignisse zu beruhen.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Man sagt ja auch, dass Frauen sich binden, in der Hoffnung, ihre Männer würden sich noch ändern, tun diese aber nicht, und Männer binden sich angeblich in der Hoffnung, ihre Frauen würden sich nicht mehr ändern...tun sie aber...

      Diese Erfahrung durfte ich auch schon ein paarmal machen. Oberflächlich betrachtet hab ich mich davon-, weg-, vorwärts-, in die andere Richtung entwickelt, während die Betreffenden dort glücklich waren, wo sie eben standen...völlig wertfrei...nur...für wie lange?

      Es ist schon so, das man zu unterschiedlichen Zeiten im Leben unterschiedliche Bedürfnisse hat. Man zieht an, wofür man bereit ist in dem Moment. Manchmal wird das Bedürfnis gestillt, alles ist gut und kann bleiben, wie es ist. Bis es entweder nicht mehr befriedigt werden kann oder sich überlebt und etwas Anderes, Reiferes gefragt ist. Kann man nun erwarten, dass der Partner sich mitentwickelt? Oder kann der Andere erwarten, dass man ihm zuliebe verzichtet auf die "nächste Stufe" (wenn man von einer Vorwärtsentwicklung ausgeht)?

      Ich denke, ein Aneinander-Wachsen...ein gemeinsames Weiterentwickeln, im -Fluss -Bleiben, sich Fordern und Fördern ist eher von Erfolg gekrönt, als kurzfristige, oberflächliche Zufriedenheit. Denn die kann auch mit der ganz gewöhnlichen Reifung schwinden...

      :gruebel:
      Ich „oute“ mich mal als jemand, der seine Traumfrau im Internet kennengelernt hat und das vor jetzt fast schon 20 Jahren.
      Für mich war seinerzeit das Internet eine Art Schutzraum nach den Enttäuschungen und Verletzungen im RL und ich denke, meiner Frau ging es genauso. Vor dem ersten Treffen haben wir ganze 2 Monate nur über den AIM, SMS oder Telefon kommuniziert. Das obwohl uns nur 25 KM getrennt haben (ich war für ein Dateauch schon nach Berlin geflogen, so ist es nicht).
      Ich glaube, die Zeit, die wir uns gelassen haben, war für uns beide richtig.
      Gegenseitiges Vertrauen hat sich aufgebaut und man wusste, wie der andere tickt.
      So war das persönliche Kennenlernen eigentlich nur noch „Formsache“.
      Zwei Jahre später Verlobung, noch drei weitere Hochzeit. Entdeckten und erforschten gemeinsam unsere Neigungen.
      Wir hatten gute, aber auch traurige Zeiten, so wie einige Schicksalsschläge zu überstehen. Alles hat uns nur immer enger zusammengeschweißt.

      Aber ich schweife ab. Was ich sagen will a) ja, es kann funktionieren im Internet den Partner fürs Leben zu treffen und b) lasst euch Zeit, überstürzt nichts und lernt den anderen erst einmal richtig kennen.
      THE SITH CODE
      Peace is a lie, there is only passion.
      Through passion, I gain strength.
      Through strength, I gain power.
      Through power, I gain victory.
      Through victory, my chains are broken.
      The Force shall free me.
      Mir geht's so ein bisschen wie @Soulseek ,
      Zwischenzeitlich hat sich nen Haufen Resignation dazu geschlichen, ob der Anschreiben, der Halbwahrheiten und der Unverbindlichkeiten.

      Wenn mich jemand wirklich vom Profil interessiert, dann schreibe ich ihn an. Ich hatte in der com ne Anzeige laufen. Teilweise kamen tolle Zuschriften, mit zweien habe ich mich auch getroffen, der Funke sprang aber nicht, bzw. für mich rochen sie falsch.

      Mei, irgendwo ist er schon. Der, den ich länger als 24h in meiner Umgebung ertrage, der richtig riecht und wo alles ungezwungen ist. Ich stresse mich da nicht mehr.
      Viele Grüße
      safine

      Bdn130671 schrieb:

      Ich „oute“ mich mal als jemand, der seine Traumfrau im Internet kennengelernt hat und das vor jetzt fast schon 20 Jahren.
      Das freut mich sehr für dich, aber ich denke auch, dass sich die Zeiten geändert haben und fast nichts mehr so ist, wie vor 20 Jahren.

      Ich stresse mich da meistens auch nicht mehr, @safine.
      Ja, irgendwo ist er schon, die Frage ist nur, ob wir uns in diesem Leben noch begegnen.

      Ich suche ja gar nicht "den Einen", so nach dem Motto "bis das der Tod euch scheidet", ich suche den Mann, der im Hier und Jetzt mit mir leben kann und will.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Ich habe gute und weniger gute Erfahrungen gemacht, mich muss das Profil überzeugen, bevor ich überhaupt aktiv werde.

      Das gilt für Bilder und den Text, das klingt oberflächlich und ist es sicher auch, es geht mir dabei aber nicht darum, einen perfekten Menschen zu finden, sondern den, der passen könnte...
      Ich suche ja nicht den EINEN für immer...

      Viele reden viel, machen Versprechungen, erzählen dir, was du hören willst, damit sie Erfolg haben. Ist das aber die Rede von einem persönlichen kennenlernen, sind manche schneller weg, als man gucken kann...

      Ich versuche das alles locker zu sehen, bin dennoch vorsichtiger, als noch vor ein paar Jahren...
      Ich bin Kunst, gezeichnet vom Leben.

      topaz schrieb:

      Das freut mich sehr für dich, aber ich denke auch, dass sich die Zeiten geändert haben und fast nichts mehr so ist, wie vor 20 Jahren.
      Echt, siehst Du das so krass? Manchmal denke ich "Das war doch gerade erst eben …"
      THE SITH CODE
      Peace is a lie, there is only passion.
      Through passion, I gain strength.
      Through strength, I gain power.
      Through power, I gain victory.
      Through victory, my chains are broken.
      The Force shall free me.

      Bdn130671 schrieb:

      Echt, siehst Du das so krass? Manchmal denke ich "Das war doch gerade erst eben …"
      Ja, kenne ich!
      Aber ja. Ich bin ja noch ohne Handy und Internet groß geworden und habe die Entwicklung seit den 90iger Jahren mitgemacht.

      Alles ist schnelllebiger, oberflächlicher und unpersönlicher geworden. Es gibt mehr Raum für Tastenw......, Lügner, Leute, die einfach nur anonym und online aktiv sein wollen, Fakes usw.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Ich habe meinen Ehemann vor 17 Jahren im Internet kennengelernt und auch meinen jetzigen Spielpartner vor ein paar Wochen.

      Wo ich mir vor 17 Jahren ein ganzes Jahr Zeit bis zum ersten Treffen gelassen habe, waren es jetzt drei Tage. Natürlich liegt das auch an mir, meiner Entwicklung und dem, was ich gesucht habe, aber trotzdem finde ich auch, dass das Onlinedating heute schnelllebiger und manchmal auch oberflächlicher ist. Und da schließe ich mich selbst nicht aus ;)
      Ich habe meinen Mann auch im Internet kennen gelernt, allerdings nicht über eine einschlägige Seite oder Börse, sondern rein zufällig. Ich war nicht auf der Suche.

      Was ich mittlerweile - unabhängig von Partnersuche o. ä. - gelernt habe: es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und unter mancher Staubschicht verbirgt sich ein Schatz.

      Soll heißen: wem es möglich ist, mit einer gesunden Portion Skepsis, dennoch aber genügend Offenheit auf die Welt zu zu gehen, der hat gute Chancen, ein passendes Gegenstück für sich zu finden. Vielleicht passen die Puzzleteile nicht perfekt ineinander, aber sie ergeben trotzdem ein harmonisches Bild, vorhandene Löcher zwischen den Puzzleteilen und auch Überlappungen der beiden passen in dieses Bild.

      Wer eine vorgefertigte Vorstellung des Menschen an seiner Seite innehat, tut sich wahrscheinlich sehr schwer, jemanden zu finden, der dieser Vorstellung gerecht zu werden vermag. Ist der Start in ein gemeinsames Leben nicht ein Kennenlernen vieler neuer Eigenheiten, Verhaltensweisen, Vorlieben und Abneigungen, ein Schließen von Kompromissen, ein Zulassen und Aushalten von Eigenheiten, die einen zu Weißglut treiben oder einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern?

      Wer offenen Auges durch die Welt geht (oder durchs Netz surft), der begegnet so unheimlich vielen interessanten Menschen. In dieser Fülle findet sich auch manchmal das Korn des blinden Huhns, so lang es nur mutig und ausdauernd pickt.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)

      "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst." Evelyn Beatrice Hall
      Also ich hab meine Sub und Partnerin auch im Inet auf ner einschlägigen Seite kennengelernt. Mittlerweile sind wir 4 Jahre zusammen.
      Davor habe ich einige Spielparterinnen auch im Netz kennengelernt. Eigentlich hab ich meistens positive Erfahrungen gemacht. Gut eine davon war echt Horror, die Frau war wirklich total Irre wie sich später rausstellte, aber sonst. Naja klar waren auch Dates dabei wo man dachte mhhh auf dem Bild sah Sie iwie anders aus, aber aus dem richtigen Winkel fotografiert kann man vieles kaschieren. Ich nehme selbst ja auch nur Bilder auf denen ich finde ich bin gut getroffen. Aber jetzt bei der Größe und so bin ich immer ehrlich, ist ja sinnlos da zu lügen. Beim ersten Treffen fliegt es auf.
      Was mir immer schwer fällt wenn man ne Weile schreibt und dann bekommt man ein Bild und es passt überhaupt nicht, dann zu sagen sorry leider garnicht meins ist schwer.
      Ich hab meine Ehefrau als Student 1997 im IRC kennengelernt, auf #bdsm.de. Es folgte ein Blind Date (an ihrem Wohnort, S) und 1998 die Hochzeit :/ . Als meine Ehefrau mich dann 2016 abgeschossen hat, weil sie sich in einen anderen Kerl verguckt hatte, war das erst ;( und hat mir erst einmal die Beine weggezogen..
      Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei. :yes:
      Ich frage mich warum das Kennenlernen, Flirten, einen passenden Partner finden im realen Leben mit dem Kennenlernen, Flirten und einen passenden Partner finden im Internet verglichen wird?
      Wo liegt der Sinn, zwei Sachen miteinander zu vergleichen, die völlig unterschiedlich funktionieren?

      Das Internet ist aus meiner Sicht Segen und Fluch zugleich.
      Auf der einen Seite, bringt es mich innerhalb von Sekunden mit Menschen zusammen, die gemeinsame Interessen teilen. Das Ganze sogar überall auf der Welt und fast zu jederzeit. Eine passende Partnerin in dieser Gruppe zu finden wird somit leichter, weil die Gruppe Ortsunabhängig und viel größer ist.
      Das Problem ist dabei die Anzahl an Partnerinnen, die nicht passen wird genauso größer. Und für die ist es genauso leicht, mit mir, in Kontakt zu treten, wie für mich.
      Dazu kommt, die größere Anonymität und eine niedrigere Hemmschwelle etwas zu tun, dass dem anderen wehtut. Weil man ihn nicht real dort sitzen hat.
      Dies sind nur ein paar Unterschiede. Mir bleibt hier am Ende nur mich zu entscheiden.

      Suche ich im Internet und gehe das (hohe) Risiko ein, die schlechten Seiten dessen kennenzulernen.

      Oder bleibe ich im realen Leben und hoffe darauf, dass mich das Schicksal nicht vergisst und auch meine BDSM-Neigung berücksichtigt.

      Ich für meinen Teil. Mache einen Mix aus beidem. Ich suche Online und hoffe auf das Schicksal. So werden meine Chancen höher, das meine BDSM-Neigung nicht vernachlässigt wird. Muss aber halt damit leben, dass ich geghostet, angelogen werde, für manche nur ein Zeitvertreib bin oder noch Schlimmeres passiert.
      In unserer hektischen Welt muss man gelegentlich innehalten,
      um sich in aller Ruhe etwas Unanständiges auszudenken.
      :coffee:
      B. Traven

      Bdn130671 schrieb:

      topaz schrieb:

      Das freut mich sehr für dich, aber ich denke auch, dass sich die Zeiten geändert haben und fast nichts mehr so ist, wie vor 20 Jahren.
      Echt, siehst Du das so krass? Manchmal denke ich "Das war doch gerade erst eben …"
      Ja, das sehe ich auch so.... allein in den letzten paar Jahren.....

      Ich hab 2012 zum ersten Mal einen Mann übers Internet kennengelernt. Jetzt sind wir 7 Jahre weiter. Und was sich leider meiner Meinung nach wirklich krass verändert hat, ist die Oberflächlichkeit und die, ich nenne es mal "Tinder-Mentalität". Ein Katalog in dem man schnell blättert und auch weiterblättert.....
      So, lange genug um den Thread rum geschlichen :saint: .
      Ich habe doch den einen oder anderen im Freundeskreis, der seinen Partner (ich ja irgendwie auch) durch das Internet gefunden hat.

      Die Frage die sich mir immer wieder stellt ist mit welcher Erwartungshaltung gehe ich in eine Suche? Im realen Leben renne ich ja auch abends nicht auf die Rolle um mal eben einen Partner "abzuschleppen", auch da ist das erste Ansinnen erstmal neue Menschen kennen zu lernen oder auch nur einen netten Abend zu verbringen. Bei der Partnersuche im Netz entsteht für mich oft der Eindruck, ähnlich einer Katalogbestellung ... gelesen, 2 bis 3 Nachrichten ausgetauscht, gekauft.
      Anders als die meisten, mit denen ich bisher darüber gesprochen habe möchte ich kein schnelles Treffen, ich möchte jemanden erstmal ein bisschen kennenlernen - ja ich finde das geht auch sehr gut über das Schreiben. Mir verrät das eine Menge über den Menschen.

      Auch bei den ersten Treffen ist meine Erwartungshaltung nicht abchecken ob partnerschaftstauglich sondern wirklich erstmal kennenlernen. Ich stehe nicht auf schnelle Nummern :D .

      Klar, gibt es auch das eine oder andere putzige Anschreiben, wird dann ignoriert oder es gibt eine entsprechende Antwort.
      Manchmal hat man den Eindruck das man angeschrieben wird nur um wieder eine Kerbe am Stock zu sein.

      Da kann man sein Profil noch so detailliert pflegen, alle Angaben entsprechen der Wahrheit und doch kommt da Kommunikation zustande die irgendwann nur noch zum Kopfschütteln geeignet ist.

      Nach ungezählten Nachrichten kommen dann Nachrichten „eigentlich bist du zu Alt für mich“, „die Entfernung ist zu groß“ oder „so abgefahren bin ich dann doch nicht“.
      Man könnte sich viel Zeit, Schreiberei und Hirnarbeit sparen wenn sich die Anschreibenden mal ausgiebig mit den Profilen beschäftigen würden. Anschreibende die nichts oder so gut wie nichts in ihrem Profil stehen haben bekommen inzwischen als Antwort dass es doch erst mal sich offenbaren was man genau möchte. Danach erhält man meistens keine Antwort mehr, also scheint es doch nicht ernsthaft gewesen zu sein.

      In vielen ausgefüllten Profilen stehen immer die Floskeln „Ehrlichkeit, Vertrauen, gegenseitiges Verstehen und Wahrheit“. Fühlt man der Person dann aber mal auf den Zahn, fordert erweiterte Kommunikation, spricht Widersprüche bzw. Unklarheiten im Profil an, endet es meistens in schweigen oder abschließende Nachrichten. Viele beziehen scheinbar diese Floskeln nur auf die Gegenseite aber nicht auf sich selbst. Wenn einem dann Direktheit und klare Ansagen angekreidet werden und als negativ tituliert sind, hat man irgendwann kein Interesse mehr auf sowas. Man lässt es bleiben weitere Kommunikation mit solchen Leuten zu führen und das ist leider bisher bei allen möglichen online Plattformen so geschehen.
      Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
      Gerhard Uhlenbruck *17.02.1929 -

      ;( :peitsche1: