Endometriose und BDSM

      Da der Thread Endometriose und BDSM lautet, denke ich, dass meine Frage auch hier her passt.
      Nur kurz vorweg.
      Wie stark ausgeprägt meine Endometriose ist, weiß ich nicht genau. Da ich nämlich zusätzlich durch einen sehr schweren Notkaiserschnitt mit vorherigem Heparin Spritzen innerlich auch noch stark vernarbt bin, wurde mir davon abgeraten, ein weiteres Mal eine Bauchspiegelung und /oder Op durchführen zu lassen, um nicht noch weitere Verletzungen und Vernarbungen zu erleiden.
      Die Endo wächst bei mir sowieso immer wieder nach.
      Deshalb werde ich jetzt nur mit Medikamenten behandelt, die die Periode unterdrücken und somit das Wachstum der Endo verlangsamen.
      Soweit dazu.

      Nun meine Frage: „gibt es hier eine von euch, mit Endo, die sich fisten lässt/lassen möchte?
      Klappt das, oder gibts da Probleme?
      Bei mir will das nicht so recht klappen. Vor allem, weil bei mir wohl ziemlich schnell ein innerlicher „Widerstand“ zu spüren ist.
      Können das Wucherungen sein?
      Kann Mann dann einfach trotzdem „weiter“ machen?
      Innen fühle ich nur einen leichten bis starken, aber nicht stark schmerzenden, Druck. Außen tut es mehr weh und reißt auch schon mal ein.
      Aber dazu habt ihr ja schon gute Tipps gegeben

      Gerne könnt ihr auch per PN antworten.
      Ich bin nicht klein
      Ich hab Feen-Größe
      Hast du mal einen Ultraschall machen lassen? Endometrioseherde können überall im Bauchraum, auch z.B. im Douglasraum zw. Vagina und Enddarm vorkommen, ich weiß aber nicht, ob die so ausgeprägt sein können, dass ein spürbarer Widerstand entsteht...
      „Jetzt ist einfach nicht die Zeit für Partys“
      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -
      Hallo Zusammen, die Unterhaltungen sind zwar alle schon etwas älter , aber ich möchte gerne trotzdem noch meine Sicht dazu beitragen, @ Chat.noir, ich geb ha zu das ich so wohl mit bdsm und endo noch nicht viel Erfahrung habe aber da ich beruflich durch aus medizinisches Fachwissen besitze würde ich persönlich bei Widerstand während der Analenpenetration diese nicht weiter treiben würde , ganz einfach weil du nicht ganz genau weißt wo verklebungen sind und der Darm sich da womöglich nicht wegbewegen kann bzw. im schlimmsten Fall perforieren könnte was dann KH Aufenthalt und ggf.künstlichen Darmausgang als Risiko birgt. Ich möchte jetzt keine Panik machen nur auf dieses durchaus vorhandenen Risiko hin weisen .

      Ansonsten würde ich mich selbst über den ein oder anderen Rat im Umgang mit Endometriose freuen ich hab diese Diagnose seit ca. 3 Wochen nach dem eine Zyste geplatzt ist und ich Notoperiert wurde, leider ist es bei mir auch recht ausgeprägt so das mein Herr und ich gemeinsam entscheiden haben erstmal ganz vorsichtig zu spielen und z.b.auf Anales penetrieren vorerst zu verzichten.Da wir noch nicht so lange zusammen sind haben wir noch genug zum entdecken.
      Ich persönlich fühle mich zwischen den möglichen Behandlungswegen sehr hin und her gerissen da einige Medikamente echt starke Nebenwirkungen haben und eine Op natürlich auch ihre Risiken hat.
      Ich freue mich wenn es jemanden zum Austausch gibt der vielleicht da etwas mehr Erfahrung hat wie ich. :) Lg Steffi
      Es gibt auch eine Form von Endo die mit Autoimmunschwäche zusammenhängt und leider auch vererbbar ist.

      Da ich kaum Tabletten vertrage und mich schon minimale Dosis echt wegknallt, kam das alles nicht in Frage. OP macht auch keinen Sinn - ich habe Endo, aber es ist nicht klar punktuell sichtbar. Laut Endo-Zentrum.

      Da ich auch auf Kupfer allergisch bin, blieb mir als letzte Wahl gegen die Schmerzen eine Hormon-Spirale. Das erstaunliche: Seither habe ich kaum noch Probleme. Die 8-Tage-lange Periode ließ sich in den Griff bekommen und mir hat auch keiner mehr angeboten, einen Sanka zu rufen, weil ich mich seither auch nie mehr auf dem Boden auf Toilette zwischen zwei Meetings gekrümmt habe...

      Das andere, was wirklich nennenswert ist: Früher war ich ständig krank. Seit der Spirale ist mein Immunssystem nachweislich resistenter und auch die Blutwerte stehen deutlich besser.

      Obwohl ich im Naturheilkundebereich sehr gut aufgestellt war und bin, hat nie etwas auf Dauer geholfen: Weder für das Immunsystem noch gegen die Schmerzen/Blutungen. Es war, als wäre alles nach kurzer Zeit versickert. Als hätte der Körper kapiert: Ah, so soll das helfen. Nee, dass schalten wir mal ab.


      Vielleicht etwas ungewöhnlich - aber es gibt viele Frauen, die glauben, dass wäre alles normal und der FA findet nix. Die meisten wissen nicht, dass soetwas vererbt werden kann. Besonders kritisch ist es, wenn dann noch die Bluterkrankheit umgeht in der Familie (Frauen übertragen in die nächste Generation, Männer haben es dann wieder). Das schwächt u.U. auch die Kinder sehr stark.

      Es gäbe noch viel zu erzählen... ich belasse es hierbei mal.
      .frauengesundheitszentren.de/


      Endometrioseaktionstag 29. September 2020



      Endometriose – Betroffene brauchen eine bessere Versorgung
      Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum e.V. Berlin fordert anlässlich des Tages der Endometriose am 29. September 2020 mehr Unterstützung für Betroffene nach der Diagnose.
      Die Zahl der Operationen bei Endometriose ist in den letzten 10 Jahren von 20.000 auf 30.000 im Jahr 2018 gestiegen. Durchschnittlich bleiben die Frauen drei Tage im Krankenhaus. Die meisten Operationen werden nicht in zertifizierten Zentren durchgeführt.
      Viele beklagen, dass sie im Krankenhaus keine Informationen über die Erkrankung und weitere Behandlungsmöglichkeiten erhalten. Nur wenige erhalten die Chance, an einer Reha teilzunehmen, obwohl es zertifizierte Kliniken dafür gibt. Diese muss im Krankenhaus beantragt werden, was selten geschieht.
      Sind Betroffene zunächst erleichtert, endlich eine Diagnose für ihre jahrelangen Schmerzen zu haben und hoffen, nun wird alles besser, fühlen sie sich nach der Entlassung oft alleingelassen und verunsichert, wie es weitergehen kann.
      Dabei ist es entscheidend, welche Informationen nun zur Verfügung gestellt werden, damit ein ganzheitliches, umfassendes Behandlungsprogramm beginnen kann. Damit kann eine stabilere Perspektive aufgebaut werden, denn wir kennen heute viele Möglichkeiten..


      ich lass das mal als aktuelle Info da...... :blumen:
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Es ist schön zu lesen dass es auch anderen so ergangen ist! Aber natürlich auch traurig wie viele genauso behandelt wurden.

      Bei mir hieß es viele Jahre "Das ist eben so", "Bekommen sie erstmal Kinder dann wissen sie was Schmerzen sind" und "Also so gut hab ich Menschen selten simulieren gesehen!". Und das von Ärzten.
      Laparoskopien haben mir leider kaum Abhilfe geschafft. Pille und andere Verhütungsmittel auch nicht. Ich bin stark eingeschränkt, habe im November aber einen Termin in der Endometrioseambulanz und hoffe dass es endlich vorrangeht.

      Es schränkt mich tatsächlich auch im BDSM ein. Zumindest gibt es wenige Tage an denen ich wirklich fit bin und ich leide auch sehr schnell unter Schmerzen bei vaginalen Berührungen (mehrere Finger, Elektroden, etc).
      Man spürt auch deutlich Wucherungen.

      Dennoch finde ich es toll hier darüber sprechen zu können.