Hilfsmittel als Dom selbst testen?

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      Hilfsmittel als Dom selbst testen?

      Mich würde interessieren, ob ihr Doms eure Hilfsmittel immer vor erstgebrauch an euch selbst testet, wenn ja gerne auch eure Erfahrungen/Empfindungen.
      Härtester Gegner, was euch am meisten Überwindung gekostet hat auszutesten, was ihr öfter "geübt" habt ect. .
      Wenn nein gerne warum nicht.

      Grüßle eure neugierige Again ^^
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D
      Liebe @Again,

      mein Herr testet die Sachen vorher nicht an sich selbst, sondern immer direkt an mir - das macht er zu Anfang aber immer sehr vorsichtig. Das ist für uns beide in Ordnung so. Ich glaube, bzgl. der Schlagstärke würde es auch nicht viel bringen, es an sich selbst zu testen, da mein Empfinden ja ein ganz anderes ist als seines - und ich diejenige bin, die masochistisch ist, nicht er. 'Üben' können wir am besten zusammen. Er ist wie gesagt vorsichtig und sieht dann auch gleich meine Reaktion und ist da immer sehr aufmerksam. Die Technik, die ihm am besten liegt, entwickelt sich dabei dann mit der Zeit von allein.

      Viel mehr kann ich als Antwort nicht beisteuern. Aber ich erinnere mich an einen Thread inkl. Umfrage zu dem Thema und habe ihn für dich herausgesucht:

      Spielzeugselbsttest durch den Dom
      Nein, ich teste nichts an mir ^^

      Wir haben ein recht unterschiedliches Empfinden in Art und Intensität von Schmerzen, noch dazu ist er Maso und ich nicht.

      Zudem es mittlerweile nicht mehr nötig ist. Ich weiß was er abkann und er hält eh alles für mich aus . ( hört sich komisch an, ich weiß nicht wie ich es anders sagen soll )

      Ich wüsste also nicht was ich an mir testen sollte ;)
      Nie gezählte Tage liegen hinter dir,
      in denen der Moment, so oft,
      so wichtig für dich war.
      Es ist doch dein Traum,
      mit dem du diesen Weg gegangen bist,
      deine Gefühle, die dich haben glauben lassen
      und deine Sehnsucht, die dich noch immer
      nicht zu Ruhe kommen lässt.
      Es ist noch immer dein Weg,
      der zu dir gehört.
      Fang dir deine Träume - Staubkind.
      Ich teste durchaus an mir selbst.
      Nicht, um die Intensität des Schmerzes zu beurteilen, da ist ihr Empfinden auch ein anderes als meins. Aber die "Schmerzfarbe" kann und will ich vorher beurteilen, also brennend, beißend, dumpf... Dafür ist natürlich kein ausgiebiger Test nötig.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Ich teste nicht jeden Flogger oder Standartpeitsche an mir.

      Doch wenn ich Peitschen aus speziellen Materialien fertige oder sehr unterschiedliche Längen mit unterschiedlichen Materialien die ich in Ihrer Wirkung nicht einzuschätzen weis. Dann lasse ich sie von einer befreundenden Domina ( zu ihrer rein sadistischen Freude jeweils, denn ich bin kein bisschen Maso) an mir Testen.
      In eingespielten Intervallen 10- 15 Schläge auf einer Messlatte von 10 bis 100 %

      Ich denke jeder Mensch hat ziemlich gleiche Schmerzempfinden. Nur, das Masochisten den Schmerz anders umsetzen können. Mir geht es jedoch darum zu wissen, welchen Art Schmerz die Peitsche verursacht, wie nachhaltig der Schmerz ist, den Verlauf, wie schnell er sich auf und ab baut und wie tief er geht, oder Oberflächlich er bleibt.

      Sowas kann man nicht aktiv an sich selbst probieren. Dafür braucht es einfach eine gekonnt schlagende Hand.

      Und ja, ich habe dabei schon manche Überraschung erlebt und auch schon öfter arg böse gelitten.
      PS. Und ja, es kostet mich immer wieder aufs neue echte Überwindung, mich dort hin zu stellen und zu sagen.. Fertig, Leg los.

      Doch die Erkenntnisse sind es mir Wert und für mich sehr wertvoll, wenn ich bei ausgedehnteren Flag- Session, Melodien auf und im Körper meines Gegenüber komponiere. SMile
      Gruß Marquis le deuxième
      Immer bestrebt, auf sehr liebevolle Weise und meine ganz besondere Art böse zu sein.

      MarquisLeDeuxieme schrieb:

      Ich denke jeder Mensch hat ziemlich gleiche Schmerzempfinden. Nur, das Masochisten den Schmerz anders umsetzen können.

      Was meinst du hier mit "das gleiche Schmerzempfinden"? Ich denke gerade z. B. an die unterschiedlichen Konstitutionen beim Tattoostechen an derselben Stelle. Ich bin Masochistin in dem Sinne, dass mich Schmerzen im erotischen Kontext sexuell erregen, und die Schmerz"farbe" ("Danke, @dominantseptakkord) mag ich sehr. Trotzdem halte ich es keine fünf Minuten am Stück aus und diverse nichtmasochistische Bekannte je halbstündig. Derartige Beispiele könnte ich viele nennen. Klammern z. B. halte ich keine zwei Minuten aus, andere in diesem Forum viele Minuten. Oder scharfes Essen... Mag ich gar nicht, andere würzen so scharf, dass ich es nicht essen könnte, und spüren kaum ein Kribbeln :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sperling ()

      Ich meine das Schmerzempfinden, den Schmerzverlauf und ja auch die Farbe wenn man das so benennen will, wozu ich Art gesagt habe.
      Nicht wie lange ein Mensch den gleichen Schmerz ertragen kann.

      Nimm einen Zahn-nerven-schmerz fast jeder wird ihn ziemlich gleich beschreiben, seine Ausstrahlung auf jeden weitgehend gleich wirken. Doch nicht jeder hält ihn gleich lange aus.

      Auch deine Bekannten beim Tattoostechen werden den Schmerz und den Schmerzaufbau an sich gleich beschreiben. Sie halten ihn nur länger aus. Es fühlt sich für sie weitgehend gleich an wie für dich nach 5 Minuten, wenn sie an der gleichen Position nach 30 Minuten sind.

      Es ist aus meiner Sicht auch ein riesen Unterschied ob sich wer selbst mal zum probieren die Tattoo-Maschine auf den Oberschenkel hält oder ob wer Ihm die Tattoomaschine willkürlich über den Rücken laufen lässt. Wobei das mit der Maschine ja noch die gleiche Intensität ist,( weil das Gerät läuft ja immer gleich schnell und der Stich ist immer gleich tief)
      Was sich bei einem Schlaggerät in seiner Wirkungsweise beim selbst probieren Vs dem passiven geschlagen werden, kaum realisieren lässt.

      Besser verständlich.?

      Und natürlich muss, das auch niemand nachmachen wollen und jeder spielt anders. Doch für die Art und Weise wie ich Spiele, hat es sich für mich als die Konstruktivste Form erwiesen. Darauf war die Frage des EP ja auch ausgerichtet.?
      Gruß Marquis le deuxième
      Immer bestrebt, auf sehr liebevolle Weise und meine ganz besondere Art böse zu sein.
      Natürlich ist es sinnig seine neu erworbenen Hilfsmittel selbst zu testen.

      Wenn man Ansicht selbst feststellt das die neu erworbenen Handschellen miserabel bearbeitet (z. B. Kanten nicht sauber gebrochen) sind und ungewollte Verletzungen verursachen muss ich die meiner Spielpartnerin nicht zumuten sondern reklamieren.

      Man muss es nicht erst zu Ausfällen kommen lassen.

      Wie @MarquisLeDeuxieme bereits aufgezeigt hat kann die Wirkung des Schlagmittels mitunter Überraschungen bringen. Wenn man sich selbst dieser aber nicht bewusst ist kann dies auch schnell zu Abbrüchen, Abstürzen und Unzufriedenheit führen. Wenn es für einen selbst mit sehr hoher Schmerzgrenze schon heftig ist wird es für jemanden mit viel niedrigerer schon unausstehlich sein.
      Am Ende stehen dann wieder zwei unzufriedene da und es muss wieder mal der reine negative Part geklärt werden und das positive des erlebten geht unter.

      Das will doch keiner.
      :sofa:

      „Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorchen.“ Helmuth von Moltke (1800–1891), preußischer Generalfeldmarschall :kopfnuss:
      @Spielgut hat die Möglichkeiten und Grenzen von Selbsttests gut auf den Punkt gebracht.

      Dazu kann ich - als jemand der beide Seiten recht gut kennt - auch nur beisteuern, dass auch das Empfinden beim Selbststest ein völlig anderes ist als in der Session. Und bei letzterem kommt es stark auf Tagesform, Geschick des Spielpartners etc. an.

      Von daher ist klar, dass Selbsttests und "Trockenübungen" ihre Grenzen haben. Wo sie allerdings sinnvoll sind, sollte man sie m.E. einsetzen. Ich denke da an den einfachen kurzen Testschlag in die eigene Handfläche bei einem völlig unbekannten Schagwerkzeug (klar, auch da entwickelt man ein Auge, aber seit mich eine Autoantenne aus einem hervorragenden Federstahl mal seeehr unangenehm überrascht hat dabei - die Reaktion verursachte echtes Amusement - nehme ich die Sache wieder ernst. Auch ein beues TENS.Gerät sollte man erstmal selbst "kennenlernen" - manche verzögern z.B. den Spannungsanstiegt. ist dann ziemlich fies, wenn man zu schnell zu weit aufdreht und der Schmerz steigt dann im Nachgang unkontrolliert über die Grenze des gewollten. Und Kerzen sind auch sehr unterschiedlich in der Wirkung etc.) Trockenübungen sind überall da sinnvoll, wo es um motorische Fähigkeiten geht. Sei es die Treffgenauigkeit beim Schlagen oder das machen von Knoten. Zumindest mir geht es auf der passiven Seite so, dass wenn ich merke, dass die Handgriffe "sitzen" ich mich deutlich sicherer fühle und mich viel besser fallen lassen kann, als wenn ich das Gefühl habe, dass gerade jemand krampfhaft versucht sich an die Gebrauchsanweisung zu erinnern...

      Edit:

      Achso, Desinfektiomittel natürlich auch testen, Kodan ist super für SM-Zwecke ;) . Aber vorsicht mit dem Finalgon-Selbsttest für die Tunnelspiele, das kann fies werden...
      Da ich als Switcher beide Seiten bediene komme ich oftmals gar nicht drumrum das eine oder andere selbst erlebt zu haben bzw. zu „ testen“ .
      Dabei habe ich auch schon sehr spannende Überraschungen erlebt - so wie @Dr. Gaius Baltar beschrieb , einen Effekt den ich unterschätzt hatte als sehr triggernd zu empfinden . Damit eröffneten sich neue Herangehensweisen - Tunnelspiel der anderen Art - eine Stimulation des gegenüber mit Ingwer ,die sich als Rebound bei mir etablierte . :D
      Wir leben alle unter dem selben Himmel , aber nicht mit dem gleichen Horizont
      Ich übe den Gebrauch, gerade von neuen Spielzeugen, selbstverständlich, bevor ich damit auf meine Frau losgehe. Meist an Sofakissen oder auch an Luftballons.

      Da wir gerne mit langen Singletails und Bullwhips spielen, muss der Gebrauch halt auch geübt werden. Die Treffsicherheit kommt nicht einfach so zugeflogen, sondern man muss da echt was für tun und auch dran bleiben. Das Spiel mit einer Bullwhip ist sonst einfach zu gefährlich.

      Einen Test an mir selbst mache ich jedoch nicht. Ich bin absolut kein Masochist und ich kann mit Schmerz mal so überhaupt gar nichts anfangen.

      Uns persönlich reicht es vollkommen aus, wenn meine Frau mir den Schmerz eines Spielzeugs genau beschreibt, denn auf Sie kommt es an, und nicht darauf, wie ich den Schmerz eventuell empfinden würde.

      Das hat bisher immer sehr gut geklappt und wir sehen überhaupt keine Veranlassung diese Vorgehensweise zu ändern. Never change a running system.
      Leg Dich niemals mit einem Taucher an. Wir kennen Orte, wo dich niemand findet...
      ^^ danke schön für die vielen Antworten.

      Eine kleine Anmerkung: ich verurteile niemanden der Hilfsmittel nicht selbst ausprobiert, ich bin einfach nur extrem neugierig, wie andere so ticken/ es handhaben.

      Und nun aus dem Nähkästchen (ich bin switcher):

      Ich probiere als Dom Part Dinge die ich schlecht einschätzen kann aus.
      Habe ich allerdings für mich selbst auch schon gemacht zB. bei Dingen vor denen ich Angst hatte, da muss ich zugeben, das ich mir selbst doch am meisten vertraue, auf Grund vergangener Erfahrungen.
      Soweit es mir möglich war zu testen natürlich nur, ich bin dann einfach entspannter, wenn ich weiss was auf mich zukommt.
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D

      MarquisLeDeuxieme schrieb:

      Ich meine das Schmerzempfinden, den Schmerzverlauf und ja auch die Farbe wenn man das so benennen will, wozu ich Art gesagt habe.
      ...

      Es fühlt sich für sie weitgehend gleich an

      Nein, ich habe da weiter drüber nachgedacht, und nein, das sehe ich nicht so.

      Ein wichtiger Faktor ist auch eine möglicherweise unterschiedliche Körperfett/Muskel-Zusammensetzung und auch -Verteilung. Nicht nur die Dauer und Intensität eines Schlaginstruments ist dann anders, sondern auch Farbe und Art. Flache Hand auf Hintern klatscht bei wenig Po nicht - das weiß ich aus leidlicher Erfahrung. Es trifft direkt auf Knochen und Muskeln, dröhnt durch den Knochen und tut einfach nur stumpf und hart weh. Frauen mit mehr Resonanzvolumen am Po spüren laut eigener Aussage ein Klatschen und warmes Brennen, das sie genießen können. Um das zu erleben, bräuchte ich aber ein breites Paddel statt der knochigen Hand. Uvm.

      Oder anders erklärt: Das kennt man ja (soweit sind wir uns ja einig), dass die Schmerzfarbe an verschiedenen Stellen des Körpers verschieden ist (Oberschenkel und Schienbein z. B.). Man kann also nicht davon ausgehen, dass zwei Subs, die jeweils Hintern wie "Oberschenkel" (weich und muskulös) und "Schienbein" (knochig und ungepolstert) haben, dasselbe Instrument an der gleichen Stelle gleich empfinden.

      Ich denke daher, dass es erst recht schwer ist, als Mann mit tendenziell weniger Körperfett (vom Bauchbereich, wieder tendenziell, abgesehen) und festerem Bindegewebe auf die Schmerzart und -Farbe bei einem Frauenkörper zu schließen und umgekehrt, oder als muskulöser oder sehniger Mensch auf einen gepolstert gebauten oder umgekehrt.

      Ansatzweise vielleicht. Aber die Grenzen, auf den anderen zu schließen, sollte man sich immer bewusst machen und vielleicht neue Instrumente nicht geknebelt oder im weggetreteten Zustand einsetzen, weil man sich nach einem Selbsttest seines Wissens zu sicher fühlt.
      Ich hab nur ein mal einen Flogger an mir testen lassen, und zwar von der Verkäuferin im Sexshop. Es sollte einer sein der keine Spuren hinterlässt.
      Und damit nicht die ersten blöd grinsen, es war am Unterarm und die Bitte war sehr höflich vorgetragen, und sie war nur leicht irritiert. :frech:
      Watzlawick, Anleitung zum unglücklich sein löst alle Problem.
      Ich versuche wenn möglich die Instrumente schon auch selbst zu testen, zumindest an Handfläche, Oberschenkel etc. Natürlich weiß ich dadurch jetzt nicht, wie es sich dann beim Gegenüber anfühlt, eben aufgrund der in den Beiträgen schon genannten Faktoren. Daher ersetzt das natürlich nicht das zunächst vorsichtige Ausprobieren und dann schrittweise Steigern der Intensität am Gegenüber. Aber ich denke, dass man durchs Ausprobieren schon eine ungefähre Vorstellung bekommt.
      Und zum Thema Üben, ich denke es sollte bei Schlaggeräten einfach selbstverständlich sein, dass man zunächst an Kissen etc. seine Treffsicherheit trainiert.