3.12. .★. Der Adventskalender

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      3.12. .★. Der Adventskalender

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      .★.— 3. Dezember —.★.

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      Der Adventskalender

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      von
      @Tarantin

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      „Das gibt's ja nicht!“, dachte Martin als er seine Wohnungstür hinter sich zu machte. Er war eben auf der Treppe zum ersten Mal der neuen Mieterin begegnet, die unten im Erdgeschoss vor 3 Wochen eingezogen war. Es war tatsächlich Frau Wegener! Seine alte Englischlehrerin! Naja, was hieß alt, 12 Jahre waren vergangen, seit sie ihn mit Vokabeln und Grammatikregeln gequält hatte... nicht sonderlich erfolgreich. Sie war damals noch eine recht junge Lehrerin, sie konnte jetzt höchstens Mitte 40 sein.... und hatte eher noch an Attraktivität gewonnen, wie er fand. Sie hatte ihn bei der kurzen Begegnung nicht erkannt, was aber kein Wunder war. Schließlich musste sie sich jedes Jahr hunderte Gesichter merken und 12 Jahre … wie die Zeit vergeht.

      Von nun an begegneten sie sich öfter im Treppenhaus, lächelten sich freundlich zu, aber weder erkannte Frau Wegener ihren ehemaligen Schüler, noch offenbarte er sich ihr. Dennoch schien ihr freundliches Zulächeln mit der Zeit seine Unverbindlichkeit zu verlieren und echter Sympathie zu weichen. Zumindest redete Martin sich das ein. Aber vielleicht wünschte er sich das auch nur. Denn seine Lehrerin umgab eine seltsame, erotisch-knisternde Aura, die eine Anziehung auf ihn ausübte, die er nicht recht beschreiben konnte. Nicht dass er sie mit den Augen auszog oder sie auch nur abends im Bett gedanklich heimlich entkleidete! Um Gottes Willen, NEIN! Er wusste nicht, warum, aber nichts lag ihm ferner. Obwohl er sie sehr attraktiv fand, hielt er es schlichtweg für Unangemessen, ja sogar obszön, auf diese Weise an sie zu denken. Martin hatte seine Gewohnheiten mit der Zeit so angepasst, dass er Frau Wegener möglichst oft im Treppenhaus begegnete. Manchmal wartete er regelrecht an seiner Tür und lauschte ins Treppenhaus bis Frau Wegener unten aus ihrer Tür kam, um dann wie zufällig gerade in diesem Moment den Müll runterzubringen.

      An einem Samstagvormittag im November schließlich, als sie gerade wieder mal ein bisschen Smalltalk betrieben, sah sie ihm direkt in die Augen und sprach etwas aus, was sie offenbar schon länger auf der Zunge hatte.

      „Also ich weiß nicht. Irgendwie kommen Sie mir so bekannt vor. Von früher.“ Sie musterte ihn, da dieser Gedanke endlich ausgesprochen war, ungeniert.
      „Hatte ich Sie vielleicht mal als Schüler? Ich bin Lehrerin für Englisch und Sport an der Humboldt-Schule.“ Erleichtert und freudig erregt, dass sie sich an ihn erinnerte, nickte er grinsend.
      „Ja, ich hatte Sie in Englisch!“ Er sagte ihr seinen Namen und Jahrgang und konnte sehen, wie sich auf ihrem Gesicht das Erkennen manifestierte.
      „Na, sag mal Martin, warum hast du denn nicht eher was gesagt?“, fragte sie grinsend. Sie hatte einfach zum „Du“ gewechselt. „Wie geht's dir denn? Du wohnst alleine hier, oder?“ Dieses plötzlich recht privat gewordene „Verhör“ überrumpelte ihn so, dass er gerade heraus antwortete.
      „Ja, ich wohne alleine oben in der Wohnung über Ihnen“, sagte er etwas verlegen.
      „Ahja. Also das ist ja ein interessanter Zufall, oder?“
      Martin wurde rot. „Ja. Interessant.“
      „Also ich muss los. Bis demnächst, Martin!“, verabschiedete sie sich plötzlich und war die Treppe runter, kaum dass Martin ihr noch einen schönen Tag gewünscht hatte. Das Klackern ihrer Schuhe hallte in seinem Kopf wider, der völlig berauscht war von diesem unerwarteten Ereignis.

      Zu seinem Bedauern sah er Frau Wegener an diesem Wochenende nicht mehr, aber von nun an spukte sie permanent in seinem Kopf herum. Immer wieder ging er in Gedanken ihr letztes Zusammentreffen durch. Warum hatte sie gefragt, ob er alleine wohnen würde? Wohnte sie denn allein? Da war er sich inzwischen fast sicher. Die einzige Person, die er zwei- oder dreimal in Begleitung von Frau Wegener vor ihrer Wohnung gesehen hatte, war eine junge Frau so Anfang 20. Vielleicht ihre Tochter? Wenn dem so war, schien sie zumindest nicht hier zu wohnen. Ob es einen „Herrn Wegener“ gab, konnte Martin nicht sagen. Wenn, dann ließ er sich hier zumindest nicht blicken.

      Eine Woche später, wieder am Samstagvormittag, war er gerade am Briefkasten als Frau Wegener auf ihren Parkplatz vor dem Haus fuhr. Aufregung durchfuhr seine Magengegend und er tat so, als würde er seine Post durchsehen, um sie auf jeden Fall noch zu treffen, bevor er wieder hoch ging. Er hörte die Autotür zuklappen und dann plötzlich ihre Stimme rufen: „Oh! Hallo Martin. Das trifft sich ja gut!“ Sie hatte ihn entdeckt. Er drehte sich um und, den Überraschten spielend, rief er zurück: „Frau Wegener, lange nicht gesehen.“ Grinsend ging er zu ihr rüber, als sie ihn zu sich winkte.

      „Du darfst mir gerne den Wasserkasten reintragen“, flötete sie mit bittenden Augen, während sie den Kofferraum öffnete. Ohne erst eine Antwort abzuwarten, nahm sie eine wartende Haltung ein, indem sie ihr Gewicht auf ein Bein verlagerte und dadurch ihre Hüfte seitlich zur Geltung brachte, während ihre Hand auf der offenen Kofferraumklappe ruhte.

      „Ähm, na klar“, sagte Martin schließlich, als die Bedeutung ihrer Worte endlich zu ihm durchgedrungen war. Er hatte nur auf den Klang ihrer Stimme gelauscht. Er packte die Kiste und wuchtete sie aus dem Kofferraum. Frau Wegener strahlte ihn zufrieden an und schlug die Kofferraumklappe zu. Dann schritt sie vor ihm her und er musste auf ihren Po starren, ob er wollte oder nicht, der sich durch den engen Rock abzeichnete und beim Laufen hin und her bewegte.

      „Zum Glück für dich wohne ich ja parterre“, sagte sie beiläufig, ohne sich umzudrehen. Martin nickte nur, wurde sich dann aber bewusst, dass sie das ja nicht sehen konnte. „Ach, ich hätte das für Sie auch getragen, wenn Sie unterm Dach gewohnt hätten“, sagte er und versuchte dabei so zu klingen, als würde er Wasserkästen normalerweise als Schlüsselanhänger tragen. „Tatsächlich?“, lachte sie und öffnete die Haustür. Frau Wegener schloss ihre Wohnung auf und wies ihm den Weg in die Küche. Während sie hinter ihm eintrat und die Tür zuzog, beobachtete sie ihn, wie er den Kasten in die Küche trug und sekundenlang nach dem richtigen Platz suchte, bis er ihn schließlich neben eine andere Getränkekiste in eine Ecke stellte.

      „Möchtest du was trinken?“, fragte sie unvermittelt hinter ihm. „Öhm. Ja, warum nicht?“, stammelte er etwas verlegen. Mit fließenden Bewegungen holte sie eine Wasserflasche aus dem Kasten, den er gerade hereingetragen hatte und stellte sie auf den Tisch. Dann öffnete sie einen Hängeschrank über ihr, holte ein Glas heraus und stellte es neben die Flasche. Fasziniert sah er ihren Bewegungen zu. Obwohl dies ganz gewöhnliche Alltagshandlungen waren, empfand Martin sie als ungemein elegant und harmonisch. Nachdem sie einen Moment gewartet hatte und Martin ihr immer noch wie benommen zusah, forderte sie ihn auf, sich selbst zu bedienen. Martin bedankte sich und schenkte sich einen Schluck Wasser ein, darauf bedacht nicht zu kleckern. Jetzt wusste er wenigstens, wohin mit seinen Händen, dachte er, während er das Glas umklammerte. Frau Wegener lehnte sich, halb sitzend, an den Küchentisch direkt neben ihn und musterte ihn ungeniert mit einem Lächeln. Offenbar amüsierte sie sich über seine ungeschickte Verlegenheit, aber nicht auf eine gehässige Art und Weise. Fast kam es ihm vor, als würde Frau Wegener mit ihm flirten. Aber das war sicher nur seine Einbildung, geboren aus den merkwürdigen, erotischen Gefühlen, die seine Lehrerin in ihm auslösten.

      „Also, ich geh dann mal wieder“, sagte er schließlich, als er sein Glas leergetrunken hatte und sich somit hinter nichts mehr verstecken konnte. „Danke noch mal, Martin“, erwiderte sie lächelnd. „Ich bring dich raus.“

      An diesem Abend musste er wieder lange über diese Begegnung nachsinnen. Irgendetwas war da zwischen ihnen, aber er wurde nicht recht schlau daraus.

      An den kommenden Samstagen richtete er es so ein, dass er immer wie zufällig in der Nähe war, wenn Frau Wegener vom Einkaufen kam. Spätestens beim dritten Mal musste es ihr aufgefallen sein, dass da mehr als Zufall im Spiel war, aber sie sprach ihn nie darauf an. Als der Herbst sich dem Ende zu neigte und das Wetter zunehmend ungemütlicher wurde, hatte es sich so fest gefügt, dass Martin Frau Wegeners Einkäufe ins Haus trug. Sie klingelte ihn sogar runter, wenn er einmal nicht da stand, wenn sie kam. Er verbrachte dann auch hin und wieder Zeit in ihrer Wohnung und sie plauderten bei einer Tasse Kaffee. Frau Wegener beklagte die Respektlosigkeit der heutigen Jugend ihren Lehrern gegenüber und wie gern sie manchmal die Vollmacht hätte, sich mit ihren eigenen Mitteln durchzusetzen. Auf die Frage, was das denn für Mittel wären, schwieg Frau Wegener bedeutungsvoll lächelnd. „Das werde ich dir zu gegebener Zeit vielleicht mal zeigen.“

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      Fragen sind niemals indiskret, nur Antworten sind es zuweilen.
      - Oscar Wilde -

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      30. November

      Schließlich kam der Tag, der Martins Beziehung zu Frau Wegener auf eine neue Ebene brachte. Es war Montag, der 30. November, und Martin kam am frühen Abend nach Hause. Als er die Treppe hochging und seinen Wohnungsschlüssel aus der Tasche holte, fiel sein Blick auf etwas, das an seiner Tür hing. Verdutzt verlangsamte er seinen Schritt. Es war eine große Papiertüte, die an der Türklinke hing. Er nahm sie vorsichtig ab und schaute hinein. Es schien ein Adventskalender zu sein. Er nahm die Tüte mit in seine Wohnung und stellte sie auf den Couchtisch. Neugierig nahm er sich nun den Inhalt des Beutels genauer vor. Es war augenscheinlich einer jener Adventskalender, die man selbst befüllen und gestalten konnte. Einer von der Art, die man an die Wand hängen kann und die gewöhnlich mit Schokolade gefüllt sind, nur dass dieser etwas dicker war, dafür aber recht leicht. Und die Illustration war wahrscheinlich von Frau Wegener persönlich gestaltet worden.

      Es zeigte ein altertümliches Klassenzimmer mit Holzbänken, wie sie wohl vor 100 Jahren üblich waren, und eine gouvernantenhaft aussehende Lehrerin mit strengem Dutt, langem, hochgeschlossenem dunklen Kleid, einer recht auffälligen Brille und … einem Rohrstock in der rechten Hand, dessen anderes Ende in ihrer offenen linken Hand ruhte, während sie halb hinter einem antiquierten Stehpult stand. Diese Szenerie war in Form einer kolorierten, fotorealistischen Zeichnung gestaltet worden. Aber Martin sah genauer hin. Diese strenge Dame sah aus wie … Frau Wegener! Kein Zweifel. Sie musste ein Foto von sich für dieses Bild verwendet haben. Warum ausgerechnet so eine Szene? Martin kannte diese Art von Bildern, hatte sie sich selbst schon oft aus dem Netz gesaugt und auch diesmal zeigte das Betrachten die gewohnte, für ihn jedoch immer noch rätselhafte Wirkung. Ein aufregendes Kribbeln im Bauch und eine gewisse physische Reaktion weiter unten. Aber diesmal war es intensiver. Kein anonymes, virtuelles Bildchen aus dem Internet. Etwas Reales. Ein Geschenk von einer Dame, die unter ihm wohnte und selbst eine echte Lehrerin war, seine eigene, ehemalige Lehrerin!

      Minutenlang starrte er das Bild an. Was wollte sie ihm damit sagen? Verwirrt fiel ihm ein Briefumschlag auf, der auf dem Tisch lag und wohl aus dem Beutel gerutscht sein musste. Er war zugeklebt, aber unbeschriftet. Martin öffnete ihn und fand eine kurze Nachricht darin:

      Ich hoffe, mein Adventskalender gefällt dir.
      Morgen darfst du das erste Türchen öffnen.


      S. Wegener

      Mehr stand da nicht. Frau Wegener hatte ihm einen selbstgemachten Adventskalender geschenkt. Wow! Er überlegte, ob er gleich runtergehen sollte, um sich zu bedanken. Aber nach einem Blick auf die Uhr entschied er, dass es schon zu spät war, um Frau Wegener heute noch zu stören. Also trug er den Kalender ins Schlafzimmer und suchte einen angemessenen Platz. Später im Bett fiel sein Blick immer wieder auf den Kalender, auf das Bild. Dieses Bild und die Umstände, wie er es bekommen hatte, heizten seine Fantasie ungeheuer an, so dass es unvermeidlich blieb, sich heute Abend noch, unter der Decke, Erleichterung zu verschaffen. Danach hatte er allerdings das beschämende Gefühl, als würde die „Kalenderlehrerin“ ihm tadelnde Blicke zuwerfen. In seinen Fantasien, die sich in den letzten Wochen fast ausschließlich um Frau Wegener gedreht hatten, ging es allerdings nie um Sex in irgendeiner Weise. Es war einfach ihre Erscheinung, ihre Präsenz, die ihm weiche Knie machte und ihn an ihren Lippen hängen ließ, ihrer Stimme lauschend, DIESER Stimme, und jedem ihrer Worte folgend, blind folgend …

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      - Oscar Wilde -

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      1. Dezember

      Martin wachte früh auf, noch vor dem Wecker. Der Kalender! Er durfte das erste Türchen aufmachen! Was da wohl drin war? Er war sofort hellwach und machte Licht. Aufgeregt nahm er den Kalender in die Hand und öffnete das Türchen mit der 1, das er gestern natürlich schon gefunden und betrachtet hatte. Es war unten links auf einer der Holzbänke. Wie es wohl wäre, in so einer Bank sitzen zu müssen? Martin verdrängte den Gedanken der in ihm schon wieder ein Kribbeln auslöste. Er öffnete vorsichtig das Türchen. Es war etwas Zusammengefaltetes dahinter. Ein Blatt Papier, das er vorsichtig glattstrich, um den Text darauf lesen zu können:

      Guten Morgen Martin!

      Ich habe dir diesen besonderen Kalender geschenkt, weil ich glaube, dass du der Richtige dafür sein könntest. Du hast keine Schokolade oder dergleichen zu erwarten, aber etwas Besseres, dessen Wert du, so hoffe ich, bald sehr zu schätzen wissen wirst.

      Du wirst jeden Tag eine kleine Aufgabe vorfinden, erfüllst du sie, darfst du am nächsten Tag ein weiteres Türchen öffnen. Wenn du eine Aufgabe nicht erfüllen möchtest, kannst du mir den Kalender jederzeit nach unten bringen und das Spiel ist vorbei. Scheue dich nicht das zu tun. Ich bin in keinem Fall verärgert oder böse auf dich. Wir trinken einfach einen Kaffee zusammen wie bisher. Wenn du aber alle Aufgaben erfüllst, alle meine Türchen öffnest, dann wird es nicht mehr so sein wie vorher zwischen uns.

      Der Kalender ist gleichsam ein Test, eine Prüfung. Wenn du sie bestehst, bist du auch bereit für das, was danach kommt. Hab Vertrauen. Deine heutige Aufgabe besteht nur darin, darüber nachzudenken, ob du morgen ein weiteres Türchen öffnen willst oder mir den Kalender heute bis 20:00 Uhr zurückgibst.

      Ich bin gespannt.

      S. Wegener

      Martin las den Brief zweimal durch, bevor er ihn auf den Tisch legte, sprachlos. Sein Herz klopfte und sein Kopf schwirrte. Was bedeutete das? Ein Test, eine Prüfung, wofür? Was wartete da am Ende? Puuuh, ihm war plötzlich so warm. Er war so in Gedanken versunken, dass er fast die Zeit vergessen hätte. Trotz allem musste er ja zur Arbeit, also zusammenreißen. Er hatte ja noch den ganzen Tag Zeit über diese Geschichte nachzudenken. Und das tat er natürlich auch. Das heißt, er war sich eigentlich schnell sicher, dass er sich auf dieses Spiel einlassen würde. Zu groß war seine Neugier. Das Kribbeln im Bauch, das die Gedanken an Frau Wegener auslösten, trieb ihn zu seinem Entschluss an. Er konnte sich kaum auf seine Arbeit konzentrieren. Es fühlte sich an, als wäre er verliebt und doch irgendwie anders.

      Als er abends nach Hause kam, blieb er vor Frau Wegeners Wohnungstür stehen und überlegte, ob er klingeln sollte, um sich für den Kalender zu bedanken und ihr mitzuteilen, dass er das Spiel mitmachen würde. Aber plötzlich hatte er das Gefühl, dass es besser wäre, sich einfach an die Regeln zu halten und Frau Wegeners Anweisungen genau zu befolgen. Also ging er in seine Wohnung und ließ den Abgabetermin um 20:00 Uhr verstreichen, um ihr so zu zeigen, dass er bereit für ihre Prüfung war. Allerdings war er nun noch aufgeregter, was hinter dem 2. Türchen wartete, als gestern bei dem ersten.

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      2. Dezember

      Am nächsten Morgen öffnete Martin mit klopfendem Herzen das 2. Türchen. Wieder ein zusammengefaltetes Briefchen:

      Guten Morgen Martin!

      Schön, dass du den Kalender noch hast. Es freut mich, auch wenn ich es erwartet habe. Was mich noch mehr freuen würde, wäre, wenn du deiner Lehrerin heute Abend bei Stiefelpflege behilflich sein würdest.

      Wenn du heute nach Hause kommst, findest du vor meiner Tür meine braunen Lederstiefel. Sie müssten dringend einmal geputzt werden. Du darfst sie mit in deine Wohnung nehmen und mir bis 22:00 Uhr wieder vor die Tür stellen, pikobello sauber natürlich! Ich bin bei dieser Aufgabe noch nicht so streng mit dir. Wenn du sie nicht erfüllen möchtest, bedeutet das diesmal nicht den Abbruch deiner Prüfung, aber du kannst dir ein Fleißbienchen damit verdienen.

      S. Wegener

      Ui, Stiefel putzen? Schuheputzen allgemein war etwas, dass Martin nur nach Bedarf machte und damit eher selten und lustlos. Aber hier hatte er die Gelegenheit Frau Wegeners Stiefel, die ihm so gut gefielen, ganz aus der Nähe zu sehen und zu berühren. Davon mal abgesehen konnte er Frau Wegeners Wunsch unmöglich ablehnen. Er freute sich jetzt schon auf heute Abend, aber vorerst musste er leider zur Arbeit. Es würde heute wohl wieder ewig dauern bis zum Feierabend. Aber er kam. Endlich!

      Schnell nach Hause, mit den Schmetterlingen im Bauch. Wieso eigentlich Schmetterlinge? Er würde die Schuhe seiner Nachbarin putzen, die auch noch seine Ex-Lehrerin war. Jeder normale Typ hätte ihm einen Vogel gezeigt und er hatte deswegen Schmetterlinge im Bauch? Was stimmte mit ihm eigentlich nicht? Und wie kam Frau Wegener darauf, dass er es überhaupt in Erwägung zog, sich auf dieses verrückte Spiel einzulassen? Stimmte mit ihr auch was nicht? Mhh, … wenn mit ihnen beiden etwas nicht stimmte? Auf jeden Fall wollte Martin erfahren, zu welchem verheißungsvollen Ende das alles führen würde. Er war bereit für dieses Abenteuer und betrat soeben den Hausflur.

      Vorsichtig und gespannt spähte er um die Ecke, hinter der sich Frau Wegeners Wohnungstür befand, und tatsächlich: Da standen ihre rehbraunen Lederstiefel, die sie seit einigen Wochen trug, seit das Wetter schlechter geworden war. Wieder überlegte er, ob er mal klingeln sollte, aber irgendwie war er befangen geworden im Umgang mit seiner Nachbarin, seit sie ihm diesen Kalender geschenkt hatte. Irgendetwas hatte sich verändert und er fühlte instinktiv, dass es falsch wäre, irgendetwas anderes zu tun als das, was Frau Wegener ihm mit ihren Nachrichten auftrug. Etwas würde zerstört werden. Etwas, das Martin gerade sehr genoss. Genauer konnte er es nicht beschreiben. Also klingelte er wieder nicht, sondern nahm fast schon ehrfürchtig, zumindest aber sehr respektvoll, die Lederstiefel und trug sie in seine Wohnung hoch.

      Er legte eine Zeitung unter und stellte sie im Wohnzimmer auf dem Boden ab. Dann ging er erstmal duschen, sich umziehen und schließlich machte er sich noch etwas zu essen. Dann endlich holte er das Schuhputzzeug und setzte sich vor den beiden Stiefeln auf den Boden. Er betrachtete sie eingehend und in Ruhe. So dreckig waren sie gar nicht, ein paar wenige Schlammspritzer. Das würde nicht lange dauern. Dann wollte er sie mit Lederfett einreiben, oh ja … es würde sein, als würde er Frau Wegener die Füße massieren. Was für eine aufregende Vorstellung. Irgendwie fühlte es sich sehr intim an, ihre Stiefel zu berühren. Das lag vermutlich auch daran, dass sie gut eingetragen waren, „Charakter“ besaßen. Sie dufteten nicht nur nach Leder, sondern auch nach ihr, zumindest bildete er sich das ein. Zärtlich strich er mit den Fingern über das Leder und verteilte das Lederfett. Spontan hatte er sich dazu entschlossen, keinen Lappen für das Auftragen zu verwenden. Er wollte ihre Form spüren und genoss die Vorstellung, dass Frau Wegener Gefallen an dieser Behandlung finden würde. Seine Erregung gab ihm das unerklärliche Bedürfnis vor, diese Stiefel zärtlich zu küssen. Aber als seine Lippen nur noch wenige Zentimeter von den Stiefelspitzen entfernt waren, besann er sich der Abstrusität dieser Situation und gewann die Kontrolle über sich zurück.

      Was war nur los mit ihm? War er etwa so ein Fetischist oder gar pervers? Frau Wegeners Stiefel erregten ihn, unzweifelhaft. Verdammt. Hatte sie das etwa gewusst? Woher? Alles was sie tat, sagte oder von ihm verlangte schien ihn zu erregen. Hatte sie ihn verhext? Es fühlte sich so an. Er spürte, dass sie ihn in der Hand hatte. Keine Ahnung, wie sie das machte, aber er war sich ziemlich sicher, dass er jede Aufgabe aus dem Kalender erfüllen würde, ob sein Verstand das wollte oder nicht. Es gab einen einflussreicheren Bereich in seinem Gehirn, auf dem Frau Wegener offenbar virtuos zu spielen verstand.

      Er nutzte die Zeit, die Frau Wegener ihm gegeben hatte, voll aus. Er mochte sich gar nicht von ihren Stiefeln trennen, aber selbstverständlich wollte er sie auch nicht warten lassen, und so erhob er sich seufzend und betrachtete die nun glänzenden Stiefel, die er natürlich nochmal mit einem Wolllappen poliert hatte. Er ließ sich nun doch noch zu einem verstohlenen Kuss auf sein Werk hinreißen und sah sich dann um, als ob in seiner Wohnung die Gefahr bestünde, dass er beobachtet würde, was natürlich albern war. Dennoch hatte er das merkwürdige Gefühl einer wohlwollenden Präsenz im Zimmer. Die Stiefel! Ihm schien, als würden die Stiefel seine Aufmerksamkeiten wohlwollend genießen. Oder war es doch ihre Besitzerin?

      Oh! Gleich 22 Uhr! Jetzt aber schnell die Stiefel wieder ordentlich vor Frau Wegeners Tür abstellen. Er blieb noch so lange im Dunkeln oben an der Treppe stehen, bis er hörte, wie kurz nach 22 Uhr unten die Tür aufging und Frau Wegener ihre Stiefel hereinholte.

      Glücklich lag er wenig später im Bett und fragte sich, was er morgen wohl für eine Aufgabe bekäme.

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      - Oscar Wilde -

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      3. Dezember

      Ein neuer Tag, ein weiteres Türchen. Martin konnte es kaum erwarten zu erfahren, was wohl diesmal auf ihn wartete. Es war wieder ein Briefchen, soweit so bekannt.

      Guten Morgen Martin!

      Heute möchte ich dir ein bisschen etwas erzählen, über diesen Kalender, über mich.

      Ich bin mit Herz und Seele Lehrerin. Das wollte ich schon immer sein. Die meisten Lehrer würden wohl behaupten, dass sie es als ihre Berufung ansehen, jungen Menschen Wissen zu vermitteln. Natürlich.

      Aber bei mir gab es da noch einen anderen, tieferen Grund. Ich wollte vor allem Werte vermitteln. Werte wie Respekt, Anstand und ja, auch Gehorsam gegenüber der erfahrenen Autorität.

      Ich träumte von einer Klasse für die ich, nun ja … Davon werde ich dir später noch erzählen, wenn du dann immer noch brav meine Türchen öffnest.

      Was ich sagen will, ist, ich schätze es über alle Maßen, wenn meine Schüler mir gegenüber den gebührenden Respekt zeigen und meinen Anweisungen gehorchen. Leider findet man das immer weniger, um nicht zu sagen überhaupt nicht mehr. Vielleicht bin ich da einfach zu unmodern, aber als ich dich dann hier so überraschend wiedergetroffen habe, erinnerte ich mich an die Zeit, als du mein Schüler warst, und daran, dass du immer sehr höflich und zuvorkommend warst.

      Ich möchte sehen, ob das immer noch so ist und du die Erfahrung deiner Lehrerin auch heute noch zu schätzen weißt.

      In den nächsten Tagen werde ich dir einige Verhaltensregeln beibringen, die ich für sinnvoll halte. Ich bin gespannt, ob du schön fügsam bist.

      Und jetzt wünsche ich dir einen erfolgreichen Tag.

      S. Wegener

      Oha. Martin konnte sich erinnern, dass es in Frau Wegeners Stunden keinen Unfug gab. Selten wagte es jemand, seine Hausaufgaben nicht vorzeigen zu können, und es wurde nicht geschwatzt. Und wenn doch, dann knallte das lange Tafellineal auf den Tisch, so dass alle zusammenfuhren und Frau Wegener erschrocken ansahen. Sie war auch die einzige Lehrerin gewesen, die besonders renitente Unruhestifter noch in die Ecke gestellt hatte. Keiner der anderen Lehrer hätte das durchsetzen können, aber bei Frau Wegener wagte seltsamerweise niemand einen Widerspruch, obwohl sie zu den jungen Lehrerinnen gehörte, die ja oft Probleme hatten, sich in den Klassen Respekt zu verschaffen.

      Offenbar stieß aber selbst sie bei den heutigen Schülern an ihre Grenzen und ihre Begegnung hatte sie vielleicht an die „guten alten Zeiten“ erinnert. Wollte sie ihn jetzt etwa nochmal „einschulen“? Verrückte Idee. Martin lachte kurz, aber dieser Gedanke sollte sich bei ihm festsetzen.

      An diesem Abend dachte er viel nach über seine seltsamen Gefühle für Frau Wegener nach. Das Bild war konkreter geworden seit ihrer letzten Offenbarung. Er spürte, dass es das war, was ihn so fesselte. Frau Wegener war eine besondere Lehrerin und eigentlich hatte er nie aufgehört ihr Schüler zu sein. Spätestens seit ihrer Wiederbegegnung war das klar, aber erst jetzt begriff er es langsam. Mit einem etwas mulmigen Gefühl schlief er diesmal ein.

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      - Oscar Wilde -

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      4. Dezember

      Etwas unruhig öffnete er am nächsten Morgen das 4. Türchen.

      Guten Morgen Martin!

      Nun wird es langsam ernst. Du hast bisher nicht abgebrochen, was mich sehr freut. Nun will ich sehen, wie ernst du es meinst.

      Du wirst dir heute ein Schulheft kaufen, liniert, DIN A4.

      Ab sofort wirst du jeden Abend ein paar Zeilen über deinen Tagesablauf schreiben, was du so gemacht hast. In einer ordentlich lesbaren Handschrift natürlich.

      Um 20 Uhr wirst du bei mir klingeln und das Heft zur Kontrolle abgeben.

      Um 21 Uhr wirst du es wieder bei mir abholen, bewertet und möglicherweise mit einem Kommentar oder einer Anweisung versehen. Dieser ist natürlich Folge zu leisten.

      Ich hoffe, du bist reif genug, dies nicht als Schikane zu empfinden. Dir sollte bewusst sein, dass alle meine Anordnungen nur zu deinem Besten sind und daher auch mögliche Bestrafungen, solltest du mir nicht gehorchen.

      Vertraue auf meine Erfahrung.

      Bis heute Abend!

      S. Wegener

      Martin überlegte, wie er diesen Brief bewerten sollte. Ein Tagebuch führen? Tägliche Berichte? Einerseits scheute er den Arbeitsaufwand, andererseits fand er auch, dass das doch sehr private Informationen waren, die er da preisgeben sollte. Er würde Frau Wegener ja seinen kompletten Alltag offenlegen. Was hatte sie mit diesem Wissen vor? Er sollte ihr vertrauen?! Konnte er das?

      Martin grübelte den ganzen Tag über die Angelegenheit. Er zog sogar in Betracht, alles abzubrechen und Frau Wegener den Kalender heute Abend mit einer höflichen Entschuldigung zurückzugeben. Selbst auf dem Heimweg war er noch hin- und hergerissen, bis er am Schreibwarengeschäft vorbeiging und ein liniertes Schreibheft kaufte.

      Zu Hause angekommen, legte er es erstmal auf den Couchtisch und ging seinen gewöhnlichen allabendlichen Beschäftigungen nach, bis er schließlich auf der Couch landete und sich nun ernsthaft überlegen musste, was er in dieses Heft schrieb. Was genau erwartete Frau Wegener? Ziemlich unsicher schlug er das Heft auf und setzte oben rechts schon mal das heutige Datum ein. Dann tippte er nervös mit dem Stift auf der Seite herum und suchte nach dem Anfang. „Ein paar Zeilen über deinen Tagesablauf“, las er noch mal Frau Wegeners Anweisung. Vielleicht sollte er tatsächlich einfach erstmal nur seinen normalen Tagesablauf aufschreiben. Wann er aufstand, aus dem Haus ging, Mittagspause machte, etc. Frau Wegener würde ihm wohl mitteilen, wenn sie nicht zufrieden damit war.

      Und so fasste er seinen heutigen Tag in profanen, sachlichen Worten zusammen und brachte ihn, chronologisch geordnet, zu Papier. Es dauerte doch ein bisschen länger als gedacht und so war es schon zehn Minuten nach 20 Uhr, als er unten klingelte, um seinen Bericht abzugeben.

      Frau Wegener öffnete die Tür und sah ihn missbilligend an. Sie hatte trotz der abendlichen Stunde ihr strenges Kostüm an, das sie gewöhnlich in der Schule trug. Demonstrativ sah sie auf ihre Armbanduhr und hob eine Augenbraue. Martin war so verblüfft über ihr Erscheinungsbild, ihr verändertes, sehr streng gewordenes Wesen, dass er kein Wort hervorbrachte, sondern ihr nur nervös und unsicher und mit fast zittriger Hand sein Heft entgegenstreckte.

      Sie machte keine Anstalten es ihm abzunehmen, sondern sagte in sehr ungehaltenem Tonfall:
      „Guten Abend, sagt man und eine Entschuldigung wäre wohl auch angebracht, meinst du nicht?“
      Völlig verdattert wurde Martin bewusst, wie dämlich er wirken musste und wie unangemessen er sich verhielt.
      „Guten Abend, Frau Wegener. Es tut mir leid, ich war irgendwie … überrascht.“
      Sie musterte ihn über den Rand ihrer Brille hinweg.
      „Und welche Entschuldigung hast du für deine Verspätung?“
      Martin sah etwas betreten auf das Heft in seiner Hand.
      „Keine“, murmelte er und ließ die Hand sinken. Er war irritiert und mit der Situation überfordert. Ja er fühlte sich wie ein kleiner Junge, wie damals, wenn er keine Hausaufgaben gemacht hatte und von Frau Wegener erwischt worden war.
      „Na, ich sehe schon, das wird noch ein hartes Stück Arbeit“, seufzte sie fast etwas zu theatralisch und machte eine ungeduldige Geste mit den Fingern ihrer ausgestreckten Hand, um ihn aufzufordern, ihr das Heft auszuhändigen. Martin reichte es ihr, einigermaßen erleichtert und entschuldigte sich abermals für seine Verspätung.
      „Ich erwarte in Zukunft strikte Pünktlichkeit. Dein Fleißbienchen“, sie warf einen Blick auf die Stiefel, die neben ihr im Flur standen, und die Spur eines Lächelns flog über ihre Lippen, „muss ich nun leider schon wieder löschen. Sei wenigstens pünktlich um 21 Uhr wieder hier.“
      „Ja, natürlich, Entschuldigung nochmal“, nickte Martin geknickt und wartete bis Frau Wegener ihre Wohnungstür geschlossen hatte, bevor er wie ein begossener Pudel nach oben trottete.

      So hatte er sich das nicht vorgestellt. Warum war sie plötzlich so streng? Er tat sein Bestes, um ihren Anweisungen nachzukommen, und das der Dank? Er hatte sich extra ein Heft gekauft, sich hingesetzt und seinen Tagesablauf aufgeschrieben, seinen Feierabend dafür geopfert! Naja, einen Teil seiner Freizeit zumindest. Er hätte doch zumindest etwas Anerkennung dafür erwarten können, oder? Martins Stimmung schlug in Trotz um. Er nahm sich vor, sich nachher nicht so einschüchtern zu lassen. Schließlich war Frau Wegener nicht mehr seine Lehrerin, sondern seine Nachbarin und dieses Spiel beruhte auf seiner freiwilligen Teilnahme. Er hatte es doch gar nicht nötig, sich irgendeiner Prüfung zu unterziehen.

      Mit solcherart Gedanken fütterte er seinen Widerstandswillen bis es kurz vor 21 Uhr war und das mulmige Gefühl wieder die Oberhand gewann. Er nahm sich zwar vor, jetzt gleich ganz selbstbewusst runterzugehen, das Heft abzuholen und bei etwaiger Kritik daran, Frau Wegener seine Meinung zu sagen.

      Aber mit jeder Treppenstufe weniger, die zwischen ihm und ihrer Wohnungstür lag, sank sein Mut. Als er schließlich vor ihrer Tür stand, traute es sich kaum zu klingeln. Aber es war an der Zeit und er wollte sich nicht gleich wieder verspäten, also klingelte er. Es verstrichen einige zähe Sekunden, dann öffnete sich die Tür einen Spalt und er hörte Frau Wegeners bestimmende Stimme, während sie sich anscheinend in ein Zimmer begab.

      „Komm rein und mach die Tür hinter dir zu.“


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