Wie erkläre bzw rechtfertige ich den BDSM-Lifestyle?

      Beitrag von Cagna ()

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      Beitrag von Zofe ()

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      Beitrag von Simon Herbstsonne ()

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      Cagna schrieb:

      Meine Frage dazu is, wie würdet ihr das jemandem erklären / beschreiben der keine Ahnung davon hat?
      Erklären ist ja ganz gut und okay. Rechtfertigen ? Nein, warum sollte ich ?
      Eine BDSM Beziehung unterscheidet sich von einer normalen Beziehung nur darin das diese Beziehung BDSM Elemente beinhaltet.
      Das ist auch vollkommen normal. Wie manche bestimmte Vorlieben bei Ihrer Partnerwahl haben, z.B. Blondinen etc. beläuft sich
      eben meine Vorliebe auf diverse Praktiken.
      So wie manche eben von Ihren geheimen Wünschen träumen, habe ich es mir zum Ziel gesetzt, diese eben auch Umzusetzen sofern möglich.
      Warum ich mich dafür keineswegs rechtfertigen muss ist ganz einfach:
      Würde man eine Rechtfertigung von jemanden verlangen wenn er etwas macht das Ihn glücklich macht, ohne das er dabei anderen Schadet ?

      Auf die Frage des Warum's müsste man auch jeden Extremsportler fragen warum er mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug springt, oder einen Freeclimber
      warum er ohne Sicherungsseil klettert. Die Antwort wird immer dieselbe sein, dass es der Person von nutzen ist. Ob nun Körperlich,seelisch oder Geistig.
      Ich hörte Sie sagen, die Macht ist mit dir !

      Cagna schrieb:

      Schonmal vielen Dank für die starke Beteiligung.
      [...] Natürlich soll jeder Leben lassen und gelassen werden, wonach eine "Rechtfertigung" sich erübrigt, hat aber für mich dann wiederum etwas mit stolz zu tun diese Fremd-Assoziation nicht auf mir sitzen lassen zu wollen. Oder der Unfähigkeit die Sache einfach links liegen zu lassen und die Leute denken zu lassen was sie wollen. :whistling:
      Daher der schlecht formulierte Drang das ganze aufgedröselt haben zu wollen. Zu erklären wie vielschichtig und Tiefgründig das ganze sein kann wenn man sich drauf einlässt und wie viel mehr dahinter steckt als nur Peitschenhiebe und "Erniedrigung"
      Also erstens, du musst hinnehmen dass Leute nicht das denken was du denkst. Das wird dir noch öfters passieren.

      Das zweite ist dann das es auf mir befremdend wirkt zu hören dass du denkt den Leuten irgendwie erklären zu können / sollen / dürfen wie es laufen soll. Also ich wünsche mir nicht besonders viel Details von die meiste meiner Freunden ihre Schlafzimmeraktivitäten. Darüber ausgiebige Diskussionen führen zu müssen weil einen von den meint dass er/sie mir belehren soll über sein/ihr bestimmte Fetisch ist schon mal gar nicht hinnehmbar. Das sind einfach Themen die nicht zur Diskussion geeignet sind, und wenn jemand meint sie/er muss darüber so offen sein wird das nicht als Offenheit sondern als störender Exhibitionismus bzw Eindringlichkeit erfahren. Deine offene Art könnte da genau das falsche sein für viele Leute.

      (Bitte keine privaten Details ins Forum tragen)


      Vielleicht könntest du sie beibringen wieso Deep Space 9 die beste Star Trek Serie ist. Das ist weniger kontrovers, du kannst Beispiele einfach direkt von Youtube streamen und du musst keiner all zu tief in den Schlafzimmer gucken während das Gespräch.
      Hitting rock bottom teaches you lessons climbing mountains never could.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MatKon ()

      Wenn du es nicht nach außen trägst, musst du dich doch auch nicht dafür rechtfertigen. Wie einige meiner Vorredner schon erwähnten, möchte nicht jeder wissen was hinter anderen Schlafzimmertüren vorgeht und da muss es nicht einmal um BDSM gehen.
      Du siehst die Welt nicht wie sie ist, Du siehst die Welt so wie Du bist

      Cagna schrieb:

      hat aber für mich dann wiederum etwas mit stolz zu tun diese Fremd-Assoziation nicht auf mir sitzen lassen zu wollen. Oder der Unfähigkeit die Sache einfach links liegen zu lassen und die Leute denken zu lassen was sie wollen.
      Liebe cagna,

      ich kenne das Gefühl nur zu gut. Unabhängig von meiner Neigung, hatte ich schon als sehr junger Mensch das Gefühl, mich für meine Lebensart oder meine Ansichten rechtfertigen zu müssen… Irgendwann habe ich festgestellt, dass es mir eigentlich egal war, wenn ich nicht in das begrenzte Weltbild anderer Leute passe. Meine Freunde mögen und sehen mich wie ich bin. Woher kommt also dieses Bedürfnis sich zu „erklären“. Stell Dir doch einfach mal diese Frage. Du wirst überrascht sein…

      Die Fähigkeit u.a. meine Neigung zu leben – ohne Gedanken daran, irgendwelchen gesellschaftlichen Normen, Zwängen oder Erwartungen entsprechen zu müssen, ist für mich die ultimative Freiheit. Und das ist letztendlich die Erklärung für alles was ich mag und was ich mache. Zusammengefasst in drei Worte: ICH BIN FREI. Wer das nicht versteht ist es nicht, und wird es nie sein.
      "Meine Meinung steht fest, irritiere mich jetzt bitte nicht mit Fakten!" :pardon:
      Rechtfertigen?
      Nie.
      Es ist mein Leben und da muss ich mich ausschliesslich vor mir selbst (und ggf. aufgrund der Partnerschaftsform bedingt, meinem Herrn) gegenüber rechtfertigen.

      Erklären?
      Es macht mich komplett, es lässt mich so sein wie ich bin, es gibt mir Halt, Kraft, Struktur und Ruhe, all das, was ich in der Form wie ich es brauche nicht in einer Vanillabeziehung finden kann.
      Liebe @Cagna ,

      ich erkläre und oder rechtfertige mich und mein BDSM nicht. Vor niemandem!
      Rechtfertigen oder erklären müsste ich, wenn ich (un)bewusst mir selbst keine Erlaubnis für mein BDSM geben würde.

      Ich habe meinen Freunden mitgeteilt, was für mich das schöne an einer BDSM Beziehung ist.
      Dieses für mich ungeheur tiefe einlassen, dieses Glück dienen zu dürfen, weil ich es mir erlaube, dieses absolute Ja zu mir, meinen Gefühlen und Bedürfnissen und zu Ihm. Das Vertrauen das ich uns schenke, wenn Er mich fixieren und schlagen darf und diese Intimität und Nähe und Verbundenheit, die sich dabei und danach zwischen uns entwickelt, jedes Mal noch tiefer und noch näher. Der Respekt, den ich durch mein zulassen meiner Devotion erlebe für mich selbst und für Ihn. Die tiefe Liebe zu mir selbst und meinem Sein, die entsteht, weil ich Ich sein darf.

      Meine Freunde waren anfangs erstaunt, weil ich bin ja offensichtlich dominant und lasse mir von niemandem etwas sagen :D und in meinen Vanilla Beziehungen habe ich die "Jungs" immer in die Tasche gesteckt, aber ehrlich glücklich und voller Liebe zu mir selbst bin ich erst in meiner BDSM Beziehung als Devota, weil ich mich nicht mehr verstecken muss.

      Fange ich jedoch an mich zu erklären oder zu rechtfertigen, dann gehe ich weg von meinem BDSM, von meinem Ich und dann ist bei mir Stress vorprogrammiert auch in meiner BDSM Beziehung.
      Unsere Gesellschaft ist auf Emanzipation und Feminismus programmiert plus religiöse Hintergründe. Wir wurden alle darin geschult und das macht es nicht leichter.

      Ich bin glücklich in meiner BDSM Beziehung und mehr braucht es nicht.
      Alles nur meine subjektive Meinung :)

      Beitrag von nayeli ()

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      Ich habe sehr lange Menschen beobachtet besonders im Mitteinander. Was heute BDSM ist, war früher weit verbreitet, der Unterschied ist das wer BDSM lebt, lebt es bewusst, derjenige setzt sich bewusst mit sich und dem Partner auseinander. "Normale Menschen" leben vor sich hin oder sollte man sagen wie werden gelebt? Ich habe viele Frauen beobachtet, die lieber zuhause geblieben wären als Hausfrau aber es sich nicht leisten konnten. Viele gehen arbeiten, weil es von Ihnen verlangt wird, sie müssen Taff sein egal wie devot sie sich fühlen. Sie sind sich oft nicht bewusst was sie sich wünschen oder brauchen, und wenn trauen sie sich nicht aus dem Rollenverhalten von starker Frau, die alles meistert, Job, Kinder, Haushalt und Mann.
      Diesen Menschen BDSM zu erklären, lässt ihr Weltbild einstürzen und konfrontiert sie mit sich selbst. Das funktioniert nicht in der Regel.
      Ich erkläre unser Leben nicht, da es unser Leben ist und nicht der Diskussion bedarf. Diskussion bedeutet für die meisten, das sie einen Konsens finden wollen, und da diese Menschen meistens recht haben, wollen sie an dem anderen seinem Lebensmodell absprechen ähm weg diskutieren.
      Ich finde deinen Gedanken sehr spannend allerdings ist es mir zu privat, und da Gedanken frei sind und wir eh schon anders sind, möchte ich nicht noch seltsamer sein.
      Die Frage ist auch, ob der andere einem wirklich auf Dauer so wohlgesonnen ist, wie man glaubt und ob derjenige einem dann mit dem Wissen schaden möchte.
      Ich möchte nicht Gesprächsthema sein, ich bin es eh schon, und mein Privatleben ist mein Privatleben, wir leben so wie wir wollen, und das geht niemanden was an.

      Books schrieb:

      Ich habe sehr lange Menschen beobachtet besonders im Mitteinander. Was heute BDSM ist, war früher weit verbreitet, der Unterschied ist das wer BDSM lebt, lebt es bewusst, derjenige setzt sich bewusst mit sich und dem Partner auseinander. "Normale Menschen" leben vor sich hin oder sollte man sagen wie werden gelebt? Ich habe viele Frauen beobachtet, die lieber zuhause geblieben wären als Hausfrau aber es sich nicht leisten konnten. Viele gehen arbeiten, weil es von Ihnen verlangt wird, sie müssen Taff sein egal wie devot sie sich fühlen. Sie sind sich oft nicht bewusst was sie sich wünschen oder brauchen, und wenn trauen sie sich nicht aus dem Rollenverhalten von starker Frau, die alles meistert, Job, Kinder, Haushalt und Mann.
      uiuiui hier wird aber viel durcheinander geworfen. Das was du normale Menschen nennst also nicht bdsmler ( bin ich dann eigtl unnormal?) können genauso bewusst leben so wie Bdsmler auch sehr unbewusst leben können nur irgendwelchen vermeintlichen Klischees folgend etc. Seit wann ist die Entscheidung nicht arbeiten zu wollen gekoppelt an eine devote Neigung? Ob ich berufstätig im klassischen Sinne sein möchte oder nicht sagt doch null über meine mögliche Neigung aus. Das ist doch alles sehr eindimensional und geschlechtsstereotypisch finde ich.
      Ich kann durchaus verstehen, dass man etwas sagen möchte, wenn eine abfällige Bemerkung über meine Neigung fällt.
      Ich möchte schließlich auch was sagen, wenn Menschen negative Dinge über meine Hobbys, oder zB mein Geschlecht machen.
      Ich würde auch etwas sagen, wenn Menschen abfällig über Homosexuelle reden, obwohl ich nicht homosexuell bin.
      Ich möchte mich für Toleranz einsetzen.

      Aber:
      Ich kann nicht verlangen, dass andere nachvollziehen können, wie ich mich in meiner Beziehung fühle.
      Ich möchte mein Leben nicht als besser oder schlechter als das eines Anderen beschreiben, oder jemanden von diesem Umstand überzeugen.
      Letztendlich muss ich ja auch den Lebensstil anderer anerkennen und damit akzeptieren, dass er für diese Personen evtl der best mögliche ist.

      Also würde ich sagen:
      dass es BDSMler glücklich macht ihre Neigung auszuleben zu können, da ihnen sonst etwas fehlen würde.
      Wohl fast jeder Mensch irgendwelche Dinge hat, die er besonders toll findet.
      Dass es intolerant ist etwas als schlecht zu bezeichnen, nur weil man den Lebensstil nicht teilt usw.
      Das etwas, nur weil man es nicht nachvollziehen kann, noch lange nicht krank ist usw.
      Je nach Situation und Gesprächspartner.
      Outen muss ich mich dafür nicht.
      Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

      Die Feuerzangenbowle; Heinrich Spoerl
      Wenn Du das Bedürfnis hast Dich zu erklären, erklär Dich aber habe dabei im Hinterkopf, dass es vielleicht nicht jeder verstehen wird oder manch einer sogar die Distanz sucht, manchmal mag man nicht unbedingt mit allen Details des Gegenübers konfrontiert werden.

      Aber um auf das Wie zu kommen, also zur eigentlichen Frage:
      Ich würde es da eher kurz und knapp halten. Also im Stil von "ich mag das weil es mich erfüllt", wenn dann wirklich mehr Interesse besteht kannst Du immer noch auf einzelne Dinge eingehen, mit zu viel Input überschreitet man auch schon schnell mal die Grenzen des Gegenübers.

      Ich selber habe weniger das Bedürfnis mich zu erklären, das schließt mein BDSM ein, ich bin offen für Fragen aber habe nicht das Bedürfnis mich vorab zu erklären.

      Books schrieb:

      Ich habe sehr lange Menschen beobachtet besonders im Mitteinander. Was heute BDSM ist, war früher weit verbreitet, der Unterschied ist das wer BDSM lebt, lebt es bewusst, derjenige setzt sich bewusst mit sich und dem Partner auseinander. "Normale Menschen" leben vor sich hin oder sollte man sagen wie werden gelebt?
      Sorry aber da muss ich tief Luft holen. Ich oute mich mal als kein Freund des "BDSM ist die tiefere Beziehung", die Tiefe einer Beziehung hängt von der Beziehung an sich ab aber keinesfalls von den persönlichen Neigungen. Genau solche Pauschalurteile können bei Menschen mit anderen Neigungen ganz schnell mal Ablehnung hervor rufen, kann ich sogar verstehen. Anderen Neigungen das Auseinandersetzen mit sich und der Beziehung abzusprechen ist schon harter Tobak. Manchmal tut es gut sich auch mit den Grautönen und nicht nur mit Schwarz und Weiß auseinander zu setzen.
      rechtfertigen? Niemals, mein bzw unser Leben und jeder soll Leben wie er mag.

      Unseren Freunden haben wir offen reinen Wein eingeschenkt und die waren plötzlich durch die Bank sehr interessiert und fragen dann und wann auch mal nach.
      Gerade was neues Spielzeug etc angeht :)

      Wenn Besuch da ist dem dann doch mal die ganzen Haken in der Decke auffallen, tja wir haben 3 Kinder und Schaukelwetter draussen, ist ja bei uns im Norden nicht jeden Tag.
      Was andere sonst noch so denken mögen, Wen interessierts, wir sind glücklich und das ist das wichtigste

      Ich kann Dir nur folgenden Tip geben.

      Kommt die Frage Warum BDSM oder eine solche Beziehung?

      Weil es Dich glücklich macht!
      Du empfindest dieses Leben einfach wesentlich intensiver, als wie die Frager vllt in ihrem Leben und du versteckst Dich einfach nicht.

      Klar fragten unsere Freunde auch nach, warum und wieso, gerade in Bezug was ist denn BDSM überhaupt.
      Jeder hat dort doch sofort die "perversen Bilder " im Hirn, dabei ist es doch in jeder Beziehung so, es gibt immer einen Dominaten und einen devoten Part. Vllt nicht in jeder Situation der gleiche, aber im Endeffekt ist es doch so

      So hatten wir es auch erklärt. Die Überraschung war dort dann gross, als es hies, ja ne also BDSM sowas geht ja gar nicht und wir nur meinten, aber du hast doch auch Fesseln unterm Bett, ja die habe ich, naja das ist doch auch schon BDSM, Du gibst doch die Kontrolle ab, wenn Du gefesselt bist
      Meine Frau und SUB meinte nur, weil es ihr einfach gefällt die Zügel abgeben zu können und das mit dem absoluten Vertrauen.
      Ich als der dominante in unserer Beziehung, Macht und Kontrolle über eine Person die ich über alles Liebe und niemals verletzen möchte, was mich im Endeffekt vollkommen macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dorion ()

      Nur Mal eine kleine Anmerkung am Rande ohne unhöflich sein zu wollen; Sie fragt nach Tipps und nicht ob ihr euch rechtfertigen müsst bzw. wollt? Bis jetzt hab ich selten Tipps gelesen

      Ich hab leider auch keinen gescheiten Tipp, ausser vielleicht einfach zu sagen, was du dabei empfindest...
      Die, die es nicht verstehen wollen, werden es sowieso nicht verstehen, weil sie es eben gar nicht verstehen wollen. Egal was du sagen wirst
      es gab in meinem Leben schon Situationen mit Freunden und Familie in denen ich etwas zu meinem Lebensstil sagen musste um gewisse Situationen aufzuklären. SM war hier wesentlicher einfacher nachzuvollziehen für die meisten bzw anzunehmen. Sehr schwer wird es mit DS, da es sehr abstrakt ist. Am einfachsten für beide Seiten ist es keinen Bezug zu BDSM herzustellen, da gibt es zu viele Bilder in den Köpfen. In dem man zB erklärt, dass halt der Partner/in die Entscheidungen trifft, weil es ihr/ihm leichtr fällt und immer fürsorglich die Bedürfnisse des anderen im Blick hat. Das man ( als Sub) so entspannter ist und sich geborgen fühlt etc. Kein "gewaltvolles" Vokabular benutzen, wie Machtgefälle, Unterwerfung, Beherrschen usw.
      Ich hatte ein, zwei Situationen in denen es mir wichtig war, dass mein Gegenüber versteht, dass ich konkrete BDSM ausübe, das waren aber Personen, denen ich zutraue, unvoreingenommen ( und Voreingenommenheit muss keine böse Absicht haben!) mir und dem Thema zu begegnen. Hier habe ich mit einem kleinen Brocken angefangen ( zB in dem ich eine Begrifflichkeit wie female lead relationship) in das Gespräch gebracht habe und entweder entsponn sich daraus was oder ich habe das Gespräch so auslaufen lassen, dass es zumindest klar für den anderen ist , dass er nachfragen darf.
      Da du ja explizit nach Tipps fragst, hier mal ein paar von mir wie ich es mache wenn die Sprache darauf kommt :)

      Recht offen geh ich immer damit um. Wer mich näher kennt weiß, wie und was ich lebe. Häufig kommen dann Fragen auf, die ich gerne beantworte. Ich lasse die Leute auf mich zu kommen, eine gezielt eingeworfene Bemerkung führt oft dazu ihre Neugier zu wecken.

      Meine Tipps:
      • lass sie auf dich zukommen
      • fange deine Erklärungen mit etwas wie "ich persönlich..." oder "meine Erfahrung ist..." an
      • verallgemeinerte Aussagen wie "...es ist eine tiefer gehende Art der Beziehung..." würde ich vermeiden, da sie dazu führen könnten, dass andere sich angegriffen fühlen könnten und meinen, sich und ihre Lebensart verteidigen/rechtfertigen zu müssen
      • versuch gar nicht erst dich zu rechtfertigen, das führt nur zu Frust auf beiden Seiten und die Fronten verhärten sich schnell. Manche können oder wollen gar nichts näher beleuchten was nicht in ihr Weltbild passt. Lass sie lieber mit einem Lächeln und einem "...wie du meinst" stehen und geh damit endlosen Diskussionen aus dem Weg.


      Ich hoffe, es ist etwas dabei für dich :blumen:
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren

      GreenBlueEyes schrieb:

      Die, die es nicht verstehen wollen, werden es sowieso nicht verstehen, weil sie es eben gar nicht verstehen wollen. Egal was du sagen wirst
      eben drum......darum würde ich auch immer mehr betonen wollen, daß ich so lebe - ganz selbstbestimmt - es sicherlich anders ist......als vielleicht bei der Mehrheit - ich aber so leben will und glücklich bin. Mein Leben ist damit ja nicht schlechter ...ganz im Gegenteil! und das zählt für mich.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      @newbarbie ich versteh was du meinst..
      Ich bin halt der Meinung, die Kommunikation oder die Erklärungen sind von Mensch zu Mensch verschieden. Der eine braucht Fakten, der andere braucht Emotionen, wieder ein anderer braucht ne wissenschaftliche Abhandlung um ihn/sie abholen zu können.
      Ich versteh, dass es deshalb schwierig ist irgendwelche Tipps reinzustellen. Aber was ich eigentlich sagen wollte ist; am authentischsten kommt es rüber, wenn man aus dem Herzen spricht, die einen verstehen es, die anderen akzeptieren es und eine handvoll wird beides nicht machen.