Bist du nicht devot/dominant, dann will ich dich nicht....

      Bist du nicht devot/dominant, dann will ich dich nicht....

      Und was ist dabei mit der Liebe?

      Kennt das Jemand, dass er/sie nur mit einem devoten/dominanten Menschen zusammen sein kann? Ist es in dem Falle so, dass man den Gegenüber nicht ehrlich liebt oder, dass man sich selbst einfach mehr liebt?

      Ist es eine romantisch, verklärte Sicht, dass man aus wahrer Liebe auf D/s verzichten bzw dies einschränken würde, möchte, wollte?

      Überspitzt, mit dir kann ich nicht leben, weil du rote Haare hast?

      Meinungen, Ansichten Eurerseits dazu wären schön, auch bezüglich der Liebe in diesem Kontext.

      Viele Grüße :)
      Alles nur meine subjektive Meinung :)
      Die Frage ist eher, ob die Beziehung funktioniert. Eine Beziehung mit einer dominanten Person, die erwartet, dass ich mich unterordne würde nur ständig eskalieren. Irgendwann hilft dann auch die Liebe nichts mehr, weil mit jedem Streit o.ä. ein Stückchen kaputt geht. Wäre mein aktueller Partner devoter wär manches für uns einfacher oder schneller geklärt, aber da wir uns lieben finden wir Wege. Das setzt aber voraus, dass man noch mehr zusammen an der Beziehung arbeitet und den anderen versteht, wie er funktioniert ( und nachsichtig ist). Liebe kann vieles kompensieren aber nicht alles und ich finde es auch ok, da mit einer grossen Portion Realismus an die Partnersuche zu gehen.
      Dies Gespräch hatten wir vor einiger Zeit.
      Ich hätte mit vielen Beziehungen in meinem Leben viel Glück gehabt. Trotzdem fehlte mir irgendwas, von dem ich aber nicht wusste, was es war.
      Heute bin ich in einer Liebesbeziehung mit sehr großen Anteilen BDSM.
      Sollte diese Beziehung mal beendet werden- hoffentlich nie - werde ich wohl nie eine neue Beziehung ohne BDSM führen wollen und werden.
      Die andere Frage wäre, wenn sich dieser Anteil bei ihr verflüchtigt.
      Nein.Ich würde sie nicht verlassen,weil ich sie liebe. Aber ich würde dann offen mit ihrer Zustimmung eine neue Sub suchen.
      Das Leben ist endlich. Ich möchte nicht meine Lebenszeit vergeuden, um auf etwas zu verzichten, was ich kennengelernt habe.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Es ist ja ausdrücklich nach Meinungen gefragt, von daher...
      (Opinions are like assholes: Everybody has one)

      Ich würde keine Beziehung zu jemandem eingehen, der nicht submissiv ist oder dies in unserer Beziehung nicht wäre.

      Aber...

      Menschen verändern sich im Laufe der Zeit und folglich auch die Beziehungen die wir führen. Wenn meine Partnerin sich im Laufe der Zeit nun also aus der Rolle meiner Sub fortentwickeln würde, dann wäre das allein sicher noch kein Trennungsgrund.
      Vorallem wäre es kein Trennungsgrund, weil ich in meiner Beziehung meine Partnerin wachsen und sich entwickeln sehen will. Wenn genau das dann eintrifft kann ich mich ja wohl kaum beklagen?
      Wenn es also sonst nix zu meckern gibt...?
      We like to think we're the Roadrunner, but we're the Coyote.
      Hallo @nayeli!

      Ich bin der Meinung, man muss das nicht unbedingt moralisch bewerten, ob jemand sein "Beuteschema" auf gewisse optische Reize oder Charaktereigenschaften eingegrenzt.

      Wenn du für dich bemerkt hast, dass du nunmal nicht warm wirst mit einem Partner, der nicht dominant/devot ist, dass dir das eben fehlt, weil es ein ganz wichtiges Element ist, warum solltest du Abstriche machen?

      Neben der Romantik gibts doch durchaus auch andere Faktoren, die eine Beziehung braucht, um langfristig für beide Beteiligten zu funktionieren. Wenn keine Erotik aufkommt, ist mit der Romantik im Übrigen meistens auch bald Schluss.

      Liebe ist ein sehr tiefes Gefühl der Zuneigung. Wir empfinden sie für Partner, für Kinder, für Haustiere (ja, auch hier ist erstaunliche Tiefe möglich). Sie nährt sich aus verschiedenen Quellen...

      Zwischen Partnern muss aus meiner Sicht die sexuelle Anziehungskraft zumindest grundsätzlich über längeren Zeitraum bestehen, damit das klappt. (Krankheit und Alter werden deswegen nicht eine bereits vorhandene Zuneigung beeinträchtigen)

      Wenn du diese Anziehungskraft eben nur bei einem dominanten/devoten Menschen spürst...wirds halt eher mit einem solchen funktionieren.
      Die Alternative, sich "zufriedengeben" mit jemandem, weil er viele andere positive Eigenschaften hat und den Stachel ein Beziehungsleben lang spüren, halte ich nicht für sinnvoll. Einige hier, so könnte ich mir vorstellen, haben genau das jahre-jahrzehntelang getan...um irgendwann herauszufinden, dass es doch nicht ganz ohne geht.
      Ich kann mir das eine ohne das andere gar nicht vorstellen. Eine Beziehung beeinhaltet für mich beide Komponenten. Gut- die Anteile können schon schwanken.....sich auch verändern in der Dynamik der Beziehung.


      Wenn dann ein sehr großes Ungleichgewicht entstehen würde - ich brauche hier einfach Balance - bin ich mir nicht sicher ob die Beziehung weiter bestehen könnte.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Ich glaube nicht an wahre Liebe. In meiner Vorstellung gäbe es das ja nur einmal im Leben. Gottseidank gab es für mich mehrere Lieben.
      Ich hatte lange Zeit geglaubt in meinen bisherigen Liebesbeziehungen nicht wirklich geliebt zu haben. Das sehe ich inzwischen anders.

      Und doch...
      Die Gefühle, die ich heute hege, sind anders. Da ist das Gefühl, meinem Herrn innerlich ständig zu Füßen zu liegen. Das Gefühl von Sicherheit und Angenommensein. Ein gewachsenes Vertrauen, entstanden aus Schmerz und Grenzerfahrungen.

      Ich habe ja in meinen früheren Beziehungen auf meine Bedürfnisse verzichtet, auch wenn ich sie nicht benennen konnte. Ob ich dahin zurück könnte?
      Die Grundpfeiler müssten eben entstehen können: Vertrauen, Sicherheit, Angenommensein und natürlich Liebe. Ich behaupte mal, dass dafür nicht unbedingt Schmerz und Demut nötig sind.

      Ich möchte aber gar nicht, dass es dazu kommt.
      Ich glaube, dass soetwas, wie Liebe auf den ersten Blick für mich nicht existiert.
      Ich bin jemand, der erst warm werden muss mit Menschen, sich auf diese einlassen, dann vertrauen schenken usw.
      Für mich gehören viele Dinge dazu, dass ich dies kann, zB dass ich mit diesem Menschen Zeit verbringen möchte, dass mir die Meinung des anderen wichtig ist usw.
      Bei mir ist es so, dass die Liebe zu einer Person wächst.

      Eine Person muss Eigenschaften mitbringen, die zu mir passen. Und dominant/submissiv/Fetischist/blond/groß/klein/ehrlich/politische Ansichten was auch immer, sind nunmal Eigenschaften, die für ein Gesamtpaket wichtig sind.
      Welche Eigenschaften am Ende die sind, die die wichtigsten sind ist in meinen Augen erstmal egal und kann sich auch je nach Lebenslage verändern.

      Gäbe es nicht solche Kriterien könnte ich mich schließlich in jeden X-beliebigen Menschen auf der Straße verlieben und ich könnte alle meine Bedürfnisse hinten anstellen, weil ich diese Person ja liebe.
      Ich denke, dass Lieben zumindest für mich nicht so funktioniert.

      Und ja, je nach dem, welche Art der Beziehung: Freunde, Familie, Partnerschaft... man mit einem Menschen führt sind unterschiedliche Kriterien wichtig.
      Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

      Die Feuerzangenbowle; Heinrich Spoerl
      Auf Augenhöhe denke ich, würde es ohne Probleme funktionieren, ich war schon in @-LEON- verliebt, bevor ich überhaupt wusste, dass er dominant ist ... allerdings könnte ich mit einem Partner, der die gleiche Neigung hat wie ich; sprich devot, nichts anfangen. Das würde zumindest im sexuellen Bereich zu erheblichen Problemen führen.
      Du siehst die Welt nicht wie sie ist, Du siehst die Welt so wie Du bist
      Ich "zäume" das Thema mal von hinten auf.

      nayeli schrieb:

      Kennt das Jemand, dass er/sie nur mit einem devoten/dominanten Menschen zusammen sein kann? I
      Ja, das kenne ich. Tatsächlich habe ich mir in meinem Leben immer dominante Männer ausgesucht. Unbewusst. Damals hatte ich noch keine Ahnung von BDSM.
      Im Nachgang ist es mir klar. Vielleicht sind gerade diese Erfahrungen, die ich gemacht habe, der Grund dafür, dass ich meine devote Seite nicht zulassen kann.
      Denn ein dominanter Mann muss ja nicht per se auch ein Dom im Sinne von BDSM sein.

      nayeli schrieb:

      Ist es eine romantisch, verklärte Sicht, dass man aus wahrer Liebe auf D/s verzichten bzw dies einschränken würde, möchte, wollt
      Ich glaube schon, das ich genau das getan habe, wenn auch unbewusst.
      Letztendlich sind alle Beziehungen gescheitert, eben weil es zu ständigen Diskussionen und Eskalationen kam.

      Fazit:

      Ich würde mich heute nicht mehr auf eine Beziehung einlassen, bei der nicht beides passt.
      Liebe dich selbst, nimm dich selbst am wichtigsten.
      Herzlichen Dank für Eure Antworten!

      Es geht hier im übrigen nicht um mich persönlich, sondern es sind Gedanken meinerseits.

      Ich könnte nicht mit einem ausschließlich devot, masochistischen Mann eine glücklich erfüllte Beziehung führen, dann, müsste ich mir zusätzlich zumindest einen Sadisten suchen ;)

      Wäre ich in einer Beziehung, in der mein Gegenüber rein Stino ist und mir trotzdem sehr viel gibt und ich ihn ehrlich liebe, dann würde ich durchaus verzichten auf BDSM, denn mir persönlich wäre die Liebe in dem Moment mehr wert.

      Ob und wie dies auf Dauer realisierbar ist, ist die andere Frage :)
      Alles nur meine subjektive Meinung :)

      nayeli schrieb:

      Und was ist dabei mit der Liebe?

      Kennt das Jemand, dass er/sie nur mit einem devoten/dominanten Menschen zusammen sein kann? Ist es in dem Falle so, dass man den Gegenüber nicht ehrlich liebt oder, dass man sich...
      Ja. Ich würde nicht mit jemandem eine Beziehung eingehen wollen, der mit meiner sexuellen Neigung nichts anfangen kann und sie nicht zumindest teilweise teilt und mit mir kompatibel ist.

      Würde man die Frage auch jemandem stellen, der wirklich homosexuell (und damit meine ich nicht: ein bisschen bi) ist? Auch da fragen, wo denn da die Liebe bleibt? Ist es auch da „unehrlich“, wenn der eigenen sexuellen Erfüllung in der Beziehung ein gewisser Wert zugemessen wird?
      Oder ist es da angemessen, dass die Person jemanden zum Lieben sucht, mit dem es potenziell auch sexuell funktionieren wird?

      Unehrlich wäre es zumindest von mir, mir einzureden, dass es mit einem Menschen ohne BDSM-Neigung, mit dem ich einfach nicht kompatibel bin, schon gutgehen wird, da ich ihn ja so sehr liebe...Wenn ich für mich unbefriedigenden Sex habe, bin ich unzufrieden und frustriert, und dann wird irgendwann auch die Beziehung leiden.
      Dieses Risiko, mich und eine weitere Person unglücklich zu machen, sehenden Auges einzugehen, wäre für mich unfair und unehrlich.
      „Jetzt ist einfach nicht die Zeit für Partys“
      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -
      Ich bin im Moment in meiner 1. BDSM-Beziehung, da hab ich nicht gezielt nach einem dominanten Mann geschaut, es hat sich einfach ergeben.
      Was ich aber ganz sicher weiß: Ich möchte in meiner nächsten Partnerschaft nicht die starke Frau sein müssen.
      Zwei Männer haben das in meinen langjährigen Beziehungen von mir "verlangt",
      sie brauchten jemanden, an den sie sich anlehnen konnten(konnten es mir aber umgekehrt nicht geben)
      und das möchte ich nie wieder.

      Was ich auch ganz sicher weiß: Ich wäre sehr schnell sehr offen und ehrlich mit dem, was ich mir wünsche.
      Also zuerst würde ich gucken, ob das ein Mensch ist, der mit seiner Art und seinen Ansichten mit meinem Freundeskreis kompatibel wäre.
      Dann würde ich gucken, ob ich mir eine Partnerschaft mit diesem Mann vorstellen kann.
      Und wenn das alles passt, ich ihn gut riechen kann und mich evtl. sogar verliebt habe, würde ich sagen: "Du, ich bin übrigens ein bisschen anders....."

      Dann müssen wir halt sehen, passt es oder kann sich da was entwickeln und wenn es nur aus Neugierde seinerseits ist.
      Wenn er so gar nichts davon hält, hätte ich nicht den Mut, denke ich,
      eine Partnerschaft mit ihm einzugehen, weil ich mir mindestens im Schlafzimmerbereich BDSM erhoffe.
      Ich hab das erst so spät in meinem Leben entdeckt, ich will mehr davon!

      Ich denke auch, wenn ich so offen damit umgehe, dass sich der Mann wie ein Kompromiss vorkommen würde,
      wenn er sich nicht damit anfreunden könnte und ich darauf verzichte (so in der Art: Sie bekommt grad keinen anderen, also nimmt sie mich)
      Ich würde mich ähnlich fühlen, wenn jemand auf knabenhafte Figuren steht (das vielleicht sogar in seiner Kontaktanzeige steht)
      und mich mit meiner erotischen Schwungmasse zur Partnerin nimmt.

      Hmmmm, aber das Leben hat mich schon oft überrascht.
      Ich hatte BDSM bis 2017 für mich auch kategorisch ausgeschlossen, ebenso eine Beziehung mit einem vergebenen Mann...
      Meine jetzige Meinung ist also nicht in Stein gemeißelt :pardon:
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Weil Homosexualität angesprochen wurde. Ich kenne einen homosexuellen Mann seit 36 Jahren. Er war immer ausschließlich auf Männer orientiert und hat vor 18 Jahren eine Frau gefunden die er liebt. Er liebt sie so sehr, dass er freiwillig 15 Jahre auf seine Sexualität verzichtet hat und sich stattdessen mit Arbeit zu geschüttet hat. Die beiden leben auch seit 17 Jahren zusammen in einer nach außen hin sehr glücklichen Beziehung.

      Ich war hocherfreut als er mir jetzt erzählte, dass er wieder Sex hat.Ich will nicht wissen mit wem, ich wünsche nur, dass er wieder am Leben teilnimmt. Ohne Sexualität, die befriedigt, wäre es für mich nicht so.

      Ich meinte mit meiner Frage nicht, ob jemand gewiĺlt wäre ohne seine Sexualität zu leben. Das finde ich furchtbar!

      Vielleicht als Beispiel, der eine will TPE, der andere will es nur in der Sexualität. Kommt ihr darauf klar? Würde der eine den anderen dadurch "weniger" lieben?
      Alles nur meine subjektive Meinung :)
      Wer am Beginn einer neuen Beziehung steht, und für sich weiß, dass er ohne die und die Grundlage nichts festes will,
      der kann ja offen damit umgehen, es frei von der Leben kommunizieren.
      Und es wäre äußerst unklug solche Faktoren bei der Partnerwahl nicht zu berücksichtigen.
      Ich finde es vollkommen richtig, wenn man die eigenen Vorstellung von Beziehung, Partnerschaft und Sex mit denen des
      evtl. zukünftigen Partners abgleicht. Frust und Probleme sind sonst bald vorprogrammiert.
      Seine Bedürfnisse herunterschrauben und ganz zurückhalten - das knallt irgendwann.


      Wer nach über 20 Jahren Beziehung langsam auf den Trichter kommt, für den wird es ungleich schwieriger.
      Ich bin damals nach über 23 Jahren Ehe über BSDM gestolpert, bzw. wurde mehr oder weniger mit der Nase drauf gestoßen - von einer virtuellen Bekanntschaft.
      Hab da meine ersten Tests, Versuche, Erfahrungen gemacht. Und gemerkt, dass ich das auch real möchte.
      Wenn der Partner da gar nicht drauf anspricht oder es nicht in dem Rahmen kann, wie man es sich wünscht, die Bedürfnisse nicht kompatibel sind.
      Da gibt es am Ende nur 3 Möglichkeiten: man öffnet die Beziehung, trennt sich oder einer ist ständig unzufrieden und genervt.
      Wobei die letzte die unerfreulichste ist, um ehrlich zu sein
      Mein Partner sollte auf jeden Fall damit umgehen können, dass er immer über mir stehen wird und sein Wort mein Gesetz ist. Einfach, weil der Sub in mir ein wichtiger und starker Teil meiner Persönlichkeit, meines Wesens ist, den ich nicht unterdrücken kann. Ob mein Partner dafür zwangsweise Dom zu sein braucht? Ich denke eher nicht, aber mit einem Menschen, der selbst im Alltag devot ist, würde es nicht funktionieren. Ich kann zwar für jemanden dominant agieren, aber auf Dauer würde mir der Ausgleich fehlen. Auf rein sexueller Ebene könnte ich mich vermutlich damit arrangieren, meine Neigungen nicht ausleben zu können, zumal ich kein sonderlich sexueller Mensch bin. Auch hier gilt, mein Partner stünde für mich über mir, somit aber auch seine Wünsche und ich würde alles dafür tun, sie zu erfüllen (was letzten Endes auch irgendwie mich selbst erfüllen würde)

      nayeli schrieb:

      Vielleicht als Beispiel, der eine will TPE, der andere will es nur in der Sexualität. Kommt ihr darauf klar? Würde der eine den anderen dadurch "weniger" lieben?

      Ich liebe meinen Partner nicht, weil er dominant ist, aber ich liebe es, dass er dominant ist.

      Unsere Liebe gab es schon Jahre bevor wir unsere Neigungen entdeckt haben. Auch ohne BDSM waren wir glücklich miteinander. Seine Dominanz sehe ich eher als 'Bonus'. Ich finde sie sexy, sie macht mir Lust, beschert mir in verschiedener Hinsicht tolle Gefühle, Sicherheit, Geborgenheit und lässt mich (insbesondere sexuell) in ganz anderen Sphären schweben... Aber meine Liebe gilt in erster Linie ihm als Mensch, der genauso auch verletzlich und 'schwach' sein kann und darf. Sein Wohl und sein Glück liegen mir am Herzen - unabhängig davon, ob er mein Dom ist oder nicht.
      Also bei mir würde es bei der Partnersuche auch eher um den Charakter gehen, aber wäre auch ehrlich, dass ich mit jemandem der auch eher nen Sub bzw. eher Vanilla ist nichts anfangen könnte.
      Hatte bevor ich jetzt meinen Herren hatte, auch immer nur Beziehungen, wo BDSM kein Bestandteil war und dort hat mir eben sehr viel gefehlt.
      Charakterlich müsste er jetzt nichtmal immer den starken spielen, aber was das sexuelle angeht, bräuchte ich wirklich jemanden, der eher den Dom-Part hat bzw. in die Richtung geht und sowas auch mag.
      Den Threadtitel könnte ich so nicht unterschreiben.

      Ich habe 20 Jahre mit meinem Mann Vanilla gelebt, ich kann nicht sagen, dass ich in dieser Zeit dauerhaft unglücklich war oder mir ständig etwas gefehlt hat. Zum Ende hin sicher aber eigentlich mehr dadurch, dass dann auch andere Dinge gefehlt haben und es dann eher die Summe als ein einzelner Bestandteil war, die ein Fehlen dann natürlich fühlbarer machen, der Fokus verschiebt sich dann einfach.

      Grundsätzlich verliebe ich mich ja erstmal in den Menschen, und nein, ich klopfe vor einem Beginn nicht eine Liste von Wünschen und Erwartungen ab, ich bin neugierig auf den Menschen und dann lasse ich den Dingen erstmal ihren Lauf. Schaue was sich entwickelt ... gebe dem Menschen und auch mir erstmal Zeit. Und Dominanz bezieht sich ja nun wahrlich nicht nur auf Sex, so dass ich mein Gegenüber ja bereits in der Phase des menschlichen Kennenlernens irgendwo einschätzen kann und das Interesse meinerseits setzt ja grundsätzlich schon eine Anziehung voraus ...
      Hm, aber sind wir nicht alle hier bzw. in der Com, weil BDSM zu unserem Leben gehört?
      Weil wir für uns beschlossen haben, dass wir zu unseren Neigungen stehen und sie auch ausleben wollen?
      Weil unsere Neigungen zu uns gehören und wir damit "komplett" sind?

      Bewegen wir uns zur Partnersuche nicht deshalb auf entsprechenden BDSM-Plattformen?

      Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich aus einem guten Grund immer auf BDSM-Plattformen gesucht habe. Weil nur jemand, der meine Neigung akzeptiert und sie ergänzt mich vollkommen macht.

      Also ja, ich möchte einen dominanten Partner, der mein BDSM teilt. Andere suchen Partner mit blonden Haaren, blauen Augen, 1,95 m große Partner oder Frauen mit 1,55 m. Jedem das seine. :yes: