Klarnamenpflicht

      Für den Fall, dass es wirklich dazukommen würde. Das diese Pflicht eingeführt wird. (Woran ich eher nicht glaube, weil auch die Politiker sich hinter Nicks und Pseudonymen verstecken)
      Dann würde ich mich hier abmelden. Ich möchte selbst entscheiden, wer über meine Neigung Bescheid weiß.

      Wahrscheinlich würde ich nicht nur hier sondern auch auf anderen Plattformen mich abmelden und meine Konten schließen, meinen digitalen Fingerabdruck noch geringer zu gestalten.
      In unserer hektischen Welt muss man gelegentlich innehalten,
      um sich in aller Ruhe etwas Unanständiges auszudenken.
      :coffee:
      B. Traven
      Ich würde mich, bei einer Klarnamenpflicht, sofort abmelden und eine Löschung meiner bisherigen Posts verlangen!

      Da ich schon Erfahrung damit habe was passieren kann, wenn mein Name und meine Telefonnummer öffentlich wird, muss ich sagen:

      „Das brauche ich nicht mehr!”

      Ich bin zu schnell, zu hoch geflogen. Meine Flügel verbrannten.
      Abgestürzt in meine persönliche Hölle, aus der ich mich selber ausgegraben habe.
      Hier stehe ich nun, kein Engel kein Teufel - nur ein Mensch.
      Ich würde hoffen, das es nach dem Start einer Klarnamenpflicht wie gewohnt weitergehen würde. Würde einen Falschen Klarnamen angeben.

      Aber das Ende vom Lied wäre auch hier der Rückzug :fie: denn verständlicherweise wären mit einem Schlag die meisten tollen Menschen für immer weg.

      Es hätte vielleicht etwas gutes, denn viele sind ja jetzt schon über einen Messenger vernetzt über den sich dann eine ausweich Comunity bilden würde. Und mehr noch die reellen Treffen wieder in den Vordergrund rücken würden.

      MfG Talon
      :dance:
      Gerade die Anonymität macht doch eine Plattform wie diese überhaupt erst möglich.
      Das sieht man ja allein schon am Abstimmungsergebnis.

      Das Gesetz würde natürlich auch für sehr viele wichtige Bereiche gelten. Ich denke z.B. an Foren für Menschen mit bestimmten Erkrankungen u.s.w.

      In meinen Augen, wäre dieses Gesetz ein regelrechter Rückschritt.
      Natürlich gibt es immer zwei Seiten der Medaille, aber damit muss eine moderne Gesellschaft eben klar kommen.
      Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

      Azrael schrieb:

      Nicht mal FB schafft es, auf seiner eigenen Plattform Klarnamen durchzusetzen :D .
      Ich würde mich abmelden oder zum Gesetzesbrecher :D .
      Facebook hatte es vor ein paar Jahren ja mal probiert dass sich nur die Leute mit ihren Klarnamen registrieren können sollten.
      Ich hatte damals einen Account angelegt für meinen Avatar in Second Life, weil ich die Kontakte dort separat pflegen wollte.
      Irgendwann hat Facebook dann den Account gesperrt weil meine Püppi ja halt kein realer Mensch ist.
      Kein halbes Jahr später kam eine massive Werbeaktion und was weiß ich nicht alles, wo die virtuelle Plattform mit Facebook sich verknüpfte und alle dich ihren Account in Secondlife mit Facebook verknüpfen sollten. :cursing:
      Die hatten gemerkt dass die ne ganze Menge Accounts flöten gingen und viele sich dann trotzdem nicht mit ihrem realen Namen auf Facebook angemeldet haben.
      Ich war stinksauer; hätte die Möglichkeit gehabt den Account zu reaktivieren, da hatte ich aber keinen Bock drauf, zumal ich dann mittlerweile auch en Account für mich in echt erstellt hatte.

      Wer mich im fatzebuck sucht, findet mich da auch, wer mein klarnamen kennt, der weiß dann auch unter welchem Namen ich im Second Life unterwegs bin. Ist dann so, habe ich nichts zu verbergen, zumal ich ja mit meiner realen Stimme dort auch regelmäßig zu hören bin, weil ich dort Konzerte gebe.
      Es ist mal wieder eine Sau die durchs Dorf getrieben wird. Einige wenige Politiker fordern dies, aber keine Partei die im Bundestag vertreten ist. Von daher ist es ein theoretisches Gedankenspiel.

      In meinen Augen wird eine Klarnamenpflicht in den nächsten 20 Jahren nicht kommen. Was ich mir maximal vorstellen kann, wäre eine Pflicht seine Daten bei einer Registrierung zu hinterlegen. Sprich dem Nick auf einer Plattform können die Personalien durch den Betreiber zugeordnet werden. Würde dann so ablaufen: Ich registriere mich auf der Seite XY mit dem Nick Kuchenmonster, dann würde ich dort meine realen Daten hinterlegen. Wenn ich also schreibe sieht Google und der Leser nur Kuchenmonster schreibt XY, wenn mein XY Rechte Dritter verletzt kann ein Beschluss von Gerichten den Betreiber verpflichten die Daten ans Gericht zu übermitteln.

      Pro: Mehr Schutz für jene deren Rechte verletzt werden, weniger Fakes im Netz
      Contra: Sicherheitsprobleme der hinterlegten Daten, neue Hürden und Abwanderung oder Aufgabe von Internetprojekten, viel neuer Verwaltungsaufwand

      Ich glaube sehr viele Straftaten würden durch solch ein System nicht verhindert werden und ich würde es mir gut überlegen wo ich dann meine Daten hinterlegen würde, dafür aber sind die Leute greifbar und damit dürften Fakes, Trolle und User mit Hausverboten minimiert werden. Die Seiten die als sicher und seriös gelten, dürften sogar von einem Zulauf profitieren, denn die meisten werden sich weiterhin austauschen wollen.

      Sofern sich die Klarnamenpflicht auf die Registrierung beschränkt fände ich es ok... wenn eine Pflicht käme immer den Klarnamen offenlegen zu müssen, dann nicht.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      Gentledom schrieb:

      Contra: Sicherheitsprobleme der hinterlegten Daten, neue Hürden und Abwanderung oder Aufgabe von Internetprojekten, viel neuer Verwaltungsaufwand
      Das stimmt wohl, aber das Sicherheitsproblem mit hinterlegten Daten ist ja allgegenwärtig und wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben. Ich persönlich möchte ja auch nicht mehr auf Onlinebanking etc. verzichten und muss dann eben ein "gewisses" Risiko eingehen.

      @Gentledom - In meinen Augen ein sehr guter Lösungsansatz.
      Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

      trytofly schrieb:

      Das stimmt wohl, aber das Sicherheitsproblem mit hinterlegten Daten ist ja allgegenwärtig und wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben. Ich persönlich möchte ja auch nicht mehr auf Onlinebanking etc. verzichten und muss dann eben ein "gewisses" Risiko eingehen.
      Lösungen wären da nicht so schwer... persönlich würde ich es so machen:

      1. Kurzer Livechat mit der Person 2-4 Minuten
      2. Im Chat muss die Person sich und ihren Ausweis bewegen (also wie beim PostIdent Verfahren)
      3. Speicherung eines Chatfotos auf dem man Gesicht und Ausweis sieht
      4. Löschung des Chat und des Fotos vom Server nachdem er extern und offline doppelt gesichert wurde.

      Was das aber bedeuten würde

      Ich schätze fünf Minuten Aufwand pro Anmeldung und wir haben bei diesem Projekt schon mal 500 Anmeldungen für Com und Forum pro Woche. Wenn ein freiwilliger und unbezahlter Helfer im Schnitt 3 Stunden die Woche fürs Projekt tätig wäre, bräuchten wir 15 neue Helfer, das wäre gar nicht so einfach, das auf die Beine zu stellen ohne eine Aufwandsentschädigung zu verlangen... Wahrscheinlich würde aber mindestens 1/3 der Leute sich gar nicht erst registrieren, jene die es dennoch machen werden aber wohl jene sein, die hier auch sonst aktiv mitmischen würden, also wenn es eben eine Pflicht wäre die in der ganzen EU gilt und nicht nur bei uns.

      Aber egal... siehe oben, es ist ein Planspiel das in absehbarer Zeit nicht kommen wird.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      ....als BDSMLerin war ich vor 20 Jahren für die Gesellschaft ein ^außerirdisches Wesen^
      ,dem man nur wenig Verständnis entgegengebracht hat!

      Ich glaube ,dass sich dass bis heute immer noch nicht wirklich positiviert hat und das ^Knirschen^ immer noch vorhanden ist .
      Die Toleranz ist trotz einiger ^Aufklärungungsportale^ und einseitiger Medienberichterstattung noch immer als gering zu betrachten...

      trotzdem könnte und würde ich auch Klarnamen angeben und mich nicht isolieren.

      Ich kann mittlerweile zu meiner Neigung stehen.Inhalte (Vorlieben) transparent darstellen und mich auch abgrenzen gegenüber denjenigen, die mit der ^Schublade-Pervers und Krank -ICD 10 ^ um die Ecke kommen und EINEM erzählen wollen,wie MEIN BDSM aussieht !(Verallgemeinerung und Unkenntnis lässt grüssen).

      Leider arbeite ich in einem diakonischen Haus,in dem die Leitungsebene gelegentlich die Grenzen des ^normal üblichen^ Managements überschreitet-
      auch da muss man als Arbeitnehmer dann einfach seinen Persönlichkeitsbereich wahren und Grenzen setzen.

      Ein klare,sachliche Sprache ist dabei hilfreich und am besten 5 Schritte voraus wissend,was sich anbahnt.
      Es würde für mich sich also NICHTS ändern.
      @Gentledom
      Dass diese Plattform (Community+Forum) kostenlos und werbefrei ist finde ich super. :yes:
      Ich denke, dass hier jeder den "ehrenamtlichen Helfern" für ihre Arbeit sehr dankbar ist. :blumen:

      Andererseits hätte ich kein Problem für die Nutzung zu bezahlen. Ich nutze hier eine Dienstleistung. Für meine werbefreien Email-Postfächer bezahle ich ja auch!

      Nur mal so am Rande erwähnt:
      Wikipedia hat gerade seine jährliche Spendenaktion abgeschlossen. Unabhängig von Nutzung und Geldbeutel, kann hier jeder irgendeinen beliebigen Betrag spenden oder auch nicht. Ich halte das für eine sehr gute Möglichkeit seine Unabhängigkeit (als Plattformbetreiber) zu erhalten und bliebe dennoch den eigenen Grundprinzipien treu! Why not?
      (könnte man ja auch mal eine Umfrage starten...)
      Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.