Fremde Menschen als BDSM-ler erkennen

      Bei einem Karnevalsveranstaltung in unserem Seniorenheim.
      Wir hatten einen musikalischen Gast.
      Sie würde begleitet von zwei Herren im Scheich-kostümen.
      Es wurde auch zwischen den Büttenreden ^geblödelt^ und einer der Herren gab mir zu verstehen,dass noch Platz in seinem Harem frei sei...
      hielt mir zum ehrfürchtigen Kuss seine rechte Hand hin ....an dem mir ein Siegelring mit dem BDSM-Wappen ins Auge stach.

      Ich scherzte...dass ich wohl noch ein Aufnahmeritual oder Aufgabe bräuchte um mich als würdig zu erweisen...und wich zurück.

      Er wusste spätestens jetzt genau um meine Neigung :rot: .

      Scheinbar sind an Karneval nicht nur die Narren los :evil: :saint: !
      Ich achte da bei anderen schon drauf, würde diese Personen aber nie ansprechen. Warum auch? Als Vanilla geht man ja auch nicht zu fremden und sagt :
      "Hey Sie haben also genauso gerne normalen Sex wie ich?" :D

      Allerdings muss ich sagen dass ich in meinem Bekanntenkreis oft die bin die sich gefühlt verplappert. Wir haben da zwei drei Leutchen bei denen ich mir sicher bin dass sie sich zumindest etwas auskennen.

      Letztens erst war ich die einzige Frau im Raum und einer besagter Bekannter sagte etwas wie :
      "Die und die Pornodarstellerin find ich ja ganz nett" (besagte Dame ist im SM Bereich angesiedelt, den anderen war das aber nicht klar denke ich)
      Und mir rutschte etwas raus wie:
      "Welcome to the upper floor"
      Da musste er schon ein wenig grinsen. :D
      Hachja, dazu fällt mir auch eine lustige Geschichte ein.
      Vor ein paar Jahren saß ich mit Freunden zusammen, wir sind eine größere Gruppe. Zu der Zeit war gerade 50 shades of Grey erschienen. Und ich weiß noch, wie eine Freundin und ich beide sehr vehement darauf bestanden haben, dass dieses Machwerk ganz furchtbar ist. Und zwar nicht aus den Gründen aus denen die anderen es schlimm fanden, sondern "es ist kein echtes BDSM und schadet eigentlich nur der Szene, Gewalt ist kein BDSM" usw..

      Ich dachte da schon.. Ich fress nen Besen wenn sie nicht auch BDSMlerin ist...

      Und vor kurzem erst, in der gleichen Freundesgruppe, aber diesmal war ein neuer Mensch dabei, der sich ganz erschrocken und unwissend geäußert hat über eine BDSM Doku, so nach dem Motto "schaut mal, was diese Leute für seltsame Dinge tun!" komischerweise war er wirklich der einzige, der schockiert schien :rofl:
      Die restlichen Gesprächsteilnehmer (ich plus Dom, sie plus vermutlich auch Partner in der Richtung) haben sich dezent zurück gehalten...

      Poetin schrieb:

      Ich möchte so etwas auch nicht mit der „Öffentlichkeit“ oder mit Fremden teilen, zumal mir Diskretion sehr wichtig ist. Und wenn jemand so offensiv damit umgeht, hat er vielleicht auch kein Problem, ggf mich zu outen, weil er sich nicht in eine Person hineinversetzen kann, die ihr Liebesleben lieber nicht mit aller Welt teilen möchte...
      Danke, das finde ich n wichtigen Punkt. Hab ich noch nie weiter drüber nachgedacht, weil ICH so was nie tun würde. Aber vermutlich sehen das nicht alle so...
      it's something unpredictable but in the end it's right
      and so I have the time of my life
      Ich beobachte gerne Menschen und ja den einen oder anderen habe ich auch schon katalogisiert :pardon:

      Lustigerweise meistens einen Mann in die Dom-Schublade. Dass ich eine Frau beobachte und mir denke, die ist jetzt aber bestimmt devot, ist mir noch nie passiert.

      noch eine kleine Anekdote: auf Arbeit hat einer neu angefangen und ich glaube nach der zweiten gemeinsamen Zigarette und quatschen und sein Auftreten, zack Dom-Schublade^^
      Die dritte Zigarette wurde dann ne Mischung zwischen peinlich still und „wollen die mir was sagen?“
      Da kam nämlich mein Lieblingskollege mit und die zwei unterhielten sich über auspeitschen und irgendwelchem Hinknien (war da schon in Gedanken)
      Aufjedenfall wurde ich ganz still und so schnell war ich mit der Zigarette noch nie fertig :sofa: Entweder die wissen was oder sie wissen eben nicht...lach
      Ein Kollege trägt an der linken Hand einen Ring mit der Triskele. Als mir das zum ersten Mal aufgefallen ist, hat mich das sehr von unserem eigentlichen Gespräch abgelenkt. Ich muss sagen, ich habe mich auch tatsächlich kurz etwas unwohl gefühlt, vor allem weil der Typ mir unsympathisch ist. Jemand der immer sein Ego in den Mittelpunkt stellt und sich ständig selbst beweihräuchert. Einen netten Kollegen oder eine nette Kollegin würde ich vielleicht sogar auf so ein offensichtliches Zeichen ansprechen. Bei ihm hab ich da aber kein Interesse, mich mit ihm darüber zu unterhalten.
      Besuch in Hamburg, Lange Reihe, kam ein Sulky mit "Pony" um die Ecke und Domse saß hinten drinnen. Ganz klar BDSM´ler :thumbsup:

      Aber rein Anhand von Halsband würde ich heutzutage nicht mehr auf irgendwelche zugehörigkeit zu BDSM schließen. Gothic, Punk, einfaches Modeaccessoires.
      So viel BDSM´ler kann es gar nicht geben wie Leute Halsbänder und Halsreifen tragen.
      Hat aber auch den Vorteil das man ganz einfach Halsband oder Halsreif tragen kann :) :)
      Fremde Menschen interessieren mich nicht besonders und ihr Geschlechtsleben noch weniger. Das erwarte ich auch von den Anderen mir gegenüber.

      Auf der Arbeit muss ich mir ab und an unaufgeforderte Sex-Geschichten anhören X/ die ich aber sofort wieder vergesse. Ich beteilige mich da gar nicht dran was aber nicht mildernd wirkt sondern die Fantasie der Kollegen noch anregt :S
      Dabei will ich das Alles doch gar nicht wissen und mit denen über mein Leben reden noch weniger ;(
      Ich hab ja auch einen Arbeitskollegen... Symbole und Bettgeschichten sind das eine, aber für den Anfangsverdacht kann mitunter ein bestimmtes Vokabular ausreichen. Wenn man, noch vor Corona, im Pausenraum zusammensitzt und sich über die Intelligenz von Haustieren unterhält, Kollege von seiner Katze erzählt und meint, Katzen seien "dominant".

      Wenn bald darauf ein anderer Kollege mit viel Spezialwissen im Urlaub ist und besagter Kollege und ich versuchen, ihn zu vertreten. Branche ist IT-Support und Murphys Law besagt, dass genau dann extrem viele höchst spezielle Supportfälle hereinkommen, die eigentlich ins Metier des Urlaubenden gehören. Kollege und ich nehmen es sportlich und nagen uns irgendwie gemeinsam durch. Ich in diesem Bereich als erfahrener 1st Level Support mit Zugang zum Ticketsystem, er im 2nd Level, aber noch relativ neu in der Firma. Also reiche ich ständig die "harten Nüsse" an ihn durch und übernehme für ihn die Kommunikation mit den Kunden. Er plagt sich redlich - und mit einer wie ich finde recht speziellen Art von Vergnügen. "Kommen Sie schon wieder und wollen mich quälen?" fragt er irgendwann, offensichtlich entzückt. Später dann nur noch Kollege: "Ich habe gerade nicht so viel zu tun." Eisn: "Soll ich Ihnen Tickets geben?" Kollege grinst sich eins und nickt.

      Keine Fragen, keine Lügen...