Verantwortung und Kontrolle

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      Verantwortung und Kontrolle

      Hallo zusammen,

      ich denke über etwas nach und mich würde euer Input dazu interessieren:
      Ich las in einem Artikel den Satz "gerade Führungskräfte wollen im Alltag die Verantwortung häufig abgeben"
      Das Augenmerk möchte ich hierbei auf die Verantwortung und nicht auf die Führungskraft legen (das Thema wurde hier schon anderweitig diskutiert). Die Begründung "ich genieße es die Verantwortung abzugeben" habe ich auch sonst häufiger gelesen und gehört.

      Ich unterscheide für mich persönlich zwischen Verantwortung und Kontrolle.
      Wenn ich Kontrolle an den dominanten Part abgebe, dann gebe ich nicht automatisch auch die Verantwortung ab.
      Außer wenn ich gerade gefesselt und geknebelt bin, bin ich weiterhin verantwortlich für meine Worte und Taten.

      Wie seht ihr das? Unterscheidet ihr da, wenn ja wie?

      Liebe Grüße
      Anna
      Kreativität ist Intelligenz die Spaß hat *Albert Einstein

      Teufelanna schrieb:

      "gerade Führungskräfte wollen im Alltag die Verantwortung häufig abgeben"
      :pardon: eigentlich ist der Satz doch schon mal Quatsch. Eine Führungskraft ist in der Verantwortung, auch wenn z.B. Aufgaben deligiert werden :yes:

      Teufelanna schrieb:

      Ich unterscheide für mich persönlich zwischen Verantwortung und Kontrolle.
      ich übernehme eine Aufgabe, deren reibungslose Durchführung mir obliegt. Entweder tue ich das durch eigene Kompetenzen, oder ich deligiere an jemand, dessen Kompetenz ich nach meiner Verantwortung einschätze. Das gibt mir die Kontrolle über den gesamten Prozess. Funktioniert etwas nicht oder hält sich jemand nicht an Anweisungen, ist die Kontrolle verloren.

      Teufelanna schrieb:

      Wenn ich Kontrolle an den dominanten Part abgebe, dann gebe ich nicht automatisch auch die Verantwortung ab.
      :yes: das ist richtig. Quasi deligierst Du ja, heisst du bist der Meinung dass der Person die Aufgabe (domig sein :D ) gewachsen ist und diese so ausführt, wie Du es erwartest. Das Du Dein Vetrrauen darin investierst, liegt in Deiner Verantwortung :yes:

      Teufelanna schrieb:

      Außer wenn ich gerade gefesselt und geknebelt bin, bin ich weiterhin verantwortlich für meine Worte und Taten.
      Genau :yes: :D

      Wobei man dann mal kurz sagen muss, dass ein übermäß krasser Vertrauensbruch in dieser Situation natürlich nicht mit der Argumentation dann ausgehebelt werden sollte, dass Du ja in der Verantwortung bist :yes:
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!
      Mich würde interessieren, ob es hierzu statistische Erhebungen gibt: ich bin mir nämlich nicht sicher, ob da tatsächlich so viel dran ist an diesem Klischee/ Bild des kriechenden, wimmernden Top-Managers zu Dominas Stiefelspitze.

      Ansonsten, ja, es ist ein großer Unterschied zwischen Kontrolle und Verantwortung. Für mich steht die Verantwortung über der Kontrolle. Wenn ich beispielsweise Auto fahre, dann habe ich idealerweise das Auto unter Kontrolle, es kann aber auch sein, dass ich die Kontrolle über das Fahrzeug verliere. z. B. wegen Glatteis. Egal wie: ich bin aber in der Verantwortung. Es ist meine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sowohl das Fahrzeug als auch ich als Lenker verkehrstüchtig sind und ich um die Rahmenbedingungen meiner Fahrt weiß (z. B. dass es im Winter glatt werden oder schneien kann). Soll heißen: ich kann zur Verantwortung gezogen werden, wenn ich die Kontrolle über mein Fahrzeug verliere. Ggf. kann ich sogar zur Verantwortung gezogen werden, wenn ich gar nicht fahre, wenn ich aber z. B. wissentlich bei einem deutlich angetrunkenen Menschen auf den Beifahrersitz steige. In diesem Falle sind meine Kontrollmöglichkeiten sehr gering, meine Verantwortung ist dafür um so höher (je nüchterner ich selbst bin).

      Auf BDSM bezogen sehe ich es im Grunde genauso: auch wenn ich die Kontrolle (über das, was mit mir passiert) in gewissen Situationen abgebe, ist es doch immer im Endeffekt meine eigene Verantwortung, was mit mir geschieht. Es ist meine Verantwortung, zu schauen, wem ich diese Kontrolle über mich anvertraue. Es liegt in meiner Verantwortung, hinterher ggf. mit Folgen zu leben.

      Um einen Bogen zu schlagen: ich glaube, dass es den im EP genannten Führungskräften evtl. tatsächlich eher um die Abgabe von Kontrolle denn um die von Verantwortung geht.

      Meine spätabendlichen Gedanken zu diesem spannenden Thema.

      PS: Ich finde, Kontrolle ist eher ein engerer, handlungsbezogener Begriff, Verantwortung ist globaler, umfassender und nicht auf bestimmte Handlungen beschränkt.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)

      Louise schrieb:

      Mich würde interessieren, ob es hierzu statistische Erhebungen gibt: ich bin mir nämlich nicht sicher, ob da tatsächlich so viel dran ist an diesem Klischee/ Bild des kriechenden, wimmernden Top-Managers zu Dominas Stiefelspitze.
      Also in entsprechenden TV-Berichten wird das eigentlich so immer kolportiert. Der große Boss, der gaaanz viele kleine Arbeitsbienen vor sich herscheucht, braucht zum Ausgleich die Haue von der Ledermama. :paddel: Schon 1000 mal so gesehen. Ob das auf irgendwelchen Studien beruht, sagen die bei RTL natürlich nicht :D
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!
      Hallo Anna,

      Für Dinge, die ich nicht kontrolliere, kann ich auch nicht die direkte Verantwortung übernehmen - wohl aber die indirekte: Natürlich bleibt bei sub die Verantwortung für sich selbst (und auch für den Dom) Augenmaß zu zeigen bei der Abgabe der Kontrolle und sich für nichts herzugeben, was subs Grenzen überschreitet oder die Gesundheit gefährdet. Wenn sub trotzdem die Zustimmung für gefährliche Praktiken gibt, ist es natürlich subs ureigene Verantwortung.

      Und wenn man BDSM in einer Partnerschaft / Ehe lebt, bleibt auch die Verantwortung für den Partner und die Familie (evtl. mit Kindern), die man auch in Vanilla-Ehen hat, bestehen, auch wenn man sich einig ist, dass sub in bestimmten Bereichen die Kontrolle an Dom abgibt.

      Insofern stimme ich Dir zu, dass die Abgabe der Kontrolle nicht gleichbedeutend ist mit der Abgabe der Verantwortung.

      Genauso liebe Grüße zurück
      Wiking

      Annimax schrieb:

      Also in entsprechenden TV-Berichten wird das eigentlich so immer kolportiert. Der große Boss, der gaaanz viele kleine Arbeitsbienen vor sich herscheucht, braucht zum Ausgleich die Haue von der Ledermama.
      Ich weiß ;) nur wie viel da tatsächlich dran ist .... quantitativ gesehen ... ?(
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      Ich unterscheide das Thema beruflich und auch privat. Aber bei beiden Themen bedeutet es für mich was anderes.

      Ja, ich kann die Verantwortung für ein Projekt haben. Aber die Kontrolle übergebe ich an jemand in meinem Team und delegiere das weg. Die Verantwortung kann/darf ich leider nicht weg delegieren. Ist nun mal mein Job :D ... ich gehe davon aus, dass mein Team alles unter Kontrolle hat und bis das Resultat nicht da ist oder es Probleme gibt, höre und sehe ich nix - überspitzt gesagt. Könnte aber die Kontrolle ohne Probleme wieder übernehmen = es wird eine 3. Person/Projekt kontrolliert und nicht ich.

      Im privaten: ja, ich gebe die Verantwortung oft ab... weil ich nicht den Hut aufhaben will oder Entscheidungen treffen will - keine Lust darauf :D . Das bedeutet aber nicht, dass ich meine Kontrolle automatisch abgebe. Ich kann trotzdem bei bestimmten Punkten mich selber kontrollieren und auch entscheiden: möchte ich oder möchte ich für mich nicht. Wenn ich die Kontrolle jedoch abgebe, gibt es genug Situationen, bei denen ich die Kontrolle nicht einfach zurück holen kann. Bin sogar darauf angewiesen, dass der andere MICH kontrolliert.

      Ja, für mich reicht es schon, die Verantwortung privat abzugeben. Es kann für mich schon sehr entspannend sein, wenn die Gegenseite (bewusst nenne ich das Wort Dom hier nicht) die Verantwortung bzw. Regie für Kleinigkeiten übernimmt.

      Nachtrag: ich würde nicht sagen, dass ich eine offizielle Studie durch geführt habe. Aber durch Erfahrungswerte würde ich folgende Schätzungen treffen:
      Manager(in) mit Neigung sehr plakativ
      33% Sub / 33% Dom / 33% ohne Neigung
      Nach meiner Einschätzung wird der Begriff der Verantwortung in der Aussage "ich gebe gern Verantwortung ab" weiter gefasst, als in den Versuchen diese Aussage zu Analysieren.

      Nach meiner Beobachtung geht es hier oft darum sich nicht um Enscheidungen kümmern zu müssen und sich um die Konsequenzen (zumindest augenscheinlich) nicht sorgen zu müssen.

      Dom choreographiert das Geschehen nach seinem Drehbuch und Sub erlebt.
      Auch wenn das jetzt sicher etwas vereinfacht daherkommt, so ist das vielleicht viel eher der Kern der vorgenannten Aussage. "So unbeschwert wie einst zu Kindertagen" beschreibt es vielleicht auch ganz gut?
      We like to think we're the Roadrunner, but we're the Coyote.
      für mich ist das eine eindeutige Sache:

      Als zum Beispiel Vorstand bin ich Verantwortlich für die Dinge die passieren...ich muss den Kopf dafür hinhalten

      ob ich nun auch immer kontrolliere was meine Mitarbeiter da so machen.......nun...kommt drauf an wieviel Vertrauen ich zu den Mitarbeitern habe und wie meine Führung da ist......und genau da liegt für mich der Kernpunkt.

      Bei ausreichender guter Führung brauche ich weniger Kontrolle bis gar keine und verantworlich bleibe ich trotzdem.

      Im BDSM sehe ich das genau so......passt die Führung brauche ich keine Kontrolle.

      Die Verantwortung für meinen Körper....ganz extrem gedacht.......bleibt bei mir.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Ich gebe gern die Kontrolle ab, ja. Das war einer der Punkte, warum ich mich überhaupt auf das Thema BDSM eingelassen hab, weil ich genau das lernen wollte.
      Das gelingt mir am besten, wenn ich fixiert bin und keine Ausweichmöglichkeiten habe.
      Ich genieße es, zu vertrauen, dass nichts mit mir passiert, was ich nicht wirklich will.

      Entscheidungen aus der Hand zu geben, musste ich erst akzeptieren lernen.
      Es gehörte schon mächtig Überwindung dazu, mir vorschreiben zu lassen, wann ich abends den PC auszumachen habe,
      wann und wie oft ich Süßes essen oder mir einen Orgasmus verschaffen darf.
      Die meisten Entscheidungen trifft @Pat zu meinem gesundheitlichen Wohl, einige wenige ausschließlich zu seinem Lustgewinn.

      Verantwortung abgeben geht bei mir nicht.
      Als ich z.B. einmal die Ansage bekam, zu einer bestimmten Uhrzeit im Bett zu liegen und das Licht auszumachen, wälzte ich mich von einer Seite auf die andere, weil ich einfach noch nicht müde genug war. Meditation und PME halfen nicht. Im Normalfall hätte ich das Licht wieder angeknipst, ein wenig gelesen oder wär nochmal für eine halbe Stunde an den PC oder vor den Fernseher gegangen. Ging da aber nicht, weil ich gehorchen wollte.
      Ich wurde echt aggro, bekam viel zu wenig Schlaf in dieser Nacht (also genau das Gegenteil von dem, was die Anordnung bewirken sollte) und es lag dann in meiner Verantwortung, ihm am nächsten Tag die Situation zu schildern und einen Kompromiss anzubieten, damit sich das nicht wiederholen würde.

      Oder wie hier beschrieben, Kopf ganz ausschalten ist nicht immer gut.

      Und auch, wenn ich in einer Session merke, dass ich an meine gesundheitlichen Grenzen komme, mir schlecht oder schwindelig wird, mir Extremitäten einschlafen,
      bin ich in der Verantwortung, das mitzuteilen, damit nichts Schlimmeres geschieht. Das gilt für lustvolle genauso wie für Strafschläge.
      Dann wird das Ganze abgebrochen und ein anderes Mal weitergeführt.

      Ich finde, das hat auch was mit Vertrauen zu tun.
      Wenn ich solch gesundheitliche Veränderungen verschweigen würde, nur um durch eine unangenehme Situation schnell hindurchzukommen
      oder eine wunderschöne nicht zu verkürzen, schadet das mit Sicherheit dem Vertrauen, das Pat in mich und meine Reaktionen setzt.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Eine gewisse Eigenverantwortung trage ich immer. Die kann mir niemand abnehmen, ganz egal wie viel Macht ich ihm über mich gebe. Schließlich kann niemand jede Situation und jede Reaktion von mir zu 100% perfekt einschätzen - auch ein Dom kann mal falsch liegen oder nicht aufmerksam genug sein. Wenn ich das rechtzeitig bemerke (und er eben nicht), liegt es also an mir, ihm dies zu verstehen zu geben. Alles andere wäre dumm, denn dann würde ich mich bewusst in Gefahr begeben - in eine Gefahr, die er selbst zu dem Zeitpunkt nicht sieht. Warum sollte ich das tun? Aus Prinzip, weil er nun mal mein Herr ist und bestimmt, was geschieht? Nein. Das würde er mir auch ziemlich übel nehmen, denke ich. Er hält sich nicht für perfekt und unfehlbar. Es ist ihm lieber, dass ich ihn darauf aufmerksam mache, wenn etwas nicht stimmt, als einfach alles über mich ergehen zu lassen und mich später deshalb vielleicht miserabel zu fühlen. In Sessions wäre so etwas ebenfalls von Nachteil, weil er sich künftig nicht mehr sicher sein könnte, dass ich diesmal im Notfall etwas sagen würde. Dann wäre er wahrscheinlich nur noch übervorsichtig und daran hätten wir beide keinen Spaß.

      Somit behalte ich auch immer einen Teil der Kontrolle. Bzw. kann ich mir jederzeit die Kontrolle nehmen, indem ich Stopp sage.

      Ich überlasse ihm gerne viele Entscheidungen und rede ihm da auch nicht rein, sobald ich mal etwas nicht so toll finde. Dann könnten wir es ja gleich sein lassen. Aber wenn etwas ernsthafte negative Konsequenzen für mich haben könnte, die er nicht im Blick hat, würde ich durchaus etwas sagen. Und dass das irgendwann mal vorkommen wird, schließe ich nicht aus. Abgesehen von speziellen Situationen vertraue ich niemandem mehr als mir selbst, weil mich schlicht und ergreifend niemand besser kennt als ich selbst.

      Fallen lassen kann ich mich auch mit diesem Rest an Kontrolle und Verantwortung. Jedenfalls 'tief' genug um alles, was wir machen, zu genießen und mich dabei gut zu fühlen.
      Gerade hadere ich sehr schwer mit D/s. Ich will die entsprechenden Themen hier nicht voll spammen, aber zu diesem Thema kommen ein paar persönliche Gedanken auf.

      Kontrolle und Verantwortung.
      Bin ich mir als Dom bewusst, dass ich die Verantwortung für meine Kontrolle über Sub habe?

      Wo fängt Meine Verantwortung an und wo hört ihre Verantwortung im Machtgefälle auf?

      Und letztlich..gibt es eigentlich einen Thread hier der sich mit Ohnmachtsgefälle beschäftigt?

      Und diesen Begriff meine ich nicht flippant. Es existiert leider wirklich. :lesen:

      Vielleicht sollte ich morgens um 4 Uhr besser nicht das Forum besuchen..wenn der Beitrag OT ist dann bitte löschen.
      @Hamlet_Sir
      Zitat:
      Kontrolle und Verantwortung.
      Bin ich mir als Dom bewusst, dass ich die Verantwortung für meine Kontrolle über Sub habe?

      Wo fängt Meine Verantwortung an und wo hört ihreVerantwortung im Machtgefälle auf?
      ——
      Das sind zwei sehr interessante Punkte, die du da ansprichst.
      Die erste Frage kann man sich nur selbst beantworten.

      Die Zweite Frage, ist eine Frage der Absprache zwischen Dom und Sub.
      Die muss jedes Paar selbst beantworten.
      Deine zweite Frage ist allerdings sehr interessant, weil sie neue Gedanken aufwirft.


      zum Thema allgemein:
      Verantwortung und Kontrolle kann ich nur sagen, dass ich nicht viel sagen kann.

      Ob Führungskräfte nun Verantwortung abgeben wollen im Alltag oder nicht ist so individuell wie das Leben. Es ist nicht alleine die Frage ob sie das tun weil sie ausgelaugt sind von der Verantwortung oder ob sie einfach ausspannen oder sie ihrer Natur folgen oder oder oder. Das ist so müßig darüber nachzudenken zumindest für mich. Warum diese Meinung publiziert wird? Weil sie vielleicht ein Bild vermittelt was gewünscht ist. Nichts geschieht einfach so.

      Neu

      Verantwortung tragen immer alle beteiligten Personen.

      Ich als Sub bin in keinster Weise davon entbunden. Das beginnt damit, dass ich offen und ehrlich über Wünsche, Ängste, Grenzen, Tabus und eventuelle körperliche Einschränkungen rede. Und zwar nicht nur über meine eigenen, sondern auch über die meines Partners. Mir ist es wichtig, dass er sich wohlfühlt und auch seine Grenzen nicht überschritten werden.

      Während einer Session gilt genau das gleiche. Ich trage auch Verantwortung für ihn. Wenn ich merken würde, für ihn ist was nicht mehr ok, dann liegt es auch an mir, ihn aus dieser Situation rauszuholen und nicht zu verlangen, dass er jetzt das Programm einfach weiter durchzieht. Und ich selbst muss eben auch deutlich machen, wenn was für mich nicht mehr richtig läuft, falls er es nicht bemerkt.

      Diese gegenseitige Verantwortung, eben auch von mir als Sub getragen, ändert aber nichts an der Rollenverteilung. Wer das Sagen hat ist trotzdem immer klar;-)

      Zu Managern bei Dominas möchte ich eigentlich nichts sagen:-) Mir ist es vollkommen egal wer warum welche Neigung hat und finde es müßig so etwas zu analysieren. Auch bei mir selbst denke ich nicht wirklich darüber nach, warum ich auf dieses und jenes stehe. Nehme es einfach so hin und genieße es. :love:
      a b s o l u t e l y n o r e g r e t s