Ungeduld oder zu große Erwartungen?

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      Ungeduld oder zu große Erwartungen?

      Guten Morgen zusammen,

      heute muss ich ein paar Gedanken loswerden und bin gespannt, was ihr dazu sagt:

      Generell bin ich jemand, der sich schnell in eine Person verguckt und viel gibt, damit es klappt. So war es in allen Beziehungen ohne BDSM.
      So. Dann habe ich angefangen, in die BDSM-Welt einzutauchen und das Glück, auf interessante und anständige Doms zu treffen.
      Aber auch hier ist mein "Problem" Folgendes:
      Beginnt man zu schreiben und merkt, man ist auf einer Wellenlänge, glühen die Tasten. Jede Sekunde schreibt man, macht sich heiß und will sich sehen.
      Naturgemäß ebbt das irgendwann ab und normalisiert sich.
      Ich weiß, dass das völlig normal ist. Dennoch kreisen immer und ausnahmslos meine Gedanken. Bin ich langweilig geworden für den Dom? Sucht er sich eine andere Sub?
      Im Alltag bin ich so selbstbewusst, aber in Bezug auf diesen Punkt ein Häufchen Elend.
      Und das will ich dem Objekt der Begierde auch nicht auf die Nase binden.
      Wenn er es jedoch nicht weiß, kann er nicht darauf reagieren.
      Am liebsten wäre mir, die Welt steht still, es gibt nichts anderes außer die DS-Beziehung, die man pflegt.
      Aber klar, es ist ein rosaroter Traum. Es gibt eben das normale Leben.
      Da ich aber immer viel investiere und mir die Sache wichtig ist, entsteht ein Ungleichgewicht, das mich unglücklich macht.
      Da ich von keinem Dom erwarten kann, dass ich der Nabel der Welt bin (Und das ja eigentlich nicht will) muss ich mich etwas zurückschrauben. Aber wie?

      Ich nerve mich mit den Gedanken schon selbst....

      BodyFly schrieb:

      Ich weiß, dass das völlig normal ist. Dennoch kreisen immer und ausnahmslos meine Gedanken. Bin ich langweilig geworden für den Dom? Sucht er sich eine andere Sub?
      Im Alltag bin ich so selbstbewusst, aber in Bezug auf diesen Punkt ein Häufchen Elend.
      Und das will ich dem Objekt der Begierde auch nicht auf die Nase binden.
      Wenn er es jedoch nicht weiß, kann er nicht darauf reagieren.
      Hallo BodyFly,

      schau mal, genau da liegt der Hase im Pfeffer. Du wirst unsicher, zweifelst, ob Dom sich noch für Dich interessiert - aber sagst es ihm nicht. Und wie Du richtig festgestellt hast, wenn er es nicht weiß, dann kann er nicht darauf reagieren.

      In diesem einen Satz liegt die Lösung Deines Problems begraben: Rede! Sag Deinem Dom, was Dich beschäftigt, was Dich belastet und was Dich glücklich macht. Und vergiss nicht, ihn zu fragen, was ihn beschäftigt, belastet und glücklich macht ;) Nur so wird sich an Deiner Situation etwas ändern.

      Zum Thema "Tasten glühen" habe ich gerade einen Artikel im Kopf, den ich Dir nicht vorenthalten will. Guckst Du hier. Vielleicht findest Du Dich da wieder?

      Liebe Grüße
      von Spätzle
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.
      den Artikel habe ich auch schon mehrfach gelesen. Danke
      Ja und Nein fine ich mich dort wieder, da es mir in Vanilla-Beziehungen auch so ging....

      Und wenn ich meinem Dom das sage, bin ich zu kompliziert und anstrengend....
      Wenn ich mich selbst schon nerve, nerve ich auch mein Gegenüber. Wobei der ja nur einen Bruchteil mitbekommt...... Bin einfach ein Kopfmensch.
      Du, @BodyFly,

      merkst Du, was Du da machst?

      BodyFly schrieb:

      Und wenn ich meinem Dom das sage, bin ich zu kompliziert und anstrengend....
      Wenn ich mich selbst schon nerve, nerve ich auch mein Gegenüber.

      Du vergibst dem Dom jede Chance, Dir zu sagen, dass Du ihn nicht nervst und er dich genau so liebt, wie Du bist.

      Es klingt für mich, als wärest Du überzeugt davon, dass es gar nicht anders sein kann, als dass Du mit deiner Art alle nervst - inklusive Dir selbst. Wie soll daraus etwas Positives entstehen, wenn Du dich selbst aus dem Spiel nimmst, weil du dich fast schon für unzumutbar hältst?

      Dass das wilde Schreiben nachlässt, das Werben und Umgarnen, das ist doch normal. Das ist einerseits natürlich schade (all die schönen Worte und Komplimente, die Phantasien ...), andererseits aber auch eine Erleichterung. Niemand würde das ewig aufrecht erhalten können. Normalität ist auch Sicherheit. Man ist sich selbst gegenseitig sicher und natürlich vergewissert man sich dessen immer wieder, aber eben nicht in dieser Frequenz und mit diesem Energieaufwand. In gewisser Weise ist es auch ein gutes Zeichen, wenn man das nicht ständig muss.

      Stell Dir vor, dein Auto, das Du gerade erst stolz erworben hast, würde immer beim Einsteigen erst einmal eine Werbeclip über sich selbst abspielen. 30 Sekunden lang, bevor Du das Auto starten kannst. Diesen tollen Werbeclip, wegen dem Du das Auto vor ein paar Wochen noch so cool gefunden hast ...
      Klar, der Vergleich hinkt, aber Du weißt was ich meine?

      Vielleicht brauchst Du mehr Zeichen der Zuwendung, aber ich finde, dass Du das dann auch ansprechen darfst und solltest.
      Vielleicht findet Dein Dom ja auch einen Weg, um dich seiner zu vergewissern, der dezent aber nachhaltig ist? Eine Geste, ein Ritual, ein Symbol? Etwas, das er Dir geben kann, ohne dass Du denkst, dass Du ihn nervst? Etwas das Dir Sicherheit gibt. Doms tun so etwas und im Allgemeinen lieben sie das sogar :whistling: :squint: .
      Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.
      (Gustav Klimt)

      dbondino schrieb:

      Es klingt für mich, als wärest Du überzeugt davon, dass es gar nicht anders sein kann, als dass Du mit deiner Art alle nervst - inklusive Dir selbst. Wie soll daraus etwas Positives entstehen, wenn Du dich selbst aus dem Spiel nimmst, weil du dich fast schon für unzumutbar hältst?
      ja das stimmt. Im Grunde bin ich überzeugt davon. ...

      dbondino schrieb:

      Du vergibst dem Dom jede Chance, Dir zu sagen, dass Du ihn nicht nervst und er dich genau so liebt, wie Du bist.
      das ist sehr schön gesagt.
      Ich habe einfach sehr wenig Erfahrung damit.
      Ich weiß, dass er wissen muss, was in mir vorgeht. Sonst kann er nicht darauf reagieren.
      Aber die Balance zu finden ist schwer. FRAU redet gern viel über ihre Befindlichkeit.
      MANN eher nicht so....
      Ich kann mich nur allen Vorrednern anschließen: redet mit einander. In jeder Form von Beziehung, ist das wichtig.

      Dein Verhalten kann ich komplett nachvollziehen, weil ich auch so war und immer teilweise immer noch so bin.

      Hast du über deine Gedankenmit deinen engsten Bezugspersonen gesprochen? Nicht die, die nur mit “ach Quatsch... du nervst nicht...” kommen. Bei einem ruhigen Abend einfach mal diese Sorgen besprechen. Du wirst sehen, du machst nur einen Person auf der Welt fertig mit solchen Gedanken: dich! Alle anderen finden dich alles andere als nervig und sind froh, dass du so bist wie du bist. Glaub mir ^^ .

      Du hattest immer fantastische Doms und das kann ich über meine auch nur sagen. Jedoch habe ich bei meinen gemerkt, dass sie über Gefühle und was sie bedrückt reden. Ja, meine Vanilla Partner haben das nicht getan, aber da war nie das Vertrauen da, was ich einem Dom entgegen gebracht habe. Aber wie soll ich als Sub mich auch auf den Dom einstellen, wenn ich seine Gefühlswelt nicht kenne?

      Geb ihm die Chance, reden und dich verstehen zu dürfen. Aktuell erlaubst du es ihm nicht ;).

      Oder wenn du vor dem reden zu sehr Angst hast, wäre ein Brief schreiben eine Alternative?

      Wenn das Thema besprochen ist, wird eine ganze Lawine von deiner Schulter fallen... das ist toll :love: