Fehlende Ideen

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      Fehlende Ideen

      Ich könnte ein wenig Unterstützung der Forumsgemeinschaft gebrauchen: meine Frau (Sub) und ich (Dom) haben für uns die BDSM-Spielart entdeckt. Da wir Kinder haben, kam unsere Sexualität in den letzten Jahren leider etwas zu kurz, allerdings sind wir auf einem sehr guten Weg, die alte Leidenschaft wieder neu zu entfachen. Vor einiger Zeit führten wir ein offenes Gespräch, in dem sie mit mitteilte, dass sie sich diese Spielart wünscht. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich mit BDSM nur oberflächlich beschäftigt und wir haben bis dahin auch nur einige wenige Komponenten aus der vielfältigen Welt des BDSM in unser Liebesleben einfließen lassen (also ohne Rollenverteilung Dom/Sub, ohne geplantes "Spiel" etc.). An BDSM finde ich auch wirklich Gefallen, auch mag ich die Rolle des Dom, allerdings tue ich mich recht schwer, einen solchen "Spielabend", der im Regelfall zw. 2 und 3 Stunden dauert, zu planen. Ich bin nicht der kreativste Mensch und mir fehlen oftmals Ideen, wie ich unser Spiel gestalten kann. Unser Spiel beginnt, in dem sie mich mit bereits angelegtem Halsband in einer zuvor besprochenen Position erwartet.
      Auch hole ich mir von meiner Sub Anregungen, allerdings kann sie ja nicht Regie führen.

      Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir unser Spiel vom "normalen" Leben strikt trennen und wir uns auf Augenhöhe begegnen.

      Über Tipps würde ich mich freuen ;)
      Erstmal herzlich willkommen im Forum! :blumen:
      Vorschläge der Mitglieder sind sicher nicht schlecht, aber ist es dann das richtige für euch?
      Habt ihr eure Vorlieben, Grenzen und Tabus zusammengetragen?
      Ist sie devot, masochistisch? Wie bist du?
      Will sie Schmerzen, will sie erniedrigt werden?
      Es gibt so viele Möglichkeiten!
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Hallo @Ruwo2007

      Regie führen soll deine Sub sicher nicht. Sie kann dir aber durchaus sagen, welche Phantasien sie hat, was sie anregend findet und was nicht. Denn BDSM soll ja für beide schön und erfüllend sein. Welche ihrer Phantasien du dann ausführst und wann du das machst, das bleibt selbstverständlich dir überlassen.

      Ich komme mal wieder mit dem Beispiel der Wiese (weil ich das einfach toll finde...): Stell dir eine große Wiese vor, mit Bäumen und Blumen und einem Bach und allerlei Dingen, die ihr entdecken könnt. Sub steckt auf dieser Weise einen Bereich ab, in dem du dich frei bewegen kannst. Der Zaun ist ihre Grenze. Es gibt innerhalb des Zaunes viele Dinge zu entdecken. Was du dir aber wann anschauen möchtest, ist deine Entscheidung. Sub kann auch neue Dinge in die Wiese einbringen, z.B. neue Blumen pflanzen, die ihr dann gemeinsam entdecken könnt. Genau so kannst du vielleicht mal ein wenig am Zaun rütteln, denn der kann durchaus auch in beiderseitigem Einverständnis versetzt werden, wenn ihr z.B. hinter dem Zaun einen tolles Plätzchen oder eine lieblich duftende Blume entdeckt.....

      Ich hoffe, du verstehst, was ich mit dieser Metapher sagen will.

      Wenn deine Sub dir also sagt, was sie mag und was nicht, dann führt sie damit ja noch lange keine Regie in dem Sinne, dass sie sagt, was du mit ihr machen sollst. Sie sagt dir halt nur, worauf sie steht. Denn wie gesagt, BDSM soll beiden Spaß machen.


      Was du dann letzlich in einer Session machst, ist deine Sache. Lass deine Phantasie spielen. Lies dich hier im Forum ein. Niemand wird dir hier einen Masterplan vorlegen, denn BDSM ist so verschieden, wie es die Menschen sind.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Ich stimme da meinen beiden Vorrednern zu.
      Zum einen solltet ihr beide wissen was ihr wollt und, was vielleicht noch wichtiger ist, was ihr nicht wollt.

      Dann beschäftigt euch mit dem. Lasst eurer Phantasie freien Lauf.

      Und lasst euch nicht einengen.
      Ich weiß ja nicht woher du das hast, dass ein Spieleabend 2 bis 3 Stunden dauert. Diese Zeit im Kopf zu haben schränkt einen ein und blockiert.
      Ein Spieleabend kann 30 min dauern, er kann sich aber auch über mehrere Tage hinziehen. Die Dauer ist nicht das entscheidende Kriterium.
      Wenn ihr beide nach einer Stunde glücklich und erschöpt sein solltet, dann ist das so. Und es ist gut so.
      Wichtig ist nur, dass ihr beide glücklich seid.

      Alles andere kommt von selbst. Gemeinsam.
      "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it."

      (Voltaire Biografin Evelyn Beatrice Hall, 1906)

      Ruwo2007 schrieb:

      An BDSM finde ich auch wirklich Gefallen, auch mag ich die Rolle des Dom, allerdings tue ich mich recht schwer, einen solchen "Spielabend", der im Regelfall zw. 2 und 3 Stunden dauert, zu planen
      Warum musst Du das denn unbedingt planen?
      Vielleicht wäre es besser, eher spontan etwas zu machen, wozu Du dann gerade Lust hast?
      Ich habe ein bisschen, wie @Wabisukisha, das Gefühl, daß Du Dich möglicherweise so im Vorwege unter Druck setzt, daß Dich das blockiert.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Wir haben keinen Zeitdruck, das waren nur Erfahrungswerte. Was wir beide wollen und welche Grenzen wir haben, wissen wir sehr wohl, lediglich fehlt mir die Phantasie (und manchmal der Mut, meine Partnerin nun in der Rolle der Sub zu sehen), ein "Spiel" daraus zu machen. Ich bin ein sehr rational denkender Mensch, d.h. ich mache mir währenddessen viele Gedanken und kann mich nicht einfach treiben lassen. Auch fällt es mir schwer, während des Spiels einfach mal inne zu halten, ich verspüre immer den Zwang, irgendetwas tun zu müssen - was dann schon wieder in Hektik ausartet. Kompliziert...
      Mhm.... mal eine Frage:
      Wenn es dir schwer fällt bei einer Session (okay, okay... Spieleabend :rolleyes: ) einfach mal inne zu halten, und immer irgendwas tun musst...
      Wie schaffst du es dann danach zu gucken wie es ihr geht? Ihr auch die "Ruhe" zu schenken, um sich fallenzulassen?
      Ich meine diese Frage sehr ernst, bevor mir Sarkasmus unterstellt wird.
      Denn ich selbst könnte das unter den von dir angegebenen Umständen nicht.
      Und wenn ich kein Auge auf sie haben kann, würde ich auch nicht mit ihr spielen.

      Mir scheint es, du bist ein Getriebener.
      Da würde ich normalerweise sagen "Ho Brauner, langsam mit den Pferden!"
      Du sagst ja du magst die Rolle des Dom. Du spielst ihn gerne.
      Aber gute Schauspieler tauchen in Ihre Rolle ein. Werden eins mit ihr.
      Und ein Dom ist kein Getriebener.

      Setz dich doch nicht unter Druck. Zwinge dich zur Ruhe. Dann wird das schon.
      "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it."

      (Voltaire Biografin Evelyn Beatrice Hall, 1906)

      Wabisukisha schrieb:

      Mhm.... mal eine Frage:
      Wenn es dir schwer fällt bei einer Session (okay, okay... Spieleabend :rolleyes: ) einfach mal inne zu halten, und immer irgendwas tun musst...
      Wie schaffst du es dann danach zu gucken wie es ihr geht? Ihr auch die "Ruhe" zu schenken, um sich fallenzulassen?
      Ich meine diese Frage sehr ernst, bevor mir Sarkasmus unterstellt wird.
      Denn ich selbst könnte das unter den von dir angegebenen Umständen nicht.
      Und wenn ich kein Auge auf sie haben kann, würde ich auch nicht mit ihr spielen.



      Ich gebe zu, das gelingt mir leider nicht immer...(keine Sorge, für meine Partnerin besteht nicht die Gefahr gesundheitlicher Schäden)...

      Ruwo2007 schrieb:

      Wabisukisha schrieb:

      Mhm.... mal eine Frage:
      Wenn es dir schwer fällt bei einer Session (okay, okay... Spieleabend :rolleyes: ) einfach mal inne zu halten, und immer irgendwas tun musst...
      Wie schaffst du es dann danach zu gucken wie es ihr geht? Ihr auch die "Ruhe" zu schenken, um sich fallenzulassen?
      Ich meine diese Frage sehr ernst, bevor mir Sarkasmus unterstellt wird.
      Denn ich selbst könnte das unter den von dir angegebenen Umständen nicht.
      Und wenn ich kein Auge auf sie haben kann, würde ich auch nicht mit ihr spielen.



      Ich gebe zu, das gelingt mir leider nicht immer...(keine Sorge, für meine Partnerin besteht nicht die Gefahr gesundheitlicher Schäden)...

      Es geht ja auch nicht nur um das gesundheitliche.
      Aber wenn du nicht die Ruhe hast um nach ihr zu schauen, sondern wie ein Getriebener immer etwas machen musst... dann kannst du doch gar nicht richtig mitbekommen, was ihr gerade in dem Moment gefällt, weil du schon dabei bist zu überlegen, was du als nächstes machen sollst/willst. ?(
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      (Voltaire Biografin Evelyn Beatrice Hall, 1906)
      @Ruwo2007,

      ich kenne deine Schwierigkeiten gut. Zumindest hört sich das sehr nach was an, womit ich mich eine weile rumgeschlagen habe. Ich hatte mir das auch so vorgestellt, dass ich eine Art Programm entwerfe und dann sozusagen abspielen kann. Ich hatte die Hoffnung das gibt mir Sicherheit.. und lässt mich irgendwie souverän aussehen.
      Aber Pustekuchen! Ich kann leider nur sagen, dass klappt so nicht, jedenfalls bei mir.
      Was man sich vorher so schön zusammengereimt hat auch in die Tat umzusetzen hat oft mehr als nur einen Haken. Und dann ist improvisieren gefragt.

      Also hab ich mit der Zeit improvisieren gelernt. Das hat zur Folge, dass ich auch wenn mal was nicht klappt, nicht aus dem Tritt komme, also genau was ich eigentlich erreichen wollte.
      Konkret läuft das meisten so ab, dass mir eine Idee zukommt, was ich gerne mit ihr anstellen will. Diese eine Sache füllt aber nun keinen ganzen Abend, also greife ich auf schon bekannte Dinge zurück, sozusagen als Füllmaterial. Klingt schrecklich unromantisch ;) aber ich denke so wird klar, was ich meine.
      Und einen Plan B hab ich auch meistens noch, falls das was ich vorhabe aus irgendeinem Grund nicht zu machen ist. (Stichwort Tagesform, oder sonstige Unvorhersehbarkeiten) Wenn man erst mal überlegen muss, was man als nächstes anstellen soll, das killt bei mir den Flow.

      Also:

      1. Ziel haben
      2. Plan B, falls Ziel nicht umsetzbar ist
      3. Ein großes Repertoire aus "Füllstoff" im hinterkopf haben.
      4. Locker bleiben und einfach treiben lassen
      5. Neben japsender und verschwitzter Sub sitzen und dich innerlich auch die Schulter klopfen *g*

      Hoffe das hilft weiter,

      Sorin
      Hier ensteht für Sie eine neue, geistreiche Signatur
      Ich melde mich mal aus dem Keller zu Wort...

      Ich behaupte ,dass es für Sessionen keine ^Masterplan ^geben muss und kann...

      Es ist doch nichts anderes als ein Reiz Reaktions-Spiel ....und in welchem Rahmen ich mich als DOM verhalten und ausprobieren kann...dieses Spielfeld gibt die Sub frei.

      Weisst Du daher um ihre Vorlieben und ihr Abneigungen...sind ihre Grenzen gesteckt...

      Als DOM hast auch Du Verlangen,Begehren und Vorlieben,die sie sicher bedienen wird ,wenn sie DEIN sein will!!!


      Alles in allem ist es nicht immer sinnvoll in deiner beschriebenen Erstposition schon zu starten...

      BDSM kann auch schon im Vorfeld -im Alltag starten über Aufträge
      (Vorfreude,die geschürt wird)
      ,die Hinweise geben ,wohin die Reise geht... und das geht auch in einer Familienidylle ...die Kids müssen davon nix mitbekommen...

      Und Tease und Denial kann man über den ganzen Tag direkt und indirekt leben...so lange Spannung aufbauen...
      Ich bin eigentlich mein Leben lang fest überzeugt gewesen devot zu sein und bin gerade dabei die andere Seite kennen zu lernen.
      Mir hat ein “Spiel” mit meinem potentiellen Sub viel Spaß gemacht und ich habe viel über ihn gelernt. Ich habe ihm über mehrere Wochen jeden Tag eine Frage per Handy gestellt und er musste innerhalb von 24 Stunden antworten. Dabei gab es 3 Joker, die er hätte setzten können, wenn er die Frage nicht beantworten kann.
      Erstens kann man so schön Tabus abfragen, aber auch Wünsche und Vorlieben erfragen. Zweitens macht man sich spätestens nach 2 Wochen Gedanken, was man so alles noch fragen kann.
      Das Ergebnis hat mir geholfen, Sessions ohne große Planung zu spielen. Ich bin sicher noch weit entfernt von den Möglichkeiten, aber wir sind beide, wie ihr, Anfänger und Tasten uns heran.
      Ich muss mich da auch mal einmischen.

      Was meine Vorredner alle geschrieben haben ist ja schön und gut und vollkommen richtig. Keine geplanten Abläufe, keine Zeit Organen etc pp.

      Aber ich glaube zu wissen was genau du eigentlich wolltest. Nämlich Ideen was man denn überhaupt so machen kann. Wie beginnt man so eine Session? Was kann man seiner Sub "antun"? Was für Aufgaben kann man geben?

      Zumindest sind das die Fragen die meinen Beginner Dom immer beschäftigen...

      Ruwo2007 schrieb:

      Auch hole ich mir von meiner Sub Anregungen
      Das ist doch eine gute Idee! Lass dir erzählen, was sie für Phantasien hat. Sprecht darüber. Dann lass deiner eigenen Phantasie freien Lauf. Und dann macht ihr einen Plan für die nächste Session: DAS wollen wir machen, SO soll es werden.

      Gerade einem Anfänger wird es helfen, einen konkreten Plan zu haben. Dieser besteht aus einem Einstieg, der Durchführung, möglichen Varianten und einem für beide positiven Abschluss. Das Projekt kann man dann eine Weile im Kopf hin und her bewegen, ein paar Mal besprechen, bis es sich konkretisiert. Dabei muss man sich aber klar sein, dass es auch anders laufen kann, wenn irgendeine emotionale Situation nicht stimmt oder ein technisches Problem auftritt.

      Erst nach langer Erfahrung kann Dom "planlos" und spontan etwas starten, und je besser man sich gegenseitig kennt, um so einfacher wird das. Aber selbst bei mir kommt es nach 20 Jahren immer wieder vor, dass ich mir etwas ganz bestimmtes vornehme und das vorher "ausarbeite". Das macht Spass und Vorfreude. Daran darf Subbie auch Teil haben und mir ihre Gedanken mitteilen. Ob und wie ich das gestalte, entscheide dann ich.

      Bei fehlenden Ideen hilft vielleicht auch mal ein gemeinsamer Rundgang durch die BDSM-Abteilung in einem Sexshop. Nicht zu vergessen das Internet...
      Es ist schon eine reichhaltige Werkzeugkiste, die man als Dom zur Hand hat. Das ist im übertragenen Sinne gemeint, aber auch im wörtlichen.
      Daraus bediene ich mich je nach Lust und Laune.
      Der Werkzeugkasten wächst mit der Zeit. Was sich bewährt, bleibt drin, vieles fliegt ganz schnell auch wieder raus ... aber er wird größer und vielfältiger.
      Wir sind sicherlich sehr vorsichtige BDSMler, wenig risikofreudig, trotzdem fühle ich mich nicht eingeschränkt im meinem Tun.

      Sensorische Reize:
      Streicheln, kratzen, beißen, knabbern, schlagen, kitzeln, ... von Federn über jedes Schlaginstrument bis hin zum Nadelrad oder einfach den Fingernägeln, Nippelklemmen, Klammern, Kerzenwachs, Eiswürfel oder für weitergehende Spiele auch klinische oder Elektro-Instrumente ist alles erlaubt. Was soll ich sagen, das ist echt viel.

      Einschränkendes:
      Riemen, Seile, Ketten, Fesseln aller Art, Halsbänder, Masken, Augenbinde, Knebel, es gibt ganze Anzüge oder Zwangsjacken, aber auch Frischhaltefolie kann sehr effektiv sein. Von leichter Bewegungseinschränkung (ein paar Handschellen) über Fixierung (Bewegungsunfähig machen) bis hin zu bewußt unbequemen oder schmerzhaften Positionen ist viel denkbar. Auch eine Liebesschaukel oder Sling erlauben hier einige Variationen.

      Besitzergreifendes:
      Halsband, Leine, aber auch mit Dildo, Plug, Knebel kannst Du die Sub "in Besitz" nehmen, wenn man nicht gleich dauerhafte Zeichen setzen will.
      Aber auch mit Aufträgen, sich auf bestimmte Weise zu schminken, herzurichten, zu kleiden, lässt sich Sub mental in Besitz nehmen.

      Psyche und Spannung:
      Eine Story erzählen, in ihr ein Bild aufbauen, Tease & Denial, sie im Ungewissen lassen, Erniedrigung, Dirty Talk, ... führe sie durch eine Fantasie.

      Das ist nur ein schneller Abriss, was mir sofort einfällt und die ganz Erfahrenen werden sicher mehrfach zucken wegen falscher Zuordnung oder Benennung. Für eine Idee sollte es aber reichen.

      Sessions plane ich nicht, tue mich auch schwer damit. Wir haben einfach Spaß an einander. Ich beginne den Weg, wie es mir gefällt und ihre Lust ist mein Wegweiser, wie es dann weitergeht. Mein größtes Glück ist, wenn sie sich willenlos und in ihrer Lust verloren in meinen Händen windet. Oft konzentriere ich mich so sehr auf sie, dass ich ihr am Ende gerne "den Vortritt" lasse und danach von ihr verwöhnt werde. Für uns passt das so. Es kann für euch völlig anders sein.

      Weniger Masterplan, mehr Gefühl und Vertrauen! Hab' Spaß!
      Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.
      (Gustav Klimt)
      Ob man spontan und planlos etwas 'starten' kann, hängt zum Teil sicher von der Erfahrung ab. Mehr noch liegt es meiner Meinung nach aber an den Personen, deren Wesen und deren Fantasie(-vermögen); und natürlich spielt es auch eine entscheidende Rolle, wie man sich BDSM in der Praxis vorstellt und wünscht.

      Bei uns ist es so, dass mein Herr sich vorher nie einen konkreten Plan zurechtgelegt hat, wie eine Session ablaufen soll. Sowieso finden bei uns eigentlich keine Sessions zu einem geplanten Zeitpunkt statt, sondern entstehen immer spontan, wenn die Situation passt, wir in der Stimmung dafür sind und es sich dann einfach ergibt. Und dann gehen wir ganz nach Gefühl. Er kann ja nicht zwei Wochen vorher schon wissen, worauf er an dem und dem Tag Lust hat - und ob das dann auch für uns beide wirklich passt (Tagesform usw.). Ich persönlich finde es so auch viel schöner, weil ich dann spüre, dass er wirklich seiner Lust folgt und dabei auch auf mich eingeht und ggf. auf meine aktuelle Verfassung Rücksicht nimmt. Es muss halt so einiges zusammenpassen - und das ist zumindest bei uns nicht im Vorfeld planbar/vorhersehbar.

      Hätte ich das Gefühl, er hätte sich vorher ein Drehbuch geschrieben, das er nun Schritt für Schritt abarbeitet, würde mir die Lust wahrscheinlich schnell vergehen, weil es sich nicht mehr 'echt' anfühlen würde (und das mag ich gar nicht). Ideen hat er immer, aber was er davon in einer Session umsetzt, macht er davon abhängig, worauf er in dem Moment wirklich Lust hat, was er glaubt, mir 'zumuten' zu können und entscheidet es erst in der jeweiligen Situation. Wir lassen uns lieber vom Gefühl leiten als einen Plan auszuarbeiten. :) Das hat von Anfang an gut funktioniert - und nein, mein Herr hatte damals keinerlei Erfahrung mit BDSM. ;) Für uns ist es ein Zusammenspiel - immer.

      Das muss aber jeder selber wissen und so angehen, wie es für ihn bzw. in seiner Beziehung stimmig ist. :)
      Dass man zu Anfang überfordert ist und es noch nicht so flüssig vonstatten geht, wie man es vielleicht gerne hätte, finde ich normal und gar nicht schlimm. Irgendwie muss man seine ersten Erfahrungen ja sammeln!
      Meine Erfahrung mit einem Drehbuch ist, das ich die nur selten komplett umsetze. Da plant man liebevoll Bondage mit Strom zu kombinieren, dann ist das Gerät, das man gestern extra geladen hatte doch leer. Das Feuerzeug für die Kerze nicht am Bett und das Eis bei der letzten Feier aufgebraucht und noch nicht wieder nachgemacht. Dann holt man sich den Pinsel oder das verstaubte Nadelrad raus und verbindet die Augen. Solange der/die Sub das Drehbuch nicht kennt, kann er ja nicht wissen, was ich eigentlich geplant habe. Vielleicht bin ich auch verschmust oder habe Lust ihm erst Mal eine Stunde lang zu blasen .... Wobei ich da natürlich versehentlich immer Pause mache, wenn es zu schön werden könnte .
      Umgekehrt ist es auch so, wenn ich bin und wieder bespielt werde, habe ich zwar meine Wünsche, genieße es aber, wenn die komplett ignoriert werden und was ganz anderes passiert.