Sub hat keine Lust auf Sex - und dann?

      In unserer Beziehung habe ich das Recht und ich nehme es mir.
      „Unlust“ der Sub ist hierbei kein Grund, dass ich auf meine Bedürfnisse verzichte. Im Gegenteil, unser Machtgefälle ist gerade so angelegt, dass sie mir immer, 24/7 gehört und dient. Sie lebt das bewusst, braucht das und erwartete sogar, dass ich so agiere.

      Grenze ist dabei meine Einschätzung. Und der Konsens, dass ich ihr keinen. Schaden zufüge.
      In der Situation selber geht es unter Umständen sehr weit, bis dahin, dass ich es mit durch körperliche Überlegenheit nehme. Sie dabei weint und schreit. Rückblickend haben uns aber gerade solche Erlebnisse weitergebracht, unser Machtgefälle und damit unsere D/s-Beziehung gestärkt.
      Reine Unlust zählt nicht. Ich will, dass der Mann mich nimmt, wenn er will. So oft kam Unlust bislang aber auch nicht vor.
      Und wenn, genügt oft schon ein starker Griff an meinen Arm, um das zu ändern.
      Wenn ich immer gefragt werden würde, ob ich Lust hab - würd ich ziemlich schnell "frech" werden.

      Aber dieser Thread hat mich dennoch zum Nachdenken gebracht. Denn Sex ist die eine Sache - aber BDSM, speziell harte
      Sachen, eine ganz andere. Für mich jedenfalls.

      Also ich komm platt von der Arbeit, bin genervt von Kollegen und möchte mir in Ruhe die Simpsons anschauen. Stattdessen soll
      ich gefesselt und verhauen und was sonst noch werden. Mmmmhhh . . .
      Bin gespannt, ob die Situation mal eintritt. Denn für SM muss ich schon a bissle geil sein, glaub ich.
      Wenn ich im Gegensatz zu meinem Herrn mal keine Lust habe, wünsche ich mir eigentlich immer, dass er sich trotzdem nimmt, wonach ihm gerade der Sinn steht. Ich würde ihm zur Verfügung stehen, sofern es sich bei meiner Unlust wirklich nur um 'gerade keine Lust' handelt und nicht um 'Ich will/kann gerade wirklich nicht.' (aus einem triftigen Grund). Es wäre für mich auf jeden Fall erfüllend, würde mir gefallen und meine Devotion ihm gegenüber vertiefen.

      Leider hat er das bisher selten gemacht. Das liegt aber ganz einfach daran, dass ihm selbst die Lust auf Sex vergeht, wenn er merkt, dass ich gerade so gar nicht in Stimmung bin. Mein Einverständnis habe ich ihm in den letzten Jahren mehrfach gegeben, wenn wir darüber gesprochen haben, aber er sagte mal, er würde sich schäbig dabei fühlen, wenn er genau wüsste, dass ich in dem Moment 'eigentlich' nicht will. Ich glaube, was das angeht, kann er sich noch nicht wirklich in mich und mein devotes Empfinden hineinversetzen.

      Was aber durchaus schon vorkam und für uns beide eine ganz gute Lösung war: Wenn ich - aus welchem Grund auch immer (meistens, weil ich mich psychisch nicht in der Lage dazu gefühlt habe) - nicht konnte/wollte, habe ich ihm dennoch seine Befriedigung verschafft, nur eben ohne meinen Körper 'herzugeben'.
      Dazu ist mir in einem Gespräch etwas noch eingefallen.
      Aus einer früheren Beziehung kann ich sagen, dass es auf das Setting ankommt.
      Wenn der dominante Part es darauf anlegt, dass Sub Lust hat, dann so kenne ich es, spielt er im Vorfeld schon mit dem Kopfkino.
      Das sind also eher nicht die Situationen, wo Sub Leine Lust hat.

      Die andere Situation, ist die reine Bedürfnisserfüllung von Dom.
      Da brauche ich, eine klare Anweisung oder Handlung.
      Wie erkläre ich das jetzt FSK 18 frei ?(

      Nach einem arbeitsreichen Tag, muss ich schon gepackt werden oder sehr deutlich, mit einer klaren Anweisung in die entsprechende Situation gebracht werden. Quasi Aussichtslos.
      Bei schwammigen Ansagen oder "Halbherzigkeit" würde ich evtl. Ausflüchte suchen.

      Das geht allerdings nur, wenn Sub tatsächliche Probleme um Vorfeld auch immer kommuniziert. So hat der dominante Part die Gewissheit, dass im Großen und Ganzen alles in Ordnung ist und er "so" vorgehen kann.
      Wenn du jemanden verstehen möchtest,
      höre nicht auf seine Worte
      sondern beobachte sein Verhalten.