Wie wichtig ist euch die richtige Anrede/Ansprache?

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      Wie wichtig ist euch die richtige Anrede/Ansprache?

      Hallo zusammen,

      ich hoffe, dass ich mit meiner Frage in diesem Bereich des Forums richtig bin. Als Neuling hat man ja immer 1.000 Fragen und muss sich erst zurecht finden. Zurück zum Thema!

      Mich würde in erster Linie die Meinung der Doms interessieren, wie wichtig euch die korrekte Anrede während einer Session oder auch ganz allgemein ist? Wie handhabt ihr das? Oder ist es euch vielleicht sogar egal, unwichtig, etc.?

      Da wir noch ganz am Anfang unserer BDSM Reise stehen, war die Anrede zwischen meinem Mann und mir bisher noch nicht wirklich ein Thema. Allerdings vermute ich, dass dies zeitnah, garantiert der Fall sein wird.

      Aktuell tue ich mich gedanklich damit noch äußerst schwer. Kommt mir momentan noch so sperrig und inszeniert vor.

      Auch würde ich gerne wissen, welche Anrede ihr bevorzugt? Es gibt ja die verschiedensten Formen, Herr, Meister, Sir usw..

      Wenn ich mir vorstelle, dass ich meinen Mann während der Session mit Meister ansprechen soll, muss ich wirklich lachen. Denke da direkt an Meister Eder und sein Pumuckel. (Tut mir leid, in meinem Kopf ist das lustig. Bin ein wenig wahnsinnig! :pillepalle: ) Könnte wahrscheinlich nicht ernst bleiben und würde die Stimmung killen. Dies soll natürlich nicht irgendwie abwertend klingen, für diejenigen, welche diese Bezeichnung nutzen. Spreche nur von meinem Kopfkino, meine dies nicht despektierlich. :sofa:

      Würde mich über eure Meinungen und Antworten freuen.

      Beste Grüße,

      Ancilla
      Bonjour Ancilla,

      eine solche Anrede ist selbstverständlich keine Pflicht. Wenn Du Dich damit unwohl fühlen würdest, Deinem Mann im Rahmen eurer BDSM-Erkundungen eine andere Anrede angedeihen zu lassen, als Du sie zuvor für ihn zu nutzen pflegtest, spricht nichts dagegen, es schlichtweg zu lassen. Vielleicht kommt mit der Zeit der Wunsch, ihn doch bspw. Deinen Herren zu nennen, vielleicht sehnst Du Dich irgendwann danach, um das Machtgefälle verbal klarzustellen. Vielleicht aber fühlt es sich für Dich oder gar euch dauerhaft richtiger an, Du sprichst ihn ganz gewohnt an, nutzt bspw. seinen Vornamen, da alles andere sich aufgesetzt anfühlen würde. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Denn gerade aufgesetzt soll eure Intimität doch sicherlich nicht sein. : )

      Grüße!
      Hallo Ancilla,

      mein Mann (Dom) und ich (Sub) sind auch noch relativ neu in diesem Bereich. Anfangs, beim rantasten, haben wir uns genauso angesprochen wie die 13 Jahre vorher auch.

      Ich habe dann irgendwann damit angefangen ihn Herr bzw mein Herr zu nennen, aber ausschließlich wenn wir eine Session haben. Das fühlt sich jetzt für mich richtig und gut an und unterstreicht unser Machtgefälle. Im Alltag bleibt alles wie vorher.

      Irgendwann fing er dann an mich sein Mädchen zu nennen, weil er es so fühlt bzw sich damit wohl fühlt.

      Ich glaube, am wichtigsten ist einfach, dass ihr euch wohl fühlt. Sprecht darüber ob ihr das wollt, ob ihr euch das vorstellen könnt und wenn ihr der Meinung seid ihr wollt es, dann tut es. Wenn nicht, lasst es, denn sonst wird es künstlich und ihr könnt euch nicht in die Situation reinfallen lassen.

      Und wenn der Wunsch oder das Bedürfniss einer anderen Ansprache erst zu einem späteren Zeitpunkt kommt, probiert es und sprecht drüber.

      Liebe Grüße
      Es gab schonmal einen ähnlichen Thread, finde ihn nur grad nicht.

      Da meine Holde und ich schon ewig zusammen sind, auch wenn erst kurz BDSM leben, so käme mir das falsch vor.
      Spräche sie mich auf einmal als Herr an oder ähnliches, ich glaub dann wäre ich erstmal raus.

      Nur nicht verrückt machen lassen.
      Ihr entwickelt euer BDSM und nicht das was ihr vllt als momentanes Bild habt.

      Ich glaub so viele legen da wie ich absolut keinen Wert drauf. In Neu Beziehungen wird es bestimmt anders aussehen.

      Also wenns Dir passt und ihm auch, tu es, ansonsten warum ändern, was bisher funktionierte?
      Die Bestätigung als "Herr" bekomme ich von meiner Holden auch ohne das Herr, wenn ihr nach dem Spiel nur in die Augen schaue.
      ich wollte noch etwas hinzufügen:

      der Vorteil darin, während des Spiels eine Anrede (oder Kosenamen) zu verwenden, liegt auch darin, dass, sollte das Safeword nicht mehr geläufig sein, der Echt-Name so "durchschlägt" dass das Gegenüber merkt "hier läuft was schief".

      Beitrag von Ancilla26 ()

      Dieser Beitrag wurde von Félin aus folgendem Grund gelöscht: OT ().

      Dominantseptakkord schrieb:


      Meine Partnerin verwendet manchmal meinen Vornamen, manchmal einen Kosenamen und manchmal eine Anrede, die das Machtgefälle ausdrückt. Wann sie mich wie nennt, ist in der Regel ihre Entscheidung. Ich habe ihr auch nicht vorgeschrieben, welche Anrede sie zu verwenden hat (ich habe nur ein paar Anreden ausgeschlossen, weil ich sie nicht mag).
      Ich wusste doch, ich habe die Frage vor kurzem schon einmal beantwortet. :)
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Also ich habe einen Vornamen, der sehr gut funktioniert :)

      Weitere oder andere Bezeichnungen benötige ich nicht.

      Natürlich kann sich so etwas spontan ergeben und dann auch passen, aber gewollt und grundsätzlich eingefordert geschieht dies nie. Das muss von allein kommen. Stören würde es mich, abhängig von der Bezeichnung, nicht.

      Die Positionen sind auch ohne besondere Bezeichnungen klar, ansonsten sorge ich dafür ;)
      Bekennender Schwarzteefetischist. Wehe dem, der meinen Tee kalt werden lässt...
      Mein Mann und ich sind seit knapp zwei Jahren im BDSM-Land unterwegs, und da hat sich mit der Zeit irgendwie ganz selbstverständlich "Herr" für mich ergeben, wenn es gerade in den Kontext passt. Das hat er mir allerdings nicht aufgetragen, sondern einfach meine Entwicklung mit Interesse begleitet und diese für ihn angenehme Anredeform mit der Zeit unterstützt und gelobt.

      Ein "Guten Morgen Herr" im Bett fühlt sich großartig für mich an, bei "willst du einen Kaffee, Herr" in der Küche ist es schon etwas seltsamer, und bei "Herr, kannst du bitte mal eben nach der Waschmaschine sehen" hört es wirklich auf :icon_lol:

      Das find ich grad selber recht interessant, wie fein differenziert es bei mir ist, wann ich was ungekünstelt und "echt" empfinde :rolleyes: In der Session trage ich in den allermeisten Fällen ein Halsband, dann bin ich mit ihm per Sie, und fast jeder Satz endet mit "ja, Herr" oder "nein, Herr". Das fühlt sich ganz selbstverständlich an und für mich erzeugt es ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Struktur. Lasse ich die respektvolle Anrede in der Session in brattiger Absicht weg, gibt's gern mal eine Ohrfeige - für die ich noch viel mehr tun würde, als wissentlich das Herr verschweigen :evil:

      Wenn wir doch mal streiten müssen, oder mir mein Mann schlicht auf den Keks geht, fände ich ein "du nervst mich, Herr" echt strange. Aber wenn ich mich entschuldigen muss (... kommt definitiv öfter vor als der vorige Fall :D ), dann tröstet mich das "Entschuldige bitte, Herr" richtiggehend.

      Mein Mann mag die Anrede übrigens sehr, und für uns beide war das eine Sache, die sich fast lautlos ins Machtgefälle geschlichen hat.

      Anfangs haben wir uns nur beim Vornamen genannt, und das hat sich damals am besten angefühlt. Von daher finde ich auch die gewohnte Anrede sehr gut, und ein bewusst ausgesprochener Name hat unglaublich viel Sexappeal, wie ich finde :love:
      Kleines OT: mein Mann ist immer bei meinem Vornamen für mich geblieben :)
      - unter Männern eine Kriegerin -
      - unter Frauen eine Dame -
      - sie steht aufrecht vor all den Anderen -
      - und kniet nur vor dem Einen -
      - weil sie es will -
      - weil sie ihm gehört -

      Dominantseptakkord schrieb:

      Dominantseptakkord schrieb:

      Ich habe ihr auch nicht vorgeschrieben, welche Anrede sie zu verwenden hat (ich habe nur ein paar Anreden ausgeschlossen, weil ich sie nicht mag).

      Nun bin ich aber mal neugierig, sprichst Du hier explizit von Anreden die im BDSM-Kontext genutzt werden oder eher von Dingen wie Schnuckelputz und Hasimausi?


      Ich finde die Anredefrage genauso individuell wie das gelebte BDSM an sich und ich finde auch da, es findet sich immer wieder neu in jeder neuen Beziehung. Es gab Beziehungen da gab es eine "typische" Anrede und es gab welche da habe ich ausschließlich den Vornamen genutzt. Im Machgefälle macht das für mich keinen Unterschied. Ich fühle (m)einen Dom nicht mehr als Dom weil ich ihn mit Herr, Sir, Master anrede als wenn ich ausschließlich seinen Vornamen nutze. Die Wahl der Anrede ergibt sich für mich einfach und was sich dann ergibt fühlt sich dann für mich auch richtig an.

      "Würdest Du mir bitte sagen, welchen Weg ich einschlagen muss?", fragt Alice.
      "Das hängt in beträchtlichem Maße davon ab, wohin du gehen willst", antwortete die Katze.
      "Oh, das ist mir ziemlich gleichgültig", sagte Alice.
      "Dann ist es auch einerlei, welchen Weg du einschlägst", meinte die Katze.


      Aus Alice im Wunderland

      Hera schrieb:

      Dominantseptakkord schrieb:

      ich habe nur ein paar Anreden ausgeschlossen, weil ich sie nicht mag
      Nun bin ich aber mal neugierig, sprichst Du hier explizit von Anreden die im BDSM-Kontext genutzt werden oder eher von Dingen wie Schnuckelputz und Hasimausi?
      Beides. Bei den Kosenamen habe ich zum Beispiel alles ausgeschlossen, was mit "Pups" zu tun hat, das finde ich nämlich nicht zärtlich, sondern entwürdigend.
      Bei den BDSM-Anreden mag ich zum Beispiel "Meister" nicht. Das klingt für mich entweder nach Industrie und Handwerk oder nach Dracula, der von seinem Lakaien gerufen wird - beides bin ich nicht.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      In vorigen D/s-Beziehungen (eine Online-Spielbeziehung, eine reale Spielbeziehung) habe ich mich auch schon siezen bzw. euchzen lassen und eine bestimmte Anrede recht rigoros eingefordert. In beiden Fällen war es nicht allein mein Wunsch; die zugehörige Zurechtweisung hat der jeweiligen Partnerin auch gefallen. Es hängt immer stark von der konkreten Beziehung ab. Wenn es passt, passt es, wenn nicht, dann nicht.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!

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