Bestrafung eines Fehlverhaltens - wie damit umgehen?

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      Bestrafung eines Fehlverhaltens - wie damit umgehen?

      Hallo zusammen,

      vorab ist es wahrscheinlich sinnvoll den Grundrahmen zu erklären, in dem ich mich zusammen mit meinem Herrn bewege.

      Es ist im Moment so, dass ich mit meinem Herrn eine reine Spielbeziehung führe, dies seit nunmehr 3 Monaten. Ich bin noch recht unerfahren, ein Newbie sozusagen. Deswegen hat mein Herr für mich zur Veranschaulichung uns ein System eingeführt, wo ich meinen Lernfortschritt nachsehen kann/ überprüfen kann. Das Ganze ist in Prozent gegliedert, also mit 0% habe ich nicht angefangen, da ich ja meine Vorlieben schon davor etwas kannte, aber es hat sich nach und nach langsam gesteigert.
      Mein Stand vor Gestern Abend war 75%, als kleine Randnotiz.

      Da ich ja mit meinem Herrn nur eine reine Spielbeziehung führe, habe ich im "echten" Leben noch einen Vanilla-Ehemann.
      Kurzum, ich weiß nicht was mich dazu bewogen hat, aber ich dachte mir, hey, legste für deine Vanilla-Beziehung auch so schöne Regeln fest. Schreibst sie auf, damit es beide nachlesen können und gut ists.

      Im Nachhinein muss ich sagen, ich bin damit weit über das eigentliche Ziel hinausgeschossen und aus meinem kleinen Regelwerk wurde etwas, das fast den Titel Subvertrag verdient hatte. Ich seh es mittlerweile auch ein, aber wie halt das Leben so spielt, viel zu spät.

      Auf jeden Fall, ich stolz wie bolle damals noch, habe meinem Herrn darüber berichtet, was ich mir da zusammengereimt hatte. Wir reden eigentlich über wirklich alles und ich bin 100% ehrlich zu ihm. Er wollte natürlich lesen, was ich mir da ausgedacht hatte.
      Hatte ich auch kein Problem mit, denn was sollte ich auch für Geheimnisse vor ihm habn? Also gesagt, getan, ihm es geschickt.

      Und dann ging es los....

      Von fast schon liebevoll, zärtlich sprang seine Stimmung sofort auf eiskalt, unnahbar und komplett unerreichbar.
      Es sagte mir sofort er sei sehr enttäuscht von mir, ob ich ihn als Herrn nicht mehr wertschätzen würde. Er sprach mich nur noch mit Frau Nachname an und nicht mehr wie zuvor mit Kosenamen.
      Mir wurde auf einen Schlag bewusst, was ich da gerade geschrieben hatte und ich bereute es sofort. Ich teilte dies ihm auch mit, bettelte, flehte um Vergebung und fragte, was ich tun könnte, um mein Fehlverhalten wieder gut zu machen. Zu diesem Zeitpunkt liefen mir schon die Tränen. Dies sagte ich ihm ebenfalls.
      Er teilte mir noch mit, dass ich ihn damit sehr verletzt hätte, er sich mir gegenüber geöffnet hatte und ich dies mit Füßen getreten habe.
      Ich schrieb ihm, dass ich mich völlig verrannt hatte damit, es wirklich von Herzen bereute und alles tun würde, um dies wieder gut zu machen. Ich bot ihm an den kompletten Vertrag, alle Kopien zu beseitigen, zu vernichten.

      Er befahl mir einen Vorschlag zu machen, wie es nun zwischen uns weitergehen solle. Ich sagte ihm wieder, ich würde jede Strafe und Aufgabe annehmen, solange dies nicht unser Ende bedeuten würde. (Klingt sehr dramatisch, aber in diesem Moment war für mich die Schlimmste Angst ihn komplett zu verlieren)
      Wieder verlangte er, dass ich mich etwas einfallen lassen solle, was ich ihm als Wiedergutmachung "geben" könnte. Ebenfalls befahl er mir absofort immer mitzudenken, was ich denn da wirklich täte und dass ich ihn nie wieder so verletzen sollte.

      Auf kurz oder lang, wir einigten uns darauf, dass ich ihm ein Video senden würde am nächsten Tag als ersten Teil meiner Wiedergutmachung. Ebenfalls würde ich meinen Schmuck ablegen, um wirklich Demut zu zeigen. Für mich beides absolut in Ordnung.
      Bevor ich schlafen ging, sagte er mir noch, er würde mir irgendwann verzeihen, nur um ihn wieder voll zu gewinnen müsste ich mich anstrengen.

      Die Nach schlief ich schlecht bis gar nicht und war dementsprechend am Morgen schon vorgeschädigt. Ich teilte dies ihm auch mit.

      Und dann passierte das, was mich am Meisten trifft.
      Am Morgen ging die gleiche "Diskussion" wieder los. Als hätte es das Gespräch am Abend nicht gegeben. Er sagte mir wieder wie verletzt er ist dadurch, dass er eine Wiedergutmachung wolle und er sich noch eine Strafe für mich ausdenke.
      Ich schickte ihm wie vereinbart das Video, bekam darauf aber nicht einmal Rückmeldung. Ebenfalls trug ich keinen Schmuck, nahm er auch ohne Rückmeldung hin.
      Ich wurde immer nervöser, unruhiger, aufgewühlter. Das merkte er auch, befahl mir mehrmals mich zu beruhigen. Nur konnte ich es nicht.
      Etwas später gestand er mir dann, dass ich von meinen ursprünglichen 75% auf 70% wieder degradiert wurde. Das traf mich am Meisten. Ich hatte so lange für diese Prozent hingearbeitet, gelernt, geübt...
      Ich fragte ihn, ob er mir verzieh, er meinte, dass müssen wir noch einmal wann anders separat bereden. Er könne mir nur sagen, ich bleibe seine Sub. Mehr nicht.

      Und nun sitze ich hier, quäle mich mit meinen Selbstvorwürfen, aber am Meisten mit der Ungewissheit.

      Gibt es in solchen Situationen etwas, dass mich ruhiger werden lässt? Dass ich abwarten kann, wie es weiter gehen wird?
      Ist meine Reaktion normal für die erste Bestrafung oder bin ich wie immer einfach etwas drüber?
      Wie seht ihr die Situation?

      Liebe Grüße
      Herzel
      @dornenspiel Das Problem am Einführen der Regeln lag in der Form. Ich wollte dies über einen Vertrag handhaben, eben ähnlich dem eines Subvertrags.

      Nur war mir in dem Moment nicht bewusst, bzw. es ist mir erst später klar geworden, dass ich mit so einem "Halb-Subvertrag" meinen Herrn verletze und ihn etwas seiner Position beraube.
      Ich hätte meinen Mann in die Rolle eines Herrn erhoben, was grundsätzlich falsch ist.
      Und genau da liegt das Problem.

      Herzel schrieb:

      Da ich ja mit meinem Herrn nur eine reine Spielbeziehung führe, habe ich im "echten" Leben noch einen Vanilla-Ehemann.
      Kurzum, ich weiß nicht was mich dazu bewogen hat, aber ich dachte mir, hey, legste für deine Vanilla-Beziehung auch so schöne Regeln fest. Schreibst sie auf, damit es beide nachlesen können und gut ists.
      Dein Spiel-Dom fühlte sich "betrogen", oder tat so, um ein Fehlverhalten zu konstruieren... (Er und dein Ehemann rangieren bei dir gleichhoch. Er ist aus seiner Sicht nicht mehr "einzig")
      Hallo @Herzel,

      wie habt ihr denn eure "Verhältnisse" geregelt?
      Darf dein Dom in deinen Alltag hinein "bestimmen"?

      Denn ohne derartige Absprachen dürfte es ihm doch ziemlich egal sein, was du innerhalb deiner Ehe machst... ?(

      Es klingt ziemlich nach gekränkter Eitelkeit.
      Gut... man hätte diese sicherlich durch vorherige Kommunikation minimieren können, aber da komme ich dann trotzdem wieder zu dem Punkt, dass deine Ehe doch eigentlich DEINE Baustelle ist und nicht seine...

      Da du ja nun selbst die Begrifflichkeit "Subvertrag" einbringst.... Möchtest du vielleicht deine Neigung lieber/eher in deiner Ehe ausleben und wolltest damit vielleicht deinen Mann in diese Richtung stubsen??

      Auch hier wäre dann wieder der Schlüssel die Kommunikation....


      Bezüglich Strafen, ich persönliche lehne konstruierte Strafen ab und wünsche mir stets angemessene Strafen. Und natürlich sollen die auch "wirken", sonst wäre es keine Strafe....
      Was für dich selbst angemessen ist, kannst nur du selbst beurteilen.

      Eine Strafe, die auf etwas begründet wird, was z.B. vorher nicht klar geregelt war, würde ich daher nicht akzeptieren. Und das würde ich auch dementsprechend kommunizieren.

      Vielleicht lässt du einfach ein wenig Ruhe einkehren, lässt das ganze für dich erst einmal sacken und überlegst dir, was du für dich aus dieser Situation mitnimmst. Dann würde ich nochmal das Gespräch mit Dom suchen und genau diese Dinge besprechen und vielleicht noch offene Dinge klären.
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:
      @Herzel ich gehe mal davon aus, dass dein Ehemann und du gute Gründe hättet, warum ihr in der Beziehung etwa ändern wollt.
      Das macht man ja nur wenn eine gewisse Notwendigkeit vorhanden ist.

      Ob man das jetzt schriftlich oder mündlich macht ist eigentlich nur eine persönliche Vorliebe.

      In eine Poly-Beziehung sollte es deinem Herrn doch wichtig sein, dass es dir in deiner Ehe auch gut geht.
      Deshalb verstehe ich seine Vorbehalte nicht.

      Ich führe auch eine Poly-Beziehung.
      Persönlich finde Ich es mehr als schwierig, wenn sich einer der Partner in eine andere Beziehung einmischen will. Sicher redet man über vieles, allerdings sollten auch alle Beziehungen eine gewisse eigene Dynamik haben dürfen, so lange andere in der Konstellation dadurch nicht Benachteiligt werden.

      Welche Rechte hat denn wer bei euch in der Beziehungskonstellation?
      Hat dein Mann die gleichen Rechte an Information wie dein Herr?
      Ist dein Mann darüber informiert, dass solche Beziehungsinterna raus gehen und es Einmischung gibt?
      Hat dein Mann die gleichen Rechte auf Informationen aus der Dom/Sub-Beziehung, hat er da dann auch Veto-Rechte.
      Hallo @Herzel

      Dreiecksbeziehungen sind nie ganz einfach zu führen. Bei euch könnte es sich auch um ein Problem bzgl. Vertrauen handeln. Zum einen hat dein Herr vielleicht das Gefühl, du teilst nun Dinge, die euch beide verbinden, mit deinem Mann. Zum anderen wäre auch dein Mann evtl. nicht erfreut darüber, dass du euren Vertrag mit deinem Liebhaber besprichst. Offenheit und Ehrlichkeit sind enorm wichtig. Doch sollte auch jeder Beziehung ihre ganz eigene Diskretion zustehen, wenn von den Partnern gewünscht. Vielleicht solltet ihr das einmal bereden.
      Alles Gute :blumen:
      @HrPeter Genau richtig erfasst, sie stehen beide bei mir in der Rangliste gleich weit oben. Bzw anders formuliert ich liebe beide gleichermaßen, nur für unterschiedliche Dinge

      @sumsi mit po

      sumsi mit po schrieb:

      wie habt ihr denn eure "Verhältnisse" geregelt?

      Darf dein Dom in deinen Alltag hinein "bestimmen"?
      Er darf mitbestimmen, aber nur, wenn er gravierende Fehler meinerseits sieht bzw. mich schützen möchte

      sumsi mit po schrieb:

      Es klingt ziemlich nach gekränkter Eitelkeit.

      Gut... man hätte diese sicherlich durch vorherige Kommunikation minimieren können, aber da komme ich dann trotzdem wieder zu dem Punkt, dass deine Ehe doch eigentlich DEINE Baustelle ist und nicht seine...
      naja, was meinst du mit vorher kommunizieren? ich für meine Begrifflichkeit habe ihm vorab eben meinen "Vertrag" gezeigt. Mein Mann kennt und kannte diesen gar nicht.


      sumsi mit po schrieb:

      Da du ja nun selbst die Begrifflichkeit "Subvertrag" einbringst.... Möchtest du vielleicht deine Neigung lieber/eher in deiner Ehe ausleben und wolltest damit vielleicht deinen Mann in diese Richtung stubsen??


      Auch hier wäre dann wieder der Schlüssel die Kommunikation....
      Ich bin völlig zufrieden mit der Auslebung meiner Neigung in der Spielbeziehung. Ich dachte nur, ich nehme diese Idee mit, der Form halber. Nicht des Inhalts wegen.

      sumsi mit po schrieb:

      Bezüglich Strafen, ich persönliche lehne konstruierte Strafen ab und wünsche mir stets angemessene Strafen. Und natürlich sollen die auch "wirken", sonst wäre es keine Strafe....

      Was für dich selbst angemessen ist, kannst nur du selbst beurteilen.
      Wie geschrieben, beide Strafen - Video und Schmuck - sind für mich in Ordnung, nur rein das Fehlen von einer Rückmeldung bzw. Antwort auf das Erfüllen der Forderungen macht mich kirre.
      @dornenspiel

      dornenspiel schrieb:

      @Herzel ich gehe mal davon aus, dass dein Ehemann und du gute Gründe hättet, warum ihr in der Beziehung etwa ändern wollt.
      Das macht man ja nur wenn eine gewisse Notwendigkeit vorhanden ist.

      Ob man das jetzt schriftlich oder mündlich macht ist eigentlich nur eine persönliche Vorliebe.
      Ich bin ein relativ pedantischer Mensch, also ich liebe alles ausformulierte, schriftliche, genaue. Daher hat mir die Form des Subvertrags so zugesagt.

      Und ja Gründe sind auch vorhanden, die gehen aber sehr weit in die Richtung Haushalt :whistling:


      dornenspiel schrieb:

      Welche Rechte hat denn wer bei euch in der Beziehungskonstellation?

      Hat dein Mann die gleichen Rechte an Information wie dein Herr?
      Ist dein Mann darüber informiert, dass solche Beziehungsinterna raus gehen und es Einmischung gibt?
      Hat dein Mann die gleichen Rechte auf Informationen aus der Dom/Sub-Beziehung, hat er da dann auch Veto-Rechte.
      So blöd es sich wahrscheinlich anhört, meine Männer haben beide die gleichen Rechte. Beide dürfen jeweils Veto einlegen, wenn sie mich in Gefahr sehen oder sie meinen ich würde verletzt werden.
      Ja mein Mann wird auch mit der gleichen Informationsflut niedergeschlagen wie mein Herr.
      Ebenfalls ja, er ist darüber informiert, da es in diesem Fall eh nur um Alltagsdinge ging. Aber auch sexuelle Sachen sind kein Tabu.

      @Salt&Pepper

      Salt&Pepper schrieb:

      Dreiecksbeziehungen sind nie ganz einfach zu führen. Bei euch könnte es sich auch um ein Problem bzgl. Vertrauen handeln. Zum einen hat dein Herr vielleicht das Gefühl, du teilst nun Dinge, die euch beide verbinden, mit deinem Mann. Zum anderen wäre auch dein Mann evtl. nicht erfreut darüber, dass du euren Vertrag mit deinem Liebhaber besprichst. Offenheit und Ehrlichkeit sind enorm wichtig.
      Ansich ist es für beide in Ordnung, wenn ich über die Beziehung mit dem jeweils anderem spreche. Sie wollen mir einen einfachen Austausch ermöglichen und mein Wohl steht im Voraus.
      Deswegen nimmt mich diese Situation auch so sehr mit. Weil ich es nicht gewohnt bin, dass mein Herr es als Einschnitt empfindet.
      Ich erspare mir jetzt das zitieren.
      Wenn beide Beziehungen gleichberechtigt sind und dass allen Beteiligten klar ist (da habe ich allerdings meine Zweifel), dann gäbe es keinen Grund für eine Strafe.
      Wenn etwas noch unklar ist, wären Gespräche zielführend.

      Warum nimmst du eine Strafe an, die nicht nachvollziehbar ist?
      Eine Strafe soll doch in der Regel das Verhalten ändern....möchtest du das denn überhaupt? Willst du diese Form der Einmischung in die Ehe dann zulassen?
      Denn dann wären es keine gleichberechtigten Beziehungen mehr.

      Ich würde das Gespräch suchen, um zu verstehen wo dass Problem genau liegt und zu schauen, ob nicht aneinander vorbei geredet wurde.
      Die Spielbeziehung dauert ja nun auch erst drei Monate an. Es mag sein, dass der anfangs gewünschte offene Austausch letztendlich doch mehr schmerzt als zunächst angenommen. Aber das ist reine Spekulation, deshalb: reden, reden, reden...

      Ich zumindest machte die Erfahrung, dass sowohl mein Ex-Liebhaber als auch mein Mann besser damit zurecht kamen, wenn ich beide Beziehungen ganz diskret behandelte und auch im Austausch von einander trennte. Das muss jeder für sich entscheiden, wie es ihm besser tut.
      Ich weiss, man möchte den Herrn zufrieden stellen, ihm gefallen etc. Aber man sollte sich dabei nicht vergessen. Deshalb, wenn er auf Gespräche nicht reagiert oder ihr keinen Konsens findet, würde ich ihn halt mal schmollen lassen. Du hattest deine Strafe, Strafen sind auch dafür gut, dass danach das Thema erledigt ist. Mach dich nicht zu klein, er wird sich schon wieder beruhigen.

      Zudem würde ich vielleicht nochmal genauer überlegen, was ich von der jeweiligen Beziehung in die andere trage. Wenn man nun mal zwei Beziehungen hat würde ich da auch eine gewisse Trennung beibehalten. Dein Dom hat dich meines Erachtens nicht für ein Thema zu strafen das Deinen Mann betrifft. Aber da sind die Meinungen sicher verschieden.
      Besondere Menschen erkennst Du darin, dass sie Dich berühren ohne die Hände zu benutzen

      Herzel schrieb:

      Er darf mitbestimmen, aber nur, wenn er gravierende Fehler meinerseits sieht bzw. mich schützen möchte
      aber im Alltag mit Deinem Mann sollte er seinen Einfluß schon etwas geringer halten, weil.....Du musst ja da zurecht kommen und Dein Dom kann es von Außen nur soweit beurteilen, wie Du es erzählst.

      Ich denke Dein Dom ist doch etwas "eifersüchtig" auch wenn er es vielleicht nicht will. Ich würde hier nochmal ganz klare Grenzen ziehen...und auch Du solltest genauer überlegen was wirklich wichtig ist und relevant...was muss Dein Dom unbedingt wissen und worauf soll er wirklich Einfluß nehmen.

      Es geht mir dabei nicht um "Verheimlichung"....aber manche Dinge sprengen da einfach den Rahmen einer Spielbeziehung und dann geht es allen nicht gut - und genau das sollte ja nicht sein.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Du hast die Spielbeziehung erst drei Monate... Beide Männer da als Gleichberechtigt anzusehen finde ich ein wenig schwierig. Genauso, wie auch den Informationsfluss zu den Männern... Und ich bleibe dabei, dass dein Dom ein Problem damit zu haben scheint, was du in deiner Ehe machst! Wenn er gemäß eurer Absprache nur einschreiten würde, wenn du irgendwas schädliches machen würdest, dann dürfte euer Ehe-Regelwerk (wenngleich es auch erst einmal eine spontane Idee deinerseits war) nicht an seinem Dom-Krönchen kratzen ;)

      Bzgl der Strafen, das Video und der abgelegte Schmuck war für dich ok, aber der Rest nicht. Und damit meine ich sowohl die "Degradierung" als auch die Kommunikation danach. So lese ich es heraus. Und da hast du freilich das Recht dies auch zu kommunizieren.

      Ich würde, wie gesagt, erst einmal Ruhe einkehren lassen, die Kritikpunkte formulieren und wenn Dom wieder bereit ist für Kommunikation, diese mit ihm erörtern.
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:
      Also ich verstehe nicht, inwieweit Du Deinen Herrn mit einem Schriftstück, das für Deinen Mann bestimmt war, das einem Subvertrag ähnelte (Warum eigentlich, wenn Du einen Herrn hast und Dein Mann Vanilla ist?), aber das Dein Mann noch nicht gesehen hat, verletzen kannst. Da fehlt mir die Logik und auch ein wenig die Souveränität Deines Herrn, :pardon: .
      Weiß er, daß er der erste war, der das Schreiben gesehen hat?

      Mich verwirrt das alles ziemlich.
      70% statt 75 % zur vollkommenen Sub? Du musstest für die 75% so hart arbeiten? In 3 Monaten?
      Was musst Du denn für diese 5% machen? 8|
      3 Monate ist für mich eine ziemlich kurze Zeit.
      Da ist man mMn noch im Kennenlernmodus.

      Was genau hat ihn außerdem da verletzt? Immerhin bist Du zuerst zu ihm gekommen und nicht zu Deinem Mann.
      Warum hast Du den Vertrag überhaupt aufgesetzt? Wenn Dein Mann Vanilla ist, besteht doch gar keine Veranlassung dazu.
      Dein Herr und Du haben eine Spielbeziehung. Da muss er sich arrangieren mit dem zweiten Mann in Deinem Leben.
      Wenn er souverän wäre, hätte er einfach gesagt, daß er nicht möchte, daß Du Einzelheiten Eurer Beziehung in Dein anderes Leben reinbringst. Er häätte gelächelt, ich vielleicht übereifrig genannt und dann den Vertrag behalten und Dir gesagt, Du sollst den ganz schnell für Deinen Mann vergessen.

      Daß er dies jetzt als Anlass benutzt, um Dich in tiefe Verzweiflung zu stürzen, finde ich mehr als befremdlich.

      Ich weiß aber natürlich nicht, was Ihr beide abgemacht habt bzw. was Eure Beziehungsvereinbarungen sind.

      Meinst Du iü bestimmten abgelegten Schmuck als Strafe?
      Weil normaler Schmuck wäre zB mir völlig egal.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      @Sassa Du sprichst mir wirklich aus der Seele. Ich möchte ihn immer zufrieden stellen und glücklich wissen. Ich werde mir wirklich überlegen die beiden Beziehungen mehr zu trennen

      @sumsi mit po du verstehst mich richtig. Ich hatte mit den ersten beiden Strafen kein Problem. Aber mit der Kommunikation, da ich wirklich dachte, dass einmal aussprechen reicht und nicht alles wieder aufgewärmt werden muss. Und ja Spielbeziehung seit 3 Monaten, aber ich kenne meinen Dom seit knapp 3 Jahren. Da ist die Vertrauensbasis eine andere als wenn wir ganz frisch wären

      @Feuerpferd Es ähnelt in dem Sinne, dass der Aufbau gleich ist, der Inhalt jedoch nicht. Ja, ich habe ihm gesagt, dass er es als erster sehen wird.
      Mir wäre es höchst lieb, wenn er mich einfach übereifrig genannt hätte...
      Und ja bestimmten Schmuck. Einen Ring, den er mir geschenkt hatte.
      Ich würde ihm tatsächlich sagen er soll mal runter kommen. Wohlgemerkt nicht sofort, natürlich bespricht man das zuerst zusammen. Aber nach Strafe, darüber sprechen, sich vor ihm auf den Boden werfen muss auch mal wieder gut sein, du hast ja nichts hinterlistiges oder böses getan, ihn nicht verarscht oder belogen.

      Ich finde ihn ziemlich theatralisch.
      Besondere Menschen erkennst Du darin, dass sie Dich berühren ohne die Hände zu benutzen

      Feuerpferd schrieb:

      Mich verwirrt das alles ziemlich.
      70% statt 75 % zur vollkommenen Sub? Du musstest für die 75% so hart arbeiten? In 3 Monaten?
      Was musst Du denn für diese 5% machen?
      3 Monate ist für mich eine ziemlich kurze Zeit.
      Ich nehme mal Feuers Kommentar auf. Was hat das mit den Prozenten auf sich? Bei 100% bist Du dann die perfekte sub?
      Und die 5 %werden abgezogen weil Dein Verhalten nicht seinen Vorstellungen entsprach?

      Wenn beide Männer (Ehemann und Dom) für Dich die gleiche Stellung inne haben und ihr das so abgesprochen habt verstehe ich umso weniger das Verhalten Deines Doms. Dann sollte beiden Beziehungen auch gleichviel Spielraum zur Entfaltung eingeräumt werden und dann finde ich das Verhalten und ebenso die damit verbundenen Strafen übergriffig in die eheliche Beziehung. Vielleicht solltet ihr da nochmal ansetzen den Rahmen der jeweiligen Beziehung festzulegen und genau zu definieren. Eine ähnliche Situation kann sich ja immer wieder ergeben.

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare