Herr und Sklavin, Dominanz und Submission – wie weit darf das gehen? Ab wann schreckt euch das ab und warum?

      @MatKon

      MarKon schrieb:

      Manchmal frage ich mich, warum beim Stichwort TPE oder Hs so oft Klischeebilder in den Kopf kommen - und sich dann dort festsetzen?
      Den Einwurf und das was dann dazu folgt, verstehe ich nicht.
      Gerade hier in de Thread teilen wir gerade recht konstruktiv die unterschiedlichen Einstellungen wie eine Hs-Beziehung aussehen kann. Es wird gefragt, auf Fragen eingegangen. Es ergeben sich herrliche Inspiration.
      Klischees oder Klischeedenken finde ich hier nicht.
      Man kann eigentlich alles jugendfrei erklären.
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.
      @trytofly So unterschiedlich kann man Dinge aufnehmen.

      Selbst wenn jemand irgendwelche Klischees lebt, dann ist es doch seine Sache.

      MatKon schrieb:

      Oder liegt es vielleicht an den vielen beliebten BDSM-Romanen über Sklavinnen, entführten Frauen oder "durch Männlichkeit überwältigten" Frauen, die sich spontan (und vordergründig gegen ihren Willen, aber dann doch sooooo erfüllt von der plötzlich erwachten Hingabe ...) unterwerfen, dass man sich "normales Hs" nicht vorstellen kann?
      Der einzige Absatz mit Zwinkersmilie

      Doch man / ich kann es mir anderes Hs vorstellen.
      Was normal ist müsste man mir erst mal erklären!

      Können die "Normalen Hs-Paare" sich denn auch vorstellen dass es auch Mensven gibt die sich von Klischees inspirieren lassen, die einfach Spaß daran haben.
      Unabhängig von Normal oder Annormal
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.
      @Mirarce: Schade, dass Du so viel in den Beitrag hineininterpretierst, das dort nicht steht. Es wurde nach Meinungen gefragt. Nichts anderes ist meine Antwort, meine Sicht darauf, wie weit DS für mich gehen kann. @trytofly hat es ja schon sehr passend erläutert:

      trytofly schrieb:

      Also ich habe die Ausführung von MatKon gar nicht auf die vorangegangenen Beiträge bezogen, sondern mehr allgemein auf das Thema.

      Zu dem "Klischee-HS" steht übrigens auch etwas darin, sogar in dem Absatz mit dem brutalsten Klischee, das man sich nur vorstellen kann:

      MatKon schrieb:

      Und es ist völlig legitim, wenn es die Beteiligten erfüllt.
      Den ganzen Beitrag durchzieht ein "Möge jeder glücklich werden"-Faden, unabhängig davon ob etwas nachfühlbar ist oder nicht. Wirklich schade, dass Du den nicht wahrnehmen kannst. Aber natürlich kannst Du das halten,wie Du willst. Nur unterstelle mir bitte nicht Dinge, die ich mit keinem Wort gesagt habe.

      Das Wort "normal" nutze ich in dem Beitrag im Sinne einer "gelebten Normalität", nicht im Sinne von Din-Norm. Was für den einen Normalität ist, ist für den anderen unvorstellbar.

      Und ob "jugendfrei" dargestellt werden könnte, wie weit in meiner Beziehung DS gehen darf, dürftest Du leider nicht beurteilen können, da Du da keinen Einblick hast. Wir sind hier im öffentlichen Bereich, da gehen bestimmte Dinge schlicht nicht.
      @Mirarce

      Ich finde es außerdem schade (aber in erster Linie für dich selbst), dass du nicht erkennst, dass da jemand ist, der dich versteht und sogar - überspitzt ausgedrückt - "an der gleichen Front kämpft"

      Stattdessen betrachtest du einen, aus dem Zusammenhang gerissenen, Abschnitt und wertest ihn als Angriff. Ein Paradoxon.

      Würdest du dich nicht gleich angegriffen fühlen, würde es dir leichter fallen, den Beitrag in Ruhe zu lesen, die Intention dahinter verstehen und ggf. nochmal nachfragen.

      Glaub mir, ich kenne diesen Impuls sich verteidigen zu müssen, sehr gut. Aber vielleicht betrachtest du einfach mal, gegen wen du da eigentlich schießt.
      "Meine Meinung steht fest, irritiere mich jetzt bitte nicht mit Fakten!" :pardon:

      MatKon schrieb:

      Schade, dass Du so viel in den Beitrag hineininterpretierst, das dort nicht steht. Es wurde nach Meinungen gefragt. Nichts anderes ist meine Antwort, meine Sicht darauf, wie weit DS für mich gehen kann
      Wenn ich dich da missverstanden habe entschuldigt ich mich. :blumen:
      I

      MatKon schrieb:

      Manchmal frage ich mich, warum beim Stichwort TPE oder Hs so oft Klischeebilder in den Kopf kommen - und sich dann dort festsetzen?
      Weil es den Menschen immer schwer fällt etwas zu verstehen, was sie nicht kennen. Dann wird es in Schubladen gepackt, um es einfacher sortieren zu können.

      Diese Klischees kommen auch aus den unterschiedlichsten Ecken.
      Jemand der sich mit BDSM nicht auseinandergesetzt hat, denkt an LLL an den stiefelleckenden Sklaven einer Domina oder an SoG. Von den Nicht-BDSMer kommen die Perversen dann in die Schublade.

      Jemand der im BDSM unterwegs ist, kennt natürlich diese Klischees und dann kommen noch die anderen dazu. Da sind die Klischees der allmächtigen Doms, die Sklavinen die ihr Gehirn abgegeben haben ect...
      Und um den nicht BDSMer eins Auszuwischen, hat man natürlich eine bessere und intensiver Beziehung. Man ist reflektierter und überhaupt macht Sex mehr Spaß, man lässt ja das Licht an.

      Kommen wir jetzt zu diesen allmächtigen Doms und ihren hirnlosen Sklavinen.
      Diese wollen natürlich auf nicht ohne Klischees leben. Da schaut man auf die breite Masse der BDSMer und hat auch seine Klischees.
      Der aktive Part ist der Sklave des Passiven Part, denn dieser setzt die Grenzen der Beziehung innerhalb seiner Wohlfühlzone.

      Da werden aus Vanillas über Nacht Doms gemacht, die dann ihre Frauen dominieren dürfen, da diese ihre Neigung entdeckt haben.


      Wirklich problematisch wird es doch dann, wenn zu den Klischees noch Vorurteile dazu kommen.

      Das Problem sind nicht die Klischees, auch nicht, ob und wie weit man darin seinen Kink findet. Das Problem entsteht dann, wenn gewertet wird. Denn kein Mensch möchte sich und seine Beziehung von anderen Werten lassen.

      Wie du geschrieben hast....
      Diese Klischees gibt es oft
      Es gibt aber auch oft Menschen die versuchen über den eigenen Tellerrand zu schauen.
      Das geht imho aber nur, wenn so wie hier jetzt, viele dazu beitragen zu einer Diskussion und Einblicke in das jeweilige Beziehungsmodell geben.

      MatKon schrieb:

      Warum muss eine Sklavin automatisch in allem abhängig von ihrem Herrn werden? Es liegt doch in seiner Hand, sie "lebensfähig" zu halten
      Muss sie das? Oder wird "diese muss" hineininterpretiert.

      Geht es wirklich um Abhängigkeit?

      In einer gewissen Form gibt es in jeder Beziehung eine Abhängigkeit.

      In meine Beziehungen liegt der Fokus nicht auf Abhängigkeit. Mein Fokus liegt in der Unterwerfung, in dem Folgen.
      Für mich macht Unterwerfung nur vollumfänglich Sinn. Ich bin nicht bereit, in einer Beziehung Bereiche auszuklammern.
      Sklavin und Rechte auf die sie besteht, bestehen kann, dass schließt sich für mich aus.

      Lebensfähig:
      Das ist wieder eines dieser Vorurteile.
      Eine ehemalige Sklavin aus meinem privaten Umfeld, da ist Beziehung einvernehmlich aufgelöst worden, sie würde aus der Beziehung raus begleitet. Sie hatte einen Kinderwunsch der nicht in die Beziehung passte. Die Frau hat sich ein ganz tolles Leben aufgebaut, mit Karriere mit Kind. Ist die letzten Jahre alleinerziehend und managt das traumhaft. Da kann man nur den Hut ziehen.

      Letztes Jahr hatte ich mit ihr ein Gespräch in dem sie mir erzählte, dass sie in ihr altes Leben zurück kehren wird, sobald das Kind (mittlerweile Teenager)"flügge" genug ist.
      Irgendwie war ich erstaunt, da ich dachte sie sei glücklich und angekommen und teilte ihr das auch mit.

      Sie antwortete mir, dass es irgendwo schon die richtige Entscheidung gewesen wäre. Sie geniesst ihr Mutterglück aber alles andere erfüllt sie nicht, Mutter ist die mit Leidenschaft, der Rest ihres Lebens sind Rollen die sie einnimmt.

      Alles was sie jetzt tut, ist schon Vorbereitung darauf, wieder als Sklavin leben zu dürfen.

      Es wäre vielleicht interessant zum Thema Klischees und Vorurteile einen eigenen Thread auf zu machen.
      Dann könnte man diese dort sammeln und schauen wie viel Wahrheitsgehalt daran ist.
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.
      @Spätzle da hast du aber ein Thema rausgehauen Lieblingsnudel :D

      Ich hasse diesen Satz zwar aber ich habe Ausnahmsweise noch keine Antworten gelesen, einfach um unverfälscht antworten zu können.

      Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt, das meine Grenzen sehr niedrig sind. Es ist nicht so, das mich "mehr" nicht interessiert hätte aber ich wäre nicht bereit gewesen, auch die Risiken zu tragen.
      Je so größer die Freiheiten sind, die ich meinem Partner übertrage, um so mehr Vertrauen in seine Fähigkeiten und seinen Charakter braucht es.

      Mein jetziger Partner nimmt (unbewusst) schon einen großen Teil der Lebensbereiche ein, auch wenn sich das viele, die uns kennen vielleicht nicht vorstellen können. (weil ich eben bin wie ich bin :D )
      Feste Regeln haben wir nur wenige, Strafen gibt es nur im "Spiel" da ich eine Regel und Strafallergie habe.

      In meinem Fall ist es also Partner abhängig, wie weit das BDSM gehen darf.
      Ab bzw viel mehr erschrecken würde mich, wenn er meine Meinung nicht mehr in seine Entscheidungen miteinbezieht.
      Rechtlich relevantes oder auch Dinge die körperlich und geistig einen dauerhaften Schaden bei mir anrichten ebenso.

      körperlich: amputation, medizinisch nicht notwendige Eingriffe wie zB. Schönheitsops
      geistig: soziale Isolation, negative Manipulation (kleinhalten)

      Das würde mir auf Anhieb einfallen, gibt aber sicher noch das ein oder andere.

      Lg Again
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D
      Eben, @Dark-Eve - solange Ihr alle glücklich seid, erübrigt sich jedes Schreiben von Dir. Egal, ob Person X das nachvollziehen kann oder nicht, Person Y das total mißbräuchlich findet und Person Z Bedenken hat wegen irgendwas :D :yes: . Irrelevant für Euch ^^ . IHR seid glücklich - und nur darauf kommts an,
      Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei. :yes:
      Books und ich gehen auch recht zwanglos in eine TPE hinein. Das ist total spannend für uns beide. Wie weit das noch gehen wird und kann? Weiß ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass es wie beim Bergsteigen ist. Am Anfang hat man ein wenig Mühe und sieht die Bergspitze klar in der Ferne vor sich. Dann gibt es raufs und runters, aber im Endeffekt geht es tatsächlich recht zügig bergauf. Verlaufen haben wir uns auch noch nicht. Am Anfang fand ich es sehr wichtig, uns beide sehr sorgfältig zu prüfen, ob man wirklich den ganzen Weg gehen kann, ob wir alle notwendigen Ressourcen an uns haben. Dazu gehörten auch solche Überlegungen der Absicherungen nach verschiedenen Seiten hin, beruflich, sozial, finanziell, emotional, und welche Exitstrategien denkbar und realistisch sind.

      Nachdem dies beiderseits zur Zufriedenheit bejaht werden konnte, geht es nun schön voran. Recht unspektakulär irgendwie, erreichen wir nun einfach immer tiefere Dimensionen von Stimmigkeit und gemeinsamem Miteinander-Wohlfühlen.
      @Mirjam81
      Also schnell ist anders, wir arbeiten seit 10 Jahren daran.
      Den Anfang habe ich anders erlebt, ich habe Bilder gehabt und verstand sie nicht, für mich fühlte es sich lange Jahre als Kampf an, das meine Seele ihrer Sehnsucht folgen (wollte, wäre übertrieben) und wir um einen Konsens gerungen haben. Es war viel Nebel und der Gipfel oft verschwunden im Nebel für mich. Ich habe lange das Gefühl gehabt, das ich etwas will, was du nicht willst und es war ein suchen nach dem was du willst. Du lässt dir nicht so leicht in die Karten schauen und so habe ich auch heute noch oft das Gefühl von Glatteis.
      die Absicherungen und Exitstrategien waren für mein Gedühl auch ein Kampf.
      Den letzten Absatz kann ich unterschreiben, wobei ich mir nie sicher bin ob es so ist bei dir.
      wir kennen uns sehr viele Jahre und wissen soviel voneinander, haben sehr viel geredet und reden auch heute noch und doch kann ich dich oft nicht einschätzen. Ich gebe zu, dass ich auch sehr lange mit mir und mit meiner Sehnsucht gehadert habe, das ich lange brauchte bis der innere Kampf beendet war. Ja so wie wir auf dem Weg sind, ist unser Leben sehr erfüllend für mich und ich habe mich und meinen inneren Frieden gefunden. Ich muss nicht in den Krieg gegen mich ziehen und Den General regieren lassen. Vielleicht dauerte es auch solange weil ich erst erkenne. Musste das die Dominanz ein Notfallprogramm war.
      wie weit es geht? Wenn wir alt werden, hoffe ich doch sehr das wir weit voran schreiten.