Dominanz

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      Zu dem Thema habe ich mich durch einige alten Threads gelesen nur nichts wirklich passendes gefunden.

      Häufig wird von natürlicher Dominanz gesprochen oder echter Dominanz.
      Natürlicher oder echter Dominanz bin ich in meinem Leben häufig begegnet.
      Mehr als einmal hat sie mich angesprochen.
      Doch nach genauerer Prüfung, war es nicht die Dominanz die mit meiner Devotion umgehen könnte.

      Hoffentlich ist das nicht zu verwirrend.
      Im Moment Versuche ich alles irgendwo sortiert zu bekommen, was ich in meinem Leben so erlebt habe.
      Dabei komme Frage auf da gibt es keine Antworten für mich, zumindest erstmal nicht.

      Deshalb Versuche ich dieses Chaos in Worte zu fassen, um mich, meine Vergangenheit und Zukunft reflektieren zu können.

      Schaue ich zurück, hätte ich in Partnerschaften immer dominante Persönlichkeiten an meiner Seite.
      In unterschiedlich Intensität.

      Denke ich an meine Ehe zurück.
      Der Mann war und ist dominant.
      In Diskussion mit anderen könnte ich dahinschmelzen :love: und hätte nur den Wunsch, das er mit mir so umgeht.

      Wir haben es dann ja versucht und er hat es mir zur Liebe ja auch getan, allerdings für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend.
      Um es kurz zu machen.

      Mir stellt sich die Frage, was ist es für eine Dominanz in einer Beziehung die man sucht.
      Denn da scheint es etwas anderes zu sein.
      Da ist für viele Subs die Dominanz im Alltag oder Beruf zweitrangig.

      Mit meinem Ex (den ich im Alltag und Beruf immer noch als Dominanz empfinde) hatte ich mal ein Gespräch, in dem er mir erklärte Die Beziehung war ihm wichtig, deshalb hat er es mit mir ausprobiert.
      Wäre ihnm Dominanz bzw. Führung in der Beziehung wichtig gewesen hätte er sie übernommen. Ihm gefiel es in der Beziehung nicht führen zu müssen und ich mit meiner Neigung habe ihn überfordert.

      Daraus stellen sich für mich einige Fragen.
      Ist Dominanz auf bestimmte Bereiche im Leben aufgeteilt?

      Warum ist es in einem Bereich des Lebens dann wichtig und in einem andern nicht?

      Kann man diese Dominanz "verstecken"?
      Also vor dem Partner oder im Beruf?

      Hoffentlich ist das jetzt nicht zu wird und man kann mir folgen :sofa:
      Und wenn es nicht zu viel wird, für Devotion hätte ich die gleichen Fragen :LA2:
      Hallo Mondscheinblume,
      ich versuche einmal, zu deinen Fragen aus meiner Sicht etwas zu sagen. Du sprichst ja ziemlich unterschiedliche Bereiche an.

      Ich habe häufig erlebt, dass es eine gewisse Dominanz gibt, die sich im Verhalten deutlich zeigt, sich aber längst nicht auf alle Lebensbereiche bezieht. Es gibt aus meiner Sicht durchaus dominante Menschen, die nur im Schlafzimmer dominant sind, denen aber ansonsten ein Dialog auf Augenhöhe wichtig ist. (dasselbe gilt für Subs) Zudem gibt es sicherlich unterschiedliche Intensitäten von Dominanz und Submission.

      Ich für mich kann zum Beispiel sagen, dass ich als Sub sehr devot bin und mir die deutlich wahrnehmbare Dominanz meines Gegenübers Sicherheit gibt. (ja, okay! Manchmal schüchtert sie mich auch ein, aber das liegt dann meistens daran, dass der Mann an sich mich anspricht... :whistling: )

      In meinem Privatleben jedoch ist das ganz anders. Da bin ich tatsächlich eher (ja, man kann fast sagen) dominant. In jedem Fall habe ich da gern die Zügel in der Hand und lasse mir auch von einem domianten Menschen (z.B. im Beruf) nicht die Butter vom Brot nehmen. :frech:

      Im sexuellen Kontext sieht das dann schon wieder anders aus. Und: Nicht jede Dominanz spricht mich auch gleichermaßen an. Es muss das Paket passen- Mensch und Ausstrahlung.

      Ob man seine dominante/ devote Seite verstecken kann? Ich finde schon. Ich suche mir ganz genau und sehr gezielt aus, wem ich mich so zeige. Denn diese Seite macht mich verletzlich und muss daher geschützt werden.
      Ich habe aber auch gar nicht das Bedürfnis danach, diese Seite in mir so sehr nach außen zu tragen. Sie ist für einzelne Lebensbereiche bestimmt.
      So oder so ähnlich stelle ich mir das auch auf der anderen Seite der Macht vor. :D

      Beantwortet das deine Fragen? :pardon:
      "Ama et fac quod vis!" Augustinus

      Wenn jemand zu dir sagt, das geht nicht,
      dann sind das seine Grenzen - nicht deine.
      Ich glaube, dass Dominanz und Devotion in verschiedenen Situationen unterschiedlich heraus kommen. Ich denke nicht mal, dass man das immer bewusst macht, es ist eine Rolle, die man inne hat in Bezug auf bestimmte Menschen. Und selbst das kann sich ändern.

      Ich empfinde mich z.B. als dominant in vielen Lebensbereichen. Ich habe einen Beruf, in dem ich eine gewisse Führung zeigen muss und in meiner Vanilla-Beziehung hatte ich vieles geregelt, bestimmt und entschieden. Ich nenne das alltagsdominant.

      Sexuell bin ich aber klar devot und nicht mal bratty! Trotzdem schmeiße ich mich nicht jedem vor die Füße, der ein Dom ist.
      -Es gibt nix, wo mehr Erotik ausstrahlt, wie wenn man mit Worten und Sprache gut umgehen tut. -

      Mondscheinblume schrieb:

      Mir stellt sich die Frage, was ist es für eine Dominanz in einer Beziehung die man sucht.

      Diese Frage kannst nur du allein dir beantworten, dies ist persönlich, in dir drin, was suchst oder wünscht du dir und mit welcher Form der Dominanz fühlst du dich wohl.


      Mondscheinblume schrieb:

      Ist Dominanz auf bestimmte Bereiche im Leben aufgeteilt?

      Bei vielen ja bei manchen nicht und bei einigen wissen bzw. merken es die Beteiligten selbst nicht mal.

      Oft ist es die Trennung zwischen Schlafzimmer und Alltag. Im SZ ist er dominant und sie devot aber im Alltag hat sie die Hosen an und sagt wo es lang geht. (Ist jetzt nur ein Beispiel)


      Mondscheinblume schrieb:

      Warum ist es in einem Bereich des Lebens dann wichtig und in einem andern nicht?

      Zum Beispiel weil sie den ganzen Tag nun mal das Sagen hat und alles managt, Kind, Kegel, Beruf usw. und darum möchte sie dann zumindest im SZ diese Kontrolle abgeben. Nichts entscheiden müssen und nur gehorchen/fühlen ist für manch einen dann wie Urlaub. Es ist Entspannung.


      Mondscheinblume schrieb:

      Kann man diese Dominanz "verstecken"?

      Ja man kann seine Dominanz verstecken. Man kann sie auch verleugnen. Geht alles. Manchen gelingt es besser anderen schlechter.


      Mondscheinblume schrieb:

      Also vor dem Partner oder im Beruf?

      Wie gesagt, ja es geht.


      Der umgekehrte Fall also die Devotion ist genauso.

      ---------

      Im Grunde genommen kann niemand dir sagen was genau für eine Devotion du in dir trägst und welche Dominanz dafür die richtige ist. Du bist devot aber damit ist es ja nicht getan. Du hast Vorstellungen und Wünsche. Diese haben direkten Einfluss auf die Ausprägung deiner devoten Seite. Man kann schon einiges für sich selbst herausfinden aber letztendlich kann man nur mit dem passenden Gegenpart die ganze Fülle ausloten.

      Es gibt unglaublich viele Intensitäten sowohl in der Dominanz als auch der Devotion denn es ist ganz individuell für jeden Menschen, in jedem Menschen.
      Komm zu mir in die Hölle :evilfire: und ich zeige dir das Paradies... :domina:


      Nosce te ipsum!
      (Erkenne dich selbst)

      Mondscheinblume schrieb:

      Mir stellt sich die Frage, was ist es für eine Dominanz in einer Beziehung die man sucht.
      ...die die zu Dir passt, dich ergänst.....dich dann zufrieden stellt - und die ist bei jedem Menschen dann unterschiedlich.

      Mondscheinblume schrieb:

      Ist Dominanz auf bestimmte Bereiche im Leben aufgeteilt?

      Warum ist es in einem Bereich des Lebens dann wichtig und in einem andern nicht?

      Kann man diese Dominanz "verstecken"?
      Also vor dem Partner oder im Beruf?
      Ja und Nein.......

      Wenn ich beruflich in einer Führungsposition bin zum Beispiel...muss ich eine gewisse Dominanz / Führung geben.........hier könnte man nochmal unterscheiden zwischen Führung und Dominanz...führt hier glaub ich zu OT


      hier denke ich aber auch, daß es für grundsätzlich dominante Menschen einfacher ist als für im Grunde devote Menschen, die das aber können - macht die Sache anstrengender...für mich eher eine Herausforderung die beruflich aber Spaß macht.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      Mondscheinblume schrieb:

      .....Hoffentlich ist das jetzt nicht zu wird und man kann mir folgen :sofa:
      Und wenn es nicht zu viel wird, für Devotion hätte ich die gleichen Fragen :LA2:
      Bevor ich auf deinen letzten Satz eingehe wollte ich nur kurz etwas zu der Dominanz aus meiner Sicht sagen.
      Ich arbeite in einem Umfeld, in dem es nur so von "Alphatieren" wimmelt. Jeder ist eins oder möchte eins sein. Muss sagen können, wo es lang geht. Auf Grund meines beruflichen Umfeldes auch völlig okay, ansonsten würde man hier untergehen.
      Dennoch ist das nicht die "Natur" vieler und deshalb gehen viele hier auch nach einer gewissen Zeit "kaputt". Sie arrangieren sich damit, spielen es vor, aber sie sind es innerlich nicht. Also ja, man kann so etwas trennen und vorspielen.

      Kommen wir zu dem letzten Satz von dir, auf den ich gerne eingehen wollte.
      Devotion... auch hier gibt es soviele unterschiedliche Arten und sie äußert sich in allen Facetten.
      Welche Art ich bevorzuge kann ich gar nicht sagen. Ich kann aber sagen, welche mit mir nicht kompatibel ist. Welche ich für mich nicht mag.
      Ich mag nicht die Art der Devotion, die es braucht permanent auf den Boden gedrückt zu werden. Die am liebsten das Denken auch abgibt.
      Für den passenden Gegenpart bestimmt etwas wundervolles. Aber für mich... nein. Das würde nicht passen.
      Ich möchte und fördere, dass sie sich selbst ihre Gedanken macht. Ich möchte, dass sie stolz und mit erhobenem Haupt durch die Welt geht und nicht vor jedem auf die Knie sinkt und "ja und amen" sagt.
      Oder mit einem Satz:
      Stark genug, um auch ohne mich bestehen zu können und schwach genug, um nicht ohne mich sein zu wollen.
      "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it."

      (Voltaire Biografin Evelyn Beatrice Hall, 1906)

      Ich glaube, Gefahren lauern auf diejenigen, die nicht auf das Leben reagieren"
      Michail Gorbatschow

      Beitrag von Phedre ()

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      Mondscheinblume schrieb:

      Mir stellt sich die Frage, was ist es für eine Dominanz in einer Beziehung die man sucht.
      Denn da scheint es etwas anderes zu sein.
      Da ist für viele Subs die Dominanz im Alltag oder Beruf zweitrangig.
      Also ich kann das nur für mich beantworten, ein Mann der nur dominant im Bett und innerhalb unserer Beziehung ist wäre jetzt nicht das was ich suche.

      Ich möchte schon die Souveränität und die natürliche Dominanz (die für mich mehr eine Ausstrahlung als ein stets nach außen getragenes Verhalten ist) auch im Alltag wahrnehmen können.

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare