BDSM - Kinder vorsichtig aufklären oder das lieber verschweigen?

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      Books schrieb:

      Ein Schiff kann immer nur einen Kapitän haben, hat ein Schiff zwei Kapitäne sinkt es. Man kann nie vollkommen gleichberechtigt leben, das ist schon eine Fehlannahme.
      Eine Beziehung ist doch kein Schiff.
      Natürlich kann man gleichberechtigt leben - wieso sollte man das denn nicht können?

      Books schrieb:

      Solange man für Gleichberechtigung kämpft, sagt man aus das man nicht gleichberechtigt ist und das man ein Manko hat.
      Eine Frau in einer traditionellen Rolle ist nicht schlechter als ein Mann, das du das allerdings schreibst ist spannend, so sagt es viel über dich und dein Denken aus. Sie ist anders, sie hat andere Aufgaben und Rechte, wo der Mann benachteiligt ist.
      Ob nun ein Kind, ob nun Tochter oder Sohn ein traditionelles Rollenbild erlebt oder ein DS mit Machtgefälle ist völlig einerlei. Das macht kein Kind unterwürfig.
      Sie hat andere Aufgaben - sie hat MEHR Aufgaben, würde ich eher sagen. Für die sie weder Geld, Ansehen noch Macht bekommt.
      Und wo siehst du da den Mann benachteiligt?

      Unterwürfig wird das vielleicht ein Kind nicht machen, aber es wird glauben, dass das die Norm und somit das Beste sei. Außerdem imitieren bzw. reninszenieren die ehemaligen Kinder dann als Jugendliche und Erwachsene oft die Beziehung der Eltern (meist natürlich unbewusst). Oder sie machen genau das Gegenteil.
      "Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
      Wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."
      (Marie von Ebner - Eschenbach)

      mayodotte schrieb:

      Ich finde es nicht in Ordnung, dass ein Mann das Recht haben soll, die Arbeit seiner Frau zu kündigen, usw. Ich meine damit aber keine D/s- oder auch H/s-Beziehung.
      ähm, das habe ich auch nicht behauptet. Bitte lies meinen Text doch etwas genauer.

      mayodotte schrieb:

      Was aber eben nicht passieren soll, ist die Kinder in die D/S-Beziehung miteinzubeziehen.
      Daher meine Frage, beziehst du dich auf Dich selbst oder meinst Du das generell?


      Im übrigen finde ich das Rumgereite auf dem traditionellen Rollenbild langsam etwas ermüdend.
      Ich habe hier bisher von niemandem gelesen, dass was damit an unfreiwilliger Unterdrückung für die Frau einhergeht, gutheißt.

      Aber es gibt ein paar Stimmen, die versuchen andere Blickwinkel aufzuzeigen.

      Was ist denn mit all dem Guten, das Kindern durch eine D/s Beziehung transportiert werden kann? In meinem Verständnis von einer gesunden D/s Beziehung ist, dass dieses Paar gut und viel kommuniziert, sich gegenseitig sehr wertschätzt usw.. Auch das bekommen die Kinder mit und nicht nur, ob einer oder zwei das Sagen haben.

      Ob Kinder aus diesem Umgang der Eltern nun tatsächlich ein Rollenbild entwickeln, in der Frauen unterdrückt werden, halte ich wirklich für fraglich.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne
      @mommy`s girl
      1. Ob du eine Beziehung nun mit einem Schiff vergleichst oder nicht ist deine Entscheidung, anderen kannst du das nicht absprechen.
      2. eine Frau hat seitdem sie emanzipiert ist mehr Aufgaben. Seitdem darf sie arbeiten und es wird in der heutigen Zeit erwartet! Und sie darf Kinder versorgen und den Haushalt führen. Ja stimmt da gibt es ja die Gleichberechtigung, der Mann darf nach einem ganzen Tag Arbeit auch den Haushalt machen und die Kinder.
      diese Form der Gleichberechtigung geht heute soweit das Männer nach Hause kommen zu Frauen die Kinder haben und nicht arbeiten das die Frauen sagen, ich habe mich den ganzen Tag um die Kinder gekümmert, jetzt bist du dran.
      Mund da fängt die Respektlosigkeit an. Es gehört Gefühl dazu wer wieviel schaffen kann! Und ein Mann ist keine Frau, er hat andere Stärken und Schwächen. Das jetzt auszudiskutieren scheint mir allerdings sinnlos. Ich halte nix von der Emanzipation hat sie nur dazu geführt das Frauen doppelt belastet werden, Männer zu wenig verdienen um eine Familie ernähren zu können. Ich finde im übrigen das es viel schönere Dinge gibt als sich nur mit Arbeit zu beschäftigen.
      3. Kinder lernen viel mehr als man wahrnimmt. Sie erleben andere Menschen und ihre Beziehung. Sie leben nicht in einer Blase auf dem Mond.

      danke @venusfalle ich sehe es wie du.

      venusfalle schrieb:

      Im übrigen finde ich das Rumgereite auf dem traditionellen Rollenbild langsam etwas ermüdend.
      Ich habe hier bisher von niemandem gelesen, dass was damit an unfreiwilliger Unterdrückung für die Frau einhergeht, gutheißt.
      @venusfalle, dann lese bitte den neuen Beitrag von @Books, die anscheinend nichts von Emanziption hält... Entschuldige, aber das finde ich wirklich einfach nur traurig.

      Ich habe die ganze Zeit von Kindern gesprochen, die eben diese gesunde Komponente einer D/s Beziehung noch nicht verstehen können. Ein zweijähriger wird so ein Konzept nicht greifen können. Die Fragen dabei ist aber auch, was man unter ausleben von D/s versteht. Es gibt Praktiken und Konzepte, die gar nicht kindgerecht sind.
      Ich meinte auch, dass so ein Beziehungkonzept natürlich auch gute Werte transportieren kann aber eher beim Kind, dass es verstehen kann.
      DS funktioniert übrigens auch umgekehrt: Dominante Frau, devoter Mann. Das ist total gegen das traditionelle Rollenbild.

      Wenn offen damit umgegangen wird, könnte das Kind z.B. lernen, dass es auch friedlich und respektvoll geht und nicht (wie evtl. bei anderen Ehepaaren),
      dass die Frau die Hosen anhat und dem Mann über den Mund fährt, sobald der ihn aufmacht.

      Praktiken sehe ich eher im SM-Bereich, bei DS kann das subtil ablaufen, mit Blicken, vorherigen Absprachen (Dom fängt zuerst an, zu essen, sucht das Essen im Restaurant aus, muss vor Verabredungen gefragt werden), einem liebevollen Griff in den Nacken usw.
      Wenn so etwas natürlich und ungekünzelt ausgelebt wird, läuft das so selbstverständlich ab, dass es nicht merkwürdig wirkt.

      Homosexuelle Paare ziehen ja auch Kinder groß und es entspricht nicht dem traditionellen Rollenbild von Familie
      oder was ist mit den Alleinerziehenden? Da könnten Kinder ja auch vermittelt bekommen, dass eine Partnerschaft sowieso nicht halten wird.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

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      @Books in einem Punkt möchte ich mich allerdings deutlich abgrenzen. Ich halte sehr viel von Emanzipation. Allerdings bedeutet sie für mich nicht, dass dabei alle gleich gemacht werden sollten. Aber ehrlich gesagt führt eine Diskussion darüber an dieser Stelle zu weit.


      @mayodotte sicherlich gibt es auch im D/s Praktiken, wo ich denke, das gehört nicht vor den Kindern ausgelebt. Aber ich denke, es gibt eben auch viel positives

      mayodotte schrieb:

      Ich habe die ganze Zeit von Kindern gesprochen, die eben diese gesunde Komponente einer D/s Beziehung noch nicht verstehen können. Ein zweijähriger wird so ein Konzept nicht greifen können. Die Fragen dabei ist aber auch, was man unter ausleben von D/s versteht. Es gibt Praktiken und Konzepte, die gar nicht kindgerecht sind.
      Ich meinte auch, dass so ein Beziehungkonzept natürlich auch gute Werte transportieren kann aber eher beim Kind, dass es verstehen kann.
      Sorry aber ich finde das widersprüchlich. Warum begreift ein Kleinkind das Beziehungskonzept nicht, aber gute Kommunikation, Respekt und Wertschätzung begreift es? Nichts dergleichen begreift ein Kleinkind genauso wenig wie ein Kindergartenkind noch Schulkind.

      Aber das Kind erlebt es. Und durch das Erleben wird etwas transportiert, was Du in Deinem Eingangspost wunderbar erklärt hast. Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr denke ich dass es einfach sehr darauf ankommt, wie eine D/s Beziehung gestaltet ist und was davon vor dem Kind gelebt wird. Aber pauschal zu sagen Kinder sollten nicht mit D/s konfrontiert werden ist mir zu kurz gedacht.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne

      Books schrieb:

      2. eine Frau hat seitdem sie emanzipiert ist mehr Aufgaben. Seitdem darf sie arbeiten und es wird in der heutigen Zeit erwartet! Und sie darf Kinder versorgen und den Haushalt führen. Ja stimmt da gibt es ja die Gleichberechtigung, der Mann darf nach einem ganzen Tag Arbeit auch den Haushalt machen und die Kinder.
      diese Form der Gleichberechtigung geht heute soweit das Männer nach Hause kommen zu Frauen die Kinder haben und nicht arbeiten das die Frauen sagen, ich habe mich den ganzen Tag um die Kinder gekümmert, jetzt bist du dran.
      Mund da fängt die Respektlosigkeit an. Es gehört Gefühl dazu wer wieviel schaffen kann! Und ein Mann ist keine Frau, er hat andere Stärken und Schwächen. Das jetzt auszudiskutieren scheint mir allerdings sinnlos. Ich halte nix von der Emanzipation hat sie nur dazu geführt das Frauen doppelt belastet werden, Männer zu wenig verdienen um eine Familie ernähren zu können. Ich finde im übrigen das es viel schönere Dinge gibt als sich nur mit Arbeit zu beschäftigen.
      Nur weil man jetzt alle persönlichen Vorurteile der Emanzipation mal eben so raushaut werden sie nicht wahrer. Emanzipation und das ist der wahre Gewinn hat geschlechtsneutral den Menschen die Möglichkeit gegeben, sich zu entscheiden in welcher Lebensform sie leben möchten.
      Bei allem Verständnis für andere Lebensformen (und da ist mein Verständnis insofern beschränkt, dass ich diese nur als freiwillig gewählte als positiv empfinde) finde ich in so einer Diskussion doch wichtig, dass versucht wird auch eine gesunde Objektivität gegenüber Begrifflichkeiten wie Emanzipation (die übrigens geschlechtsneutral ist) beizubehalten.

      Books schrieb:

      3. Kinder lernen viel mehr als man wahrnimmt. Sie erleben andere Menschen und ihre Beziehung. Sie leben nicht in einer Blase auf dem Mond.
      Da aber Umfeld und somit Lern- und Erfahrungsfeld eines Kindes stark von den Eltern beeinflusst wird, sehe ich es als schon wichtig an, das Kind möglichst frei aufwachsen zu lassen. Frei entscheiden kann nur der, der auch alle Möglichkeiten kennt.

      Und das wir alle nicht nur Kinder durch Vorgelebtes lernen ist glaube ich unstrittig?
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer

      mayodotte schrieb:

      venusfalle schrieb:

      Im übrigen finde ich das Rumgereite auf dem traditionellen Rollenbild langsam etwas ermüdend.
      Ich habe hier bisher von niemandem gelesen, dass was damit an unfreiwilliger Unterdrückung für die Frau einhergeht, gutheißt.
      @venusfalle, dann lese bitte den neuen Beitrag von @Books, die anscheinend nichts von Emanziption hält... Entschuldige, aber das finde ich wirklich einfach nur traurig.
      Ich habe die ganze Zeit von Kindern gesprochen, die eben diese gesunde Komponente einer D/s Beziehung noch nicht verstehen können. Ein zweijähriger wird so ein Konzept nicht greifen können. Die Fragen dabei ist aber auch, was man unter ausleben von D/s versteht. Es gibt Praktiken und Konzepte, die gar nicht kindgerecht sind.
      Ich meinte auch, dass so ein Beziehungkonzept natürlich auch gute Werte transportieren kann aber eher beim Kind, dass es verstehen kann.
      Mir stellen sich dazu gerade mehrere Fragen in dem Zusammenhang.
      Zum einen schreibst du von "gesunde Komponente einer D/s Beziehung".
      Hierzu direkt die erste Frage: Was sind gesunde Komponenten in einer D/s Beziehung und was sind ungesunde? Ist es so etwas wie mit "gutem und richtigem" BDSM und "schlechtem und falschem" BDSM? Oder ist es etwas, was die Gesundheit betrifft? Zu langes knien ist ungesund?

      Ich fasse Books Post zwar nicht so auf, dass sie gegen die Emanzipation an sich ist, aber das mag wohl Interpretationssache sein.
      Da greift dann aber meine zweite Frage:
      Freiheit bedeutet auch die Freiheit, sich gegen diese zu entscheiden.
      Die Demokratie ist sogar so frei und lässt den Menschen die Wahl, wenn sie dieselbe für nicht genug halten, sich gegen diese zu entscheiden und sie abzuwählen.
      Aber wie ist es da mit der Emanzipation? Bedeutet Emanzipation, das man sich als Frau nicht dagegen entscheiden darf? So kommt nämlich dein Post gerade bei mir an. So frei nach dem Motto: Wie kann man gegen Emanzipation sein? Das darf nicht sein. Und das dann auch noch als Frau.

      Sorry, aber für mich haben solche Einschränkungen, nach dem Motto: "Wir zwingen dich schon noch zu deinem Glück, egal wie unglücklich du dabei bist. Und zwar solange, bis du es verstehst und endlich glücklich bist."
      Daher auch mein Dislike für den Beitrag.

      Books schrieb:

      Ich halte nix von der Emanzipation hat sie nur dazu geführt das Frauen doppelt belastet werden, Männer zu wenig verdienen um eine Familie ernähren zu können. Ich finde im übrigen das es viel schönere Dinge gibt als sich nur mit Arbeit zu beschäftigen.

      Wabisukisha schrieb:

      Ich fasse Books Post zwar nicht so auf, dass sie gegen die Emanzipation an sich ist, aber das mag wohl Interpretationssache sein.
      Sorry aber Du liest Du nichts was gegen Emanzipation spricht? Dann liest Du offenbar sehr anders als ich ....

      Wabisukisha schrieb:

      Aber wie ist es da mit der Emanzipation? Bedeutet Emanzipation, das man sich als Frau nicht dagegen entscheiden darf? So kommt nämlich dein Post gerade bei mir an. So frei nach dem Motto: Wie kann man gegen Emanzipation sein? Das darf nicht sein. Und das dann auch noch als Frau.

      Vielleicht solltest Du das etwas differenzierte sehen - manchmal hilt ein bisschen Abstand um das ganze dann besser aus der Nähe zu betrachten. Ich bin für Emanzipation weil es mir die Möglichkeit gibt mich zu entscheiden, dass ich geführt werden möchte, nicht, dass ich geführt werden muss.

      Dein Posting erweckt in mir den Eindruck, dass Du Emanzipation vielleicht nicht ganz richtig verstanden hast.
      Du möchtest doch sicher auch, dass Deine sub Dir aus Freiwilligkeit die Verantwortung übertragen hat nicht weil es im Gesetzbuch steht?

      Wabisukisha schrieb:

      Sorry, aber für mich haben solche Einschränkungen, nach dem Motto: "Wir zwingen dich schon noch zu deinem Glück, egal wie unglücklich du dabei bist. Und zwar solange, bis du es verstehst und endlich glücklich bist."
      Nein aber ich fände es wie oben erwähnt doch schön, dass man Emanzipation nicht als das sieht, was es nicht ist. Es gibt uns allen die Möglichkeit uns genau für ein geführtes Leben zu entscheiden. Also eine Freiheit, die ich als sub zumindest sehr zu schätzen weiß!
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      @Wabisukisha, ich antworte mal eins nach dem anderem. Mit der gesunden Komponente einer D/s- oder auch eben H/s-, und auch einer TPE Beziehung meinte ich die Einvernehmlichkeit. So lange es einvernehmlich ist, finde ich auch Edge-Play und RACK gesund. Ohne Einvernehmlichkeit ist es für mich aber auch kein BDSM, sondern Gewalt.
      Ich habe Books schon so verstanden, dass sie gegen Emanzipation im allgemeinen ist und dass kann ich tatsächlich nicht verstehen. WIe ich auch mehrmals gedeutet habe, lebe ich selbst in einer Beziehung mit ständigen Machgefälle, es macht mich auch sehr glücklich und erfüllt. Aber ich bin froh, dass ich im Gegensatz zu Frauen, die vor mir gelebt haben, die gesetzliche Möglichkeit habe, meinen Lebensweg frei zu wählen und, dass die Gesetzgebung mich als einen gleichwertigen Menschen sieht. Es ist vollkommen in Ordnung und gesund, wenn eine Frau oder auch ein Mann sich dem Partner unterwerfen wollen aber es ist nicht in Ordnung, dass Frauen früher dazu teilweise gezwungen waren. Und auch Männer profitierten von diesen System nicht, da sie auch in die dominante Rolle gedrängt worden sind, auch wenn sie es vielleicht gar nicht wollten. Das große Problem an Geschlechterrollen ist es, dass sie heute (trotz Emanzipation) gesellschaftlich fungieren, sie werden auch teilweise in der Schule an die Kinder weitergetragen. Jungs weinen nicht, Mädchen sind schlechter in Mathe, usw. Es sind alles Stereotype, die implizit auf Kinder weitergetragen werden. Zum Teil merkt man gar nicht, dass man nach solchen Konzepten denkt.
      Ich glaube aber, dass es langsam zu sehr OT geht. Ich finde, dass es ein spannendes Thema ist und ich habe mich damit im Rahmen meines Studiums in letzter Zeit stark auseinandergesetzt. Es gibt eine gute wissenschaftliche Studienlage zu diesem Thema.

      mayodotte schrieb:

      Zu Feminismus gehört für mich auch eindeutige hinzu, es zu akzeptieren, dass sich manche Frauen eben unterwerfen wollen.
      Was ich aber finde ist, dass meine Unterwürfigkeit nicht an mein Geschlecht gebunden ist und nicht meiner natürlicher biologischen Rolle entspricht. Ich bin halt eben so aber ich könnte auch ganz anders werden.
      @Wabisukisha
      ja du kennst mich ganz gut. Ich habe nichts gegen Emanzipation an sich.

      Ich habe etwas dagegen wenn Freiheit missbraucht wird, und Arbeit und Karriere Zeichen von Emanzipation sind. Wenn alle Zeiten vorher als schlecht dargestellt werden und alle Frauen als unterdrückt erklärt werden. Es gab früher verschiedene Schichten und die lebten ganz unterschiedlich und in vielen Bereichen finde ich die damalige Zeit nicht schlecht, heute wird mehr verlangt. Es geht nicht darum das eine Frau dümmer ist als ein Mann oder klüger, diese Vergleiche machen aus einem gut und ausgezeichnet ein besser und schlechter. Warum muss man im Krieg der Vergleiche leben?
      Heute werden Kinder mit Handys und Fernsehen und Spielekonsole groß, was lernen sie denn da? ein DS Paar was eine glückliche und harmonische Beziehung führt oder ein schwules oder lesbisches Paar sind schädlich? Aber die ganzen modernen Medien nicht? Die modernen Medien schaden den Kindern weit mehr als irgendeine Beziehung. Da sind wir bei einem weiteren Punkt.
      Erwachsene, die zu Eltern werden, werden kritisiert, sie werden meistens von Menschen kritisiert, die die Erfahrung ein Baby zu bekommen selbst nicht haben. Kindergärtnerinnen, die keine eigenen Kinder haben, sollen qualifizierter sein als Eltern, die ihre Kinder lieben? In was für einer kaputten Welt leben wir da eigentlich?
      Emanzipation und Freiheit, die Freiheit ist eingeschränkt dazu sich für etwas zu entscheiden, egal ob man will oder nicht.
      Als ich mein viertes Kind bekam, wurde ich gefragt wann ich es in die Kita tue und wann ich wieder anfange zu arbeiten. Ob ich schon einen Platz habe, wenn es 6 Wochen alt ist.
      Politisch gesehen ist mir klar warum wir in diesem Land so Kinder un freundlich sind.
      Ich fand die Frage damals respektlos und finde sie heute sogar schlimmeres.
      Als ich jung war, entschied ich mich bewusst für Kinder statt Karriere und habe meine Zeit und meine Lebensausrichtung danach ausgerichtet. Als die Kinder älter wurden, steckte ich meine frei werdende Zeit in meine Hobbys, für die ich heute kaum Zeit habe. Heute bin ich selbstständig und arbeite zwischen 16 und 20 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit wenigen Ausnahmen.
      Das was ich mache, mache ich gerne und weil ich es wollte! Jetzt kann man sagen: früher wäre das nicht möglich gewesen. und das ist falsch!
      Meine Oma leitete ein Offizierscasino und das in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Dieses alles über einen Bogen ziehen ist einfach falsch, das Leben ist bunt und nicht schwarz weiß.
      Ich finde es gibt schädlichere Einflüsse als Schwule, Lesben und DS Paare für Kinder, nämlich moderne Medien und Drogen unter anderem.
      Schaut einfach mal an was und wie weit erinnert ihr euch selbst zurück an eure Kindheit?
      Gleichberechtigung ist schön und gut,
      aber gleiche Rechte für gleiche Menschen.
      Nur wir sind nicht gleich. Ich will auch nicht gleich sein, ich will ich sein. Und über meine Rechte und Pflichten entscheide ich. Und das war früher auch so.
      Eine Beziehung ist individuell und so wurde sie auch gelebt früher und heute, viele sind unglücklich und das weil sie zu unbewusst sind über ihre Wünsche und Bedürfnisse,
      was BDSM heute so stark verbreitert ist, das heute die Menschen nicht einfach in gewissen Normen leben können.
      Ich höre den Aufschrei schon, traditionelles Rollenbild ist was anderes als DS und so, und doch gibt es Überschneidungen. Und früher war es leichter für viele Menschen ihren Platz zu finden.
      @Books, es ist toll, dass deine Oma es konnte. Die Gesetzeslage war damals aber klar. Der Ehemann dürfte die Arbeit der Frau grundlos kündigen, es war egal, was sie wollte. Klar, gab es damals Leute, die so glücklich waren aber viele waren es nicht und hatten keine Wahl, anders zu leben. Homosexualität galt dazu damals als Krankheit und war teilweise gesetzlich verboten.
      Und um das deutlich zu machen, ich bin stark der Meinung, dass es egal ist, ob das Kind zwei Mamas, zwei Papas, nur eine Mama oder nur einen Papa hat, solange die Eltern das Kind lieben und gewaltfrei erziehen. Was ich schädlich finde, ist wenn Kinder beigebracht ist, dass sie etwas sein müssen, weil sie ein oder das andere Geschlecht haben. Denn auch der Papa kann die ersten Jahre mit dem Kind zuhause bleiben. Das war früher nicht so, teilweise haben Männer früher ihre Kinder nichtmal gewickelt - ist ja Frauenaufgabe.
      @mayodotte
      Und da hast du wieder einen Punkt. Es gibt keine gewaltfreie Erziehung. Es gibt auch kein gewaltfreies Leben!
      Es ist nicht die Frage ob Gewalt sondern welche Gewalt!
      körperlich ist das eine, aber psychisch und seelisch das andere.
      Gewaltfrei bedeutet Kindern keine Grenzen zu zeigen, sie nicht zu stoppen und auch das ist eine Form von Gewalt.
      Werden Kinder nicht durch Eltern gestoppt macht es der Richter.
      immer dieses schwarz- weiß denken....
      Ich möchte nur eine Sache ergänzen, weil sie offensichtlich zu Missverständnissen führt.

      Eine gesunde D/s Beziehung hat für mich rein gar nichts mit besser oder schlechter gemein und schon gar nichts mit richtigem oder falschen BDSM. Als gesund erachte ich eine Beziehung, in der auf die Bedürfnisse beider Partner gesteigerter wert gelegt wird, egal wie diese Bedürfnisse aussehen mögen. Dazu ist es meiner Meinung nach unabdingbar in einem guten und regelmäßigen Austausch miteinander zu sein, insbesondere dann, wenn ein Partner die Entscheidungsgewalt dem anderen teilweise oder auch ganz übertragen hat.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne
      Books, ich habe eine recht konträre Meinung zu deiner. Und ich hoffe, dass ich meine Meinung trotz der Gefühle, die ich beim Lesen deiner Ansicht bekomme, respektvoll und konstruktiv sagen kann.. Das ganze hat mit dem Ursprungs-Thread hier nicht mehr so viel zu tun, mehr eine Grundsatzdebatte, die sich schlussendlich auch auf das Aufklären von Kindern und Vorleben seines eigenen Lebenskonzepts bezieht.
      Nein, früher war es nicht generell leichter für viele Menschen, ihren Platz zu finden. Sie waren einfach in einem Platz. Gedrückt von gesellschaftlichen Normen und Gesetzen. Das hatte nichts mit Suchen und Finden der eigenen Identität und des gewünschten Lebenskonzept zu tun. Und für manche Leute, so wie für dich, mag das auch gepasst haben und es wäre leichter, als heute. Vielleicht hätte es dir einen sichereren Rahmen gegeben, als das "lockere" Gesellschaftskonzept heute.
      Für manche hätte es aber nicht gepasst. Menschen wie ich wären bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls geächtet, verfolgt und eingesperrt worden.

      Die Freiheit, genau das zu tun, was uns gut tut, als Familienmensch genau die Art von Familienleben zu führen, die uns gut tut und Kindern ein sicheres und liebevolles Umfeld gibt, das ist auch Emanzipation. Ein Staat und eine Gesellschaft, die das ermöglichen, ziehe ich der Zeit der 50er Jahre und davor definitiv vor. Denn so kannst du deine Kinder großziehen, wie du es willst, Mayodotte, wie sie es will. Und ich werde es, wenn ich soweit bin, so machen können, wie ich es will.
      @Books, gewaltfrei zu erziehen bedeutet ohne physische und psychische Gewalt. Natürlich soll man den Kindern Grenzen aufzeigen aber nicht indem man sie schlägt oder gedemütigt, sondern liebevoll führt. In Deutschland hat gesetzlich jedes Kind das Recht, auf gewaltfreie Erziehung. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema. Und übrigens, ich arbeite mit verhaltensauffälligen Schülern, die sich oft so verhalten eben nicht, weil ihnen keine Grenzen aufgezeigt worden sind, sondern weil sie unterschiedliche Formen von Gewalt zuhause erlebt haben.
      Und was ist denn, entschuldige, richtige Gewalt? Gewalt ist immer einem anderen Menschen ungewolltes Leiden hinzuzufügen.

      Und nochmal einmal wegen den Vergleich Frau-Schlecht, Mann-Gut. Es sind nicht meine Vergleiche,
      sondern von den Menschen, die der Frau die freie Wahl bei Bildung, Beruf, Ehe usw. absprechen wollten.

      Books schrieb:



      Als ich mein viertes Kind bekam, wurde ich gefragt wann ich es in die Kita tue und wann ich wieder anfange zu arbeiten. Ob ich schon einen Platz habe, wenn es 6 Wochen alt ist.
      Politisch gesehen ist mir klar warum wir in diesem Land so Kinder un freundlich sind.
      Ich fand die Frage damals respektlos und finde sie heute sogar schlimmeres.
      Als ich jung war, entschied ich mich bewusst für Kinder statt Karriere und habe meine Zeit und meine Lebensausrichtung danach ausgerichtet. Als die Kinder älter wurden, steckte ich meine frei werdende Zeit in meine Hobbys, für die ich heute kaum Zeit habe. Heute bin ich selbstständig und arbeite zwischen 16 und 20 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit wenigen Ausnahmen.
      Das was ich mache, mache ich gerne und weil ich es wollte! Jetzt kann man sagen: früher wäre das nicht möglich gewesen. und das ist falsch!
      Ich weiß gar nicht wo Dein Problem ist, die Freiheit zu sagen ich fange nicht wieder an zu arbeiten, ich bleibe Zuhause bei den Kindern ist doch genau die, die Dir gegeben ist. Eben die bewusste Entscheidung für oder gegen etwas. Die ist der Gewinn der Emanzipation. Mir scheint aber, dass Dir eher nicht gefällt, dass es dann eben Menschen gibt, die diese Entscheidung vielleicht kritisieren? Das wiederum ist Teil unserer Meinungsfreiheit.

      Nein, früher war das nicht möglich zumindest nicht als autonome Entscheidung, sorry aber etwas wiederholt zu sagen was de facto nicht richtig ist macht es schlussendlich auch nicht richtiger.

      Books schrieb:

      Heute werden Kinder mit Handys und Fernsehen und Spielekonsole groß, was lernen sie denn da? ein DS Paar was eine glückliche und harmonische Beziehung führt oder ein schwules oder lesbisches Paar sind schädlich? Aber die ganzen modernen Medien nicht? Die modernen Medien schaden den Kindern weit mehr als irgendeine Beziehung. Da sind wir bei einem weiteren Punkt.
      Und wo genau hast Du hier ein einziges Mal gelesen, dass die von Dir aufgeführten Beziehungen als schädlich angesehen werden? Sorry wenn ich da so geradeaus bin, aber für mich hört sich das sehr nach Frustration an, dass das eigene Lebensmodell nicht überall Beifall findet. So what, ich für meinen Teil kann sagen, mein Lebensmodell muss mich glücklich und zufrieden machen ob andere dem zustimmen ist mir herzlich egal.

      Books schrieb:

      Ich habe etwas dagegen wenn Freiheit missbraucht wird, und Arbeit und Karriere Zeichen von Emanzipation sind. Wenn alle Zeiten vorher als schlecht dargestellt werden und alle Frauen als unterdrückt erklärt werden. Es gab früher verschiedene Schichten und die lebten ganz unterschiedlich und in vielen Bereichen finde ich die damalige Zeit nicht schlecht, heute wird mehr verlangt.

      Nicht Arbeit und Karriere sind Zeichen der Emanzipation sondern die Möglichkeit sich für diese zu entscheiden. Das ist ein eklatanter Unterschied!

      Books schrieb:

      Nur wir sind nicht gleich. Ich will auch nicht gleich sein, ich will ich sein. Und über meine Rechte und Pflichten entscheide ich. Und das war früher auch so.
      Beim ersten Satz bin ich voll bei Dir, beim zweiten kann ich mich nur wiederholen, genau das war eben früher nicht so. Das ist doch wirklich einfach zu belegen und auch nachzulesen.

      Übrigens sage ich keinesfalls früher war alles schlechter, es war einfach anders und hat zum Stand der Entwicklung gepasst. Ja auch Generationen entwickeln sich und das ist gut so. Der Mensch lernt, unabhängig vom Alter.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      Für mich ist Emanzipation ein sehr hohes Gut, und die Freiheit, eine Wahl zu haben kann man meiner Ansicht nach nicht hoch genug einschätzen.
      Dazu möchte ich gern einige persönliche Einblicke in meine Lebensrealität gewähren. Und deutlich machen, warum mir die Festlegung auf ein starres Rollenmodell zutiefst widestrebt.

      Ich komme aus einer Welt, die außergewöhnlich konservativ eingestellt ist, dörfliche Strukturen auf dem flachen Land, landwirtschaftlich geprägt und Neuem gegenüber reagieren viele Menschen vorsichtig bis ablehnend. Jetzt bin ich 38 Jahre alt, und auch "erst" vor 30 Jahren, als ich im Grundschulalter war, kam kaum jemand gegen das tradionelle Rollenbild an.
      Ich komme aus einer Welt, in der Mädchen fast nie auf's Gymnasium gingen, Buben dagegen schon. Die Mädchen mussten bis ins Teenageralter die Kinderzimmer ihrer Brüder aufräumen und der Mama im Haushalt selbstverständlich mithelfen. Die besagten Brüder musste dagegen in der Landwirtschaft hart mit arbeiten, im elterlichen Handwerksbetrieb anpacken oder ansonsten die väterlichen Hobbys und Vorlieben teilen (an Autos schrauben, Fußball spielen usw...) Kein Mensch hat gefragt, ob den Mädchen und Jungen das gut liegt, ob sie glücklich sind. Sie hatten keine Wahl.
      Die Mädchen und auch erwachsenen Frauen mussten im Auto hinten sitzen, sobald ein x-beliebiger männlicher Beifahrer auftauchte, egal welchen Alters und ob den Mädchen und Frauen hinten schlecht wurde. Die Jungs dagegen bekamen noch eine extra Ohrfeige, wenn bei einer Beerdigung auch bei ihnen die Tränen geflossen sind.
      Eine junge verheiratete Frau konnte ihrem Beruf nur nachgehen, wenn der Ehemann einverstanden war und auch die Schwiegereltern nichts dagegen hatten. Kamen Kinder, war mit größter Selbstverständlichkeit der berufliche Weg unwiderbringlich zu Ende, ggf. konnte die Frau sich "nach den Kindern" mit einem Putzjob oder beim Kellnern ein bisschen was verdienen.

      Solche Beispiele könnte ich noch seitenlang aufführen. Und diese enge, starre Welt hat mich bis heute geprägt, und das beileibe nicht immer zum besten ;(
      Erst Dank meines Ehemannes konnte ich mich aus diesen eingeübten Gedanken befreien. Er glaubt an mich, er hat mir von Anfang an immer verschiedene Wahlmöglichkeiten gelassen, und er unterstützt mich in jeder Hinsicht. Denn er kommt aus einer Welt, in der Frauen alles schaffen können, in der Männer genauso gut einen Traktor fahren können, wie einen Putzlappen schwingen. Dank ihm habe ich in vielen Jahren gelernt, dass Frauen und Männer so leben dürfen, wie es für sie am besten passt.

      Resultierend aus dieser "Lebensgeschichte" ist es mir für unsere Kinder daher ein Herzensanliegen, dass sie sich frei entfalten dürfen. Meine selbstgewählte Unterwerfung bekommen sie nicht mit!
      Sie sehen Eltern, die anständig miteinander umgehen, aufeinander achten, sich respektieren, gut miteinander reden können. Dass ich letztendlich immer der Entscheidung meines Mannes folge, auch wenn es mir NICHT gefällt, ist nicht für ihre Augen und Ohren bestimmt.
      Sie bekommen unabhängig von ihrem Geschlecht genau das Maß an Zuwendung, Führung, Schutz, aber auch Freiheit, Diskurs, Entfaltungsmöglichkeiten, das sie als mein Sohn und meine Tochter in dem aktuellen Moment brauchen. Sie dürfen der / die sein, die sie sein wollen, mit unserer Unterstützung und ggf. auch kritischen Meinung. Aber unsere Kinder müssen nicht das sein, was typisch für ein Mädchen oder einen Buben erscheint. Und genau darum bin ich persönlich in unserer Familie nicht der Meinung, das unser Machtgefälle vor den Kindern präsent sein muss.
      .... und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!

      aus dem 1. Petrusbrief - unser Trauspruch, und so wahr.... <3
      Ihr Lieben, alles gelesen habe ich nicht. Vermutlich bin ich der Meinung, dass man sich ja gerade beim Thema „Kindererziehung“ mit anderen Eltern „die Köpfe einschlagen“ könnte (angefangen beim Thema Essen und Ernährung bis hin zu Schule/Hausaufgaben, Selbstständigkeit, usw...). Und bestimmt wird es richtig interessant, wenn es um die zwischenmenschlichen Themen wie Beziehungsgestaltung geht und das Ausleben von Liebesbeziehung und Partnerschaft. Denn es ist so individuell, wie die Eltern eben menschliche Individuen sind. Und wenn man dann mal auf die gesellschaftliche Entwicklung von pädagogischen Ansichten blickt…auch immer interessant, welche Wege da bereits schon hinter uns liegen und was aktuell diskutiert wird.

      Kann ich denn aber nicht meinem Kind vermitteln, dass ich gerne und frei nach meinem eigenen Willen so liebe und Liebe auslebe, Paarbeziehung mitgestalte, wie ich es mit dem Mann tue, der an meiner Seite ist?

      Ich bin mir sicher, mein Kind erspürt sehr genau, wie ich meinem Sir gegenüber stehe (weich, anpassungsfähig, auch mal über eigene Grenzen gehend, nachgiebig, manchmal kämpferisch, tief liebend, beständig, manchmal schon auch zweifelnd und verzweifelt, usw…).
      Wenn dadurch Fragen in ihm entstehen, hoffe ich, dass er sich immer getraut, sie mir gegenüber zu stellen (und auch meinen Sir) und ich scheue auch keine offene, ehrliche Antwort (offen in dem Sinne, wie ich denke und fühle).

      Wie mein Sir und ich unser D/S im sexuellen Kontext ausleben bekommt mein Kind nicht direkt mit (ist gerade erst 6 J. alt). Aber im entsprechenden Alter, wäre ich auch da für offene Worte, ihm gegenüber. (wenn er möchte und unsere Beziehung das zulässt). Eben hier auch: Offen im Sinne von, wie ich fühle. Selbst, wenn bei mancher Frage von ihm nach dem WARUM meine Antwort auch mal lautet: Ich weiß es nicht. VIELLEICHT… aber das ist nur meine Vermutung/Ansicht.

      Aber ansonsten darf er miterleben, wenn ich „nachgebe“, weil ich meinem Sir die Entscheidung anvertraue, ihm vertraue in unserem gemeinsamen Weg, selbst wenn mich etwas verärgert, frustriert, traurig stimmt, usw… Wenn ich mit meinem Sir scheitere, wird er es auch miterleben (er hat es ja leider schon einmal miterleben müssen- die Trennung der Paarbeziehung seiner Eltern).

      Mir fiel ein Beispiel dazu ein (ob es für Euch so passt, entscheidet selbst): Der getrennte Vater meines Kindes isst aus traditionellen, familiären (ehemals religiösen) Gründen kein Schweinefleisch. Ich bin weder verpflichtet, noch kann mich jemand zwingen, dies in meinem alleinerziehenden Alltag umzusetzen. Ich mache es aber dennoch. Ich nehme auch die Nachteile in Kauf, die das für mich und mein Kind hat (z. B. auf Kindergeburtstagen). Mein Kind fragte mich auch mehrfach, wieso er denn kein Schweinefleisch essen dürfe (die meisten anderen Kinder im Kindergarten durften das, seine Großeltern essen es,...). Ich sagte, dass ich das aus Respekt vor seinem Vater so möchte. Was mein Kind dann als Heranwachsender und später Erwachsener daraus machen wird, liegt nicht mehr in meiner Hand.

      Und wie ich hier schon las: Die Kinder werden sich irgendwann loslösen und ich hoffe nur, dass ich dann meinem Kind all das mitgegeben haben werde, was er braucht, damit ihm genau das gut gelingt und es ein stabiler Erwachsener wird, der das Leben glücklich bestreiten wird. Allen voran: Meine Liebe zu ihm und mein Bemühen die Entscheidungen für ihn immer nach bestem Wissen und Gewissen gefällt zu haben (und ja: ich habe Schwächen dabei und mache dabei auch "Fehler").
      Dass er im zwischenmenschlichen Bereich und den nahen Beziehungen seines Lebens gelernt haben wird zu lieben und zu streiten, zu verzeihen, sich zu vertragen, geduldig zu sein und durchzuhalten, wenn es mal herausfordernd wird… und sich zu öffnen, zu zeigen, mit SEINEM Denken und Fühlen, wie ER ist.

      Für alle „BDSM“- Eltern und - Kinder alles Gute.

      E`s d (Lisa)
      (Als Mutter immer bemüht an und mit meinem Kind zu wachsen.)