Wer begrüßt wen und wie zu erst?

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      Wer begrüßt wen und wie zu erst?

      Diese Thema habe ich absichtlich und nicht zufällig im Unterbereich Ds eingestellt.


      Wenn man sich mit Gleichgesinnten trifft, also anderen Ds-ler wie handhabt ihr das mit Begrüßung?

      In einer Gruppe einem Kreis den man kennt gegeben sich solche Fragen in der Regel nicht. Mir fällt aber immer mehr und mehr auf, dass es wohl keine einheitliche Regel gibt und auch unter Ds-ler es da zu unterschiedlichen Meinungen kommt.
      Deshalb....

      Gilt für euch Ladys first?
      Oder ist euch der "Rang" wichtig? die Neigung wichtig?
      Entscheidet ihr das situativ?
      Geht ihr immer gleich vor?
      Macht es einen Unterschied ob ihr diejenigen seid die kommen oder schon da sind?
      Orientiert ihr euch an dem Verhalten anderer?
      An dem Verhalten wie Personen dazu kommen?
      Gibt es dazu klare Regeln in eurer Beziehung?

      Gibt es bestimmte Rituale bei euch für die Begrüßung weiterer Personen?
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.
      Ein sehr interessantes Thema.

      In einem Club in Dänemark, wo wir im Urlaub waren, war es absolut selbstverständlich, dass zunächst die Doms sich begrüßten, dann Doms und Subs und dann erst die Subs untereinander.

      Ob das überall in Dänemark so ist, weiß ich nicht. Ich kann nur für mich sprechen, dass es mir eine gewisse Sicherheit gab, keinen Fehler zu machen und irgendwem auf die Füße zu treten.

      Ich persönlich, bzw. wir handhaben das auch hier in Deutschland so. Sofern es uns denn bekannt oder erkennbar ist, wer welche Position inne hat (was manchmal echt nicht zu erkennen ist...)


      Ich fühle mich immer sehr merkwürdig, wenn ich als Frau in einem Club von anderen Doms vor meinem Mann begrüßt werde. Es verunsichert mich und ich verliere meine Position, meinen Halt und meine Sicherheit. Klingt komisch, aber ich weiß es nicht anders zu beschreiben.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Es kommt drauf an. Im privaten Kreis, auch unter BSDM-Interessierten, begrüßt man sich halt, es kriegt halt der-/diejenige die Floße oder ne Umarmung, der grad am nächsten steht.

      Ansonsten, Partys wo man sich nicht unbedingt kennt oder Gruppen auf Verantaltungen/ in Clubs oder so begrüßen sich die Dom/sen und stellen dann die Subbies vor, die dann erst die Tops und dann die anderen Subbies begrüßen :yes:
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!
      Mir persönlich ist das auch wurscht. Wenn ich auf einem Stammtisch beide Elemente eines Paares gleichzeitig treffe, warte ich einen kleinen Moment ab, ob einer von beiden zuerst auf mich zukommt. In Zweifel frage ich auch Mal "Wer zuerst?".
      Sollten die beiden gerade in verschiedenen Räumen sein, begrüße ich die Person zuerst, die mir zuerst über den Weg läuft.
      Es käme mir irgendwie albern vor, auf gut Glück mit Subs Begrüßung zu warten, bis Dom von der Toilette wiederkommt, nur um Dom zuerst die Hand zu geben - falls sie es so wollen.
      Wenn es den beiden trotzdem so lieber ist, darf Sub mir das gerne sagen und meinen Begrüßungsversuch im Keim ersticken - anderenfalls halte ich mich gern beim nächsten Mal daran. Aber Gedanken lesen kann ich ja nicht, und da ich nicht Teil ihrer Beziehung bin, verhalte ich mich erstmal ihnen gegenüber so wie gegenüber allen anderen Menschen.

      Edit: kursive Stelle eingefügt. Mit Parties oder ähnlichem habe ich noch keine Erfahrung.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Das spielt in unserer Beziehung keine Rolle, da es nicht uns beide betrifft.

      Wir haben aber einen guten Freund, der viel Wert darauf legt, vor seinem Mädchen begrüßt zu werden, und auch selbst erst den Herrn begrüßt und erst danach das zugehörige Mädchen. Das weiß ich inzwischen und berücksichtige mit dem Einverständnis meines Herrn entsprechend seinen Wunsch.
      Carpe et diem et noctem.
      Gilt für euch Ladys first?
      Grundsätzlich ja

      Oder ist euch der "Rang" wichtig? die Neigung wichtig?
      Nein

      Entscheidet ihr das situativ?
      Ja. Im normalen Aufeinandertreffen, bei Stammis, .... siehe oben
      Bei Clubbesuchen oder ähnlichem würde ich es wie Anni halten

      Geht ihr immer gleich vor?
      Ja, schon alleine deshalb weil bei Treffen wenn man das Gegenüber nicht kennt doch die Neigung nicht unbedingt sofort erkennbar ist.

      Macht es einen Unterschied ob ihr diejenigen seid die kommen oder schon da sind?
      Nein

      Orientiert ihr euch an dem Verhalten anderer?
      Jein, siehe Clubbesuche, da eben dem Anlass entsprechend.

      An dem Verhalten wie Personen dazu kommen?
      Nein

      Gibt es dazu klare Regeln in eurer Beziehung?
      Nein

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hera ()

      Shayleigh schrieb:

      Ich fühle mich immer sehr merkwürdig, wenn ich als Frau in einem Club von anderen Doms vor meinem Mann begrüßt werde. Es verunsichert mich und ich verliere meine Position, meinen Halt und meine Sicherheit. Klingt komisch, aber ich weiß es nicht anders zu beschreiben.
      Schmunzel... Mit dem Gefühl bist du nicht alleine. Das habe ich schon öfter geschildert bekommen und auch die Meinen fühlen sich dabei nicht wohl.


      Dominatseptakkord schrieb:

      Wenn es den beiden trotzdem so lieber ist, darf Sub mir das gerne sagen und meinen Begrüßungsversuch im Keim ersticken - anderenfalls halte ich mich gern beim nächsten Mal daran. Aber Gedanken lesen kann ich ja nicht, und da ich nicht Teil ihrer Beziehung bin, verhalte ich mich erstmal ihnen gegenüber so wie gegenüber allen anderen Menschen.
      Von mir ausgehend. Die Meinen würden die Begrüßung annehmen und erwiedern, kämen aber nicht auf die Idee einen Herrn zurechtzuweisen. Ich käme auch nicht auf die Idee jemanden darauf anzusprechen, mit dem ich nicht in einem engeren Kontakt bin.


      Das es auf allgemeinen Stammtischen schwierig ist, ergibt sich auch aus der Situation. Es sind Interessierte dabei, es sind Leute dabei die mit Ds nichts am Hut haben, deshalb fragte ich gezielt nach Ds-ler.
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.
      Ich würde mich da an den Gepflogenheiten des treffens orientieren.
      Auf einem Stammtisch von hier, da begrüße ich denjenigen der vor mir steht. Ich weiß nicht wer Dom/Dev ist.
      Natürlich auch abhängig davon wie mein Gegenüber reagiert und auch wer näher steht. Ich würde jetzt nicht um einen Mann herumgehen um die hinter ihm stehende Frau zu begrüßen, nur weil es Ladys First heißt.

      In einem Club, würde ich mich vorher informieren, wie es dort gehandhabt wird und mich an diese Regel halten.
      Wenn es keine Regeln gibt, dann würde ich mich zuerst daran halten was ich mit meiner Begleitung abgesprochen habe und dann nach den Regeln der Höflichkeit.

      Dabei zu beachten immer das Verhalten meines Gegenübers, eine kniende Person z.b. würde ich auch nicht zuerst begrüßen. Allerdings würde ich auch eine Begrüßung einer devoten Person nicht ablehnen, ich weiß ja nicht was die mit ihrer Begleitung abgesprochen hat. (Wenn es die Regel gäbe, die Dominanten Personen begrüßen sich zuerst)
      Kreativität ist Intelligenz die Spaß hat *Albert Einstein
      (Die Frage zielt ja auf Begegnungen außerhalb einer festen Gruppe mit gemeinsamen Absprachen und/oder Ansichten ab, daher beziehe ich meine Antwort auch nur darauf. Also auf Alltag, Stammis, normale Clubbesuche o.ä., explizit aber nicht auf Veranstaltungen mit festen Regeln, geschlossene Gruppen- oder Zirkeltreffen oder einen privaten engen Umgang unter Paaren.)

      Wir leben zwar Hs/TPE - aber das betrifft in erster Linie unser Innenverhältnis, Dritte sind nicht involviert. Es gibt daher für uns keine Notwendigkeit, irgendeine Erwartungshaltung an den Tag zu legen, was Begrüßungformalitäten oder gar eine "Rangfolge" betrifft. Weder der Chef noch ich stehen in einem DS-Verhältnis zu anderen Personen und stellen keinerlei Ansprüche, wer wann wie begrüßt wird, egal zu welchem Zeitpunkt, Anlass oder an welchem Ort.

      Mein Stand in unserer Beziehung ist von Dritten völlig unbeeinflusst. Weder verunsichert es mich, wenn ich zuerst begrüßt werde, noch bekräftigt eine nachgeordnete Begrüßung irgendwas daran. Unser Innenverhältnis und Selbstverständnis ist nicht abhängig von der Außenwelt. Man könnte auch salopp sagen: Wir brauchen es nicht, von anderen DSlern wie DSler behandelt zu werden, Freundlichkeit und normal-höfliche Umgangsformen reichen schon ;)

      Ebenso gehen wir auch erst einmal völlig normal mit anderen BDSMlern um. Auch BDSMler sind für mich in erster Linie Menschen, die auch so behandelt werden, egal welche Neigung oder "Stellung" sie haben, das gilt auch bei der Begrüßung. Der größte Unterschied besteht in der Herzlichkeit, die bei engen Freunden natürlich deutlich größer ist. Ansonsten gibt es weder Regeln noch Vorgaben, wie Dritte zu begrüßen sind.

      Man kann uns bei näherer Bekanntschaft aber gerne sagen, wenn man die eine oder andere Formalität bevorzugen würde, und wenn es für uns nicht zu übergriffig ist, gehen wir dann auch darauf ein. Als Beispiel: Wenn Dom zuerst begrüßt werden will, ist das unproblematisch, ebenso wenn z.B. mit ihrer/seiner Sub nur nach Erlaubnis Kontakt aufgenommen werden darf o.ä.. Verlangt Fremd-Dom aber, dass ich ihn z.B. in bestimmten Positionen, gesenkter Blick, bestimmte Ansprache wie Sir o.ä. begrüßen sollte, wäre das insofern übergriffig, da es kein Innenverhältnis zwischen uns gibt.

      Ich finde es gar nicht schlimm, dass es keine einheitlichen Regeln dazu gibt. Es wäre für mich gruselig, wenn jeder nach Standardvorschriften leben müsste, die dann doch wahrscheinlich nur für den "Mittelwert" der DSler passen würden ... :pardon:

      Teufelanna schrieb:

      eine kniende Person z.b. würde ich auch nicht zuerst begrüßen
      Okay, ich muss mich korrigieren. Es ist wohl doch auch eine situative Entscheidung bei mir.

      Dank Teufelannas Beispiel fiel mir ein Treffen mit befreundeten BDSMlern/DSlern in einem Club ein. Als wir ankamen, begrüßten wir uns wie üblich mit Umarmungen - alle bis auf eine. Die musste nämlich gerade Strafknien. Ich war schwer beeindruckt, sowas hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht erlebt oder gesehen.

      Ich blickte auf sie, doch sie hielt den Blick gesenkt. Da suchte ich den Blick ihres Doms, der mich darüber aufklärte, dass sie gerade Strafknien muss. Da schaute ich nochmal zu ihr und fing ihren Blick auf. Sie schaute mich in einer Mischung aus Schuldbewusstsein und Scham sowie Ergebenheit an. Ich glaube, ein kleines Funkeln war da auch in ihren Augen. Dann senkte sie rasch wieder den Blick.

      Ich habe dann spontan entschieden, sie erst mal nicht zu begrüßen. Erst als sie wieder aufstehen und sich unterhalten durfte, hab ich sie begrüßt und natürlich sofort ausgequetscht, was los war und wie das so ist :D
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.

      MatKon schrieb:

      . Also auf Alltag, Stammis, normale Clubbesuche o.ä., explizit aber nicht auf Veranstaltungen mit festen Regeln, geschlossene Gruppen- oder Zirkeltreffen oder einen privaten engen Umgang unter Paaren

      Die Fragen bezogen sich schon auf eine bestimmte Gruppe, ich zitiere mich mal selbst.

      Mirarce schrieb:

      Wenn man sich mit Gleichgesinnten trifft, also anderen Ds-ler wie handhabt ihr das mit Begrüßung?

      Mirarce schrieb:

      Das es auf allgemeinen Stammtischen schwierig ist, ergibt sich auch aus der Situation. Es sind Interessierte dabei, es sind Leute dabei die mit Ds nichts am Hut haben, deshalb fragte ich gezielt nach Ds-ler.
      Für mich ist Ds-ler ein ziemlich klarer Begriff.
      Ich ging von Ds-Stammtischen oder privaten Treffen von Ds-lern aus.


      MatKon schrieb:

      Mein Stand in unserer Beziehung ist von Dritten völlig unbeeinflusst. Weder verunsichert es mich, wenn ich zuerst begrüßt werde, noch bekräftigt eine nachgeordnete Begrüßung irgendwas daran.
      Das die Beziehung von Dritten unbeeinflusst ist, empfinde ich als vollkommen normal, es würde mich auch eher irritieren, wenn dritte Einfluss darauf hätten.

      Zur Verunsicherung:
      Da geht es um eine ganz andere Wahrnehmung der Devoten.
      Sind sie mit mir zusammen, dann brauchen sie nicht mehr irgendwelche "Rollen abrufen" die der Alltag sonst mit sich bringt.
      Sie sind voll und ganz bei sich, sie sind Sklavinen. Es gibt nicht mehr die anderen Teile der Persönlichkeit, die abgerufen werden müssen.
      Die Sklavin ist nicht Teil ihrer Persönlichkeit, sondern sie geben sich voll und ganz, in ihr Naturell als Sklavin und alles andere wird Teil der Sklavin, der in gewissen Situationen abgerufen werden kann.


      MatKon schrieb:

      Wir brauchen es nicht, von anderen DSlern wie DSler behandelt zu werden,
      Es geht nicht ums brauchen.

      Ging es ums brauchen, könnte ich auf vieles verzichten.
      "Brauchen" bzw. "Nichtbrauchen" hat immer etwas Wertendes ;)

      MatKon schrieb:

      Ich finde es gar nicht schlimm, dass es keine einheitlichen Regeln dazu gibt. Es wäre für mich gruselig, wenn jeder nach Standardvorschriften leben müsste, die dann doch wahrscheinlich nur für den "Mittelwert" der DSler passen würden ...
      Genau das ist eine der Fragen, die ich mir stelle.
      Erst mal Danke für deine Meinung dazu.
      Ich ziehe da gerne den Vergleich zum Rest der Menschheit, ausserhalb vom BDSM.


      Es gibt im Business Verhaltensregeln zur Begrüßung, es gibt im Privaten Regeln dazu, alle kommen damit klar, im Ds scheint es ein durcheinander zu geben.

      @Teufelanna

      Teufelanna schrieb:

      Gegenübers, eine kniende Person z.b. würde ich auch nicht zuerst begrüßen
      Danke für das Beispiel.

      Da scheint es ziemlich eindeutig zu sein,
      wie auch @Spätzle berichtet.
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.
      @Mirarce: Es gibt halt keine einheitliche Gruppe "DSler", das sieht man auch hier im Forum. Und das ist gut so.

      Du hast selbst die "Gruppe oder den Kreis, in dem man sich kennt" als unproblematisch in Bezug auf Deine Frage ausgeschlossen. Das sehe ich auch so. In Gruppen und unter Gleichgesinnten gibt es Absprachen, gemeinsame Gruppenregeln, ähnliche Ansichten. Da stellt sich die Frage i.d.R. nicht.

      ("Gleichgesinnte" bitte hier im Sinne einer eindeutigen Gruppenzugehörigkeit mit sehr ähnlich ausgelebten DS verstehen (z.B. O), nicht als die "Gesamtheit aller DSler")

      Wenn man aber nicht in einem festen Kreis unterwegs ist, in dem man Erwartungshaltungen und Absprachen kennt, wie soll man sich da an unbekannte, übergeordnete Regeln halten? Und warum, wenn doch keine Beziehung untereinander da ist? Für mich spielt es letztlich keine große Rolle, ob da nur DSler dabei sind oder auch andere BDSMler. Auch bei einer reinen DS-Veranstaltung - sofern vom Veranstalter keine Regeln festgeschrieben sind! - gilt für mich, dass ein normaler, höflicher Umgang ausreichend ist, solange man nicht in einer Beziehung zueinander steht (nähere Bekanntschaft mit Absprachen, Freundschaft, Spielbeziehung o.ä.).

      Umgangsformen und gesellschaftliche Regeln sind gar nicht so universell, wie man meint, dazu braucht man nur mal Land oder Unternehmen zu wechseln. Und der Vergleich hinkt in meinen Augen auch ein wenig ... die Umgangsformen, die man seinem eigenen Boss gegenüber an den Tag legt, gelten ja nicht automatisch auch gegenüber dem Boss der zufälligen Bekanntschaft, die man im Supermarkt trifft. Außer, man möchte das Unternehmen wechseln ;)

      Ich bin ein echter Fan von einheitlichen Regeln, dort, wo sie sinnvoll sind. Ich fühle mich wohl, wenn mich Menschen umgeben, die ähnlich ticken oder ihr DS ähnlich leben. Da, wo alle aufeinander eingehen können und wo man Dinge (gemeinsam) ausleben kann, ohne Anstoß zu erregen.
      Aber ich erwarte von niemandem, auf mein privates DS einzugehen, schon gar nicht, wenn deren DS anders funktioniert als unseres.

      Vereinheitlichte, allgemein und jederzeit geltende DS-Regeln - auch wenn es "nur" um Begrüßungsformen geht - wären eine Zumutung in meinen Augen. Dazu sind Menschen zu verschieden und keine DS-Form ist wertvoller als die andere. Wo soll man da also den Maßstab anlegen? Und wer hat die Entscheidungsbefugnis dazu?

      Und irgendwie kommt ja auch keiner auf die Idee, das "Warm-up" für SMler zu vereinheitlichen ... :pardon:
      Wir unterscheiden nicht zwischen BDSMern und Nicht-BDSMern. Ich halte mich einfach stets zurück, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Das ändert sich auch nicht auf BDSM-Events o.ä.

      Am liebsten ist es mir, wenn ich in solchen Situationen möglichst komplett im Hintergrund bleiben kann. Seine Leute (männlich) begrüßen mich beispielsweise nicht, sondern ignorieren mich :D . Nicht im Sinne von Arroganz, sondern als eine Art ‚ungeschriebenes Gesetz‘, eine Art Wertschätzung (in der Art von ‚Frau vom Chef guckt man nicht an‘ ^^.) Das hat sich im Laufe der Jahre so ergeben und damit kommen wir am besten zurecht.
      Ähnlich verhalten wir uns auch auf BDSM-Events und in der Regel gelingt uns das auch.

      Spontane, körperliche Begrüßungen empfand ich seit jeher etwas übergriffig - da mag ich selbst auch etwas komisch sein ;) .
      Aber dank Corona ist das derzeit ja eh vorbei ^^ .
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit

      kara schrieb:

      Am liebsten ist es mir, wenn ich in solchen Situationen möglichst komplett im Hintergrund bleiben kann. Seine Leute (männlich) begrüßen mich beispielsweise nicht, sondern ignorieren mich . Nicht im Sinne von Arroganz, sondern als eine Art ‚ungeschriebenes Gesetz‘, eine Art Wertschätzung (in der Art von ‚Frau vom Chef guckt man nicht an‘ ^^.) Das hat sich im Laufe der Jahre so ergeben und damit kommen wir am besten zurecht.
      Ähnlich verhalten wir uns auch auf BDSM-Events und in der Regel gelingt uns das auch.
      Darf ich mal fragen wie ihr das im Alltage lebt? Angefangen beim Elternabend in der Schule bis zum Treffen von Nachbarn beim Einkaufen?

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare
      Da das Sub-Dom Thema einzige meine Partnerin und mich betrifft spielt das in dem öffentlichen Leben keine Rolle.
      Meinungen und "Rang" interessieren uns nicht.

      Im normalen Leben sehe ich es so.....komme ich in einen Raum begrüße ich natürlich die Anwesenden und erwarte das auch von dem Nächsten.
      Wenn eine überschaubare Meute anwesend ist wird beim nächst stehenden angefangen das Händchen zu schütteln, wenn zu viel Leute da sind nur in die Menge gejubelt.
      Ausnahmen sind Special-Events wie Geburtstag oder Hochzeit etc.....da werden die Gründe des Events natürlich als erstes Begrüßt

      Da Social Distancing schon immer meine Philosophie ist, ist das Händchen schütteln nicht so wirklich meins und wird gerne vermieden :whistling:
      "Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch"