Gefühle beim Spanking

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      Gefühle beim Spanking

      Hallo Zusammen,

      ich bin noch ziemlich neu hier und habe mit allem was BDSM angeht kaum Erfahrung. Mich interessiert daher brenndend, wie eure Gefühle wärend eines Spankings sind. Hier interessieren mich beide Seiten, sowohl von Doms als auch Subs.

      Beim letzten Mal als mein Herr mich übers Knie gelegt hat habe ich mich auf einmal nur noch behütet und beschützt gefühlt. Er versohlt mir den Hintern, es tut auch richtig weh und ich fühle mich mehr wie ein wohlig schnurrendes Kätzchen welches sich auf dem Schoss zusammenrollt und gestreichelt wird. Macht das Sinn? Erstmal nicht viel. ?(

      Auf eure Kommentare bin ich schon sehr gespannt.

      XY-Blue schrieb:

      daher brenndend
      :D eigentlich beantwortet das doch schon Deine Frage :yes: :D

      Popo versohlen ist bei mir echte Konzentrationsarbeit, ich muss ganz aktiv immer drauf achten, die Backen nicht fest anzuspannen, da es dann noch weher tut. Im Liegen funktioniert das ganz gut, im Stehen krieg ichs kaum hin :gruebel: :pardon:
      Seitdem ich perfekt bin, hält sich meine Arroganz in Grenzen!
      Dieses wie gestreichelt fühlen und ganz wohlig kenne ich auch. Das ist wie ganz lieb gekuschelt werden, auch wenns weh tut. Das ist dann aber eigentlich recht egal, ich nehme den Schmerz als angenehm wahr. Die Stimmung ist einfach vertraut und fröhlich und gemütlich.
      Das ganze empfinde ich aber nur ohne Machtgefälle so. Mit, ist es auch geil und aufregend und macht viel mit mir, aber dieser wohlige Aspekt ist dann nicht da.
      Beim spanken von jemand anderem empfinde ich diese entspannte Vertrautheit genauso, wenn das einfach so für nett gemacht wird. Wie, wenn ich jemanden massiere. Da tue ich ihm einfach was gutes und genieße es, wie er unter meinen Händen schnurrt :D .
      Mit Machtgefälle nimmt meine Sadistische Ader oft einen vordergründige Teil an. Da will ich einfach weh tun und mich am Leid des am Boden Liegenden ergötzen, nix mit beschützen oder sowas :sofa:
      Anfangs fühlte ich bei mir die Diskrepanz beim spanken.
      Auf der einen Seite sah ich bei ihr die Lust, die Hingabe, von mir geschlagen werden zu wollen.
      Auf der anderen Seite sah ich ihre Tränen, die Striemen, den Schmerz.
      Ich brauchte eine gewisse Zeit, mich von diesen Bedenken zu befreien.
      Wir brauchen das beide,
      Inzwischen ist es für mich einfach die Lust, da ich weiß, das sie durch das Tal der Tränen geht, um befriedigt und glücklich zu sein.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Ich fühle den Schmerz, nehme ihn an, winde mich darin, fühle meinen Körper ganz bewusst und weiß, dass er auf mich aufpasst, mich beobachtet, spüre seine Lust darin, die Freude und unsere gemeinsame Befriedigung.
      Wenn ich dann im Tal der Tränen angekommen bin, fühlt es sich wie Erlösung an, alles fällt von mir ab. Ich bin nur noch im hier und jetzt, ganz bei uns.

      Ich fühle mich geborgen, umsorgt und geliebt und zum Ende hin breitet sich eine warme, innere Ruhe in mir aus.
      Ich melde mich mal mit einer etwas anderen Empfindung zu Wort ^^ Da ich wirklich keine Masochistin bin, ist Schmerz für mich eine große Herausforderung. Meine Neigung ist zutiefst unterwürfig, aber beim Spanken muss ich mich schon sehr konzentrieren. Es tut mir tatsächlich nur weh, der brennende Schmerz ist für mich kein besonders erstrebenswertes Gefühl.
      Ganz am Anfang unserer Reise war ich da vielleicht sogar experimentierfreudiger und unempfindlicher, als ich das jetzt mittlerweile bin.
      Aaaaaber: das Gefühl der Unterwerfung, dass mein Mann meinen Schmerz kontrolliert, dass er mir nach seinem Gutdünken Qual und zugleich Fürsorge angedeihen lässt - das ist es, was ich an unserem SM so sehr liebe <3

      Ein einziges Mal haben wir es geschafft, dass er mich fliegen lassen konnte, und diese Erfahrung hüte ich wie einen kostbaren Schatz. Aber auch da war hauptsächlich mein Kopf angefixt, mein Geist war frei, und ich habe die Schmerzen kaum noch gespürt. Wenn wir dagegen "einfach nur hart spielen", schlägt er mich, weil er es will und ich halte es aus, weil er auch das will.
      Das Gefühl nach dem Schlagen empfinde ich aber als genauso warm, geborgen, geliebt, wie die Vorredner/-innen es beschreiben.

      Abschließend kann ich sagen, dass ich mir dieses rundum-Wohlbehagen direkt beim Auftreffen des Schlagwerkzeugs irgendwie auch sehnlichst wünsche :rolleyes: Aber so unterschiedlich sind die Neigungen eben verteilt... Spanking ist für mich ein Baustein im großen Haus "BDSM", das mein Herr für uns gebaut hat. Und wie soll's auch anders sein, er findet allerweil etwas, das man renovieren oder verschönern kann :love:
      - unter Männern eine Kriegerin -
      - unter Frauen eine Dame -
      - sie steht aufrecht vor all den Anderen -
      - und kniet nur vor dem Einen -
      - weil sie es will -
      - weil sie ihm gehört -
      also mit einer "warmen, kuschligen Decke" hat Schmerz für mich auch so gar nichts zu tun.
      Ich habe zwar früher in meinen Anfängen ganz locker deutlich mehr einstecken können als heute, trotzdem tat es immer weh. Es war nur nie "schlimm weh" sondern "gewollt weh". Ich finde das auch nicht schlimm, weniger auszuhalten - ist weniger Arbeit für den Dom mit dem gleichen Ergebnis, und letztendlich ändern kann ich es sowieso nicht.
      Es ist ein Mittel, um ganz zu mir zu kommen und das Ruhegefühl hinterher kenne ich auch, ja.
      "Frauen haben auch ihr Gutes"
      Ich fühle dann unglaubliche Nähe zu meinem Herrn. Zu Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben und diese Tiefe, die dabei entsteht hat mich umgehauen. Es fiel mir enorm schwer diese Gefühle einzuornden, zumal ich danach dann sehr liebesbedürftig bin und ja, die Umschreibung mit dem Kätzchen ist gut getroffen :). Wenn er mir Schmerz zufügt, höre ich auf zu denken und es gibt nur noch ihn und mich. Es nimmt mir die Luft zum atmen und ich liebe es. Mein Körper liebt es....
      Nun ja. Ich hab einfach die Gewohnheit dabei extrem Rumzuzappeln was dem Mister natürlich gar nicht gefällt. Gleichzeitig gefällt es mir. Der Schmerz ist bei mir hierbei der Kick. Einerseits tut es verdammt, andererseits liebe ich das auch. Ich habe fühle zwar nicht unbedingt wohlig sondern vorwiegend lustvoll und voller Schmerz. Aber ich denke das ist eher ne Typ Sache da ich nicht so krass zur devotion neige aber Schmerzen liebe
      Hm, es waren ja Gefühle auch von Dom-Seite gefragt. Ich merke aber gerade, dass das echt schwer zu beschreiben ist... O.k. ich kann wohl nicht abstreiten, dass ich eine sadistische Ader habe. Oder doch nicht, weil ich ja weiß, dass sie es grundsätzlich mag?!? Naja das führt jetzt zu weit :D .

      Ich genieße es einfach, z.B. die verschiedenen Auftreff-Geräusche, ihre Reaktionen darauf, die mehr oder weniger starke Hautrötung (bei den längerfristigen Spuren bin ich mir noch ein wenig unschlüssig). Und schlussendlich liebe ich auch das "Auffangen" danach, wenn ich finde, dass sie genug hatte.

      Was ich NICHT dabei fühle, sind irgendwelche Schuldgefühle (also doch Sadist?), stattdessen aber den "Beschützerinstinkt" (in Ermangelung eines besseren Begriffs), es nicht zu übertreiben und sie nachher aufzufangen. Mindestens innerlich muss ich immer grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie sie am nächsten Tag beim Hinsetzen oder so an mich denken muss.
      Trust me, I know what I'm doing!

      Hanna_Jakob schrieb:


      Beim spanken von jemand anderem empfinde ich diese entspannte Vertrautheit genauso, wenn das einfach so für nett gemacht wird. Wie, wenn ich jemanden massiere. Da tue ich ihm einfach was gutes und genieße es, wie er unter meinen Händen schnurrt :D .
      Mit Machtgefälle nimmt meine Sadistische Ader oft einen vordergründige Teil an. Da will ich einfach weh tun und mich am Leid des am Boden Liegenden ergötzen, nix mit beschützen oder sowas :sofa:
      Mit dem Verlgeich jemandem eine Massage zu geben kann ich sehr viel anfangen, da ist ein schöner und anschaulicher Vergleich.

      Wobei du hier auch gleich noch einen weiteren Punkt sehe den ich von der Dom-Seite her nicht verstehe: Was ist der Reiz daran jemandem Schmerzen zuzufügen? Die massochistische Seite daran begreife ich, kenne ich schon mein Leben lang irgendwie aber Sadismus? Ich mein, irgendwer muss ja der Gegenpart sein, den mal zu verstehen wäre aber auch mal ganz nett. 8|

      Black Velvet schrieb:

      Ich melde mich mal mit einer etwas anderen Empfindung zu Wort ^^ Da ich wirklich keine Masochistin bin, ist Schmerz für mich eine große Herausforderung. Meine Neigung ist zutiefst unterwürfig, aber beim Spanken muss ich mich schon sehr konzentrieren. [...]
      Aaaaaber: das Gefühl der Unterwerfung, dass mein Mann meinen Schmerz kontrolliert, dass er mir nach seinem Gutdünken Qual und zugleich Fürsorge angedeihen lässt - das ist es, was ich an unserem SM so sehr liebe <3
      "Konzentration" hätte ich damit jetzt gar nicht in Verbindung gebracht. Für Dom allerdings ja, er soll ja nicht daneben schlagen. :icon_lol:

      Anthurie schrieb:

      Ich fühle dann unglaubliche Nähe zu meinem Herrn. Zu Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben und diese Tiefe, die dabei entsteht hat mich umgehauen. Es fiel mir enorm schwer diese Gefühle einzuornden, zumal ich danach dann sehr liebesbedürftig bin und ja, die Umschreibung mit dem Kätzchen ist gut getroffen :). Wenn er mir Schmerz zufügt, höre ich auf zu denken und es gibt nur noch ihn und mich. Es nimmt mir die Luft zum atmen und ich liebe es. Mein Körper liebt es....
      Genau das was du beschreibst habe ich auch empfunden. Deshalb bin ich gerade auch etwas verwirrt, gerade weil "ich fühle mich wohl weil du mir Schmerzen zufügst" ja eigentlich nicht zusammenpassen sollte. Ich habe meinem Herrn zwar schon mitgeteilt mit ihm darüber sprechen zu wollen aber nunja, das von anderen nochmals bestätigt zu bekommen ist nochmal was anderes.

      DerekReign schrieb:

      Ich genieße es einfach, z.B. die verschiedenen Auftreff-Geräusche, ihre Reaktionen darauf, die mehr oder weniger starke Hautrötung (bei den längerfristigen Spuren bin ich mir noch ein wenig unschlüssig). Und schlussendlich liebe ich auch das "Auffangen" danach, wenn ich finde, dass sie genug hatte.

      Was ich NICHT dabei fühle, sind irgendwelche Schuldgefühle (also doch Sadist?), stattdessen aber den "Beschützerinstinkt" (in Ermangelung eines besseren Begriffs), es nicht zu übertreiben und sie nachher aufzufangen. Mindestens innerlich muss ich immer grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie sie am nächsten Tag beim Hinsetzen oder so an mich denken muss.
      Ist es für dich dann auch eher dieses "kuschelige" was dir so gefällt? Auch auf Dom-Seite? So hört sich das fast an.

      Die Spuren an den darauffolgenden Tagen liebe ich ja. Beim ersten Mal war ich noch ganz entsetzt ob des Regenbogens aber jetzt bin ich fast schon enttäuscht wenn ich nur ein paar wenige Tage noch was spüre.



      Wie unterschiedlich die Empfindungen sein können bei ein un dem selben Erlebnis.

      XY-Blue schrieb:

      DerekReign schrieb:

      Ich genieße es einfach, z.B. die verschiedenen Auftreff-Geräusche, ihre Reaktionen darauf, die mehr oder weniger starke Hautrötung (bei den längerfristigen Spuren bin ich mir noch ein wenig unschlüssig). Und schlussendlich liebe ich auch das "Auffangen" danach, wenn ich finde, dass sie genug hatte.

      Was ich NICHT dabei fühle, sind irgendwelche Schuldgefühle (also doch Sadist?), stattdessen aber den "Beschützerinstinkt" (in Ermangelung eines besseren Begriffs), es nicht zu übertreiben und sie nachher aufzufangen. Mindestens innerlich muss ich immer grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie sie am nächsten Tag beim Hinsetzen oder so an mich denken muss.
      Ist es für dich dann auch eher dieses "kuschelige" was dir so gefällt? Auch auf Dom-Seite? So hört sich das fast an.
      Nachher schon. Vorher bzw. dabei so gar nicht kuschelig :D .
      Trust me, I know what I'm doing!
      Schnurrendes Kätzchen trifft es bei mir auch sehr gut. Die Hand sehen, über`s Knie gelegt werden ::drool::
      Mein Po ist ziemlich gut gepolstert - daher fühlt sich die Maso-Ader erstmal nicht angesprochen :icon_lol:

      Spanking ist für mich wie "Extremschmusen". Das erste Wort, das mir dazu einfällt ist Liebevoll.

      Roter Hintern = wurde doll liebgehabt :yes:
      Ich unterscheide zwischen den unterschiedlichen Arten und so sind dann auch meine Gefühle dabei:

      Werde ich bestraft, fühlt es sich ganz anders an als wenn Mylord mich abends übers Knie gelegt - meist mit den Worten "auch wenn ich nicht weiß, warum, du wirst es schon wissen".

      Beim ersten ist es eine Strafe, die mir keinen Spaß macht. Und auch wenn ich bis vor einiger Zeit eine sehr ausgeprägte maso-Ader hatte, ist der Schmerz, den ich dabei empfinde nicht annähernd so geil wie er früher war. Ganz im Gegenteil, es tut weh - soll es ja auch. Und das nicht nur physisch, sondern auch emotional. Letzteres schiebe ich darauf, dass sich meine devote Ader sehr durchgesetzt hat und Strafe für mich bedeutet, dass ich wirklich was falsch gemacht oder Mylord enttäuscht habe ;( .

      Beim abendlichen übers-Knie-legen ist das Gefühl ein völlig anderes. Klar schlägt Mylord da auch nicht mit Wattebäuschchen, aber es hilft mir, runterzukommen, mich wieder zu erden und meinen Platz einzunehmen. Danach fühle ich mich extrem flauschig und kuschelig und alles ist gut :love: . Unser abendliches Ritual sorgt dafür, dass ich wieder ich sein darf und es fehlt mir in der Zeit, in der wir uns nicht sehen können.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)