Muss eine Sub devot sein?

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      Muss eine Sub devot sein?

      Hallo ihr Lieben -

      ich hoffe, ich habe genug auf der Hauptseite und hier im Forum gelesen und verstanden, um mit meinem Versuch eines neuen Themas keine Regeln zu verletzen oder nur genervte Reaktionen hervorzurufen.

      Ich kam auf diese Plattform und dachte, ich sei eine Sub, habe durch erste Kontakte aber sehr schnell gemerkt, daß ich auch eine sehr dominante Seite habe. Dennoch bleiben die Phantasien der Unterwerfung. Natürlich kann ich verstehen, daß eine Spielart eine umfassende Devotion ist, aber gehört das zwingend zu dem Bild einer Sub?
      Ist der Wunsch, sich - situationsbedingt - aktiv im Spiel aufzulehnen und dominiert werden zu wollen, eine ganz andere Schiene?
      Natürlich kann ich mir vorstellen, daß es einen Gegenpart gibt, der mir genau das gibt. Mein Problem ist eher, diesen Part zu finden.
      Gibt es eine geläufige Bezeichnung für die von mir gesuchte Art der Dominanz?

      Auf meinem Profil auf der Hauptseite findet ihr ein bißchen was zu mir, doch ist derzeit alles im Fluß, variiert fast täglich.

      Ich danke euch, daß ihr meinen Post bis hier gelesen habt und freue mich auf euer Feedback -
      Aphrasiel
      ...noch in der Phase der Findung .... ?(
      Hallo @aphrasiel, ich kann verstehen, dass Dich solche Schilderungen von durchgehend devoten Subs irritieren. Muss eine Sub so sein? Nö. "Sub" bedeutet für mich erstmal nur den Wunsch, dominiert zu werden. Der ist ja bei Dir da. Vielleicht findest Du mit dem Stichwort "Brat" eher, was Du suchst. Ansonsten gibt es auch den Begriff der Kampfsub, das könnte es auch treffen. Leider (und zum Glück) versteht jeder unter den Begriffen etwas leicht anderes, sodass es keine eindeutigen und allgemeingültigen Definitionen gibt. Aber egal, wie ungewöhnlich Dir Deine Neigung auch vorkommen mag, Du bist sicher nicht allein damit.
      Es gibt keine Grenze, die ich für eine Pointe nicht überschreiten würde.

      ...darf man sowas in einem BDSM-Forum überhaupt sagen? Oder ist das dann auch wieder eine Grenzüberschreitung?
      Hilfe, ich bin in einer Logikspirale gefangen!
      Kampfsub - ich fass' es nicht
      Genial - ich krieg mich kaum ein...
      Danke @Dominantseptakkord, das ist ein Highlight!

      Danke auch dir, @safine, genau das fehlte mir, jetzt kann ich weiterschauen, was ich so finde.

      Und puuhhh - ich hatte ein wenig Bedenken, daß ich mir ein paar Sprüche ob meiner Neigungen anhören muss.

      Herzliche Grüße -
      Aphrasiel
      ...noch in der Phase der Findung .... ?(
      Der Begriff Sub = submissive umschreibt Unterwürfigkeit.

      In welcher Art (freiwillig oder per Zwang) und in welchem Umfang, das wird deine ureigene Definition des Begriffs Sub, welche du mit Leben füllst.

      Lass dir nichts überstülpen oder einreden, was richtig oder falsch ist. Du legst fest, was gefällt und was nicht.

      Herzlichst

      K

      Lieber Rosinen im Kopf als Haare im Stollen.

      ;)
      Ja, @K. Baptista,

      ich hatte nicht vor, mir irgendwas vorschreiben zu lassen. Vorschlagen, anfragen - alles gut. Aber alles weitere ist meine Entscheidung.
      Da sind mein Alter und die einhergehende Lebenserfahrung endlich mal von Vorteil :D

      Mir war mangels Erfahrung auf diesem Gebiet einfach nicht klar, wie weit sich der Begriff der Devotion dehnen läßt.
      Für mich macht es diese Info sehr viel leichter, selbstbewußt mit der für mich richtigen Definition in einen Dialog zu starten - so bin ich sicher, rein von der Formulierung nicht neben der Spur zu liegen, wenn ich darauf hinweise, daß ich mich auch gerne mal als Sub sehe, obwohl ich durchaus physisch dominiert werden will und Devotion nur sehr begrenzt meins ist.

      Danke!
      ...noch in der Phase der Findung .... ?(
      Herzlich willkommen! :blumen:

      Wie du inzwischen von allen hier gehört hast, musst du nicht devot sein!
      Ich sag mal so: ich hab eine sehr devote Sub. Aber manchmal,eher sehr selten, kommt das aufmüpfige durch.Das ist dann das Salz in der Suppe! :D
      Kleiner Nachtrag: ich surfte gestern bei dem chinesischen Anbieter mit W.
      Unter BDSM wurde mir ein T-Shirt gezeigt wo über die Brust "Brat" stand.
      Du bist also nicht alleine!
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Nochmals danke, @K. Baptista ,
      in deinem Link spiegelt sich genau die Unsicherheit, die ich auch fühle - so gut von so vielen in ihrer Vielfältigkeit beschrieben.

      Ein spontaner Gedanke hierzu war: Würden sich doch nur alle Menschen so mit ihrem Sein und ihren Wünschen auseinandersetzen, wie einfach wäre es dann, eine falsche Partnerwahl zu vermeiden!


      @Majasdom
      Danke, daß du mir Einblick in dein Fühlen gibst. Wenn ich die Beiträge in dem Link von K.Baptista betrachte, gibt es wohl sehr unterschiedlich gewünschte Dosierungen von Salz ...
      Ich bin mittlerweile tatsächlich so weit, daß es mir egal ist, ob mich hier jemand erkennt. Ich mag mir allerdings (noch) nicht vorstellen, was wäre, trüge ich ein Shirt mit "Brat" vorne drauf.
      ...noch in der Phase der Findung .... ?(

      aphrasiel schrieb:

      Ist der Wunsch, sich - situationsbedingt - aktiv im Spiel aufzulehnen und dominiert werden zu wollen, eine ganz andere Schiene?
      Mir würde das Spielen ohne diese Kratzbürstigkeit ehrlich gesagt keinen Spaß machen ;) (Meinem Dom übrigens auch nicht)
      Um mich zur absoluten Devotion zu bringen, muss man mich erst mal bändigen - klassische Brat halt :D
      Aber ich habe schon mehr als einen Menschen getroffen, der daran mehr als nur Spaß hat ;)
      Muss Sub, kann eigentlich immer mit Sub muss atmen, essen und trinken beantwortet werden und sonst nichts :)

      Jedoch würde ich die Sache schon etwas einschränken wollen, Sub steht für submissiv und das ist bekanntlich ein Synonym für unterwürfig. Ob Sub nun immer und überall, nur bei einer bestimmten Person oder erst nach Überwindung von einem gewissen Widerstand unterwürfig ist, das ist eine andere Frage. Wenn aber keiner dieser Fälle zutrifft dürfte Sub kaum submissiv sein ;)
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      Gentledom schrieb:

      Jedoch würde ich die Sache schon etwas einschränken wollen, Sub steht für submissiv und das ist bekanntlich ein Synonym für unterwürfig. Ob Sub nun immer und überall, nur bei einer bestimmten Person oder erst nach Überwindung von einem gewissen Widerstand unterwürfig ist, das ist eine andere Frage. Wenn aber keiner dieser Fälle zutrifft dürfte Sub kaum submissiv sein
      @Gentledom -
      bist du der? Der diese Plattform ermöglicht? Wow...
      Danke dafür!

      Jetzt zum Thema:
      Wie definierst du unterwürfig / submissiv?
      Bin ich erst dann unterwürfig, wenn ich was auch immer - ggf. resigniert - über mich ergehen lasse?
      Ich glaube verstanden zu haben, daß ich dann dem folge, was mir vorgegeben wird, aber nicht, daß meine Bedürfnisse - soweit bekannt - in keiner Weise berücksichtigt werden. Vielleicht oder auch bestimmt nicht in dem Moment oder der Reihenfolge oder der Ausprägung, wie ich das gerne hätte - aber das macht ja den Reiz aus.
      Das es da Variationen von .. bis gibt, ist klar, das habe ich an anderer Stelle auf der Hauptseite schon in recht ausführlicher Form verfolgt.
      Für mich wäre eine dauerhafte Ignoranz meiner Bedürfnisse nahe an Folter - ich würde da nicht lange mitmachen - an ähnliche Äußerungen in den Diskussionen meine ich mich auch zu erinnern, dann taugt die Partnerschaft eben nicht.

      Aber ist alleine schon meine Erwartungshaltung das k.o.-Kriterium dafür, mich selbst als mögliche Sub zu bezeichnen?

      Ich möchte keine falschen Erwartungshaltungen durch meine Wortwahl befördern.
      ...noch in der Phase der Findung .... ?(
      Ich klink mich mal ein...

      aphrasiel schrieb:

      Jetzt zum Thema:
      Wie definierst du unterwürfig / submissiv?
      Bin ich erst dann unterwürfig, wenn ich was auch immer - ggf. resigniert - über mich ergehen lasse?
      Nein, denn subsein hat nichts mit "über sich ergehen lassen" zu tun, ganz im Gegenteil.

      aphrasiel schrieb:

      Ich glaube verstanden zu haben, daß ich dann dem folge, was mir vorgegeben wird, aber nicht, daß meine Bedürfnisse - soweit bekannt - in keiner Weise berücksichtigt werden. Vielleicht oder auch bestimmt nicht in dem Moment oder der Reihenfolge oder der Ausprägung, wie ich das gerne hätte - aber das macht ja den Reiz aus.
      Das es da Variationen von .. bis gibt, ist klar, das habe ich an anderer Stelle auf der Hauptseite schon in recht ausführlicher Form verfolgt.
      Für mich wäre eine dauerhafte Ignoranz meiner Bedürfnisse nahe an Folter - ich würde da nicht lange mitmachen - an ähnliche Äußerungen in den Diskussionen meine ich mich auch zu erinnern, dann taugt die Partnerschaft eben nicht.
      Mit Verlaub, ich denke, du hast eine nicht ganz korrekte Sichtweise einer Sub. Ihre Bedürfnisse werden selbstvertsändlich berücksichtigt, nur vielleicht nicht gerade jetzt in diesem Moment. Dafür in einem anderen.

      Ein Bedürfnis einer Sub ist (aus meiner Sicht), dass es ihrem Herrn gutgeht, dass er glücklich ist. Wie man das erreicht, ist jedem Paar selber überlassen. Wenn der Herr glücklich ist, dass er die Brat erstmal zähmen muss, ist es auch gut. Ja, eine dauerhafte Ignoranz der Bedürfnisse ist nicht gut für einen und in einer solchen Beziehung würde man auch nicht glücklich werden. Deswegen spricht man vorher über die Bedürfnisse. Die eigenen und die des Gegenüber.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)

      Rainha schrieb:

      Mit Verlaub, ich denke, du hast eine nicht ganz korrekte Sichtweise einer Sub. Ihre Bedürfnisse werden selbstvertsändlich berücksichtigt, nur vielleicht nicht gerade jetzt in diesem Moment. Dafür in einem anderen.
      Hallo @Rainha,
      danke für deine Gedanken dazu.

      Allerdings bin ich irritiert - habe ich mich so unklar ausgedrückt?
      Manchmal formuliere ich wohl etwas umständlich, in meinen Augen schrieb ich genau das, was du jetzt in anderen Worten erwiderst.
      Vielleicht liest du nochmal drüber und sagst mir dann, ob es so wirklich so misverständlich war. Dann müsste ich überlegen, generell anders zu formulieren....

      Der Kernsatz des Posts ist:
      "Aber ist alleine schon meine Erwartungshaltung das k.o.-Kriterium dafür, mich selbst als mögliche Sub zu bezeichnen?"
      (sorry, hab's nicht als Zitat eingefügt bekommen)
      ...noch in der Phase der Findung .... ?(

      aphrasiel schrieb:

      Allerdings bin ich irritiert - habe ich mich so unklar ausgedrückt?
      Manchmal formuliere ich wohl etwas umständlich, in meinen Augen schrieb ich genau das, was du jetzt in anderen Worten erwiderst.
      Vielleicht liest du nochmal drüber und sagst mir dann, ob es so wirklich so misverständlich war. Dann müsste ich überlegen, generell anders zu formulieren....
      Ich denke mal, du beziehst dich auf diesen Absatz in deinem vorherigen Post:

      aphrasiel schrieb:

      Ich glaube verstanden zu haben, daß ich dann dem folge, was mir vorgegeben wird, aber nicht, daß meine Bedürfnisse - soweit bekannt - in keiner Weise berücksichtigt werden. Vielleicht oder auch bestimmt nicht in dem Moment oder der Reihenfolge oder der Ausprägung, wie ich das gerne hätte - aber das macht ja den Reiz aus.
      Irgendwie ist mir da einen Verneinung zu viel drin. Kann allerdings sein, dass mir der Sinn des erstes Satzes beim Lesen nicht ersichtlich war. Wenn wir beide dasselbe meinen, ist doch alles in Ordnung :)

      aphrasiel schrieb:

      Der Kernsatz des Posts ist:
      "Aber ist alleine schon meine Erwartungshaltung das k.o.-Kriterium dafür, mich selbst als mögliche Sub zu bezeichnen?"
      (sorry, hab's nicht als Zitat eingefügt bekommen)
      Warum sollte eine Erwartungshaltung ein k.o.-Kriterium sein? Erwartungen darfst und sollst du haben, denn es sich ja erstmal deine Bedürfnisse, um die es geht. Also kommunziert man die. Sind sie mit dem Bedürfnissen des andern kompatibel, ist man auf einem guten Weg.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)
      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier viel zu krampfhaft an Begriffen festgehalten wird. Man hat ja manchmal den Eindruck, dass es für BDSM DINs geben müsste, wenn man euch so liest ^^ .

      @aphrasiel: wäre es nicht sinnvoller, anstatt herauszufinden, ob die Schublade "sub" deins ist, erstmal zu schauen, was es alles für Schubladen gibt und DANN zu entscheiden, welche du für dich siehst? Und es gibt eine MENGE Schubladen... mit noch mehr Unterteilungen. Es ist außerdem nirgendwo vorgeschrieben, dass mensch sich mit einer Schublade oder Unterteilung begnügen müsste!

      Von einem Begriff her anzufangen, ohne vollständig zu überblicken, was der ggf. beinhaltet, ist für mich ein bisschen, wie ein Buch von hinten lesen...
      Trust me, I know what I'm doing!