Begriffe, Begrifflichkeiten---Empfindung, Empfindlichkeiten

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      Begriffe, Begrifflichkeiten---Empfindung, Empfindlichkeiten

      In der letzten Zeit gab es hier ja einige Threads, wo es um Begriffe geht und vorallem darum, was sie bedeuten, was man hineiniterpretieren kann, was die richtige Nutzung ist.

      Was auffällt, alle Diskussionen werden recht emotional geführt. Dabei geht es doch nur um Begriffe....

      Warum ist es so?
      Es liegt wohl daran, dass man sich mit einem Begriff auf der einen oder anderen Weise identifiziert.
      Es liegt wohl daran, dass man es nicht gerne liest, dass andere eine sehr negative Assoziation dazu haben.
      Es liegt wohl daran, dass man.......

      Da können wohl noch viele Gefühle und viel Unbehagen runtergeschrieben werden.

      Viele Begriffe sind im Wandel, werden mittlerweile anders genutzt als noch vor einigen Jahren. Auch jetzt noch findet ein Wandel statt. Hinzukommen eigene Assoziationen...Es macht es nicht einfach.

      Es ist schwer geworden über Bdsm Begriffe seine eigene Schublade zu finden. Begriffe zu finden, die nicht nur der eigenen Assoziationen gerecht werden, sondern auch der anderer.

      Mit den meisten Begriffen kann ich mich nicht mehr identifizieren, einfach aus dem Grund, da sie meinem Empfinden nach, nicht mehr das widerspiegeln, was ich damit ausdrücken möchte, von daher hat sich für mich die Verwendung gänzlich erledigt.

      Viel lieber Berichte und erkläre ich wie ich lebe.
      Wobei es mir auch schon aufgefallen ist, dass es andere ordentlich irritieren kann.
      Ein "nur" berichten nimmt auch die Angriffsfläche, es lässt mich deutlich lockerer damit umgehen wie andere einen Begriff verwenden.

      Erstaunlicherweise obwohl ich diese Begriffe nicht verwende oder vielleicht gerade deshalb, versteht mein Gesprächspartner, wie meine Beziehung gestrickt ist.


      Erstaunt bin ich wenn dann Erklärungen kommen wie....

      Auch wenn ich ....(denkt euch was hier rein passt) bin ich trotzdem devot.

      Wir führen auch eine TPE Beziehung!!!

      Ich bin auch eine Sklavin auch wenn ich nicht( denkt euch was hier rein passt).

      Dann stehe ich immer da ... :golly: 8| ?(

      Es scheint also doch mehr als nur das eigene identifizieren damit zusammen zu hängen, für einige, scheint auch eine gewisse Profilierung dahinter zu stecken.

      Dieser Text spiegelt einfach nur meine Erfahrung der letzten Jahre wieder.
      Auch wenn ich am Anfang Bezug auf die Diskussionen hier genommen habe, so sind es doch Erfahrungen die fast überall ähnlich sind.
      :D Hatten wir schon, kommt immer wieder rein :yes: :pardon:

      Leute haben nicht dasselbe Wording, missverstehen sich, manchmal kriegen sie sich sogar in die Wolle :( Eigentlich sollte ja nach ein paar mal hin- und herschreibseln irgendwie den Beteiligten klarwerden, dass man aneinander vorbeiredet, oder? :gruebel:

      Es bleibt schwierig :pardon: :D
      Du, Du und Du - mitkommen, unanständige Sachen machen!! ::drool::

      zaya schrieb:

      Erstaunlicherweise obwohl ich diese Begriffe nicht verwende oder vielleicht gerade deshalb, versteht mein Gesprächspartner, wie meine Beziehung gestrickt ist.
      Das ist in jedem Lebensbereich gut, wenn man nicht auf der gleichen Ebene kommuniziert. Ich rede mit einem Kollegen auch anders als wenn ich einem Laien ein juristisches Problem erörtere. Der Vorteil ist, in Jura sind viele Begriffe fest definiert, so wie es bei den meisten Wissenschaften üblich ist. Wobei diese Definitionen durchaus von dem allgemeinen Sprachgebraucht abweichen können und dort eine etwas andere Bedeutung haben.

      Für BDSM gibt es weit weniger feste Definitionen auf die man sich geeinigt hat. Daher ist es logisch, dass hier viele verschiedene Interpretationen vorkommen. Da man nicht weiß, wie der andere den Begriff X oder Y versteht ist es besser diesen zu umschreiben, dann gibt es keine Verständigungsfehler. Auf der Hauptseite werden nur sehr wenige Begriffe regelmäßig in den allgemeinen Sachtexten genutzt, eben da die Leute die Begriffe nicht oder evtl ganz anders kennen.

      Spannend fand ich in diesem Kontext mal eine Definition über den Begriff monogam, womit wir zum nächsten Punkt kommen...

      zaya schrieb:

      Es scheint also doch mehr als nur das eigene identifizieren damit zusammen zu hängen, für einige, scheint auch eine gewisse Profilierung dahinter zu stecken.
      Bei dem Begriff monogam gab es einige die eine komplett andere Interpretation hatten als jene die üblich ist. Dreier haben war da plötzlich monogam weil der Partner dabei ist oder auch Oralsex ist ok, monogam ist man erst nicht mehr wenn es zum Geschlechtsverkehr kommt. Fragte man nach war die Grenze der Monogamie eben meist genau dann dort, was die Person selbst betrieben haben. Es ging einfach darum (wahrscheinlich vor sich) sagen zu können, man führt ja eine monogame Beziehung, da damit mehr Exklusivität verbunden wird. Ja, Begriffe sind teilweise sehr emotional besetzt. Manch einer will sich darüber rechtfertigen andere wollen sich profilieren und wieder andere gehören zu einer Sub(Sub)Kultur in dem der Begriff einfach eine ganz andere Bedeutung (bekommen) hat.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Ich kämpfte, glaube ich, manchmal um Bedeutungen, weil ich mit Unehrlichkeit überhaupt nicht klar komme.
      Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen allgemeinverständlich Begriffe zu nutzen. Dabei orientiere ich mich am Duden.
      Bei einschlägigen Formulierungen suche ich nach der Herkunft. (Zb "Geschichte der O")
      Wenn ich mir unsicher bin, wie oder ob etwas verstanden werden könnte, formuliere ich entweder dialektisch oder suche nach Beispielen.

      Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass einige Menschen sich selber - und damit schlussendlich auch mich - belügen indem sie, wie von Gentledom schon erwähnt, Wörtern subjektive Bedeutungen geben.

      Auch mir passiert es aber ab und an, dass ich ein Bild im Kopf habe, dass mit der allgemeinen Deutung nicht überein stimmt.
      Dann recherchiere ich und entscheide für mich, ob ich die Definition übernehme oder weiterhin meine eigene stehen lassen. Im Zweiten Fall dann aber mit deutlicher Erklärung meiner Interpretation.