Alles neu - erstes mal BDSM

      Hallo Sub85.

      Vieles was ich unbedingt erwähnen wollte wurde bereits in den vorstehenden Beiträgen genannt.

      Aussagen wie

      - Er war mir anfangs im Cafe nicht 100% Sympathisch, aber mittlerweile mag ich ihn.
      - Als ich bereits Mühe hatte, ohne Schwankungen zu laufen,
      - Er musste zur Arbeit, fuhr mich zum nächsten Bahnhof.

      werfen auch bei mir die Frage auf ob er nun der Dom ist den Du zu Anfangs brauchst.

      Ich mache ihm durchaus keinen Vorwurf oder will ihn an den Pranger stellen mit dem was er als "spielen " bezeichnet wo er doch deine Ausgangsbasis kannte.

      Die Befriedigung aus dem "Spiel" bzw der Session ist immer wieder unterschiedlich.
      Je nach Sessionart bzw dem jeweiligen "Spiel" ergibt sich kein Orgasmus oder eben multiple Orgasmen.
      Meiner Meinung nach obliegt das dem Dom.
      Das mit dem "Grundrecht" auf einen Orgasmus..naja weder im BDSM noch in einer Vanillabeziehung gibt es beim Sex Rechte.
      Außer man will ihn einfordern-
      Sub und fordern? Anderes Thema.
      Aber das nur nebenher.

      Alkohol hat bei einer Session absolut nichts zu suchen.
      Insbesondere wenn man sich erst so kurz kennt.

      Meiner Meinung nach seit ihr beide etwas unvorbereitet in eine Erstsession gegangen-

      Etwas langsamer und Schrittweise wäre eventuell besser gewesen.

      Es ist immer wieder befremdlich wie viele, egal ob Dom oder Sub, mehr oder weniger Blind in eine Session gehen nachdem sie gerade mal einen Kaffee getrunken haben.
      Kein noch so intensives Einmalgespräche kann m.E. reichen um nach einem Treffen derart intime und tiefe Momente wirklich genießen zu können.

      Also mal ganz persönlich von meiner Seite...kann ich nicht mit umgehen.
      Weder Dom der Marketing betreibt mit dem was Sub gerade bei ihm alles erlebt und wie wichtig ihm die Nachsorge ist noch die Sub die absolut folgsam alles erleben möchte was die BDSM Welt zu bieten hat-

      Ich kann Dir nur empfehlen erstmal zur Ruhe zu kommen.
      Finde Dich nach und nach in BDSM bzw D/S ein.
      Tausche Dich mit anderen Sub aus und mit anderen Dom´s-

      Eventuell wäre ein Mentor oder Pate hilfreich wo Du immer gezielte Fragen und Hilfe bekommst.
      Gibt es hier nicht im Forum sogar sowas wie ein Mentorenverzeichnis oder ähnliches?
      Ich erinnere mich wage sowas gelesen zu haben.

      "Seine Freundin weiß Bescheid.
      Er "darf " von ihr aus eine Spielbeziehung führen."
      Ihr lieben Sub´s ich hatte mehr Kommentare dazu erwartet.
      Wie oft habt ihr das schon gehört?
      Natürlich hat jeder ein Recht auf meine Meinung.
      Was mir total sauer aufstößt bei eurem Treffen sind Punkte wie Alkohol, Vorgehen und scheinbar mangelnde Vorbereitung.

      Zum Thema Alkohol:
      Selbst wenn er nur dazu diente deine Nerven zu beruhigen, so ist dies trotzdem ein Tabubruch im BDSM. Jede Person, die Session professionel anbietet hat einen Verweis wie "Drogen, Alkohol, Aufputschmittel sind Verboten". Habe ich sogar kurz überprüft.
      Außerdem existiert ein Verhaltenskodex bzw. Grundprinzipien im BDSM, dazu steht auf Wikipedia

      Wikipedia schrieb:

      Diese Grundprinzipien werden seit den 1990er Jahren unter der englischen Bezeichnung safe, sane and consensual (SSC) zusammengefasst. Dies bedeutet so viel wie „sicher, mit klarem Verstand und in gegenseitigem Einverständnis“. Einige Anhänger des BDSM bevorzugen einen etwas anderen Verhaltenskodex mit der englischen Bezeichnung RACK (risk-aware consensual kink), was etwa so viel bedeutet wie „risikobewusstes, einvernehmliches sexuelles Handeln“; sie wollen damit stärker die das Risikopotenzial betreffende Eigenverantwortung der beteiligten Partner betonen.
      Beim ersten Treffen sollte immer der SSC verwendet werden und dies hat dein Partner nicht gemacht. Zudem wäre ein erstes Gespräch über dein Vorwissen, jetzige mentale Verfassung (ich meine hiermit deine Nervösität und Anspannung) und was du dir überhaupt nicht magst reden müssen. Dies ist laut deiner Aussage wohl nicht geschehen (jedenfalls hattest du es nicht geschrieben, soweit ich gelesen habe)
      Zudem wäre eine sanfte Heranführung meines Erachtens wichtig gewesen.
      Hast du dich eigentlich jemals intensiv mit dem Thema BDSM beschäftigt? Also dir Informationen auf Wikipedia, auf Websites von z. B. Bound-n Hit oder in Foren gestöbert um mindestens die Grundlagen bzw. Grundprinzipien zu verstehen?


      Zu meiner persönlichen Meinung:
      Meine allererste Session hatte ich bei einer professionellen Dame gehabt, da ich keine Kontakte zu irgendwenn im BDSM Bereich hatte. Sozusagen zum Einstieg und vielleicht bin ich dadurch auch verwöhnt.
      Jedoch hatte diese Person eine Sanfte Gangart an den Tag gelegt, sodass ich, obwohl ich wie du total angespannt und Nervosität, nicht gerade fähig war, irgendetwas gescheites zu sagen, ich mich trotzdem fallen lassen konnte.
      Sie blieb mit mir auf einer Wellenlänge und nahm mich an die Hand und nach und nach ein paar Bereiche öffnete. Zuvor hatte ich schon mich sehr intensiv mit dem Themen Grundprinzipien, Was ist BDSM überhaupt und welche Möglichkeiten gibt es im BDSM beschäftigt. Zusätzlich waren wir noch Tage danach im Kontakt und schrieben ausführlich über die Session.
      Ich fühlte mich wohl ohne Alkohol und Aufputschmittel, sondern war berauscht durch Ihre Art wie Sie mich geführt hatte.
      So sollte es auch nach meiner Meinung sein und das sehen vermutlich hier die meisten.
      Wenn die Dame allerdings unsympathisch gewesen wäre, so wäre ich sofort gegangen und hätte es nicht auf Teufel komm raus probiert.
      Danach hatte ich meine jetzige Herrin kennengelernt und es läuft zwischen uns beiden auch sehr Harmonisch ab.
      Was bei euch allerdings ablief bereitet mir ernsthaft Sorgen und in meinen Augen war das auf keinen Fall eine Session, da zuviele Verstöße gegen die Grundprinzipien des BDSM und anderes bestehen.

      Ich würde mich niemals mit dieser Person ein zweites Mal einlassen. Pass bitte auf dich auf.
      Ich bin keine Signatur - ich bin ein Platzhalter und fege hier :fegen:

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      OT

      Hypnos schrieb:

      Eventuell wäre ein Mentor oder Pate hilfreich wo Du immer gezielte Fragen und Hilfe bekommst.
      Gibt es hier nicht im Forum sogar sowas wie ein Mentorenverzeichnis oder ähnliches?
      Ich erinnere mich wage sowas gelesen zu haben.
      Es gibt hier im Forum und in der Community die Paten. Die meinst du sicherlich :)

      Aktuelles von unseren Paten
      Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Astrid Lindgren
      Es geht ohne Liebe, aber es geht nicht ohne Respekt, Zugewandtheit und Vertrauen, beidseitig!

      Ich mag es, wenn er meinen Körper benutzt, aber das ist der Unterschied, er benutzt nicht mich! Das ist gerade am Anfang als Unterschied schwer zu erfassen, aber auch als Sub und Sklavin bleibst du Mensch.

      Ein Anrecht auf einen Orgasmus sehe ich jetzt auch nicht. Aber ich kann es auch so sehr genießen, weil ich weiß, dass ihm mein Spaß nicht egal ist und dass er ein großes Interesse hat, dass wir beide auf unsere Kosten kommen. Was auch funktioniert, wenn man das passende Gegenstück vor sich hat, denn dann ist sein Spaß auch meiner. Und der Weg ist ja auch das Ziel.


      Ich sehe Alkohol ebenfalls sehr kritisch, der Subrausch kann so schon heftig sein. Und auch ich bin bis kurz vorm Herzstillstand aufgeregt, wenn ich darauf warte, dass es gleich los geht. Aber Alkohol hilft da nicht, eher Vertrauen, dass er es im Griff hat.


      Vielleicht schaust du dich noch einmal nach weiteren Informationen um und wartest mit weiteren Sessions, bis du dich ganz Sicher mit einem Mann/Dom fühlst?

      Alles Gute dir und sei vorsichtig.
      -Es gibt nix, wo mehr Erotik ausstrahlt, wie wenn man mit Worten und Sprache gut umgehen tut. -
      Vielen lieben Dank für Eure Antworten, Sichtweisen und Tipps! :)

      Mittlerweile denke ich auch, dass das Ganze etwas zu überstürzt anfing...
      Wir hatten zwar im Vorfeld beim Chatten über allgemeine Tabus gesprochen und er hatte mir auch konkrete Dinge für das erste mal vorgeschlagen, welche mir aber definitiv zu krass für den Anfang waren.
      Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass es erstmal Sex wird, wenn auch eine etwas härtere Variante. Vielmehr haben wir im Hinblick auf die erste Session nicht festgelegt, außer dass ich bei ihm übernachten könnte.
      Auch wenn mir, fürs erste mal, auch dass noch etwas zu viel Intimität war, hab ich doch zugestimmt und war froh dass er diese Alternative akzeptiert hatte.
      Zudem hatte ich ihm meinen Bdsm-Code geschickt, wo er genauere Infos über meine Vorlieben, Tabus, Besonderheiten,...etc. lesen konnte.

      Ich selbst habe mich schon seit mehreren Jahren über BDSM informiert, weiß seit gut 15 Jahren von meiner Neigung.
      Kann auch relativ gut einschätzen was mir gefällt und was nicht.
      Auch SSC ist mir geläufig und finde ich persönlich wichtig, dass es bei uns durch den Alkoholkonsum anders gelaufen ist, ist mir auch klar.
      Allerdings, da ich bis jetzt keine wirklichen realen Erfahrungen gemacht habe, kann ich natürlich nicht sagen wie ich auf dieses neue Spiel dann reagiere, weder psychisch noch körperlich.
      Da hätte ich mir wirklich mehr Beistand von meinem Spielpartner gewünscht...

      Ich werde ihm auch ganz klar sagen, dass die Nachsorge absolut zu kurz gekommen ist, dass ich mich zeitweise wirklich benutzt gefühlt hab und den Eindruck nicht los werde, dass er mich als eine Art kostenlose Nutte sieht, mit der man alles machen kann.

      Danke für den Tipp mit den Paten bzw. Mentoren! Ich werde mich da schlau machen. Das klingt sehr gut und wäre bestimmt hilfreich in meiner Situation.

      Wir hatten auch über das Thema Vertrauen gesprochen. Er meinte dass würde normalerweise relativ schnell entstehen.
      Auch ist er der Meinung, dass BDSM ohne Vertrauen nicht funktioniert.
      Er selbst bezeichnete sich als erfahrener Dom, und ich habe ihm das erstmal so geglaubt.

      Ich werde nun erstmal mit ihm über das alles reden und schauen wie er das sieht.

      Danke noch für den Link über den Sub-Rausch! Habe früher schon mal etwas darüber gelesen und jetzt wo es bei mir aktuell ist, finde ich dieses Phänomen besonders spannend und faszinierend.
      Hallo @Sub85!

      Schön, dass du deinen Weg ins Forum gefunden hast!

      Ich habe deinen Thread schon am Sonntagabend gelesen, wollte aber nicht spontan antworten, weil ich sonst nicht so nett geschrieben hätte. ;)

      Zum Thema Alkohol haben meine VorschreiberInnen ja schon viel gesagt. Er verzerrt einfach viel zu viel.

      Ansonsten gab es ein paar Stellen in deinem Eingangsposting, die ich recht bedenklich fand. Inzwischen hast du dich ja nochmals geäußert (zum Glück) und die meisten Bedenken, die ich hatte, ausgeräumt.

      Ob man als Sub ein Anrecht auf einen Orgasmus hat oder nicht, ist eine Frage der Absprachen. Bei mir war es gerade am Anfang so, dass mein Herr in jeder Session für meine Erregung gesorgt hat. Ich sollte genießen, was wir tun. Positive Konditionierung.^^

      Wenn du dich damit unwohl fühlst, nur für Sex benutzt zu werden, dann ist das halt schlicht und einfach nicht deine Spielart.

      Und ob eine Spielbeziehung für dich der richtige Weg ist, um deine Neigung (endlich) real auszuleben, kannst nur du wissen. Ich kenne genügend Menschen, denen es mit Spielbeziehungen gut geht aber auch genügend, für die Spielbeziehungen nicht das Richtige sind.

      Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen Weg findest (vielleicht ja auch mit Hilfe des Forums?)! Pass dabei auf dich auf! :)
      Carpe et diem et noctem.
      Hallo Sub 85 ,
      willkommen im Forum .
      Da gibt es ja viel für Dich zum Nachdenken , defintiv nicht alles vom Erlebten löst gute Gefühle aus .
      Gute Empfehlungen hast Du hier schon in Menge bekommen .

      " Vertrauen würde relativ schnell entstehen " ,
      aha - also so wie beim Versicherungsvertreter , wo man danach fünf Verträge unterschrieben hat , die man nicht braucht ?
      Kannst Du Menschen schon nach ein oder zwei Kaffeetrinken gut genug kennen und genug Vertrauen haben , um Dich auf soviel einzulassen ?
      Er bezeichnet sich selbst als erfahren ......das wirst Du natürlich oft lesen können , aber ob und für wen das gute Erfahrungen sind ?
      Du hast wohl Glück gehabt , dass Dir nichts schlimmeres widerfahren ist .
      Die Idee eine Patin zu kontaktieren finde ich sehr nützlich .
      Und vielleicht hilft Dir der gedankliche Austausch hier klarer zu sehen und die Wahl des Partners zu überdenken .
      Danke für eure Antworten! :blumen:

      Ob eine Spielbeziehung wirklich das richtige ist, weiß ich selbst auch noch nicht.
      Ich werde es ausprobieren müssen.
      Aber ich bin bereit dazu, und werde meine Gefühle dabei genau beobachten.

      Mittlerweile konnte ich mit meinem Spielpartner auch gut über das erste mal sprechen. Ich hab die Dinge angesprochen die mich belastet haben, und hab mich auch ernst genommen gefühlt.

      Auch wenn wir das Thema Nachsorge besprochen haben, ist das nun beim zweiten mal auch wieder etwas zu kurz gekommen.
      Aber okay, mir ist wichtig, dass ich bei ihm quasi alles ansprechen kann und auch merke wie allmählich Vertrauen wächst.
      Ich traue mich bei ihm langsam mehr und kann ihn auch bewusst provozieren, in dem Wissen, dass er weiß, wie weit er mit seiner Antwort darauf gehen darf.

      Danke für Eure guten Wünsche und für die vielen Anregungen, Sichtweisen und Erfahrungen! :blumen:

      Liebe Grüße,
      Sub85