Was darf Dom gar nicht?

      Was darf Dom gar nicht?

      Auf einem externen Blog wurde die Frage behandelt, was darf Dom?!

      ich würde die Frage gerne umdrehen:

      Was darf Dom/Top gar nicht?

      Da kommt bestimmt mehr zusammen als Tabus missachten.
      Auch bin ich auf die Sichtweisen beider Seiten gespannt.

      P.S. Es geht mir um für euch elementare Dinge, NICHT um Einzelheiten, die man zum Beispiel in die Tabus packen könnte (Bsp. Ohrfeigen)

      Ich hoffe, man versteht was ich meine und wenn nicht, sagen und ich deutsche es gerne noch aus:)

      so nun bin ich gespannt :)
      Also für mich darf Dom eben keine Tabus brechen, Dritte gegen deren Willen involvieren, den Partner böswillig täuschen, er/sie sollte nicht lügen oder Gefühle ausnutzen. Das ist aber etwas was man als Partner (welcher Beziehungsform auch immer) von jedem Partner erwarten kann.

      Alles andere, mal abgesehen von (schweren) Straftaten, ist eine Sache die zwischen Dom und Sub geklärt werden muss. Klar kann man hier nun schreiben: "Dom darf Sub nicht ohne Aftercare nach Hause gehen lassen." Dies ist aber eine zu allgemeine Aussage und mag zu 90-98% stimmen aber eben nicht zu 100%.

      Aber vielleicht ist es auch zu spät und ich übersehe etwas und hier sollte eigentlich viel mehr stehen :)
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Tabu's brechen, warum nicht... Vielleicht ist die Zeit dafür? Ursprüngliche Tabu's zu überschreiten? Die Grenzen zu erweitern?
      Und, wenn Sub noch nicht bereit ist, zu verzichten?

      Niemals das Vertrauen bzw Sub's Willen mutwillig brechen/zerstören, aus Eigenutz des Doms...

      Das schönste und wertvollste sollte Dom nicht einfach so aufs Spiel setzen, aus einer Laune heraus, er sollte es behandeln wie den größten Schatz auf Erden. Was gibt es schöneres...

      Wir sind alle menschlich, haben Gefühle, einen Mund und eine Meinung, Grenzen, die durchaus verschiebbar sind, darüber reden hilft ungemein, Kommunikation war schon immer hilfreich.
      Am besten mit direktem Augenblick...

      Und Respekt vor der Person die sich in Hände begibt
      Schweigen...das darf für mich (m)ein Dom ganz und gar nicht. Damit meine ich jetzt nicht das Schweigen als Teil des Spiels, der Session oder ähnliches.

      Ich meine mit Schweigen so etwas wie, das nicht Reagieren auf Fragen seiner Sub. Auf Gedanken, die sie bewegen oder beschäftigen. Ihr kein Feedback gibt.
      Stärke und Vertrauen lassen mich meinen Blick senken

      Wenn mein Kopf meinem Gefühl folgt...wird aus zwei EINS...wenn sich auch mein Verstand auf den Weg macht, wird es komplett...
      Bin ganz bei Picara :yes:
      Mein Dom darf mich nicht ignorieren, meine Fragen/ Gedanken übergehen. Da bin ich echt allergisch.

      Mir fällt grade auf, dass es mir sehr schwer fällt, etwas "negativ" auszudrücken....
      Denn was mir ganz ganz wichtig ist, ist, dass sich Dom genauso wie ich öffnet und einlässt.
      Auf die Fragestellung hier müsste ich also antworten: Er darf nicht verschlossen sein, mir den Blick in seine Seele verwehren.
      Es war wohl zu spät und ich hab gar nicht von meinen No-Gos gesprochen :sofa:
      Dies möchte ich jetzt gerne nachholen.
      Bin da ganz bei den Kommentaren von euch.
      Was mir spontan noch zusätzlich einfällt:
      Wenn er permanent so hocherhaben wirkt, ich mein immer und die Wertschätzung gegen mir über fehlt. Mich quasi immer als Dummchen behandelt, weil er das als Dominanz ansieht! Brrrr ein Graus!

      Fällt mir bestimmt noch mehr ein... :D
      Aber fürs erste...grins
      Für mich dürfte er mir auf keinen Fall die Kommunikation miteinander entziehen. Grade weil mein Dom und ich auf Distanz leben, ist es für mich enorm wichtig. In besonderem Maße natürlich vor oder auch nach einer Session mit ihm. Wenn er mir das entziehen würde, wäre es für mich ein No go. Ausserdem möchte ich immer das Gefühl haben, das er mich wertschätzt...und so möchte ich mich auch fühlen, trotz aller Demütigung und Erniedrigung.
      Hm, ist denn die Frage eher gemeint als "Was darf Dom nicht (generell)", oder eher als "Was darf Dom nicht, um deiner/eurer Vorstellung eines guten Dom zu entsprechen"?

      Bei ersterem würde ich mich auch sagen: Dinge, die außerhalb des abgesprochenen Rahmens liegen (d.h. er darf nicht bestehende Tabus gegen den Willen der Sub brechen) und Dinge, die gesetzlich/strafrechtlich verboten sind.

      Alles andere darf ein Dom aus meiner Sicht natürlich grundsätzlich erst einmal tun. Ob es dann Subs Vorstellung von einem guten/passenden Dom für die eigenen Bedürfnisse entspricht oder nicht ist dann eben eher das Thema der zweiten Variante.

      Zu dieser kann ich nicht so viel sagen, ist ja auch total individuell. Aus Dom-Sicht würde ich sagen ich erlege mir selbst auf das (zumindest absichtlich) nicht zu tun, was (erkennbar) nicht im Sinne der Beziehung zu meiner Partnerin ist. Einfacher gesagt: Wenn ich weiß, dass es zwischen uns etwas kaputt macht, dann mache ich es nicht.

      Aber wie gesagt, was genau dies dann ist, ist ja total individuell. Ich glaube nicht, dass es da allgemeingültige "Regeln" gibt.
      Nachdem vermutlich alle entscheidenden Dinge zum Thema "was darf Dom mit sub nicht" bereits geschrieben wurden, möchte ich mal die Dom-Seite beleuchten, denn auch da gibt es Dinge, die Dom meiner Ansicht nach gar nicht darf:

      Dem Trugschluss erliegen, dass Doms

      - nicht abstürzen können;
      - Dinge nicht tun dürfen, weil es "undommig" ist;
      - keine Selbstzweifel haben oder gar zeigen dürfen;
      - keine Hilfe oder Tipps von anderen benötigen;
      - mit sub nicht reden müssen, weil Dom ja alles "anordnen" kann;
      - davon ausgehen können, dass "sub beschwert sich ja nicht" bedeutet, dass alles gut ist.

      Hab ich noch was vergessen?
      Trust me, I know what I'm doing!
      Es fällt mir schwer das in Worte zu fassen, aber ich versuche es mal.

      Er sollte sich selbst nicht vernachlässigen, oder positiv ausgedrückt - er sollte sich gut um sich selbst kümmern. Nur jemand, der sich selbst fordert, reflektiert, sich weiter entwickelt und gut für sich selbst sorgt, kann von mir ernst genommen werden, so dass ich mich fallen lassen kann.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne