Erst devot und doch dom. - swichter? Bin verwirrt

      Erst devot und doch dom. - swichter? Bin verwirrt

      Hallo

      ich (w/40J.)bin ganz neu hier und habe mich angemeldet, weil mich meine Gedanken die letzten Tage selber verwirren. Jahrelang habe ich mich als devot eingestuft. Ich hatte diverse, aussereheliche (und dazu geheime), Spielbeziehungen. Eine davon ging über mehrere Jahre. Mein Gegenpart war Switcher. Ich sah mich als devote Switcherin. Empfand den devoten Part aber immer als erregender. Eigentlich geht es mir nicht so sehr darum, wo ich mich einstufen soll oder was mein "Titel" ist. Ich bin eher sehr experimentierfreudig und weise erstmal garnichts ab, bzw. möchte nicht in eine Richtung gedrängt werden, sondern alle Erfahrungen sammeln.

      Da ich mich selber als devot empfand, war ich eher immer auf der Suche nach einem Dom (männlich). Traf aber meistens auf Switcher, die geringfügig devot waren oder ein paar besondere Fetische hatten, aber eher dominant waren. Unterwerfung, verbal oder körperlich haben mich nie wirklich richtig angemacht bei mir selber. Ich bin eher maso...ich stehe auf Lustschmerz, möchte dabei aber nicht verbal unterworfen werden.....Ich hatte nie eine Leine oder ein Halsband, auch gefesselt sein oder Bondage macht mich nur bedingt an. Ich bin keine "Dienerin".....alles was ich gerade schreibe, kam mir erst die letzten Wochen als ich mich intensiv mit meiner dominanten Seite befasst habe.

      Ich habe aktuell einen Spielpartner, der nur gering dominant ist. Habe also selber meinen dominanten Part eingenommen. Und was soll ich sagen.......ich liebe es. Es verwirrt mich. Auf einmal bin ich die Dom, habe einen sehr devoten Sklaven. Und ich liebe das Machtgefühl, ich liebe es ihn zu unterwerfen. Er macht mich allein schon dadurch an, wenn ich ihn sehe. Es macht mich nass wenn er mir erzählt wie er mich beim nächsten Treffen bedienen will......ich sehe wie ich ihm sein Halsband anlege und bekomme einen Schauer über den Rücken.

      Kann das sein? Bin und war ich immer dom.? Habe ich mich selber falsch eingeschätzt? Bin ich dom. und maso? Wir nehmen beide, beide Rollen an. Da er geringfügig switcher ist, bin ich ihm auch ab und zu mal unterworfen, jedoch nur selten.....und ich habe festgestellt, daß ich mich bei ihm als seine Herrin viel wohler fühle. Es verwirrt mich, weil ich es so nicht erwartet habe....gleichzeitig fuhlt es sich auf einmal wie eine Offenbarung an, merke ich wie wohl ich mich fühle, wie "normal" es sich auf einmal anfühlt.

      Davor habe ich immer mit Gedanken der Zuzulänglichkeit gekämpft. Meine Sehnsüchte als verboten und falsch beurteilt (als sub.).....nun fühlt es sich normal an, gut, geil........es verwirrt mich sehr.
      Hallo und herzlich willkommen hier :blumen:

      Mein letzter Herr hat vor über 20 Jahren seine dominante Seite entdeckt. Dass er auch leicht maso ist, wusste er bisher, nur dass er bei mir auch in die Devotion rutschen konnte, war neu für ihn. Es kommt immer auf das Gegenüber an.

      Für mich ist es zur Zeit unvorstellbar, mehr als meine 10% der dominanten und sadistischen Seite rauslassen zu wollen.
      Ich brauche für mich ein klares Machtgefälle mit dem Bonus, ab und an switchen zu DÜRFEN.

      Nimm es erstmal so an, wie es ist und genieße es. Nichts ist in Stein gemeißelt und ich finde es schön, dass du in der Lage bist, beide Seite ausleben und genießen zu können :)

      Nachtrag: ich bezeichne mich im Moment als devote und sadistische Sub :evil:
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Dankeschön für Deine Antwort. Ja, ich bin gerade sehr froh wie gut es sich anfühlt und auch darüber das "er" wenn auch nur geringfügig switchen will. Er ist wohl wie Du. 10% dominant, er würde das eher für mich ausleben und hat dabei auch einen Lustgewinn, denn wir betreiben alle Handlungen nur einschliesslich Verkehr. Es ist für mich äusserst seltsam, mit jemanden so auf der selben Linie zu treiben......wir füllen uns in Perfektion an.

      Bislang (früher) habe ich die dominante Rolle nur bedingt ausgelebt. In kleinen Fragmenten. Erst jetzt bemerke ich wie sehr mir das liegt.....vermutlich ist es tatsächlich auch personsabhängig/gebunden.......Er holt das in mir raus, und es ist viele Male lustvoller, als was ich als Sub erlebt habe.......ich liebe es wie sehr er mir zugewand ist.

      Es wäre für mich auch interessant zu wissen wie andere das jeweils ausleben. Wie lange habt ihre Spielbeziehungen, sind sie geheim (so wie bei uns - mein Sub ist auch andersweitig vergeben)....Entsteht eine Form von "Liebe".....wie oft könnt ihr "spielen". Mein Wunsch wäre soetwas langjährig zu haben, wirklich lang, 10 J. oder länger.....bislang ist es leider nicht gelungen. Vielleicht lag es auch daran, daß ich scheinbar doch nicht ganz so devot bin, bzw die Spielepartner etwas anderes erwartet haben......2x haben sich Männer tatsächlich in mich verliebt und kam es zum Zwiespalt.....das "ich will sie, aber kann sie nicht haben - nicht als Partnerin" erscheint ein extra Brennstoff zu sein, der Liebesgefühle erweckt.

      Wie geht ihr damit um?

      Entschuldigt, dass sind nun ganz andere Fragen, aber als Newbie schwirrt einfach viel in meinem Kopf rum und ich möchte die Sache mit meinem Sub richtig anpacken und auch Grenzen setzen bzw bewusst damit umgehen ohne in ein Gefühlschaos zu kommen (was ich vorher wie erwähnt bereits schon hatte). Ich bin als Person jemand die Sex schwierig von Gefühlen trennen kann. Ich würde durchaus behaupten ich "liebe" meinen Sub. Ist das gestattet...kann ich mir das gönnen, oder gehe ich damit zuweit? Mein Sub äussert immer wieder bedenken bezgl. Abhängigkeit. Er befürchtet zu abhängig zu werden von "uns" unserem Sex......den er zu Hause nicht bekommen kann.......wie seht ihr das alles? Und wie lebt ihr damit?
      Gegen Gefühle kannst du nicht viel machen.
      Ich hatte mir verboten, mich in ihn zu verlieben, weil wir keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft hatten. Das ist mir auch gelungen, ich hatte keine Schmetterlinge im Bauch und keine rosarote Brille auf, ich hab seine Macken und Schwächen schon sehr deutlich wahrgenommen ^^ .
      Was ich jedoch nicht verhindern konnte, dass sich tiefere Gefühle (Liebe und Hingabe) für den Menschen, der mir Dom war, entwickelt haben.

      Mir war auch klar, dass es irgendwann ein schmerzhaftes Ende, zumindest für mich, geben würde, da ich mich mit Haut und Haaren auf eine Beziehung einlasse, egal ob auf eine Affaire, eine Freundschaft+ oder eine "echte" Beziehung. Mir war klar, dass ich nicht so einfach irgendwann gehen werde, weil ich mich in jemanden anders verliebe, da unsere Energien so stark miteinander verbandelt sein würden, dass da kein Platz für jemanden anders wäre.
      Aber: Den Großteil der Zeit habe ich genossen, es war gut so, wie es war.

      Ich hab keine Ahnung, wieviel er aus dieser Zeit (es waren 3 Jahre) mitnehmen konnte, aber für mein ganz persönliches Wachstum, als Sub und auch als Mensch, hat mir das sehr sehr viel gebracht und ich bereue nichts, aber auch gar nichts, davon.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Zoom schrieb:

      .gleichzeitig fuhlt es sich auf einmal wie eine Offenbarung an, merke ich wie wohl ich mich fühle, wie "normal" es sich auf einmal anfühlt.
      solche Gefühle sind ja nicht falsch.
      Und was spricht dagegen es mal eine "zeitlang"(können ja auch einige Jahre sein) so auszuleben.....Deine Bedürfnisse scheinen gestillt zu sein....Ihr habt Spass...das ist doch gut und völlig OK so.

      Grundsätzlich gibt es ja auch noch die Möglichkeit beide Seiten mit zwei Partner auszuleben...also...Du hast einen DOM und daneben einen festen Sub.
      Ob es dann auch ein Spiel zu Dritt gibt...oder ihr nur in der jeweiligen Neigung zu Zweit spielt...alles Möglichkeiten.

      Ich glaube Du musst das einfach erst mal zulassen...und dann sehen was für Dich am Besten ist.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Probier einfach aus und lass alles zu, was Dich anspricht. Es kann gut sein, dass es "nur" eine Phase ist oder, dass Du grundsätzlich Switcher bist oder auch rein dominant. Ich war lange Zeit auch Sub, was sich dann zum dominanten Part hinentwickelt hat. Für meine aktuelle Lebensphase fühle ich mich durch und durch dominant aber trotzdem kann es auch sein, dass sich alles wieder ändert, ich schliesse nichts aus, aber ich bin zum Beispiel auch wie Du masochistisch veranlagt, alle Kombinationen sind möglich. Ich glaube es gibt auch nicht wenige Frauen, die erstmal die Subseite ausleben, weil es eher der gesellschaftlichen Norm entspricht und der Zugang zum Thema einfacher ist, so wie es auch nicht wenige Malesubs gibt, die sich erst mal als Dom probiert haben.
      Ich kann dein verwickeltes Gedankendurcheinander und die vielen Fragen daraus sehr gut nachvollziehen.
      Ein paar meiner Gedanken möchte ich hier schreiben, weil ich viele Ängste, Unsicherheiten und Zweifel (früher) selbst so gefühlt habe.

      Ja, ich fühle eine gewisse Art von Liebe. Tiefste Dankbarkeit und Liebe, die mich erfüllt! Wir haben geklärt, dass es keine "romantische Liebe" ist, wir keine Erwartungen an ein gemeinsames Leben haben. Und trotzdem darf das Gefühl da sein. Wenn ich es mir verbieten müsste, dann könnte ich mich nicht öffnen und einlassen auf die Spielbeziehung. Hätte ständig die Angst im Nacken sitzen, die mich bremsen würde.

      Ich wünsche mir auch, dass die Beziehung lange andauert. Wenn ich aber mit hohen Erwartungen reingeh, mir ein Ziel von z.B. 10Jahren stecke, gedanklich so weit in der Zukunft bin... dann laufe ich Gefahr, den Moment, den Augenblick nicht zu geniessen. Wenn ich Angst vor Enttäuschung/ Verletzung habe, die vielleicht irgendwann eintreffen wird... dann kann ich den gemeinsamen Weg, das gemeinsame Wachsen, Entdecken und Entwickeln nicht geniessen. Deshalb entscheide ich mich bewusst für Achtsamkeit. Tag für Tag mich bewusst auf den Menschen einzulassen, mich Schritt für Schritt zu öffnen.

      Ängste wegen Abhängigkeit kenne ich nur zu gut. Ich habs erlebt, der kalte Entzug war wie Hölle. Ich hab gelernt auf mich zu achten, zu reagieren und zu handeln wenn ich ein inneres Ungleichgewicht wahrnehme. Ich mache mir immer wieder bewusst, dass jeder seine eigene Familie, seinen eigenen Alltag hat. Ich will ja dass er glücklich ist! Ich gestalte mir bewusst mein eigenes Leben, mit meinen Hobbies, meinem Freundeskreis. Ich hocke ganz bewusst NICHT mehr den ganzen Tag zuhause und warte darauf dass er sich meldet. Ich sehe unsere Ds- Beziehung als Bereicherung, als die Sahne auf der Torte. Die Sachertorte ( mein Leben) schmeckt lecker... aber mit der Sahne obendrauf ist sie mit nix anderem zu toppen! Und dafür bin ich Tag für Tag unendlich dankbar :love:

      Ich hab gelernt mich vom Perfektionismusstreben zu lösen. Es werden Fehler passieren, Gefühlschaos wird sich hin und wieder nicht vermeiden lassen. Es hat auch was Gutes, man erkennt Themen an denen man arbeiten darf. Es ergeben sich Gespräche, man lernt sich selbst und den andern besser kennen, öffnet sich immer mehr und vertieft somit die Beziehung.

      Täglich übe ich mich, Vertrauen in mich, in uns und in das Leben zu finden. Dass alles so kommt wie es soll...
      Das ist ein kleiner Einblick wie ich damit umgehe. Vielleicht hilft es dir ein klein wenig :blumen:
      Danke für Eure hilfreichen Antworten.

      Wie gesagt ist mein heutiger Sub, der Erste der wirklich sehr devot ist (und gleichzeitig sehr sexy - übrigens auch jünger als ich, daß kam in einem anderen Thread zu Sprache. Bei uns ist es also durchaus so, daß ich Dom. älter bin und Male sub jünger. Der Gedanke an einen älteren male sub macht mich ehrlich gesagt nicht besonders an).

      Da kam schon wieder eine Fragestellung bei mir auf:
      In wieweit ist es Euch wichtig, dass Sub/Dom anziehend auf Euch wirkt. ZB Figur, Erscheinungsbild, Haarfarbe, Alter, Beruf, Familienstand? Wichtig oder unwichtig? Reizt Euch das pure Handeln oder die Person ansich?

      Für mich sehr wichtig. ZB stehe ich nicht auf übergewichtige Männer und würde es mich nicht reizen so einen Sub zu haben. Andersrum weiss ich nicht wie das als Sub mit einem Dom ist. Das würde mich interessieren. Ich habe Spielpartner bis jetzt immer wie "normale" Partner gewählt, also darauf geachtet das Erscheinungsbild, Charakter, bis hin zu Haarfarbe, Körperform etc mich anspricht, reizt....."heiss macht". Als Dom. finde ich es auch durchaus reizend, wenn ich weiss das mein male sub zB ein gestandener Geschäftsmann ist. Machtgefälle. Dynamik. Es ist wohl alles irgendwo auch im Kopf.

      Mein Sub scheint ein paar Probleme damit zu haben. Er fühlt sich weniger sexy, mir unzulänglich....zumindest wirkt dies meistens so, aus dem was er sagt. Ich merke wie er oftmals die Bestätigung sucht (die ich ihm gerne gebe, denn ich finde ich sehr wohl sehr sexy, doch äusser ich es nicht immer direkt so)......kann ich etwas tun, damit er sicher wohler in seiner Haut fühlt? Helfen Worte? Gesten? Bewunderung? Darf ich ihm sagen wie sexy er gerade aussieht. Ich möchte ihn gern auch mental ein wenig aufbauen. Es erscheint zwiespältig zu sein, denn er mag die Unterwerfung, auch die verbale. Da ist die Linie sehr fein. Ich möchte nicht seine Gefühle verletzen, meine Unterwerfung beziehe ich deshalb niemals auf seine Körperform oder Merkmale die er selber als negativ empfindet (zB grosse Nase etc....). Vllt habt ihr hierzu Tipps......

      Als Sub hatte ich das mal. Mein Hintern ist relativ rund, weiblich. Ich empfinde ihn nicht als dick. Mein damaliger Spielpartner hat ihn aber "dick" genannt im Spiel....das hab ich irgendwie nicht verkraften können.....warte nein, nicht dick.....drall. Das sagte er, draller Hintern. Ich hätte lieber gehabt, dass er meinen Hintern sexy nennt, oder geil. ......

      Zoom schrieb:

      Ich habe Spielpartner bis jetzt immer wie "normale" Partner gewählt,
      ich würde das auch so tun.....auch mein Spielepartner soll mir sympatisch sein, sonst würde ich mich fühlen wie ein reiner Wunscherfüller.

      Zoom schrieb:

      Ich merke wie er oftmals die Bestätigung sucht (die ich ihm gerne gebe, denn ich finde ich sehr wohl sehr sexy, doch äusser ich es nicht immer direkt so)......kann ich etwas tun, damit er sicher wohler in seiner Haut fühlt? Helfen Worte? Gesten? Bewunderung?
      Was mag er denn an sich?....was trägt er gerne?...das könntest Du per Kleiderordnung festlegen.

      Wenn Du ihn mal so vor den Spiegel stellst und ihm sagst:...schau Dich an...was für einen geilen..........Du hast......ich mag das sehr.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      newbarbie schrieb:

      Was mag er denn an sich?....was trägt er gerne?...das könntest Du per Kleiderordnung festlegen.

      Wenn Du ihn mal so vor den Spiegel stellst und ihm sagst:...schau Dich an...was für einen geilen..........Du hast......ich mag das sehr.
      Hallo newbarbie

      es geht nicht so sehr um Kleidung. Mein Sub hat keine an, wenn es von mir abhängt. Komplett nackt hab ich ihn am Liebsten. Wenn er ankommt beim Treffpunkt, hat er etwas an, wovon er weiß, daß es mir gefällt. Er gibt sich da sehr Mühe

      Ich habe eine gute Intuition und fühle wie sehr er sich mir äusserlich unterlegen fühlt. Er hat Gedanken wie "so ne Frau wie Dich könnte ich nie bekommen" oder findet mich im Verhältnis viel attraktiver als sich. Man spürt einfach, daß er ein eher niedriges Selbstbewusstsein hat. Er redet sich selber schlecht, oder bemerkt Dinge an seinem Körper die ihm nicht gefallen (und wenns zB nur seine Zehen sind).......ich möchte gerne das er sich ganz angenommen fühlt bei mir.

      Grundlage dieser Bemerkungen sind wohl Erfahrungen in seiner Jugend bzw Ex-freundinnen die ihm da irgendwas eingeredet haben.....vielleicht auch seine devote Art, die es bei mir verstärkt oder allgemein sein Wunschbild, daß seine Dom. wie seine Göttin ist. Vollkommen, sexy, königlich......^^ und er dagegen ein "nichts". Das ist ja irgendwie schön. Vermutlich kann ich damit einfach selber noch nicht so gut umgehen. Ich war noch nie in der Rolle der Göttin und es gefällt mir auch. Ich möchte da nur auch vorsichtig sein, dass er sich nicht zu sehr seiner Phantasie hingibt, sondern mich auch realistisch als Mensch sieht......und sich selbst auch.

      Die Idee mit dem Spiegel ist sogar irgendwie gut......wir könnten ihn zusammen betrachten und ich werde ihm sagen, was genau mir sehr gut an ihm gefällt....
      je nach wie weit Euer D/s geht...Kleiderordnung im Alltag kann ja auch heißen Sub soll auf sich achten.....vielleicht auch nicht in Jogginghose zum Bäcker.

      Sowas hebt das Selbstwertgefühl ja auch......regelmäßig zum Frisör gehen....Fußpflege.....oder was auch immer.

      Du willst stolz auf Deinen Sub sein und das bist Du wenn Du einen gepflegten gut gekleideten Mann in der Öffentlichkeit siehst....die genauen Einzelheiten legst Du fest.



      Zoom schrieb:

      .ich möchte gerne das er sich ganz angenommen fühlt bei mir.
      würdest Du Dir soviel Mühe geben wenn Du ihn nicht willst....wohl kaum....sag ihm das doch mal. :huggy:
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      newbarbie schrieb:

      Du willst stolz auf Deinen Sub sein und das bist Du wenn Du einen gepflegten gut gekleideten Mann in der Öffentlichkeit siehst
      check, check, check....das ist er! Er ist beruflich in Führungsposition mit 500+ Mitarbeiter "unter" ihm. :D ich liebe diesen Gedanken, wenn er dann unter mir liegt!

      Es kam vielleicht nicht ganz deutlich rüber. Wir sehen uns nie im Alltag. Wir sind beide vergeben in einer Vanilla Beziehung und leben zusammen den D/s Aspekt aus, wenn es geht und zudem geheim. Ein Thema mit dem wir uns mitunter auch befassen. In wieweit wäre D/s bei uns möglich in einer Beziehung. Wir beide "befürchten" das solch eine Beziehung eventuell sehr "sexlastig" werden würde. Wir hatten das beide noch nie, bzw hatten beide immer geheime Spielbeziehungen/Affären mit Personen die letztendlich im Alltag nicht als Partner geeignet wären, wie sich rausstellte.....oder uns als "ungeeignet" als Partner empfanden. Das war und soll unser Ziel nicht sein. Wir bewachen da Grenzen, schränken den Austausch über unsere Vanillabeziehungen auch ein und respektieren die Privatsphäre des Anderen.


      newbarbie schrieb:

      würdest Du Dir soviel Mühe geben wenn Du ihn nicht willst....wohl kaum....sag ihm das doch mal.
      aus oben genannter Situation raus bin ich eher vorsichtig mit solchen Bekundungen.....ich probiere gerade die Grenze zwischen D/s Spielbeziehung und "tieferen" Gefühlen abzustecken....wobei ich selber nicht beurteilen kann, wie es sich entwickeln wird. Wenn ich den sexuellen Aspekt ganz ausblende, finde ich ihn immer noch wunderbar. Als Mensch und Mann, als Person.

      Wir haben täglich Kontakt, da wir uns zeitweise (und gerade jetzt mit Corona) sehr lange nicht live sehen. Im täglichen Kontakt reden wir über Gott und die Welt. Beruf. Manchmal Familie. Kinder. Es fühlt sich gut für mich an. Er ist wie ein sehr guter Freund.

      Wenn ich länger drüber nachdenke, merke ich aber auch wie Grenzen verschwimmen. Freund, Geliebter, Objekt, Liebhaber, Sub, Dom.......wir sind alles für einander, nur nicht real life Partner......die "optimale" Handhabung würde mich auch von Euch interessieren. Wieviel darf man teilen? An Gedanken, Emotionen. Von sich selber.......wann geht man zu weit? Wieviel Kontakt ist gut oder zuviel?

      Ich denke wohl zu viel nach, statt es einfach zu geniessen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zoom ()

      Zoom schrieb:

      Ich denke wohl zu viel nach, statt es einfach zu geniessen.
      das könnte wohl sein.

      Solche Grenzen sind nach meiner Erfahrung immer wieder anders.

      Manchmal sieht man sich häufiger...dann ist es intensiver...manchmal flacht es etwas ab.

      Ich finde es ja gerade spannend bei einer "geheimen Affaire" im Alltag auch mit Regeln präsent zu sein...es ist eine Grenze an der man spielen kann, wenn man will.


      Zoom schrieb:

      Wieviel darf man teilen? An Gedanken, Emotionen. Von sich selber.......wann geht man zu weit? Wieviel Kontakt ist gut oder zuviel?
      Ich denke das ist immer unterschiedlich. Wieviel braucht man gerade...wie geht es einem.

      Ein Balanceakt...immer wieder.

      So lange Ihr Euch noch wohl fühlt und die positiven Gefühle auch überwiegen. Wenn man anfängt darunter zu leiden...es einem nur noch schwer fällt.......es auch im Alltag nur noch mit negativen Gedanken verbunden wird dann ist es sicherlich ein "zu viel".

      So eine Beziehung entwickelt sich ja auch...und in welche Richtung das kann man ja vorher nicht wissen.........Stand jetzt.....ist gut- also genießen.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      Zoom schrieb:

      Da kam schon wieder eine Fragestellung bei mir auf:
      In wieweit ist es Euch wichtig, dass Sub/Dom anziehend auf Euch wirkt. ZB Figur, Erscheinungsbild, Haarfarbe, Alter, Beruf, Familienstand? Wichtig oder unwichtig? Reizt Euch das pure Handeln oder die Person ansich?
      Das Handeln an sich bringt mir wenig, wenn mir der Mann nicht gefällt. Dann würde ich mich sowieso gar nicht erst darauf einlassen. Ein Mann mit einer dominanten Ausstrahlung kann vielleicht Eindruck auf mich machen, aber wenn er mir nicht sympathisch ist, wir nicht auf einer Wellenlänge sind und ich ihn optisch nicht attraktiv finde, würde es sicher nicht zu BDSM / sexuellen Handlungen zwischen uns kommen. Ganz sicher brauche ich keinen Mann, der aussieht wie ein Model. Aber er muss mir halt gefallen - irgendetwas an sich haben, was mich anspricht.

      Der Beruf hingegen ist mir völlig egal. Da kann er noch so 'hoch angesehen' sein - damit konnte man mich noch nie beeindrucken. Wenn er so richtig darin aufgeht und Freude daran hat, Software zu programmieren oder als Koch im Restaurant zu arbeiten, spricht mich das viel mehr an, als wenn er irgendeine hohe Position hat, von der er aber vielleicht nur genervt ist oder die ihn jeden Abend todmüde ins Bett fallen lässt, weil er permanent überarbeitet ist. Eine hohe berufliche Position sagt für mich erstmal wenig über seinen Charakter aus. Wenn jemand ein Ziel verfolgt und seinen Weg geht, so wie er ihn sich wirklich wünscht, und sich trotz Rückschlägen nicht entmutigen lässt, ihn weiterzugehen, dann gefällt mir das. Und ja, doch, das kann einen Mann auch attraktiv machen (charakterlich).

      Am meisten beeindrucken kann man mich mit emotionaler Intelligenz und Empathie, mit guter, klarer Kommunikation, Selbstbewusstsein und Authentizität, mit liebevoller Fürsorge und Humor. Und gleich danach kommen schöne Augen und Hände. :D

      Es muss einfach zwischen uns passen. Wenn es auf der menschlichen Ebene nicht stimmig ist, reizt mich auch kein gutaussehender, dominanter Mann, der viel Geld verdient und ein teures Auto in der Garage stehen hat (oder besser noch davor, um damit anzugeben ^^ ). Wenn wir ähnliche Interessen haben, gute Gespräche führen und über die gleichen Dinge lachen können, lasse ich seine Dominanz gerne auf mich wirken.


      Zoom schrieb:

      kann ich etwas tun, damit er sicher wohler in seiner Haut fühlt? Helfen Worte? Gesten? Bewunderung? Darf ich ihm sagen wie sexy er gerade aussieht. Ich möchte ihn gern auch mental ein wenig aufbauen.
      Na klar darfst du ihm das sagen! Ein ehrliches Kompliment, ein Lob, eine Belohnung, Gefühle zeigen usw. tut der Dominanz doch keinen Abbruch.

      Mir sind Bestätigung und Wertschätzung von meinem Partner sehr wichtig. Verbale Erniedrigung hätte ich sonst wahrscheinlich kaum ausgehalten, weil sie mich getroffen und verletzt hätte. Mir war immer, ganz egal was wir gemacht haben und wie er mich während einer Session behandelt hat, bewusst, dass er mich - genau so wie ich bin - wundervoll findet, mich liebt, schätzt und respektiert.

      Du könntest auch versuchen, das eine mit dem anderen zu verbinden. 'Du bist so sexy... Wie schön, dass ich mich an dir bedienen darf...' - und das machst du dann auch... Nur so als Beispiel - kam mir gerade so in den Sinn.


      Zoom schrieb:

      Man spürt einfach, daß er ein eher niedriges Selbstbewusstsein hat. Er redet sich selber schlecht, oder bemerkt Dinge an seinem Körper die ihm nicht gefallen (und wenns zB nur seine Zehen sind).......ich möchte gerne das er sich ganz angenommen fühlt bei mir.
      Wenn er generell eher wenig Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl hat, bin ich mir nicht so sicher, ob du als seine heimliche Spielpartnerin da wirklich viel machen kannst. Bestätigung von außen kann durchaus hilfreich sein und einem viel geben. Aber ob das alleine reicht? Es ist ja eher etwas, was von innen kommt. Du kannst bestimmt versuchen, es zu stärken und zu festigen, aber die Arbeit, die nötig ist, um ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen, die muss von ihm selbst kommen.

      Vielleicht kannst du ihm diesbezüglich Aufgaben geben. Dass er z. B. aufschreiben soll, was er an sich mag oder schön findet - und dabei keine negativen Aspekte oder Einschränkungen, die es wieder abschwächen, mit einfließen lassen darf. Oder dass er versuchen soll, die Dinge, die er nicht an sich mag, zu ändern (das geht natürlich nicht unbedingt von heute auf morgen und braucht mehr Zeit - aber das sollte es ihm wohl wert sein).

      Zofe schrieb:

      Am meisten beeindrucken kann man mich mit emotionaler Intelligenz und Empathie, mit guter, klarer Kommunikation, Selbstbewusstsein und Authentizität, mit liebevoller Fürsorge und Humor. Und gleich danach kommen schöne Augen und Hände.
      Das hast Du sehr schön formuliert. Ich sehe es auch so!

      Ich danke Dir für die guten Hinweise und werde bestimmt einige so durchführen.

      Ich fühle mich sehr gut in meiner dominanten Position doch bin ich dieses "Du bist meine Göttin" noch nicht recht gewöhnt. Er himmelt mich regelrecht von "unten" her an (tatsächlich mag er das sehr, an meinen Beinen liegen, seinen Kopf in meinem Schoss und an mir umhoch schauen). Ich mag das auch sehr, mein Herz ist erfüllt von soviel Ergebenheit......doch ist es noch gewöhnungsbedürftig. In meinen anderen Spielbeziehungen übernahm ich nur kurzweilig, zu 20% den dominanten Part, auch nur für das Ausleben bestimmter Fetische....die Ergebenheitsrolle hatte ich selber nie, war auch nicht gewünscht.

      Mit meinem heutigen Sub ist das intensiver, mehr verbunden. Es geht ihm (und mir) da nicht um irgendeine Handlung. Er mag das Verweilen zu meinen Füssen und braucht dabei den Kontakt zu mir (Hand auf Schulter oder Kopf oder je nachdem Rücken). Es hat eine gewisse Zärtlichkeit, Verletzlichkeit. Es gefällt ihm das er dabei die Haut meiner Schenkel spüren darf und seinen Blick auf meine Beine richten kann (Fussfetisch)......

      Wir gehen den Weg zusammen, für uns beide ist das teilweise alles sehr neu und spannend......es weckt auch Gefühle in uns, die wir vorher nicht so hatten. Es wäre schön daran glauben zu dürfen, dass wir tatsächlich eine besondere Verbindung miteinander haben, und dies darum vorher nicht mit anderen "Partnern" auf dieses Art gefühlt haben.

      Zoom schrieb:

      Ich fühle mich sehr gut in meiner dominanten Position doch bin ich dieses "Du bist meine Göttin" noch nicht recht gewöhnt. Er himmelt mich regelrecht von "unten" her an (tatsächlich mag er das sehr, an meinen Beinen liegen, seinen Kopf in meinem Schoss und an mir umhoch schauen). Ich mag das auch sehr, mein Herz ist erfüllt von soviel Ergebenheit......doch ist es noch gewöhnungsbedürftig.
      Das erinnert mich sehr an meinen Liebsten (Herr/Dom mag ich nicht mehr schreiben, da der BDSM-Anteil unserer Beziehung seit Monaten auf Eis liegt... Deshalb schreibe ich auch in der Vergangenheitsform.). So sehr er meine freiwillige Unterwerfung auch geliebt und geschätzt hat, war es anfangs nicht so leicht für ihn, sie anzunehmen und zu verstehen. Er sagte mal: 'Halte bitte nicht zu viel von mir... Ich bin doch eigentlich nur ein ganz normaler Typ...'. Ja, stimmt, eigentlich ist er das auch. Aber genau so liebe und verehre ich ihn - für genau das, was er ist und was ihn ausmacht. Es ist ein aufrichtiges Gefühl, das von ganz tief innen kommt. Er musste es tatsächlich erst einmal lernen und war es nicht gewohnt, dass jemand so für ihn empfindet. Und es hat ihm natürlich auch geschmeichelt. ^^ Genau wie du schriebst, war es auch für ihn gewöhnungsbedürftig. Im wahrsten Sinne: Er musste sich daran gewöhnen. Es hat seine Zeit gebraucht, aber es hat geklappt - und dann konnte er es in vollen Zügen genießen und hat nicht mehr daran gezweifelt, ob es wirklich 'richtig' ist, dass ich so zu ihm aufschaue.

      Ich wünsche dir sehr, dass du diese wunderbare, tiefe Ergebenheit deines Subs auch bald richtig annehmen kannst und sie nicht mehr als befremdlich wahrnimmst. :)