22.12. ❅ Das Haus inmitten des Winterwaldes

      22.12. ❅ Das Haus inmitten des Winterwaldes

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      ❅ 22. Dezember ❅

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      Das Haus inmitten des Winterwaldes

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      von @Myshanah




      Enttäuscht lege ich das Telefon beiseite.
      Schon das zweite Mal, dass wir unser Treffen verschieben müssen und dazu kommt, dass wir uns noch nicht so lange kennen. Langsam habe ich Angst, dass ich ihm nicht wichtig genug bin oder wir doch nicht zusammenpassen. Vor lauter Wut und Trotz steigen mir Tränen in die Augen.
      Immer muss ich um mein Glück kämpfen, das nervt!
      Warum muss das alles so kompliziert sein und wo ist der Mann, der mich jetzt glücklich macht? In meinem Kopf dröhnt mir sein letzter Satz am Telefon: „Tut mir leid, meine Liebe, ich habe keine Zeit die kommenden Tage! Wir hören voneinander. Tschüss.“

      Im Radio trällert Sarah Connor „Auf der Suche nach der großen Freiheit. Nach Liebe, Schmerz und Wahrheit…“ Liebe, ja nehme ich! Schmerz, solange er nicht zu doll ist, auch gerne. Wahrheit? Die kann mir im Moment gerne gestohlen bleiben. Genervt von mir selbst, von meiner Umwelt und der Tatsache, dass ich wieder einmal versetzt wurde, mache ich mir erst einmal einen Kaffee. Der hilft bestimmt, mit genug Whisky auf jeden Fall! Denke ich trotzig und schütte mir eine Tasse ein.
      Natürlich genieße ich den Kaffee ohne Hochprozentiges, dafür aber mit leckerem Haselnusssirup.
      Er hilft, vielleicht 5 Minuten, aber hey immerhin. Trotzdem: Dieser Tag ist für mich gelaufen. Meinen Frust lasse ich an jedem aus, der mir in die Quere kommt, sogar meinen schmusebedürftigen Kater ertrage ich nicht. So gehe ich an diesem Abend schlecht gelaunt und traurig ins Bett. Es kann doch nicht so schwer sein, sich einmal Zeit für mich zu nehmen, denke ich, völlig im Selbstmitleid versinkend. Weinend schnappe ich mir meinen Teddy, auch wenn mir das sehr albern erscheint, aber es ist ja keiner da, der es sieht. Doch dieser kleine Seelentröster hilft und ich schließe beruhigt die Augen, um nicht mehr an das Hier und Jetzt zu denken.

      Ein paar Tage später:
      Ein Donnerschlag lässt mich ängstlich zusammenfahren! Im lauten Gewitter, mit Sturm und Platzregen, komme ich völlig durchweicht von der Arbeit nach Hause und das im Winter! Das Wetter spielt völlig verrückt in diesen Tagen. In großer Hektik habe ich meine Post aus dem Briefkasten geholt, welche nun völlig umständlich in meiner Hand liegt. Es kommt, wie es kommen muss: Kaum habe ich die Wohnungstür geöffnet, fällt mir prompt alles herunter. „Verdammter Mist!“ Das war ja vorherzusehen, also sammle ich leise fluchend, auf dem Boden herumkriechend, alles wieder ein. Meine Hand verharrt plötzlich bei einem silbrigen Umschlag.
      Die anderen Briefe lege ich vorsichtig auf den Boden und knie mich langsam aufrechter hin. So sitze ich mitten im Flur, nass bis auf die Knochen, auf den Fliesen und starre auf meine Hände. Ich drehe diesen mysteriösen Umschlag und begutachte ihn genau, aber nichts deutet auf einen Absender hin. Sorgfältig öffne ich ihn und halte kurz darauf eine schwarze Karte in der Hand.
      22. Dezember
      12.00 Uhr
      Hauptstraße 5

      Du wirst abgeholt.
      Dein Herr

      Ungläubig starre ich die nüchtern gestaltete Karte an. Mit einem Mal bin ich völlig gerührt. 22.Dezember, also in nicht ganz einer Woche. Er will mich sehen? So bald schon?! Vor lauter Aufregung pocht mein Herz wie wild. Vielleicht habe ich mich in ihm getäuscht. Schnell schnappe ich mir mein Handy und öffne Whatsapp, um ihm schnell zu schreiben:
      Ich freue mich sehr über die Karte!
      Danke :*

      Total durch den Wind und überglücklich vergehen die kommenden Tage wie im Flug und so finde ich mich nervös und unendlich aufgeregt am 22. Dezember in der Hauptstraße 5 wieder. Ich habe ein dunkelblaues Strickkleid gewählt mit senfgelbem Schal und Mütze. Mein Outfit komplettieren ein paar schöne Stiefel.
      Ein stilles Gässchen, typische Wohngegend. Nichts, aber auch gar nichts, deutet auf meinen Herren oder etwas Besonderes hin. Langsam frage ich mich unruhig, ob ich hier überhaupt richtig bin.

      Der kalte Dezemberwind streichelt meine Beine entlang und lässt mein Kleid im Wind wiegen und um mich herum tanzen vereinzelt Schneeflocken. Mit langsamen Schritten gehe ich vor dem Haus mit der Nummer 5 auf und ab und warte ungeduldig. Plötzlich biegt ein schwarzer, alter Mercedes in die Straße ein und hält neben mir an. Die Tür geht auf und ein Mann in einer schwarzen Uniform steigt aus. Ich muss schmunzeln, denn er schaut aus wie aus einem alten Schwarz-Weiß-Film.
      Seine braunen Augen schauen mich freundlich an. Er verbeugt sich vor mir und sagt: „Schönen guten Tag Miss, ich bin Nelson, Ihr Fahrer.“
      „Guten Tag, Nelson“, antworte ich ihm schüchtern und nicke ihm wohlerzogen zu.
      „Würden Sie bitte näherkommen, Miss? Der Ort, an den ich Sie bringen darf, ist eine Überraschung und ich muss Ihnen, auf Wunsch des Herren, diese Augenbinde anlegen“, sagt er höflich zu mir. Ich runzle fragend die Stirn und antworte selbstbewusster, als ich mich fühle: „Das sagt welcher Herr? Und woher weiß ich, dass Sie mich nicht einfach klammheimlich entführen wollen?“
      Respektvoll schaut er zu mir herüber, greift in seine Jacke und hält mir kurz darauf schweigend eine schwarze Karte, aus demselben Material wie die aus meinem Umschlag, hin. Zögernd nehme ich sie entgegen und lese:
      Meine Liebe,
      dieser Mann hat die Anweisung, dich zu mir zu bringen.
      Du kannst ihm zu 100% vertrauen!
      Der Ort ist eine Überraschung für dich,
      deshalb habe ich ihn angewiesen, dir eine Augenbinde anzulegen.
      Ich freue mich auf dich!
      Dein Herr!

      Mit rotem Kopf schaue ich wieder Nelson, meinen Fahrer, an und nicke ihm nervös zu. Er tritt hinter mich, und dann wird es unendlich schwarz um mich. Blind, wie ich bin, führt er mich sicher auf meinen Platz auf der ledernen Rücksitzbank und legt mir den Gurt um. Die Tür wird geschlossen. Meine Sinne sind geschärft und ich fühle mit meiner Hand das glatte, alte, kalte Leder des Sitzes und rieche, dass es sogar hier im Innenraum nach Winter duftet. Die Fahrertür öffnet und schließt sich und kurz darauf startet der Wagen. Los geht meine Reise ins Ungewisse, denke ich unruhig.
      Aufgeregt knete ich meine kalten Hände und versuche, nicht durchzudrehen, während die Fahrt mich ins „Irgendwo“ führt. Wir fahren eindeutig ein Stück Autobahn oder Landstraße, bevor wir, nach vielleicht 60 Minuten, auf einmal abbiegen und auf anderem Untergrund weiterfahren. Es hört sich an wie Kies oder Schotter. Das Auto wird immer langsamer, bis der Motor letztendlich verstummt.

      Oh mein Gott, wir sind da!

      Mir ist vor Aufregung schlecht und mit zitterndem Atem schlucke ich meine Nervosität herunter. Nur nicht durchdrehen, ermahne ich mich. Die Autotür öffnet sich neben mir und ich spüre eine warme Hand an der meinen, welche mich sicher aus dem Auto führt. Sofort bin ich hellwach! Diesen unvergleichlichen Geruch kenne ich! Vor lauter Freude quietsche ich kurz auf. Endlich ist er wieder bei mir, wie wundervoll! Meine Freude kennt keine Grenze, aber ich gebe alles, um nicht auszuflippen. Zugegeben gelingt mir das nicht gut und sofort spüre ich seine Hand an meinem Pferdeschwanz und mit einem Mal werde ich eine ganze Portion ruhiger. Zärtlich, aber unnachgiebig hält er mich so einige Zeit. Als er mich wieder freigibt, streifen seine Finger zärtlich und kaum spürbar meinen Nacken. Mich erschaudert es kribbelnd und eine starke Gänsehaut bahnt sich ihren Weg entlang meiner Arme. Ich erschaudere wohlig.

      Seine Hände greifen nach der Augenbinde und in qualvoller Langsamkeit beginnt er, sie aufzuknoten.
      „Lass deine Augen geschlossen!“, flüstert er leise in mein Ohr, als er die Augenbinde abnimmt.
      „Herzlich willkommen, meine Liebe! Bitte öffne die Augen“, sagt er liebevoll. Völlig geblendet vom Sonnenlicht, kneife ich meine Augen zusammen. Als ich endlich sehen kann, wo wir uns befinden, bleibt mir ganz undamenhaft der Mund offenstehen.

      Wir stehen direkt vor einem riesigen, rustikalen, aber edlen Holzhaus, das einsam, mitten im Wald, an einem fast türkisblauen See steht. Zu diesem atemberaubenden Anwesen führt eine lange Einfahrt aus grauem Schotter. Ich schaue dem Mercedes hinterher, welcher gerade das Anwesen wieder verlässt, als mich die warme Stimme meines Herrn aus den Gedanken reißt. „Das gehört das ganze Wochenende uns, meine Liebe! Komm mit, wir gehen direkt hinein, es ist kalt.“ Auch innen hält das Haus, was es von außen verspricht. Es ist warm und rustikal, aber nicht unmodern eingerichtet. Das Highlight ist das große Wohnzimmer mit einer Glasfront über die komplette Breite des Raumes. Dadurch, dass alle Türen der Front geöffnet sind, fühlt man sich gerade so, als stände man mitten im winterlichen Wald - wie märchenhaft herrlich. Ich atme tief den Duft des Waldes und des kalten Winters ein.
      Hinter mir öffnet sich die Tür und mein Herr kommt mit zwei Tassen herrlich duftenden Kaffees auf mich zu.
      „Gefällt es dir?“, fragt er mich erwartungsvoll, als er beginnt, die Fenster zu schließen. „Ja! Es ist traumhaft“, antworte ich aufgeregt und nehme eine entgegen. „Es ist ein wahres Schmuckstück!“, sagt er und nimmt einen großen Schluck Kaffee. Zusammen gehen wir zu einem Sofa, welches genau mittig gegenüber der Fensterfront steht, am anderen Ende des Raumes knistert ein Feuer im Kamin und erwärmt alles.
      Klappernd stelle ich kurze Zeit später meine leere Tasse auf dem kleinen Tisch neben dem Sofa ab. „Meine Liebe, ich möchte, wenn du soweit bist, dass du vor mir auf die Knie gehst, den Kopf senkst und wartest“, sagt er, während er noch seinen letzten Schluck genießt. „Wenn ich dir dann dein Halsband anlege, beginnt unser Wochenende. Und es wird erst enden, wenn ich es dir wieder abnehme. Dein Safeword bleibt bestehen, wenn du dich unwohl fühlst, dann benutze einfach einen Ampelcode“, erklärt er bestimmend, während er mit einer Hand zart das Schlüsselbein entlangfährt. Mir rauscht vor lauter Aufregung das Blut in den Ohren, mein Herz schlägt wie wild und so schaue ich ihn mit großen Augen an. Fürsorglich nimmt er meine Hand in seine: „Wie fühlst du dich?“

      „Ich habe mich nie besser gefühlt und ich freue mich“, antworte ich wahrheitsgemäß und strahle von einem bis zum anderen Ohr. Er nickt mir zu. Die Aufregung und das Kribbeln am ganzen Körper lassen mich wohlig erschaudern. Sein Blick zeigt mir, dass ich alle Zeit der Welt haben kann und dass, wenn ich soweit bin, es los geht. Ich bin dann ein ganzes Wochenende seine kleine Sub.
      Verträumt genieße ich diesen herrlichen frostigen Ausblick noch für eine kleine Weile und kuschele mich einen Moment in die großen Kissen auf dem Sofa.
      Vorsichtig stehe ich auf und stelle mich mit Stolz gehobenem Kopf vor ihn, bevor ich langsam vor dem Sofa auf die Knie gehe. Voller Ehrfurcht, Erwartung und glücklich von ganzem Herzen senke ich den Kopf und lausche meinem wilden Herzschlag. Bum - Bum -Bum -bubumm.
      Völlige Stille umgibt uns in diesem Haus wie eine Blase, nicht einmal eine Uhr kann ich ticken hören. Nur das Rauschen des Waldes und das Knistern des Feuers kann ich hören. Ich atme tief ein und flüstere leiser als beabsichtigt und mit zittriger Stimme: „Ich bin bereit, mein Herr.“

      Mit einem Mal bin ich aufgeregter, als ich es jemals bei ihm gewesen bin. Nur warum? Was ist dieses Mal anders als die anderen Male? Ich finde keine passende Antwort. Aber in dieser Minute, genau jetzt, übergebe ich mich meinem Herrn und das macht mich einfach nur unendlich glücklich, so dass ich vor Freude weinen könnte. Einfach ein absolut unbeschreibliches Gefühl der Sicherheit, des Vertrauens und des Glückes.
      Mit einer sanften Bewegung streicht er meine Haare von meinem Nacken und seine Finger berühren zart mein Gesicht. Mein Brustkorb bebt, als ich nervös ausatme, ich habe gar nicht bemerkt, dass ich die Luft angehalten habe. Bestimmend drückt er mich langsam an sich. Dann spüre ich, wie sich kaltes, glattes Metall um meinen Hals schmiegt und mit einem Mal ganz warm wird, als es meine Körpertemperatur annimmt. Ein neues Halsband?
      Dieser Augenblick ist für mich ein sehr besonderer und ebenso einer, welcher mich auch innerlich aufwühlt. Eine Träne der Freude bahnt sich langsam ihren Weg.
      Denn mit dem Schließen des Verschlusses bin ich ganz sein und ich kann jetzt einfach mit einer anderen Seite so sein, wie ich bin, ohne, dass ich mich verstellen muss.
      Und er ist derjenige, der es versteht, mich fordert, mich beschützt, mich braucht, so wie ich ihn brauche und er ist derjenige, der mit meinem Einverständnis über mich bestimmt. Langsam hebe ich den Kopf und schaue neugierig zu ihm auf. Er schaut zufrieden zu mir herab und verschränkt die Arme.
      Schmunzelnd und mit ironischem Blick sagt er: „Für meinen Geschmack hast du noch zu viele Sachen an, meine Liebe. Steh auf und stell dich hier direkt vor mich!“
      Ich gehorche und stelle mich direkt vor ihn hin.
      Mit einer schnellen Bewegung setzt er sich aufrecht hin. Seine Hände wandern quälend langsam unter mein T-Shirt und streicheln gefühlvoll meinen Bauch entlang. Wie elektrisiert erschaudere ich gespannt und beobachte, wie seine Hände zum Bund meiner Hose wandern. Ich bekomme eine fast schon schmerzende Gänsehaut durch seine sanften Berührungen. Geschickt öffnet er den Knopf und zieht mir die Hose herunter, so dass ich nur noch schnell aus ihr raussteigen muss. Eigentlich ziehe ich mich für ihn aus, doch dieses Mal scheint alles anders zu sein, was ich sehr genieße und auf mich zukommen lasse. Mit einem Mal steht er so nah vor mir, dass zwischen uns nicht einmal mehr eine Hand passt.

      Diese Nähe ist unbeschreiblich erregend und atemberaubend, denn ich bin gerade so groß, dass ich einen wunderbaren Blick auf seine Brust habe, die Brust meines Herren. Tief atme ich ein und lange wieder aus.
      Irgendwie muss ich meine Nerven unter Kontrolle behalten, denke ich mit leichter Panik. Seine Hände greifen nach dem Saum meines Shirts und ehe ich mich versehe, stehe ich in Unterwäsche vor ihm.
      „Oh, neu?“, fragt er erstaunt und begutachtet meinen neuen Spitzen-BH. Sein Finger zeichnet neugierig die Kontur des Körbchens nach und hinterlässt ein erregendes und prickelndes Gefühl auf meiner Haut.
      „Ja, neu, für dich“, sage ich fast flüsternd, schaue ihm kurz in die Augen und verlegen sofort wieder weg. „Sehr schön“, antwortet er mit dunkler Stimme. Seine Finger wandern weiter den Busen entlang und streifen sacht meine Brustwarze. Ich zucke erregt zusammen. Seine Augen funkeln mich schelmisch an, als er immer und immer wieder über den Stoff fährt. Lustvoll kräuseln sich meine Brustwarzen und mir entfährt ein leises Stöhnen. Unerwartet stellt er die Stimulation wieder ein und entfernt sich von mir. Völlig verdattert bleibe ich vor dem Sofa stehen und blicke ihm hinterher.

      Mit einer Tasche in der Hand kommt er zu mir zurück. „Ich habe etwas für dich! Schließe die Augen.“
      Er tritt vor mich und ich spüre, wie er mir etwas um die Taille legt. Ein Korsett! Hinter mir stehend beginnt er, es zu schnüren. Zug um Zug nimmt mir mein Herr die Luft zum Atmen. Fest und unnachgiebig schmiegt sich der Stoff um mich und hält mich fest. Puh - ganz schön eng.
      „Du darfst die Augen nun öffnen.“ Blinzelnd schaue ich an mir herunter.
      Wow. Einfach nur wunderschön und zufällig passend zu meiner neuen Unterwäsche.
      Es ist ein Korsett aus dunkelrotem Satin mit einem Spitzenstoff überzogen. Alle Nähte sind schwarz eingefasst und es hat eine dunkelrote Schnürung. „Fast fertig, nur noch 2 Details“, sagt er mehr zu sich selbst als zu mir.
      Aus einem Schuhkarton holt er ein paar Schuhe, geht vor mir auf die Knie und zieht mir schwarze Highheels mit dunkelrotem Strass am Absatz an. Einfach nur wunderschön, ein Traum. Völlig gerührt drehe ich mich zu ihm um. Ich bin überfordert, was ich nun tun soll und so sinke ich dankbar vor ihm auf die Knie.
      „Danke, es ist einfach nur wundervoll“, sage ich demütig zu ihm, während mir Tränen der Rührung in den Augen brennen. Das sind jene Momente, in denen ich kaum fassen kann, dass ich ihn habe, er mich an seiner Seite akzeptiert und dass wir gemeinsam diese Welt erleben dürfen. Seine Hand streichelt meinen Hinterkopf und sanft dirigiert er mich nach oben. Mit der Hand unter meinem Kinn hebt er meinen Kopf an. „Du bist mein und du bist wunderschön“, flüstert er und drückt mir einen Kuss auf den Scheitel. Er zieht mich zu sich ran und umarmt mich innig. Starke Arme umschließen mich kraftvoll und pressen mich an seine Brust. Um uns herum knistert die Luft elektrisiert und die Spannung im Raum ist mit den Händen zu greifen.

      Vertrauen.
      Und diese eigene Art der Liebe.
      Ich spüre dieses tiefe Vertrauen und eine einzigartige Verbindung zwischen uns.
      Mit einer Hand auf meiner Schulter dirigiert er mich wieder auf die Knie. Mit hartem Griff fasst er wild in mein Haar, an meinen Hinterkopf und zieht mich bestimmt an sich. Fest an seine Mitte gepresst, schließe ich nervös meine Augen und genieße den Augenblick der Ruhe, so nah an ihm dran. Hier ist mein Platz, hier fühle ich mich wohl, geborgen und sicher. Ich rieche ihn, den unverwechselbaren herben Geruch nach Mann und Lust.
      Mit der anderen Hand hat er in der Zwischenzeit seine Hose geöffnet und vor mir sehe ich seine Lust.
      Mit großen Augen und starkem Herzklopfen blicke ich auf zu ihm. Eigentlich weiß ich, was ich nun tun soll, aber ich brauche diesen Augenkontakt, diese Rückversicherung von ihm. Sein Blick, unnachgiebig, gütig und dennoch streng, zeigt mir in diesem Augenblick genau, was er von mir erwartet.
      Völlig atemlos und mit wild pochendem Herzen öffne ich, bereit für meinen Herren, meinen Mund. Erhaben blickt er zu mir herab und streichelt zärtlich mein Haar, dann spüre ich ihn an meinem Mund. Ich schmecke seinen salzigen Geschmack und nehme ihn stolz in mich auf. Berauscht von meinen Gefühlen, dieser Situation und seinem Duft verliere ich fast meine Sinne.
      Sanft, aber bestimmend, dirigiert seine Hand meinen Kopf. Diese Führung tut mir gut und dankbar mit Leidenschaft verwöhne ich meinen Herren. Als er kurz vor dem Ende ist, werde ich nervös, denn dass ein Mann in meinem Mund kommt, ist noch eine Sache, die nicht selbstverständlich für mich ist. Ich beginne, zu zögern und denke nur noch daran, was geschieht, wenn es doch passiert.
      „Schau mich an“, sagt er mit strenger, aber ruhiger Stimme, als hätte er bemerkt, was mit mir los ist.
      Vorsichtig und ängstlich hebe ich den Blick. Mit seiner Hand streichelt er mein Gesicht. Zärtlich fährt er meine feuchten Lippen nach. „Du schaffst es, wenn du es willst“, sagt er ruhig zu mir. Sein Daumen wandert in meinen leicht geöffneten Mund. „Du kannst mich damit sehr stolz machen, meine Liebe. Aber es obliegt dir, hierzu zwinge ich dich nicht.“
      Stolz machen? Natürlich will ich ihn stolz machen! Kann ich das? Will ich das? Grübelnd schließe ich meine Augen und genieße die Berührung seiner Hand.
      „Herr?“, frage ich leise. „Ja?“, antwortet er behutsam und mitfühlend. Ich zittere, vor Aufregung und Erregung. Demütig senke ich meinen Kopf und sage nach etlichen Sekunden Pause: „Ich kann es nicht allein. Bitte führe mich!“ „Wirklich?“, fragt er mich. Ich nicke. „Dann soll es so sein.“ In seiner Stimme vernehme ich Verwunderung und Erstaunen, aber auch Zufriedenheit. Mit Stolz, aber ängstlich, hebe ich den Kopf wieder.
      Dann öffne ich wieder meinen Mund für meinen Herren. Meine Augen sind geschlossen, seine Hand schließt sich fest um meinen Hinterkopf und er dirigiert mich. Zentimeter um Zentimeter spüre ich die weiche Haut in meinem Mund. Und ganz allmählich erhöht er das Tempo in immer stetigem Takt.

      Durch seine Hand habe ich ein Stückweit die Sicherheit, die ich benötige, aber es gibt jetzt auch kein Entrinnen mehr für mich. Leichte Panik steigt in mir auf und ich beginne, mich zu verkrampfen. Er stoppt sofort.
      „Ich will, dass du mir in die Augen schaust!“, befiehlt er.
      Ich öffne die Augen und schaue nach oben, wo sich unsere Blicke treffen. Mein Herzschlag setzt für eine Sekunde aus und die Zeit scheint gänzlich stillzustehen in diesem Moment. Was für eine Situation! Mir ist es ein wenig, als würde ich alles gerade von außerhalb meines Körpers betrachten. Mein Herr stehend und mit seiner Hand in meinem Haar und ich vor ihm kniend mit großen Augen nach oben blickend. Langsam beginnt er, sich wieder zu bewegen, während wir konstant den Blick aufeinander gerichtet haben. Völlig gefangen in dieser Symbiose vergesse ich alles um mich herum. Und dann passiert das, wovor ich so viel Angst hatte:
      Er bekommt seinen Orgasmus in meinem Mund.

      Mit einem Mal bin ich unendlich stolz. Ich weiß nicht, woher ich den Mut jetzt nehme in diesem Moment, aber nachdem ich dies geschafft habe, will ich ihn richtig stolz machen. Langsam ziehe ich meinen Kopf zurück und gebe ihn frei. Noch immer blicke ich in seine wunderbaren Augen, mein Puls rast vor Adrenalin und Aufregung, dann tue ich es. Dem Blick standhaltend, schlucke ich alles herunter.
      Für einen kleinen Moment schaut er mich völlig verblüfft an.
      Einen kleinen Moment lang dauert es, bis er seine Fassung wiederhat. Er zieht mich auf die Beine, nimmt meinen Kopf in beide Hände und küsst mich auf die Stirn. „Das hast du gut gemacht! Ich bin sehr stolz auf dich, meine Kleine“, flüstert er, bevor er mich fest an sich drückt. Ein Moment völliger Stille und einer tiefen Innigkeit umgibt uns. Ich bin sehr froh, dass er mich so festhält. Mein Herz bebt und rast. Ich bin von dieser doch kleinen Aktion völlig überwältigt und regelrecht beflügelt.

      Eine ganze Weile liegen wir danach auf dem Sofa und kuscheln. Zärtlich streicht er mein Haar aus meinem Gesicht und fährt mit seinem Fingern die Kontur entlang. Auf diesen Anfang folgen viele Stunden der innigen Zweisamkeit. Wir gehen lange draußen im Winterwald spazieren und es gibt ein tolles Abendessen.
      Danach habe ich Zeit für mich und um mich frischzumachen.

      Punkt 20.00 Uhr stehe ich in den neuen Highheels und meinem Korsett vor der Tür zum großen Wohnzimmer. Drinnen vernehme ich Stimmen. Er hat Besuch eingeladen? Holla! Denke ich nervös.
      Mehrmals hebe ich die Hand, um anzuklopfen, aber ich schaffe es nicht und die Zeit vergeht nach und nach. Plötzlich öffnet sich die Tür schwungvoll und mein Herr steht direkt vor mir. Streng und leicht sauer schaut er mich an, als er die Tür weiter aufhält, dass ich hineintreten kann. Leise murmel ich „Entschuldigung“, husche an ihm vorbei und schaue mich erstaunt um.
      Der ganze Raum ist mit Kerzen und warmen Lichtern beleuchtet und strahlt eine angenehme Atmosphäre aus. Auf dem Sofa sitzen 2 Herren und trinken Rotwein. Mein Herr führt mich zu ihnen und mit einer fast unsichtbaren Geste dirigiert er mich auf die Knie neben dem Sofa, auf dem er nun auch Platz nimmt. Ungeduldig und sehr aufgeregt harre ich dort aus und versuche, anhand der Gespräche zu verstehen, wer die Herren sind und was nun als Nächstes folgt.

      „Dann beginnen wir mal“, höre ich ihn sagen und spüre seine Hand auf meiner Schulter. „Steh bitte auf“, sagt er, an mich gewandt. Das tue ich auch und bleibe neben ihm stehen, weiterhin den Kopf gesenkt.
      „Das sind Herr Meier und Herr Stoll, beide haben ein Repertoire an Instrumenten mitgebracht und wir werden heute Abend schauen, was davon dir am meisten Spaß bereitet oder mir“, sagt er zwinkernd. „Stell dich bitte an dieses Gestell und warte auf mich.“ Das Gestell sieht aus wie eine Sprossenwand ohne Sprossen, aber mit Ösen.
      Mein Herr ist schnell wieder bei mir. Er hilft mir aus den Schuhen und beginnt dann, mich zu entkleiden. Als er das Korsett löst, ist das ein eigenes Gefühl. Sofort vermisse ich die Stabilität, aber es hat auch den Charakter, als wenn man nach einem langen Tag den BH auszieht. Völlig nackt lässt er mich kurz dort stehen. Ich bin sehr unbeholfen und erinnere mich gerade noch daran, mich nicht zu verdecken, sondern die Hände auf den Rücken zu nehmen. Schwere Ledermanschetten bringt er mit und legt sie mir an Handgelenke und Fußgelenke.

      Dann fixiert er mich an dem Gestell, beide Arme über meinem Kopf und ich fühle mich schutzlos, aber auch erregt. Sofort stellen sich meine Brustwarzen auf und unendlich aufgeregt schließe ich die Augen, als er auch meine Beine spreizt und fixiert.
      Er bleibt hinter mir stehen und streichelt sanft meinen ganzen Körper.
      Eine nicht enden wollende Gänsehaut hält mich fest im Griff.
      „Herr Meier bringt uns nun verschiedene Schlaginstrumente, jeweils 10 Schläge mit einem Instrument und du darfst danach bewerten, wo du es für dich einordnen willst“, erklärt er mir.
      Der andere Herr bringt einen Koffer und öffnet ihn mit einem Klack.
      „Wir beginnen mit dieser Rosshaarpeitsche“, sagt Herr Meier. Ich sehe diesen langen buschigen Schweif und frage mich, ob das überhaupt wehtun kann. Mein Herr erklärt mir, dass Herr Meier sie bedienen wird, denn er ist einfach sicherer im Umgang mit der Peitsche. Mein Herr wird mich aber nicht aus den Augen lassen und direkt neben mir stehenbleiben.

      Herr Meier positioniert sich hinter mir und fragt mich, ob ich bereit bin. Ich nicke und warte ab, was geschieht.
      Als mich die Peitsche trifft, weiß ich noch nicht, wo ich das Ganze einordnen soll. Das Gefühl ist so anderes als alles andere, was ich bisher gespürt habe, so dass ich ganz von Sinnen bin. Ein kalter Lufthauch, dann sanftes Kitzeln, gefolgt von 1000 kleinen Nadelstichen. Er holt erneut aus und Gänsehaut und Schauer wechseln sich ab. Das ist ein ganz eigenes Gefühl, das sich mit nichts vergleichen lässt. 10 Schläge sind deutlich schneller vorbei, als ich es erwartet habe. Ok, dieses Gefühl will ich wieder spüren! Mein ganzer Körper zittert und ist aufs Höchste empfindlich und gespannt. „Ich würde das gerne nochmal erleben, mein Herr, das Gefühl war unbeschreiblich“, flüstere ich leise und überwältigt.
      Eigentlich sind alle anderen folgenden Instrumente hinfällig, die Rosshaarpeitsche hat mich umgehauen und meine Gedanken wollen sie wieder haben.

      Es gibt noch einen feinen Rohrstock, eine Paracord-Peitsche und ein Paddle. Herr Stoll bringt diverse Manschetten und Knebel mit. Wir probieren Einiges aus und am Ende kauft mein Herr einen Satz Manschetten aus Leder und die Rosshaarpeitsche und den feinen Rohrstock.
      Als die Herren das Anwesen verlassen haben, treffen wir uns wieder im Wohnzimmer. Ich sitze, wie am Vormittag, in die Kissen gekuschelt und ruhe mich aus. Er kommt direkt zu mir, nimmt fest mein Haar in die Hand und zieht mich über die Lehne des Sofas. „Bleib so“, dirigiert er mich. „Ich muss dich noch bestrafen!“, sagt er. „Du warst vorhin unpünktlich!“, mahnt er mich. Peinlich berührt vergrabe ich mein Gesicht im Sofa.
      Ich weiß genau, was er nun von mir erwartet. Ich weiß auch, dass er weiß, wie schwer das für mich ist.
      Seine Hand ist noch immer in meinem Haar.
      Nervös schaue ich ihn kurz an. Ertrage mich selbst nicht und schaue wieder weg. Tief atme ich nochmal ein und hebe erneut den Kopf. Dieses Mal hält er mich fest, so dass ich ihn nicht mehr senken kann.

      „Es tut mir leid, mein Herr“, sage ich leise. „B… bi…“ meine Nervosität macht mich wahnsinnig. Er schaut mich ungeduldig und streng an. Ich schlucke. „Bitte bestrafe mich für mein Vergehen, mein Herr“, sage ich leise und viel schneller als beabsichtigt. „Ja, das werde ich!“, sagt er und dirigiert mich zurück auf die Sofalehne.

      Und schon spüre ich seine Hand auf meinem Po. Mit fester Handschrift hört er erst auf, als ich leise schluchze und mein Po rot ist wie die Glut im Kamin. Nun glühen wir beide.

      Ich verharre in der Position. Er ist aufgestanden und da spüre ich sie wieder, die unvergleichbare Peitsche aus Rosshaar. Mein Körper brennt und erschaudert. Auf die Gänsehaut durch das Streicheln und den Lufthauch folgen sofort diese Nadelstiche. Ich stöhne auf und fang an, mich zu winden.

      Mein Kopf ist schon lange nicht mehr im Hier und Jetzt, als er mich dann endlich fest nimmt. Völlig fix und fertig schlafe ich auf dem Sofa in seinem Arm ein.

      Das war ein Abend, den ich nicht vergessen werde.


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