Realnamen vor einem BDSM Date, wie seht ihr das?

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      Realnamen vor einem BDSM Date, wie seht ihr das?

      Das Thema greift die Umfrage: Der Realname bei BDSM Dates auf und darf hier frei diskutiert werden, was nicht diskutiert wird ist die Fragestellung, sollte es Anmerkungen geben einfach eine PN schicken :)

      Ich bin gespannt auf eure Meinungen :)
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Dann mach ich mal den Anfang.

      Ich hatte bisher nicht wirklich “BDSM Dates”, bei “normalen Dates” habe ich allerdings nie Probleme damit gehabt, meinen Namen zu verraten bzw. hätte ich mich gar nicht erst mit einer Person getroffen, deren Namen ich nicht kenne. Auch vor meinem ersten Stammtisch und bei den Kontakten hier im Forum hatte ich kein Problem damit, meinen Namen preiszugeben.

      Einen Namen zu wissen schafft Vertrauen und zwar auf beiden Seiten meine ich. Man hat mehr “Sicherheit”, auch wenn ich mich z.B. Covern lasse kann ich sagen hey, ich treffe mich mit XY bei XY.

      Wenn mich jemand nackt sieht, oder sonstige Dinge mit mir tut etc. dann sollte man auch gegenseitig den Namen voneinander wissen.
      Ich wüsste jetzt auch keinen Grund, weshalb ich meinen Namen nicht verraten sollte.
      Ich bin da grundsätzlich auch immer ehrlich, wenn ich einen Mann treffen will, dann weiss er das meiste über mein soziales Umfeld, mein Berufsfeld,meine Liebesbeziehung & Bdsm Beziehung...und die Ecken und Kanten, die mit meinem Wesen einhergehen.

      Name und Anschrift gehört dazu, gegebenenfalls Telefonnr. zur Erreichbarkeit.

      Vielleicht geh ich da auch zuviel Risiko ein
      No risk - no fun...wer nicht wagt - der nicht gewinnt!
      P. S.
      Achja, ist der Ruf schon ruiniert, lebt es sich gut ungeniert :saint:
      .
      Jetzt hab ich mal eine Verständnisfrage, die sich mir schon bei der Umfrage aufdrängte..

      Geht es hier lediglich um reale Vornamen oder ist damit der volle Name gemeint? Also Vor und Nachname?
      Je nachdem macht es einen enormen Unterschied die Frage sowie die Umfrage zu beantworten.
      Vielleicht ist auch nur mir das gerade nicht klar, aber ich lasse mich gerne belehren.. :rot:
      Zumindest mit dem Vornamen tu ich mich nicht schwer. Nachname geht nicht jeden was an.

      Wenn ich mich aber dazu entscheide, mich mit jemanden zu treffen und ich tu dies nicht im Akkord, dann weiss er sowieso die wichtigsten persönlichen Eckdaten von mir, um überhaupt entscheiden zu können, ob er sich mit mir treffen möchte und umgekehrt. Dann könnte auch der Nachname genannt werden, wenn es so relevant sein sollte.

      Alles beruht aber auf Gegenseitigkeit. Wenn er verlangt, verlange ich auch.

      Ist es wichtig den vollen Namen zu wissen?
      Also ich persönlich brauche nicht unbedingt einen Nachnamen. Vorname definitiv, möchte mein Date nicht mit „unpersönlichem“ Nickname ansprechen müssen, sondern schon allein aus Anstand mit Vornamen. Schafft ja doch auch irgendwie bisschen „Besonderheit“ nicht GreenBlueEyes wie für die ganze Community zu sein, sondern .... wie mich das reale Umfeld kennt. Schliesslich wird er ja dann auch real für mich zum Zeitpunkt des Treffens.

      Ich rede auch bewusst von Dates und mache da keinen Unterschied mit oder ohne Kontext BDSM. Wenn es ums Ausloten geht, ob jemand es ehrlich meint, spielen für mich und schaue ich im Voraus auf andere Verhaltensmuster und der Name ist zweitrangig. Schlussendlich bleibt es sowieso irgendwie ein Glücksspiel mit gewissen Vorkenntnissen in denen hoffentlich und ich würde behaupten mehrheitlich beide als „Gewinner“ herausgehen. Ob jetzt das Date passte oder eben nicht.

      Sicherheit hat man nur, wenn beide ihren Personalausweis in die Linse halten, sonst könnte ich ja „Max Muster“ als „Lischen Müller“ treffen.
      Also... Da ich nun schon gefragt habe, werde ich nun auch meine Meinung kundtun..
      Ich hatte wirklich viele Dates, mit und ohne BDSM Kontext... Und ich muss sagen, es stand nie zur Debatte, sich nicht mit realem Vornamen anzusprechen. Allerdings habe ich auch noch nie nach dem Nachnamen gefragt oder meinen genannt. Höchstens nach längerem Kontakt oder durch Zufall, manchmal werden ja Mails ausgetauscht und da gibt es nicht wenige die ihren vollen Namen in der Mailadresse nennen.
      Wieso man allerdings seinen Vornamen nicht nennen sollte, erschließt sich mir nicht.
      Und so ungern, schon aus Höflichkeitsgründen, wie ich direkt nach dem Nachnamen fragen würde, würde ich meinen nennen wollen. Ich kann das Argument der Absicherung verstehen, aber wenn man gewisse Vorsichtsmaßnahmen trifft beim Date habe ich weniger Risiko, wenn ich keinen Namen weiß, als wenn beide den vollen Namen kennen. Denn es gibt auch Menschen, die nach einem misslungem Date, die Adresse ausfindig machen. Das bleibt mir eindeutig erspart wenn ich keinen Nachnamen genannt habe.
      Aber das ist meine Meinung. :)
      Nun ich bin was meinen Namen angeht eh schmerzfrei :D
      Aber ich finde, das gehört zum Kennenlernen dazu.
      Nur so kann ich für mich auch einen Bezug zu dieser Person aufbauen. So fängt es für mich an, sich ein bisschen realer anzufühlen, was mir wichtig ist.
      Wer sich nicht traut, mir seinen Namen zu nennen, wird mich auch nur bis zu einem bestimmten Punkt kennenlernen.
      Das hat was mit Vertrauen und Bauchgefühl bei mir zu tun..
      Wenn ich mich mit einem BDSMler treffen will, frage ich nicht unbedingt gleich nach seinem Realnamen. Für ein normales Treffen ohne Spiel/Sex würde ich auch meinen Realnamen nicht ohne weiteres rausrücken.

      Und so ein Treffen würde grundsätzlich nur noch an einem öffentlichen Ort stattfinden.

      Anders würde es ausschauen, wenn ich mit diesem BDSMler spielen/Sex haben wollte. Da würde ich vor dem ersten Spiel den Namen wissen wollen, mindestens. Und natürlich auch meinen Namen preisgeben.

      In der Fantasie ist für mich Spiel/Sex mit einem Unbekannten sehr reizvoll. In der Realität würde ich es nicht wollen, zu gefährlich.
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.
      Ich habe kein Problem damit meinen Namen zu nennen, anders herum würde ich aber nicht nach dem der FemSub fragen. Für mich gehen mehr Gefahren von einem MaleDom denn von einer FemSub aus, ein Realname schützt sie etwas, würde sie ihren im Gegenzug sagen müssen, dann wäre das eine weitere Gefahr für sie. Irgendwie ist es für mich recht selbstverständlich meine Daten rauszugeben ohne selbige zu erhalten und ich bin damit noch nie schlecht gefahren (die einzige Stalkerin die ich hatte die nervig wurde, die habe ich nie gedatet und ihr bereits virtuell einen Korb einige Körbe gegeben).
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gentledom ()

      Vor einem Treffen steht bei mir erst einmal eine gewisse Zeit des Kennenlernens. Da gehört für mich schon der Vorname dazu. Der Nachnamen nicht unbedingt. Auch bei einem ersten persönlichen Treffen (im öffentlichen Raum) gibt es wichtigere Dinge zu besprechen. Geht es danach weiter oder kommt mir etwas komisch vor, recherchiere ich schon mal. Spätestens dann finde ich meist den vollen Namen heraus. Auch beim Covern bietet der Name allenfalls eine relative Sicherheit (es erleichtert im schlimmsten Fall der Polizei die Ermittlungen, verhindert aber nichts). Ich kann meinem Gegenüber immer nur vor den Kopf schauen und dann ist mein gutes (oder schlechtes) Bauchgefühl entscheidend.
      Those who don´t jump will never fly.

      bluehorse69 schrieb:

      Vor einem Treffen steht bei mir erst einmal eine gewisse Zeit des Kennenlernens. Da gehört für mich schon der Vorname dazu. Der Nachnamen nicht unbedingt. Auch bei einem ersten persönlichen Treffen (im öffentlichen Raum) gibt es wichtigere Dinge zu besprechen. Geht es danach weiter oder kommt mir etwas komisch vor, recherchiere ich schon mal. Spätestens dann finde ich meist den vollen Namen heraus. Auch beim Covern bietet der Name allenfalls eine relative Sicherheit (es erleichtert im schlimmsten Fall der Polizei die Ermittlungen, verhindert aber nichts). Ich kann meinem Gegenüber immer nur vor den Kopf schauen und dann ist mein gutes (oder schlechtes) Bauchgefühl entscheidend.
      Das sehe ich im Grunde komplett genauso, nur das ich als MaleDom nicht so nennenswert viel zu befürchten habe.
      Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso man da einen Unterschied zwischen Sub und Dom macht?!
      Der Dom (bei der Fem-Dom sieht es wieder anders aus) ist zwar körperlich meistens überlegen und kann so körperlich und psychisch Schaden anrichten.

      Aber ein/e Sub kann auch Schaden anrichten, wenn sie sich dann „abgestossen, beleidigt oder was auch immer fühlt“. Stichwort: Rufmord.
      Ich finde, man sollte hier keinen Unterschied machen.

      GreenBlueEyes schrieb:

      Aber ein/e Sub kann auch Schaden anrichten, wenn sie sich dann „abgestossen, beleidigt oder was auch immer fühlt“. Stichwort: Rufmord.
      Ich finde, man sollte hier keinen Unterschied machen.
      Das kann man so sehen, jedoch ist es eine Frage der Wahrscheinlichkeiten.

      In der Regel ist bei solchen weitaus öfters Sub das Opfer von Straftaten als eben Dom. Auch die Intensität der Schäden ist in der Regel bei Sub höher als eben bei Dom. Was kann man also mit einem ganzen Namen machen, Stalking bietet sich an, bereits ein Blick in die Kriminalstatistik verrät, dass dies ein sehr männerdominierter Bereich der Kriminalität ist. Wenn man sich mit den psychischen Aspekten dahinter (Macht, Verlustängste, usw.) beschäftigt werden einem gewisse Parallelen auffallen, was mitunter auch verstärkt bei Doms vorkommt. Ergo würde ich einer Frau sogar davon abraten ihren vollen Namen mitzuteilen, bei einer Person die sie nur virtuell kennt.

      Sowohl als Betreiber als auch Jurist kenne ich jeweils fast nur Fälle in denen Sub das Opfer von Straftaten war. Klar könnte ich nun sagen, hey aber ich war schon mal Opfer eines Rufmords ohne selbst eine Straftat in dem Kontext begangen zu haben, aber auch wenn mir das geschadet hat und es immer noch Nachwirkungen deswegen gibt, ist es ein Einzelfall und da gab es deutlich mehr unschöne Dinge die über mich verbreitet wurden, weil ich Betreiber dieses Forums bin. Wenn man also weiter denkt, dann wäre es in der Logik nur richtig, dass hier jedes Mitglied mir seinen vollen Namen und eine ladungsfähige Anschrift mitteilen muss, immerhin teile ich diese Daten auch über das Impressum mit und mir ist schon der ein oder andere Rufschaden durch unzufriedene Mitglieder entstanden. Keine Sorge, so etwas habe ich nicht vor.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Was die Häufigkeit, die Intensität und die Wahrscheinlichkeit angeht, bin ich ganz bei dir...

      Ohne deine Bemerkung zu untergraben (ich seh das auch so), kommt mir da noch spontan ein anderer Aspekt in den Sinn. Dies eher Gender behaftet. Stichwort: Männer reden nicht darüber, machen es mit sich selbst aus (Beispiel: Häusliche Gewalt an Männern —> wird seltener zur Anzeige gebracht aus Scham)

      Nichtsdestotrotz unterschreibe ich deine gemachte Aussage :)

      GreenBlueEyes schrieb:

      Aber ein/e Sub kann auch Schaden anrichten, wenn sie sich dann „abgestossen, beleidigt oder was auch immer fühlt“. Stichwort: Rufmord.
      Ich finde, man sollte hier keinen Unterschied machen.

      Ich finde es durchaus berechtigt hier einen Unterschied zu machen, weil die mögliche körperliche Gewalt statisch gesehen prozentual zu Lasten der Frauen geht, was Deine unten getätigte Aussage nicht schmälern soll, jede Form von Gewalt ist eine zu viel.

      GreenBlueEyes schrieb:

      Ohne deine Bemerkung zu untergraben (ich seh das auch so), kommt mir da noch spontan ein anderer Aspekt in den Sinn. Dies eher Gender behaftet. Stichwort: Männer reden nicht darüber, machen es mit sich selbst aus (Beispiel: Häusliche Gewalt an Männern —> wird seltener zur Anzeige gebracht aus Scham)
      Dennoch möchte ich hier nicht umkommentiert stehen lassen, dass gerade auch bei Frauen aus Scham viel zu oft auf eine Anzeige verzichtet wird.


      bluehorse69 schrieb:

      Auch bei einem ersten persönlichen Treffen (im öffentlichen Raum) gibt es wichtigere Dinge zu besprechen. Geht es danach weiter oder kommt mir etwas komisch vor, recherchiere ich schon mal. Spätestens dann finde ich meist den vollen Namen heraus. Auch beim Covern bietet der Name allenfalls eine relative Sicherheit (es erleichtert im schlimmsten Fall der Polizei die Ermittlungen, verhindert aber nichts). Ich kann meinem Gegenüber immer nur vor den Kopf schauen und dann ist mein gutes (oder schlechtes) Bauchgefühl entscheidend.
      Beim ersten Treffen wäre für mich auch definitiv zu spät.

      Auch das "verhindert nichts" sehe ich durchaus anders. Eine Grenze überschreiten, fällt anonym sehr viel leichter. Insofern sehe ich da durchaus auch einen Schutzaspekt.

      Ich sehe auch keinen Unterschied ob ich mich jetzt ohne BDSM-Kontekt mit jemanden treffe oder mit, wenn es schon bei Nennung des Namens Ressentiments gibt, würde ich mich fragen warum ich mich dann mit jemandem treffen sollte.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      Ich habe für meinen Teil kein Problem damit,vor einem Treffen meinen realen Namen zu nennen,egal ob nur Vornamen oder, wenn gewünscht, auch den kompletten.Normalerweise teile ich den Vornamen eh bei der Kontaktaufnahme mit da ich den bei der "Unterschrift"nenne. Aber ich erwarten auch anderstherum das mein Gegenüber mir wenigstens ihren Vornamen nennt,ich mag es nicht jemanden mit nem Nick anzusprechen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wolfman69 ()