Beruflicher Erfolg bei Sub, unterschiedliche Bewertung durch Doms

      Beruflicher Erfolg bei Sub, unterschiedliche Bewertung durch Doms

      Als ich noch studiert habe war es kein Problem bei der Partnersuche, inzwischen bin ich immer noch recht jung (29), dennoch habe ich ein großes internationales Team unter mir und verdiene über 100k im Jahr, bin viel auf Reisen und gönne mir einiges was als Student eben nicht ging. Ich merke leider immer wieder wie sehr es Doms abschreckt, dass ich einen gewissen Status und Erfolg habe, wobei das ja nichts mit meiner Rolle zu tun hat und mir beim Partner dessen Verdienst vollkommen egal ist. Haben noch andere Subs ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ich hingegen nach weiblichen Doms suche, dann ist das nie ein Problem, eher im Gegenteil, finden sie diesen Erfolg attraktiv und nicht abschreckend. Oder ist das nur in meiner Bubble so und andere kennen dieses Problem gar nicht?

      Anonyme Fragestellerin
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Für mich selbst gesprochen kann ich nur sagen, es ist mir recht egal. Ich war lediglich einmal abgeschreckt von einer sehr gut verdienenden Frau, einfach weil sie damals meinte, dass wenn wir ein Paar würden, sie mehr von mir erwartet. Da war sie bei mir unten durch, denn mir ist meine Worklifebalance wichtiger als mit ihr beim Gehalt gleichzuziehen und ich fühle mich alles andere als arm.

      Was du beschreibst habe ich aber im Bekanntenkreis immer mal wieder mitbekommen, also dass zu viel Erfolg abschreckend wirken kann auf der Subseite (bei Doms genau das Gegenteil), das führt dann dazu, dass die Bekannten sich beruflich kleingeredet haben aber mal ehrlich was soll das bringen? Wenn man echt durch seinen beruflichen Erfolg Dates verliert glaube ich kaum, dass man an der Stelle Dates verliert die wirklich vielversprechend für eine gemeinsame Zukunft sind. Wenn Dom nicht stolz auf Leistungen seiner Sub/Partnerin sein kann, spricht das nicht für ein gesundes Ego und ein gesundes Ego ist in meinen Augen ein ganz guter Pluspunkt bei einem dominanten Partner.

      Also aus dem was FemSubs mir ab und an erzählt haben, kann ich es mir durchaus vorstellen, dass es wirklich für eine gewisse Anzahl an Doms ein Problem ist, wenn Sub weitaus erfolgreicher wäre. Das würde ich aber nicht als Problem der Sub sondern der entsprechenden Doms sehen und hey so kann man auch die Spreu vom Weizen trennen :D
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Ich kann nur von einer Studie berichten, in der Partner ihre Gehälter angeben sollten. Damals stellte sich heraus, dass Frauen geringere Einkommen angäben, wenn sie sonst das ihres Mannes übertreffen würden.
      Ebenso schummelten Männer nach oben hin, um einkommensstärker als ihre Frauen zu wirken.

      Selbst bei einer banalen Umfrage war es ihnen noch wichtig nach außen hin zu zeigen, dass der Mann der Brotverdiener sei.

      Und wenn ich mir so ein paar meiner Freunde anschaue, ist es denen mMn absurd wichtig später der „Mann im Haus“ zu sein und die Familie zu ernähren, können sie meist keinen anderen Sinn in ihrem Leben finden, als diese Rolle einzunehmen ^^“

      Oh und wo wir grad schon von Rollen reden, Männer bekommen häufig die meiste Anerkennung für ihren beruflichen Erfolg und das Geld welches sie als „Versorger“ mitbringen. Nimmt man ihnen diese Rolle könnte ich mir gut vorstellen, dass es den ein oder anderen Mann in eine Sinnkrise stürzen könnte ^^“

      Aber wie Gentledom schon sagte: auch so kann man die Spreu vom Weizen trennen :) Und ich glaube, wenn du die passende Person für dich gefunden hast, wirst du über die „Vorselektion“ nochmal sehr froh sein :)
      moin moin :hi:
      So wie oben beschrieben scheint es vor zu kommen, aber umgekehrt erlebe ich es häufiger. Das das Einkommen und die Karriere relativ egal ist.
      Denn grundsätzlich geht es ja um das Miteinander von 2 Menschen und nicht um die Arbeitswelt des anderen.
      Ich befürchte das es an deiner "Bubble" liegt, liebe unbekannte Fragestellerin. Ohne das Böse zu meinen, ist der Blick über den Tellerrand häufig besser, als man selbst glaubt.
      Mein Freundeskreis z.b. besteht aus allen Schichten der Gesellschaft von H4 bis 250k/Jahr, vom Sozialbereich bis zu "Wirtschaftlichen Haifischbecken".
      Ich glaube das die besten Beziehungen entstehen wenn man sich auf den neuen Partner und seinen Charakter konzentriert und nicht auf das Umfeld oder das Jahressalär.

      Mfg Talon
      :dance:
      Ohne Euch trollen zu wollen, ich bin doch immer wieder arg getriggert, wie so einfach "beruflicher Erfolg" und "hohes Einkommen" als Synonyme verstanden werden :yes: :pardon:

      Mal abgesehen davon, dass es z.B. im sozialen Bereich Menschen mit großem beruflichen Erfolg gibt und die das auch so empfinden, die aber einen Sch... verdienen, ist "Erfolg" im landläufigen Sinne oft nicht das Kriterium für ein hohes Gehalt :yes:
      Du, Du und Du - mitkommen, unanständige Sachen machen!! ::drool::
      Aus meiner Erfahrung würde ich nicht sagen, dass das ein DS - Problem ist. Es ist ein allgemeines Problem. Es gibt einfach Männer, die nicht mit beruflich erfolgreichen, besser verdienenden und intelligenteren Frauen zurecht kommen. Wobei mir sein "Status" auch ziemlich egal ist, solange er bissel was im Kopf hat. Ich lass es normalerweise nicht so raushängen, wie in diesem Post, aber ich stell mich auch definitiv nicht dümmer als ich bin. Und ich sage auch beim Kennenlernen ehrlich, dass ein weiter Umzug bei mir aus beruflichen Gründen nicht in Frage kommt.
      -Es gibt nix, wo mehr Erotik ausstrahlt, wie wenn man mit Worten und Sprache gut umgehen tut. -
      Ich bin jetzt zwar nicht die Überfliegerin, würde mich aber doch als beruflich einigermassen erfolgreich mit Führungsfunktion beschreiben. Ich habe einen guten Lohn, aber noch so in „normalem“ Rahmen, das ist vermutlich schon noch ein grosser Unterschied zu einer Frau welche wirklich sehr viel verdient.

      ich merke keinen Unterschied zu vor 10 Jahren als dies noch nicht so war, eher kommt es sogar positiv an. Die Art Männer die ich mag, die mögen entweder auch eine Frau welche fest auf eigenen Beinen steht (wobei sich das durch Schicksalsschläge ja immer ändern kann) oder es ist ihnen einfach nicht wichtig. Aber wie oben gesagt, kann sein, dass sich das ändern würde wenn ich jetzt noch sehr viel mehr verdienen würde und mein Team 3x so gross wäre.
      Besondere Menschen erkennst Du darin, dass sie Dich berühren ohne die Hände zu benutzen

      Gentledom schrieb:

      inzwischen (...) habe ich ein großes internationales Team unter mir und verdiene über 100k im Jahr, bin viel auf Reisen und gönne mir einiges was als Student eben nicht ging. Ich merke leider immer wieder wie sehr es Doms abschreckt, dass ich einen gewissen Status und Erfolg habe, wobei das ja nichts mit meiner Rolle zu tun hat und mir beim Partner dessen Verdienst vollkommen egal ist.
      Anonyme Fragestellerin
      Guten Abend :)

      mein Beitrag zum Thema Küchenpsychologie hierzu ;)
      Bei deiner Frage kommt mir ein Interview von Karl Lagerfeld ins Gedächtnis: Sinngemäß ging es darum, dass er keine Leute zu sich nach Hause einlädt, da sie dann Komplexe bekommen würden auf Grund seines Lebensstandards.

      Worauf ich damit hinaus will: Bei der Partnersuche gilt ja oft das Motto "Gleich und gleich gesellt sich gern". Wenn du inzwischen einen gewissen Lebensstandard hast, ist das bestimmt für einige Leute eine Hürde im Kopf. Menschen vergleichen sich sehr gerne. Wenn du nach einem Partner suchst und einen entsprechend hohen Lebensstandard hast, könnte bei potenziellen Partnern ein Gedanke aufkommen à la: Da kann ich nicht mithalten, gerade langfristig nicht.

      Zum Erfolg im Beruf:
      Wenn du sehr erfolgreich/hoch in deinem Beruf bist, könnte das natürlich auch etwas am Ego kratzen auf der anderen Seite - je nach dem wie selbstsicher die andere Person und wie wichtig der anderen Person solche Statusspiele sind.

      Persönlich fühle ich mich mit jemandem am Wohlsten, der die gleiche Einstellung zum Thema Geld und Arbeit hat, sprich: Ich bin gerne sparsam und fühle mich wohl, wenn meine Partnerin auch sparsam ist (unabhängig von dem, was reinkommt). Ich finde work-life-Balance wichtig, also fände ich es cool, wenn meine Partnerin das ähnlich sieht. Wie erfolgreich meine Partnerin im Beruf ist, und wie viel Geld sie dort verdient wären für mich allerdings für die Partnersuche nicht relevant. Vielmehr, was daraus resultiert (w-L balance, Umgang mit Geld).
      Ich gebe @Siofna recht, dass das kein D/S-spezifisches Problem ist.

      Ich habe es leider zu oft erlebt, dass Männer nicht damit umgehen können, wenn Frau erfolgreicher oder besser verdienend ist oder den höheren Bildungsabschluss hat. Ich habe oft genug Männer plötzlich von hinten gesehen, wenn sie mitbekommen haben, dass ich promoviert bin. :LA2: Meistens Männer, die mir kurz vorher noch erzählt hatten, dass sie intelligente Frauen ja total toll finden... :pillepalle: (Persönlich glaube ich übrigens nicht, dass man von einem akademischen Titel auf die Intelligenz schließen kann.)

      Mittlerweile nutze ich die Info zum Vorselektieren. :D
      Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum.
      ich hab da die Erfahrung gemacht, daß es auch etwas vom "Lebensabschnitt" abhängt.....will ich noch eine Familie gründen.....

      ....will ich noch Kinder...oder ist das Thema schon durch?!...und ich will nur noch das Leben genießen ( tut man mit Kindern natürlich auch!)......


      kurz um.....mit den Jahren hat es dann immer weniger eine Rolle gespielt.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Ich glaube das ist keine Konsequenz aus D/S oder nicht D/S sondern aus der Vorstellung, welche Art von Beziehung ich haben möchte.
      Habe ich ein entsprechendes Ideal und möchte ich eine sehr "tradierte" Form von Beziehung leben, im Stil des klassischen Male-Breadwinner-Model dann ist es natürlich auf eine Art wichtig, dass das Einkommen dementsprechend gestaltet ist und gelebt werden kann.
      Ich finde es auch sehr, nennen wir es befremdlich, wenn hier in einigen Posts Männern Ego- oder Persönlichkeitsprobleme bescheinigt werden, wenn sie sich über ihren Job, ihr Einkommen und ihren Erfolg definieren und die oben beschriebene Rolle als erstrebenswert empfinden.
      Vllt kommt diese Beziehungsvorstellung häufiger in Bdsm Kontexten vor, da es hier durchaus Affinität zu klassischer Rollenverteilung gibt. Ist aber nur eine Vermutung.

      Egal ob D/S oder nicht. Die Vertragsbedingungen, im Sinne von das erwarte ich von einer Beziehung und meinem Partner, sollten klar ausgehandelt werden.

      Liebe Threaderstellerin, wenn Männer dich aufgrund deiner beruflichen Situation aussortieren, dann passen eure Vorstellungen wohl nicht zusammen. Das macht weder die Männer und schon gar nicht dich unattraktiv oder gar falsch. Wie gut das du dies mit so einem hard fact gleich feststellen kannst, statt Monate oder Jahre darauf verwenden zu müssen heraus zu bekommen, dass beide Parteien eine Beziehung gerne anders hätten. Viele haben nicht so viel Glück. Ich wünsche dir das Beste und vor allem das Passende!
      Mal so als kleiner Denkanstoss:

      Ist es nicht viel mehr ein Zeichen von Dominanz auf der einen und Submissivität auf der anderen Seite, wenn sich die erfolgreiche, viel-verdienende, reiche oder einfach nur gut bezahlte Frau dem nicht so erfolgreichen oder wohlhabenden Mann unterwirft? Wäre das nicht eher ein Grund für den Mann, stolz zu sein?



      Bei uns ist es derzeit so, dass ich dank der Corona-Situation Alleinverdiener geworden bin. Ich darf jeden Morgen früh raus, weil ich zur Arbeit muss, während mein Mann und Herr sich nochmal herumdrehen und liegenbleiben darf (er steht aber trotzdem immer mit mir zusammen auf, auch wenn er nicht muss :love: )

      Fühle ich mich deswegen überlegen weil ich die Brötchen verdiene? Nein, ganz im Gegenteil. Ich muss arbeiten und Geld verdienen über welches Er dann bestimmt während Er zu Hause bleibt und tut, was ihm gefällt und seine Freizeit genießt.

      Dadurch fühle ich mich viel ... ich weiß gar nicht genau, wie ich das Gefühl beschreiben soll. Ich fühle mich nicht wirklich "versklavt", aber es geht schon leicht in die Richtung. Er schickt mich arbeiten, während Er sich einen schönen Tag macht. (Naja, das tut er nicht wirklich. Er kümmert sich ums Einkaufen, ums Essen, um den Haushalt und um Hund und Katzen...) Aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine?


      Von daher finde ich, kann man es auch genau anders herum betrachten. Der Dom, der seine Sub arbeiten schickt, damit er Freizeit hat und tun und lassen kann, was er möchte....
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      @Shayleigh Beitrags ist *passendes Wort hier einfügen". Aber er ist gut.

      Mir persönlich ist es egal wie viel mein Freunde, Bekannte oder meine Herrin verdient. Ein Unfähiger kann auch unverdient sehr viel verdienen und ein kluger Kopf auf Arbeitslosengeld II hängen. Warum? Aus verschiedensten Gründen.
      Es kommt meiner Meinung weitaus mehr auf das menschliche der Person an. Auf die inneren Werte der Person, welche man mit Geld nicht kaufen kann.
      It won't be easy, but nobody said life is easy.
      Scheint als lebe ich in der gleichen „Bubble“ wie die anonyme Fragestellerin ;) - natürlich wird es schwieriger, wenn man sich weiterentwickelt und insbesondere, wenn man beruflich erfolgreich ist.

      Für mich, rein subjektiv, hängt das aber nur teilweise mit dem „Verdienst“ und der „Stellung“ (beruflicher Erfolg) zusammen.

      Zum Einen, wenn man in seiner „Bubble“ unterwegs ist, dürften die anderen Personen Ggf. ähnlich erfolgreich sein, daher wäre das Argument nur teilweise zutreffend, zum Anderen, hängt es meiner Meinung nach auch damit zusammen, wie sich das eigene Suchverhalten ändert.

      In dem dortigen Punkt, stimme ich einigen vorherigen Antworten zu, wenn die Person ein Problem mit dieser Tatsache hat, ist es sowieso nicht die richtige Person. Ich glaube allerdings durchaus, dass durch viele Jahre „Sozialisierung“, Männer noch immer eher den Druck verspüren „erfolgreicher“ sein zu müssen als die Partnerin. Nur hängt es ja auch oft damit zusammen, welche Erfahrungen Männer jeweils bei der Suche gemacht haben.

      Frauen richten sich häufig genug ziemlich aktiv auch nach „oben“ aus. Sprich die Erwartungshaltung einiger ist, dass der Mann erfolgreicher zu sein hat.

      Irgendwie also ein Huhn/Ei-Problem.

      Interessanterweise würde ich aus meiner persönlichen Erfahrung allerdings sagen, dass es eventuell dadurch in einer BDSM-Beziehung leichter sein könnte einen passenden Partner zu finden (bitte nicht mit „leicht“ verwechseln).

      Wieso? Ich denke, weil ein dominanter Part eventuell sein eigenes Selbstwertgefühl nicht so sehr aus seinen beruflichen Erfolgen ziehen muss, bzw. nicht zwangsläufig das Gefühl haben muss, dort „über der Partnerin“ zu stehen.

      Langer Beitrag, eventuell ergibt er ein wenig Sinn und hilft trotzdem weiter.
      Ich war noch nie auf Partnersuche, daher kann ich dazu nichts sagen...
      Aber eigentlich ernte ich von Männern relativ erstaunte, positive Blicke, wenn ich zum Beispiel als Fahrerin aus unseren Autos steige. Da wird schon öfters länger geguckt und überlegt (aber okay, für einen Sugardaddy bin ich eindeutig zu alt :D ). Und ich kann es ihnen auch nicht verübeln - ich kenne auch keine andere Frau bzw. habe noch keine andere Frau gesehen, die ein Auto meiner Kategorie fährt. Direkte Abneigung oder Missgunst ist mir nur selten begegnet, aber auch damit weiß ich umzugehen, wenn es sein muss.
      Ich hätte, glaube ich, trotz allem keine Probleme, Männer kennenzulernen, wenn ich es darauf anlegen würde.

      Wer mit so etwas nicht zurecht kommt, kann mir generell gestohlen bleiben. In meinen Augen ist es kein Zeichen von Dominanz (sondern allenfalls aufgesetzte Dominanz), wenn man sich einer (beruflich) starken, durchsetzungsfähigen Person nicht gewachsen fühlt.
      Für mich ist beruflicher Erfolg nicht gleichgesetzt mit einem hohen Verdienst. Beruflich erfolgreich ist für mich derjenige, der seine Arbeit mit Leidenschaft und Zufriedenheit macht, unabhängig von seinem Verdienst.

      Auf mich selbst trifft beides zu und - vorweg genommen - ich hatte damit noch nie Probleme, wenn ich Menschen kennen gelernt habe....ich liebe meine Anwaltstätigkeit, die ich als abwechslungsreich und spannend erlebe und ich verdiene wohl deutlich mehr als der Durchschnitt. Aber ehrlich, letzteres erleichtert nur das eine oder andere, aber es macht weder glücklich noch kannst du es dir am Ende des Tages mitnehmen. Einzig und allein kommt es darauf an, dass du dein Leben lebst, dass du das was du tust gerne und mit Leidenschaft machst und dass du zufrieden bist. Mit solchen Menschen, die den Sinn des Lebens auch verstanden haben, möchte ich mich umgeben und meine Zeit verbringen, dies gerade in einer Beziehung (Partnerschaft oder Spielbeziehung) da soll mein Gegenüber an mir als Person und meinem Charakter interessiert sein und umgekehrt ist es genauso.

      Wenn also potentielle Doms von deinem Verdienst/Beruf abgeschreckt sind, interessieren sie sich in Wahrheit nicht für dich. Daher sei froh, wenn du diese Energieräuber los bist und suche dir Freunde/Partner/Doms, die an dir als Mensch interessiert sind.
      Aber, aber kleine_eva! Da haben sich doch durchaus schon Herren zu Wort gemeldet!

      Was für ein Thema! Allerdings hatte ich hier wesentlich mehr Sprengkraft und Diskussion erwartet. Aber so ist das mit den Erwartungshaltungen.


      Womit wir auch schon beim Thema wären. Es sind doch oft die Erwartungshaltungen, resultierend aus unserer Erziehung und der uns prägenden Umwelt. Wenn ich viel Zeit mit Menschen verbringe, für die eine bestimmte „Tatsache“ nun mal so ist, dann wird sich dieses Bild auch in mir festigen. Sprich, wenn mir immer erzählt wird, dass der Mann derjenige ist, der das meiste Geld zu verdienen hat. Unser Hirn lernt nun mal vor allem durch Wiederholungen.
      Und übrigens: diese Geisteshaltung trifft man in vielen Gesellschaftsschichten.


      Daraus resultiert m.E. auch das Problem der Hypergamie. Viele (nicht alle*) Frauen daten auf der gleichen sozialen Ebene, lieber jedoch „nach oben“. Während viele Männer (was nicht zwangsweise gleichzusetzen ist mit „viele Doms“) auf gleicher Ebene daten oder tendenziell im Sozialstatus nach unten. (Das wurde uns ja auch schon in der Kindheit mit den guten alten Märchen eingeimpft.)
      Gründe, dass das im BDSM Umfeld stärker zutage tritt, könnte der Wunsch nach einer (gefühlten) Überlegenheit mancher Herren sein oder auch der klassische Versorger Gedanke.

      Ich will nicht behaupten, dass das - egal ob Frau oder Mann - immer bewusst stattfindet. Wir Menschen machen vieles (zu vieles) unbewusst und unser Hirn täuscht uns später vor, wir hätten das genau so geplant. Aber ich schweife ab.


      Ich vermute, dass beruflicher Erfolg einer Frau und/oder ein höherer Verdienst bei vielen Männern den Verdacht impliziert, dass die Frau dann nicht genug für ihn da ist. (Weil großes Engagement im Job.) Oder, es untergräbt seine gefühlte Überlegenheit. Dazu kommt dann noch oft die vermeintlich „größere“ weibliche Kommunikationsfähigkeit“. Ist diese dann auch noch durch tägliches sich-durchsetzen-müssen im Job geschult, dann sieht es für viele Männer ziemlich schnell ziemlich düster aus. Da sind wir dann bei Dominanz vs. Selbstvertrauen.


      Untermauert werden meine Gedanken durch Studien, die herausgefunden haben, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Frau Single zu bleiben umso größer ist, je gebildeter sie sind. (einfach mal „high iq and marriage“ goo***)

      Und meine eigene Erfahrung deckt sich auch mit einer Aussage aus den Suchergebnissen: „Smart men are open - minded, smart woman aren’t”. Kluge Frauen wollen einen klugen Partner. Einfach schon auch aus dem Wunsch heraus, sich über anspruchsvolle Themen unterhalten zu können. (Mir ist bewusst, dass ich neben „erfolgreich“ und „hohem Verdienst“ jetzt auch noch einen dritten Topf aufmache: „Intelligenz“.) Eine kluge und somit vermutlich erfolgreiche Frau möchte sich in ihrer freien Zeit möglicherweise eher weniger über Stammtischparolen und Vereinsmeier-Themen unterhalten. Ihr Hirn will auch da gefordert werden. Dagegen sucht manch „smarter Mann“ vielleicht nur Zerstreuung und Abwechslung. (Das verkleinert die Zielgruppe für die Frauen schmerzlich.)


      Und zum Thema Bubble: Ja, die Menschen, die dich umgeben prägen auch dein Denken (mit). Umgib Dich mit den Menschen, die Dich weiterbringen.


      Ich würde sagen: Ja, es gibt die Männer, die mit einer starken, gebildeten und auch gutverdienenden Frau umgehen können. Evtl. trifft man als Frau davon jedoch weniger als einem lieb ist.


      *) blöd, dass man das heutzutage immer dazu sagen muss!



      Existence could not resist the temptation of creating me