SM Sex, verändert die Lust euer Schmerzempfinden oder gar der Schmerz euer Lustempfinden?

      SM Sex, verändert die Lust euer Schmerzempfinden oder gar der Schmerz euer Lustempfinden?

      Wie kombiniert ihr SM und Sex, kommt erst der Lustschmerz und dann der Sex oder gibt es auch beides zur gleichen Zeit? Macht der Schmerz euch williger, empfindet ihre Sex intensiver, wenn ihr ihn beim oder nach einer SM Session habt? Führt Sex dabei oder davor zu einer Veränderung eures Schmerzempfindens und der Fähigkeit Schmerz in Lust umzuwandeln (Stichwort Lustschmerz)?

      Wer über das gegenteilige Thema, also SM ohne Sex, austauschen mag, findet den Thread hier: Asexuelles SM
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Sexuelle Erregung kann mein Verlangen nach Schmerz steigern und verändert auch mein Schmerzempfinden: Ich halte dann meistens mehr aus und bin nicht so empfindlich, weil ich mich in einem 'Rausch der Lust' befinde. Andersherum kann Schmerz auch meine Lust auf Sex steigern, wenn ich ihn als erregend empfinde.

      Sowohl das eine als auch das andere ist aber nicht immer der Fall. Manchmal brauche ich einfach nur den reinen Schmerz und empfinde dabei keine Lust, sondern ausschließlich seelische Befriedigung und ein angenehmes Körpergefühl. Dabei gibt es dann aber keine sexuelle Komponente.
      Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.
      Als dominanter Part fällt mir immer wieder auf, dass Lust bei jedem Spielpartner das Schmerzempfinden zu senken scheint, Schmerz also nicht mehr als so heftig wahrgenommen wird, wie es bei gleicher Handlung ohne sexuelle Stimulation der Fall gewesen wäre. Anders herum kann natürlich auch Schmerz zu mehr Lust führen, dazu muss der Partner eben eine gewisse Veranlagung haben, die nicht mal zwingend masochistisch sein muss. Jemand der devot ist kann das Setting Schmerz als lustvoll empfinden, auch ohne dem Schmerz selbst etwas abgewinnen zu können.
      Bei der Umsetzung von SM und Lust kommt es auf den jeweiligen Schwerpunkt an, beim Sex mag ich es zu kratzen/beißen und mitunter auch so fest zuzupacken, dass es schmerzt. Bei einer SM Session wiederum kann es sehr schön sein die Lust zu spüren, wenn man die Peitsche aus der Hand legt und eben mit den Händen fühlt, was so im Schritt passiert, ebenfalls möglich ist es etwas Vibrierendes vorab einzuführen und mittels Fernbedingung zu steuern oder eben etwas festzubinden, das kontinuierlich stimuliert. Wenn der Partner sehr masochistisch ist, dann kann eine SM Session ein Vorspiel sein, Sessions bei denen heftiger SM und Sex sich abwechseln, kamen bei mir bisher extremst selten vor. Kurzum SM welches durch meinen Körper ausgeübt wird, kann ich super in den Sex einbinden (oder auch anders herum), SM mit Hilfsmitteln ist eher ein Vorspiel (evtl mal von einem Rohrstock bei der Reiterstellung mal abgesehen).
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Ich würde behaupten, „mein SM“ ist schon sehr auch sexuell. Vielleicht basiert das auch darauf, dass ich es lieber „softer“ mag.

      Schmerzen können meine Lust steigern, in dem sie bewusst eingesetzt werden (zur richtigen Zeit am richtigen Ort). Im Umkehrschluss; bin ich erstmal auf einem Level der Lust und Leidenschaft, ist das bei mir der beste Zeitpunkt an meiner Grenze zu kratzen, zu intensivieren.
      Es sind also für mich zwei getrennte Dinge, die aber immer wieder ineinander fliessen und sich dann wieder trennen in ihrer Fortsetzung.
      ..nun "Unsereins" hat ja kein Wunschkonzert und trotz alledem gibt es sicherlich eine Kirsche auf der Sahnehaube des Muffins...

      will sagen:
      Sind beide Anteile Lust und Schmerz so angelegt, dass sie sich wie in einer Spirale immer wieder übertreffen... lässt sich das irgendwann im Genuss der Kirsche gipfeln.

      In meinem Fall hilft die sexuelle,-auch sinnliche Lust den Schmerz auszuhalten und immer mehr zu ertragen...

      Es gibt irgendwann einen Punkt, da lässt sich dann das eine nicht mehr vom anderen trennen und der Körper zeigt dies, indem er überhaupt nicht mehr in der Lage ist, irgendetwas zu kontrollieren oder gezielt eine Muskelgruppe anzusteuern.

      Es verselbständigt sich dann vieles und das Faszinierende dabei ist dann, dass die zarteste Berührung, dann als Schmerzreize wahrgenommen wird... und einem keine Chance lässt.

      newbarbie schrieb:

      bei mir hält es sich im günstigsten Fall die Waage...nur Schmerz bringt mir gar nichts....
      Ich bin null schmerzgeil, dass etwas weh tut, nehme ich einfach in kauf und "muss da durch", alle anderen Aspekte sind mir persönlich wichtiger.

      Gentledom schrieb:

      Führt Sex dabei oder davor zu einer Veränderung eures Schmerzempfindens und der Fähigkeit Schmerz in Lust umzuwandeln (Stichwort Lustschmerz)?
      Das aber auf jeden Fall. Irgendwie kommt man mental einfach besser damit zurecht, man konzentiriert sich irgendwie auf ganz viele Eindrücke, Gefühle, Berührungen, Wahrnehmungen dass das "das tut jetzt weh" mit allem anderen verschwimmt und nicht die Oberfläche bildet. :yes:

      Und ganz profan, wenn alles besser durchblutet und der Herzschlag höher ist, ists auch körperlich weniger schlimm, so reim ich mir das zusammen. :pardon:
      Du, Du und Du - mitkommen, unanständige Sachen machen!! ::drool::
      Das bedingt sich irgendwie gegenseitig. Gebe ich die Kontrolle ab ist es wie eine Spirale in der beides stattfindet, abwechselnd, sich steigernd. Die Kombination aus Schmerz und Sex führen bei mir zu unglaublich intensiven Gefühlen. Aber nur in diesem Zusammenhang ist Schmerz auch geil und lustvoll. Er lässt mich den Kopf komplett ausschalten, was den Sex dabei viel intensiver macht.
      Those who don´t jump will never fly.
      Schmerzlust und Lustschmerz... ich meine, darüber einmal einen gemeinsamen Artikel mit einem ehemaligen Mitglied hier, Luna, geschrieben zu haben. Aber leider kann ich ihn nicht finden.

      Reinem Schmerz, ohne damit verbundener sexueller Erregung kann ich nichts abgewinnen.

      Wir bauen Schmerz in Form von SM als Einleitung in die Session ein, sozusagen als Vorspiel. Immer abwechselnd mit Zärtlichkeiten, erregenden Sachen. Kommt es zum Sex, kann dieser durchaus mit Schmerz verbunden sein, was die Lust aber nur noch steigert (Stichwort Klammern von den Brustwarzen abmachen oder fest angepackt werden, während ein Orgasmus heranrollt).

      Abhängig von der Art des Schmerzes kann ich davon wild im Sinne von sehr erregt oder aber klein im Sinne von nachgiebig, weich werden.

      Sexuelle Erregung oder auch Sex ermöglicht es mir erst, Schmerz in Lust umzuwandeln.
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.
      Also, ich hab immer wieder versucht, in meiner letzten BDSM-Beziehung Schmerz in Lustschmerz umzuwandeln, ist mir nie gelungen. :pardon:
      Was weh tat, tat weh, das hab ich dann allerhöchstens ausgehalten für ihn.
      Ich hab das reine Aushalten anfangs als persönliches Versagen wahrgenommen, da ich ja mehr und freudiger aushalten wollte.

      Ab einem gewissen Erregungspegel konnte ich mehr Schmerz aushalten, der "falsche" Schmerz allerdings hätte dann die Wüste Gobi aus mir gemacht :D
      (wie in dem Beispiel von @Spätzle in dem Blog)
      Oft hat die Ankündigung auf eine Schlagsession Erregung ausgelöst, Wonneangst oder Aufregung war dann also auch hilfreich.
      Und es gab bestimmte Schmerzarten, die ich tatsächlich geliebt und unabhängig von Erregung genießen konnte
      (vielleicht war ich auch einfach nur dauergeil? :gruebel: )

      Sex war für uns kaum mit Sessions gekoppelt, den haben wir außerhalb genossen und zelebriert, Schmerz gehörte da nicht rein.
      Ich kann mich aber an ein Treffen erinnern, bei dem er mich während einer Schlagsession von hinten genommen hat und ich mich positiv erniedrigt/benutzt gefühlt habe, weil es mein Kopf nicht geschafft hat, das für mich zu sortieren.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Ich wurde gebeten, folgenden Beitrag anonym hier einzustellen:

      Schmerz steigert definitiv meine Lust.
      Aber alles nur mit Maß.
      Und ich muss im Kopf in der richtigen Stimmung sein dafür. Akzeptieren dass das gut ist.. mich auf mich und meine Empfindungen fokussieren, dem dominanten Part vertrauen.
      Ist das nicht der Fall oder es wird eben zu doll mit dem Schmerz: ja dann tuts halt einfach auch nur weh und die Lust kann auch rapide weggehen dann.
      Mir wurde z.B. einmal den Po versohlt.. ich hatte nicht so wirklich Halt, war mir auch in dem Moment auch nicht so wirklich klar, ob ich das eigentlich will. Und schwups tats einfach nur weh und ich hab abgebrochen. Es spielt bei mir viel der Kopf mit.
      Soweit mal bisher meine Erfahrungen.
      Aber zu extrem wurde es bei mir noch nicht.
      Lernen durch Schmerz ist nicht angenehm. Aber unglaublich effektiv.
      Das Wichtigste ist der Kopf - ohne den ist Schmerz nur doof.
      Dazu gehört das zwingend vorhandene Vertrauen zum Ausführenden, dass er rechtzeitig aufhört bzw. wenn ich es will.
      Wenn das passt, führt Schmerz eigentlich immer zu deutlich sicht- bzw. fühlbarer Lust.

      Ich rede ausschließlich von Lustschmerz. Immer noch erstaunlich, dass das so eindeutig funktioniert, auch noch in Bereichen, wo im Kopf schon sehr viel "au" ankommt, der restliche Körper aber zerfließt und nach mehr ruft. Aber ab einer gewissen Intensität ist dann Schluss und dann tut es nur noch weh und da bin ich dann raus.
      Stimulation ist dabei fast immer hilfreich, sofern sie nicht zu viel unterbricht.

      Erst Sex und dann Schmerzen ist keine gute Reihenfolge. Klar geht das auch, aber das Umwandeln funktioniert dann nicht mehr so gut, ich halte weniger aus und die Lust ist hinterher auch generell geringer als vorher. Ich bin da sehr "männlich". Nach dem Höhepunkt würde ich mich gerne umdrehen und einschlafen. ^^
      it's something unpredictable but in the end it's right
      and so I have the time of my life
      Tja, na ja ich bin jemand mit einer Schmerz Empfindungsstörung.
      Darauf muss man aber erstmal kommen. Ich empfinde mich selbst ja als normal.

      Somit darf es gerne etwas mehr sein, damit ich was spüren kann.
      Von,, Bestrafungen" wird hier abgesehen, da für mich es ja Bestrafung ist wenn ich nicht gespankt, gebissen, gekniffen, gepackt, runtergedrückt... werde.

      Nur Schmerz, ohne Lustempfinden, in einem Spiel, hab ich nicht.
      Ja, auch mir kann es durchaus mal zu dolle werden oder an der Grenze zu meiner Komfortzone. Aber meine Mitte tropft dann trotzdem...
      Wir haben einmal nur spanken ( ohne explezite sexuelle Komponente) versucht und ich war geil wie Schmitz Katze.
      Schmerz in der richtigen Dosis steigert mein Lustempfinden und die Lust steigert meine Schmerzgrenze.
      Sex ohne Lust-schmerz geht auch mal, ist aber selten so intensiv. Seit ich mich endlich ausleben kann und darf hatte ich noch kein Verlangen nach "Blümchensex", wenn schon kein Schmerz dabei ist muss ich mindestens das Gefühl haben, körperlich unterlegen zu sein.
      Schmerz mag ich manchmal auch gerne um den Kopf auszuschalten, am Anfang einer Session als Einleitung bzw um anzukommen.
      Manchmal hilft mir körperlicher Schmerz auch bei der Verarbeitung seelischer Schmerzen und hat dann eine "reinigende" Wirkung.
      Je nach Art des Schmerzes ist es unterschiedlich ob ich allein dadurch Lust empfinden kann ( z.B. durch Klemmen, Klammern, Vakuumsauger, z.T. Schläge mit der Hand, Kratzen, Kneifen und Beißen in der richtigen Intensität an den richtigen Stellen ) oder ob ich Schmerz als solchen wahrnehme und die Kombination mit lustvoller Stimulation nötig ist um den Schmerz umzuwandeln ( z.B durch die meisten Schlaginstrumente, die mir keine direkte Lust verschaffen ).
      Dabei liegt meine Schmerzgrenze aber gar nicht so hoch und die Grenze wo es kippt ist relativ schnell erreicht. Da mein Herr aber auch nicht besonders sadistisch veranlagt, dafür aber sehr kreativ ist, ergänzen wir uns trotzdem sehr gut.
      " Wie ein Adler aus dem Blauen ist der Schmerz der seine Klauen jählings scharf ins Fleisch dir schlägt, aber dann mit starkem Flügel über Wipfel dich und Hügel zu des Lebens Gipfeln trägt"
      Emanuel Geibel
      Ich hab auf der anderen Seite damals festgestellt das die Lust der Masochistin
      einen Einfluss auf mein eigenes Lustempfinden zu Tage führte. Das fand ich recht spannend da ich
      mich nicht als typischen Sadisten sehe und dies im eigentlichem Bedeutungssinne auch nie war.
      Davor war SM für mich eigentlich nur ein Disziplinierungswerkzeug.
      Mitlerweile habeich daran durchaus eine Freude gefunden mit dem Spiel zwischen Lust und Schmerz zu spielen.
      Für mich persönlich allerdings brauche ich SM eigentlich überhaupt nicht und hat auch keinen Einfluss auf mich
      sofern die Frau keine Masochistin ist.
      Ich hörte Sie sagen, die Macht ist mit dir !