Weinen beim Sex

      Weinen beim Sex

      Ich kenne beim Sex verschiedenste Emotionen, seit ich BDSM betreibe kommt es immer wieder vor, dass ich dabei weine. Dies geschieht aber nicht weil die Strenge zu groß oder die Schläge zu hart sind, es ist vielmehr eine Art des positiven Loslassens. Tränen kommen bei mir eben dann, gerade wenn ich im Subspace bin und dort Sex habe oder mit der Gerte geschlagen werde, kommen diese Tränen. Sie lösen sich und ich beginne zu fliegen. Ich bin sonst nicht der Typ der in einem positivem Setting weinen kann, bei BDSM weine ich aber vor... ja was ist das eigentlich... Glück?

      Kennt ihr so etwas auch?
      Ich habe das schon öfters gesehen, also wenn Sub sich sehr wohl fühlt, dass es zu Tränen kommt. Dennoch verunsichert es mich meist beim ersten Mal und ich Frage nach um auch ganz sicher zu gehen, dass eben alles OK ist. Wenn ich dann weiß, dass die Person ab und an weint, dann kann ich damit gut umgehen und mag es sogar sehr.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff

      sweetlikecandy schrieb:

      (...)


      Tränen kommen bei mir eben dann, gerade wenn ich im Subspace bin und dort Sex habe oder mit der Gerte geschlagen werde, kommen diese Tränen. Sie lösen sich und ich beginne zu fliegen. Ich bin sonst nicht der Typ der in einem positivem Setting weinen kann, bei BDSM weine ich aber vor... ja was ist das eigentlich... Glück?

      Kennt ihr so etwas auch?
      Allgemein bin ich jemand, der sehr nah am Wasser gebaut ist. Nicht immer leicht für mein Gegenüber :/

      In einer Session - oder spätestens danach - fließen bei mir auch oft die Tränen. Für mich ist das ein Loslassenkönnen, ein vollkommenes Fallenlassen und auch ein Genießen, insgesamt also ein positives Gefühl.

      Allerdings werden Tränen eher mit Schmerz oder Trauer assoziiert, deswegen hat sich am Anfang auch mein Herr oft rückversichert, ob es mir wirklich gutgeht. Denn auch wenn er mittlerweile weiß, dass es bei mir Tränen des Glücks sind, die da fließen, muss das (zumindest theoretisch) nicht zwangsläufig immer so sein.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)

      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform. (Rainha)
      Tränen...kommen bei mir, wenn ich mich nicht mehr kontrollieren kann. Wenn der Meine es schafft, meine errichtete Mauer der Selbstkontrolle einzureißen. Sie kommen daher nicht aus Glück, sondern aus der tiefsten Emotion der offenen Hilflosigkeit.
      Dieses Zustand liebt der Meine sehr, weiß aber auch, dass es belastend und extrem anstrengend für mich ist.
      Bei mir besteht da eine Art Hassliebe.
      Und es ist nichts, was Er herbeiführt, wenn andere zugegen sind. Diese würden die Art meines Weinens nicht verstehen.
      Ich denke, also spinne ich.
      Ich kann ab und an auch im richtigen Setting sehr heftig weinen. Mal vor Schmerz wenn ich geschlagen werde, wobei das dann auch ein positives loslassen können ist, mal beim Sex wenn die Nähe und Geborgenheit mich umfängt durch die tiefe Verbundenheit in unserer Partnerschaft, aber auch regelmäßig beim Höhepunkt, dann aber nur wenn mein Mann diesen aus "Eigenmitteln" herbei geführt hat und nicht mit Hilfsmitteln wie Vibatoren, Dildos oder. ä.

      Ich genieße das sehr, da ich lange gebraucht habe mich so fallen zu lassen.
      Mir kommen beim Vanilla-Sex häufig mal die Tränen, je nach Art und Weise der Stimulation mehr oder weniger. Das sind aber keine "Loslass"-Tränen, sondern eher das Gegenteil, wenn ich auf der Klippe stehe und nicht runter komme.
      Wenn ich im BDSM-Kontext weine, dann eigentlich unabhängig von Sex und hauptsächlich vor Erschöpfung und innerem Frieden. Vor Schmerz kommen zwar auch mal ein paar Tränchen vor, aber richtig geheult hab ich so noch nicht.
      Ich kenne es bei mir auch, dass ich dann so entspannt bin und so loslasse, dass die Tränen einfach fließen oder ich sogar richtig Heulen muss. Das ist mir bisher aber nur beim Sex mit Machtgefälle mit diesem einen Mann passiert. Ich weiß also noch nicht, ob das an ihm oder dem Subspace liegt.
      Auf jeden Fall habe ich ihn ganz schön erschreckt damit. Dabei fühlt es sich für mich einfach nur unfassbar gut an.
      -Es gibt nix, wo mehr Erotik ausstrahlt, wie wenn man mit Worten und Sprache gut umgehen tut. -
      Ich selbst kenne das zumindest in der Form, das es passieren kann, dass die Tränen einfach anfangen zu laufen. Aber das kann auch völlig losgelöst vom Thema Sex passieren.

      Ich für mich selbst würde einfach sagen, es sind aufgestaute Emotionen, die sich irgendwann einfach ihren Weg bahnen und rausgelassen werden wollen. Ob das jetzt vor Glückseligkeit beim Sex passiert oder einfach mal befreiend in einer ruhigen Minute...
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:
      Tränen fliessen nicht unbedingt beim Akt selber, aber wenn es richtig gut war, dann passiert es hinterher. Direkt nach dem Orgasmus, wenn ich total hormongeflutet bin ich vollkommen entspannt. Es hat meinen Herrn beim ersten Mal sehr irritiert. Er wusste damit nicht so wirklich umzugehen, und ich habe viel zu doll geheult um etwas sagen zu können. Aber irgendwann konnte ich wieder sprechen. Und seitdem weiss ER, dass er alles richtig gemacht hat, wenn ich anschliessend in Tränen aufgelöst und zutiefst dankbar und zufrieden bin. :love:
      Eine Sub kann himmlisch lachen, göttlich verwöhnen und Paradiese schenken dem, den sie liebt :saint:
      Emotionen loslassen funktioniert bei mir auch sehr gut über das Weinen . Mein Dom liebt es das zu schaffen - grins .
      Danach/dabei bin ich sehr gelöst und habe ein unsägliches Gefühl der Dankbarkeit , Lust , Erniedrigung und Liebe / Glück .
      Es funktioniert nicht immer das Weinen auszulösen - aber wenn es geschieht ist es wundervoll für mich :love:
      Wir leben alle unter dem selben Himmel , aber nicht mit dem gleichen Horizont

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chloe () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

      Tränen sind ein reinigendes Medium, meistens zumindest. Etwas an Emotionen muss raus und das kann verschiedenste Formen haben. Wenn jemand sich unterwirft, Führung abgibt, sich in die Hände eines anderen gibt, dann müssen diese Menschen zwangsläufig lolassen und sich fallenlassen können. Wenn dann Tränen kommen, ohne das es eben zu hart oder zu streng wird, dann kann man davon ausgehen, dass etwas losgelassen wird, was gerade einfach zu viel in diesem "Sub" ist.
      Bei mir beobachte ich das immer so:
      Ich fordere viel und je mehr Stress um mich rum, desto größer ist das Bedüfnis los zu lassen. Wenn es dann endlich soweit ist und ich es wirklich endlich schaffe, los zu lassen, dann geht alles und in dem Moment wo die Emotionen am höchsten sind, kommen die Tränen. Es ist wie eine Erlsölung und ich bin sehr dankbar, mal nicht nach zu denken.

      Ich bin leider ein Mensch, der alles zerdenkt undnur sehr sehr schwer loslassen kann. Dinge wie sich hingeben oder gar ein Orgasmus sind da die pure Überforderung und wenn es dann über diesen Punkt geht, laufen die Tränen ohne mein Zutun und vor allem auch ohne das ich mich schäme. Es tut mir dann gut.
      Klingt das bescheuert?
      Direkt beim Sex oder danach weine ich eigentlich nie, aber während oder nach einer Session kommt es schon öfter vor, dass ich weine. Manchmal fließen die Tränen wenn die Schläge etwas heftiger waren, meistens aber weiß ich in diesem Moment gar nicht wirklich, warum ich weine, das kommt einfach aus mir heraus und tut mir gut. Mein Herr kennt das ja inzwischen, nimmt mich dann in die Arme und lässt mich weinen.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Bei mir kenne ich zwei verschiedene Arten von Weinen.

      Das Loslassen in einer Session, das kommt dann zwar durch die Schläge, ist aber nicht unbedingt durch die Schmerzintensität ausgelöst.
      Das ist sehr erleichternd. Es vereint mich mit dem Jetzt, es erdet mich wenn mein Hirn vorher wieder an allen Orten zugleich sein wollte

      Das panische Weinen, wenn mich jemand negativ triggert oder über meine Grenzen schubst.
      Das ist dann naturgemäß echt mega anstrengend wegen der Angst die ausgelöst wird. :sofa: