Ineinander verstrickte Fragen von einem verwirrten und unsicheren Neuling auf der Suche nach mehr Klarheit

      Ineinander verstrickte Fragen von einem verwirrten und unsicheren Neuling auf der Suche nach mehr Klarheit

      Hallo zusammen,

      das hier wird sicher ein längerer Text, also holt Euch besser nen Kaffee oder Tee und ein paar Kekse bevor Ihr anfangt zu lesen.

      Ich weiß auch gar nicht so recht wo ich anfangen soll da das alles für mich noch recht Neu ist. Also im Sinne von sich aktiv in einem Forum wie diesem anzumelden und hier Meinungen und Ratschläge einzuholen. Mein Kopf ist ziemlich voll und ein Thema erscheint wichtiger als das andere. Ich fang einfach mal mit ein paar Eckdaten an.

      Alter: 38
      Geschlecht: Cis Weiblich
      Größe: 1.81m
      Orientierung: Sub
      Erfahrung: 0
      Interesse an: Cis Männlich
      Orientierung: Dom

      Besondere Merkmale: Starke, Großflächige Neurodermitis seit Geburt. Vor 3 Jahren die Diagnose PTSB bekommen, vor 2 Wochen kam die Diagnose ADS dazu (und noch ein paar kleinere Sachen...).

      Warum ich das anmerke erschließt sich vielleicht am Ende des Textes. Ich bin jemand der sich nur schlecht kurzfassen kann und alle Infos für wichtig hält um die Antwortfindung zu erleichtern und möglichst genau auf den Punkt zu bringen. Es kommt nicht selten vor dass ich hinterher feststelle dass so einiges an Infos eher unwichtig war, aber dann ist das Kind meist schon in den Brunnen gefallen. Könnte hier also auch passieren. :rolleyes:

      Ich erzähl zuerst einmal ein bisschen aus meinem Leben und packe es in eine Spoiler-Box, falls es Mitglieder gibt die das so gar nicht interessiert. :whistling:

      Grober Lebenslauf:
      Spoiler anzeigen
      Wie gesagt habe ich seit meiner Geburt schwere, großflächige Neurodermitis.

      Diese Krankheit hat fast 36 Jahre mein Leben stark beeinflußt (aktuell hab ich sie zu 95% im Griff). Ich war häufiger im Krankenhaus und oft half nur noch das Einnehmen von Cortison in Tablettenform.

      Ich befinde mich seit 3 Jahren in Therapie bei einem Psychologen welcher vermutet das ich als Kind leichtes ADHS hatte und sich dieses später zu ADS umformte.

      In der Realschule wurde ich aufgrund meiner Neurodermitis ausgegrenzt und gemobbt. Ich zog mich immer weiter zurück, wurde stiller und verträumter. Hier begann wahrscheinlich der Wandel von ADHS zu ADS.

      Das Mobbing schlug mir derart auf die Seele dass es immer häufiger zu immer heftigeren Neurodermitis-Schüben kam und sich die Fehltage anfingen zu stapeln.

      Aufgrunddessen wechselte ich schließlich freiwillig auf ein Internat, doch leider ging das Mobbing hier, den kompletten Weg bis zu meinem Abschluß, weiter.

      Zu meinen, von Lehrern und Eltern nicht erkannten, seelischen Problemen kam dann noch erschwerdend hinzu das mein Vater mich sowohl als Kind als auch späer nochmal als Jugendliche sexuell Missbraucht hatte.
      Durch diesen Missbrauch habe ich angefangen meine Sexualität als Ganzes abzulehnen.
      Zudem hat er auch mein Vertrauen in das Konzept Familie stark beschädigt indem er mich als Strohmann für seine Firma eingesetzt hat und sich ein kleiner Berg Schulden auf meinem Namen ansammelte, was aber erst hinterher heraus kam.

      Aufgrund meiner starken Neurodermitis hab ich nach der Schule und auch später nie eine Ausbildung gemacht geschweige denn gearbeitet. Im Jahr 2000 war mein Abschluß, im Jahr 2001 war ich für 3 Wochen im Krankenhaus, im Jahr 2002 sogar 6 Wochen - nachdem mein Körper praktisch dehydriert war und ich dadurch kurz das Bewusstsein verloren habe.

      Meinen ersten richtigen Freund hatte ich mit 18. Zwar gab es davor schon 2 Beziehungen, in denen lief aber nichts (nicht einmal ein Kuss, ganz zu Schweigen von Sex). Zu diesem Zeitpunkt war mein Vertrauen in die Menschheit schon ziemlich angeschlagen. Außerdem setzte mir meine körperlich sehr sichtbare Krankheit zu. Meine größte Angst war es dass er mich eines Tages aufgrund der Krankheit oder einer schöneren Frau verlässt. Die Beziehung hielt nicht ganz drei Jahre. Dann kam ich ihm, durch Filmreifen Zufall, auf die Schliche dass er mich mit einer anderen betrog. Einer der Gründe: Aufgrund ihrer gesunden Haut war der Sex mit ihr um ein vielfaches besser.
      Das hat meiner Sexualität einen weiteren Schlag versetzt.

      Ich hatte dann nochmal einige Jahre später eine kurze Fernbeziehung von 6 Monaten die ich aber schnell wieder abbrach als er versuchte mich über das Internet zu kontrollieren und forderte dass ich für alles Rechenschaft ablege. In den 6 Monaten haben wir uns gerade 3x gesehen und ich werte dies daher eher als Kurzfristige Affäre, da es sich nie wie eine richtige Beziehung zwischen uns anfühlte.

      Man kann also sagen dass ich seit meiner ersten richtigen Beziehung, die sich auch wie eine angefühlt hat (Dates, zusammen leben, Sex, sich gegenseitig unterstützen usw), Single bin - das sind nun zirka 16 Jahre.

      Mein angeschlagener Glaube in die Menschheit, diverse Ängste, Unsicherheiten und Ziellosigkeiten haben sich seitdem immer weiter vertieft und festgesetzt.

      Nachdem ich mich mit 33 nochmal aufgerafft und an einer Ausbildung zur Maßschneiderin versucht habe musste ich diese 6 Monate vor Schluß abbrechen da meine Seele rebelliert hat und sich der ganze Streß über die Haut entlud und ich in einem Dauerschub steckte. Diese Niederlage, so empfinde ich sie, hat mir derart zugesetzt dass ich mich erneut in Therapie begeben musste und seit Oktober 2019 Erwerbsminderungsrente, begrenzt auf erst einmal 3 Jahre, beziehe.


      Ich denke dieser kleine Lebenslauf könnte wichtig sein gezieltere Ratschläge zu geben bzw. Fragen zu stellen.

      Wann hab ich das erste mal bemerkt dass ich evtl. Sub bin? Das war schon während meiner Beziehung mit meinem 1. richtigen Freund. Mir kam immer wieder der Gedanke dass ich mich gerne einmal von ihm fesseln lassen und auch die Augen verbinden lassen würde. Auch sagte es mir sehr zu wenn einfach er die Richtung vorgab. Mein Freund war aber kein Dom (er war einfach nur ein Arschloch ehrlich gesagt). Er ging auf meine Wünsche nicht ein und so blieben diese Praktiken unversucht. Zum damaligen Zeitpunkt kannte ich Begriffe wie Dom und Sub oder BDSM auch nur sehr grob. Das Internet war noch jung und so kam ich auch dort nicht gleich von Anfang an damit in Berührung. Doch je größer das Internet wurde und je mehr Seiten sich dem Thema neutral annahmen desto häufiger las auch ich davon.

      Irgendwann hab ich dann zwei Tests im Internet gemacht und bei beiden kam heraus dass ich zu 96% Sub bin. Leider hab ich die Testergebnise nicht mehr. :/

      EDIT: Da ich es, mal wieder, geschafft habe einen zu langen Text zu schreiben, kommt Teil zwei in einer extra Antwort direkt unter diesem Beitrag. Sorry. ;( Ich kann einfach nicht kurz. :rolleyes:
      So, und hier nun Teil 2...

      Welche Art von Sub-Spiel kommt für mich in Frage? Und da wird es schon schwieriger. Da ich es eben noch nie ausprobiert habe kann ich es nich zu 100% sagen. Aber ich denke ich bin mir auch da schon zu so 90% sicher. Mich regt der Gedanke an von meinem Partner die Haare gezogen zu kriegen, grob in die Kissen gedrückt zu werden, klare Ansagen zu bekommen, leichte Fesselspiele an Hand,- und Fußgelenken, Augenbinden, Dirty Talk was er nun alles mit mir anstellen könnte wenn er wollte, konkretes nachfragen ob das was er gerade macht mir gefällt und ob ich mehr will, Einsatz von Spielzeug, Sticheleien, Bisse, etwas festere Schläge auf den Po, leichtes kratzen, krallen und hartes zupacken.

      Ich bin vom Charakter her ein sehr sehr unsicherer Mensch und absolut nicht Risikobereit. Jemanden an meiner Seite zu haben der die Führung übernimmt, der mir vorgaben gibt, den Weg weißt und Entscheidungen abnimmt gibt mir daher ein starkes Gefühl von Sicherheit. Er nimmt mir eine große Last ab da ich dazu neige über viele Dinge zu viel zu stark nachzudenken (wird wohl auch aus diesem Text deutlich) und es bei mir dadurch zu einem Stillstand kommt wo sich gar nichts mehr vorwärts bewegt. Ich denke es ist auch diese Eigenschaft von mir die sich stak daraus auswirkt dass ich auch im Bett jemanden möchte der die Führung übernimmt.

      Leider ist es aber auch so dass ich im Bett nicht sehr sensibel bin. Ich habe nur eine wirkliche erogene Zone. Und selbst wenn man diese direkt anpeilt ist es nicht so dass ich hier total durchdrehe. Mich zum Höhepunkt zu bekommen ist ein Spiel in 10 Akten, welches meistens kein Happy End hat, und daher auch kein Anspruch von mir. Allgemein ist mir Sex nicht ganz so wichtig. Für mich ist es eher ein reizvolles Spiel welches nur zwischen mir und meinem Partner stattfindet. Etwas das Spaß macht, Streß abbaut, entspannt, sich gut anfühlt aber nichts bei dem ich unbedingt den Kopf verlieren muss. Aber ein Nachtteil das ich nicht so sensibel bin ist definitiv dass es mir beim Sex viel Freiraum zum nachdenken lässt. Ich kann mich nur schwer fallen lassen. Doch je härter und dadurch körperlich spürbarer der Sex ist desto mehr werden die Gedanken ausgeblendet und von den Emotionen überlagert und desto mehr kann ich mich einfach auf den Sex konzentrieren und fallen lassen.

      Und was kommt nicht in Frage? Was ich mir absolut nicht vorstellen kann ist das zufügen von härteren Schmerzen wie Peitschen oder Schläge die eine stark gerötete Haut oder sogar Striemen und leichte Verletzungen hinterlassen, der Einsatz von Gags, extremen Fesselspielen, harter Oralsex bis in den Rachenbereich der zu starken Speichelfluß, Husten oder gar Atemproblemen führt, Einsatz von Alltagsgegenständen beim Sex als Drohmittel zur Luststeigerung.

      Was konkret will ich nun hier / suche ich hier? Ich bin jetzt, wie gesagt, 38. Ich hatte seit meinem 22. Lebensjahr keine richtige Beziehung mehr. Meine Erfahrung in Sachen BDSM ist gleich 0. Ich hab mich an mein Single-Leben gewöhnt und so wie ich charakterlich gestrickt bin tut mir das Single-Dasein auch gut. Ich bin jemand der sehr viel Raum einnimmt und Freiraum braucht - auch in einer Beziehung. Und als Single hab ich den maximalen Freiraum und kann mir maximale Spontanität leisten. In einer Beziehung muss ich mich, zumindest teilweise, doch etwas einschränken und auf meinen Partner einstellen. Generell bin ich einem neuen Partner aber nicht abgeneigt, konkret auf der Suche bin ich aber auch nicht. Wenn es der Zufall so will dann finde ich nochmal jemanden und wenn nicht dann eben nicht.

      Aber genau hier liegt so ein bisschen der Hase im Pfeffer begraben und ich sehe mich gleich mehreren Problem gegenübergestellt: Ich lehne nach wie vor meine eigene Sexualität, als Ganzes, großteils ab und komme da nur schlecht mit mir ins Reine. Das ist schonmal ne ziemlich schlechte Basis. Und ich komme als Single ganz gut klar. Und ich hab im BDSM Bereich 0 Erfahrung. Doch natürlich hab ich die Hoffnung dass sich dass alles evtl. wieder ändern könnte wenn der richtige vor der Tür steht. Nur aktuell präsentiere ich mich nirgends als Sub. Die Wahrscheinlichkeit dass der nächste Mann der mir ins Haus flattert einfach nur auf den normalen Standard-Sex steht ist ziemlich groß. Aber wenn ich definitiv einen Dom will müsste ich auch konkret auf den entsprechenden Plattformen suchen, oder? Oder soll ich es einfach sein lassen? Ich kam 38 Jahre ohne BDSM Erfahrung aus. Sicher würde es auch weitere 38 Jahre ohne gehen? Erst mal überhaupt nen Mann finden der mich will. Wenn ich dann auch noch Ansprüche an die sexuellen Vorlieben stelle finde ich garantiert nie einen. Aber was wenn das akzeptieren und ausleben meiner Sub-Sexualität mir ganz neue Lebensqualität einbringen würde die ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kannst weil ich es eben noch nie ausgelebt habe? Bin ich vielleicht, tief vergraben, Sexhungriger als ich denke? Bin ich vielleicht sensibler wenn ich es nur schaffe die inneren Blockaden zu überwinden?

      Das sind alles so Fragen die mir, in letzter Zeit immer häufiger, durch den Kopf gehen und nicht gerade dazu beitragen dass es da oben leerer wird.

      Ich frage mich auch wie andere, andere die auch erst so spät zum BDSM gefunden haben, angegangen sind. Direkt ins kalte Wasser, BDSM Flirtbörse, Zack hier bin ich, wer will mich haben? Einfach normal weitergemacht und durch Zufall über den richtigen gestolpert der auch auf BDSM stand? Weiterhin auf normalen Singlebörsen gesucht aber direkt die Karten auf den Tisch gelegt dass man BDSM mag?

      Gerade wenn ich mich auf so Allgemeinen Kennenlernseiten umschaue sehe ich da nie, bzw. selten, jemanden die eigene Sexualität erwähnen. Entweder die sind alle "normal" oder verstecken ihre Sexualität, aus Angst vor dummen Sprüchen, und bringen es erst im Privatgespräch auf den Tisch und lassen es drauf ankommen ob das Gegenüber hoffentlich auch auf das Zeug steht. Aber da muss man wahrscheinlich ziemlich Glück haben jemanden zu finden wo es passt.

      Jedenfalls... gehen wir gerade auf 2 Uhr zu, mein Kopf hämmert, eigentlich wollte ich den Text erst morgen schreiben aber dann hab ich mich doch dran gesetzt und Zack ist über ne Stunde vergangen.

      Wenn jetzt bei dem ganzen Text doch noch Fragen offen sind einfach raushauen. Wie gesagt, für mich ist das alles Neuland und ich hab keine Ahnung was ansonsten noch wichtig sein könnte.

      Bis zu den ersten Antworten wünsche ich Euch dann schonmal einen schönen Abend / Morgen / Tag und wahrscheinlich lese ich mir dann später durch was da evtl. so geantwortet wurde.

      PS: Ich hoffe ich hab die Frage im richtigen Forum gestellt.
      Hallo Elfenmond,

      erstmal willkommen hier im Forum. Ich habe deinen Text ganz gelesen, auch wenn er wirklich lang ist ;) . Ich bin das krasse Gegenteil, ich bin immer sehr kurz angebunden, deshalb vorab: entschuldige, wenn ich nicht auf alle Punkte eingehen/ eingehen kann und mein Text eher kurzer Natur ist.

      Ich fände es wirklich Schade, wenn du dein Kopfkino nicht auslebst oder ausprobierst weil du denkst, dass du so lange ohne ausgekommen bist, dann geht das auch in Zukunft. Ich habe das mit meinem Mann auch erst mit 37 Jahren entdeckt und ich möchte und könnte nicht mehr darauf verzichten.

      Ob du das nun in fester Partnerschaft oder eben in loser Bekanntschaft ausleben willst oder kannst wird sich, meiner Meinung nach, zeigen, wenn du jmd gefunden hast. Ich würde wahrscheinlich hierzu auch einschlägige Portale nutzen.

      Vielleicht kannst du ganz neue Seiten und Gefühle an dir und deiner Sexualität entdecken und es wäre schade, wenn du es nicht wenigstens versuchst.
      Huhu Elfenmond,

      Maru1982 kann ich da nur zustimmen.
      Zu spät kann es für eine bereichernde Erfahrung meines Erachtens nicht sein.
      Bei mir war das bisher immer so, dass man sich einfach ich sage mal riechen konnte.
      Ich nenne das mal Gesetz der Anziehung
      Natürlich kannst du auch auf Speziellen Seiten auf Suche gehen aber ich würde auch anderen Platformen einfach mal die Chance geben.
      Du weißt im Endeffekt nie was in einem Menschen drinnen steckt. Vielleicht weiß er es bis dato ja selbst noch nicht und er findet es mit dir zusammen raus?
      Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück bei der Suche!
      Achso und.. Willkommen im Forum natürlich bin auch erst seit heute dabei und geb jetzt einfach mal meinen Senf dazu
      Wow @Elfenmond, Du schreibst ja sogar mehr als ich :icon_lol:
      Wie ich sehe, bist Du noch nicht in der Com angemeldet.

      Elfenmond schrieb:

      Ich frage mich auch wie andere, andere die auch erst so spät zum BDSM gefunden haben, angegangen sind. Direkt ins kalte Wasser, BDSM Flirtbörse, Zack hier bin ich, wer will mich haben? Einfach normal weitergemacht und durch Zufall über den richtigen gestolpert der auch auf BDSM stand? Weiterhin auf normalen Singlebörsen gesucht aber direkt die Karten auf den Tisch gelegt dass man BDSM mag?
      Ich kann natürlich nur von meiner Erfahrung erzählen. Die Wahrscheinlichkeit auf einer „Vanilla“ Plattform BDSM zu finden steht statistisch bei 1:5, gefühlt bei bei 1:10, wenn man sich dann nach einigem hin und hergeschrieben aus dem Schatten wagt. Bei mir haben sie in den meisten Fällen, sobald ich erwähnte, dass ich in der Richtung unterwegs bin schreiend reißaus genommen. Wenn Du da aber schon viel Energie und Emotionen hineininvestiert hast, und dann sagt Dir der Kerl: Das ist nicht meins, da stehe ich ja nun gar nicht drauf, dann bist Du nur frustriert.
      Auf einer einschlägigen Erotikplattform (z.B. JC) ist die Chance deutlich höher, dort gibt es eine relativ große BDSM Fraktion, klar bei 3,5 Mio Usern. Doch entsprechend viele Hohlhupen sind dort auch unterwegs und außerdem, so habe ich es empfunden, ist dort BDSM eher Hipp und gehört bei schönen exhibistionistischen Menschen schon fast zum guten Ton, á la Fifty Shakes of Gray. Nicht nur, aber gefühlt viele.
      Also ich würde Dir raten, Dich auf der Gentledom Hauptseite (die "Com“ dort ist im Gegensatz zu hier die Partnersuche und Flirten erlaubt) oder auf anderen einschlägigen Erotik und BDSM Seiten anzumelden, wenn Du es wirklich ausprobieren möchtest.

      Fragen: Was bedeutet Neurodermitis "hab ich sie zu 95% im Griff“? Du hast nur ganz wenig aktuell? Du hast viele offene Stellen, weißt aber damit umzugehen? Du bist sypmtomfrei aber im Sommer wenn es warm wird und Du schwitzt bekommst Du es an den Ellenbogen und Kniekehlen? (Meine eine Tochter hat gelegentlich ND)

      Da Du 0 Erfahrung hast, ist es aktuell Kopfkino.
      Trotzdem würde ich Dir raten, dieses Kopfkino real werden zu lassen, um zu sehen, ob das wirklich Dein Ding ist. Wenn Du es nicht ausprobierst, dann wird es vermutlich immer in Deinem Kopf und wo auch immer in Deinem Körper herumgeistern. Weißt Du Bescheid, dann kannst Du entweder einen Haken dran machen und sagen: Nö, isses doch nich, oder Du wirst sagen Yep! das soll es sein.
      Ein Mensch sieht ein - und das ist wichtig: Nichts ist ganz falsch und nichts ganz richtig.
      – Eugen Roth –
      Auch ich habe deine umfangreiche Vorstellung gelesen und danke dir dafür @Elfenmond Als alter Hase drängt sich mir natürlich sofort die Frage auf, aus welchem Grund du als allererstes gleich mit CIS die extremste Beziehungskonstellation anpeilst, die es meines Wissens nach nur recht selten gibt?
      Auch wenn es vor deinem persönlichen Hintergrund - ich habe auch den Spoilertext gelesen - zunächst logisch erscheint, ist doch das Risiko einer Fehlentscheidung umso größer, weil du die anderen Beziehungsformen ja noch gar nicht real kennengelernt hast! Auch wenn es sich vielleicht wie einen Binsenweisheit anhört, kann ich dir nur dazu raten, behutsam und peu á peu einzusteigen und nicht sofort - bildlich gesprochen - den Mount Everest besteigen zu wollen...
      "Die üste hat die freie Wahl,
      wählt sie ein W, dann bleibt sie kahl,
      wählt sie ein K, dann wird sie nass,
      die freie Wahl macht keinen Spaß!" (Robert Gernhardt)
      ...wählt sie ein Br, macht sie MIR Spaß!!! (Carmantus) ;)
      @Carmantus, ich denke du verwechselst da was. CIS - Mann oder - Frau bedeutet doch nur, so "richtig" hetero...

      Mh, zum Eingangsthema, ich habe den tatsächlich mehrfach gelesen. @Elfenmond, du erwähnst ja verschiedene Problematiken, wie z. B. dich nicht spüren können, Abneigung gegen Sex, Missbrauch und vieles mehr. Hast du schon mal daran gedacht eine Therapie in Richtung Körperarbeit-/wahrnehmung oder Sexualtherapie zu machen?
      Mir persönlich wären das zuviele Baustellen, um mich auf ein so ein Abenteuer wie Bdsm einlassen zu können.
      Hallo Elfenmond,

      du bist ganz sicher nicht zu alt, um deine Bedürfnisse auszuleben. Besser spät, als nie. Ich bin jetzt 51 und habe auch erst vor 9 Monaten real damit begonnen.
      Vielleicht liegt es daran, dass ich "nur" einen Spielpartner suche, aber Anfragen hatte ich sehr viele. Hast du denn auf der Hauptseite ein Profil? Auf Joy beispielsweise kann man sehr genau seine Vorlieben angeben. Allerdings steht dort der Sex schon sehr im Vordergrund und frau muss schon gut differenzieren können. Aber ich habe dort genau den richtigen Mann für mich gefunden. Es ist halt die Frage, ob du aufgrund deiner Vorgeschichte so etwas willst.

      Wie sehr schränkt dich deine Neurodermitis ein? Bei mir wird es schlimm in psychisch belastenden Situationen. Derzeit geht es mir aber so gut wie lange nicht mehr, da ist das kein Problem (auch durch Schläge nicht).

      Ich habe noch in keiner Vanilla-Beziehung so viel darüber nachgedacht, was ich eigentlich möchte und wo meine Tabus und Grenzen liegen. Das zu formulieren und das Vertrauen, dass er darauf und auf mich achtet, das macht es so viel einfacher und schöner. Und es schaltet meinen Kopf komplett aus, was ich vorher noch nie in dieser Intensität erlebt habe.

      Entscheidend ist nur, dich nicht im Überschwang der Gefühle und Neugier auf den Ersten einzulassen, der Interesse zeigt. Gespräche sind im Vorfeld ganz, ganz wichtig, damit du nicht gleich an jemanden gerätst, der dir nicht gut tut.

      Hast du deine Missbrauchserfahrungen denn aufgearbeitet? Gibt es etwas, was dich triggert? Darüber solltest du unbedingt vorher gut nachdenken und darüber reden (auch wenn es nicht leicht ist....). Das kann sonst zu einem echt bösen Absturz führen.
      Those who don´t jump will never fly.
      Bin ich jetzt wirklich die einzige, die Bedenken hat, wenn die Themenerstellerin sich einfach mal so auf die Suche begibt und "sich ausprobiert"?

      Mich persönlich schreien da gleich einige Baustellen an, die vorher verarbeitet und geklärt werden sollten. Gerade mit psychischen Erkrankungen ist in diesem Bereich ja nicht zu spaßen, selbst, wenn das eigene Sub-Sein sich "nur" auf sexuelles Kopfkino beschränkt. Damit betrifft es aber auch einen Bereich, den ich als "Baustelle" bezeichnen würde.

      Auch finde ich es immer schwierig, wenn man als Grund nennt: ich muss im Alltag immer allein klar kommen, Entscheidungen alleine treffen und deshalb hätte ich privat gerne jemanden, der mir das abnimmt.
      Ich finde, dass man sich in erster Linie selbst lieben muss und erst dann alles andere kommt.

      BDSM sollte nie dazu dienen, das man seine eigenen Probleme damit kompensiert, sondern es sollte einen selbst komplettieren und das Leben bereichern.
      hm. An deiner Stelle würde ich mich hier erst mal einlesen. Es gibt sicher die ein, oder andere Antwort auf deine Fragen. Dein Beitrag ist in der Tat sehr komplex. Mach vielleicht auch den BDSM Test auf der Hauptseite. Dein Kopfkino wird sich möglicherweise auch vergrössern beim Lesen der vielen Themen. :pardon: Viel Glück und willkommen im Forum. @Elfenmond
      Teufelchen im Blut, Engelchen im Herzen
      und ein bisschen Wahnsinn im Kopf 8)

      phoibe schrieb:



      BDSM sollte nie dazu dienen, das man seine eigenen Probleme damit kompensiert, sondern es sollte einen selbst komplettieren und das Leben bereichern.
      Und wieso nicht? Damit sprichst du Vielen das Recht ab, BDSM auszuleben. Es gibt beispielsweise nicht wenige Menschen, die mit/über BDSM eine Vergewaltigung kompensieren können.
      Those who don´t jump will never fly.
      Weil der Dom nicht dazu dient, den Therapeuten für die Sub zu spielen und weil ich nichts von Küchenpsychologie halte. :pardon:

      Und wissen diese Beteiligten dann auch alle, wie sie reagieren müssen, wenn diese kompensierte Vergewaltigung im BDSM schief geht?
      Ein sehr dünnes Eis, auf das sich Menschen ohne Ausbildung da begeben. Wer es mag, bitte - ich würde niemandem im Forum so offen dazu raten. Denn ich möchte dann nicht zu hören bekommen: Aber du hast doch gesagt es ist so toll, probier es doch einfach mal aus.

      Edit: Ich beziehe mich mit "Kompensation - kompensieren" auf den psychologisch gemeinten Begriff. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Kompensation sehr selten positiv belegt ist - auch wenn man es sich selbst einredet. Ich hatte nur eine Essstörung und ja, auch damit oder dabei kompensiert man ein Verhalten. Also nein, es ist nicht positiv.

      Eine Vergewaltigung mit BDSM ausgleichen?
      Wäre mir viel zu gefährlich, aber als Sub muss ich das ja auch nicht.
      Aber ich möchte auch keinem Dom zumuten, dass er völlig unbewusst in so ein Drama stolpert, entweder, weil er nicht wusste, was da wirklich auf ihn zukommt, oder weil er das völlig überschätzt hat.

      BDSM - das Spiel mit der Psyche.
      Was man seiner eigenen Psyche zumuten kann, sollte man dann aber wissen.

      Vielleicht wird aber auch wieder einfach nur mal mit zweierlei Maß gemessen?

      Werfen wir einen Blick auf SoG - der böse Christian, der BDSM nur betreibt, weil er einen Hass auf seine Mutter hat.
      Geht gar nicht, oder wie war das in 95 % der Kritiken?

      Dom darf also seine psychischen Probleme nicht mit BDSM kompensieren? Dann ist er ja kein Dom mehr sondern ein Psychopath, ein Egoist und ein Narzisst.

      Sub (vgl. dazu Secretary oder Themen im Fourm) darf und sollte das aber schon.

      Warum darf Sub das und Dom nicht? Weil Dom dann die Verantwortung dafür trägt, wenn es schief geht? Nicht so ganz fair, oder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von phoibe ()

      phoibe schrieb:

      Bin ich jetzt wirklich die einzige, die Bedenken hat, wenn die Themenerstellerin sich einfach mal so auf die Suche begibt und "sich ausprobiert"?

      Mich persönlich schreien da gleich einige Baustellen an, die vorher verarbeitet und geklärt werden sollten. Gerade mit psychischen Erkrankungen ist in diesem Bereich ja nicht zu spaßen, selbst, wenn das eigene Sub-Sein sich "nur" auf sexuelles Kopfkino beschränkt. Damit betrifft es aber auch einen Bereich, den ich als "Baustelle" bezeichnen würde.

      Auch finde ich es immer schwierig, wenn man als Grund nennt: ich muss im Alltag immer allein klar kommen, Entscheidungen alleine treffen und deshalb hätte ich privat gerne jemanden, der mir das abnimmt.
      Ich finde, dass man sich in erster Linie selbst lieben muss und erst dann alles andere kommt.

      BDSM sollte nie dazu dienen, das man seine eigenen Probleme damit kompensiert, sondern es sollte einen selbst komplettieren und das Leben bereichern.

      Ich bin mir zwar 100% sicher dass ich im Bett Sub bin, aber außerhalb vom Bett bin ich es definitiv nicht. Ich glaube da bin ich sogar manchmal gerne das Gegenteil und versuche bei Planungen die Führung zu übernehmen. Aber ich habe ja auch geschrieben dass ich recht viel Raum einnehme und viel Freiraum brauche. Ich reagiere extrem allergisch wenn man diesen Freiraum versucht einzuschränken oder zu nehmen oder mir sagt was ich zu tun und zu lassen habe. Da bin ich dann ganz schnell wieder weg sobald jemand so anfängt. Wie meine 6 Monatige Affäre der ein Theater veranstaltet hat weil ich vom PC weg bin ohne mich AFK zu melden und erst 2 Stunden später wieder kam. Ich hatte mich spontan mit meiner Mutter verquatscht, sie hat nen interessanten Film geschaut und ich hab mich dann spontan dazu gesetzt und mitgeschaut. Das hat meinen damaligen Freund regelrecht zur Weißglut gebracht. Er meinte ich hätte dann nochmal an den PC kommen müssen und mich abmelden müssen. Ich hab ihm gesagt dass ich nicht dazu verpflichtet bin ihm ein genaues Protokoll dafür abzuliefern was ich wann und wie lange mache. Die Antwort fand er nicht so toll. Ich seine Reaktion auch nicht. Also hab ich direkt wieder Schluß gemacht.

      Oder wenn es darum geht Möbel aufzubauen. Ich arbeite gerne Handwerklich. Wenn mein Partner da kommt und mir helfen will kann es durchaus passieren dass ich ihn wegschicke. Da kommt ein gewisser innerer Stolz durch das alleine schaffen zu wollen. Weil es mir einerseits Spaß macht und andererseits es sich gut anfühlt. Beim aufstellen des Möbelstücks, Löcher in Wände bohren, Dübeln und Co. darf er mir gerne wieder helfen - da ich mich da nicht auskenne. Und gleichzeitig darf er mir gerne beibringen wie sowas geht. Damit ich das in Zukunft auch alleine kann.

      Aber was definitiv gut wäre wäre ein Partner der kein Problem damit hat mir auch mal nen Arschtritt zu verpassen. Ich verstricke mich zu leicht in komplizierten Gedankengängen und aufgrund mentaler Probleme ist auch mal fix meine Motivation im Keller. Und ich bin jemand dem es schwer fällt mich selbst zu motivieren. Wenn da also jemand wäre der mir da ab und an nen Schubs geben könnte wäre das von Vorteil. Ein Muss ist es nicht, aber dann müsste er halt damit klar kommen dass ich ab und an Durchhänger habe. :rolleyes:

      Ansonsten ist mir Kommunikation am wichtigsten. Bei Unklarheiten darüber reden. Fragen stellen. Sich mitteilen. Bei meinem Ex hab ich die Fesselspiele einmal erwähnt und es traf auf taube Ohren. Auch so war er nicht gerade für Kommunikation zu haben. Und ich sehe das auch in vielen Partnerschaften in meinem Umfeld. Überall wird gemeckert und sich bei anderen ausgeheult aber die Partner selbst reden kaum miteinander. :/

      Ich hoffe das erklärt es etwas besser @phoibe ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elfenmond ()

      phoibe schrieb:

      Weil der Dom nicht dazu dient, den Therapeuten für die Sub zu spielen und weil ich nichts von Küchenpsychologie halte. :pardon:

      Und wissen diese Beteiligten dann auch alle, wie sie reagieren müssen, wenn diese kompensierte Vergewaltigung im BDSM schief geht?
      Ein sehr dünnes Eis, auf das sich Menschen ohne Ausbildung da begeben. Wer es mag, bitte - ich würde niemandem im Forum so offen dazu raten. Denn ich möchte dann nicht zu hören bekommen: Aber du hast doch gesagt es ist so toll, probier es doch einfach mal aus.

      Edit: Ich beziehe mich mit "Kompensation - kompensieren" auf den psychologisch gemeinten Begriff. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Kompensation sehr selten positiv belegt ist - auch wenn man es sich selbst einredet. Ich hatte nur eine Essstörung und ja, auch damit oder dabei kompensiert man ein Verhalten. Also nein, es ist nicht positiv.

      Eine Vergewaltigung mit BDSM ausgleichen?
      Wäre mir viel zu gefährlich, aber als Sub muss ich das ja auch nicht.
      Aber ich möchte auch keinem Dom zumuten, dass er völlig unbewusst in so ein Drama stolpert, entweder, weil er nicht wusste, was da wirklich auf ihn zukommt, oder weil er das völlig überschätzt hat.

      BDSM - das Spiel mit der Psyche.
      Was man seiner eigenen Psyche zumuten kann, sollte man dann aber wissen.

      Vielleicht wird aber auch wieder einfach nur mal mit zweierlei Maß gemessen?

      Werfen wir einen Blick auf SoG - der böse Christian, der BDSM nur betreibt, weil er einen Hass auf seine Mutter hat.
      Geht gar nicht, oder wie war das in 95 % der Kritiken?

      Dom darf also seine psychischen Probleme nicht mit BDSM kompensieren? Dann ist er ja kein Dom mehr sondern ein Psychopath, ein Egoist und ein Narzisst.

      Sub (vgl. dazu Secretary oder Themen im Fourm) darf und sollte das aber schon.

      Warum darf Sub das und Dom nicht? Weil Dom dann die Verantwortung dafür trägt, wenn es schief geht? Nicht so ganz fair, oder?
      Ich habe nirgendwo geschrieben (und auch sicher nicht so gemeint), dass Dom Sub therapieren soll. Das muss vorher (!) durch jemand passieren, der Ahnung davon hat. Und Dom muss auch nicht küchenpsychologisch tätig werden. Was für ein Quatsch. Er sollte selbstverständlich Bescheid wissen, was Sub passiert ist. Es ist dann seine Entscheidung, ob er damit umgehen kann (das unterscheidet sich nicht von einer Beziehung ohne BDSM).

      Vielleicht ist kompensieren das falsche Wort. Es geht eher darum, dass Dinge wie Vertrauen, Tabus, Safeword, das Achten auf die Sub und ihre Grenzen viel bewirken können. Dass die Abgabe von Kontrolle positiv ist und nichts weggenommen wird, wozu man nicht bereit ist.

      Ich sage auch nicht, dass es der richtige Weg ist. Es ist eine Möglichkeit.

      Für mich hört es sich so an, als würdest du der TE (und dadurch auch jemandem wie mir) küchenpsychologisch (sorry) das Recht absprechen, BDSM ausüben zu dürfen.
      Those who don´t jump will never fly.
      Ja, das ist hier wohl immer das Problem, wenn ein Thema auftaucht, in dem jemand persönlich betroffen ist und es kommen Gegenstimmen, fühlt sich der andere immer sofort persönlich angegriffen.

      Es kann sich gern jeder den Schuh anziehen, der ihm passt.

      Ich - und viele andere - müssen hier ständig mit dem erhobenen Zeigefinger leben, mit Warnhinweisen in Themen, von denen ich (und viele andere) davon ausgehen, dass wir wissen, was wir tun. :pardon:
      Manchmal bekommt man dann einfach mal den Spiegel vorgehalten - so in einem anderen Thema, ganz unvoreingenommen.

      Wer sich selbst mit BDSM therapieren möchte - bitte gern. :)

      Ich werde weiterhin meine Meinung dazu kund tun.

      bluehorse69 schrieb:


      Für mich hört es sich so an, als würdest du der TE (und dadurch auch jemandem wie mir) küchenpsychologisch (sorry) das Recht absprechen, BDSM ausüben zu dürfen.
      Wenn jemand eine sexuelle Neigung hat und diese ausleben will, kann er das gerne tun, völlig unabhängig von psychologischen Problemen oder Krankheiten.

      Aber BDSM als Therapiemethode halte ich persönlich für den falschen Weg.

      Von daher möchte ich niemandem verbieten sein BDSM auszuleben. Nur sollte der Grund einer Session die Lust sein und nicht die Therapie.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Hi liebe @Elfenmond willkommen im Forum und japp, ich kann dich gut verstehen...

      Also wie schon gesagt in der Com mal anmelden und einfach mal die Sache auf dich zukommen lassen.

      Ansonsten hilft es auch sich hier auszutauschen und vielleicht eröffnest du einen Blog um deine Gedanken Mal revue passieren zu lassen und eventuelle Veränderungen später nachlesen zu können?

      Ansonsten wird nichts so heiß gegessen, wie's gekocht wird, lass' es einfach Mal laufen.
      Angestoßen ist's jetzt schonmal. :thumbsup:

      Würde mich freuen mehr erfahren zu dürfen, gespannt bin.

      Blümchen schenk' zum willkommen heißen :blumen: :blumen: :blumen:

      So long,

      Deine Pand0ra
      durchtrieben... Ich etwa?
      :LA2:

      Shayleigh schrieb:

      Von daher möchte ich niemandem verbieten sein BDSM auszuleben. Nur sollte der Grund einer Session die Lust sein und nicht die Therapie.
      Ich kann Euch versichern dass ich es nicht nutzen möchte um hier irgendwelche Traumata zu verarbeiten.

      Ich habe ein Vertrauensproblem, das ist schon richtig. Das resultiert aber nicht (nur) aus dem sexuellen Missbrauch (bei welchem ich, im übrigen, nie körperliche Gewalt erfahren habe). Ich bin einfach von Familie, Freunden und Fremden immer wieder enttäuscht worden. Auch jetzt noch.

      Ich kann leider nicht mehr sagen wann genau ich meine erste Sub-Phantasie hatte. Ich weiß nur noch dass ich sie definitiv mit meinem Ex hatte. Ich mochte es wirklich sehr wenn der Sex mit ihm mal etwas Härter war oder er Dirty Talk eingesetzt hat. Ich hab gemerkt ich hätte da gerne mehr davon, und auch noch eine Spur härter, dass es sich gut anfühlt. Aber er war da ja nicht offen dafür. Wobei das auch gut so war. Sonst hätte dieses Ar***loch mir noch auch noch meine erste echte BDSM Erfahrung versaut.