Crasht Vorfreude oder Nervosität ein Treffen?

      Crasht Vorfreude oder Nervosität ein Treffen?

      Eben hab ich gelesen, dass sich jemand auf den Folgetag freut, weil man da endlich wieder den Dom trifft, sich für ein paar Stunden spüren und lieben kann, Phantasien in Erfüllung gehen

      -- ja.. klar das ist schön und man freut sich. Und ich freu mich mit jedem, der das derzeit kann.


      Aber ich möchte das hier auch zum Anlass nehmen, folgende Frage zu stellen:

      Kennt ihr das, dass euer Körper verrückt spielt?
      Also ich hab in so Situationen z.B. manchmal dann doch einen nervösen Magen... Es ist keine Angst, aber auch Vorfreude oder doch irgendwie Druck kann dazu führen.

      Oder ja.. gerade jetzt mit Corona.. Man hatte die ganze Zeit Entbehrungen und dann klappt es endlich nach Wochen oder sogar Monaten war wieder.. liegt da nicht auch viel Druck drauf??
      Dass es besonders toll sein soll?

      Wie seht ihr das?
      Ist die Erwartungshaltung derzeit höher? Macht man sich Druck?
      Was ist, wenn es vollkommen schief geht und der Körper nicht mitmacht?
      Oder wenn man z.B. lang gefiebert hat auf das Treffen und just gerade an dem Tag zwickt und zwackt es oder man hat mega Kopfweh oder ähnliches.

      Gibt es Erfahrungsberichte, Tipps?
      Wie geht ihr damit um? Oder ist das bei keinem ein Problem?

      Hab geschaut aber kein Thema gefunden dass passt.
      Manchmal bauen Menschen Mauern um ihr Herz. Nicht, um andere fernzuhalten, sondern um zu sehen, wer drüber klettert.“ (Verfasser unbekannt)
      Kommunizieren und Dom wird sicher Druck rausnehmen -zumindest versuchen-, indem man gemeinsam was ganz anderes macht. Im Augenblick geht leider kaum mehr als spazieren gehen. Sonst wäre Essen gehen, oder Kino, oder ähnliches, machbar um auf andere Gedanken zu kommen. Und später dann ganz allmählich auf das eigentliche Thema/Aktivität führen...
      Ich persönlich kenne zwei Menschen, denen das immer so vor großen Familienfeiern ging.
      Sie hatten dann entweder Magen-Darm-Probleme oder Migräne.

      Als sie sich intensiv im Rahmen einer Therapie damit auseinandergesetzt haben, kam heraus,
      dass sie eigentlich gar nicht hingehen wollten, der Körper im Rahmen seiner Möglichkeit also NEIN gesagt hat,
      weil sie die Stimme des Kopfes überhört hatten.

      Daran halten sie sich jetzt, machen sich also lieber unbeliebt, als sich selbst weiter zu schaden.
      Die Menschen, die sie mögen und so annehmen, wie sie sind, akzeptieren das auch so.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Ich denke, man kann sich gegenseitig ein bisschen von dem Druck nehmen, wenn man das Treffen ohne übertrieben hohe Erwartungshaltung (→ 'alles muss perfekt sein') angeht und die Dinge so nimmt, wie sie nun mal kommen. Dass man also eher die Aktivitäten an die Situation und die Möglichkeiten anpasst, anstatt von vornherein alles durchzuplanen und sich die tollsten Erlebnisse auszumalen.

      Für mich ist das Wichtigste, dass wir uns überhaupt sehen. Was wir dann machen, wird sich zeigen. Ich finde es schön, wenn sich die Dinge einfach so aus der Situation heraus ergeben, also auch von der Stimmung und körperlichen Verfassung abhängig gemacht werden. Wenn man alles genau plant und sich ein perfektes Treffen erhofft, ist die Wahrscheinlichkeit einer Enttäuschung deutlich höher.
      Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.
      Ich finde Ises Beispiel passt da nicht, weil die sich wohl nicht wie verrückt gefreut haben auf diese Familienfeiern.

      Das nächstbeste, was mir da einfällt, wären die Leuts, die in der Schule immer wie die Irren gelernt haben und 99,9%ig fit im Klausurstoff waren, aber dann immer fürchterliche Magenschmerzen bekommen konnten, weils ja nur ne 1- oder - gottmögediesekatastropheberhüten - ne 2 werden könnte :pardon:

      Die Erwartungshaltung jetzt den geilsten Abend seit dem Urknall haben zu müssen, das ist dann Wohl der Fehler. Und richtig gefährlich wirds noch, wenn man meint, wenns dann doch nur der dritt- oder 50beste wird, dann hat man was falsch gemacht und ist selber schuld dran
      Du, Du und Du - mitkommen, unanständige Sachen machen!! ::drool::

      Annimax schrieb:

      Ich finde Ises Beispiel passt da nicht, weil die sich wohl nicht wie verrückt gefreut haben auf diese Familienfeiern.
      Achso, hatte ich vergessen, reinzuschreiben:
      Doch, sie haben sich schon gefreut, alle wiederzusehen und trotzdem ging es ihnen schlecht.
      Keine Ahnung, warum diese Ambivalenz da war.
      Sie haben sich dann mit den Beschwerden da hin- und durchgequält.
      Jetzt hören sie auf ihren Körper. Schweigt er, gehen sie hin; meckert er, sagen sie ab, auch wenn es kurzfristig ist.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Simon Herbstsonne schrieb:

      Halbe bis eine Stunde kuscheln und reden hilft bei mir super gegen Aufregung.
      Kurze Verständnisfrage: Hilft es dir oder hilft es deiner Sub?
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)

      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform. (Rainha)
      ... auch wenn man sich mittlerweile in einer gewissen Regelmäßigkeit sieht...gibt es immer noch starke körperliche Signale der Aufregung,des Gespanntsein, der Erwartung...auch der Vorfreude.
      Körper und Geist tanzen Samba oder doch Tango*überleg'

      Da hilft mir, dass ich mit meinem RABEN meist ein halbes Stündchen davor noch einen Espresso trinke, er mich bestätigt im äußeren Schein, mich herzt und küsst und viel Spaß, Freude und Lust wünscht...und MICH spater sehnsüchtig wieder erwartet :love:

      dann lässt sich gut zum Treffen im Garten EDEN aufbrechen...
      Ich sehe ja gesundheitsbedingt meinen Herrn nicht regelmäßig, oft sind wochen- oder auch monatelange Pausen dazwischen.
      Wenn er dann nach einer solchen Pause wieder auf dem Weg zu mir ist, fühle ich mich jedes Mal wieder so wie vor unserem ersten Treffen: ich bin völlig aufgeregt, weiß nicht wohin mit all dem Kribbeln in meinem Magen, tigere in der Wohnung hin und her, kann es kaum erwarten, dass er endlich hier ist und will gleichzeitig noch ein wenig mehr Zeit, meine Nervosität unter Kontrolle zu bekommen (was mir ohnehin nie gelingt).

      Wenn er aber dann hier ist und mich erst einmal in den Arm nimmt, dann ist alles gut, dann werde ich ruhiger und dann kann ich seine Nähe total genießen. Dann gibt es nur noch ihn für mich, dann bin ich ganz und gar seine Sub, ohne Wenn und Aber, ohne mich erst wieder in meine Position reinfinden zu müssen.

      Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass wir ja jeden Tag lange telefonieren, er also auch in den langen Phasen, in denen wir uns nicht sehen können, trotzdem für mich da ist.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Ich hatte dieses Problem öfters in Spielbeziehungen und habe nie so richtig einen Umgang damit gefunden. Es war IMMER so, dass ich mich Wochen sehr auf ein Treffen gefreut habe, dann kurz vorher plötzlich keine Lust mehr hatte, mir dachte, dass es auf dem Sofa doch auch ganz schön ist etc.

      Keine Ahnung weshalb kurz vorher immer dieser Switch gekommen ist, vermutlich war es tatsächlich der Druck, dass es genau jetzt toll werden muss, weil man danach wieder lange keine Gelegenheit hat. Ich habe dann immer versucht, mir ins Bewusstsein zu rufen, dass es mir jedes Mal gleich geht, die Treffen aber dann immer schön werden.

      In einer festen Beziehung ist das bei mir komplett weg, weil es genügend Gelegenheiten gibt und man dann halt trotzdem zusammen ist und andere schöne Dinge macht, wenn die Lust mal streikt.
      Besondere Menschen erkennst Du darin, dass sie Dich berühren ohne die Hände zu benutzen
      Begrüßungsritual läßt mich immer runter kommen- beide Seiten sollten die Erwartungen nicht zu hoch schrauben.

      Was ist wichtig?...mir erst mal der Körperkontakt.....das gehalten werden.......sich spüren.

      Sowas ist klar kommuniziert und darauf kann dann entsprechend eingegangen werden. Ein festes Programm gibt es eh nicht......in der Situation schauen was man braucht, was einem gut tut......kann auch eine Massage sein zum Beispiel...oder gemeinsam duschen....der Rest kommt dann von allein.

      Ich nehme inzwischen eine gewisse Lockerheit mit...was geht das geht..und was nicht dann eben nicht....kann es ja eh nicht ändern....also das genießen was geht.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Nun, mir geht's noch immer so, Tage vorher, total nervös, hibbelig, auch Kopfschmerzen sind dabei, diese Woche meinte meine Schulter mal wieder rebellieren zu müssen, hatte gerade nichts anderes zu tun als nach Wochen Ruhe(hatte Ende letzten Jahres eine Infraktion im Schultergelenkt) jetzt mal wieder zu sagen, Hey ich zick mal wieder rum. Bei mir beruhigt sich das erst, wenn ich vor ihm stehe und er mich dann fest in den Arm nimmt, aber selbst wenn dann nichts gehen würde, Kopfschmerzen ect einfach nicht verschwinden wollen, na dann würde ich mich einfach an ihn kuscheln und seine Nähe spüren. Es ist einfach wie es ist, sich darüber ärgern bringt nichts und macht es meist viel schlimmer. Und ja, mir würde sogar etwas fehlen, wenn ich nicht so hibbelig wäre, nicht schon einen Tag vorher nicht mehr gescheit essen könnte, denn dann wäre er nicht der passende, er würde in mir nichts auslösen. Es wird irgendwann nachlassen auch wenn es irgendwo auch schade ist. Aber definitiv einfach so gut es geht doch locker an die Sache ran gehen, ist das beste Mittel. Nichts erzwingen und dann das tun was geht und eben auch das genießen, einfach nur Zweisamkeit kann auch herrlich sein, gibt Nähe, Vertrauen und Geborgenheit und war daher bestimmt nicht um sonst. Bei uns ist das Motto, durch meine körperlichen Gebrechen (oh Gott hört sich das alt an) eh immer, Gesundheit geht immer vor, wie wohl auch bei jedem anderen hier. Das allein nimmt schon enorm den Druck raus. Man weiß, man muss sich keine Vorwürfe machen, damit hatte ich nämlich anfangs immer ein ganz großes Problem.
      Ich schulde meinen Träumen noch ein Leben! Du auch?
      Ich hatte schon mehrere erste Dates die aufgrund meiner Nervosität ziemlich beeinträchtigt wurden. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass wenn ich bei einem Treffen Durchfall bekomme, passt es ganz und garnicht :fie:
      Hin und wieder treffe ich auf jemanden der es schafft meine Nervosität zu bändigen, aber auch das ist leider kein Beweis dafür dass es wirklich passt.