Verloren

      Meine Schatten tanzen
      in meinem Kopf
      und geben keine
      Ruhe.

      Kleine und große
      Bilder, Gedankenfetzen, die
      sich in den
      zerbrochenen Sehnsüchten spiegeln,
      die nie ganz
      sein werden dürfen,
      sondern immer nur
      das, was sie
      in meinem Kopf sind.

      Schatten, die nicht
      existieren dürfen und
      doch da sind.

      Nicht gespiegelt von
      der Realität, sondern
      von einer zerborstenen
      kleinen Welt, die
      ich nicht mehr
      zusammenzusetzen vermag.

      Sie rinnen nicht
      wie Sand durch
      meine Finger, sondern
      wie gesplittertes Glas
      liegen sie in
      meinen Händen, scharfkantig,
      bruchstückhaft, mit messerscharfen
      Kanten.

      Irritierend, weil sie
      tausendfach mich selbst
      zurückspiegeln und doch
      nie das Ganze.

      Zurück bleibt im
      Blick in ein
      bleigraues Meer aus
      wirren Schlieren, Wellen,
      die sich tosend
      an einem einsamen
      Strand voll verlorener
      Wünsche brechen, Schaum
      tanzt auf den
      Kronen der brechenden
      See.

      Gischt, die mein
      Gesicht streift und
      wenn ich mit
      meinen Fingern über
      die salzfeuchte Haut streife,
      bleibt auf meinen
      Kuppen nur eine
      ferne Ahnung davon,
      was einmal war.

      Kein Leuchtfeuer, das
      den Gedanken ihren
      Weg weist, nur
      das Meer und
      der Himmel, die
      sich irgendwo am
      Horizont zu treffen
      scheinen und denen
      doch eine Zusammenkunft
      verwehrt bleibt, wagt
      man es, genauer
      hinzuschauen.
      Glaub nicht an Zufall, Wand'rin der Nacht
      Glück wird vom Schicksal auch dir noch gebracht
      Kein Zweifel: Entweder früh oder spät
      Wird die Erfüllung noch zu dir geweht

      Warten ist schwierig und kostet viel Kraft
      Doch irgendwann sagst du: 'Ich hab es geschafft!
      Die Sehnsucht gestillt, ist mein Traum endlich wahr
      Gezeichnete Wege - jetzt ist es mir klar!'

      Vielleicht braucht es noch Zeit - wer weiß das schon?
      Eines steht fest: Geduld wird sich lohn'
      Verlier nicht die Hoffnung, die Zuversicht
      Taumelnd im Meer ist bald Ufer in Sicht

      <3
      Ein tief gehender Blick auf das Innere mit seinen Erinnerungen und Sehnsüchten - danke für diesen Blick , den jeder schon mal erblicken durfte . Die gefühlte Aussichtslosigkeit und Hoffnung auf besseres lässt sich nicht greifen aber nicht zwingen .
      Aber was bleibt ist der Weg durch die Splitter um am Ende einen Horizont zu erblicken der nicht als Mauer mit dem Meer vermischt ist sondern dabei ist einen neuen Weg zu finden .
      Funde Dich selbst wieder liebe @Nachtwanderin. Und zeige das Funkeln der Splitter .
      Wir leben alle unter dem selben Himmel , aber nicht mit dem gleichen Horizont