Tpe ...was ist es?

      Tpe ...was ist es?

      Es gibt im Forum einige Threads dazu wie weit Tpe gehen müsst/ muss,sollte/ soll.
      Aber wie steht es um die ganz eigen Meinung was es ist?
      Gerade in dem Thread um Kontrolle von sozialen Kontakten fiel mir auf, dass scheinbar weitreichendes Bdsm schon unter Tpe verbucht wird.
      Wie man an dem einen oder anderen Thread von mir sehen kann, hadere ich mit dem Begriff. Für mich ist es eine ganz tiefe Form von Ds, von Hingabe, von aufeinander eingespielt sein
      Für mich gehört es dazu das es nicht nur eine Willenserklärung ist sondern auch gelebt wird, dazu gehört für mich, dass der dominante Part bereit ist alle Bereiche zu managen, zu kontrollieren, im Blick zu haben, dazu bereit zu sein, diese zu lenken/ zu führen.
      Das setzt für mich voraus, dass es ein gewisses Erfahrungsfeld auf der aktiven Seite gibt.
      Auf der passiven Seite, sind für mich die Vorraussetzungen, dass man bereit ist abzugeben, dass man Führung anerkennt, das man sich voll und ganz in die Hände des Aktiven begibt, ohne "wenn und aber".
      Bis hier hin werden mir noch viele zustimmen.
      Viele werden es sogar so leben...theoretisch....doch wo beginnt dann der Punkt, an dem eine Beziehung ins Tpe übergeht.
      Etwas wo ich mich lange mit beschäftigt habe, da ich gar nicht so selten damit konfrontiert war, das Ausensrehrnde der Meinjng waren ich lebe Tpe.
      Eine Schublade die für mich nicht passte und immer noch nicht passend ist, in die ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht will, die mich aber zum Nachdenken brachte, warum nicht?....
      Viele Gespräche, gerade mit Paaren die diese Beziehungsform nicht nur propagieren sondern leben, brachten mich dann auf den Punkt.
      Auch wenn ich soweit alles an meinen Partner abgebe, so habe ich dennoch eine gewisse Hintertür, einen gewissen Konsens über Dinge von denen er weiß, dass er nicht ohne weiteres über meinen Kopf hinweg entscheiden könnte. Bei einigen sensiblen Themen würde er es niemals tun, zum jetzigen Zeitpunkt.
      Genau da liegt der Punkt für mich.
      Theoretisch kann er alles entscheiden, praktisch gäbe es Entscheidungen die unter Umständen die ganze Beziehung in Frage stellen.

      Genau da fängt für mich TPE an....
      An dem Punkt wo der devote Part Entscheidungen akzeptiert die er in dem Moment nicht so treffen würde und dass in alle Lebensbereichen.
      Ein guter Freund hat es für mich mal auf den Punkt gebracht. EinenTpe-Beziehung kann man gleich setzen (wenn Tpe ernst gemeint ist) mit Sub ist entmündigt und folgt den Anweisungen.
      Nach langem nachdenken und einigen Argumenten musste ich ihm recht geben.
      Wenn man Tpe ernst nimmt ist es nichts anderes als eine Entmündigung und das auf freiwilliger Basis.
      Auch wenn es sich jetzt für viele negativ anhört, für mich hat es seinen Reiz, wenn es auf einem vernünftigen Fundament steht.

      Wie steht ihr dazu

      Was bedeutet für euch Tpe?
      Wo fängt es für euch an?
      Was sind die Kriterien?
      Genau diese Fragen stelle ich mir auch seit einiger Zeit. Vor allem auch darauf bezogen, wann ich meine eigene Beziehung wohl als TPE-Beziehung betiteln würde.

      Auf der einen Seite habe auch ich so meine Felder, in denen ich nicht blind folge leisten würde. Auf der anderen Seite wären das Dinge, die mir erheblich schaden würden und würde mein Daddy mir so etwas ernsthaft befehlen, würde ich wohl auch die ganze Beziehung infrage stellen. TPE heißt ja aber eben nicht, dass Dom alles befiehlt, sondern er sehrwohl auf Sub achtet.

      Deswegen bin ich bisher zum Schluss gekommen, dass es primär ein Gefühl ist, auf das es ankommt. Vertraue ich blind, dass er immer mein Wohl im Auge hat, auch wgenn ich es gerade nicht sehe? Habe ich das Gefühl, Dom ganz und gar zu gehören?

      Allerdings gehört für mich auch dazu, dass es nicht nur empfunden, sondern auch gelebt wird. Also wenn er wirklich auch aktiv in viele Bereiche eingreift. (In allen Bereichen muss er meiner Meinung nach nicht die Kontrolle haben, weil das manchmal schlicht nicht sinnvoll ist.) Wenn er auch gelegentlich etwas bestimmt, dass mir in dem Moment so gar nicht gefällt. Wenn ich bereits gefolgt bin, obwohl sich mir der Sinn nicht erschlossen hat.

      Ich nenne meine Beziehung nicht TPE, auch wenn kein Bereich mehr ausgeklammert ist. Weil ich das Gefühl habe, dass mein Daddy noch oft Hemmungen hat, über meinen Kopf hinweg zu entscheiden. Weil ich mir oft schwer tue, direkt Folge zu leisten. Weil ich meist den Grund wissen will, bevor ich einer Anweisung nachkomme oder eine neue Regel befolge. Weil ich noch oft Schwierigkeiten habe, meine Gedanken und Gefühle zu teilen und ich dadurch noch nicht „total“ durchsichtig für ihn bin. Weil ich das Gefühl habe, sehr viel Mitspracherecht zu haben. Weil ich manchmal das Gefühl habe, ich könnte das Machtgefälle einfach aufheben, wo und wie es mir passt. Auch wenn Daddy das komplett anders sieht – das Gefühl bzw. die Angst davor, dass ich es könnte, ist einfach da. Und eben wegen all dieser Gründe, habe ich nicht das Gefühl, ihm total, voll und ganz, zu 100% zu gehören und zu gehorchen. Und deswegen ist es für mich bisher kein TPE. Aber das kann sich ja noch ändern. ^^


      Ich möchte an dieser Stelle aber noch betonen, dass sich das wirklich nur auf mich und meine Beziehung bezieht. Ich maße mir nicht an zu sagen, wann bei anderen Paaren TPE anfängt. Eben weil ich denke, dass es primär auf das Gefühl ankommt – und das ist nunmal total subjektiv.
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Callimorpha
      Ich stimme deiner Ansicht im Großen und Ganzen zu.

      TPE ist einfach Total Power Exchange.
      Nicht mehr und nicht weniger.
      Viele stellen sich vor TPE zu leben und doch ist es nur eine Vorstellung. BDSM ist bunt, heisst es oft.
      Das denke ich nicht.
      Fsog hat BDSM mainstream tauglich gemacht und das ist bunt, aber nicht unbedingt BDSM.
      Begriffe werden neu definiert und angepasst. So passiert das auch mit TPE.
      TPE ist nicht mehr total sondern etwas hiervon und etwas davon....
      Sub braucht Augenhöhe und folgt nicht blind, sondern entscheidet mit und muss natürlich alleine lebensfähig bleiben und darf nicht in eine Abhängigkeit geraten, das wäre böse.
      Repekt und Augenhöhe werden oft vertauscht und bedeuten für viele das gleiche.
      TPE ist nicht: wann eine Beziehung, das erste mal TPE genannt wird, das klingt nach es können weitere Beziehungen danach folgen und es geschieht einfach so unbeabsichtigt und zufällig ohne bewusste Entscheidung. TPE ist dass die power total abgegeben wird ohne e wenn und aber ohne Mitspracherecht und Augenhöhle.
      .Das bedeutet nicht das TPE respektlos ist.
      Das führt automatisch in eine Abhängigkeit. Und sub gibt den freien Willen und die Meinung auf, sub gehorcht und wägt nicht ab, sie richtet nicht und hat kein letztes Wort. TPE aufzulösen ist schwer möglich wenn es kein aber gibt, das äussere aber ist nur ein Spiegel des inneren aber, tpe bedeutet ohne wenn und aber. Es geschieht nicht so mal eben sondern ist eine bewusste Entscheidung, das Ego mit all seinen Gedanken wird in vielen Prozessen abgebaut.
      Jetzt kommt sicherlich der Schrei nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit und Freiheit und Gedanken und Meinung und Augenhöhe.
      in TPE gibt es keine Augenhöhe, Respekt ja aber keine Augenhöhe. Es gibt auch keine was denkst du denn? Und willst du das denn?
      Bedingungslos gehorchen bedeutet eine grosse Hingabe, damit in Harmonie und glücklich zu sein ist eine Willensentscheidung, die letzte wohl in dem langen Prozess.
      Es bedeutet nicht dass der submassive Teil unfähig war Entscheidungen zu treffen, oder dumm war bzw. isr, keine eigenen Gedanken oder Vorstellungen hat. Es bedeutet bewusst zu entscheiden, sich Entscheidungen zu entziehen, keine eigene Meinung zu den Entscheidungen zu haben und zu gehorchen.
      das geschieht nicjt von heute auf morgen das braucht zwei Tage länger.:-)
      Die Frage ist, kann man sich einem anderen Menschen so sehr hingeben? Einem anderen Menschen so sehr vertrauen? Es gibt in dem Veränderungsprozess einen Punkt of no return, der nicht mal so eben gewandelt werden kann in 4-6 Wochen.
      Wer allerdings so weit gegangen ist, will das auch garnicht.
      Was gibt es den Beteiligten? Der der, die Hingabe lebt grösste Erfüllung und dem dominanten Teil das grösste Geschenk (und auch Erfüllung,) was ein Mensch einem anderen schenken kann.
      Man muss es nicht verstehen und die wenigsten sind dafür gemacht, das ist auch vollkommen in Ordnung. Das die meisten aufschreien und Bedenken haben ist auch in Ordnung, wenn die Bedenken, da bleiben wo sie hingehören, nämlich bei einem selbst. Man hat für sich Bedenken und kann es sich nicht vorstellen.
      Es ist ein Trugschluss andere warnen zu wollen, zu meinen es besser zu wissen und retten zu wollen, dabei geht es nur un sich selbst, man will selbst sich besser fühlen. Es ist weiterhin respektlos, man glaubt zu wissen was richtig und falsch ist nicht nur für sich sondern auch für andere. Damit spricht man anderen Menschen ihre Souveränität ab und entmündigt sie auf ganzer Linie.
      Man traut dem anderen Menschen nicht zu für sich selbst entscheiden zu können aber man traut sich selbst zu für den anderen es zu können.
      Welch Größenwahn!
      Das ist nicht nur respektlos sondern man entmündigt den anderen und versucht selbst ein TPE mit anderen zu veranstalten nur verdreht und pervers.
      Warum kann man nicht zu dem Punkt kommen und sagen, der andere ist wunderbar, er ist Herr seiner Sinne und Entscheidungen, das was er tut ist nicht meins, das muss es auch nicht!!!!!
      ich respektiere den anderen aber und finde es großartig für ihn.
      Wieso glauben wir heutzutage alles besser zu wissen? Für andere? Wir richten und was uns nicht passt wird passend gemacht, so auch TPE.
      Heute leben so viele TPE, aber wägen ab und sind selbstständig und unabhängig, wie großartig und bunt doch BDSM ist. Trugschluss.
      Klar kann man so sehen, aber da drehen wir uns wieder im Kreis....

      Callimorpha schrieb:

      Was bedeutet für euch Tpe?
      Wo fängt es für euch an?
      Was sind die Kriterien?
      Die drei Fragen kann ich eigentlich in einem Satz beantworten, wenn alles an Entscheidungsgewalt ohne wenn und aber auf den anderen bewusst übertragen wurde.

      Ich kann für mich sagen, ich bräuchte immer eine Hintertür. Und es gibt einfach Bereiche, wo ich selbst entscheiden können möchte und dieses Können schließt TPE eben aus. Das Können (egal ob es auch genutzt würde, brauche ich aber für mich und mein Wohlbefinden).
      Kurz, TPE ohne Wenn und Aber leben könnte ich nicht.

      Heißt nicht, dass ich nicht akzeptiere wenn andere Menschen in einer TPE Beziehung aufgehen und ihr Lebensglück gefunden haben. Heißt nicht, dass alles in Stein gemeisselt ist, jeder entwickelt sich und wohin der Lebensweg irgendwann mal geht weiß man ja immer erst wenn man ihn gegangen ist.

      Books schrieb:

      Viele stellen sich vor TPE zu leben und doch ist es nur eine Vorstellung. BDSM ist bunt, heisst es oft.
      Das denke ich nicht.
      Und genau hier möchte ich einhaken, doch BDSM ist bunt, wie schon der Begriff an sich schon mehrere Dinge involviert und genau durch solche Aussagen wird deutlich, Toleranz ist keine Einbahnstraße.
      Ich hoffe sehr, dass Du damit gemeint hast, dass Bunt nicht bedeutet man kann die Definition des Begriffes TPE für sein Lebensmodell passend machen, sondern sollte sie bei dem belassen, was es den Buchstaben nach bedeutet "total power exchange".

      Books schrieb:

      Es bedeutet bewusst zu entscheiden, sich Entscheidungen zu entziehen, keine eigene Meinung zu den Entscheidungen zu haben und zu gehorchen.
      Das würde ich dann doch anders definieren, es bedeutet sich bewusst der Meinung des anderen unter zu ordnen, dennoch kann man durchaus und zumindest in den TPE-Beziehungen die ich bisher "kennengelernt" habe war das so, eine eigene Meinung zu Dingen/Entscheidungen haben.

      Books schrieb:

      Heute leben so viele TPE, aber wägen ab und sind selbstständig und unabhängig, wie großartig und bunt doch BDSM ist. Trugschluss.
      Klar kann man so sehen, aber da drehen wir uns wieder im Kreis....
      Da gehe ich mit Dir konform. Vermutlich genau deshalb weil Begrifflichkeiten schnell verwischt werden und manches sich vielleicht auch einfach nur im Kopf passend anhört in der Realität aber anders aussieht.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      Ich könnte jetzt anfangen, lang und breit über unsere Beziehung zu schreiben. Aber das tue ich absichtlich nicht. Leben wir TPE? Wir streben es zumindest an und unser Miteinander ist durch ein permanentes Machtgefälle gekennzeichnet.

      Generell (und das habe ich auch an anderer Stelle geschrieben) definiere ich TPE so:

      parvula_serva schrieb:

      In einer auf TPE ausgerichteten Beziehung übergibt Sub die Verfügungsgewalt in allen Lebensbereichen an Dom. Inwieweit Dom tatsächlich alle Entscheidungen über Sub trifft und somit die übertragene Verfügungsgewalt einsetzt, ist individuell für jede Beziehung. Ebenfalls individueller Ausprägung ist es, in welchem Grad bzw. auf welche Art und Weise der Alltag von Dom und Sub durch Regeln, Aufgaben und Rituale etc. strukturiert wird.
      Carpe et diem et noctem.

      Hera schrieb:

      Und genau hier möchte ich einhaken, doch BDSM ist bunt, wie schon der Begriff an sich schon mehrere Dinge involviert und genau durch solche Aussagen wird deutlich, Toleranz ist keine Einbahnstraße.Ich hoffe sehr, dass Du damit gemeint hast, dass Bunt nicht bedeutet man kann die Definition des Begriffes TPE für sein Lebensmodell passend machen, sondern sollte sie bei dem belassen, was es den Buchstaben nach bedeutet "total power exchange".
      was ich meine mit BDSM ist nicht bunt, ist ganz einfach. Heute ist BDSM Mainstream geworden und jeder definiert die Begriffe selbst und erfindet sie neu genau passend für einen selbst. Da ist TPE auf einmal was ganz anderes und auch andere Begriffe fallen dem zum Opfer. Das wird dann häufig erklärt mit BDSM ist bunt, ein jedes BDSM ist anders und Begriff ist nicht mehr "Begriff" sondern eine persönliche Begrifflichkeit. Genau das denke ich nicht, BDSM ist nicht bunt, Begriffe sind was Begriffe sind, das schließt allerdings nicht aus, das nicht jeder seine eigene Form von seinem persönlichem BDSM leben kann.
      Was die Punkte "Was ist und ab wann ist es TPE", bin ich ganz bei den Definitionen von @Hera und @parvula_serva. TPE ist eben total und da gibt es meines Erachtens keinen Spielraum für Interpretationen. Wenngleich der Spielraum jedoch in der ausgestaltung gegeben ist. Nur weil Dom alles entscheiden könnte heißt es ja nicht, dass er sub in einem bestimmten Bereich nicht den Freiraum für eigene Entscheidungen lassen kann... nur mal als Beispiel und in Anlehnung an Kommunikations-Kontroll-Thread ;)


      Books schrieb:

      Hera schrieb:

      Und genau hier möchte ich einhaken, doch BDSM ist bunt, wie schon der Begriff an sich schon mehrere Dinge involviert und genau durch solche Aussagen wird deutlich, Toleranz ist keine Einbahnstraße.Ich hoffe sehr, dass Du damit gemeint hast, dass Bunt nicht bedeutet man kann die Definition des Begriffes TPE für sein Lebensmodell passend machen, sondern sollte sie bei dem belassen, was es den Buchstaben nach bedeutet "total power exchange".
      was ich meine mit BDSM ist nicht bunt, ist ganz einfach. Heute ist BDSM Mainstream geworden und jeder definiert die Begriffe selbst und erfindet sie neu genau passend für einen selbst. Da ist TPE auf einmal was ganz anderes und auch andere Begriffe fallen dem zum Opfer. Das wird dann häufig erklärt mit BDSM ist bunt, ein jedes BDSM ist anders und Begriff ist nicht mehr "Begriff" sondern eine persönliche Begrifflichkeit. Genau das denke ich nicht, BDSM ist nicht bunt, Begriffe sind was Begriffe sind, das schließt allerdings nicht aus, das nicht jeder seine eigene Form von seinem persönlichem BDSM leben kann.
      Sorry @Books, aber Ich finde es anmaßend zu sagen, dass alle die ihr BDSM nicht nach DIN A-was-denn-nun benennen kein BDSM leben :thumbdown:

      Natürlich gibt es Begriffe wie eben TPE die per se eigentlich keine Interpretationsspielraum lassen, aber wie viele Begriffe werden denn allein hier im Forum schon ständig zerlegt? Ist das per se schlecht? NEIN! Weil es dabei hilft die passenden Schubladen oder wie auch immer man es nennen mag, für sich selbst zu finden.

      Beispiel: Sklavin. Ein Begriff der für manch einen viel Konfliktpotential birgt. Ist es nun wichtiger das sich der submissive Part Sklavin nennen lassen muss, obwohl sie den Begriff nicht für sich annehmen kann oder ist es wichtiger dass sie sich vielleicht als sub bezeichnen lässt aber Sklavin zu sein fühlt ?
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:

      Anthophila schrieb:

      Mein Gott ist es denn wirklich so schwer?

      dann sagt man halt TPE ist laut DIN eigentlich so, aber wir handhaben das anders- fertig

      deswegen ist das ned mehr oder weniger BDSM
      Dem kann ich nur zustimmen.
      Ich finde, man sollte es sogar noch ausweiten auf andere Bereiche. Zum Beispiel:
      S/M bedeutet ja "Aua", aber wir handhaben es ohne Schmerzen und nur mit sanften Streicheln.
      Deswegen wäre es ja auch nicht mehr oder weniger BDSM, solange man es so nennt. :D
      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform.
      (Rainha)

      „Es ist nicht gut, wenn wir nur unseren Träumen nachhängen und vergessen, zu leben.“
      Harry Potter und der Stein der Weisen
      @sumsi mit po
      Zitat von sumsi mit po:
      Sorry @Books, aber Ich finde es anmaßend zu sagen, dass alle die ihr BDSM nicht nach DIN A-was-denn-nun benennen kein BDSM leben

      Du legst mir Worte in den Mund, welche ich nicht so gebraucht habe! Deine Wahrnehmung und Deine Interpretation sind Deine und spiegeln Deine Gedanken wieder! Nich meine!
      ich spreche niemanden sein BDSM ab!
      Zitat Books:
      BDSM ist nicht bunt, Begriffe sind was Begriffe sind, das schließt allerdings nicht aus, das nicht jeder seine eigene Form von seinem persönlichem BDSM leben kann.
      Vielleicht verstehst du meine Worte in der Wiederholung besser.

      Anthophila schrieb:

      Mein Gott ist es denn wirklich so schwer?

      dann sagt man halt TPE ist laut DIN eigentlich so, aber wir handhaben das anders- fertig

      deswegen ist das ned mehr oder weniger BDSM
      Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer, TPE ist TPE und das hat schon vom Wortlauf eine feste Definition.
      Warum einen Begrifft verwenden, der maximal zu Unverständnis und Missverständnissen führt.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      @Books,

      Books schrieb:

      was ich meine mit BDSM ist nicht bunt, ist ganz einfach. Heute ist BDSM Mainstream geworden und jeder definiert die Begriffe selbst und erfindet sie neu genau passend für einen selbst. Da ist TPE auf einmal was ganz anderes und auch andere Begriffe fallen dem zum Opfer. Das wird dann häufig erklärt mit BDSM ist bunt, ein jedes BDSM ist anders und Begriff ist nicht mehr "Begriff" sondern eine persönliche Begrifflichkeit. Genau das denke ich nicht, BDSM ist nicht bunt, Begriffe sind was Begriffe sind, das schließt allerdings nicht aus, das nicht jeder seine eigene Form von seinem persönlichem BDSM leben kann.
      Du sagst zwar dass jeder sein BDSM leben kann, dennoch sprichst Du es denjenigen ab ihr BDSM so zu definieren wie sie es für richtig halten und wertest es als Mainstream ab. Und daran ändert auch Deine Wiederholung nichts :pardon:
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:

      WaterLily schrieb:

      Vor allem auch darauf bezogen, wann ich meine eigene Beziehung wohl als TPE-Beziehung betiteln würde.
      Das ist eine Feage die sich bei uns eigentlich nicht stellt, da wir es beide für die nahe Zukunft ausschließen.
      Mein Partner ist jetzt über 30 Jahre in Bdsm-Bereich unterwegs, hatte in der Zeit einige Beziehungen unter anderem auch eine Tpe-Beziehung über 15 Jahre.
      Wir ahnen uns lange über Ziele und über Möglichkeiten in unserer Beziehung unterhalten.
      Zum jetzigen Zeitpunkt besteht für uns beide nicht das Verlangen danach, das Partnerschaftliche miteinander hat einen hohen Stellenwert in unserer Beziehung, etwas dass wir beide derzeit sehr genießen :saint: und auch brauchen.

      Wir haben natürlich Optionen nicht ausgeschlossen, doch derzeit wird daran nicht gearbeitet, wie es in einigen Jahren aussieht, dass steht in den Sternen :)


      WaterLily schrieb:

      Weil ich das Gefühl habe, dass mein Daddy noch oft Hemmungen hat, über meinen Kopf hinweg zu entscheiden. Weil ich mir oft schwer tue, direkt Folge zu leisten
      Das kann ich nachvollziehen.
      Wobei es bei uns so ist, dass es bewusst nicht so restriktiv gelebt wird.


      Hera schrieb:

      Die drei Fragen kann ich eigentlich in einem Satz beantworten, wenn alles an Entscheidungsgewalt ohne wenn und aber auf den anderen bewusst übertragen wurde.
      Das würde ich auch so unterschreiben jedoch mit dem Zusatz, dass diese Entscheidungsgewalt auch ziemlich umfänglich genutzt werden muss.


      Anthophila schrieb:

      Mein Gott ist es denn wirklich so schwer?

      dann sagt man halt TPE ist laut DIN eigentlich so, aber wir handhaben das anders- fertig

      deswegen ist das ned mehr oder weniger BDSM
      Ja...es ist wirklich so schwierig. :yes:

      Die interessante Frage ist eigentlich eher, warum will ich etwas TPE nennen, wenn ich selber schon anfangen muss diesen Begriff zu erklären, wie ich ihn für meine Beziehung meine.

      Mir stellt sich ohnehin häufig die Frage, warum es so oft erwähnt wird, dass man eine Tpe-Beziehing führt. Der Sinn dahinter hat sich für mich noch nicht ergeben.
      Denn mit meine Vermutungen die ich dazu hatte, lag ich bis jetzt falsch.
      @Hera
      Das sehe ich auch so, und das größere Problem ist, das ein falscher Eindruck vermittelt wird. Man glaubt etwas einschätzen zu können und eine Grundlage von Verständnis für den anderen zu haben was nicht zutrifft.
      Das ist so als wenn ich sage dass ich BMW fahre und dann komme ich mit einem Trabi um die Ecke und sage ach das ist mein BMW, sieht nicht so aus und hat auch nix vom BMW aber ich nenn das Auto BMW. Der andere hält mich verständlicherweise für bekloppt.
      Warum nennen wir einen Stuhl einen Stuhl, also ich finde ein Sessel ist ab jetzt der Stuhl.....

      Wie will man denn da ernsthaft kommunizieren? Wenn alles beliebig wird?
      Warum hat jemand ein Problem? damit dass er etwas benennt nach einem Begriff was nicht stimmt?
      Wer will wirklich TPE leben?
      Und wer es nicht wirklich will in allen Konsequenzen, warum will derjenige sein BDSM so benennen nach etwas was er nicht lebt?
      Ist das eine Aufwertung?
      Ist sein BDSM nicht gut genug von den Begriffen?
      Das verstehe ich beim besten Willen nicht.
      Ich finde wir sind wieder an einem Punkt wo Begriffe gebeugen werden sollen, warum?
      Ich fühle mich nicht weniger als BDSMler weil ich das T in TPE nicht lebe also muss ich diesen Begriff auch nicht für meine Beziehung verwenden.

      Ich gehe ja auch nicht zur Hotdogbude und bestelle einen Hotdog mit allem um dann sukzessive zu sagen aber bitte doch ohne Gurken und Röstzwiebeln und bitte kein Ketchup, am Ende habe ich immer noch einen Hotdog aber eben für mich passend.

      Mal abgesehen davon, dass es doch auch nicht nur hier im Gespräch zu Missverständnissen führt sondern auch beim Suchen nach einem passenden Partner.

      Spannend das dieser Punkt immer wieder die Gemüter beim Sprechen über TPE berührt, käme jemand auf die Idee zu sagen ich lebe Bondage ohne ein Seil im Haus zu haben?
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer

      Anthophila schrieb:

      dann sagt man halt TPE ist laut DIN eigentlich so, aber wir handhaben das anders- fertig

      deswegen ist das ned mehr oder weniger BDSM
      Richtig, es ist natürlich BDSM, das steht außer Frage. Aber es ist halt kein TPE.

      Und TPE ist BDSM, aber nicht alles BDSM ist auch TPE. So, wie ein Apfel Obst ist und eine Birne auch. Aber eine Birne ist kein Apfel. :pardon:

      T = Total, nicht ein wenig oder ausnahmsweise oder "mit Ausnahme von ..."
      (wo bei das "E" natürlich auch ein wenig irreführend ist, denn "getauscht" wird da wenig, eher übergeben *g* - höchstens im Sinne von Austausch: Ich übergebe alles und erhalte dafür Fürsorge :gruebel: )

      Und genau da liegt für mich die Antwort auf die Fragen aus dem EP: Ich übergebe die Macht und ich gebe mich. Vollständig, ohne Einschränkung, ohne Frage, ohne Ausnahme. Ich erhalte dafür auch etwas. So, wie mein Gegenüber viel erhält und viel gibt.
      Und am Ende hat man Menschen, die voneinander genau das bekommen, was sie wünschen und brauchen.

      Callimorpha schrieb:

      @Azrael nichts gegen deinen Humor, ich fände es aber wirklich schön, wenn man das Thema auch mal etwas tiefer diskutieren könnte, ohne gleich wieder auf DIN-Normen zu kommen oder es ins Lächerliche zu ziehen. :/

      Denn der Anfang dieser Diskussion war ja gut
      Es ist das Übliche :D Wortklauberei, in der jede/r Recht haben will/behalten will <X . Das wollte ich damit verdeutlichen - dass Worte nicht ohne Grund das bedeuten, was sie bedeuten :pardon: . Damit wollte ich nix ins Lächerliche ziehen :fie: . Dann diskutiert mal schön ;) Ich bin aus dem Fred hier raus.
      Ich bin, wer ich bin. ^^
      Deine Zustimmung wird nicht benötigt. :pardon:

      Callimorpha schrieb:

      Was bedeutet für euch Tpe?
      Wo fängt es für euch an?
      Was sind die Kriterien?
      ich bin mir unsicher ob ich da eine ganz klare Grenze ziehen kann - für mich gibt es da einen Graubereich/ Übergangsbereich.

      Es bedeutet für mich schon alle Rechte abgeben und auf Dom zu übertragen.......ob das immer ohne Einwände ist, die gehört werden wollen...hmmm- ich denke da noch drüber nach.

      Im Grunde ja.....sonst wäre es nicht ganz und gar und das wäre ein Kriterium für mich.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.