Konsequenzen - Gedankengang zur Dynamik am Anfang

    Der Server wird vorraussichtlich am 21.09.2021 irgendwann gewartet und damit für ein paar Stunden nicht erreichbar sein. Keine Panik!

      Liebes @Feuerpferd,

      bevor hier etwas anbrennt: ein Trauma, welches unerkannt ist wird nicht zur Debatte stehen und das ...

      Feuerpferd schrieb:

      Für mich bedeutet das, dass Du ein Tabu nicht wirklich respektierst und es Dich vielleicht sogar reizen könnte, Sub zu beweisen, dass das Trauma nicht mehr relevant ist. Finde ich eine sehr gefährliche Richtung.
      ... finde ich ein vermessenes, beleidigendes und zu tiefst vorurteilbelandenes Interpretationsmuster.

      Tut mir leid
      HvR
      Ähhh...Hüstel*

      @Feuerpferd ich habe den Beittag von @Herr von Rhea anders verstanden als du.

      Wenn jemand etwas als Tabu definiert, ist es erst mal so, Punkt.
      Allerdings kann sich natürlich der aktive Part herausnehmen, darüber mehr wissen zu wollen, vorallem dann, wenn es ihn im seinen Spielfeld einengt.

      Da haben wir dann wieder zwei Situationen, entweder der passive Part erklärt sich, so dass der aktive Part, auch für sich einschätzen kann, ob er mit einer solchen Situation umgehen kann und will.
      Denn auch da hat jemand das Recht zu sagen, ich kann das nicht!

      Die Variante zwei,,der passive Part will nicht darüber reden, dann kann es unter Umständen zu der Situation führen, dass der aktive nicht die "Katze im Sack" haben will.


      Ich hatte es schon mal in einem anderen Thread erwähnt, wenn ich auf der aktiven Seite unterwegs bin, ist es mir persönlich wichtig Mienenfelder zu umgehen. Ich persönlich habe keine Session mit jemanden, der nicht ganz offen und ehrlich mit mir kommuniziert, ich übernehme nicht die Verantwortung für irgendwelche Geheimnisse. Und ja ich möchte ein Trauma auch einschätzen können und entscheiden können, ob ich mit der Person in eine Session gehe und wenn ja wie weit.
      Ohne das es mich reizt an einem Tabu auch nur zu kratzen.
      .... vielleicht falle ich jetzt total aus dem Rahmen, aber ich selber habe eher erlebt, dass ein Tabu eines Dom's selten aufgeweicht wird...er bleibt in der Regel bei seiner eingeschlagenen Richtung treu , vor allem, wenn es um etwas geht.. was er sich für seine Sub, z. B. eine lustvolle Ergänzung durch eine Frau vorstellen kann-

      wenn dann allerdings der Wunsch, ich spreche nicht vom "Must Have"geäussert wird...dass sich subbie sich eine zusätzliche männliche Dominanz wünscht im Spiel,
      da bricht dann Eiszeit aus - ganz dünnes Eis!

      Bei essentielle Einstellungen, die der DOM formuliert hat,habe ich gaaaaaaanz selten ein Abweichen vom Tabu erlebt,wobei ich die ein oder andere sub kennengelernt hab, die ihr dort angesiedeltes TABU, dem Herrn zu liebe hat aufweichen lassen...

      Das ist nur EIN Bsp.
      Es gibt sicherlich viele andere, die auch an Praktiken geknüpft sind.

      Zum Trauma hingegen muss ich sagen, dass irgendwann der Punkt kommen muss, dass man da den Mann, den DOM und Liebenden ran lassen muss, denn es schränkt definitiv das Er-Leben und auch die emotionale, geistige Freiheit (beider) ein, an diesem Bereich immer wieder in
      Kompensationsmuster zu verfallen oder Vermeidungsstrategien zu entwickeln.
      Es geht nämlich auch anders mit positiven Überschreiben

      Aber das hängt sicher von der "Reife und der Phase ab, in dem die Aufarbeitende steckt und wie empathisch Dom damit umgeht.

      Es ist sogar bei mir ein Must-Have, dass sich der Spiel/Partner darauf einlassen muss,sonst wird es nämlich sehr haarig.

      Feuerpferd schrieb:

      Das finde ich vermessen und erschreckt mich auch.
      Tut mir leid.
      Wie willst Du das wissen?
      Wenn das oft nicht einmal die traumatisierte Person selbst weiß?

      Für mich bedeutet das, dass Du ein Tabu nicht wirklich respektierst und es Dich vielleicht sogar reizen könnte, Sub zu beweisen, dass das Trauma nicht mehr relevant ist. Finde ich eine sehr gefährliche Richtung.
      Ich glaube liebes Feuerpferd, dass Du beim Thema Tabu vielleicht ein wenig zu emotional liest. Ich habe das Post geliked, schon alleine deshalb, weil ich HvR Aussagen dazu als sehr verantwortungsvoll sowohl für sub als auch für Dom empfunden habe. Ich habe da keinerlei Respektlosigkeit und Ignoranz raus lesen können. Im Gegenteil bei jemandem der so mit Tabus umgeht würde ich mich bestens aufgehoben fühlen.

      Noctua schrieb:

      .... vielleicht falle ich jetzt total aus dem Rahmen, aber ich selber habe eher erlebt, dass ein Tabu eines Dom's selten aufgeweicht wird...er bleibt in der Regel bei seiner eingeschlagenen Richtung treu , vor allem, wenn es um etwas geht.. was er sich für seine Sub, z. B. eine lustvolle Ergänzung durch eine Frau vorstellen kann-

      wenn dann allerdings der Wunsch, ich spreche nicht vom "Must Have"geäussert wird...dass sich subbie sich eine zusätzliche männliche Dominanz wünscht im Spiel,
      da bricht dann Eiszeit aus - ganz dünnes Eis!

      Vielleicht bin ich ja das karierte Maiglöckchen aber ich sehe das anders.
      Ich lese sehr oft heraus, das die sub gewillt ist Tabus zu brechen um zu gefallen - bitte nicht verärgert sein aber vielleicht sollte man sich da auch als sub auf für einen selbst wesentliche Dinge konzentrieren. Es gibt Dinge die würde ich nicht tun, nein auch nicht aus Liebe oder aus Devotion - allerdings weiß ich für mich durchaus, dass ich so wesentliche Dinge vorher wüsste und eine Beziehung gar nicht zustande käme.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      @Noctua
      Über ein Trauma zu sprechen erfordert sehr viel Vertrauen. Das kann in der Eingangsphase einer wie immer auch gearteten Beziehung doch noch gar nicht so groß sein. Man kennt sich doch noch gar nicht. Und es kann schon gar nicht die Aufgabe des/der Dom sein, das aufzuarbeiten. Wenn sich im Laufe der Zeit Heilung oder Besserung ergibt, ist es gut. Aber es ist weder Recht noch Pflicht, da etwas zu bearbeiten.
      Es steht dem anderen frei zu gehen, wenn er damit nicht klar kommt. Genauso wie wenn einem das Tabu des anderen nicht passt. Aber Muss gibt es da keines.

      Feuerpferd schrieb:

      Herr von Rhea schrieb:

      zweitens nehme ich mir selbst das Recht heraus einschätzen zu wollen, welche Tragweite solch ein Trauma denn noch haben könnte
      Das finde ich vermessen und erschreckt mich auch.Tut mir leid.
      Wie willst Du das wissen?
      Wenn das oft nicht einmal die traumatisierte Person selbst weiß?

      Für mich bedeutet das, dass Du ein Tabu nicht wirklich respektierst und es Dich vielleicht sogar reizen könnte, Sub zu beweisen, dass das Trauma nicht mehr relevant ist. Finde ich eine sehr gefährliche Richtung.
      Dann mache ich mal die Schublade des bösen, bösen Dom, die von dir geöffnet wurde noch etwas weiter auf.
      Ich selber nehme mir das gleiche Recht raus.
      Und weil ich so ein böser Dom bin, habe ich bei einer Sub nicht nur das Tabu Anal nach ihrer Erklärung akzeptiert sondern selbst noch Einschätzungen bezüglich der Tragweite getroffen. Weiter als von Sub gewollt.
      Deren Tabu resultierte nämlich aus einer Vergewaltigung dort.
      Und, oh böser Dom, habe ich mich dann noch zusätzlich von ihrem Po ferngehalten.
      Habe davon abgesehen, sie von hinten zu umarmen und mich an sie zu drücken.
      Eben weil es Flashbacks hätte auslösen können.
      Aber man ist ja per se böse, wenn man postet, dass man die Tragweite selbst auch einschätzen möchte.

      Was Tabus bei Doms angeht... Eines meiner Tabus war immer Nadeln.
      Aus Liebe zu der gleichen Sub habe ich dieses Tabu damals beiseite gelegt und einen Nadel Workshop besucht um ihr Freuden bereiten zu können. Und ich kenne auch noch andere Doms, die aus Liebe zu ihrer Sub mit Tabus gebrochen haben.
      Nur reden sie nicht so viel darüber.

      Wünsche noch viel Spaß mit der Schublade "böser Dom" allerseits.
      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform.
      (Rainha)

      „Es ist nicht gut, wenn wir nur unseren Träumen nachhängen und vergessen, zu leben.“
      Harry Potter und der Stein der Weisen

      Noctua schrieb:

      ganz dünnes Eis!
      Warum nur :whistling: , @Noctua amüsiert mich dieser Satz? Na, weil er in einem Forum wie diesem natürlich kein Tabu sein sollte :old:

      LadySarah schrieb:

      Über ein Trauma zu sprechen erfordert sehr viel Vertrauen.
      Da gebe ich Dir, @LadySarah natürlich vollkommen recht. Dennoch ein kleiner Zusatz meinerseits:

      Selbstverständlich muss sub nicht bei einem ersten Treffen alle intimsten Details offenbaren. Dennoch trägt sub hier die Verantwortung, ihre eigenen Triebe soweit zu zügeln, wie sie sich auch ziert, sich Dom auch in dieser Frage gegenüber "naggisch" zu machen. Erklärt sub sich, wissend um ein tabubegründendes Trauma, nicht, erst recht, wenn Dom gezielt nachfragt, dann handelt sub vollkommen verantwortungslos. Im schlimmsten Fall gibt das ein trauriges Folgetrauma eines an und für sich unschuldigen Dritten.

      Mir als Dom geht es dabei um Dinge wie "den richtigen Abstand halten", "Beobachten", "Bewusstheit", "Einschätzung" - schlicht um die Verantwortung für mein Handeln. Und in keinster Weise maße ich mir an, sub hier heilen zu können, bestmöglich beschützen und begleiten, aber nicht therapieren.

      Soweit zu meinen Erwartungen an dieser Stelle
      HvR
      @Lady Sarah...

      Lady Sarah schrieb:

      Wenn sich im Laufe der Zeit Heilung oder Besserung ergibt, ist es gut. Aber es ist weder Recht noch Pflicht, da etwas zu bearbeiten.
      Wennn ich schreibe, dann ist das meine Entwicklung als Frau, als Therapeutin, auch als Traumatisierte und als sub die ich schon vor dem Trauma war und nachher umso mehr bin..!!!

      Das ist keine allgemeingültige Entwicklung, sondern meine mir eigene und weil Beziehungen sich weiterentwickeln mit dem Vertrauen in den Partner.
      Ich bin nicht als Frau, als sub oder Traumatisierte stehen geblieben, sondern habe und hatte den Raum, mit dem passenden Herrn an meiner Seite weiter zu gehen....

      Das ist allemal besser als Stillstand, resignieren... erstarren... oder aufgeben eines Teils im Erleben.

      Feuerpferd schrieb:

      Herr von Rhea schrieb:

      zweitens nehme ich mir selbst das Recht heraus einschätzen zu wollen, welche Tragweite solch ein Trauma denn noch haben könnte
      Das finde ich vermessen und erschreckt mich auch.Tut mir leid.
      Wie willst Du das wissen?
      Wenn das oft nicht einmal die traumatisierte Person selbst weiß?
      Ohne @Herr von Rhea da jetzt böse Hintergedanken zu unterstellen bzw unterstellen zu wollen, kann ich @Feuerpferds Gedanken hier schon nachvollziehen. Wenn man das SO formuliert da stehen lässt....

      Nimmt man dann @LsS

      LsS schrieb:

      ..., habe ich mich dann noch zusätzlich von ihrem Po ferngehalten.
      Habe davon abgesehen, sie von hinten zu umarmen und mich an sie zu drücken.
      Eben weil es Flashbacks hätte auslösen können.
      dazu oder die nachfolgende Ergänzung von HvR, dann wird da mMn ein Schuh draus :pardon:
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:
      @sumsi mit po
      Ich denke, es hängt davon ab mit welchen Gefühlen und was für einer Einstellung man Beiträge liest.
      Geht man im Grundsatz davon aus, dass ein Dom seiner sub schaden will, so kann man natürlich zu dem Rückschluß kommen, der gezogen wurde.
      Geht man im Grundsatz aber davon aus, wie ich zum Beispiel, dass der Dom seine Sub schützen will, dann kommt man zu einer anderen Schlußfolgerung. Mir war beim Lesen klar, dass @Herr von Rhea es auf eine beschützende und fürsorgliche Art meinte. So wie es dann näher beschrieb.
      Es kommt halt immer auf die "Einstellung" und die Gefühle an, mit der man liest.

      Ansonsten einfach mal kurz beim Poster nachfragen, bevor man Dinge in etwas Geschriebenes interpretiert, dass so nicht da steht. :)
      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform.
      (Rainha)

      „Es ist nicht gut, wenn wir nur unseren Träumen nachhängen und vergessen, zu leben.“
      Harry Potter und der Stein der Weisen
      Ich würde den Eingangspost mittlerweile weiter interpretieren:

      Ich spreche grundsätzlich von Mann und Frau (auch wenn die Beiden dann zueinander BEWUSST in einer Art Einfluss-Gefälle stehen).
      Ich habe schließlich auch 12 Jahre eine Beziehung mit Gefälle gelebt OHNE „BDSM“ (also ohne bestimmte Handgriffe, Praktiken, die man darunter zählt, im sexuellen und im Alltagskontext)!!!

      Meist ist einer dominanter und einer devoter in der Liebesbeziehung. Bei „Vanilla“- Paaren gleicht es sich in den unterschiedlichen Bereichen wohl eher aus? So dass eine Art objektiv gesehenes Gleichgewicht entsteht/erscheint. Bei BDSM-Beziehung eben oft nicht.

      Das führt meiner Meinung nach dazu, dass eher der Dominante bei seinem Stand bleibt. Er ist überzeugter (und 12 Lebensjahre lang, war ich es in meiner Ehe), sicherer, sturer in seinen Ansichten und hält diese eben auch in Auseinandersetzung, Diskussion und rein praktisch auch lange und nimmt größere Konsequenzen in Kauf oder lässt sich von diesen nicht in seinem Weg und seinen Ansichten beunruhigen oder ins Schwanken bringen.
      Der devote neigt im Durchschnitt zur Anpassung, zum Mitgehen und fühlt sich im Idealfall in der Beziehung wohl, weil der dominante die Beziehung, Liebe und den gemeinsamen Weg im Blick hat (auch wenn es von Außen und „objektiv“/pragmatisch von anderen Menschen oft anders aussieht/gesehen wird- je nachdem, wie sehr der devote damit kämpft, dass der Weg des dominanten sich durchsetzt).

      Es braucht schon Einiges von devoter Seite, bei anderer Meinung, bei top die Meinung tatsächlich zu verändern.
      Meinem Gefühl nach, macht wohl auch gerade das den top aus. Auch wenn ich mir als sub derzeit noch häufiger mehr Entgegenkommen wünschen würde :cursing: .

      Ich finde es deshalb auch extrem schwer, so eine Beziehung zu finden und zu halten. Sowohl meine Seite als dominanter Part war sehr schwierig, damals, als auch jetzt mein Platz auf der devoten Seite des Beziehungs-Spiels (was ja kein Spiel, sondern purer Lebensernst ist).

      Klar kann man versuchen, bei der Partnersuche, so viele Parameter wie möglich abzugleichen, bevor man sich emotional einlässt (die teuren Partnersuchplattformen im I-Net verkaufen sich ja dadurch!). Ich glaube nicht daran. Dafür finde ich den Menschen viel zu komplex und sein ganzes Leben in Entwicklung, Veränderung und nahen (Liebes!)Beziehung vor allem von Emotionen geleitet.

      Grundsätzlich glaube ich an eine gewisse Ähnlichkeit in der Sozialisation die Hilfreich ist. Was dann auch dazu führen dürfte, dass die, die ihr Profil anhand einer checkliste ausfüllen auch auf ähnliche Gegenüber stoßen dürften. Jemanden, den das nicht anspricht, der wird auch nicht schreiben.

      Ich sehe es aber auch kritisch, wenn man, weil man Mann mit dom übersetzt und Frau mit sub, dazu übergeht, die Partnersuche anhand von BDSM- Checklisten zu gestalten. Und das noch VOR einem ersten Kontakt. Gaaaanz schwierig. Und schade für viele Anfänger, finde ich, die sich darin verhaspeln, weil sie meinen dass, wenn dom draufsteht auch dom für sie drin wäre und umgekehrt.

      Falls jemand ausschließlich Affäre sucht und nicht die große Liebe und Lebensbegleitung, könnte ich mir u. U. vorstellen, dass es etwas leichter ist anhand von bestimmten Parametern (dann eben auch BDSM-Parametern) das passende Gegenüber zu finden.

      E`s d (Liza)
      @Elizabeth`s devotion
      Nach deiner Definition wäre ein jeder Haustyrann ein Dom. Nein, dominant im Sinne von BDSM ist doch etwas anderes.
      Und Dom ist musst gleich Mann
      Und SUB ist nicht gleich Frau
      Es gibt genug weibliche Doms
      Und was sollte falsch daran sein zu wissen, was einem in der Beziehung wirklich wichtig ist? Und was man hat nicht will?
      Liebe kann auf Dauer auch zerbrechen, wenn man nicht bekommt, was man braucht. Oder ständig überfahren wird mit Dingen, die man eigentlich ganz und gar nicht will. Und beides passiert sehr leicht, wenn die Neigungen einfach nicht zusammenpassen. Kompromissbereit sollte man zwar sein, aber die Grundzüge müssen passen.

      Noctua schrieb:

      Bei essentielle Einstellungen, die der DOM formuliert hat,habe ich gaaaaaaanz selten ein Abweichen vom Tabu erlebt,wobei ich die ein oder andere sub kennengelernt hab, die ihr dort angesiedeltes TABU, dem Herrn zu liebe hat aufweichen lassen...
      Ich kann das tatsächlich bestätigen.
      Selten habe ich erlebt, dass einer meiner Doms etwas mit mir tun wollte, dass er selbst zum Tabu erklärt hat.
      Daran bestand für mich nie ein Grund zum rütteln, denn diese Tabus betrafen in der Regel Praktiken, die ein spezielles anatomisches, medizinisches Wissen voraus setzten, die diese Doms nicht hatten und sich deshalb nicht zu trauten.
      Ein gutes Beispiel dafür ist Atemkontrolle.
      Das klingt erst einmal banal, aber dabei kann viel schief gehen. Es ist verantwortungsvoll als Dom zu wissen wo die eigenen Grenzen liegen.
      Wenn es dagegen um etwas geht was sie noch nie gemacht haben, aber einfach und gefahrlos um zu setzen ist, sind sie eher bereit es zu testen.

      Es ist immer ein bisschen schwierig für mich Profile zu lesen in denen es darum geht, was Dom alles von der zukünftigen Sub erwartet. Meist springe ich da schon ab.
      Einer der bis ins Detail durch exerziert welche Größe, Gewicht und Körbchengröße die Sub haben darf, fällt genau so durch wie einer, der schon einen schier endlosen Monolog mit sich selbst führt, was er von Sub sonst noch alles erwartet.

      Tabus sollten für mich in meinen persönlichen Beziehungen eine nachvollziehbare Begründung haben.
      Alles andere entwickelt sich und darf ausgiebig kommuniziert werden, denn dann wird es ein gegenseitiger Lernprozess von dem beide Partner profitieren und an dem sie Vergnügen haben.
      "Behalte sie. Sie ist wertvoll. 2 Monate. Schau aus dem Fenster."
      Mein Traum von dir.
      Ich habe die letzten Tage damt verbracht, zu überlegen, ob ich noch einmal etwas dazu schreibe, was ich gemeint und gedacht habe.

      Letztendlich möchte ich jedoch nicht, dass einige Mitglieder hier denken, ich wolle alle Doms grds. als böse hinstellen und ihnen Boshaftigkeit unterstellen.
      Wer mich kennt, weiß, dass das das Letzte ist, was ich denke.
      Daher hier nun eine kurze Erläuterung meiner Gedankengänge (und ich hoffe, sie werden richtig verstanden):

      Warum triggerte es mich so stark, wenn Dom im Fall eines Tabus von Sub aufgrund eines Traumas sagt "Ich nehme mir das Recht heraus, einschätzen zu wollen, welche Tragweite solch ein Trauma noch haben könnte."?

      Mir ist inzwischen bewusst, dass dieser Satz im Zusammenhang der Vorsätze fürsorglich gemeint war.
      Ich kann ihn nunmehr auch so lesen und möchte daher @Herr von Rhea für meine erste Reaktion um Entschuldigung bitten. Es tut mir aufrichtig leid.

      Ich hatte ihn jedoch zuerst, mea culpa :/ , nicht so gelesen (was wiederum dem üblichen Problem des "Nur-Lesens" geschuldet ist, dass dadurch gewisse Dinge wie Betonung, Gestik, Mimik etc. wegfallen und natürlich auch der Stimmung des Lesenden).
      Was mir damals beim Lesen nicht klar wurde, war der Beweggrund dahinter.

      Es ging (wenn ich es jetzt richtig verstanden habe) darum, dass Dom mögliche Tabus kennen möchte und auch den Grund dahinter, damit es ihm GERADE möglich ist, das Tabu zu umgehen. Ohne Tabunennung mit Grund dahinter hat Dom keine Möglichkeit, mögliche Traumas zu verhindern, die er unbewusst dann berühren könnte.

      Es ging nicht darum, bei einem Tabu zu beurteilen, inwieweit Dom es einhält oder aufweicht. So hatte ich jedoch den Satz verstanden.

      Ich würde mich freuen, wenn mir jemand sagen kann, ob ich es jetzt richtig verstanden habe.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Liebes @Feuerpferd,

      @Existentmale hat es bereits angedeutet, selbstverständlich kann aber nur ich als angesprochener Autor des Posts hier abschließend bestätigen, dass Du den Nagel jetzt auf dem Kopf getroffen hast.

      Ich finde es auch eines große Geste, dass Du es hier einfach kurz ergänzt, da ziehe ich meinen Hut vor, den das ist nicht selbstverständlich. Ich entschuldige mich auch für meinem durchaus harschen Tonfall, den ich zugegeben sogar bewusst verwendet habe.

      Aber so bewusst dieser war, so bewusst habe ich auch nicht Dich in Person angesprochen, sondern auf ein Interpretationsmuster hingedeutet. Jene sind uns zwar zu eigen und gehören damit zu uns als Person, tatsächlich neigen sie aber auch dazu, sich zu verselbständigen und dann braucht es vielleicht auch eine irgedwie geartete Anregung von außen.

      In dem Zusammenhang mag ich noch auf deine Frage ...

      Feuerpferd schrieb:

      Warum triggerte es mich so stark, wenn Dom im Fall eines Tabus von Sub aufgrund eines Traumas sagt "Ich nehme mir das Recht heraus, einschätzen zu wollen, welche Tragweite solch ein Trauma noch haben könnte."?
      ... einen Rat geben:

      Du hast ein offensichtlich gutes und vertrautes Verhältnis zu Deinem Dom, wie in Deinem Blog zu lesen ist. Suche mit ihm die Antwort darauf. Nicht hier im Forum, denn wir alle kennen Dich nicht annähernd so gut wie er (würde ich mal behaupten).

      Also: nix für ungut und herzlichen Dank für deinen aufrichtigen Post hier.

      Grüße zum Wochenende
      HvR

      LsS schrieb:

      mommy`s girl schrieb:

      Und auch ich bin, wie Einige Andere hier, der Meinung, dass Niemand ein "Recht" auf Erfüllung seiner Must - Haves hat.
      Ein Recht auf Erfüllung hat man natürlich nicht.Dennoch hat man, zumindest in Deutschland, neben den Menschenrechten auch das Recht dann zu sagen "Ich will dann keine Beziehung".
      Auch wenn das vielleicht ein Luxus ist, aber ich bin so frei zu sagen, diesen Luxus gönne ich mir ;)
      Das steht selbstverständlich Jedem frei. :)

      Wenn man allerdings ein "Must have", hat, dass Viele potientielle PartnerInnen ablehnen (so wie z.B. meine Neigung Ageplay), muss man sich früher oder später entscheiden, ob man entweder vielleicht immer alleine bleibt, oder sich für eine Beziehung entscheidet, in der dieses "Must have", nach dem man sich sehnt, nicht oder nur teilweise erfüllt werden kann.

      Allerdings würde ich niemals von einer Partnerin erwarten, dass sie wegen mir auf Tabus verzichtet. Daher verstehe ich einen Teil der Diskussion emotional nicht so wirklich. Denn ich bewerte Tabus deutlich höher als Must haves. Tabus haben oft essentielle Ursachen. Daher sind sie ja Tabus.
      "Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
      Wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."
      (Marie von Ebner - Eschenbach)

      Herr von Rhea schrieb:

      Kaum verwunderlich, dass bei einer solch gefühlten "Lage auf dem Markt" der Eindruck entsteht, dass subs die heimlichen Doms sind und Begriffe wie Dumm-Dom und Wunschzettel-sub eine steile Karriere machen. Ein Pyrrhussieg der sub-Gewerkschaft vielleicht?
      Vielleicht hat nicht Jede(r) den Wunsch, eine D/S betonte Beziehung zu führen....? Ich z.B. habe diesen Wunsch nicht, obwohl ich mich auf einer BDSM Seite befinde, weil ich mich für Teilbereiche interessiere.

      Habe ein Zitat versehentlich kopiert; entschuldigt.
      "Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
      Wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."
      (Marie von Ebner - Eschenbach)

      Noctua schrieb:

      Das ist allemal besser als Stillstand, resignieren... erstarren... oder aufgeben eines Teils im Erleben.
      Ich glaube dir, dass es für dich gut ist, und du du dich jetzt so wohl fühlst, und das freut mich auch ehrlich, aber Jeder hat das Recht zu entscheiden, wie er mit Erlebtem umgeht, und ich finde nicht, dass man es bewerten sollte, wie Andere Traumatisierte ihr Leben jetzt leben.

      Für Manche ist es eben wichtiger, sich geschützt zu fühlen und dadurch auf Vieles, was vielleicht bereichernd wäre, zu verzichten.
      "Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
      Wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."
      (Marie von Ebner - Eschenbach)
      @mommy`s girl... jede(r) muss(steht frei) seinen/ihren Weg gehen-wie weit jemand kommt und welches Ziel jemand verfolgt, ist sehr individuell...!

      MEIN ZIEL ist und war die komplette Wiederherstellung, denn ich lass mir nicht von einem Täter, mein ER-Leben, MEIN Leben, mein Vergnügen, mein Lust an Sexualität (Sinnlickeit /Bdsm) kaputt machen und mich so einschränken im Ich - Erleben,dass ich nur ein Teil meiner selbst bin.
      ...
      Ich möchte nicht "missionieren" - jedem das Seine... ich WILL LEBEN ohne wenn und aber!