BDSM /SM Camp

      Mirarce schrieb:

      Den richtigen oder falschen Weg gibt es nicht, nur einen persönlichen Weg.der sich richtig anfühlen sollte.

      Absolute Zustimmung.

      Mirarce schrieb:

      Wenn ich hier im Forum lese oder auch in anderen Foren, gibt es etliche Beiträge von Subs die mit "ihrem" Dom ins Unglück gelaufen sind. Gibt es diese Berichte auch über Schulen, Camps, ect?
      Sicher sind es weniger Subs die den Weg suchen und gehen, doch wenn es soooo schlimm wäre müsste es doch such dort Berichte "wie Sand am Meer" drüber geben.

      Du hast Recht, wir wissen es am Ende nicht. Es könnte, wie Du sagst, daran liegen, dass ein Camp der sehr viel seltenere Weg zu BDSM ist und entsprechend wenige etwas Negatives berichten können. Oder dass die danach so traumatisiert sind, dass sie nie wieder in einem BDSM-Forum posten wollen. Oder dass es so klasse ist und so viel weniger Anlass zu Beschwerde gibt als mit dem Dom um die Ecke. In der Tat kann ich mich an viele negative Berichte zu einzelnen Doms erinnern (und viele positive), aber weder an negative Berichte zu Camps noch an positive.

      Mirarce schrieb:

      Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wenn es Gedankenbrücken von BDSM zu Sekten gibt.

      Das tut mir leid, da hast Du mich missverstanden. Ich habe keine Verbindung von BDSM zu Sekten gezogen. Ich habe eine Verbindung von einer Situation, in der wenige "Wissende" (angeblich erfahrene BDSMler) einer Gruppe von "Novizen" (Neulinge im Bereich BDSM) den "richtigen Weg" (Ausbildung) aufzeigen und am Ende vielleicht sogar noch selbst "initiieren" wollen. Außerhalb von BDSM kenne ich einige Menschen, die in diversen Settings (Marketing, Selbsterfahrung, ...) in solche Fallen gelaufen sind. Es ist nicht BDSM, es ist die Struktur.

      Mirarce schrieb:

      Was hat das nicht wenig umstrittene "Stanford Prison Experiment" denn mit dem Thema überhaupt zu tun, vorallem mit BDSM?

      Es hat damit zu tun, dass Situationen, in denen eine Gruppe von Menschen in einer abgeschiedenen Situation Macht über eine andere Gruppe von Menschen erhält, die Gruppendynamik dazu führen kann (nicht: muss), dass das ganze sehr aus dem Ruder läuft. Hier: Dass einzelne unerfahrene BDSM-Neulinge vielleicht Dinge tun oder geschehen lassen, die sie in einem anderen Setting nicht getan hätten, weil sie sehen, dass andere das machen ("dann muss das wohl so sein") oder sich vor der Gruppe nicht blamieren wollen, dass sie sich das nicht trauen.

      Mirarce schrieb:

      Sind das Erfahrungswerte von dir? dann würde ich mich freuen wenn du mich da näher drüber aufklären könntest.
      Nein, natürlich nicht. Es ist meine nicht durch Fakten untermauerte Meinung. Ein Vorurteil, wenn Du so willst. Da hast Du den Finger schon richtig in die Wunde gelegt.

      Aber es gibt viele Dinge, wo man keine persönliche Erfahrung hat und trotzdem die inneren Alarmglocken klingeln und vor "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" warnen, wie es früher hieß.
      Nenn es Vorurteil, nenn es Lebenserfahrung. Ich nenne es "das hört sich einfach komisch an, würde ich nicht riskieren". Und dieses Gefühl wollte ich der fragenden Threaderstellerin mitteilen.

      Ich liege da gern völlig falsch. Das fände ich überhaupt nicht schlimm. Schlimm fände ich es, wenn es denn wirklich schiefgänge, weil sich keiner traut falschzuliegen.
      Da muss ich es dann auch aushalten, das Etikett Bedenkenträger zu bekommen. Fair.

      EDIT: Und wie ich in meinem ersten Post schon schrieb, auf keinen Fall will ich irgend einen Lifestyle, oder irgend eine Art, BDSM auszuleben, z.B. in privaten Zirkeln oder Schulen, oder wie auch immer in Misskredit bringen. Zum Beispiel die Richtung, wie Callimorpha oben schrieb. Ich weiß, dass es da eine ganze Subkultur gibt, und das ist wunderbar fein, und da müssen die sich wenn selbst dazu äußern. Aber mir schien die Threaderstellerin nach etwas anderem gefragt zu haben, was ich weniger mit BDSM überhaupt und mehr mit Dschungelcamp assoziiere und wo es mich nicht wundern würde, das in der Rubrik Dummdom wiederzufinden. Nur darauf bezog sich meine Antwort. Vielleicht habe ich das einfach in den falschen Hals bekommen und reflexhaft gepostet. Nichts für ungut.

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      Ich habe das Gefühl es wird hier von ganz unterschiedlichen Dingen geredet.
      Denn einiges passt nicht zusammen.

      let schrieb:

      Zum Beispiel die Richtung, wie Callimorpha oben schrieb

      Ja, Callimorpha schrieb aus eigenem Erleben und Miterleben sowie realem Austausch (also mit Menschen die man "kennt" und die einem real bekannt sind.

      Ich bin tatsächlich recht schnell in einem kleinen Zirkel gewesen, in dem sowohl von meinem damaligen Herrn als auch von anderen in diesem Kreis ein gewisses Verhalten vorausgesetzt wurde.
      Dementsprechend wurden ich bleibe jetzt mal bei den Devoten, dort auch geschult.
      Da bezog es sich rein auf Verhaltensweisen, Benehmen ect. keinen Erziehung im sexuellen Bereich.
      Viele lehnen diese Form von Bdsm ab, weil sie sich in ihrer Individualität beschnitten sehen. Meine Erfahrung diesbezüglich ist, dass auch dort noch viel Individualität gelebt wird, es gibt nur einen groben Rahmen, auf den man sich verständigt. So wie auch das ganz normale Leben an gewisse Regeln gebunden ist und sich die wenigsten davon beschnitten fühlen, ist es mit solchen Gruppen auch. Denn man kommt ja zusammen weil man ziemlich ähnliche Ansichten hat.

      let schrieb:

      Stichworte Sekte, "Stanford Prison Experiment", Debris.
      Die nächste reale Erfahrung war dann eine mehrjährige Debris-Beziehung.
      Auch da ist das tatsächlich Erlebte etwas anderes als das was man dazu in diversen Foren aus dritter Hand bekommt.

      Wie ich schon mal schrieb bin ich mittlerweile in einer rein monogamen Beziehung ohne große Anbindungen an andere ankommen.
      Was einfach der Situation geschuldet ist, dass ich mich in meinen jetzigen Partner verliebt habe und daraus eine tiefe und innige Liebesbeziehung mit Bdsm geworden ist.


      Wenn ich die Argumente hier lese und sowie auch @let's play es schreibt, scheinen einige tatsächlich irgendein Camp (sorry ich kenne das Djungelcamp nur vom Namen ich habe es nie gesehen) vor Augen zu haben, wo einige Möchtegerndoms unerfahrene Subs suchen.

      Sorry, aber davon habe ich weder gehört noch ist es etwas das ich mir real vorstellen kann.

      Und ich gehe doch davon aus, wenn sich jemand dafür interessiert, dass derjenige sich dann informiert worauf er sich einlässt.
      @Shayleigh worauf ich hinauswollte, wenn so etwas angeboten wird und da ist es doch egal ob es eine Gruppe, Zirkel oder kommerziell anbietet, kann man davon ausgehen, dass jemand über entsprechende Erfahrung verfügt.
      Zumindest gehe ich aber davon aus, dass jemand der sowas sucht, sich dann über entsprechenden Anbieter informiert.


      Shayleigh schrieb:

      in denen u. a. auch ein wenig geschult und erzogen wird.
      Habe ich das so geschrieben? Oder mich so missverständlich ausgedrückt?

      Es sind schon Schulungen die auch außerhalb dieser Gruppen angeboten werden, dann aber kommerziell ;)
      In der Regel ist es aber so, dass dieses durch den dominanten Part gebucht wird und auch dieser dann entscheidet, welche Ziele erreicht werden sollen.
      Ich möchte mich herzlich bedanken :)
      Ich habe darüber in Büchern gelesen, meine Freundin natürlich auch, nur sie traute sich nicht sich irgendwo anzumelden und diese Frage zu stellen.

      Ich habe nicht gehant, dass ich mit dier Frage eine Lawine lostrete. Wir waren einfach nur neugierig, ob so ein Camp existiert oder ob es eine Wunschvorstellung der Autoren sind.

      Ich lese Geschichten darüber und versetze mit in die Geschichte, was es dann aufregend/ erregen ist. Es ist ja manchmal auch so, dass Autoren auch eigene Erfahrungen gemacht und da dachten wir, "warum sich nicht mal Foren umsehen, die sich mit BDSM auseinandersetzen?"

      Es mag vielleicht dumm von mir/ uns gewesen sein, aber wer nicht fragt, der nicht gewinnt.

      Ihr habt mir/ uns sehr geholfen und auch gute Ratschläge gegeben dir wir beherzigen werden.
      Lieben Gruß SabrinaMidnight
      Hallo @SabrinaMidnight,

      dumme Fragen gibt es nicht.
      Unbequeme Antworten dafür zu Hauf.

      Auch hier in treffen immer wieder alle möglichen Sichtweisen aufeinander und es gibt hitzige Diskussionen.

      In dein Eröffnungs Threads ist für mich nicht herausgegangen woher du diese Idee hättest. Jetzt ist es für mich viel klarer.

      In Geschichten muss nicht immer alles der Realität entsprechen. Geschichten leben zum Teil von Übertreibungen und Verdichtungen.
      Das "normale" Leben wäre ja auch in Geschichten Form viel zu langweilig.

      Ich gehe nicht davon aus, dass alle Autoren die über BDSM schreiben das auch praktizieren.
      (Die die hier ihre Geschichte veröffentlichen Mal alle ausgenommen. Bei denen gehe ich davon aus!)

      Sieh Geschichten als das was sie sind, Geschichten. Lass dich davon unterhalten und auch vielleicht erregen.

      Stell ruhig weiter die Fragen die du hast.
      Nicht nur du sondern auch andere können davon lernen.
      Ich bin zu schnell, zu hoch geflogen. Meine Flügel verbrannten.
      Abgestürzt in meine persönliche Hölle, aus der ich mich selber ausgegraben habe.
      Hier stehe ich nun, kein Engel kein Teufel - nur ein Mensch.