Outing in offener Beziehung

      Amarena schrieb:

      Dieses Machtgefälle lebe ich ab und an mit einem anderen Mann aus, den ich nicht so liebe wie dich."
      Boah, DER Satz lässt bei mir wieder alles hochkommen, was mich damals verletzt hat, weil ich mich als Affaire wie ein Kompromiss gefühlt habe.
      Drück das bloß anders aus.
      Die Erklärung, dass du nicht ad hoc umswitchen kannst, weil ihr in eurer Beziehung auf Augenhöhe lebt, tut nicht so weh. :pardon:
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Amarena schrieb:

      Das verstehe ich.
      Man lernt seinen Mann kennen, sieht ihn aus einem anderen Blickwinkel, hat ein Bild von ihm im Kopf.
      Und wenn die Beziehung im Allgemeinen stimmt, hat man ja auch keinen Grund, das Bild zu ändern.
      Wenn plötzlich eine andere Seite auftaucht, die nicht zum bisherigen Bild passt, fühlt es sich nicht stimmig an.
      Aber vielleicht kannst du ihm genau das sagen.
      "Ich liebe dich auf Augenhöhe, genauso, wie wir jetzt zusammen leben. In diese Liebe zu dir passt kein Machtgefälle. Dieses Machtgefälle lebe ich ab und an mit einem anderen Mann aus, den ich nicht so liebe wie dich."
      Also jetzt verkürzt wiedergegeben ;)
      Jaaa :yes: :yes: :yes: Genau so ist das!

      Und eben dieses lang gelebte bisherige Bild möchte oder habe ich Angst zu zerstören..

      Anthophila schrieb:

      Es geht nicht und entspricht gar nicht seinem Wesen.
      Der Mann von May hat allerdings eine dominante Ader, aber vielleicht keine sadistische?
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Anthophila schrieb:

      Ich kann es mir mit meinem Mann auch nicht vorstellen… by the way… Es geht nicht und entspricht gar nicht seinem Wesen.
      Würde Dein Mann denn wollen? Die Sachlage hier ist ja eine etwas andere, die Option es mit dem Partner auszuleben ist ja gegeben.

      Vielleicht sollte man hier und da auch mal schauen wie es dem Partner dabei geht, bei aller Liebe zur Selbstliebe.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer

      Isegrim_w_devot schrieb:

      Amarena schrieb:

      Dieses Machtgefälle lebe ich ab und an mit einem anderen Mann aus, den ich nicht so liebe wie dich."
      Boah, DER Satz lässt bei mir wieder alles hochkommen, was mich damals verletzt hat, weil ich mich als Affaire wie ein Kompromiss gefühlt habe.Drück das bloß anders aus.
      Die Erklärung, dass du nicht ad hoc umswitchen kannst, weil ihr in eurer Beziehung auf Augenhöhe lebt, tut nicht so weh. :pardon:
      Sorry, ich wollte niemanden verletzen.
      Ich meinte das nicht als Wertung der Liebe. Also dass die Liebe mit dem Ehemann mehr Wert wäre.
      Sondern eher als Art, eine andere Art der Liebe, eine Liebe mit Machtgefälle.
      Ich bin offenbar nicht so ganz in der Lage, auszudrücken was ich meine :(
      Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein
      Friedrich Nietzsche

      May schrieb:

      Und eben dieses lang gelebte bisherige Bild möchte oder habe ich Angst zu zerstören..
      ... was Du ziemlich sicher damit erreichst, wenn Du es ihm verheimlichst (mit der Gefahr aufzufliegen) , ihm die Möglichkeit verweigerst Dir das auch zu geben (nur weil es nicht in DEIN Bild passt) oder es in anderer Weise verleugnest, versteckst oder ihm diesbezüglich entziehst.

      Die zitierte Erkenntnis hilft Dir nicht weiter und ist keine Entschuldigung für irgendwas, du wirst darüber hinaus wachsen müssen.

      HvR
      Ich weiß, wie du das meinst, @Amarena :huggy:

      Mal angenommen, ich wäre in einer Ehe und devot und mein Mann würde seine Dominanz außerhalb der Ehe ausleben wollen,
      mit der Begründung, er könne das nicht mit mir, weil er mich zu sehr liebt dafür, hätte ich auch das Gefühl von Wertlosigkeit.
      Ich hätte das Gefühl, dass er diesen Teil von mir nicht so wertschätzt, als dass wir ihn gemeinsam erkunden.
      Der Satz klingt so unerbittlich und endgültig.

      Würde er aber sagen, er könne nicht umswitchen, da wir ansonsten auf Augenhöhe agieren, hätte ich die Chance, mit ihm gemeinsam rauszufinden,
      ob wir das irgendwie ändern und ausprobieren können.

      Ich wollte nur für die Wortwahl sensibilisieren, damit hinterher keine Scherben aufzukehren sind.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Anthophila schrieb:

      Beide haben andere Sexualpartner, er wird auch etwas suchen außerhalb der Ehe. Warum sollte dann BDSM etwas zerstören?
      Vielleicht liest Du doch nochmal den Verlauf richtig durch ....
      Es ist das eine etwas zu suchen, was man in der Partnerschaft nicht finden kann, etwas ganz anderes ist es, etwas außerhalb zu ziehen was der Partner anbietet.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer

      Amarena schrieb:

      "Ich liebe dich auf Augenhöhe, genauso, wie wir jetzt zusammen leben. In diese Liebe zu dir passt kein Machtgefälle. Dieses Machtgefälle lebe ich ab und an mit einem anderen Mann aus, den ich nicht so liebe wie dich."
      Diese Aussage finde ich sehr passend. Das werde ich mir merken, weil es denke ich auch genau die Angst meines Mannes ist.
      Those who don´t jump will never fly.

      May schrieb:

      "soso, bei mir hast du es nicht gewollt ..." fallen lassen.
      nun...nicht gewollt oder nicht gekonnt........weil es da eben nicht passte

      May schrieb:

      als würde ich in unserer Beziehung nicht das bekommen was mich glücklich macht und er dadurch automatisch schlechter dasteht.
      schlechter - besser.......würde für mich hier nicht passen.
      Du bekommst Deine Bedürfnisse nicht befriedigt und genau darum habt ihr Eure Beziehung geöffnet....damit es Euch gut geht.

      Dein Mann kann Dir nicht das geben was Du braucht.......Dinge entwickeln sich...das ist Ok...da hat keiner Schuld oder sowas.........das würde ich in dem Gespräch nochmal betonen.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      Anthophila schrieb:

      Ja. er bietet es an. Aber der andere kann es nicht annehmen. Hat sich wohl ebenfalls schon abwertend darüber geäussert, genauso wie May es (noch) nicht annehmen kann.
      Da der @Herr von Rhea hier mitliest ;-), let's agree to disagree. Ich glaube wir gehen da von völlig unterschiedlichen Perspektiven aus.
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      Hm, mir sind so einige Diskrepanzen in deinen Beiträgen aufgefallen.

      May schrieb:

      denn dann müsste ich meinem Mann erklären, dass ich ja auf die kranken Spielchen abfahre.. denn das hat er erst kürzlich mal wieder fallen lassen als eine Frau sich im Fernsehen hat schlagen lassen.

      May schrieb:

      Denn vor einiger Zeit hat er tatsächlich versucht hier und da was einzubauen und ist damit bei mir komplett auf Ablehnung gestoßen.
      Er "verurteilt" BDSM als kranke Spiele und versucht trotzdem, etwas einzubauen.

      May schrieb:

      Meine Neigung habe ich allerdings schon gut verarbeitet bzw. Ich mag sie ja auch und ich möchte sie ausleben aber nicht mit meinem Mann

      May schrieb:

      Auch gab es allgemeine Gespräche in Vergangenheit wo ich mich ablehnend zu bdsm geäußert habe.
      Warum hast du dich denn ablehnend zu BDSM geäussert und sagst aber gleichzeitig, dass du sie akzeptiert hast?

      Dein ET schien ja zunächst eindeutig, aber aus meiner persönlichen Sicht entwickelt er sich in eine andere Richtung.
      Würde mir eine gute Freundin von diesen Problemen erzählen, würde ich ihr sagen, dass es ein Kommunikationsproblem gibt und zwar unabhängig von BDSM.
      Ich bin ich. Manchmal auch wir.
      Ich kann es nicht glauben - was mich vor ein paar Stunden noch soo geplagt hat, ist aus der Welt :dance: Und ich freue mich gerade wie ein Schnitzel :dance:

      Die Kinder waren gerade gut beschäftigt, mein Mann wollte die Gunst der Stunde nutzen. Ich allerdings habe seit Donnerstag noch deutliche Spuren am Hintern.
      So... entweder ich hätte ihn abweisen müssen oder ich stelle mich gleich der Sache..
      Ich habe mich für die zweite Alternative entschieden :rolleyes:
      Ganz geschickt habe ich vor dem Sex das Gespräch gesucht und in die positive Bahn gelenkt. Als würde ich den Zwischenstand der offenen Beziehung abfragen, habe ich ziemlich zügig das Resümee gezogen und meinte, dass ich das was ich momentan woanders hole, gerne mit ihm auch machen möchte. Er war total offen, überhaupt nicht abwertend und sehr verständnisvoll :love:
      Als er dann die Spuren sah, hat er ganz lässig reagiert...

      Wir haben uns super gut ausgesprochen und ich könnte mir gut vorstellen, dass zwar schon noch ein paar Gespräche darauf folgen aber keine die mir Angst machen könnten..

      Ich bin soooo erleichtert :love:

      Ich bin mir sicher, ich könnte das nicht, hätte ich nicht von euch den Zuspruch bekommen!!! Danke vielmals dafür!!!
      Ihr seid die Besten :sekt: