BDSM und Job

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      Beitrag von Annimax ()

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      Beitrag von safine ()

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      Tease&Denial schrieb:

      Hallo,

      ich würde gerne fragen wollen, wie so Eure Erfahrungen mit Arbeitgebern sind, wenn diese Kenntnis von Eurer BDSM-Neigung erlangt haben, z.B. insbesondere bei einer dominanten und/oder sadistischen Neigung.
      Weil sich viele hier gefragt jaben, warum der AG davon wissen sollte.
      Der TE will, glaube ich, damit sagen, dass es nicht absichtlich sondern zufällig passiert ist!
      Existence could not resist the temptation of creating me

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      Existentmale schrieb:

      dass es nicht absichtlich sondern zufällig passiert ist!
      ich würde diese Grenze immer wahren....es ist privat!

      Ich habe mich auch schon mal gefragt...was würde wohl passieren wenn ich zum Beispiel jemanden im Swingerclub treffe.........??
      OK...es ist vielleicht ein wenig peinlich......würde aber in einem kurzen Gespräch nochmal betonen wollen...Privat/ Freizeit.......und da sollte das auch bleiben...von beiden Seiten!

      Immer unter der Voraussetzung das Arbeitsfeld belibt unberührt..............wenn ich mit Kunden/Patienten/Klientel umgehen muss beruflich- stehe ich eben auch etwas in der Öffentlichkeit...und da kommen ganz ungünstige Situationen eben nicht so gut ( hier denke ich auch an Demos....oder besoffen durchs Dorf randalieren.....oder...oder)das sollte mir dann schon klar sein.
      Als AG müsste ich dann schauen wo die Grenze da liegen kann/soll/muss...........
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Problem: Durch Verletzungen (durch Schlagen z.B.) wird der AN arbeitsunfähig.
      Der Arbeitgeber hat grundsätzlich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu leisten. Da keine natürliche Krankheitsursache (z.B. Grippe) vorliegt,sondern ein äusseres Verletzungsereignis, entsteht für die LFZ ein Ersatzanspruch beim Arbeitgeber gegen den Schädiger. Gleiches gilt auch für Krankenkassen, welche dann einen Ersatzanspruch für die entstandenen Heilungskosten erlangen können.
      Der oder die Geschädigte ist dem Argeitgeber oder der Krankenkasste gegenüber verpflichtet. ehrlich Auskunft zu erteilen. Tut er dies nicht, verliert er Anspruch auf LFZ (Ausnahme: Schädiger ist Familienangehöriger).

      Ist SM ein Kündigungsgrund?

      Die sexuelle Ausrichtung ist grundsätzlich kein Kündigungsgrund (Bundesarbeitsgericht (BAG)).
      Auch das ArbG Berlin hat sich dieser Auffassung angeschlossen: Sexualpraktiken, die von der Norm abweichen, können eine Kündigung nicht rechtfertigen.
      Wenn ein Arbeitnehmer zum Sadomasochismus neigt, lässt dies noch nicht den Schluss zu, dass er im Rahmen des Arbeitsverhältnisses eher zu Distanzverletzungen neigt als MitarbeiterInnen, die sich im Rahmen des gesellschaftlichen Akzeptierten sexuell betätigen (Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 7. Juli 1999 – 36 Ca 30545/98).
      In einer Entscheidung (AIDS am Arbeitsplatz) wurde auch die sexuelle Selbstbestimmung ausdrücklich zugesprochen.

      Private Hobbies haben den Arbeitgeber im Regelfall nicht zu interessieren. Er kann aber versuchen, berechtigte betriebliche Interessen ins Feld führen. :pardon:

      Im Öffentlichen Dienst und bei Beamten siehts ein wenig anders aus: Hier muss der Bewerber den besonderen Voraussetzungen, die an seine Position geknüpft sind, genügen. Das heisst, wenn eine "Neigung zu absonderlichem Sexualverhalten" zutage träte, könnte dies ein Einstellungshindernis sein, da im öffentlichen Dienst die Angst vor Beeinflussungsmöglichkeiten durch Erpressung etc. gross ist, wenn der Beamte z.B. bislang noch nicht geoutet war.
      Ähnliches dürfte bei den Kirchen etc. gelten ;)
      Ich mache keine Fehler. :fie: Ich erschaffe Katastrophen :yes: ^^ .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Azrael ()

      Ich lebe in Berlin. Ich arbeite in einem Umfeld, wo das völlig egal wäre. Ich hänge es nicht an die große Glocke (wozu auch?), aber nicht, weil ich Probleme zu befürchten hätte, sondern einfach, weil es wenig Grund gibt, meinen Kollegen damit auf den Sack zu gehen. Sollte das Thema aufkommen, hab ich keine Probleme darüber zu reden, egal ob das nun mit nem direkten Team-Kollegen oder dem CEO ist. Vielleicht liest ja sogar einer hier mit? Who knows? Who cares?

      Natürlich bin ich da in einer glücklichen Lage. Jemand, der in einem katholischen Kindergarten auf dem bayrischen Dorf arbeitet, ist da sicherlich weit mehr gefährdet, Probleme durch sowas zu bekommen.

      Existentmale schrieb:

      Wie willst du die Grenzen wahren, wenn so etwas zufällig passiert?
      @MatKon hat es genau beschrieben :thumbsup:

      es ist ja nicht anders wie bei Religion zum Beispiel.....(ok...in der Abrechnung sehe ich das wg Steuer....) aber - wenn ich eben mehr zufällig erfahre die Person ist ev. Freikirchlich.......oder was auch immer.......dann fange ich da ja auch keine Diskussionen drüber an....oder betone irgendwelche Unterschiede zu......es ist eine private Sache der/des Mitarbeiter/inn - und wenn die Person eben Sonntags zwei Stunden auf Knien betet...dann ist das so....andere knien eben vor dem Dom :pardon: ....da be-und verurteile ich nichts
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      @MatKon.... dann bis Du ne gute Chefin-das ist allerdings nicht immer und überall so... in kleinbürgerlichen "Sphären" schaut die kirchlich-orientierte Geschäftsführung schon genauer hin...(siehe Kommentar @Azrael).

      Bei mir war es eine Tatowierung an der Wade (nur olle Blumen), die eine riesen Welle geschlagen haben und zu einer Grundsatzkleiderdiskussion im Haus für MICH sorgte..

      Was wäre dann, wenn ich mal zufällig "aufgebrezelt" in meinem Frei der Chefin zufällig über den Weg laufe,wie es mir hier schon mit Kollegen passiert ist... (die Welt auf dem Lande ist klein!)

      "SIE könnte sich sicher Fragen nicht verkneifen und ja ich wurde schon von der PDL auf blaue Flecke, die ihr ins Auge fielen, angesprochen, weil ich auf ein kurzes T-shirt ausgewichen bin...

      Das einzige, was da den Wind aus den Segeln nimmt ist...
      ein ganz klares Statement, dass IHRE Sorge unberechtigt ist...und ein klares, unverblümtes "Ja" zu seiner Neigung und auf der Arbeit möglichst "unauffälliger" Leistungsträger zu sein.
      Hatte letztens eine witzige und irgendwie auch unangenehme Begebenheit in der Arbeit, eine progressive NGO.

      Der Betriebsrat hat ein Spezialangebot für ein Hotel verschickt, das mit knisternden Wochenenden für Corona-müde Paare warb - und zwar mit einem Fifty Shades of Grey Sujet, Frau in schwarzer Spitze, Schlaginstrument, Mann im Anzug und so.

      Eine Gruppe Frauen hat dagegen mobilisiert wegen Sexismus, speziell wegen Frauen schlagen. Gehöre in der Firma zu den amtsbekannten Feministinnen,
      also war meine Unterstützung gefragt.

      War sehr belustigt und habe es einfach ignoriert. Aber es ist mir auch unangenehm. Normalerweise ist es nicht meine Art, den Mund bei Tabuthemen zu halten. Sonst würde ich dort gar nicht erst arbeiten. Hier habe ich aber verschämt geschwiegen, weil mich das halb geoutet hätte.
      Moin,

      ich werde von mir aus auf meiner Arbeit niemanden von meiner Neigung berichten.
      Sollte es aber durch einen Zufall doch bekannt werden, dann werde ich dazu stehen, dass ich so bin wie ich bin.
      Das nimmt den anderen eher den Wind aus den Segeln als Abstreiten und Vertuschen und damit weiteres Anheizen von Spekulationen.
      Und in einer Abteilung, wo andere Kollegen offen homosexuell sind, wird wahrscheinlich auch noch Platz für einen BDSM´ler sein.
      Da gehe ich einfach mal von aus.

      Wiking
      Warum sollte man sexuelle Neigungen oder wegen mit BDSM Veranlagungen auch zu Menschen tragen, die es letztendlich nichts angeht. Auf so einen Gedanken würde ich nie kommen. Selbst wenn dann jemand etwas bemerkt - wobei ich mich frage wie das im Job passieren sollte - würde ich da nicht näher drauf eingehen. Geht doch keinen - außer den Beteiligten - etwas an.
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      Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

      Existentmale schrieb:

      Tease&Denial schrieb:

      Hallo,

      ich würde gerne fragen wollen, wie so Eure Erfahrungen mit Arbeitgebern sind, wenn diese Kenntnis von Eurer BDSM-Neigung erlangt haben, z.B. insbesondere bei einer dominanten und/oder sadistischen Neigung.
      Weil sich viele hier gefragt jaben, warum der AG davon wissen sollte.Der TE will, glaube ich, damit sagen, dass es nicht absichtlich sondern zufällig passiert ist!
      Ja genau, gemeint war, daß der AG es zufällig erfährt oder einen Tip bekommt, etc.