Ein Leben ohne bdsm?

      Ok. Ich stehe auf dem Schlauch, ~offiziell~.
      Wenn du das ganze weniger kryptisch für mich erklären könntest, würde ich's eventuell verstehen können?

      Also entweder hast du die Person gefunden, für die es wert ist, sich zu verbiegen?

      Aber ich denke eben das genau da dann der Knackpunkt liegen wird.

      Verbiegen geht auf einige Zeit aber zehrt eben tierisch an der Konsistenz.

      Und ich, für meinen Teil, habe keine Lust mehr mich zu verbiegen und bin froh es nicht mehr tun zu müssen.

      Oder aber ich komme einfach nicht darauf, was es noch sein könnte... Eine Art Berufung?

      Und ich komme ferner nicht darauf, wieso du deine schon gefestigte Meinung hier dann bei uns hinterfragst?

      Und was wir denn nun genau leisten sollen?
      durchtrieben... Ich etwa?
      :LA2:

      Nurkurzda schrieb:

      Wäre es für euch möglich?
      Mit dem richtigen Partner komplett auf bdsm zu verzichten und nie wieder auszuleben?
      Ist ein erfülltes Sexleben trotzdem möglich?
      Kann dieses Bedürfnis sanft abflachen, obwohl es einen das ganze Leben begleitet hat?
      Wird es irgendwann weniger dominant und in den Hintergrund treten?
      Ganz ehrlich, ich verstehe nicht einmal den Zweck Deiner Fragen, Du hast doch Deine Entscheidung getroffen und wie das bei anderen Menschen ist, ist doch völlig irrelevant, die einen können, die anderen nicht. Also, alles geklärt?!
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      Ok, ich geb's zu. Ich bin einfach zu neugierig geworden...

      Welche Themen und Wertebereiche sind denn für dich unvereinbar mit einem erfüllten Leben als BDSMler?
      Ich komm beim besten willen nicht drauf wo es da klemmen soll...
      Ich will ja keine persönlichen Details, aber bissi mehr Info wäre schon schön.
      imperare sibi maximum imperium est
      Ich hab viele Jahre ohne Bdsm verbringen müssen, weil einmal der Körper grundsätzlich nicht in der Lage war, ich auch nicht den passenden Partner hatte und das "Schicksal" es anders meinte.

      Und trotzdem hab ich das "Leben" so angenommen , wie es gekommen ist konnte allerdings meine Wurzeln nie verleugnen oder gar vergessen.

      Sie waren eben nicht präsent.
      ....
      Meine Ehe ist dann nicht am NICHT-Ausleben von Bdsm gescheitert, sondern am Vertrauen und dem Rückhalt der fehlte.

      Beides Qualitäten, die ich in Bdsm-Beziehungskonstellationen nie vermissen musste und essentiell waren.
      Dann ist es doch nur eine Frage der ZEIT , dass man sich nach dem sehnt und früher oder später darauf nicht verzichten will.

      Die Aufopferungsbereitschaft, die LIEBE in sich trägt, verfliegt übrigens, wenn sie von dem Gegenüber nicht wertgeschätzt wird.
      Man kann auch nur "begrenzt" geben... irgendwann ist dann der Akku leer.

      Nurkurzda schrieb:

      Aber es lohnt sich
      Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du eine glückliche Beziehung führst, in der BDSM kein Thema ist, bzw. in der du deine Neigung nicht lebst oder leben kannst.
      Meine Neigung nimmt in meinem Leben sicher nicht den höchsten Stellenwert ein. Aus langjährigen Partnerschaften weiß ich, dass ich auch ohne BDSM eine Beziehung führen kann, die mich erfüllt und glücklich macht.
      ABER:
      Du erhoffst dir für die Zukunft, dass dein Bedürfnis, welches dich dein ganzes Leben begleitet, abflacht und das sehe ich sehr kritisch. Warum sollte das passieren? Bei mir zumindest ist nichts abgeflacht, sondern ich habe bewusst verzichtet, was nicht immer einfach war.

      Nurkurzda schrieb:

      dass das das wäre was ich brauche um mich ganz zu fühlen.
      Sicherlich gibt es im Leben Situationen in denen die Neigung etwas in den Hintergrund rückt, aber wenn es wirklich Teil von dir ist und nicht nur etwas, was dich bisher "interessiert" hat bzw. mit dem du dich "beschäftigt" hast, dann würde ich mich an deiner Stelle darauf einstellen, dass es schwierig werden könnte.
      Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.
      Ich frage mich gerade was es für Wertvorstellungen und Zukunftspläne sind die von dir verlangen einen Teil deiner Persönlichkeit zu unterdrücken,....
      Kommt das wirklich aus dir oder sind es an erzogene/gesellschaftliche Moralvorstellungen?
      Ich habe versucht "es" 18 lange Jahre auszuradieren, hat nicht geklappt.
      Der Mann den ich liebe weiß es jetzt.
      Was bleibt ist Trauer über die "verlorene" Zeit.

      Nurkurzda schrieb:

      (…)

      Wäre es für euch möglich?
      Mit dem richtigen Partner komplett auf bdsm zu verzichten und nie wieder auszuleben?
      Ist ein erfülltes Sexleben trotzdem möglich?

      (…)

      Nein, nein und nein. Es war ja bei mir schon da, lange bevor ich es akzeptiert habe und es wird auch bleiben.
      Verzicht würde ein „dagegen ankämpfen“ bedeuten. Es würde, was im Wort „Verzicht“ steckt, etwas für mich elementares fehlen.

      Und der „richtige Partner“ wäre genau aus dem Grunde sicherlich nicht der Richtige. Meine Partnerin sollte jedoch genau die Person sein, bei der ich vollkommen so sein kann, wie ich bin. Und genau dieses schenke ich ihr dann auch. Aber genau deshalb muss die Chemie entsprechend stimmen!


      Nurkurzda schrieb:

      Ich bin, seit ich mich erinnern kann an BDSM interessiert, jedoch möchte ich persönlich es niemals ausleben, weil es nicht zu meinen Wertvorstellungen und Zukunftsplänen passt. Damit meine ich nicht ,dass ich diese Seite an mir ablehne, nur dass ich mich bewusst dagegen entscheide.

      (…)

      So verstörend dieser Satz in einem BDSM-Forum wirkt, so gut kann ich ihn anderseits auch verstehen. Habe ich doch selber Jahre gebraucht, meine Neigung zu aktzeptieren und dann in mein Leben zu integrieren.
      Lange hatte ich das Gefühl, dass ich das gar nicht bin und ich sowieso nie die Gelegenheit haben werde, „derartiges“ auszuleben. Und noch dazu verordnet einem das zerdenkende Gehirn beim Aufkommen sadistischer Phantasien einen durchaus effektiven Block.

      Ich glaube, durch dieses Tal mussten hier viele durch.

      Letztlich kannst aber nur Du selber entscheiden, wie es weitergeht. Zunächst: Was sind Deine Wertvorstellungen und Deine Zukunftspläne? Warum kollidieren Deine BDSM-Phantasien damit?
      Ist das eine Sache „in Deinem Kopf“ oder sind das Signale von außen?
      Was würde denn konkret passieren, wenn Du es auslebst?
      Wenn es so gar nichts ist, würdest Du das sicherlich sehr schnell merken.
      Aber das es Dich in der Tat nicht los lässt, zeigt sich für mich schon dadurch, dass Du Dich in diesem Forum einliest und diese Frage überhaupt stellst.
      Ein klares Jein.
      Die Neigung war seit meiner Kindheit da. Das erste Mal ausgelebt habe ich es mit über 50. Vorher waren es Phantasien, dann über 20 Jahre mit meinem Mann, der kein Interesse daran hat. Dann die Möglichkeit dazu und nun kann ich es mir nicht mehr vorstellen, komplett darauf zu verzichten. Trotz meiner Beziehung.
      Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt, es ist (problemlos) möglich. Jetzt weiß ich, dass das nicht mehr so leicht wäre.
      Those who don´t jump will never fly.

      Nurkurzda schrieb:

      Es gibt jedoch andere Themen, die für mich weit aus höher und wichtiger stehen, als mein sexleben und diesen Teil meiner Persönlichkeit auszuleben.
      Diese für dich wichtigeren Themen kann ich aus meinem früheren Leben schon verstehen.ich komme aus einem erzkatholischen Elternhaus. Wenn ich mal einen Pfeil ins Blaue abschieße, könnte ich mir so eine Konstellation mit Glaubensvorschriften oder ähnlichem schon vorstellen.
      Was mich aber etwas irritiert, ist deine feste Entscheidung gegen BDSM. Du weißt, daß sich das "lohnt" dieses nicht auszuleben.
      Gleichzeitig spüre ich zwischen deinen Zeilen die Angst, daß es im laufe der Jahre übermächtiger wird.
      Die Erfahrungen von dem Großteil der hier versammelten ist wohl so ,wenn der Korken aus der Flasche gezogen ist, der BDSM Djinn entwichen ist, wirst du ihn nicht wieder da hineinbekommen und die Flasche verschließen.
      Er hat sehr viel Zeit...
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      @Majasdom:
      Dem schließe ich mir an.
      Wenn es irgendwann dann doch raus muss und der Partner verständnislos reagiert stehen womöglich Ehe/Familie/Haus was auch immer auf dem Spiel.
      Passt dann so ein Scherbenhaufen besser zu etwaigen Wertvorstellungen?
      Bei mir musste es raus, zum Glück hat mein Mann sehr offen reagiert, hätte auch anders laufen können.
      Zunächst einmal: Ja, man kann ohne BDSM leben.
      Ob man das dauerhaft kann, wenn man es einmal "gekostet" hat: Das wage ich zu bezweifeln.

      Würde ich eine Partnerschaft leben wollen ohne BDSM auszuleben: Nein.

      Meine Neigungserkenntnis kam erst recht "spät". Über die 30 war ich schon darüber. Und nun mit meinen 36 Lenzen habe ich zwar nicht viele Schritte in dieser Welt getan, aber dennoch ausreichend um zu wissen, dass ich keine dauerhafte Partnerschaft mehr ohne führen wollen würde.

      Aufgrund der Lebensgestaltung, Alltag, Schicksal kann es immer mal vorkommen, dass das ein oder andere gerade keine Priorität hat, man BDSM gerade nicht ausleben kann oder will. Aber wenn man dauerhaft gegen etwas ankämpft wonach man sich sehnt, führt das mMn langfristig nur zu Frust.
      Optimismus heißt rückwärts sumsi mit po :yes: :saint:

      Nurkurzda schrieb:

      ...
      Wäre es für euch möglich?
      ...
      Moeglich in der Theorie ja, in der Praxis Nein, da wuerde ich seelisch zu sehr leiden.

      Nurkurzda schrieb:

      ...
      Mit dem richtigen Partner komplett auf bdsm zu verzichten und nie wieder auszuleben?
      ...

      Fuer den Partner drauf verzichten? Nein. Verzichten weils die eigene Gesundheit nicht mehr zulaesst? Ja (zwangslaeufig dann).

      Nurkurzda schrieb:

      ...
      Ist ein erfülltes Sexleben trotzdem möglich?
      ...

      Fuer mich nicht.

      Nurkurzda schrieb:

      ...
      Kann dieses Bedürfnis sanft abflachen, obwohl es einen das ganze Leben begleitet hat?
      ...

      Abflachen kann es fuer eine gewisse Zeit bei mir, aber es wuerde sich frueher oder spaeter immer wieder nach vorn kaempfen und DAS zu unterdruecken, waere mir zu Kraeftezehrend und nicht erfuellend.

      Nurkurzda schrieb:

      ...
      Wird es irgendwann weniger dominant und in den Hintergrund treten?

      Bei mir bisher nicht, wie es in 20-30 Jahren aussieht, weiss ich nicht, aktuell wirds eher immer staerker.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Artepus ()

      Ich habe vor längere Zeit versucht BDSM aus meinem Leben zu verbannen und dieses Bedürfnis zu ignorieren.
      Aus welchem Grund genau ist hier für meinen Post nicht wichtig, aber...
      Es hat mich schon nach kurzer Zeit regelrecht krank gemacht.
      Auf der einen Seite war ich depressiv, anteilslos, gelangweilt und ständig gereizt.
      Auf der andere ging mir sehr oft BDSM als Gedanke durch den Kopf und ich war in sehr vielen Alltagssituationen erregt
      und lechzte nach BDSM. Beinahe alles was ich sah löste in mir das Verlangen danach aus.
      Ketten, bestimmte Schuhe, Lederkleidung und natürlich auch diverse, oft harmlose Szenen in Filmen.

      Letztlich bin ich dann zu dem Schluss gekommen das es nicht richtig sein kann einen Teil von mir so zu unterdrücken.
      Wir brauchen Luft zum Atmen, Nahrung zum essen, und manche Dinge braucht eben auch unser Körper und Geist um richtig zu funktionieren.
      Ob es für andere ungesund ist das zu unterdrücken weiß ich nicht. Für mich jedenfalls war es destruktiv und toxisch.

      Unterm Strich bin ich das was ich bin. Mensch, BDSMler, Fetischistin, Pferd, Little, Miststück, Ehefrau, mal devot, mal dominant.
      Und vielleicht nicht immer zufrieden damit, aber zumindest manchmal stolz drauf.
      Ich hab auch nur vier Hufe...

      Hand aufs Herz kannst mir vertrauen, werd mir sonst einen Muffin ins Auge hauen.

      An apple a day keeps the pony to stay!
      Ich sehe es nicht so streng.

      Natürlich kann man ein tolles Leben haben wenn man etwas nicht bekommt. Das Leben besteht nicht nur aus BDSM.

      Wenn Du die Liebe im Moment gefunden hast, leb einfach diese Liebe. Wer weiß was in 5-10 Jahren passiert. Du würdest auch etwas vermissen wenn Du das aufgibst.

      Ja, bdsm kann sanft abschwächen wenn man sich damit nicht intensiv beschäftigt. Es wird aber immer da sein, manchmal hochkommen.
      Ich verstehe auch nicht so recht, warum du deine Fragen hier ablädst, wenn du deine Entscheidung dich getroffen hast. Und dir ist auch bewusst, dass es nicht einfacher wird.
      Also..., so what?

      Noch eine Frage: Wie kann er/sie "der richtige Partner" sein, wenn mit diesem Partner deine essentielle Sexualität nicht gelebt werden kann? :pardon:

      Wertvorstellungen sind ja recht individuell und oftmals auch den Lebensumständen geschuldet. Also m.E. eher temporär.
      Das Leben besteht jedoch nicht nur aus Wertvorstellungen, Moral und Gut und Böse. Es besteht dummerweise zu einem großen Teil auch aus Lust, Gier und Dummheiten, nach denen man ermattet aber glücklich und erfüllt ist.
      Existence could not resist the temptation of creating me

      Nurkurzda schrieb:

      Wäre es für euch möglich?
      Mit dem richtigen Partner komplett auf bdsm zu verzichten und nie wieder auszuleben?
      Ist ein erfülltes Sexleben trotzdem möglich?
      Kann dieses Bedürfnis sanft abflachen, obwohl es einen das ganze Leben begleitet hat?
      Wird es irgendwann weniger dominant und in den Hintergrund treten?
      Ich gebe jetzt Mal meinen Senf dazu.

      Ja, es wäre für mich möglich. Ich stand schon vor dieser Wahl.

      Jein, komplett erfülltes Leben war es nicht. Weder auf der einen noch der anderen Seite.

      Nein! Es kommt und geht eher. Mal mehr Mal wenige,r aber es ist da und bleibt da.

      Nicht wirklich! Es spukt immer im Hinterkopf herum und kommt zu den unmöglichsten Zeiten in Situationen hervor und knallt sich einem vor den Latz.


      Nurkurzda schrieb:

      Es gibt jedoch andere Themen, die für mich weit aus höher und wichtiger stehen, als mein sexleben und diesen Teil meiner Persönlichkeit auszuleben.
      Sicher gibt es mehr das die Persönlichkeit ausmacht als nur das Sexleben, aber es ist trotzdem auch ein Teil von jedem und einen Teil nicht auszuleben beschneidet automatisch die Persönlichkeit.


      Nurkurzda schrieb:

      Damit meine ich nicht, dass das der einfachste Weg für mich ist, sondern der weg, der sich in mir komplett richtig anfühlt, wenn auch unfassbar schwierig für mich ist.
      Ich hoffe du bist dominant und masochistisch!
      Zum einen musst du dich selber permanent kontrollieren, zum anderen wird es dich mehr Schmerzen verursachen als du dir vielleicht jetzt Vorstellen kannst.


      Du hast diese Entscheidung schon getroffen, viel Spaß damit. Absolution erhältst du hier dafür nicht. Deine Gründe gehören dir und gehen mich nichts an. Nur dieser Weg wird unsagbar schwer!

      Ja, ich spreche aus Erfahrung!
      Ja, meine Gründe waren auch meine eigenen. In meiner Vorstellung, hier im Forum, hatte ich sie genannt.
      Ja, ich war egoistisch, musste es aber sein um nicht vor die Hunde zu gehen!
      Ja, es war die Hölle für mich!
      Ja, es geht mir jetzt besser!
      Ja, ich bin jetzt Ausgeglichener, Gelassener, Entspannter! Die Kraft die ich zur Selbstkontrolle benötigt habe, habe ich jetzt für andere Dinge zur Verfügung.

      Ja, ich wünsche dir @Nurkurzda alles Gute und viel Kraft auf dem Weg.
      Du wirst sie brauchen.

      Gorn
      Ich bin zu schnell, zu hoch geflogen. Meine Flügel verbrannten.
      Abgestürzt in meine persönliche Hölle, aus der ich mich selber ausgegraben habe.
      Hier stehe ich nun, kein Engel kein Teufel - nur ein Mensch.

      Nurkurzda schrieb:

      Meine Antwort ist nein. Es wird nicht einfacher. Dafür ist es zu tief in mir verwurzelt. Aber es lohnt sich.
      Deine Antwort auf Deine Frage, die Du sicherlich schon wusstest, bevor Du Deine Frage gestellt und zig Antworten erhalten hast.

      Aber es lohnt sich...

      Wen möchtest Du damit überzeugen?

      ...
      Um nicht OT zu sein:
      Nein. Nein, es wird nicht einfacher. Und nein, es lohnt sich (für mich) nicht, wenn ich einen Teil von mir negieren und unterdrücken muss.
      Mein Wunsch sei Dir Befehl...

      Nurkurzda schrieb:

      Ich glaube nicht, das BDSM irgendwie negativ ist,

      [...]

      diesen Teil meiner Persönlichkeit auszuleben.

      [...]

      Damit meine ich nicht, dass das der einfachste Weg für mich ist, sondern der weg, der sich in mir komplett richtig anfühlt, wenn auch unfassbar schwierig für mich ist.

      [...]

      Meine Antwort ist nein. Es wird nicht einfacher. Dafür ist es zu tief in mir verwurzelt. Aber es lohnt sich.

      Sorry, aber diese Aussagen verstehe ich nicht.

      Wenn doch BDSM, wie du selbst sagst, nichts Negatives ist, und wenn es, wie du sagst, Teil deiner Persönlichkeit ist, wie kann es sich dann richtig anfühlen, diesen Teil zu unterdrücken?

      Wie kann es sich lohnen, einen Teil von sich selbst zu unterdrücken, wenn doch dieser Teil etwas Gutes und Positives ist?

      Wenn BDSM Teil der Persönlichkeit ist, dann ist es nicht nur eine Angewohnheit, die man für einen geliebten Menschen ablegen kann. Es ist nicht wie Rauchen oder Alkohol trinken oder Fleisch essen.

      Und wenn jemand von dir verlangt, einen Teil deiner Persönlichkeit, deines Ichs abzulegen, liebt und respektiert dieser Mensch dich dann so wie du ihn?


      Liebe bedeutet für mich, den Partner so zu nehmen, wie er ist und ihn nicht so zu verändern, wie man ihn gerne hätte.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      @Nurkurzda du redest hier wirklich bisher nur um den heißen Brei herum. Möchtest du wirklich nicht sagen, warum BDSM im Widerspruch zu deinen Wertvorstellugen ist? Hierüber würde sich eine Diskussion lohnen.

      In meiner Fantasie bist du gläubig oder in einer Position in einer Glaubensgemeinschaft, wo du einen Widerspruch zum Ausleben von BDSM siehst. Dem muss nicht so sein, sogar das kann funktionieren (bei Kunst der Unvernunft war mal ein Pfarrer, der das vereinbaren konnte).

      Ansonsten können wir hier alle unsere persönlichen Meinungen und Lebensgeschichten von uns geben, um dich in deiner bisherigen Wahl entweder zu bekräftigen oder eben das Gegenteil. Das wird dir aber nicht weiterhelfen.

      BDSM ist Konsens und mit Konsens gibt es, sofern es keine dauerhaften Schäden gibt, ethisch kein Problem. Man tut sich gegenseitig was Gutes. Und das "Gute" kann eben auch physischer oder psychischer Schmerz sein.
      @Nurkurzda war wohl wirklich nur kurz da. Da er/sie seit Samstag Vormittag nicht mehr hier online war, besteht wohl auch kein Interesse an einem ernsthaften Austausch.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)

      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform. (Rainha)