Wer frei ist von Schuld...

      Darüber, wie ich mein Leben heute führe, habe ich gar nichts geschrieben.
      Das liegt mir auch fern, denn das halte ich für mich privat.

      Diesen Thread nun nochmal komplett auseinander zu nehmen halte ich nicht für sinnvoll und von daher Danke ich einfach allen für die rege Beteiligung.
      Nachdem ich ein Wochenende nicht antworten wollte oder konnte, habe ich nun alles nachgelesen. Mir das ein oder andere mal einen Kommentar verkniffen, und nen Daumen hoch/runter hinterlassen.
      Nein, ich will niemanden angreifen oder diskreditieren oder dissen.
      Aber die ein oder andere Antwort hier bestätigt meine Aussage:
      "Heutzutage lesen einige nicht mal mehr 10% der Geschichte und werfen schon die Steine"
      Viele fragen nichtmal nach, was geschrieben wurde, wie es gemeint wurde, warum man diese oder jene Ansicht hat....nö, erstmal die eigene Meinung kundtun, erstmal Moral, Freud oder sonstwen hochhalten ohne den gegenüber überhaupt verstehen zu wollen, dessen Geschichte verstehen zu wollen....immer häufiger findet man: " ich finde, ich habe, ich sage" aber um eine vernünftige Diskussion zu führen macht es nur Sinn, den gegenüber verstehen zu WOLLEN, UND DIE MÜHE MACHEN SICH NICHT MEHR VIELE....

      Wie war das damals? Warum ist es soweit gekommen? War das alles geplant? Warum scheiterte es? Was ging in dir vor? Warum hast Du nicht anders gehandelt?
      Und noch hundert andere Fragen bringen erst die Möglichkeit sich selbst eine fundierte Meinung zu bilden. Ohne solche Fragen halte ich eine Meinung für überheblich und oder ignorant (mag sie noch so nobel oder ehrlich wirken) eben weil die Welt nicht aus schwarz & weiß besteht, sondern aus weit mehr als nur 50 Schatten.

      Ich will hier niemanden persönlich angreifen oder über jemanden diskutieren, sondern über das Thema: "wer frei ist von Schuld...."

      In diesem Sinne, mfg Talon
      :dance:
      Es macht mich traurig.
      In meinem engsten Umkreis zu hören : ich wurde betrogen oder ich betrüge.
      Ich möchte dann auch die ganze Geschichte erfahren und lasse es mir erklären.
      Ich möchte verstehen können, wie die Welt und Eigensicht des jeweiligen Menschen ist.
      Ja, ich erhalte dann nur die Darstellung
      dieses einen Menschen und nicht die andere Seite. Darum geht es mir auch nicht.


      Ich sehe es nicht mit der Moralkeule wenn jemand sich vor mir outet als der Betrügende. Sondern einzig: was hat dir gefehlt, wenn du betrügst.
      Warum gab es keinen anderen Weg.
      Wie gehst du jetzt damit um?
      Was hat es dir gegeben?

      In Gesprächen mit Betrogenen ist die vorherrschende Emotion die Wut und die Traurigkeit
      Wenn man aber tiefer guckt, kommt: ich hab es geahnt.
      Hmm, nur wenn man ahnt und weg sieht, verstehe ich die Konfrontation als Angst.

      Meine Empathie haben beide Seiten.
      Jede für sich ist im Recht seine eigene Entscheidungen zu treffen.
      UND mit den Konsequenzen zu leben.
      Am Ende kommt es sowieso raus.

      Es macht mich traurig.
      Moralische Bedenken und vor allem die Vorstellung oder der Glaube dass nur die eigene Moral die einzig richtige ist, haben diesen Thread getrieben. Ich kann sicherlich nicht jeden Weg den Menschen insbesondere Paare miteinander gehen gut finden. Muss ich aber auch nicht. Die Frage ist schlicht, muss ich genötigt sein, jeden Menschen in meinem realen oder virtuellen Umfeld von meiner Wahrheit überzeugen? Ist es wirklich so wichtig einen anderen Menschen zu verurteilen weil er andere Vorstellungen von Moral hat.

      Das Thema "Fremdbeziehung" ist so alt wie die Menschheit. In all seinen Ausführungen hat es sie gegeben und wird sie sicherlich noch in ferner Zukunft mit allen ihren emotionalen Irrungen und Wirrungen geben. Man darf sich hier einfach auch mal fragen ob unsere allgemeinen Vorstellungen von Sitte und Moral noch zeitgemäß ist - aber bitte ohne den anderen zu Verurteilen, der sich mit anderen Menschen in einer anderen moralischen Welt bewegt, die sehr wohl sicher ist, dass sie passt.

      Seine eigene Moral zu verteidigen weil man sich entschieden hat diese zu Leben finde ich völlig legitim man sollte allerdings nicht dazu übergehen Menschen zu verurteilen, die anders damit umgehen. Hier greift nun eben doch die hier auch heftig kritisierte Toleranz, die wenig mit Schulterklopfen zu tun hat.

      Leider wird hier wenig beschrieben wo denn die eigentlichen Vorteile der unterschiedlichen moralischen Vorteile liegen, sondern immer wieder taucht der Zeigefinger - mal gut und mal wenig gut getarnt - auf, der immer wieder sagt: "Du bist böse, weil Du anderen moralischen Wertschätzungen folgst".
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      Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
      Hallo @Mondstein
      Vielen Dank für den Blog :blumen: Erstmal -unabhängig vom Thema - freue ich mich über die lebhafte Diskussion. Danke an alle Schreibenden und die Mods, dass sie weiter laufen darf.
      Zum Thema: Ich werfe keinen Stein, weil ich vor ca 25 Jahren schon mal betrogen habe. Bis heute bedaure ich meinen Mangel an Ehrlichkeit, Mut und Wertschätzung meinem damaligen Partner gegenüber. Der Akt selber war geil, berauschend, sexy und ich erinnere mich gern daran. In meinen jüngeren Jahren (bevor ich die Betrügende wurde) war Betrug für mich gleich bedeutend mit Ende der Beziehung. Heute sag ich : ein Ausrutscher kann passieren, mein Partner soll dabei ein Kondom benutzen und es für sich behalten. Aber keine Beziehung neben der unseren führen oder ständig ONS suchen. In diesem Fall stimmt etwas nicht in unserem Gefüge und wir sollten reden wie wir das lösen können. Denn ich habe mich für die Monogamie entschieden.
      Gründe für meine Entscheidung:
      Eine Zweit-Beziehung nimmt mir Zeit mit meinem geliebten Mann und Herrn. Zeit, die eh schon im Alltag fehlt. Sie birgt das Risiko, dass mein Geliebter sich ganz für die Zweite entscheidet. Sie vermittelt mir das Gefühl von fehlendem Respekt und Wertschätzung, denn ich bin die Unwissende, der die Möglichkeit verwehrt wird zu entscheiden, ob sie in einer Dreier- oder mehrfach Beziehung leben möchte/kann. Wenn ich es zufällig erfahre, wird ewig der Zweifel bleiben und die Fragen : bin ich blind, dumm, naiv, in welchen Bereichen wurde ich noch belogen?? ...
      In diesem Sinne : "bitte nach rechts, jeder nur ein Kreuz" :D

      LG
      Gio
      ’’Bloß jene Herrschaft ist von Bestand, die freiwillig zugestanden wird.‘‘
      Machiavelli

      @Mondstein, du schreibst, du wolltest zum nachdenken anregen. Ich habe nachgedacht, lange und immer wieder in den letzten Tagen. Ich muss gestehen, ich verstehe die Intention deines Beitrags nicht.

      Ich fang mal vorne an. Wer frei von Schuld ist… Damit nimmst Du Bezug auf eine bekannte Passage aus der Bibel und setzt sie analog mit einem anderen Thread.

      Wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein ist zu einem geflügelten Wort in unserem Sprachgebrauch geworden. Nur leider wird der Sinn der eigentlichen Aussage dadurch unzulässig verkürzt. Der Ehebruch der Frau in der Bibel wird in dieser Situation keineswegs legitimiert oder bagatellisiert. Ihr wird ihre Sünde vor Augen geführt, aber sie erhält die Chance, daraus zu lernen.
      Die zweite Botschaft dieser Passage, und darauf nimmst du Bezug, ist die Aufforderung an die Pharisäer, ihre eigene Lebensweise zu prüfen, bevor sie ein Urteil fällen, dass dieser Frau das Leben kosten würde.

      In meinem Verständnis schießt du mit diesen Begrifflichkeiten mit Kanonen auf Spatzen. Ich kann weder in dem Ursprungsthread noch in diesem hier etwas herauslesen, dass einem Steinigen gleichkommen würde.

      Was es gab sind kritische Stimmen, zu denen auch ich gehöre.

      Warum äußere ich mich kritisch? Nun, ich habe eine Meinung und ich denke, ich habe durchaus das Recht diese kundzutun, auch wenn sie nicht bestätigend ist. Ich habe niemanden angegriffen oder gar runtergemacht. Ich habe, und das tue ich auch jetzt, in ich Botschaften geschrieben.

      Wo entstand dann eine Wertung? In Äußerungen wie unehrlich und egoistisch ist eine Wertung enthalten. Ist es wirklich falsch das so zu benennen, wenn man es denn so empfindet? Natürlich entsteht diese Deutung auf dem eigenen Erfahrungshorizont und wird geleitet durch den eigenen moralischen Kompass. Eine neutrale, gar sachliche Diskussion kann es bei diesem Thema meines Erachtens nicht geben, da wir über Beziehung sprechen und Beziehungen sind nun mal inhärent emotional.

      Muss ich mir damit gefallen lassen, den moralischen Zeigefinger zu bemühen? Vielleicht? Vielleicht liegt es aber auch an dem Selbstverständnis meines Gegenübers, sich gemaßregelt zu fühlen.

      Zurück zu Deinem Post. Du bittest um mehr Toleranz. Nur wofür? Diese Frage wurde Dir hier schon einmal gestellt und ich finde sie nicht beantwortet.

      Das alles läßt mich mindestens ratlos zurück.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne
      Lieber. @Norbert,

      das Verurteilen eines Menschen ist der Job eines Richters. Dazu muss dieser nicht die Taten der An-/Beklagten begangen haben. Das nennt sich Rechtsprechung und ist hier wie dort nicht geschehen.

      Und selbstverständlich darf ich die Aussagen oder Handlungen einer Person verurteilen, ohne genau so gehandelt zu haben. Das nennt sich Wertesystem oder Moral und jeder Mensch hat das.

      Dein Wertesystem scheint mir von einer seltsamen Toleranz geprägt zu sein, da Du einerseits das Urteilen ablehnst, Dir andererseits aber zugleich das Recht anmaßt, ein Verbot auszusprechen, dass Dir mindestens mir gegenüber nicht zusteht. Aber auch solches Verhalten ist ein weit verbreitetes Phänomen der wahren Moralisten:

      Einem wertenden Menschen seine Meinung als "Moral" in Gänze vorzuhalten oder diese gar zu verbieten, statt sich seinen konkretem Inhalten zu stellen.

      Ratlos
      HvR
      Ich glaube, dass es schwer fällt, einen Betrug nachzuvollziehen(warum er so statt findet), wenn man nicht selbst in einer derartigen Zwickmühle war...

      Und dann ist es oft eine Frage der Priorisierung, was mir wichtig ist,
      z.B.die erkrankte Frau, zu der ich vielleicht über Jahre stehe und die Kinder, die ich liebe, auf die ich nicht verzichten mag

      und

      auf der anderen Seite eine Neigung, die ich in den heimischen Gefilden nicht ausleben kann, weil die oben so geliebte Frau, solche "Perversitäten" nicht nachvollziehen kann und mag-das Tabu ist.

      Was hat einen höheren Rang/Stellenwert... und was passiert mit mir und den Beziehungen, die daran gebunden sind?
      Muss ich alles auf die Waagschale legen und gegeneinander abwiegen?

      Weisst Du, wie sich das anfühlt,@'Herr von Rhea' ?

      Sei froh, wenn Du jetzt beides verneinst!
      Wie würdest Du wählen?
      Sicher anders anders als HERR X, weil deine Moral und deine Werte auch diffenzieren.

      Entscheidest Du dich für Dauerregen, Gewitter und Donner-Grollen oder freust Du dich an dem Regenbogen, der ab und zu mal für dich scheint und trägst ein wenig Sonne in deinen Alltag?

      Nur so Gedanken von mir...
      Ich bin froh, nicht be-werten zu müssen weder einen Menschen, der mir am Herzen liegt, noch die Liebe, die so viele Gesichter haben kann...

      Lg
      Die Eule
      @Noctua du hast zwar @Herr von Rhea angesprochen, aber ich antworte dir trotzdem mal.

      Ich weiß wie sich eine solche Zwickmühle anfühlt, ich lebe seit Jahren in ihr und da bin ich aktuell noch immer. Würde ich deswegen meinen Mann betrügen? Nein, niemals!

      Das Ganze nennt sich Beziehungsarbeit. Sie ist anstrengend, müsahm, phasenweise zermürbend, bringt mich immer wieder an den Rand des psychisch Aushaltbaren. ABER ich bleibe dabei; ich habe eine Wahl, mich immer wieder neu zu entscheiden, wie ich damit umgehe. Mich in eine Affäre zu flüchten und damit meinen Mann zu hintergehen würde meinen moralischen Prinzipien widersprechen und käme schlichtweg nicht in Frage.

      Das ist im übrigen etwas, dass mich an der ganzen Debatte hier stört. Es wird teilweise so dargestellt, als hätte man ja keine Wahl. Doch, die hat man und zwar immer wieder. Das ist etwas, das uns von Tieren unterscheidet, wir sind vernunftbegabte Wesen.

      Ich verstehe jeden, der sich in Not fühlt, in einer Beziehung leidet und dieser hat mein tiefes Mitgefühl. Was ich nicht verstehe, ist, dass dies als Rechtfertigung dafür herhalten soll, wie man sich entscheidet, damit umzugehen.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne
      Ich melde mich nun, hoffentlich ein letztes Mal zu Wort in diesem Blog, der NIEMALS als Angriff auf einzelne Mitforis gedacht war.
      Dass das hier so ausufern würde habe ich beim Einstellen meines Blogs nicht mal im Ansatz gedacht.

      Ich habe Bezug genommen auf den anderen Thread, eben weil es mich gekratzt hat wie hart um die eigene Moral gekämpft wird.
      Und da habe ich FÜR MICH entschieden das in einem eigenen Bericht zu hinterfragen. Die Offenheit war meine Bitte und auch nur eine kleine und leise
      Also habe ich getan, was ich immer tue, wenn mich etwas beschäftigt. Ich habe es aufgeschrieben und veröffentlicht und NEIN! ich bin nicht traurig darum das ich es gemacht habe. Ich habe aber auch folgendes geäußert:

      Mondstein schrieb:

      Ob es rühmlich ist fremd zu gehen?
      Sicherlich nicht!
      Somit habe ich selbst meinem Verhalten eine Wertung gegeben. Das scheinen einige übersehen zu haben. Ich kann sagen, dass ich durchaus kritisch mich selbst hinterfrage und ich habe gedacht, dass gerade die Wahl der Überschrift ganz viel Raum zur Interpretation gibt. Weit gefehlt.

      Nun sind ein paar Tage vergangen und ich kann die Sätze aufgreifen, die mich an diesem Tag wahnsinnig getrigert haben:

      Herr von Rhea schrieb:

      Ihr seid diejenigen, die in moralinsaurer Manier hier über abstrakte Inhalte ablästern und dann auch noch Erwartungen haben, "die anderen" sollten Ihre Moral sein lassen. Weil sie Euch nicht gefällt? Mir gefällt Eure Moral, wie sie hier zu Tage tritt auch nicht.
      IHR habe ich als absolute Verallgemeinerung wahrgenommen und da es mein Blog ist bin ich IHR!

      Nirgendwo habe ich in irgendeiner Form abgelästert oder eine einzelne Person angegriffen. Was mir gefällt und was nicht, ist mit keinem Wort in meinem Blog erwähnt. Es war eine kleine Beichte und die Bitte darum, nicht den Kopf senken zu müssen, weil man menschlich versagt hat, denn genau das muss man. Ich habe niemals gesagt das ich Monogamie nicht toleriere oder dies als Liebes- und Lebenskonzept hinterfragt. Ich glaube tatsächlich das es nichts Schöneres gibt als die Liebe, egal wie sie ausgelebt wird.


      Herr von Rhea schrieb:

      Ich habe dort nicht geschrieben weil ..." man nicht den Mut hat den Gegenwind auszuhalten. Hier dann aber über die Moral der anderen herziehen: Bravo!
      Mein Blog war niemals als feige Nummer gedacht. Ich habe dort nicht geschrieben, weil ICH es nicht wollte. Ich hätte auch meine Klappe halten und gar nichts schreiben müssen. Wer mich kennt, weiß, dass ich gar nicht der Typ bin der über die Moral der Anderen herzieht.

      LaermMachtSpass schrieb:

      Fremdgehen und Betrug am Beziehungspartner ist eine "Beziehungsform"? :pillepalle:
      Manchmal drücke ich mich vielleicht unglücklich aus, aber dieser Post hier war doch nur dazu da Öl ins Feuer zu gießen. Es brannte ja noch nicht hell genug.

      DerekReign schrieb:

      Trauriges Weltbild hast du da. Ich bin fest davon überzeugt, dass das so nicht stimmt (und die Reaktionen in derartigen Threads geben mir gefühlt recht)
      Ich habe viele Jahre in der Kneipe gearbeitet dort sieht man den Betrug jede Nacht. Es gibt zum Thema Fremdgehen Statistiken und viele Menschen beschäftigen sich damit auch wissenschaftlich. Mein Weltbild ist mit Sicherheit alles, nur nicht traurig. Realistisch würde ich es nennen. Deswegen kräme ich mich nicht.

      Ich habe nie angezweifelt, dass es glückliche Monogame Beziehungen gibt, zu keinem Zeitpunk,t aber schön dass mir das hier per se unterstellt wird.

      Amarena schrieb:

      Will ich mich in jeder Freundschaft in jeder Beziehung fragen müssen, lügt und betrügt der Partner gerade oder ist das, was er erzählt die Wahrheit?
      Nein, will ich nicht und das kann ich für mich ganz klar beantworten.

      Herr von Rhea schrieb:

      Und wer Kritik nicht lesen will, der sollte auch keine Threads aufmachen.
      "Mach mal langsam, Du hast das hier geschrieben, nun halte es auch aus"! So kam das bei mir an. Das führt bei mir dazu das ich hart überdenken muss was und ob ich zukünftig noch etwas äußern werde.


      Ich kenne Deine Meinung und habe sie nie angegriffen, wollte ich auch gar nicht. Dass ich meinen Blog gar nicht auf den Nebenkriegsplatz bezogen habe sondern diesen nur als Auslöser für meine Gedanken gewählt habe ist schlicht und ergreifend unter gegangen. Es mag sein, dass ich mich unglücklich ausgedrückt habe aber auch danach bin ich nie gefragt worden.


      Callimorpha schrieb:

      Ja...weil ich dann ein Thema losgelöst von dem Thread breiter diskutieren wollte.
      Hier wurde aber auf einen anderen Thread verwiesen und das Verhalten der User dort kritisiert
      Ich wollte NICHT diskutieren, ich wollte eher sehen ob sich jemand meinem Beispiel anschließt und zugibt, ich kann keine Steine werfen, was damit einherging und wo es den Menschen hin gebracht hat. Denn auch ich habe meine Geschichte erzählt, nicht mehr und nicht weniger.

      giorgina schrieb:

      Zum Thema: Ich werfe keinen Stein, weil ich vor ca 25 Jahren schon mal betrogen habe. Bis heute bedaure ich meinen Mangel an Ehrlichkeit, Mut und Wertschätzung meinem damaligen Partner gegenüber. Der Akt selber war geil, berauschend, sexy und ich erinnere mich gern daran. In meinen jüngeren Jahren (bevor ich die Betrügende wurde) war Betrug für mich gleich bedeutend mit Ende der Beziehung. Heute sag ich : ein Ausrutscher kann passieren, mein Partner soll dabei ein Kondom benutzen und es für sich behalten. Aber keine Beziehung neben der unseren führen oder ständig ONS suchen. In diesem Fall stimmt etwas nicht in unserem Gefüge und wir sollten reden wie wir das lösen können. Denn ich habe mich für die Monogamie entschieden.
      Vielen lieben Dank @giorgina für Deine Offenheit in meinem Beitrag und dem Fazit dazu. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

      Noctua schrieb:

      Ich bin froh, nicht be-werten zu müssen weder einen Menschen, der mir am Herzen liegt, noch die Liebe, die so viele Gesichter haben kann...
      Vielen Dank dafür liebe @Noctua, ich nehme das nun mal als Abschlußwort.


      Herzlichst Mondstein

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mondstein ()

      Mondstein schrieb:

      Ich wollte NICHT diskutieren, ich wollte eher sehen ob sich jemand meinem Beispiel anschließt und zugibt, ich kann keine Steine werfen, was damit einherging und wo es den Menschen hin gebracht hat.
      Ich schrieb ja schon.

      Callimorpha schrieb:

      Ich ziehe mich aber aus dem Thread hier jetzt dann auch raus. Denn scheinbar habe ich die Intention wohl falsch verstanden.
      Von daher entschuldige bitte, dass ich deine Intention falsch verstanden habe. :blumen:

      venusfalle schrieb:



      Ich verstehe jeden, der sich in Not fühlt, in einer Beziehung leidet und dieser hat mein tiefes Mitgefühl. Was ich nicht verstehe, ist, dass dies als Rechtfertigung dafür herhalten soll, wie man sich entscheidet, damit umzugehen.
      Nur mal so als Ansatz, vielleicht ist es gar keine Rechtfertigung sondern eine Erklärung?
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall
      Ganz ehrlich @Hera, das ist begriffsklauberei. Dann nenn es meinetwegen Erklärung.

      Wenn jemand aus Not etwas klaut ist es noch immer Diebstahl. Auch wenn ich die Beweggründe Verstehen kann, ändert es nichts daran, dass es unrecht ist (der Diebstahl).

      Der Punkt, der für mich entscheidend ist (auf den Betrug bezogen) ist die Tatsache, dass man sich entscheiden kann, wie man handelt.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne

      venusfalle schrieb:

      Ganz ehrlich @Hera, das ist begriffsklauberei. Dann nenn es meinetwegen Erklärung.
      Sorry aber das sind zwei völlig unterschiedliche Begriffe.

      venusfalle schrieb:

      Wenn jemand aus Not etwas klaut ist es noch immer Diebstahl. Auch wenn ich die Beweggründe Verstehen kann, ändert es nichts daran, dass es unrecht ist (der Diebstahl).
      Genau Diebstahl und Diebstahl sind identisch. Aber es ist ein himmelweiter Unterschied ob ich Dir erkläre was zu meinem Verhalten geführt hat oder ob ich mich für selbiges rechtfertigen möchte.

      venusfalle schrieb:

      Der Punkt, der für mich entscheidend ist (auf den Betrug bezogen) ist die Tatsache, dass man sich entscheiden kann, wie man handelt.
      Ich glaube niemand hat hier geschrieben, dass er keine Wahl hatte, ging ja mehr um DIE Wahl. Eine Wahl hat man immer. Auch die, ob man sein Gegenüber richtig verstehen möchte ;)
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall
      Das gute ist....ich muss mich nicht vor @Mondstein stellen, sie ist ein wunderbarer Charakter und kann für sich allein Sprechen.
      Das beste ist, ich kann es dennoch tun :yes: einfach weil mir danach ist.

      Keiner hat mal bei ihr nachgefragt nach dem Warum, dem weshalb, dem wieso oder was dieses Erlebnis im Nachhinein verändert, ausgelöst oder kaputt gemacht hat.

      Aber dennoch gab es viele die ohne diese essentiellen Informationen den ersten Stein geworfen haben.
      Weder verteufel ich andere Menschen noch unterstütze ich andere überproportional.

      Aber bitte nehmt euch die Zeit und erforscht die Hintergründe! Ein Urteil ist viel zu schnell gesprochen.....und nicht einfach zu revidieren....

      Mfg Talon
      :dance:
      Liebe @Noctua,

      danke für die Fragestellungen, auch wenn ich nicht recht weiß, was Du eigentlich von mir wissen oder mir damit sagen willst. Daher kurz:

      Noctua schrieb:

      Weisst Du, wie sich das anfühlt,@'Herr von Rhea' ?
      Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn zwei Herzen in einer Brust schlagen.

      Noctua schrieb:

      Muss ich alles auf die Waagschale legen und gegeneinander abwiegen?
      Nun ja, was Du musst weiß ich nicht. Aber ja, Du wirst abwägen (müssen), wenn Du Dich entscheiden willst.

      Noctua schrieb:

      Ich glaube, dass es schwer fällt, einen Betrug nachzuvollziehen(warum er so statt findet), wenn man nicht selbst in einer derartigen Zwickmühle war...
      Ich vollziehe das nach, was hier geschrieben wird und befasse mich damit. Was nicht geschrieben wird, liegt in der freien Entscheidung des einzelnen Users und das muss ich nicht unterstellen, erraten oder nachfragen.


      Mir und jeden anderen hier ist bewusst, dass heimliche Affären für den Fremdgänger zurück beim betrogenen Partner/in der Familie ggf kein Spaß sein wird. Der dürfte regelmäßig auf die paar Stunden mit der Affäre begrenzt sein. Aber das ist die Wahl, die man selbst getroffen hat. Und wenn das unangenehm ist, dann hat man wieder die Wahl, jeden Moment aufs neue.

      Also: wählt, was ihr wollt, mir sei es recht. Und wie ich es schon anderweitig schrieb: Betrug am Partner halte ich für etwas profanes, fast schon "normales", ein einträgliches Geschäftsmodell und Massenphänomen für Menschen, deren Moral es eben zulässt, eine geliebte Person zu hintergehen.


      Gruß
      HvR
      Huhu =)

      Liebe @Mondstein vielen Dank für deinen Beitrag.
      Ich kann einige Dinge davon sehr gut nachvollziehen und verstehen.
      Vielleicht nicht auf deine Weise, aber sicher aus meiner ganz eigenen Perspektive und den Gefühlen die ich damit verbinde.
      Einige von dir beschriebene Situationen habe ich schon erlebt, erlebe sie auch jetzt gerade und sie werden sicherlich einmal wieder auf mich zukommen.
      Ich denke es ist sehr selten das jemand andere an solch sensiblen Erfahrung teilhaben lässt, und das macht sie rar und wertvoll.
      Da ich selbst schon oft aus Frust und Hilflosigkeit trotz Partnerschaft auf der Suche war verstehe ich das eine oder andere Handeln,
      und betrachte einige Gedanken, nicht alle meine Entscheidungen, in einem ganz neuen Licht. Danke dafür =)
      Ich hab auch nur vier Hufe...

      Hand aufs Herz kannst mir vertrauen, werd mir sonst einen Muffin ins Auge hauen.

      An apple a day keeps the pony to stay!
      Liebe @Mondstein,

      ich kann Deinen Verdruss verstehen. Das "Ihr" ...

      Mondstein schrieb:

      IHR habe ich als absolute Verallgemeinerung wahrgenommen und da es mein Blog ist bin ich IHR!
      ... bezog sich tatsächlich auf konkrete Aussagen anderer User auf Seite eins (kannst ja mal nachlesen), die sich, neben anderen Inhalten, vielleicht auch ganz ohne böse Absicht aber mE äußerst leichtfertig mit den von mir angeführten Aussagen selbst über "die anderen" (zB jene im anderen Thread) bezugslos und pauschal "erleichtert" haben. Im Grunde war das mein Trigger und der hat die gleiche Ursache wie Deiner: Verallgemeinerung, Pauschalierung. Das hätte ich tatsächlich durch konkrete Zitate vermeiden können, hoffte allerdings, dass es durch die "unformalen" Zitate, von denen keines aus Deinem EP stammt, deutlich würde.

      Daher tut es mir auch aufrichtig leid, dass es Dich so sehr getriggert hat, was ich hier schrieb und dafür kann ich Dich nur um Entschuldigung bitten. Ich möchte Dir aber auch versichern, dass Du nicht zu Kreuze kriechen musst und ich hatte das ja auch bereits früher schon angedeutet ...

      Herr von Rhea schrieb:

      Dein Anliegen finde ich in Ordnung, habe es nirgendwo runtergemacht. Du trägst in der Tat auch nicht die Verantwortung dafür, dass hier "über die Moral der anderen" gelästert (abgefeiert) wird, performative Widersprüche zur Behauptung der eigenen, pauschal moralisierenden Meinung und aus Mangel an Bezugnahme unbewiesene Behauptungen rausgehauen werden. Das war sicherlich nicht Deine Absicht, es ist halt passiert.
      ... was aber meine Entschuldigung hier und jetzt natürlich nicht ersetzen soll, vielleicht aber die ehrliche Intention unterstreichen kann.


      Mondstein schrieb:

      Herr von Rhea schrieb:

      Und wer Kritik nicht lesen will, der sollte auch keine Threads aufmachen.
      "Mach mal langsam, Du hast das hier geschrieben, nun halte es auch aus"! So kam das bei mir an. Das führt bei mir dazu das ich hart überdenken muss was und ob ich zukünftig noch etwas äußern werde.
      "Mach mal langsam", eine Fehlinterpretation in Gestalt einer Aufforderung, objektiv nie geschrieben. Ich meine es so wie es geschrieben steht und so muss zB nun auch ich damit rechnen, auf diesem Post Kritik zu kassieren. Nicht mehr, nicht weniger. Dazu aber noch was Nachdenkliches:

      Mondstein schrieb:

      aber auch danach bin ich nie gefragt worden.
      Ich verstehe ja schon die grundlegende Intention dahinter, nur: kann das der realistische Anspruch in einem Forum sein? Ich denke nicht, denn denkbare Fragestellungen sind so mannigfaltig wie die möglichen Missverständnisse durch Fehlinterpretation. Ob letzteres aber vorliegt, kann ich als Leser nicht im voraus wissen. Es wäre sachdienlicher, wenn der Sender einer Nachricht klarstellt, was er meinte, wenn er bemerkt, dass ein Missverständnis oder eine Fehlinterpretation vorliegt (was im Übrigen auch nur der Sender feststellen kann - so wie ich auch erst jetzt weiß, dass Du "mach mal langsam" verstanden hast).

      Ich hoffe, dass ich die Missverständnisse erklären konnte und verbleibe mit lieben Grüßen

      HvR