Dogs don't wear pants

      Nun auch gesehen. Ja. Sehenswert schon. Habe aber trotzdem einiges zu motzen :icon_lol: Mir hat da der andere Film "My Mistress" ein bisschen gefallen als Film.

      Muss sagen, fand das Verhalten gegenüber seiner Tochter unmöglich. Egal was da vorher passiert ist. Wenn man so dreist ist, noch den Arbeitskollegen im Krankenhaus anzulügen, dass man das schaffen will wegen seiner Tochter. Dann aber zu der Domina geht. Da hab ich kein Verständis für! Was der da am Ende macht, ist doch eigentlich Stalking? Strafbar. Der Film vermittelt es aber völlig anders. Finde ich bedenklich.

      Dann stört es mich, dass wieder nicht vernünftig auf ein Vorgespräch samt Möglichkeiten der Risiken eingegangen wurde. Das wieder nicht auf Aftercare, Nachgespräch eingegangen wurde. Was ich besonders deshalb problematisch finde, wenn der Film gegen Ende in diesen Fetish Club geht. Leute, die keine Ahnung von BDSM haben, könnten jetzt wieder denken, dass Frauen, wenn Sie gerade Bock dazu Männer an die Leine legen/durch solche Clubs führen, oder aber Männer, wenn Sie einfach Bock dazu haben, sich eine Frau im Käfig halten. Auch wenn das nur Sekunden sind. Es stört mich trotzdem extrem.

      Bei den Sessions. Na, ich verstehe was anderes unter Hund und Frauchen spielen. Das war ein Mischmasch aus Sklave, Herrin, und Sadistin. Wenn ich eines im BDSM niemals möchte, auch bei einer Domina nicht ( Auch wenn das hier im Kontext der Story verständlich ist ), wären es diese Strangulierung, Atmungsnot Spiele. Da hab ich viel zu viel Panik um mein Leben. Die Szene gegen Ende sowie die Szene mit seinem Fingernagel, fand ich viel schlimmer als alles andere in diesem Film. Außerdem hätte mir jemand sagen sollen, dass der einen Job im Krankenhaus hat, und man da solche Szenen sieht. Ich hab eine Phobie vor Krankenhäusern. Ich erkläre gleich in einem anderen Thread wieso.

      Subbi86 schrieb:

      ... Außerdem hätte mir jemand sagen sollen, dass der einen Job im Krankenhaus hat, und man da solche Szenen sieht. Ich hab eine Phobie vor Krankenhäusern. Ich erkläre gleich in einem anderen Thread wieso.
      Ohne es boese zu meinen, aber wer haette es dir denn im Vorfeld sagen sollen (von uns)?
      Ich fuer meinen Teil z.B. kenn dich im rl nicht, ich weiss nicht, was dich triggert, wo du irgendwelche Phobien hast ...

      Ggf. wuerde es wenn man so eine Frage wie du am Anfang stellt, da mit helfen, sowas kurz mit anzubringen, z.B. in Form von: "Falls den Film einer kennt & xyz mit vorkommen sollte, waere eine kurzer Hinweis in die Richtung toll(, als Triggerwarnung fuer mich)."

      Subbi86 schrieb:

      ...
      Dann stört es mich, dass wieder nicht vernünftig auf ein Vorgespräch samt Möglichkeiten der Risiken eingegangen wurde. Das wieder nicht auf Aftercare, Nachgespräch eingegangen wurde. Was ich besonders deshalb problematisch finde, wenn der Film gegen Ende in diesen Fetish Club geht. Leute, die keine Ahnung von BDSM haben, könnten jetzt wieder denken, dass Frauen, wenn Sie gerade Bock dazu Männer an die Leine legen/durch solche Clubs führen, oder aber Männer, wenn Sie einfach Bock dazu haben, sich eine Frau im Käfig halten. Auch wenn das nur Sekunden sind. Es stört mich trotzdem extrem.
      ...
      Wenn du in einem Film die Realitaet abbilden willst, also mit Vorgespraechen und Aftercare & allem, wird der Film schnell 5x so lang wie eigentlich und ganz ehrlich, wenn ich mir einen Film aus dem Genre anschau, moechte ICH zumindest nicht 30 Min. vom Film mit versch. Aftercare Szenen sehen die es ja snsich nach jeder heftigen Session gibt, bzw. geben sollte. Wenn ich soetwas sehen moechte, such ich nach entsprechenden Reportagen. - Aber das soll nicht fuer alle gelten, ist nur MEINE Meinung und Einstellung dazu.

      Majasdom schrieb:

      Du weißt aber, das das ein Film ist, oder?
      Natürlich.

      Wenn man aber einen Film dermaßen auf BDSM trimmt, dass wie newbarbie richtig schreibt, dem Zuschauer dieses BDSM als Teil einer Taumatabewältigung als Möglichkeit hin stellt, würde ich auch die anderen Dinge im BDSM, die da wichtig sind, erwarten. Gerade für Leute, die nicht die Szene kennen. Das wird hier nicht nebenbei abgehandelt. Nicht wie in zig anderen Filmen. Es ist eines der Haupthemen neben dem eigentlichen Drama. Das dabei helfen könnte. So etwas in einer Romanze zu bewältigen. In dem Falle bei einem Mann mit einer (sadistischen) Frau. Domina. Wir reden hier auch von Atemnot Spielen bei der Dienstleisterin. Würgen. Scheintoden.

      Ich frage mich. Wie würde die Aussage der Gesellschaft/Medien abseits der BDSM Szene sein? Wenn in diesem Fetish Club extrem viele Männer, Frauen nackt an der Leine hätten! Oder Frauen auf allen Vieren da herum kriechen. Oder aber wenn es keine Domina wäre, sondern ein Dominus! Der mit einer Frau, die gerne BDSM (geschäftlich) möchte. Diese Frau ständig würgt, den Atem nimmt, stranguliert oder ihr eine Tüte über den Kopf zieht! Während diese hilflos fixiert an einem Stuhl ist. Bis zum Scheintod! Ob die Medien, die Gesellschaft, da auch noch von einem romantischen tollen Dramafilm sprechen würden? Hoffen würde ich es. Erwarten tu ich es noch nicht.

      Wenn wir irgendwann endlich dahin kommen. Das auch Frauen in extremen passiven masochistischen SM Rollen akzeptiert werden. In solchen Geschichten, Filmen. Außerhalb der BDSM Szene. Dann kann man mir gerne sagen. Es ist nur ein Film. Aber solange das nur wieder kommt, weil hier ein Mann von Frau so behandelt wird ( Der es will ). In einem Fetish Club mal wieder Frauen mit Männern an der Leine zu sehen sind. Bei dem es wirklich nur eine einzige Frau kurz in der passiven Rolle zu sehen gibt, wo Mann der Dom/Sadist ist. Solange finde ich das durchaus immer noch Diskussionswürdig. Das es da immer als ein Okay, ist eben so, hin gestellt wird.

      Das war nicht aufs Forum bezogen. Das ich jemanden da die Schuld geben würde. Warum sollte ich? Das war mehr rhetorisch gemeint. Hätte mich informieren können. Den Inhalt lesen können. Das war alleine meine eigene Schuld. Wollte niemanden angreifen. Angedeutet hab ich das ab und an in Diskussionen, Threads. Das bei mir der gesamte weiße Bereich, Klinikbereich Tabu ist. Aber sicher nicht mehr lange. Hoffe ich. Ich habe es mit Psychotherapien versucht. Die haben aber neben ein paar Verbesserungen auch Widersprüche herauf beschworen. Zum einem immer noch diese Ängste. Zum Anderen aber immer mehr Wünsche an SM. Wünsche an Frauen, die mich foltern. Mir Schmerz zufügen. Manchmal sind es auch im Kopfkino trotz meiner Phobie vor dem allen, unlogischerweise böse Krankenschwestern/Ärztinnen. Die mich als Patienten quälen. Weit aus noch mehr unlogisch daran. Das dieses Kopfkino zu einer Erregung führt. Obwohl ich doch eigentlich genau davor meine Ängste habe/Hatte.

      Keine Ahnung, ob ich beim nächsten Besuch meiner Domina, einfach mal mit ihr zusammen diesen Klinikraum betrete. Wir dann genau das mal da spielen. Vielleicht würde es wirklich dank meines Masochismus und ihres Sadismus helfen mein Traumata zu überwältigen. Vielleicht ist der Gedanke aber auch komplett naiv von mir. Komm einfach darauf, weil Sie im Nachgespräch mir quasi, betrachtet man es nüchtern, gesagt hat, dass ich schon eher ein Masochist als ( nur ) Sub bin. Sie wollte mal Reizstrom, Nadeln usw. ausprobieren. Das passt für mich dann ziemlich gut zu meiner Fantasie einer bösen Krankenschwester/Ärztin. Nicht so in den schwarzen SM Bereich. Also in meiner Vorstellung dieses BDSM jedenfalls.

      Und wie gesagt. Den "normalen" Weg bin ich vorher gegangen. Bin also nicht viel von dem entfernt wie dieser Mann im Film. Dass ich mir eine andere Methode suche, um was zu verarbeiten. Neben der Lust nach dem Schmerz durch eine Frau. Die halt noch dazu kommt. Weshalb dieser Film mich bestimmt emotionaler getroffen hat als nötig. Positiv gesehen.

      Ansonsten. 30 Minuten nicht. Aber wenigstens 5 Minuten davor und danach, könnte man es in diesen BDSM Filmen mal wenigstens irgendwie herüber bringen. Dann wären wir mal ein paar Schritte weiter bei dem Thema "Einvernehmlich".

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MatKon () aus folgendem Grund: Langzitate entfernt ... bitte FAQ beachten

      Es ist schon erstaunlich wie Filme mit Bdsm Inhalt regelmäßig zerrissen werden.
      Filme dienen der Unterhaltung, da wird man in eine andere Welt katapultiert, die mit der Realität nichts, aber auch rein gar nichts zu hat und das ist gut so!
      Wenn ich mit einen Film anschaue, will ich genau das, ich will in eine fiktive Welt eintauchen, mir keine Gedanken darüber machen, wie realitätsnah dieses ist oder wie psychologisch sinnvoll.

      Wenn dann mit Klischees gespielt wird, kann es lustig sein oder kitschig oder manchmal auch nervig. Auch das gehört dazu.

      Der überwiegende Teil der Film- und Fernseh-Produktion lebt von Klischees.

      Möchte man etwas Realitätsnahes, ist man bei Spielfilmen falsch, dafür gibt es Dokus, Lebensberatung ect.

      So einfach sehe ich das.
      Um es nicht unter jeden Beitrag schreiben zu müssen. Zwischen mir und den Meinen herrscht Einvernehmen und ich werde niemanden gegen seinen Willen, misshandeln, der Freiheit berauben oder sonst irgendwie Schaden zufügen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mirarce ()

      Ich sehe Filme, genauso wie Kunst, als Inszenierung. Es ist Unterhaltung und ein Ausschnitt dessen, was jemand zeigen möchte um beim Betrachter etwas auszulösen. Und ja, dieser Film polarisiert, deswegen finde ich ihn selbst sehr spannend. Er löst starke Gefühle aus.

      Viel interessanter als der Film selbst, finde ich die eigenen Reaktionen, Gefühle und Gedanken. Also das was man selbst empfindet ist doch das was man erfahren soll. Die eigene Reaktion ist der Spiegel dessen wie man selbst denkt und urteilt. Vielleicht auch zu unrecht verurteilt.

      Ich selbst sehe zwei Menschen, die sich zufällig begegnen, sich durch gemeinsame Erlebnisse emotional schockieren und berühren und sich auf eine neue Art und Weise akzeptieren, finden und später lieben.

      Mir gefallen die Kontraste und die Metapher, das uns manche Erlebnisse im Leben verändern. Unsere Handlungen, Erfahrungen und Urteile verbinden oder spalten uns. Viele Dinge im Leben können uns schockieren, berühren, befriedigen, beleben oder etwas in uns selbst auslösen von dem wir zuvor nicht wussten, was und wie es ist. BDSM ist intensiv, andere Erlebnisse genauso.

      Natürlich sind Inhalte immer strittig. Muss BDSM wegen eines solchen Filmes verteidigt werden? Aus meiner Sicht: nein.
      Kunst wird auch nicht verteidigt, sie darf beim Betrachter einfach wirken… und natürlich diskutiert und interpretiert werden.
      …entscheidend ist die Perspektive und da gibt es mehrere Möglichkeiten… ;)