Libido der Partnerin bzw. bdsm "eingeschlafen"

      Libido der Partnerin bzw. bdsm "eingeschlafen"

      Hallo liebes Forum. Es ist etwas bedauerlich, dass mein erster richtiger Beitrag hier eine Bitte um Hilfe bzw. Ratschläge ist, dennoch hoffe ich das ihr mir zumindest etwas helfen könnt.

      Zusammengefasst: Unsere BDSM Beziehung verläuft sich gerade in eine "Kuschel" Beziehung, gleichzeitig ist die Libido meiner sub fast nicht mehr existent. Beides "schläft" irgendwie ein.

      Etwas ausfühlicher: Ich "bin" nun seit knapp 10 Jahren Dom, bzw. habe mit bdsm meine ersten erfahrungen mit knapp 20 gemacht. Insgesamt waren alle meine Beziehungen seit dem mit dem BDSM Begefriff vernüpft und führe nun die 2. bzw. 3. 24/7 bdsm Beziehung.
      Diese geht mittlerweile 1,5 Jahre. In den 10 Jahren habe ich sehr viel als Dom gelernt, allerdings auch einigen mist gebaut, durch den ich allerdings ebenfalls viel lernen konnte.

      Unsere Beziehung läuft in vielen Punkten sehr gut. Ich spüre wie sehr sie mich liebt, dennoch gibt es auch Schattenseiten.

      Aktuell bereiten mir zwei dinge großes Kopfzerbrechen. Einerseits die Libido meiner Sub. Diese ist aktuell fast nicht mehr vorhanden. Ich spüre wie sehr sie mich liebt, habe aber den Eindruck, dass die sexuelle Anziehung imm weiter sinkt. Von fast jeden Tag sex, auf 1-2 mal die Woche runter.
      Häufig "habe keine lust", "bin müde" etc. Gleiches erlebe ich z.b. bei Sessios. Wo wir früher lange gepeitscht haben und im anschluss viel sex hatten und stundenlang geredet haben, läuft es aktuell eher so ab: peitschen, noch ein wenig sex, dann möchte sie fernsehen oder geht ans handy.

      Das zweite Problem ist, dass ich den Eindruck habe, dass wir aktuell eine bdsm light beziehung führen. Meine sub hat sich sehr an die angenehmen Dinge der bdsm Beziehung gewöhnt, wie die viele Aufmerksamkeit, dem Partner zuhören, respektvoller umgang usw. Glechzeitig (so scheint es mir) wird sie allerdings
      auch immer gemütlicher. Kommt es z.b. zu Situationen die Bestrafung nach sich ziehen, hat sich der Tonfall von "ja bestraf mich bitte für mein verhalten" zu "Bitte mein Herr, ist gerade so gemütlich" gewandelt, bzw. immer mit "widerstand" verbunden. Anweisungen sind aktuell eher "ja mal gucken" für sie in vielen belangen.

      Jenes ist so die Kurzfassung. Ich weiß da aktull in vielen Punkten nicht wie ich mich als Dom oder auch als Partner verhalten soll. Das geht nun so seit einigen Monaten. Auslöser war eine Depression während des Lockdowns, bis ca Februar, die uns beide viel kraft gekostet hat. In dieser Zeit habe ich versucht mich so gut es geht
      um eine Sub und Freundin zu kümmern. Allerdings hat das ganze eben Auswirkungen bis heute, bzw. verschlimmert sich die Situation irgendwie immer mehr. Natürlich habe ich da schon häufig das Gespräch bezüglich beider Themen gesucht, die eigentlich auch immer "produktiv" waren, nur eben ohne Ergebnis. Sie sagt, dass sie
      aktuell (seit 4 Monaten+) selten lust hat, liege nicht an mir. Kann sich aber auch nicht erklären woran es liegt. Zum BDSM Thema, sagt sie zwar, dass sie das absolut einsieht und man könne sich nicht nur die positiven seiten herauspicken und das sie natürlich "traniert" werden möchte, handelt dann aber wie oben beschrieben eher nach
      Lust und Laune nach anweisungen. Die Problematik daran ist natürlich, dass es natürlich kein Problem wäre, zu sagen "Schatz, ich habe gerade viel Stress, xy, können wir das bdsm eine weile ruhen lassen" aber das gegenteil ist ja der Fall: "bitte sei mein Dom, und trainiere mich"

      Problematisch wird es anhand folgender Beispiele. Aus der Zeit der Depression haben sich einige verhaltensmuster bei meiner sub eingebrannt, die ich eigentlich nicht tollerieren würde. So hat sie sporadisch "ausraster" wegen kleinen Dingen (müssen nichts mit mir zu tun haben). Wird dann laut oder schreit rum oder verlässt das Zimmer und "schmollt" dann im bett, bzw. geht dann einfach weg.
      Bei Kritik war es so, dass wir uns eigentlich vernüftig zusammen gesetzt haben und die Thematik besprachen. Ich war da immer sehr Stolz auf sie und wie erwachsen sie bei Kritik reagiert hat. Nun ist es häufig so. Kompletts abwehr verhalten, und dann abhauen, tatsächlich wie bei einer pubertierenden. Was mich teils wirklich Fassunslos zurück lässt

      Das führt natürlich zu allerlei Problemen, bzw. Streit, da ich häufig einfach nicht mehr weiß wie ich mich verhalten soll. Denn einerseits wünscht sie Führung anderseits eben "och, mein herr jetzt nicht". Anderseits führt dies bei mir zu dem Gefühl von "topping the bottom" und das seit einiger Zeit immer mehr. Gerade was Sex angeht, der aktuell nur stattfindet, wenn sie wirklich mal lust hat.
      Die Sex Thematik führt ebenfalls zusehens zu reiberein. Als ich sicher war, dass die Depression "überstanden" war, wenn man es so nennen konnte, habe ich jene Thematik das erste mal angesprochen. Dies ist nun mehr als 4 Monate her und eigentlich wird es nur immer weniger. Insgesamt ist da mein Eindruck, dass die Beziehung
      sich immer mehr zu einer "kuschel" Beziehung entwickelt. Sie möchte die ganze Aufmerksamkeit. Gibt mir viele "küsschen", will am liebsten immer bei mir und in meinen armen sein usw. aber wirklich den Partner mal scharf machen, mal einen versauten Spruch oder dergleichen gibt es eigentlich nicht mehr. Habe das Thema in den letzen Wochen ein paar mal angesprochen, da diese Situation,
      zwangsweise dazu führt, dass ich ebenfalls immer weniger Lust habe, dann aber auch generell auf körperliche nähe. Da ist dann der Standpunkt, "wie soll ich lust haben, wenn du mich unter druck setzt", wobei ich da doch perplex bin, da ich es erst wirklich anspreche, wo es langsam doch "schwierig" wird. Gleichzeitig war es dann letze Woche
      soweit, dass ich mich ein wenig zurück gezogen habe, weniger lust auf küssen oder nähe hatte, wo direkt gefragt wurde: "warum machst du das, liebst du mich nicht mehr", wo ich mit dem "verlust" des Gefühls begehrt zu werden nun monate koexistieren muss.

      Um das mit dem BDSM anhand eines Beispiels zu erläutern. Mir viel in letzer Zeit auf, wie viel Zeit meine sub auf social media verbringt. Ich habe das etwas beobachtet und dann das Gespräch mit ihr gesucht. Eigentlich eine kindische thematik, aber vielleicht wird die Situation dadurch etwas klarer
      Habe ihr meine Eindrücke geschildert, dass ich ihr Konsum verhalten da aktuell als schwierig erachte, da es um min 4h am tag geht. Und auch wenn sie von der arbeit kommt, erstmal instagram oder derartiges auf dem porgramm steht.
      Ich sagte, "letzlich ist es dein Leben und ich befehle dir da nicht. Aber ich denke du stecksts da momentan sehr tief drin und es kommt zu situationen, wo wir uns den ganzen tag nicht gesehen haben, du kommst nach hause und gehest erstmal eine stunde auf social media."
      Sie hat dies direkt eingesehen. "ich deaktiviere instagram, mein herr hat da vollkommen recht. Ich aktiviere es erst wieder wenn er der meinung ist, es hat sich gebessert" Zwei tage später war der account dan wieder reaktiviert "wegen einer kleinen feier am WE". Das dies nicht mit dem Herrn kommuniziert wurde, ok. Leider ging es dann wieder los mit nach hause kommen, social media. Ich sprach dies dann nochmal sehr ruhig an und erhielt:
      "Ich muss mich nicht dafür rechtfertigen, wenn ich mit meinen Freundinnen schreiben will oder den Account reaktiviere" was mich doch etwas sprachlos zurück gelassen hat, da ich weder herrisch, noch bösartig das Thema angesprochen habe.



      Ich bin da aktuell wirklich im Zwiespalt und weiß bei vielem nicht wie ich mich genau verhalten soll. Natülich liebe ich meine sub und möchte das es ihr gut geht. Aber dieses ganze widersprüchliche im Verhalten. Ist ehrlich gesagt sehr frustrierend und zerrt sehr an meiner Energie
      Habt ihr da Erfahrungswerte, die ihr mit mir teilen mögt? Denn irgendwie komme ich aus diesem kreislauf nicht mehr raus. Denn sich einfach zurückziehen und sagen "ich mach mein ding, bis sich das bei dir wieder eingerängt hat" geht nun mal leider nicht, da wir zusammen wohnen.

      Chuggedie schrieb:

      Die Sex Thematik führt ebenfalls zusehens zu reiberein. Als ich sicher war, dass die Depression "überstanden" war, wenn man es so nennen konnte, habe ich jene Thematik das erste mal angesprochen. Dies ist nun mehr als 4 Monate her und eigentlich wird es nur immer weniger. Insgesamt ist da mein Eindruck, dass die Beziehung
      sich immer mehr zu einer "kuschel" Beziehung entwickelt.
      Erst einmal herzlich willkommen!

      Ich will hier gar nicht lange spekulieren woran was liegt und wie man das ändern könnte, an dem Satz, den ich markiert habe bin ich aber hängen geblieben. Bist Du sicher, dass die Depression überstanden ist?

      Ansonsten kann ich Dir nur raten, such nochmal das Gespräch aber weniger in dem Rahmen "mir gefällt das nicht was Du tust" sondern eher mit der Frage "warum tust Du das. Was ist ursächlich für Dein geändertes Verhalten".
      Schweigsamkeit ist der Text, der meistens falsch gelesen wird.

      Willy Meurer
      Depression lässt mich hellhörig werden. Nimmt bzw nahm sie Antidepressiva? Die können einen erheblichen Einfluss auf die Libido bzw. das sexuelle Erleben generell haben. Teils hält das auch nach dem Absetzen noch einige Zeit an. Das sollte man mit dem beh. Arzt besprechen, insbesondere, wenn es ihre Lebensqualität subjektiv einschränkt. Und auch eine Depression wirkt sich oft aufs Liebesleben aus.
      „and because you want ist, too.“
      „I do“, I whisper. „Never… then … never while“. „I know.“ he says

      Elisabeth McNeill
      Danke @Hera.
      Depression "überstehen" gibts eigentlich nicht, man hat halt gute und weniger gute Phasen.
      Man kann sich auf ein Level hinarbeiten, wo man wieder halbwegs normal ist, aber wie es in einem Innen aussieht, ist trotzdem nochmal was anders.
      Ist sie medikamentös eingestellt?
      Macht sie eine Gesprächstherapie? Wie ist ihr Vitamin D Status?

      Ich denke, es ist zu früh, um die BDSM Strukturen wieder vollständig aufleben zu lassen. Rede mit ihr, was sind ihre Sehnsüchte derzeit, wie kannst du sie unterstützen.
      Gerade das aktuelle Geschehen ist nicht gerade förderlich für unbeschwertes Subsein, wenn man eh schon andere Empfindungen als der mehr Resiliente hat.

      Scheiss Situation.
      Viele Grüße
      safine
      Ihr habt da natürlich absolut Recht.
      Bezüglich der Depression, daher war das "überstehen" in Anführungszeichen gesetzt.

      Sie macht aktuell keinerlei Therapie, und nimmt auch keine Medikamente. Das Thema war häufig auf dem Tisch, allerdings hatte sie in ihrer Jugend 3 Therapeuten, die sie allerdings ihren Aussagen nach alle sehr enttäuschent haben und ich sehe da keine Möglichkeit ohne ein intrinsisches Interesse, das eine Therapie da von Erfolg bewfjienen sein könnte.

      Das ist eben der Zwiespalt in dem ich mich befinde. Sie bedeutet mir die Welt und das mit der Depression habe ich jeden Tag im Kopf und habe da auch viel drüber geredet bzw. Reden häufig darüber.

      Hier beginnt allerdings der Zwiespalt wie oben beschrieben. Von meiner Seite aus wäre es selbstverständlich bzw. Ist BDSM zurück zu schrauben. Das wohl meiner sub ist das wichtigste.

      Allerdings wünscht sie das selbst nicht und untermauert dies eben auch mit handfesten Aussagen.

      Dann kommt es im Alltag aber häufig zu oben beschrieben Situation, wo ich dann wirklich perplex bin oder nicht weiß was nun als Dom oder als Partner zu tun ist. Wie würdet ihr z.b. damit umgehen, wenn ihr am Vortag genau ein Gespräch darüber hattet und euch eure sub sagt, "ja du hast Recht. Nein ich möchte das nicht zurück schrauben. Ich möchte von dir trainiert werden und wenn ich mich schlecht verhalte bestraft werden."

      Am nächsten Morgen, höre ich lautes Geschrei von unten. Sun hat ihre Schlüssel nicht gefunden und muss zur Arbeit.

      Ich komme herunter und Frage was los ist und bitte darum, moegends um 5 nicht zu schreien, da ich dies als sehr respektlos erachte.

      Als Antwort erhalte ich: "ich komme wieder zu spät. Lass mich in Ruhe" und sie verschwindet ins andere Zimmer bzw. "Haut" ab.

      In Anbetracht der zwiespältigen Aussagen/ und verhalten. Kann ich in solchen Situationen kein Richter Dom sein.

      Ich habe es mit viel Verständnis in solchen Situationen versucht. Auf sie zugehen/ Umarmen, Runterbringen.

      Genau so wie mit strenge und klaren ansagen. Hilft aber alles nichts.

      Aber dieses hin und her macht mich zusehends fertig.

      @Hera ich danke dir für das freundliche willkommen und deinen Beitrag.

      Das ist natürlich immer die Frage und ich mache mir selbst viele Gedanken darüber.

      Natürlich ist eine Depression nie wirklich weg, man lebt nur damit, mit guten oder schlechten Phasen. Ich selbst hatte Mal Burnout und kann dies dementsprechend zumindest zum Teil nachempfinden.

      Allerdings kann ich eben nur das wieder geben was meine sub mir diesbezüglich sagt. Sie meint im Alltag ist es aktuell kein Thema. Keine schlechten Gedanken Kreisläufe. Kein Gefühl der Traurigkeit/ antriebslos zu sein. Nur eben abends müde von der Arbeit.

      Job läuft gut. Fast jeden Tag Training.

      Das ist so der aktuelle Stand.



      Mir ist bewusst wie einschneidend eine harte Depression ist und wie lang sich eine solche Problematiken auch weit nach der akuten Phase hinziehen können.


      Allerdings scheint es ihr aktuell sehr gut zu gehen, was sie mir auch zeigt und wie wohl sie sich bei mir fühlt.

      Am verhalten was sich gefästigt hat bzw. Am Sex ändert sich allerdings nichts.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Chuggedie ()

      Hmm :gruebel:

      Um ehrlich zu sein hört sich das für mich schon so an, als würden diese Dinge zu einer Erkrankung gehören, oder auch zu einer Schwangerschaft oder ähnlichem. Ich würde das abchecken lassen.

      Libido Verlust, Depressive Phasen, Stimmungsschwankungen, Überforderung im Alltag, starkes schwanken zwischen Nähe und Distanz.
      Es hört sich nicht so an, als würde es ihr zur Zeit gut gehen, wenn sie so vor ein paar Monaten noch nicht war. Vlt auch mal zum Hausarzt gehen damit und Blutwerte abchecken lassen.
      Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

      Die Feuerzangenbowle; Heinrich Spoerl
      @safineBis letze Woche, ja.

      Auch da gab es einen großen streit drüber. Ich als auch einige ihrer Freundinnen haben ihr mehrmals gesagt, dass sich ihr verhalten in den letzen monaten geändert hat, ganz massiv bezüglich der Stimmungsschwankungen.
      Ihre beste Freundin hatte sie vor zwei Monaten mal zur Seite genommen und sagte zu ihr, dass es aktuell sehr schwer mit ihr ist, da sie von Erwachsene Frau zu pissige prinzessin in Diskussionen oder Streit gewechselt ist.

      In anbetracht der Depression sagte ich schon von beginn an, dass ich sie bitten würde diese nicht mehr zu nehmen. Aus bequemlichkeit (nehme ich an) hat sie dies fortgefühlt. Nach einem neuerlichen Ausraster vor wochen habe ich sie beiseite genommen und klar darüber gesprochen,
      dass ich sie darum bitten würde, die pille umgehend abzusetzen. "Du hast ja recht mein Herr. Ich danke dir das du immer so auf mich acht gibst. Ich sehe das ein und nehme sie nicht weiter nach der pillen pause." Dann fing die Pillen pause an, und anfang der Woche habe ich gesehen, dass sie die wieder genommen hat.
      Dies hat zu einem riesigen Streit geführt. Da ich mir einfach extrem belogen vor kam, Der Partner Aspekt, einfach wieder beiseite gewischt wurde und anderseits absolut kein verständnis dafür habe, wenn man Depressionen hat, dann noch die Pille zu nehem obwohl die nebenwirkungen bekannt sind, einfach aus bequemlichkeit.

      @Katara Ich denke die Problematik ist, dass der libido verlust, für sie kein verlust ist. Für sie ist diese Situation mittlerweile normal. Daher auch wenig intrinsische motivation das zu ändern. Allerdings wird dies auch für mich langsam zu einem Problem, da es eben mittlerweile viele Monate so geht. Und die Sitation dadurch eben noch perplexer wird,
      das sie traurig oder pissig wird, wenn sie mal lust hat, ich aber nicht. Oder wenn ich mich langsam eben doch etwas distanziere, da der liebevolle Aspekt unserer beziehung, nähe, ehrlichkeit, kuscheln küsschen, alles wunderschön ist. Aber wenn der Partner einen in keinerster Weise mehr scharf macht, oder auch nur ansatzweise lust hat. Oder es eben bei "küsschen" bleibt und das dauerhaft, statt echter Küsse.
      Gleichzeit wächst immer mehr der Gedanke, ich bin doch nicht ihr Hund. und das sage ich jetzt einfach mal ganz bewusst, da es mir immer öfter in den Sinn kommt. Sex nur wenn sie ab und an mal in stimmung ist, als würde man auf einen knochen warten.

      Auch da gibt es ganz seltsame Situationen, und ich kann mir das verhalten einfach nicht erklären, da es bis vor einiger Zeit ganz anders war. Zuvorkommend usw.
      So ist es so, wenn wir spielen und sie brav war, fragt sie ab und zu ob ich noch was bei ihr machen könnte, oder ein bisschen spielzeug benutze. Kein Problem, man macht den partner ja gern scharf.

      Frage ich dann aber z.b. mal, erhalte ich als antwort: "warum soll ich dich denn scharf machen? bringt mir ja nichts/ Ne keine lust"

      es ist unfassbar frustrierend
      Habt ihr über alternative Verhütung gesprochen?

      Ich habe vor sechs Jahren komplett von hormoneller Verhütung auf non-hormonelle Verhütung gewechselt. Und könnte mich ohrfeigen, es nicht schon eher gemacht zu haben. Also, die Libido ist seitdem wieder da ;)
      Die Depressiven Phasen allerdings auch noch. :(

      Klar, die Kosten sind erstmal höher, allerdings auf die 5 Jahre gerechnet deutlich geringer.
      Mein jetziger Partner hat die Hälfte der Kosten beim Wechsel übernommen.

      Ja, Hormone können massiv die Stimmung beeinflussen.
      Aber scheinbar ist deine Lebensgefährtin (noch) anderer Meinung.
      Wirklich Ideen habe ich da nicht, außer, dass ich ggf anbieten würde, den Eingriff mit zu tragen.

      Das Problem scheint doch etwas vielschichtiger zu sein.
      Viele Grüße
      safine
      Ich schreibe jetzt mal ganz ungefiltert meine Gedanken auf:
      1. Warum sollte sie deinen Anweisungen folge leisten?
      2. Warum sollte sie etwas verändern, wenn es für sie keine Probleme damit gibt?
      3. Was willst du?

      Zu 1. Das klingt jetzt wirklich böse, aber offenbar ist für sie euer machtgefälle nicht mehr relevant bzw aktuell. Also solltet ihr euch mal zusammensetzen und klären, was sie jetzt will und das so klar und deutlich wie möglich. Vielleicht mal verschriftlichen, das beide deutlich sehen können was da steht.

      Zu 2. Eine Veränderung die ich selbst nicht als notwendig empfinde, ist viel schwerer umzusetzen, als eine Veränderung die ich auch will. Und wenn sie die Situation nicht stört, dann gibt es auch keinen Grund für sie etwas zu ändern. In einem funktionierenden Machtgefälle, kann ich Dinge einfach für meinen Partner tun, wenn mein Machtgefälle aber nicht mehr funktioniert, dann tue ich mich damit sehr schwer.

      Zu 3. Mach dir klar was du willst und dann kommunizieren das genau so. Weil wenn du alles mitträgst, was sie tut, unabhängig davon ob es dir gefällt - dann gibt es ja auch keinen Grund ihr Verhalten zu verändern an deinem Verhalten.
      Als Beispiel : Du willst sie bestrafen für Verhalten X, sie sagt "Ich will jetzt nicht etc." und dann passiert es nicht - warum sollte dann eine Veränderung stattfinden?
      Kreativität ist Intelligenz die Spaß hat *Albert Einstein
      Erst mal Willkommen hier

      zu der Depression wurde ja schon viel gesagt.......

      Chuggedie schrieb:

      bis ich diese Woche eben ein Machtwort gesprochen habe.
      meine Gedanken waren...vielleicht fehlt Ihr auch die Dominanz - sie kann sie nicht spüren........Kosequenzen bleiben aus...Ansagen sind zu wenig......
      Dominanz mental und physisch zu spüren...in einem Gleichgewicht.......vielleicht ist manchmal wirklich das schnelle Machtwort besser?........
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Das ist ein schwieriges Thema...
      Eigentlich mache ich das online nicht so gerne, aber ich plaudere mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. In der Hoffnung, daß es euch eventuell helfen könnte. Ich gehe jetzt nicht auf den sexuellen und BDSM Aspekt ein, da dieser Punkt in meiner Ehe generell etwas schwierig war. Das steht aber auf einem anderen Blatt.

      Nach der (recht dramatischen) Geburt von meiner Tochter hatte ich auch lange mit Depressionen zu kämpfen. Was auch zu ziemlich großer Unlust führte. Das hielt auch ziemlich lange an, allein schon da es, obwohl ich bei diversen Ärzten war, ziemlich lange gedauert hat, zu erfahren was eigentlich nicht stimmt.

      Die Depressionen haben dazu geführt, daß ich mich selbst nicht richtig wahrgenommen habe, ich habe mich weder psychisch noch physisch richtig "spüren" können. Ich war unzufrieden, konnte diese Unzufriedenheit aber nicht greifen. Was dazu führte, daß ich mich tatsächlich auch nicht gut um mich gekümmert habe...

      Diese Selbstwahrnehmung ist aber eben wichtig. Um dieses Zustand zu ändern, hat es mir geholfen, einfach aktiver zu werden. Ich habe auf Anraten eines Arztes begonnen Sport (Sport ist bei Depressionen ein wichtiger Faktor) zu machen, auf meine Ernährung zu achten, mir Zeiten zu nehmen, die nur für mich da sind (lesen, Spa, spazieren etc)
      Dinge im Leben zu finden, die mich, und dabei ging es wirklich NUR um mich, glücklich machen. Den inneren Stress in meinem Leben reduzieren, auch den, den man sich selbst macht. Und ich habe meinen Arbeitsplatz gewechselt.

      Es dauerte einen Moment aber, es fing an mir besser zu gehen. Ich bin wieder fröhlich und aktiv und ausgeglichen. Wenn es einem gut geht, ist man auch in der Lage dieses "Glück" mit dem Partner zu teilen. Wenn man sich selbst und die eigenen Bedürfnisse wahrnimmt und schätzt, dann klappt es auch mit der Libido.

      Natürlich habe ich immer mal Phasen, in denen alles doof ist, aber eben nur noch im normalen Rahmen und für kurze Zeit.

      Einen wirklichen Tip habe ich für dich also nicht zur Hand, da dieses Thema sehr individuell ist, geht das auch gar nicht. Aber vielleicht hilft euch mein Blickwinkel ja, für sie passende Maßnahmen zu finden, ihr inneres Gleichgewicht wiederherstellen zu können.

      Ich wünsche euch alles Gute und vor Allem dir viel Geduld, denn die braucht es leider.
      Am Ende sind wir alle gleich...
      Ganz ehrlich, @Chuggedie, ich glaube, Du hast des Rätsels Lösung schon im Thread-Titel stehen: eingeschlafen, vielleicht gar schon tot, zumindest was (B)DS(M) angeht.

      Nach allem was Du hier beschreibst mag ich Dir nur einen Rat geben, dem ich aber etwas voranstellen muss: er macht nur Sinn, wenn Du sie liebst, Dir die Beziehung wichtiger ist als die Neigung und Du dafür selbst zurückstecken kannst.

      Sprich mit ihr darüber, dass Du den Dom komplett einpackst - mindestens bis sie dich von Gegenteil zu überzeugen vermag.

      Ansonsten sehe ich die Gefahr, dass Du Deine Kräfte aufzehrst und immer tiefer in das Gefühl rutschen wirst, dass Du wie ein Hund betteln musst. Domsein verträgt sich mit ihrer Haltung, wie Du sie hier beschreibst nicht, das ist sprichwörtlich wie “Perlen vor die Säue“ (natürlich ist sie keine, daher das sprichwörtlich!) und Du selbst fühlst es auch schon als Topping (da ist Dominanz eigentlich schon am Ende).

      Bei Eurem einvernehmlichen Sex kannst Du ja trotzdem der aktive und bestimmende bleiben, wenn das für euch passt. Aber darüber hinaus? Augenhöhe - gleiche Rechte, gleiche Pflichten.

      Was es bei ihr ist, kann hier niemand "diagnostizieren". Vielleicht die Depression oder deren Nachwirkungen, Beziehungsmüdigkeit, BDSM vielleicht nur Kopfkino aber real unfähig das auf Dauer zu leben, ..., es mag viele Gründe geben.

      Pass jetzt noch besser auf Dich auf, bevor Du vor die Hunde gehst. Da hättet ihr beide nix von.

      Etwas besorgte Grüße


      HvR
      Der Hinweis auf Depression hat mich auch aufhorchen lassen. Denn das könnte ein Bestandteil der Problematik sein. Ein anderer könnte diese "Gemütlichkeit einer stabilen Beziehung sein... Das haben sicherlich viele schon erlebt.

      Aber hinsichtlich des Themas Depression gebe ich mal folgendes zu bedenken:
      Aufstehen - Kampf
      Zähneschrubben - Kampf
      Die richtige Kleidung aussuchen - Kampf
      Arbeit - Kampf (wenn man das.denn überhaupt noch schafft
      usw.

      So ein andauernder Kampf geht an keiner Beziehung vorbei, weil auch der Partner diesen "Kampfmodus" abbekommt.
      Auf der anderen Seite ist da eine bleiernde Erschöpfung, die einen an den Boden zieht.

      Und jetzt kommt mein großes ABER:
      Das ist nicht Dein Problem. Das klingt hart, aber gemeint ist damit, dass DU daran überhaupt nichts ändern kannst.

      Ein Partner/Herr ist kein "Therapie-Ersatz" und könnte es auch nicht sein.
      Er kann höchstens ein Ventil sein - und das ist unfair, denn irgendwann fühlt man sich dann unweigerlich wie ein Fußabtreter.

      Ich habe das jetzt bewusst hart geschrieben, was ich aber sagen möchte ist: Jede Beziehung bedeutet Arbeit. In jeder Hinsicht, auch im Bereich Sexualität und in Eurem Fall BDSM. Und die Arbeit kann nicht einer alleine leisten. Und bzgl einer Depression kann dies ausschließlich der Betroffene, der Partner kann dann nur unterstützen.

      Das alles ist aus meiner ganz persönlichen Erfahrung geschrieben, weil ich persönlich beide Seiten kenne.
      Deshalb mein ganz persönlicher Rat: Lass Dich nicht in die Position drängen, in der jede Aktion von Dir kommen muss.

      Die Probleme, die Du beschrieben hast - egal ob jetzt nocheine akute Depression zugrundeliegt, sind nicht die, die Du alleine lösen kannst. Das ginge nur, wenn Sie sich aktiv beteiligt.

      Ich wünsche Euch aber wirklich, dass Ihr es schafft, denn was Du grundsätzlich über Eure Beziehung schreibst, klingt wirklich schön.
      Warte nicht auf den perfekten Moment
      sondern nimm den Moment und mach ihn perfekt.
      Eine Sache finde ich interessant, nämlich dass du bei ein- bis zweimal Sex pro Woche von fast nicht mehr vorhandener Libido sprichst. Klar, da ist man in der Regel nicht am Rande seiner sexuellen Kapazitäten, aber wenn mir jemand sagt, dass er oder sie nach einigen Jahren Beziehung zweimal pro Woche guten Sex hat, dann gibt es dafür ganz sicher keinen Daumen runter von mir. Da hab ich schon ganz anderes beobachtet und auch schon erlebt. ;)
      Sorry, das kommt jetzt vielleicht ein bisschen zu tief aus meinem Nähkästchen, aber ich sag es trotzdem mal: Ich hatte vor einer Weile eine junge Frau für einige Tage bei mir zu Besuch und wir sind währenddessen wirklich kaum aus dem Bett gekommen. Nach drei Tagen mit jeweils ein- bis zweimal Sex fühlten sich gewisse Körperteile richtig wund an und ich hab ihr gesagt: "Zunge, Finger etc stehen zur Verfügung, alles weiter südlich Gelegene braucht nen Tag Pause!" Meiner Erfahrung nach ist täglicher Sex jedenfalls in den meisten Konstellationen nicht die Norm. Für mich persönlich wäre das langfristig eher anstrengend und nicht unbedingt erstrebenswert. :D
      Ich würde behaupten, dass eine Abnahme der Sex Frequenz von nahezu täglich auf 1-2x pro Woche absolut normal ist, wenn die Beziehung eine Weile dauert und man auch den Alltag und seine Sorgen hat plus eine gewisse Gewöhnung aneinander.

      Natürlich könnte die hormonelle Verhütung darauf einen Einfluss haben, auch auf die Stimmung. Aber wirklich sicher weiß man das eigentlich erst, wenn es nach dem Absetzen besser wird. Eine Depression kann durch die Hormoneinnahme begünstigt sein oder unabhängig davon auftreten.
      Stimmungsschwankungen und Wut können dazu gehören und wenn auch Freunde von Veränderungen berichten scheint es nicht hauptsächlich ein Problem zwischen euch zu sein, sondern ihr insgesamt nicht gut zu gehen.

      Wäre es denkbar auf Kondome (nach ausgemessener Große versteht sich, damit sie gut sitzen) umzusteigen, bis eine dauerhafte Lösung auf den Weg gebracht ist?
      Für eine Spirale muss sie mindestens 3x zum Arzt. Einmal zum ausmessen, ob es überhaupt infrage kommt/ wie groß diese sein darf, dann zum legen und nochmal zur Kontrolle ob sie richtig sitzt, gefolgt von halbjährlicher Kontrolle.

      newbarbie schrieb:

      Erst mal Willkommen hier

      zu der Depression wurde ja schon viel gesagt.......

      Chuggedie schrieb:

      bis ich diese Woche eben ein Machtwort gesprochen habe.
      meine Gedanken waren...vielleicht fehlt Ihr auch die Dominanz - sie kann sie nicht spüren........Kosequenzen bleiben aus...Ansagen sind zu wenig......Dominanz mental und physisch zu spüren...in einem Gleichgewicht.......vielleicht ist manchmal wirklich das schnelle Machtwort besser?........
      Das war nun auch häufiger mein Gedankengang. Dies versuche ich aktuell wieder mehr an den Tag zu legen. Ich gebe klar zu, dass die Dominanz bzw. das Gleichgewicht von Versztändnis/ Dominanz bei mir natürlich über die letzen, doch recht schwierigen Moante gelitten hat, da die Energie irgendwann abnimmt.
      Andererseits, ist das aktuell natülich dennoch eine Gradwanderung, zwischen man selbst sein, allerdings auch den mentalen zustand der sub im auge zu behalten.

      Bzw. ganz konkret, wenn mal ein nevenzusammenbruch/ panikattacke/ oder etwas in die richtung, wie verhalten sich da andere Doms?
      Oder wenn sub (ggf. einfach durch überforderung oder ggf. auch über die depressions monate sich diese habbit angeeignet hat, "rumschreien" und dann abhauen.
      Einer sub die am "boden ist" mit dominanz zu sagen, was soll das bitte, das akzepotiere ich so nicht, halte ich eher für ein gutes mittel, dass die beziehung sehr schnell in die brüche geht.
      Gleichzeit vermittelt auf sie zu gehen oder versuchen sie runter zu brigen (denn sie leidet ja selbst in diesen situationen) dazu dass dieses verhalten als vollkommen ok angesehen wird.

      Einfach schwierig wie man sich da egal ob als Dom oder als Mensch verhält wenn ihr wisst was ich meine.

      Ggf. ist die problematik auch einfach, dass ich duch das lange kümmern während der depression, zu sehr in die Daddy rolle geschlüpft bin und dementsprechend zu wenig dom und da verhaltensweisen akzeptiert habe die eigentlich nicht ok sind, da es ihr nicht gut ging.
      Allerdings wäre da die Frage, wie kommt man da wieder raus? oder wie baut man da wieder "dominanz" und power exchange wieder vernüftig auf. Meiner Erfahrung nach war es bisher meist so, wenn dies einmal weg ist durch Vorfall xy, war es das meist. Einfach schwierig aber ich bin euch für jede Perspektive dankbar.

      Tininow schrieb:

      Das ist ein schwieriges Thema...
      Eigentlich mache ich das online nicht so gerne, aber ich plaudere mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. In der Hoffnung, daß es euch eventuell helfen könnte. Ich gehe jetzt nicht auf den sexuellen und BDSM Aspekt ein, da dieser Punkt in meiner Ehe generell etwas schwierig war. Das steht aber auf einem anderen Blatt.

      [...]

      Ich wünsche euch alles Gute und vor Allem dir viel Geduld, denn die braucht es leider.
      Das ist ein absolut wichtiger und richtiger Punkt. Das nun mal in den größeren Kontext gesetzt bedeutet das ja nichts anderes als etwas zu tun, was einem das gefühl gibt vorran zu kommen, etwas was einem gut tut, sprich auch Struktur.
      Dein Ansatz praktiziert meine sub eigentlich, sprich ca 5x training die Woche. Ich denke da ist das gefühl, dass im Sport aktuell keine fortschritte gemacht werden ein Problem, totz absolut guter figur und dementsprechend selbstzweifel.

      Herr von Rhea schrieb:

      Ganz ehrlich, @Chuggedie, ich glaube, Du hast des Rätsels Lösung schon im Thread-Titel stehen: eingeschlafen, vielleicht gar schon tot, zumindest was (B)DS(M) angeht.

      Nach allem was Du hier beschreibst mag ich Dir nur einen Rat geben, dem ich aber etwas voranstellen muss: er macht nur Sinn, wenn Du sie liebst, Dir die Beziehung wichtiger ist als die Neigung und Du dafür selbst zurückstecken kannst.

      [...]
      Etwas besorgte Grüße


      HvR
      Ich danke dir für diesen Rat. Letlich ist das ein absolut guter Vorschlag, den Dom einfach mal einzupacken und ich werde darüber mal in ruhe nachdenken. Das mit dem Kräfte aufzehen ist einfach ein wichtiger Punkt, wo du einfach recht hast. Es ist sehr kräfte zehrend aktuell.
      Das ganze nur im Bett auszuleben würde denke ich hingegen nicht funktionieren. Ich denke dann würde ich zusehens in die Papa rolle schlüpfen müssen, was per se einfach noch kräfte zehrender ist.

      Charley00 schrieb:

      Der Hinweis auf Depression hat mich auch aufhorchen lassen. Denn das könnte ein Bestandteil der Problematik sein. Ein anderer könnte diese "Gemütlichkeit einer stabilen Beziehung sein... Das haben sicherlich viele schon erlebt.

      [...]
      Ich danke dir für die lieben worte. Letzlich hast du natürlich recht. Ich bin kein Therapie ersatz, und letzlich braucht es für diese thematik aktivie beteiligung des betroffenen.

      Anfuehrungszeichen schrieb:

      Eine Sache finde ich interessant, nämlich dass du bei ein- bis zweimal Sex pro Woche von fast nicht mehr vorhandener Libido sprichst. Klar, da ist man in der Regel nicht am Rande seiner sexuellen Kapazitäten, aber wenn mir jemand sagt, dass er oder sie nach einigen Jahren Beziehung zweimal pro Woche guten Sex hat, dann gibt es dafür ganz sicher keinen Daumen runter von mir. Da hab ich schon ganz anderes beobachtet und auch schon erlebt. ;)
      Sorry, das kommt jetzt vielleicht ein bisschen zu tief aus meinem Nähkästchen, aber ich sag es trotzdem mal: Ich hatte vor einer Weile eine junge Frau für einige Tage bei mir zu Besuch und wir sind währenddessen wirklich kaum aus dem Bett gekommen. Nach drei Tagen mit jeweils ein- bis zweimal Sex fühlten sich gewisse Körperteile richtig wund an und ich hab ihr gesagt: "Zunge, Finger etc stehen zur Verfügung, alles weiter südlich Gelegene braucht nen Tag Pause!" Meiner Erfahrung nach ist täglicher Sex jedenfalls in den meisten Konstellationen nicht die Norm. Für mich persönlich wäre das langfristig eher anstrengend und nicht unbedingt erstrebenswert. :D

      Io_ schrieb:

      Ich würde behaupten, dass eine Abnahme der Sex Frequenz von nahezu täglich auf 1-2x pro Woche absolut normal ist, wenn die Beziehung eine Weile dauert und man auch den Alltag und seine Sorgen hat plus eine gewisse Gewöhnung aneinander.

      Natürlich könnte die hormonelle Verhütung darauf einen Einfluss haben, auch auf die Stimmung. Aber wirklich sicher weiß man das eigentlich erst, wenn es nach dem Absetzen besser wird. Eine Depression kann durch die Hormoneinnahme begünstigt sein oder unabhängig davon auftreten.
      Stimmungsschwankungen und Wut können dazu gehören und wenn auch Freunde von Veränderungen berichten scheint es nicht hauptsächlich ein Problem zwischen euch zu sein, sondern ihr insgesamt nicht gut zu gehen.

      Wäre es denkbar auf Kondome (nach ausgemessener Große versteht sich, damit sie gut sitzen) umzusteigen, bis eine dauerhafte Lösung auf den Weg gebracht ist?
      Für eine Spirale muss sie mindestens 3x zum Arzt. Einmal zum ausmessen, ob es überhaupt infrage kommt/ wie groß diese sein darf, dann zum legen und nochmal zur Kontrolle ob sie richtig sitzt, gefolgt von halbjährlicher Kontrolle.
      Ich antworte euch beiden einfach mal zusammen. Es ist letzlich nicht das "nur" 1-2x sex Pro woche. Eher der rest drum herum. Das häufige "Ne, kein lust", "kann nicht mehr, arbeit war zu anstrengend" "Ach mein herr, bitte morgen" und das beinah komplette einstellen von: "den parter mal von sich aus scharf machen." Oder das gefühl zu geben den partner scharf zu finden. Bzw. auch genrell eine gewisse "Faulheit" im bett, dinge mal von sich selbst aus zu machen.



      Generell danke ich euch für die vielen eingebungen und perspektiven und ganz besonders für den freundlichen Tonfall hier im Forum.

      Chuggedie schrieb:

      Bzw. ganz konkret, wenn mal ein nevenzusammenbruch/ panikattacke/ oder etwas in die richtung, wie verhalten sich da andere Doms?
      ...für mich wäre die Frage: was tut Deiner Sub da gut?........

      Chuggedie schrieb:

      Ggf. ist die problematik auch einfach, dass ich duch das lange kümmern während der depression, zu sehr in die Daddy rolle geschlüpft bin und dementsprechend zu wenig dom und da verhaltensweisen akzeptiert habe die eigentlich nicht ok sind, da es ihr nicht gut ging.
      könnte sein- dann änder doch die Regeln...oder stell welche auf - mach Ihr klar...ich will Dein Bestes....

      Chuggedie schrieb:

      Allerdings wäre da die Frage, wie kommt man da wieder raus?
      Handeln - klar kann der Schuss vielleicht auch nach Hinten los gehen...langsam ran tasten.
      Gar nichts tun ändert gar nichts
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.